Ausgabe 
22.7.1939
 
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Aus den Gießener Gerichtssälen

teil-

Aus der engeren Heimat

irtfchaft

auf 144,50

»erben.

Rundfunkprogramm

Von der Heffen-Aaffau-Mri der Wer-Zugend

über

§

Orte

unb er beantragte dessen Freisprechung.

Der Angeklagte M. wurde freigefprochen. Berufung d-es Sch. wurde als unbegründet warfen.

Die ver-

ein- von

40 Mark erhalten, weiterhin wurde ihm eine Scha­densersatzleistung in Höhe von 10 Mark auferlegt. Er hatte vom 15. bis 24. April täglich zwei Schafe, drei Lämmer und acht Enten auf fremden Wiesen weiden lassen.

In der gestrigen Hauptverhandlung wurde der Angeklagte überführt und dem Antrag des An­klagevertreters entsprechend zu einer G e l d st r a f e von 40 Mark und zum Ersatz des Schadens in Höhe von 5 Mark verurteilt.

dann in Tagung.

inn Watzenborn-Steinberg. Die Einwohnerschaft, insbesondere die Eltern, bereitete ihren Jungen nnen herzlichen Empfang. Jeder der Junggenossen, jiber Pimpf war von der Fahrt restlos begeistert. As sie wieder bei Vater und Mutter waren, Hub an eifriges Erzählen an.

Kameradschastsabend als Abschluß.

* Großen-Buseck, 21. Juli. Die Fahrten- 'ruppe Großen-Buseck, die von der Hessen-Nassau- »ahrt zurückkam, veranstaltete in Gemeinschaft mit rem BDM. einen Kameradschaftsabend. Standort- iährer Brück sprach kurz über Sinn und Zweck ion Fahrt und Lager. Einzelne Kameraden gingen rn weiteren Verlauf des Abends dazu über, die Ereignisse innerhalb der Fahrtengruppen in witziger form zum Besten zu geben. Dieser Tage fand m Großen-Buseck eine Führertagung von il3., ID., BDM. und IM. des Standortes Großen-Buseck statt. Gefolgschaftsführer Brück :or ad) über die nun bevorstehende notwendige

Abschluß-Marsch durch Wahenborn-Gteiuberg.

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Erntehilfe unb gab einige Richtlinien diesen Einsatz bekannt.

Darmstädter Hitler-Jugend in Reiskirchen.

den interessiert werden.

Gebietsreferent Schuster schloß üblicher Weise die anregend verlaufene

Einfluß auf ihn.

Amtsgericht Gießen.

Durch Strafbefehl, gegen den er Einspruch legte, hatte R. P. in Lollar eine Geldstrafe

205,25 (204,50), Rütgerswerke weiter

(141) an, dagegen Aschaffenburger Zellstoff 81,25 (82) und Demag 138 (138,75). Autoaktien behaup­teten neben einer ganzen Anzahl anderer Papiere

Dauer unhaltbare Straße NiddaSchotten neben dem Bahngeleise wesentlich geändert unb verbessert wird, damit der Zustrom von Frankfurt her größer wird. Die Verpflegung mit guten, preiswerten Ge­tränken und Speisen ist besser geworden, die Unter­kunftsfrage muß aber noch besser gelöst werden. Eine noch stärkere Werbung muß einfetzen. Die NS.-Gemeinschaft ,Kraft durch Freude" muß an­gegangen werden, daß die Werbung, Fahrt von Sonderzügen usw. gesteigert wird.Rund um Schotten" ist das Rennen vom Gau Hessen, bas einzige, größte motorsportliche Ereignis, das, wenn es erhalten werden soll, von allen Seiten mehr unterstützt werden muß.

Landrat Dr. Lotz (Gießen) regte an, zu den künftigen Besprechungen auch die Vertreter des Straßenbauamts, der Hessischen Regierung und der Reichsbahn heranzuziehen. Ein etwa eintretender Defizit müsse von breiteren Schultern getragen werden. Eine Reihe von Vorschlägen wurde aus der Versammlung und vom Versammlungsleiter gemacht. Die größeren Veranstaltungen in Ober-

Sch. ist einschlägig vorbestraft. Dies unb ein weiser Erlaß einer Vorstrafe hatten aber keinen

Rhein-Mainische Börse.

