Ausgabe 
22.6.1939
 
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Aus -er engeren Heimat

65 Jahre Kriegerkameradschast Homberg

F

Wirtschaft

in der Gaumannschast.

Kreises VIII (Gießen) bewertet, beweist die Aus-

Das Gausachamt Turnen tagte

-I sportschule in Marburg erstmals zu r zusammengefaßt werden.

In der Form von Lehrgängen führte das Gau-

einem Lehrgang

Büchertisch

ls-

Um 957 167

fachamt Turnen im NSRL.-Gau Hessen an der Gausportschule im Marburg eine wichtige Arbeits-

D a m m im Auftrage der Partei und der Stadt die Glückwünsche. Kreiskriegerführer R e u s ch e r ging in seiner Ansprache von dem wunderbaren Verlauf des Reichskriegertages in Kassel aus. Dort sei auch der Führer gewesen, habe den alten Soldaten ins Auge geschaut und herzliche Worte an sie gerichtet. Im Weltkriege, im Schützengraben sei die wahre Kameradschaft geboren worden. Diese Tatsache müsse festgehalten und öfters in Erinnerung gebracht wer­den. Anschließend folgten noch besondere Ehrungen von Kameraden. Es erhielten das Iubiläums- abzeichen für 2 5 j ä h r i g e M i t g l i e d s ch a f t die Kameraden Heinrich Gaub I., Karl Kraus, Jo­hannes Hohl und Gottfried Hartmann. Für 4 0jährige Mitgliedschaft erhielten je ein Führerbild die Kameraden: Karl Christ, Georg Heinrich Kuhl und. Heinrich Paul.

Im Laufe des Nachmittags konnten die Anwesen­den auf der Festwiese ihrem Vergnügen nachgehen. Da auch das schönste Festwetter herrschte, dürften alle auf ihre Rechnung gekommen sein.

Der zweite Festtag begann mit einem Morgen­konzert auf dem Festplatze. Der Nachmittag gehörte in erster Linie der Jugend, die ihre Kräfte in Spiel und Sport, maß. Da sich auch jetzt wieder viele Be­sucher einfanden, bot der Festplatz ein buntbewegtes Bild. Auch der zweite Festabend vereinigte eine stärkere Besucherzahl, hauptsächlich Einheimische, die bei fröhlicher Stimmung lange aushielt.

^>rei^andball-^)vielerde6KreiseSVHl! Kreis 3.3. verfügen. Jakobi ist gerade in bezug

-jrei£>aiWDail v 1111 Quf $aIIbe^anbIung unerreicht und verfügt dazu

über einen Schuß, der sich sehen lassen kann. Da

Gerstestroh, do. 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreis ab zcuger-Derladestation. Tendenz: ruhig.

frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 22.Juni. (Vorbericht.) 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: Rinder (139 Ochsen, 206 Bullen, 445 Kühe,

Gaufachwart Schäfer schloß die anregend ver­laufene Tagung, die der Lehrgangsarbeit des Sonn­tags die Ausrichtung gegeben hatte, mit dem Füh­rergedenken.

Äm Sonntag fanden an der Gausportschule ge­trennt eingehende Besprechungen der Kreisfach- warte, der Kreisobleute für Männerturnen und der Kreisfrauenturnwarte(innen) statt. Behandelt wurden u. a. die neuen Wettkampfbestimmungen owie die im Entwurf vorliegenden Richtlinien der olgenden Arbeitsgebiete: Turnordnung der HI. für Gerätturnen und Sommerspiele: das Turnen des grundschulpflichtigen Knaben (6. bis 10. Lebensjahr): das Gerätturnen als ergänzender Teil der Leibes­erziehung der Turnerin: wie auch die Frage Warum Kleinkinderturnen?"

Mein-Mainische Börse.

