Der Ehrentag der deutschen Mutter
heute leuchtendes Beispiel.
von
Die Kulturtagung
hohen Ar-
D r
Mensch auf die Dauer und freudig einer beitsleistung fähig bleibt.
Don großer Wichtigkeit ist weiterhin der Rationalisierung, d. h. der Wicklung des wirtschaftlichen Apparates
die Frage Höherent- cmf einen
Versammlung des Vereins deutscher Ingenieure sprach der Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen Dr. Tod t. Die heutige Zeit, so betonte Dr. Todt, sei für das Schicksal der deutschen Nation einmalig. Wir haben die Aufgabe, in rücksichts« losem Einsatz die Zeit zu nutzen. Es ist daher verständlich, daß diese Zeit auch in die Entwicklung des Nachwuchses eingreift, wenn sie diesen dringend braucht. Wenn ober, um einem dringlichen einmaligen Bedürfnis abzuhelfen, zwei- tausend dis dreitausen Ingenieure einmalig der Technik zugeführt werden müssen, so kann, wenn notwendig, diesen Menschen ein Teil der Ausbil-
Frankfurt a. M., 21. Mai. Höhepunkt des Großdeutschen Handwerkertags war die öffentliche Kundgebung am Sonntagoormittag in der Festhalle, in der Reichswirtschaftsminister Funk und Reichsorganisationsleiter Dr. L e y zu den Handwerkern sprachen. Gauamtsleiter Gamer begrüßte tue Teilnehmer und die Millionen von Handwerksmeistern und Gesellen, die an den Lautsprechern diese Kundgebung miterlebten. Sein besonderer Gruß galt den Vertretern des Handwerks aus Na- tronalspanien, Italien, Ungarn, Jugoslawien, Bulgarien, Dänemark, England, Luxemburg und Schweden. Unter dem Beifall der Tagungsteilnehmer gab Gauamtsleiter Gamer den Inhalt der Telegramme bekannt, die der Führer und der Ehrenmeister des deutschen Handwerks, Generalfeldmarschall Göring, gesandt hatten und in denen sie der Tagung vollen Erfolg wünschten.
Reichswirischafismimfier Funk sprach dann zu den Handwerkern. Die gegenwärtige Lage der deutschen Wirtschaft, so sagte er, ist der eines Bergsteigers nicht unähnlich, der bereits eine gewaltige Höhe erklommen hat, aber von dort aus erkennt,' daß sein eigentliches Ziel noch vor i h m liegt und von ihm die Aufbietung seines ganzen Könnens und seiner ganzen Zähigkeit verlangt. In einem solchen Stadium muß kühles Abwägen der weiteren Möglichkeiten mit dem heißen Willen zum letzten Kräfteeinsatz einhergehen. Von allen Gliedern des deutschen Wirtschaftslebens muß daher bedingungsloses Mitgehen und Entfaltung der vollen Initiative erwartet werden. Wenn die deutsche Wirtschaft sich seit längerer Zeit im Zustand der sogenannten Vollbeschäftigung befindet, so ist das ein Erfolg, der uns anspornen muß, den hohen Beschäftigungsgrad nach allen Seiten zu unterbauen und seine Dauerhaftigkeit sicherzustellen. Vollbeschäftigung ist ein statischer Begriff, die deutsche Wirtschaft aber bietet seit Jahren 'das Bild einer ungeheuren Dynamik, die i n S ch w u n g z u holten eine nationale, mit hoher Begeisterung erfüllende Aufgabe darstellt. Sie gipfelt heute darin, auf allen Gebieten die größtmögliche Wirtschaftlichkeit zu erreichen, nicht so sehr im Sinne von privatwirtschaftlichen Rentabilitätserwägungen, als vielntehr in dem Sinne, daß jede wirtschaftliche Kräfteeinheit dort eingesetzt