INillagsbörse sehr still.

Frankfurt a. M., 21. Juli. Die Ferien- und Reisezeit macht sich auch an der Börse bemerkbar insofern, als sich die Aufträge des Publikums von Tag zu Tag verringern. Der heutige Börsenverkehr entbehrte nahezu jeder Beteiligung von außen her, so daß nur wenig Geschäft vorlag. Wenn auch bei der Zufälligkeit der jeweiligen Aufträge am Ak­tienmarkt die Kursentwicklung bei geringen Veränderungen erneut uneinheitlich war, so blieb ein freundlicher Grundton weiterhin unverkennbar. Von den anfangs notierten Papieren lagen IG. Farben mit 142,25, Verein Stahl mit 98,75, Man­nesmann mit 103,25, Hoesch mit 106,25 und West­deutsche Kaufhof mit 94,75 gut gehalten, etwas höher Rheinmetall mit 114,50 (113,75), Gesfürel mit 126 (125,50) und Conti Gummi fest mit 212,75 (211,65). Reichsbank ließen 0,40 v.H. nach auf 179,40. r .

Am Rentenmarkt war das Geschäft un wesentlichen auf ben allerdings klein gewordenen Handel in Steuergutscheinen beschränkt. Serie II waren etwas gefragt unb höher mit 94,10 (93,95). In der Serie I erfolgten außerbörslich Abschlüsse bei fast unverändert 99,15 bis 99,20. Von Aus­losungsanleihen Dekosama I 136,50 (136,25), Reichs­altbesitz 131,75 (131,65), ferner Reichsbahn-VA. 122 (121,90). Industrie-Obligationen im wesentlichen un­verändert, 5 o. H. Gelsenberg jedoch 99 (99,40). Pfandbriefe ruhig und unverändert, Meininger Liquid. 101,13 (101). Don Stadtanlerhen 1926er Darmstadt 95,75 (95,50), 4,5 o. H. Mainzer 96,25 (96,13). , f x

Das Schlußgeschäft kam heute besonders früh zum Erliegen und brachte kaum weitere Notie­rungen. Die Haltung blieb gut behauptet. Don später notierten Werten zogen Scheldeanstalt auf

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Oberhessische Fremdeuverkehrsfrageu

Lehren aus dem jüngsten RennenRund um Schotten".

I Illli.

* Reiskirchen, 21. Juli. In unserem weilten in diesen Tagen einige Fahrtengruppen der Hitler-Jugend und des Jungvolks, die dem Bann und Jungbann 115 (Darmstadt) angehoren und auf ihrer Hessen-Nassau-Fahrt Oberhessen ken­nen lernen sollen. Die Gäste waren tm hiesigen Gemeinschaftsraum beherbergt, zu den Mahlzeiten bei der Bevölkerung zu Gast, während das Jung­volk in eigenen Töpfen kochte. Die Jungen waren im Gemeinschaftshaus gut untergebracht, fühlten sich im Stroh wohl, hatten ausreichende Wasch- gelegenheiten und unternahmen von ihrem Stand­quartier aus Ausflüge in die von feinen Reizen erfüllte Landschaft unserer engsten Heimat. Eine der Fahrtengruppen veranstaltete gemeinsam mit der hiesigen Hitler-Jugend und dem BDM einen Kameradschaftsabend, der einen schonen Derlau nahm Die Fahrtengruppe des Jungvolks die mit dem Spielmannszug erschien, erfreute am Donners­tag mit einem Konzert an der Adolf-Hitler-Eiche. Die Darmstädter Gäste fanden rasch JBeybinbung mit der Jugend unseres Dorfes. Das nächste Fayr- tenziel der Gruppen war Grünberg.

deutschlands. 18.30: Soldaten Kameraden. Werke von Komponisten der Wehrmacht. Auführende: Mu­sikkorps des II. Batts, des Jnf.-Regts. 107. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: Meister der Moderne. (Jndustrie- Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 21: Glück auf zur Sommerfahrt. Bunte Bilder gm Schienenstrang zwischen Weser und Main. 22: Nachrichten. 22.15: Sportnachrichten in Kürze. 22.20: Wissen und Fort­schritt. Louise Diel: Afrikanische Reise 1939. 22.35 bis 24: Nachtmusik und Tanz.