Mttagsbörse uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 21. Juni. Das Gesamtbild der Börse zeigte auch heute ein nur wenig ver­ändertes Aussehen, doch war an den> Aktien- Märkten stellenweise etwas mehr Geschäft zu beobachten. Auf dem nunmehr stark ermäßigten Kursstand wurden einige Limite erreicht, auch setz­ten bei Renditeüberlegungen mäßige Rückkäufe ein, obgleich die Unternehmungslust im ganzen gesehen noch schwach blieb. Daneben setzten sich noch kleine Verkäufe fort, so daß die Kursgestoltung uneinheit­lich blieb. Von den Hauptwerten gaben IG.-Farben 0,40 n. H., Reichsbank 0,50 v. H., AEG. 0,25 v. H., Verein. Stahl 0,50 v. H. und Mannesmann 0,25 v. H. nach. Maschinen- und Motorenwerte zogen überwiegend 0,25 bis 0,50 v. H. an, ebenso fanden verschiedene Elektropapiere, voran Gesfürel mit 131 (130), etwas Nachfrage. Weiter leicht ermäßigt waren Hapag auf 48 (48,50). Kali Sahzdetfurth er­höhten sich gegen den Einheitskurs von gestern um 1,25 v. H. auf 138, ebenso Harpener um 0,75 v. H. auf 130,25

Am Renten markt blieb dos Hauptinteresse bei Steuergutscheinen. Serie I weiter fest mit 103,30 bis 103,40 (102,90), Serie II per Juni unv. 98,35. Reichsanleihe-Altbesitz knapp gehalten mit 131,90 (131,95). Industrie-Obligationen und Liquidations­pfandbriefe wiesen die üblichen leichten Schwankun­gen auf, im übrigen lagen Renten sehr ruhig und kaum verändert. Nur 4,5proz. Darmstadt von 26 96,25 (95,75). Steuergutscheinc I im Verlaufe 103,45 nach 103,35.

In der zweiten Börsenstunde blieb das Geschäft klein und zufällig und die Kursentwicklung unregel­mäßig. Rheinstahl 130,75 nach 131,50, Rheinmetall 122,50 nach 123,25, dagegen IG.-Farben 150 nach M.49,75 uni) Conti Gummi rveitex erhöht auf 210,75

Wer trägt die Wertzuwachssteuer.

Beim Verkauf eines Grundstücks wird die Wert- zuwachssteue? regelmäßig vom Verkäufer über­nommen. In einem jetzt vom Reichsgericht behan­delten Falle hatten die Käufer jedoch vor dem Notar den vom Verkäufer entworfenen Kaufvertrag unterschrieben, wonach sie die Wertzuwachssteuer zu übernehmen hätten. Sie mußten deshalb über 4000 Mark zahlen. Ihre Schadensersatzklage gegen den Notar wurde vom Reichsgericht a b g e w i e - s e n. Das Gericht erklärt, daß das Maß der an die Belehrungspflicht des Notars zu stellenden Anfor­derungen nicht überspannt werden dürfe. Die Kläger hätten durch das mehrmalige Dorlesen des Vertrages Kenntnis von ihrer Verpflichtung zur Zahlung auch der Wertzuwachssteuer genommen, und es wäre ihre Pflicht gewesen, entsprechende Fra­gen zu stellen. Der Notar brauche regelmäßig nicht damit zu rechnen, daß ein im Geschäftsleben stehen­der Grundstückskäufer über den Begriff der Wert­zuwachssteuer im unklaren sei.

Dor Beginn der Frühkartoffelernte.

Der Speisekartoffelmarkt steht im Zeichen des Beginns der F r ü h k a r t o f f e l e r n t e, die in den westlichen Bezirken des Reiches vorläufig in be­scheidenem Maße eingesetzt hat. Die letzttägigen Niederschläge haben den inländischen Kulturen gut getan, und bald werden weitere Landesteile mit der Ernte beginnen und den deutschen Markt von den ausländischen Einfuhren entlasten. Die Zu­fuhren an italienischen und holländischen Kartoffeln haben wesentlich zugenommen. Die Vorräte an alten Kartoffeln haben sich erheblich verringert und alle für Speisezwecke geeigneten Sorten können glatt untergebracht werden. Die Umsätze der Futter- kartoffeln haben infolge des nachlassenden Bedarfs und wegen der kleinen Anlieferungen an Bedeutung verloren.