werden, muß, wo der . v o l k s w i r t - schaftlich größte Nutzen erzielt werden kann. Höchste Menschenökonomie ist deshalb das wichtigste Gebot. Berufswahl, Berufserziehung, Umschulung und Lenkung von beruflich Tätigen bilden einen wefentlichen Bestandteil der deutschen Wirtschaftspolitik. Denn die menschliche Arbeitskraft ist dos höchste Gut, das einer Volkswirtschaft zur Verfügung steht. Hierbei möchte ich insbesondere unterstreichen, daß die Wirtschaftspolitik, die in erster Linie die Arbeitskraft als Produktionsfaktor zu werten hat, im Gleichschritt marschiert mit der So- zicklpolttik, welche die seelischen und materiellen Voraussetzungen dafür zu schaffen hat, daß der
malige Verleihung des Ehrenkreuzes der deutschen Mutter durch den Führer eine ganz besondere Weihe. Um die Verehrungswurdlgkelt der Mutter, die das deutsche Ehrenkreuz tragt, besonders hervorzuheben, wurde für die Hitler- Jugend die Grußpflicht angeordnet. Die|er Verordnung liegt neben der Mutterverehrung em tiefer Erziehungsgedanke zugrunde. Die Achtung vor der Mutterschaft soll geweckt werden. Zugleich soll eine innigere Bindung der Heranwachsenden Jugend zur Mutter hervorgerufen werden. Die Jugend sieht jetzt, daß die Mühen und Opfer der Mutter nicht umsonst sind. Das Heranwachsende Mädchen sieht und lernt, daß die Mutterschaft der h ö ch st e Dienst am Volke ist, und daß das Vaterland der Mutter durch tatkräftige Maßnahmen seinen Dank abstattet.
Durch das Pflichtjahr und den weiblichen Arbeitsdienst, also durch ine Hilfe des jungen Mädchens selbst, wird die kinderreiche Mutter 'in ihrer mühevollen Arbeit unterstützt, und dasselbe Jungmädchen, das jetzt einer kinderreichen Mutter in freiwilliger Arbeitsleistung bei der Aufzucht der Kinderschar hilft, wird in der kommenden Generation selbst Mutter sein. Der Gedanke an Mutterschaft, an eine gesunde Familie wird es mit tiefer Freude und Opferbereitschaft erfüllen. Das Ehrenkreuz der deutschen Mutter ist jetzt die höchste Anerkennung, die das Deutsche Reich der kinderreichen Mutter angedeihen läßt. In seinem Zeichen allen deutschen 'Müttern zu danken, ist mir aufrichtiges Herzensbedürfnis. Ehre der deutschen Mutter!
Dann nahm die Reichsfrauenführerin das Wort. „Wir danken heute allen Müttern, vornehmlich im Sudetenland und in der Ostmark, für ihren Einsatz, besonders aber dort, wo Mütter ihren Kindern lehren, auch in schweren Zeiten deutsch zu sein und zu bleiben." Der ritterliche Mann und die ritterliche Frau gehörten zusammen. Auch wenn heute eine Mutter vor dem Lautsprecher sitze, deren Sohn vielleicht auf den Schlachtfeldern geblieben sei, so sei sie doch nicht allein. „Denn wir sagen: Sei nicht traurig, wir fühlen mit dir, weil du zu uns gehörst. Wir wollen das Leben immer schöner werden lassen." Mit Dank und Gelöbnis an den Führer schloß die Reichsfrauenführerin ihre Ansprache.
Technischer Nachwuchs aus der Praxis.
e s d e n, 21. Mai (DNB.) Auf der Haupt-
Das Handwerk in der deutschen Volkswirtschaft.
Neichswirtschafisminister Funk sprach auf dem Großdeutschen Handwerkertag in Frankfurt
Stabschef Lutze in Wien.
Vereidigung der ostmärkischen SA.