Dienstag, 25. Juli.

5 Uhr: Frühmusik. 5.50: Bauer, merk auf! 6: Morgenlied, Morgenspruch, Nachrichten, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. Ausführung: Das kleine Orchester de-i Reichs send er s Frankfurt. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Es spie­len die Münchner Rundfunkschrammeln. 10: Schul­funk. Im Maßstab 1 : 25 000. Ein Hörbericht. 11.40: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert I. Ausführung: Kurhessisches Landesorchester Kassel. 13: Nachrich­ten. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch ... (Industrie-Schall- platten und Eigenaufnahmen.) 16: Nachmittagskon­zert. Zeitgenössische Unterhaltungsmusik. Einlage: Internationaler Weinbaukongreß. 18: Volk und Wirtschaft: Bei allem, was wir esfen, Frischhaltung nicht vergessen. 18.15: Auf den Spuren des Sim- plizius Simpliziffimus. 18.30:O Schwarzwald, o Heimat, wie bist du so schön". Ein Volksfest zu Ehren des Schwarzwaldliederkompomsten Karl Ise- mann. 19.15: Tagesspiegel. 19.30:Mir liegen sehr im Herzen drei schöne Dinge fein ..Ein? bunte Folge unserer schönsten Chöre. 20: Nachrichten. An­schließend: Hier spricht die Reichsgartenschau. 20.15: Klingendes Erbe". Serenaden-Abend ,m Schweri­ner Schloßhof aus den Schätzen der Mecklenburgi­schen Landesbibkiothek. 21.30: Konzert der Spiel­uhren. Flöten. Glocken- und Trompetenmusik von der Walze. Eine Plauderei. 22: Nachrichten.

traut machen. Diese Schulgartenarbeit hat bis jetzt guten Erfolg gehabt.

Landkreis Gießen.

§ Watzenborn-Steinberg, 21. Juli. Der Sportplatz an der Neumühle, auf dem von den Mannschaften des FC.Teutonia" Watzen­born-Steinberg manch schweres Spiel aus- aetragen wurde, erfährt zur Zeit eine räumliche Erweiterung. Nachdem ber Staat bas erforderliche Gelände zur Verfügung gestellt hat, wirb die Firma W. Dörr in den nächsten Tagen die Abhebungs­arbeiten beginnen, nachdem der Platz inzwischen neu vermessen wurde. Der Platz wurde im Jahre 1930/31 fast vollständig von (Sportlern und Sport­anhängern ausgebaut. Auch jetzt wirb man wieder abends Sportler unb Sportanhänger antreffen können, die freiwillig an der besseren Ausgestaltung des Platzes mithelfen. In den letzten Tagen kaufte die Gemeinde Watzenborn-Steinberg einen weiteren Bullen, so daß sich jetzt im Faselstall wieder, wie früher, vier Bullen der Vogelsberger Rasse und ein Bulle der Simmenthaler Rasse be-

Sonntag, 23. Juli.