Hessen-Nassau beschränkte sich auf die Be­lieferung des Eigengebietes. Die reichlichen Zu­fuhren ausländischer Frühkartoffeln fanden keine einheitliche Aufnahme. Auch Kurhessen nahm kaum noch Versendungen vor, die Versorgung mit ausländischer Ware stelle zufrieden. Die Saar- Pfalz erhielt Zuschüsse aus dem rheinischen Grenzgebiet und aus Rheinhessen. Die neue Ernte beginnt langsam einzusetzen.

stellung von drei Spisslern zu dem Gaukampf am kommenden Sonntag. In der vorläufigen Bekannt­gabe, die sich lediglich im Falle von Absagen noch ändern kann, sind H u f m a n n (1900 Gießen), Köth (Tv. Wetzlar) und Jakobi (Tv. Hörns­heim) aufgeführt, und zwar als Mittelläufer, linker Läufer und Linksaußen. Ferner sind als Ersatz ein­geladen: Altmann (Tv. Münchholzhausen), Brenner (Mtv. Gießen) und Michel (Hörns­heim).

Hufmann trat erstmalig (abgesehen natürlich von seiner Vereinsmannschaft) in dem Spiel gegen den Kreis Friedberg in Holzheim hervor. Seinerzeit be­herrschte er als Mittelläufer souverän das Feld und war ob feiner Schnelligkeit überall tätig. Ueber- ragend war auch Köth, dem die vorjährigen End­spiele ausgezeichnet zustatten kamen. Er stand stets richtig, war außerordentlich wendig und stets dort zu finden, wo Gefahr im Verzüge mar, Im Sturm hat man auf Jakobi zurückgegriffen, weil er mit Abstand der beste Linksaußen ist, über den wir im

im Hessensturm werden.

lieber Altmann als Ersatzspieler ist nichts zu sagen. Man hätte ihn gern im Hessentor gesehen. Michel ist als Läufer auf allen Posten zu ver­wenden und in bezug auf Ausdauer so leicht nicht zu erreichen.

Heerschau der deutschen Leichtathleten.

Die großdeutsche Streitmacht in der Leichtathletik tritt am kommenden Samstag und Sonntag ge­schlossen zum Kampf an. In allen Gauen werden die Meisterschaften entschieden. Diesen Kämpfen kommt erhebliche Bedeutung zu, führt der Weg zur Teil­nahme an den Deutschen Meisterschaften, die am 8. und 9. Juli im Berliner Olympia-Stadion entschieden werden, allein über die Gautitelkämpfe. Die Beteili­gung an den Gaumeisterschaften ist überall außer­ordentlich groß. Schätzungsweise dürften rund 6000 deutsche Leichtathleten und Leichtathletinnen an diesem Wochenende im Kampf stehen.

Jranffurfer Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 21. Juni. Es notierten (Ge- treibe je Tonne, alles übrige je 100 kg) in RM.: Weizen W9 213, WH 215, W 12 216, W 13 217, M 16 220, W 18 222, W 19 224, W 20 226, Roggen R 11 199, R 12 200, R 14 202, R 15 203, R 16 205, R 17 206, R 18 207, R19 209 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futter- gerfte, Futterhafer. Weizenmehl Type 812 W 13 30,05, W 16 30,05, W 18 30,05, W 19 30,05, W20 (Kreis Alzey) 30,05, W 20 (Kreis Worms) 30,40 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Für Weizen­mehl Type 812 mit Beimischung von Maisbackmehl liegen die Preise 30 Pf. unter den Notierungen. Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Fracht­ausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W16 10,90, W18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Roggen- futtermehl R 19 12,50, Roggenoollkleie R 19 11,00. Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlen- ftation. Treber. Wiesenheu, handelsüblich, alt 5,40, neu 4,80, Wiesenheu, gut, gesund, trocken, alt 6,40, neu 5,50, Kleeheu, do. alt 7,40 bis 7,80, neu

Homberg, 20. Juni. Am 18. und 19. Juni Tonnte die Kriegerkameradschast Homberg ihr 65- jähriges Bestehen festlich begehen. Mit diesem Jubel­tag war gleichzeitig ein Kriegerverbands- <l p p e l l verbunden. Aus diesem Anlaß prangte unser Städtchen im festlichen Gewände.