Wien, 22. Mai. (DNB.) Am Sonntagabend trat in der ganzen Ostmark die SA. an, um gemeinsam mit den SA.-Männern Südmährens ihrem Führer Treue und bedingungslose Einsatzbereit- chaft zu geloben. Nahezu 30 000 SA.-Männer der beiden Brigaden des Standortes Wien hatten auf dem weiten Adolf-Hitler-Platz vor dem Rathaus Aufstellung genommen. Partei, Staat und Wehrmacht waren durch zahlreiche führende Männer vertreten, an ihrer Spitze Reichskommissar Gauleiter B ü r ck e i und der Kommandierende General des XVII. AK., General der Infanterie Kienitz. Nachdem der Führer der SA.-Gruppe Donau, Obergruppenführer R e s ch n y , dem Stabschef die angetretenen Mannschaften gemeldet hatte, sprach Stabschef Lutze: Am heutigen Sonntag, so sagte er, ist es wohl die schönste Pflicht, zuerst unserer deutschen Mutter zu gedenken, die uns unter Schmerzen die deutsche Jugend und damit die deutsche Zukunft gibt. Wir denken an das unsägliche Leid, das die deutsche Mutter erleben mußte, als im Weltkriege unzählige ihrer Söhne fielen und als dann später der Blutterror der Gegner der nationalsozialistischen Bewegung viele unserer Besten aus unseren Reihen riß. Und ich glaube, daß wir unserer deutschen Mutter nicht besser danken können, als wenn wir dafür sorgen wollen, daß kein Opfer, kein Leid umsonst gewesen ist. Der Stabschef erinnerte die an getreten en SA-Männer an die Bedeutung ihres Eides und an die Toten der Bewegung. Denkt daran, so sagte er, daß einer vor Euch marschiert, der uns alles vorlebt, dop arbeitet und vorkämpft, was wir zu halten gelobt haben. Vergeßt nie, daß der erste SA.-Mann Deutschlands, unser Führer Adolf Hitler, Euch das beste Vorbild gibt.
Ehrsucht vorderdeutschenMtler
Der Reichsjugendführer sprach zur Wnnpclweihe des BDM.
Braunschweig, 22. Mai. (DNB.) Die Wimpelweihe des BDM. im Rahmen des vierten Reichsführer- und Reichsführerinnenlagers, der HI. in der herrlichen Weihestätte auf dem Nußberg gs« ftaltete sich zu einer erhebenden Ehrung der beut« sehen Mutter. Im Mittelpunkt der Feierstunde, bei der 282 Wimpel des Bundes deutscher Mädel und des Jungmädelbundes entrollt und geweiht wurden, stand eine Ansprache des Reichsjugendführers, der von der falschen und verzerrten Auffassung sprach, die das von der jüdischen Journaille beherrschte Ausland noch heute von der deutschen Jugend und ihrer Bewegung habe. Das deutsche Mädel habe vor allem zwei leuchtende Vorbilder: die deutsche Frau und Mutter des Soldaten im Welt- kriege und die Lebensgefährtin und Mutter d e s politischen Kämpfers in den Tagen der Verfolgung und des Terrors. Ihr Leben fei ein wahrhaft heldisches, weil stilles und im Alltag wirkendes gewesen. Ihr Leben sei der Mädelgeneration
Mutter und Kind gilt in erster Ljnie unsere Sorge, unser Schutz und unsere Förderung. Denken wir an die zahlreichen gesetzgeberischen Maßnahmen, denken wir. aber auch an die zahlreichen von der Partei getroffenen Maßnahmen zur Unterstützung der Familien, vor allem an das große soziale Hilfswerk „Mutter und Kind".
Mein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang der Arbeit des Deutschen Frauen- werks. In seinem Reichsmütterdienst hat es sich ein Schulungsinstrument geschaffen, das allen deutschen Frauen den Weg zur Erfüllung ihrer eigentlichen Bestimmung, Frau und Mutter zu fein, weisen soll. Der Reichsmütterdienst nimmt seinen Ausgangspunkt vom Leben der Frau und sieht sein Ziel darin, die Frau zu befähigen, in hauswirtschaftlicher, pflegerischer und erzieherischer Hinsicht ihren Haushalt zu leiten, sie zugleich aber auch mit nationalsozialistischem Gedankengut vertraut zu machen.
Der diesjährige Müttertag erhält durch die er)t=
(Sine Ludendorff-Büste im Zeughaus.
Der Chef des Generalstabcs über die Persönlichkeit des Feldherrn.