6 Uhr: Hafenkonzert an Bord des Dampfers Hansa" der Hamburg-Amerika-Lmie. 8.10: Wir fingen den Sonntag ein! 8.40: Dichter im Dritten Reich: Herbert Böhme liest aus seiner neuen Novelle Nacht der Verschwörung". 9: Deutsche Meister: Ri­chard Strauß. 10:Gläubiges, deutsches Herz . Eine Stunde ber Besinnung zum Feiertag. 10.50: Dom Nürburgring: Der Große Preis von Deutschland. Die schnellsten Rennwagen die besten obrer tn ber Eifel. Dazwischen Unterhaltungskonzert. 15: Deutschlands Segelflieger auf ber Wasserkuppe. Die Einweihung der neuen Flugzeughallen. Dazwischen Unterhaltungsmusik. 16: Zur Unterhaltung (Jndu- strie-Schallplatten unb Eigenaufnahmen.) 17: -bom Deutschlanbsender: Unterhaltungskonzert mit Berich­ten von den Reichswettkämpfen der SA 19: Ver­rückte Fische. Kleine Fische gute Fische. Zwei luftige Szenen. 19.40: Sportspiegel des Sonntags. 20- Nachrichten. 20.15: Heut tanzt Gloria. Operette. 22: Nachrichten. 22.15: Sportbericht. 22.30 bis 24: Unterhaltung und Tanz.

IHontag, 24. Juli.

5 Uhr: Frühmusik. Es spielt das Gauorchester Schlesien. 5.50: Bauer, merk auf! 6: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichtem 8 10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für den Garten. 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Es spielt der Gaumusikzug Schlesien. 10: Schulfunk: Don den Be­schützern des Waldes. Hörbild von Hans Alt. 11-40: Ruf ins Land. 12: Schloßkonzert. Es spielt bas Nie­dersachsen-Orchester. Leitung Richard Müller-Lam- vertz 13: Nachrichten 13.15; Schloßkonzert. 14: Nach­richten. 14.10: Nico Dostal Eduard Künneke. Zwei Meister ber neuen Operette. (Industrie-Schallplatten unb Eigenaufnahmen.) 16: Nachmittagskonzert. Aus­führung: das Kurorchester Bad Homburg. Einlage 17 bis 17.10: Neues für den Bücherfreund. 18:Die goldene Fahne über dem Bauernhof". Ein Funk­bericht vom ersten bäuerlichen Musterbetrieb Grotz-

Watzenborn - Steinberg, 21. Juli. ?tach zehntägiger Fahrt kehrten nunmehr Hitler­jugend und Jungvolk unseres Ortes zurück. Mit Musik zogen die braungebrannten Hitterjungen von ter Station Schiftenberg her durch die Straßen

den gestrigen Stand.

Abendbörse behauptet.

Menn auch wiederum nur in einzelnen von den insgesamt in geringer Anzahl notierten Papieren kleine Abschlüsse erfolgten, so war die Haltung auch an der Abendbörse gut behauptet. Je 0,25 v. H. lagen Scheideanstalt mit 205,50, Metallgefellfchaft mit 112,25 und Licht unb Kraft mit 127,75, hin­gegen bröckelten AG. für Verkehr auf 110,75 und Daimler auf 118,75 um ebensoviel ab. IG.-Farben gingen wie mittags mit 142,25 um, außerdem hatten u. a. Verein. Stahl mit 98,75, Rheinstahl mit 135, Adlerwerke mit 97,50, VDM. mit 168,-50, Gesfürel mit 126, Rheinmetall mit 114,50, Holzmann mit 148, Moenus mit 115,50, BMW. mit 130,50 unb Bernderg mit 127 sowie am Eeinheitsmarkt Groß­dankaktien unveränderte Kurse. Von Renten stellten sich 6proz. JG.-Farden auf wieder 119,13, 5proz. Mittelstahl auf unv. 99,50 unb 4,5proz. Franks. Hyp. KO. II wurden mit unv. 98,50 umgesetzt. Von Steuergutscheinen waren die Abschnitte der Serie II weiter leicht befestigt auf 94,20 bis 94,25, während Serie I, ebenfalls bei einigem Geschäft, unv. 99,20 lauteten.

Frankfurter Pferdemarkt.

Der Arbeitspferdemarkt am kommenden Dienstag in Frankfurt wird teils vom Handel, teils von Pferdezüchtern gutes Material in schwersten, mitt­leren unb leichten Arbeits- und Wagenpferden zum Verkauf zeigen-, auch schönste Kollektionen belgischer Zugpferde sind angemelbet. Für Tiere geringerer Qualität sowie Schlachtpferde besteht ebenfalls zur Zeit Nachfrage.

Das Getreide nach dem Drusch.