Am Ehrenmal fand die Kranzniederlegung statt, bei der Kameradschaftsführer Karl C h r i st den Ge­fallenen ehrende Worte widmete, während der Sil- cherchor und die Stadtkapelle die Feier nut Dar­bietungen umrahmten. Gegen Mittag zogen aus den Dörfern der Umgegend die Kriegerkameradschaften und viele Besucher herbei, um sich auf dem Fest­platze vor der Stadthalle zu versammeln. Hier fand die Aufstellung des Festzuges statt. Weitere Kame­raden fuhr man in geschmückten Wagen. Der Ka­pelle folgte die Partei mit ihren Gliederungen, dann der Unterverband der NS.-Kriegerkameradschasten mit über 500 Kameraden. Der Zug bewegte sich durch die Adolf-Hitler-Straße-, an der Hitlerlinde nahm der Hoheitsträger Pg. Damm und der Kreiskriegerführer Re usch e r den Vorbeimarsch ab. Nach Rückkunft auf dem Festplatze eröffnete der Silcherchor mit einem Chorlied die eigentliche Feier. Kamerad Langstr off begrüßte im Auftrage der festgebenden Kameradschaft die stattliche Zahl der Festteilnehmer, erwähnte die Feier des 65jährigen Bestehens und zeigte die Entwicklung der Krieger- kameradschaft auf. Dann entbot Ortsgruppenleiter

Marktverlauf: Rinder, Kälber und Schweine ZU« geteilt; Hämmel und Schafe mittel.

tagung durch. Es nahmen daran teil die Mitarbeiter , des Gaufachamtes, die Kreisfachwarte, die Kreis- , obleute für Männerturnen und die Kreisfrauen- turnroartinnen. Der Lehrgangsarbeit am Sonntag ging im Hochschulinftitut für Leibesübungen eine gemeinsame Sitzung voraus, in der der neue Gau­fachwart, Hermann Schäfer (Kassel), sich seinen Mitarbeitern draußen in den Kreisen voritellte.

Er dankte seinem Vorgänger Wilhelm Ries (Kassel) für die einsatzbereite Mitarbeit und sprach dann in grundsätzlichen Ausführungen über die Aufgaben des NSRL. Das Gaufachamt Turnen werde wie bisher in freudiger Einsatzbereitschaft Und mit seinen reichen Erfahrungen sich in den Dienst des großen Zieles stellen, das mit der Forde­rung unseres Führers, ein Volk in Leibes­übungen zu schaffen, klar gesteckt sei.

Der Gauobmann für das Männerturnen, Richard Becker (Kassel), gab in einem umfassenden Bericht einen Ueberblick über die vom Gaufachamt Turnen im letzten Jahr geleistete Arbeit. Er stellte ins­besondere die vom Gau Hessen beim Großdentschen Turn- und Sportfest in Breslau erzielten Erfolge heraus, sprach von der regen Lehrgangstätigkeit an der Gausportschule und von der Beteiligung an den Vereinsmannschaftskämpfen im Gau und in den Kreisen.

Gausachbearbeiter Wilhelm Willing (Kassel) behandelte wichtige Verwaltungsangelegenheiten, da­mit den Kreisfachwarten manche Aufklärung ver­mittelnd.