Berlin, 21. Mai. (DNB.) Im Berliner Zeughaus fand am Sonntagvormittag aus Anlaß der Aufstellung einer Ludendorff-Büste in der Ruhmes« halle eine Feierstunde statt. Die Büste, die dem Zeughaus vorn Oberkommando des Heeres durch den Chef des Generalstabes, General der Artillerie Ritter von Halder, übergeben wurde, ist ein Werk des Berliner Bildhauers Professor M a n z e l, von dessen Hand auch die in der Ruhmeshalle bereits früher aufgestellte Hindenburg-Büste stammt. Der Feierstunde wohnten zahlreiche Generäle, unter ihnen Generaloberst von Bock, General der Infam terie von Gisenhart-Rothe, General der Infanterie Roese, Chef des Heeresrnuseurns, sowie Frau Mathilde Ludendorfs nebst Sohn sowie der Bruder de; Generals Ludendorff, Geheimrat Professor Dr. Lu^ dendorff, mit Sohn bei.
General der Artillerie Ritter von Halder kennzeichnete Ludendorff als das vollendete Vorbild» deutschen soldatischen Führertums. Mitreißend lebe: er in unserer Erinnerung, wie der Glaube ait Deutschland das ganze Denken, Wollen und Han» dein dieses gewaltigen Mannes durchglühte. Das Männliche, das unerbittlich Wahrhaftige und Echte, das Folgerichtige und Unbeirrbare, das kein Kompromiß duldet und keine Halbheit erträgt, fei dec Grundzug seines Charakters gewesen. In der stillen, rastlosen Arbeit des Generalstabes offenbarte fidl sein klarer soldatischer Blick, zeigte sich sein leidenschaftlicher Tatwille. „Was nennt man Feldherrn- größe? Die Kraft zur Einseitigkeit, das Niederrin-- gen aller Zweifel, jeglichen Kleinmutes in der eigenen Brust, das unerschütterliche Feschalten a« einem großen Entschluß, zu dem die Seele einmal erstarkt ist." Das sind Ludendorffs eigene Worte- So hat er zwei Jahre lang nicht nur die kriegerischen Operationen in klarer Zielsetzung mit ftrOpfer Befehlsführung zu leiten vermocht, sondern aut) in unendlich mühevoller Aufbauarbeit mit eine» genialen Fähigkeit des Organisierens das schartig gewordene Schwert immer wieder aufs neue geschärft. Aber man rief, ihn erst, als das Beste von Volk und Heer verbraucht war. Die Last überstieg die Kraft selbst dieses Titanen. Und nach dem Kriege in den Jahren tiefer Erniedrigung trat e» in die Reihen derer, die um die innere und äußer« Wiederaufrichtung des Reiches kämpften. In fanfl;<
, Berlin, 21. Mai. (DNB.) Aus Anlaß des Muttertages veranstalteten die NS. - Frauenschaft und das Deutsche Frauenwerk in Zusammenarbeit mit der Hitler-Jugend am (Sonntagmorgen eine, Feierstunde, in deren Mittelpunkt eine Ansprache des Reichsinnenministers Dr. Frick stand. „Am heutigen Reichsmuttertag , io sagte der Minister, „ist es mir eine besondere Freude, erstmalig zu den Mütter Großdeutschlands sprechen zu können, ihnen allen den Dank des ge- amten Vaterlandes zum Ausdruck zu bringen für alle ihre selbstlose, aufopfernde, stille Arbeit im Dienst ihrer Familie, die den ewigen Lebensquell unseres Volkes bildet, und aus der die sittlichen und geistigen Kräfte zu seiner Führung erwachsen. Ich weiß daß sich diese Arbeit meist unbemerkt im Innern der Familie abspielt, ich weiß aber auch, daß die Mutter ihr höchstes Glück, ihre größte Befriedigung in dem Gedeihen ihrer Kinder finbet und in dem stolzen Bewußtsein, zur Erhaltung ihrer und des Volkes Art beizutragen.