FWD. Das jetzt allenthalben in den nächsten Nochen anfallende frisch gedroschene Getreide darf ucht in den Säcken stehen bleiben, sondern es muß r flacher Schüttung auf dem Boden ausgebreitet »erden. Die Körner leben unb atmen und enthalten ,och so viel Feuchtigkeit, daß ihnen bei der Lage- iiing im Sack erhebliche Gefahren durch Schimmel- ,llze und Muffigwerden drohen. Zwar bietet schon lins flache Ausbreiten hiergegen einen gewissen Schutz, doch genügt dieser allein nicht. Vielmehr

mrnt es darauf an, das Getreide schnell zu trocknen, m damit die Atmungs- und Feuchtigkeitsverluste nach Möglichkeit einzuschränken. Man erreicht dies :id)t durch fleißiges Wenden und Lüften der Dor­rte mittels einer Holzschaufel, durch welche die jörner weit weniger geschädigt werden als durch me Metallschaufel. Um diese Arbeit ordnungsgemäß urchführen zu können, ist beim Ausschütten des i-etreibes darauf zu achten, daß die verschiedenen .horten auf dem Speicher weit genug voneinander entfernt liegen, was besonders wichtig ist, wenn es Ich nicht um Getreide zum Verkauf, sondern um wertvolles Saatgut handelt.

Sprengung alter GebäudeinFriedberg.

Lpd. Friedberg, 21. Juli. Die Stadt Frieb- terg ist bestrebt, durch den Abbruch alter h ä ß- !: ch e r Bauten, die den Gesamteindruck des Uabtbilbes beeinträchtigen, eine Verschönerung her- lsizuführen. Die Dachgeschosse ber in Betracht kom­menden Gebäude wurden durch handwerkliche Ar- Isit abgetragen; die restliche Niederlegung erfolgte iurch Sprengung, die etappenweise vor sich ging, jon dem alten Synagogengebäude ist nur mehr ein vH er Schutthaufen übrig; mit ber Niederlegung tes Gebäudes ist ein schöner freier Platz entstan- ten. Auch der alte Wasserturm ist verschwunden.

Lhren schweren Verletzungen erlegen

Langsdorf, 22. Juli. Der Verkehrs- n f a l l, der sich gestern vormittag auf der Haupt- nafee unseres Ortes ereignete, hat leider ein obesopfer gefordert. Frau Marie Hof­mann, die bei dem Unfall schwer zu Schaden :im, erlag bald nach der Einlieferung in die Gie­ßener Chirurgische Klinik ihren Verletzungen.

Schulgärten dienen der Erziehung und Belehrung.

Lpd. Dillenburg, 21. Juli. Im Kreise LZiedenkopf-Dillenburg sind zahlreiche Schulen dazu übergegangen, eigene Schulgär - ie n anzulegen. Man hat gewöhnlich in unmittel­barer Nähe der Schule ein Stück Land gepachtet, :as die Schüler unter Aufsicht der Lehrer zu be- auen haben. Auf diese Weise will man schon früh iie Jugend mit Her wichtigen Gartenbauarbeit ver-

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s. Lang-Göns, 21. Juli. Die Winter- a erste wurde hier bereits geschnitten und einge- sahren. Heute traf die Dreschmaschine ein und oe- gann mit dem Ausdrusch. Im Laufe der nächsten Woche beginnt der Schnitt des Roggens. Der Stand ber Frucht ist ausgezeichnet. Die Mafchinen können voll und ganz eingesetzt werben. Da der Winterweizen fast ganz erfroren rotir, sieht man überall Sommerweizen in den Feldern. Auch dessen Stand verspricht ein gutes Ergebnis. Im all­gemeinen beginnt die Ernte 8 bis 10 Tage später als in früheren Jahren.