Heber die Jugendarbeit sprach Gebietsfach.vart für Turnen Henner B e ck (Kastel), über das Frauenturnen die Gaufrauenturnwartin Luise Schwarz (Friedberg), über Pressefragen Gau­presseobmann Oßwald (Bad-Nauheim). Der neue Gauobmann für das Kinderturnen, Willi Kirstein (Kassel), begründete die Bedeutung die­ses Arbeitsgebietes, dem der Reichssportführer sein ganz besonderes Interesse zuwendet. In allen Kreisen fiitb Kreisobleute für das Kinderturnsn er- namt worbetr, hie am 1. und L Duli an der

Die Steuern der offenen Hande gefellfchaften und der Kommandit­gesellschaften und ihre Vorteile. Von Wirtfchaststreuhänder und Steuerberater Dr. jur. Georg Franck. Verlag Wilh. Stollfuß in Bonn. Preis 1,50 RM. Die kleine Schrift hat alle Sonder­heiten der offenen Handelsgesellschaft und der Kom- manditgefellschaft in den einzelnen Steuergesehen öargeftellt. Durch Beispiele, Vergleiche und che scharfe Herausstellung der verschiedensten Vorteile dieser Gesellschaftsformen in allen in Frage koin- menden Steuern bietet sie einen schnellen Ratgeber zur Beurteilung, welche Gesellschaftsform gegebenen­falls steuerlicher Besserstellung wegen gewählt tW bea $d!L _

D i e Jugend-Staffel des SC. 8 0 ranffurt stellte am Mittwoch beim Frank-

6,00 bis 6,20, Luzerneheu, do. alt 7,80 bis 8,20, neu 6,60 bis 6,80, Weizenstroh, bindfadengepreßt oder gebündelt, 2,80, Roggenftroh, do. 3,00, Hafer- und ------ ' Er«

Färsen), 553 Kälber, 20 Hämmel, 14 Schafe, 900 Schweine. Es kosteten: Ochsen 37,50 bis 46,50 Mark, Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 22 bis 44,50, Färsen 36,50 bis 45,50, Kälber 30 bis 65, Hämmel 40 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 50 bis 59 Mark.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

A. 2L, £. Bäume und Sträucher dürfen, sofern sie mehr als zwei Meter hoch sind, nur in einem Abstand von zwei Meter, sofern sie zwei Meter oder weniger als zwei Meter hoch sind, nur in einem halben Meter Abstand von der Grenze des Nachbargrundstücks gehalten werden. Der Abstand wird von der Mittelachse des Baumes oder Strau- ches bis zur Grenzlinie gemessen, und zwar an der Stelle, wo der Baum oder Strauch aus dem Bo­den heraustritt.

Durch Lokalpolizeiverordnung können andere stände festgesetzt werden. Durch Lokalpolizewerord- nunq kann auch bestimmt werden, daß Bäume und Straucher von mehr als zwei Meter Höhe in be­stimmten Teilen einer Gemarkung nicht gehalten werden dürfen. Ob für Ihre. Gemeinde eine dies­bezügliche Polizeiverordnung erlassen worden ist, kann hier nicht festgestellt werden; fragen Sie beim dortigen Bürgermeister oder dem zuständigen Gen­darmeriebeamten nach.

Da Ihr Eigentum durch den nahe an der Grenze befindlichen Baum beeinträchtigt wird, können Sie als Eigentümer üon dem Störer die Besei- tigung der Beeinträchtigung verlangen. Storer ist derjenige, durch dessen Willen der dem Eigentum widersprechende Zustand aufrechterhalten wird, im Fragefall also der Pächter des Nachbargrundstücks; als mittelbarer Störer hat auch der Eigentümer des Nachbargrundstücks zu gelten, wenn er die Ein- Wirkungen auf Ihren Grundbesitz duldet, obgleich er sie hindern könnte und zu hindern verpflichtet ist Wird die Entfernung des Ihr Eigentum beein­trächtigenden Baumes abgelehnt, so können Sie so­wohl gegen den Pächter des Nachbargrundstucks afa auch den Eigentümer desselben im Wege der Klage gemäß § 1004 BGB. vorgehen.

UL N. G. Wir empfehlen Ihnen, sich an das Forst- inffitut in Hannoversch-Münden zu wenden. Dort erhalten Sie eine Uebersicht über alle einschlägigen Bestimmungen und jede notwendige Auskunft.