rem Volk seinen ewigen Bestand sichere. Der Unterschied zwischen dem Künstler und dem Arbeiter bestehe darin, daß der Arbeiter nur dann arbeiten könne, wenn er die Gesetze seiner Arbeit kenne, der Künstler aber empfinde sie, er habe sie in den Fingerspitzen und sei oft um Jahrtausende den Gesetzen des Wissens voraus. Es sei wunderbar, wie unsere Zeit wieder viele große Künstler hervorbringe. Wir hätten besonders auf dem Gebiete der Architektur heute eine unübersehbare Fülle von Begabungen, aus der Männer mit höchsten Kunstleistungen hervorragen würden. Warum, weil ;bnen die Aufgaben gestellt'worden seien und ihnen der richtige Nährboden für ihre Kunst im Volke geschaffen worden sei. Der Führer habe das Volk nicht von der wirtschaftlichen Seite angefaßt, sondern er sei der größte Künstler, den jemals ein Volk hervorgebracht habe. Er habe uns einen anderen Geist gegeben und damit das ganze Volk neu geschaffen.
beteiligten Einheiten vor dem Führer. Der? Führer gab seiner Befriedung über den Verlauf der Besichtigung Ausdruck und sprach sowohl dem Reichsführer ff als auch dem Inspekteur der ff-Verfügungstruppen Brigadeführer H a u ß e r und dem Kommandeur der ff-Standarte „Deutschland" Stan-, dartenführer Steiner seine besondere Anerkennung aus.
Die Wurzel des deutschen Rechts
Abschluß der Rechtswahrertagung
in Leipzig.
Leipzig, 21. Mai. (DNB.) Der Tag des deutschen Rechts fand am Sonntagnachmittag mit einer Kundgebung in der Feierhalle der Deutschen Arbeit seinen Abschluß. Der Reichsrechtsführer, Reichsminister Dr. Frank führte aus: „Das Recht ist nicht nur das Schutzgut einiger weniger Auserwählter, sondern der Schutzbereich der gesamten nationalen Kraft. Dieses Recht
in Deutschland einen wertvollen und beständigen Handelspartner sehen und selbst diejenigen Länder, die uns schaden möchten, nur zu ihrem eigenen Nachteil aus die ungeheure und ständig steigende Verbrauchskraft eines 80-Millionen-Volkes verzichten können. Unbeschadet der Wichtigkeit des Außenhandels behält selbstverständlich der V i e r j ähre s p l a n als tragende Idee der deutschen Wirtschaftsgestaltung seine uneingeschränkte Bedeutung. Bei der inländischen Rohstofferzeugung stehen wir erst am Anfang einer längeren Entwicklung. Den Abschluß wird zweifellos eine in ihren letzten Auswirkungen noch nicht absehbare Umwälzung der Er- zeugungs-, Versorgungs- und Absatzbedingungen unserer Volkswirtschaft bilden. Der Dierjahresplan ist der Kern der deutschen Kräftekonzentration. Was aus ihm heraus bis jetzt schon an Neuem entstanden ist, ist zu stark aus der Erkenntnis der besonderen weltpolitischen Lage Deutschlands erwachsen, als daß es jemals seinen richtunggebenden Wert für uns verlieren könnte. Dabei denkt Deutschland nicht daran, mit der Verwirklichung des Vierjahresplanes seine Stellung in der Weltwittschaft aufzugeben. Derjenige, der weiß, daß wirtschaftliche Selbstbeschränkung, auf die Dauer gesehen, Verzicht auf politische Weltgeltung bedeutet, wird ernstlich dem Großdeutschen Reich Adolf Hitlers ein solches Ziel auch gar nicht unterstellen.
Dann befaßte sich der Minister eingehend mit der Klarstellung der Aufgaben, die sich aus den von ihm bargelegten Gesichtspunkten für das deutsche Handwerk ergeben. Im Vordergrund stehe die Leistungssteigerung und die Konzentration aller Kräfte. Hierbei sei zur Ausführung großer Aufträge, zu denen das Handwerk weitgehend sierangezogen werde, der Zusammenschluß der Handwerksbetriebe in L i e f e r u n g s - und Arbeitsgemeinschaften besonders erfolgreich. Die Frage der Rationalisierung stehe gerade beim Handwerk mit an erster Stelle. Hierbei zeige sich der große Wert des handwerklichen Ausbildungswesens. Der Notwendigkeit der Rationalisierung entspräche auch die Forderung nach Berufsbereinigung. Diese bedeute keineswegs die Vernichtung einer Wirtschaftsexiftenz, son»
Stand, der Raum für weitere Leistungssteigerungen schafft. Mit der Rationalisierungsperiode unseligen Angedenkens in den ersten Nachinflationsjahren haben unsere jetzigen Bestrebungen nicht das mindeste zu tun. Damals triumphierte man: Schon wieder eine Arbeitskraft freigesetzt! Heute empfinden wir eine ehrliche Freude, wenn wir feststellen können: Schon wieder eine Produktionseinheit mehr gewonnen!