H o l z h e i m, 22. Juli. Am morgigen Sonntag, 23.7., kann der Landwirt Georg Heinrich Laux in bester körperlicher -unb geistiger Frische seinen 7 0. Geburtstag feiern. Seit über 30 Jahren versieht er bas Amt bes Aufkäufers bei der hiesi­gen Landwirtschaftlichen Kredit-, Bezugs- und Ab- satzgenossenschast mit großer Gewissenhaftigkeit. Schon über 30 Jahre ist der Jubilar treuer Bezieher des Gießener Anzeigers. Wir gratulieren herzlich und wünschen dem alten Herrn einen gesegneten Lebensabend.

= Lich, 21. Juli. Weißbindermeister Friedrich Schäfer, das älteste Mitglied ber Sängervereini- aungCäcilia", vollendet am morgigen Samstag m voller körperlicher und geistiger Frische das 8 6. Lebensjahr. Der Monat Juli war in die­sem Jahr der Rekordmonat der 80. bzw. 85. Ge­burtstage in unserer Stadt. So konnten Wilhelmine Walz' Wwe., geb. Uhl, am 4. Juli, Landwirt Christian Rau am 11.Juli, Katharine Elisabeth Schwenk Wwe., geb. Fischer, am 15. Juli ihren 80. Geburtstag feiern, Frl. Marie Brodt wurde am 5. Juli 85 Jahre alt. Alle Geburtstagskinder er­freuen sich noch einer erstaunlichen Rüstigkeit trotz ihres hohen Alters. Allen Jubilaren unseren herz­lichen Glückwunsch.

Seltersweg in Gießen groben Unfug verübt, indem sie in betrunkenem Zustande Passanten beschimpf­ten, so daß ein Menschenauflauf entstand.

Gegen den Strafbefehl hatten beide Einspruch erhoben. In der Hauptoerhandlung vor dem Amts­gericht Gießen am 4. April war Sch. wegen groben Unfugs und Beleidigung von Passanten zu einer Gefängnisstrafe von zwei Wochen, M. wegen gro­ben Unfug zu einer Haftstrafe von einer Woche ver­urteilt worden.

Gegen dieses Urteil verfolgten die Angeklagten Berufung. Sch. gab seine Schuld zu, glaubte aber, daß seine Tat mit einer Geldstrafe gesühnt sei. M. beantragte seine Freisprechung.

Der Vertreter der Anklage beantragte, die Be­rufung bes Angeklagten Sch. zu verwerfen, weiter vertrat er die Ansicht, daß dem Angeklagten M. grober Unfug nicht einwandfrei nachzuweisen sei,

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Hessen dürfen sich nicht überschneiden und müssen rechtzeitig festgelegt werden und aufeinander Rück­sicht nehmen. Das Rennen ist eine lebenswichtige Veranstaltung in Oberhessen, auf die nicht verzichtet werden kann. Die Gaststätten müssen zum Teil ein schöneres Gesicht bekommen und sind von manchem Kitsch zu befreien. Möglichst viele Prioatzimmer sind verfügbar zu machen, die auch für sonstige Zwecke, KdF.-Fahrten usw., bereitstehen. Eine plan­mäßige Werbung muß vom Landesfremdenverkehrs­verband in Verbindung mit ben Fremdenverkehrs­gemeinden und den übrigen Stellen durchgeführt werden. Die Gemeinden beschaffen schöne Photo­graphien, sorgen für Verschönerung ihrer Lokale unb Städtebiiber. Auch die einheimische Bevölke­rung, so regte Landrat Bonhard (Lauterbach) an, soll mehr für das Rennen und für die Frem-

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ffleine Strafkammer Gießen.

Durch Strafbefehl hatte der R. K. in Schwalheim ine Geldstrafe von 450 Mark erhalten, weil er im (eptember und November 1938 in Friedberg die Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten, einschlieh- lch der Rechtsberatung, geschäftsmäßig betrieben Intte, ohne im Besitze der Erlaubnis der zuständigen Behörde gewesen zu fein. Gegen ben Strafbefehl }ntte er Einspruch eingelegt.

In der Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht friedberg am 18. April war er zu der gleichen (träfe verurteilt worden. Gegen dieses Urteil ver-

1 flgte er Berufung.