Hüften. Beim kindlichen Spiel, beim Springen über Heuhaufen, kam der zwölfjährige Schüler Helmuth B e p p e r l i n g aus Wißmar unglücklich zu Fall und zog sich einen Unterarmbruch zu. Die 15jährige Arbeiterin Erna W a g n e r aus Grumbach stürzte in der Scheune von einer Letter ab und erlitt einen Unterschenkelbruch. Der 45jährige Lehrer Johannes Balzer aus Bieber (Kreis Wetzlar) erlitt ebenfalls einen Unterschenkel­bruch. Sämtliche Verunglückte wurden in die Chirur­gische Klinik in Gießen ausgenommen.

Landkreis Gietzen.

w. g. Großen-Buseck, 22. Juni. Am Mitt­woch feierte der Landwirt Heinrich H a r b a ch und seine Ehefrau Marie, geb. Mootz, Wilhelmstraße 3, das Fest der silbernen Hochzeit. Die Kinder der hiesigen Schule haben, wie im ver­gangenen Jahre, so auch jetzt wieder nach Auf­klärung durch ihre Lehrer mit der S a m m I u n g von Heilkräutern begonnen. Man sieht sie überall mit großen Packen Kamillen aus dem Felde kommen.

rurter Bahnstaffeltag mit 1.54 7 Minuten einen neuen deutschen Sugenbretorb Uber 10X100 Meter auf, ber um V10 Sekunben besser ist als bie alte, ebenfalls 00m SC. 80 gehaltene Bestleistung.

Handball der Sp.-Äg. 1900.

1900 1. 3gb. Ausbaufchnle Ariebbcrg 16:14.

Die 1. chanbballsugenbmannschast der Spielnet' Einigung 1900 weilte am Sonntag in Friedberg, um gegen bie Gefolgschaft 34/116, b. bie Mann- 'dient der dortigen Aufbauschule ein Gesellschafts- piel auszutragen. Man fjatte den. Gießenern wenig Gewinnaussichten gegen die körperlich Itarkeren Aufbauschüler eingeräumt. Um so erfreulicher ist der 16:14-Sieg der 1900er, die allerdings alle Register ihres Könnens ziehen mußten, um die Gastgeber zu bezwingen Die Gieftener spielten in ber Aufstellung Theist: Wenbel, Schulbt: Michel, Doll^ 3o$; Schneucker, Engel, Wolkewitz, Karell unb Deibel.

331-Kilometer-Etappe der Oeutschlandfahrt.

Einen seh! schweren lag hatten bie Deutschland- fahrer am Dienstag ?u bestehen. Mutzten sie dach auf der Strecke KölnDortmundBielefeld (die längste Tagesstrecke mit 337 Kilometer, gleich zwei Etappen zurücklegen. Dazu setzte hinter Dortmund ein strömender Regen ein, der für die ohnehin stark mitgenommenen Fahrer nicht gerade ermutigend wirkte. In Dortmund traf Diederichs mit 8 Minuten Vorsprung vor Seidel ein, den wiederum 10 Minu­ten vom 'Hauptoerfolgerfeld trennten. Der Belgier Gryjsolle ging als erster in Bielefeld durchs Ziel mit 2V2 Minuten Vorsprung vor Langhoff und Wierinckx.

Kurze Sportnotizen.

Drei Gewichtheber-Weltrekorde wurden vom internationalen Verband anerkannt, und zwar die Bestleistungen des ägyptischen Leicht­gewichtlers Shams im beidarmigen Stoßen (141 kg) und im beidarmigen Reißen (114 kg) sowie der Rekord des japanischen Federgewichtlers Joitsu Non im beidarmigen Drücken mit 96,5 kg.

*

Trotz überlegenen Spiels in der zweiten Halbzeit unterlag die Frankfurter Eintracht am Mittwochnachmittag vor 3500 Zuschauern am Riederwald in einem Fußball-Freundschaftsspiel der italienischen Mannschaft von AS. Rom 1:3 (0:1).

nach 210 und gestern 209,50 und Reichsbank 185,50 nach 184,50. Bei den später notierten Papieren be­trugen die Abweichungen etwa 0,50 bis 1 v. H. Fest lagen Berger Tiefbau mit 142,50 (140) und Scheide­anstalt mit 204,50 (203), anderseits Bemberg 127,25 (128,75).