Mit dem gleichen Ernst arbeiten wir an der ausreichenden Ausstattung der deutschen Wirtschaft mit Rohstoffen. Gegenwärtig verschafft uns der Außenhandel allein die Devisenbeträge, die wir benötigen, um unsere Rohstoff- und.Lebensmittelbezüge aus dem Auslande zu bezahlen. Wir wissen, daß die allgemeine wirtschaftliche Lage in der Welt zur Zeit unserer Ausfuhr nicht günstig ist. Wir wissen, daß in einigen Ländern immer stärkere politische und wirtschaftliche Kräfte am Werke sind, um unsere langjährigen Handelsbeziehungen zu zerstören. Schließlich wissen war aber auch, daß viele Länder
dungszeit genommen werden. — Wir haben, wenn es sein muß, für eine solche einmalige Notwendigkeit volles Verständnis. Dagegen wehren mir uns gegen die Ansicht, daß die Ausbildung des Ingenieurs weniger sorgfältig erfolgen könnte, als zum Beispiel die Ausbildung anderer akademischer Berufe. — Es könnten heute für manche bisher dem Ingenieur vorbehaltenen Arbeiten Kräfte ein. gefetzt werden, die in kürzerer Zeit für die spezielle Verrichtung angelernt wurden. Die ergänzende Berufserziehung und vor allem die Arbeit in den technisch-wissenschaftlichen Fachvereinen des PS.« BDT. seien Ergänzungen der ursprünglichen Be. rufsausbildung. — Mehr als auf einem anderen Gebiete brauche gerade die Technik auch an ihren Erziehungsstätten Meister des praktischen Berufes als Lehrer. Der Ausfall an pädagogischem Nachwuchs könne leicht wieder wettge- macht werden, wenn es gelinge, Männer der Praxis zur Aufnahme von Lehrtätigkeit an den Erziehungs- ftätten zu bewegen.
kommt aus bem Volke und arbeitet auch mit dem Volke. Dreifach ist die Wurzel unseres Reiches und seiner Stärke: die Einheit des Volkes, die Stärke der Wehr, die Ordnung des Rechts. Uralte germanische Grundsätze sind durch die Jahrhunderte uns überkommen: Niemand soll verurteilt werden, der nicht Gelegenheit erhalten hat, sich ZU verteidigen. Niemand soll der von ihm in volks- genössisch einwandfreier Weise benutzten Güter verlustig gehen, es sei denn durch den Spruch des Richters. Die Ehre, die Freiheit, das Leben, der Arbeitsertrag sind solche Rechtsgüter. Jedem, der unter Anklage steht, muß die Möglichkeit gegeben sein, sich einen Verteidiger zu nehmen. Er muß rechtlich Gehör finden. Wenn diese Grundsätze in einer Gemeinschaft vollendet Anwendung finden, dann ist das germanische Rechtsideul erfüllt. Freilich darf das Recht niemals zum Schutzbereich der Feinde der Gemeinschaft werden. Niemand aber soll endgültig als Feind der volksgenössischen Gemeinschaft gelten, der nicht als solcher überführt ist.
dem die Schaffung besserer Erwerbsmöglichkeiten. Rationalisierung und Leistungssteigerung im Handwerk verlangen die Schaffung der hierbei notwendigen Voraussetzungen. Er habe sich daher entschlossen, die Gewerbeförderung im Bereich der Handwerkswirtschaft auszubauen und nach einheitlichen Gesichtspunkten auszurichten.