In der gestrigen Berufungsverhandlung wurde j-r Angeklagte wiederum überführt. Er sieht es als ,(ne Menschenpflicht an, unbemittelten Leuten zu jrtsen. Er bestritt, eine beratende Tätigkeit aus- £Übt zu haben, er habe in den Eingaben nur bas iiebergelegt, was ihm die Leute angegeben hätten, fr ist mehrfach, darunter einschlägig, vorbestraft. I rotzdem setzte er die Rechtsberatungen immer wie- i ier fort.

Der Vertreter der Anklage beantragte, wegen jwei selbständiger Handlungen auf Geldstrafen von L5 + 225 Mark, zusammen 450 Mark zu er- ! nnert.

Das angefochtene Urteil wurde aufgehoben und satt dessen erkannt: Der Angeklagte ist schuldig zweier Vergehen gegen das Gesetz zur Verhütung ! inn Mißbräuchen auf dem Gebiete der Rechtsbe- iitung und wird deshalb, unter Freisprechung im übrigen, zu Geldstrafen van 225 4- 225 Mark, jiufammen 450 Mark, ersatzweise 90 Tage liefängnis, verurteilt. *

H. M. in Butzbach und K. Sch. in Wetzlar hatten einen Sttafbefehl über zwei Wachen Haft er- Men. Sie hatten am 1. November 1938 auf dem

* Schotten, 21. Juli. Der Gebietsreferent für Oberhessen im Landesfremdenverkehrs­oerband Rhein-Main hatte zu einer Be- prechung über Werbemaßnahmen, die in Verbindung mit dem kürzlich stattgehabten Rennen Rund um Schotten" stehen, hierher eingeladen. Zu der Sitzung waren die Kreisleiter und Landräte der oberheffifchen Kreise, die Bürgermeister der Fremdenverkehrsgemeinden, die Vertreter der ver- chiedenen Wirtschaftsgruppen, des Gaftstättengewer- bes, ber Verkehrsvereine erschienen, von der Motor­gruppe Hessen des lldSKK. Sportreferent Kies­ling (Frankfurt).

Gebietsreferent S ch u st e r (Gießen) leitete die Versammlung und begrüßte die Teilnehmer. Ein ausführlicher Bericht des Sachbearbeiters ber Hes- ischen Landesregierung, Oberregierungsrat Dr. Krebs, der sich mit den Erfahrungen ^bei dem diesjährigen RennenRund um Schotten" befaßt, wurde verlesen und eingehend besprochen. Die Zeit, in der der Landesfremdenoerkehrsoerband bei dem diesjährigen Rennen eine ausgiebige Werbung durchführen konnte, war zu kurz, bei dem Rennen in den nächsten Jahren wird mit der Werbung früher eingesetzt werden. Das Nennprogramm war gut ausgearbeitet, es waren außerdem noch beson­dere Faltblätter mit Bildern unb Reklamen für unser Oberhessen an die Besucher des Rennens ver­ausgabt worden. Ein besonderes QuarHeramt war am Renntag in Schotten mit besonderer Auskunfts­stelle eingerichtet worden. Auch viele Gemeinden hatten sich durch verschiedene Spannbänder und Reklamen werbend betätigt. Viele Verbesserungen sind hier noch notwendig. Auch der Kreisführer des Gaststättengewerbes hatte einen Erfahrungsbericht vorgelegt, der zur Verlesung kam.

Spor'tteferent Kiesling erstattete bann einen ausführlichen Bericht über die Art ber Durchfüh­rung bes Rennens, bas von ber Motorgruppe Hessen bes NSKK. eigenverantwortlich burchgeführt wird, nachdem der Tag des Rennens von der Obersten Sportbehörde in Berlin feftgelegt ist. Die Unkosten, die ein solches Rennen fiir Fahr­vergütung, Preise, Absperrung u. bgL verlangt, sind sehr hoch. Es muß darauf gesehen werden, daß kein Defizit enfttcht, damit das Rennen nicht in Gefahr gerät, in Zukunft zu verschwinden. Zu diesem Zweck

muß dafür gesorgt werden, daß die Zufahrtssttaßen I sich in tadellosem Zustand befinden, bafr die auf die I