Abendbörse wenig verändert.

Das Abendbörsengeschäft war im allgemeinen ruhig und die Kurse größtenteils wenig verändert. Etwas lebhafter lagen Reichsbank-Anteile mit 185,75 (186) und JG.-Farben mit unv. 150. Mäßigen Um­satz wiesen außerdem Verein. Stahl mit unv. 99, Bemberg mit 127 (127,25) und Berger Tiefbau mit unv. 142,50 auf. Etwas höher gefragt wurden Nordd. Lloyd mit 50,50 (50), MAN. mit 139 (138,50), Rheinmetall mit 123 (122,50) und Licht und Kraft mit 129,50 (129,40). Deutsche Erdöl mit 120,25 (120,50) und Scheideanstalt mit 204,25 (204,50) konnten sich nur knapp behaupten. Am Rentenmarkt blieben Steuergutsck)eine I gefragt und zogen weiter an auf 103,45 bis 103,55 und nach­börslich bis auf 103,60 bei relativ regem Geschäft; Serie II dagegen sehr ruhig und behauptet. Don amtlichen Werten gingen 6proz. JG.-Farben 0,25 v. H. zurück auf 123,13, hingegen Reichsbahn-VA. unv. 122.

In der Sitzung der Obleute für das Männer- turnen konnte der Gauobmann Richard Becker mitteilen, daß die kommenden Vereinsmannschafts­kämpfe erstmals auch den älteren Turnern in drei Altersklassen (3240, 4150, über 50 Jahre) die Teilnahme ermöglichen.

(Saualterdfreffen in Heuchelheim.

Gegenstand längerer Besprechung, an der auch die Vereinsführung des Turnvereins Heuchelheim bei Gießen beteilgt war, war das Gaualterstreffen am 2 9. und 30. Juli in Heuchelheim, wie ein solches erstmals im Gau und in seiner Art auch erstmals im Reich durch­geführt wird. Es soll, wie Gaufachwart Hermann Schäfer ausdrücklich betonte, nicht eine reine Fachamtsoeranstaltung fein. Alle NSRL.-Kame- raben des Gaues sind dazu eingeladen, Da neben den Gerät- und gemischten Kämpfen dieses Alters­treffens auch reine volkstümliche Dreikämpfe zur Ausschreibung gelangt sind, ist die Beteiligung auch der Kameraden anderer Fachämter durchaus mög­lich. Die Vertreter Heuchelheims sicherten den Gästen aus dem Gau, deren Zahl man mit 500 bis 600 ansetzt, gastlich ste Aufnahme und Unter- fclißSimg M

Neue Strompreise

für landwirtschaftliche Abnehmer.

Das Ueberlanbroert Oberhessen gibt bekannt, daß nunmehr der vom Gesetzgeber vorgeschriebene Land­wirtschafts-Tarif (L 8) fertiggestellt ist. Weitere Ta­rife sind in Vorbereitung. Die landwirtschaftlichen Abnehmer mit mindestens 2,5 Hektar lanbwirtschaft- licher Nutzfläche können den Landwirtschafts-Tarif beanspruchen. Es besteht aber kein Zwang, diesen Tarif zu übernehmen. Wenn alle in Vorbereitung befindlichen Tarife fertiggestellt sind, fallen die seit­herigen Tarife fort und jeder Abnehmer hat dann das Recht, unter den Tarifen den für ihn günstig­sten zu wählen.

Unfälle auf dem Lande.

Der Bahnarbeiter Wilhelm Pfeiffer aus Saasen geriet bei seiner Arbeit mit dem Kopf gegen einen Waggon und erlitt eine große Platzwunde. Der Steinrichter Karl M a n s b o r f aus Homberg a b. Ohm wurde von einem stürzenden Stein ge­troffen und erlitt schwere Verletzungen an den

Wie hoch man bas Können ber fianbbaUer des " sich autzerbem sehr leicht mit seinen Neb-nfpi-lern

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