ReWorganisaüonsletterDr.Ley erklärte sodann, jedes Wesen auf der Welt habe ein Urrecht, den Anspruch auf Platz, das muß man der ganzen Welt immer wieder klarmachen. Wir aber müssen uns die Frage vorlegen, was wir tun können, um unser Urrecht durchzusetzen. Erstens müssen wir alle Reibungen vermeiden, die unnütze Energien verbrauchen. Betriebsführer und Gefolgschaften müssen miteinander wetteifern, ihren Betrieb in harmonischem Lauf zu halten und vertrauensvoll und eng zusammen- zuarbeiten. Als zweites alle Energien frei- machen, die unser Volk überhaupt besitzt. Das Tempo unserer Zeit ist schnell, aber es wird und es muß noch schneller werden, wenn alle Kräfte fteigesetzt werden. Hierzu haben Berufswettkamp-; und Handwerkerwettkampf bei getragen. Aber wir müssen auch den Mut zur Freude haben, um daraus die nötige Kraft zu gewinnen, unser Volk muß das Leben befahren lernen. Drittens dem Volk Führer sein, denn es hat Glauben und Vertrauen, will betreut werden und verlangt richtig geführt zu fein. Unsere Aufgabe ist es, diesem Wunsch nachzukommen. Viertens Arbeitsfanatismus mit Zähigkeit, Fleiß und Opfern verbinden, um die großen Aufgaben zu meistern. Dann kommen wir zu dem Ziel, die Ewigkeit unseres Volkes zu begründen. Und diese Ewigkeit ist die einzige, die wir kennen. — Gauamtsleiter Gamer schloß die Kundgebung mit dem Hinweis, daß das Handwerk von dieser Tagung neue Kraft mitnehme für seine künftige Arbeit. Das Großdeutsche Handwerk sei nicht nur zu s a m m e n g e k o m m e n, um fachliche Probleme zu erörtern, sondern um dem Führer seinen Dank ab- zustatten für all das, was er für das deutsche Volk getan hat.
Im Rahmen des Großdeutschen Handwerkertages fand auch eine Kulturtagung statt, auf der Reichsorganisationsleiter Dr. Ley erklärte, schön sei, was dein Menschen diene, was zweckmäßig sei und zur Entwicklung beitrage. Alles, was unzweckmäßig sei, sei auch unschön. Es gebe Menschen, die hielten alles das für schön, was neu fei. Es habe zeitweise geradezu eine Sucht in Deutschland gegeben, Neues zu finden in Malerei, Musik, Baukunst und auf anderen Gebieten. Schön sei das nicht gewesen! Auch die Mode sei verquickt mit dem Begriff des immer Neuen. Für die Frauen wandle sich der Be- griff des „Schönen" in diesem Sinne alle halbe Jayre. Das sei nicht gut, weder für die Frauen, noch für den Geldbeutel. Es werde dadurch ein'Vielfaches von Stoffen verbraucht, als wenn diese Jagd nach Neuem nicht wäre und letzten Endes müsse das deutsche Volk, das sich dies nicht leisten könne, die Rechnung bezahlen.
Schönheit sei die Fähigkeit, ein Problem einfach und klar zu erkennen und auszudrücken. Das fei nicht mit Primitivität zu verwechseln, denn wenn vor hundert Jahren noch ein Bad selbst in Schlössern selten zu finden war, so sei es heute eine Forderung, die wir für jedes Haus und für jede Wohnung stellten. Das Bad sei ebenso wenig Luxus, wie es em Auto ist. Die Tatsache, daß wir dafür ein» treten, daß auch der Einfachste sein Bad und sein Auto haben soll, beweise am besten, daß wir fern davon seien, uns dem Begriff der Primitivität zu ergeben. Aber ein Volk, das nichts mehr fordere, entwickele sich auch nicht weiter. Und wer nichts fordere, bekomme auch nichts. Wir aber hätten das Recht, vom Leben etwas zu verlangen, weil wir etwas leisteten. Zur Schönheit und Klarheit müsse sich die Einfachheit, die Harmonie und die Melodie gesellen. Mannestum und Anmut würden zum Inhalt unserer Kultur: aus beiden forme sich eine Einheit, die ins Ewige wachse und unse-


