Ausgabe 
22.3.1939
 
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398,5 Mill. RM. angestiegen, obwohl sich die Spar- einlagen in der Zwischenzeit um 2,0 Mrd. RM. erhöht haben. Neben dem Einzahlungsüberschuß sind 47,6 Mill. RM. Zinsgutschriften, die noch das Jahr 1938 betreffen, und 13,2 Mill. RM. sonstige Ver­änderungen den Spareinlagen im Berichtsmonat zugewachsen.

Die Erhöhung dersonstigen Gläubiger" der Spar­kassen, deren Bewegung- im Februar gus jahreszeit­lichen Gründen stets besonders günstig zu verlaufen pflegt, hat im Berichts.*.onat die Erwartungen weit übertroffen. Mit 257,5 Mill. RM. ergab sich bei den Giroeinlagen eine Zunahme, wie sie bisher noch in keinem Monat vorher zu verzeichnen gewesen war.

Faßt man die Spar- und die sonstigen Einlagen zusammen, so haben sich die Gesamteinlagen der deutschen Spar- und Girokassen im Februar 1939 um 493,5 Mill. RM., d. h. um fast Z4 Mrd. RM. erhöht. Die Einlagen der Sparkassen sind somit allem in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres um rund 1 Mrd. RM. gewachsen, wobei allerdings zu berücksichtigen ist, daß die hierin enthaltenen Zinsgutschriften (278,1 Mill. RM.) wirtschaftlich keinen Einlagcnzufluß dieser beiden Monate dar­stellen.

Die Gesamtcinlagen der Spar- und Girokassen betragen damit im Ältreich rund 21,7 Mrd. RM. und in Großdeutschland rund 23,7 Mrd. RM., da die Gesamteinlagen der Sparkassen der Ostmark Ende Januar 1302,9 Mill. RM. betrugen und die der Spar­kassen des Sudetenlandes auf 0,7 Mrd. RM. zu schätzen sind.

Gießener Schlachtviehmarkt.

Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtoiehoerteilungsmarkt) in der Viehversteige­rungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 6 Ochsen, 1 Bulle, 20 Kühe, 37 Färsen, 133 Kälber, 153 Schweine, 2 Schafe aufgetrieben.

Preise: Ochsen 43 bis 45 Pf., Bullen 37, Kühe 22 bis 43,5, Färsen 41 bis 44,5, Kälber 43 bis 65, Schafe 35 bis 48 Pf. je Pfund Lebendgewicht. Für

Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,15 Mk., bl (135 bis 149,5 kg) 1,13 Mk., b2 (120 bis 134,5 kg) 1,11 Mk., c) 100 bis 119,5 kg) 1,03 Mk., df (unter 100 kg) 0,97 Mk., gl (fette Specksauen) 1,13 Mk., i (Altschneider) 1,11 Mk., g2 (andere Sauen) und h (Eber) 1,01 Mark.

Marktverlauf: Großvieh und Schweine zugeteilt; Kälber und Schafe ausverkauft.

Biehmarktverlegungen um Ostern.

Im Hinblick auf die Osterfeiertage werden die Viehmärkte in der Woche vor und nach Ostern teil­weise verlegt. In Gießen wird Viehmarkt am Dienstag, 4. April, und Mittwoch, 12. April, statt­finden.

Rhein-Mainische Börse.

rNillagsbörse uneinheitlich.

F r a n k f u r t a. M., 21. März. Die Börse hatte nach der gestrigen Schwäche stimmungsgemäß einen überwiegend etwas freundlicheren Beginn, wenn­gleich die allgemeine Geschöftsunlustx infolge der wei­terhin nur sehr geringen Kundschaftsbeteiligung fort­bestand. Die Abgaben haben jedoch nachgelassen, während anderseits mäßige Rückkäufe der Börsen­kreise erfolgten.

Am Aktienmarkt war die Entwicklung daher uneinheitlich, im allgemeinen hielten sich die Ab­weichungen unter 1 v. H. Montanpapiere konnten sich voll behaupten. Vereinigte Stahl 108,50, Man­nesmann 107,25, nur Hoesch noch 0,25 v. H. er­mäßigt auf 105,25. Leicht befestigt waren IG. Far­ben auf 146,50 (146,25), AEG. auf 113 (112,25), ferner Reichsbank auf 178,25 (177,25) und Metall­gesellschaft auf 113,50 (113,25). Dagegen bröckelten Maschinenaktien meist noch etwas ab, Eßlinger 110,75 (111), Moenus 121 (121,50) und Rheinmetall 128,75 (129). Verhältnismäßig schwach lagen erneut Aschaffenburger Zellstoff mit 98,65 (100), ebenso

gingen Elektr. Lieferungen und Conti Gummi um je 0,75 v. H. zurück.

Am Rentenmarkt fanden bei wenig verän­derten Kursen wieder nur kleinste Abschlüsse statt. Reichsaltbesitz gaben 0,13 v. H. nach auf 129,65, im Freioerkehr blieben Kommunal-Umschuldung mit 93,1772 behauptet. Am Pfandbriefmarkt wurden Kommunal-Obligationen der Rhein. Hyp., der Ber­liner Hyp. und der Nass. Landesbank auf 98,50 (99) bzw. 98,25 (98,50) herabgesetzt, dagegen die der Pfälz. Hyp. Bank auf 98,50 (98,25) erhöht. Von Liquidationswerten gaben Franks. Hyp. auf 100,70 (100,90), Franks. Pfandbriefbank auf 100,80 (101) und Pfälzische auf 100,75 (100,90) nach. Stadt an­leihen und Industrie-Obligationen lagen unverän­dert, 6 v. H. IG. Farben jedoch, 0,40 v.H. ermäßigt auf 120,75, ebenso 5 v. H. Eisenbahn-Bank auf 88 (88,25).

Im Verlaufe unterlagen die Hauptwerte am Ak­tie n m a r k t kleinen ' Schwankungen. Nach vor­übergehend leichtem Rückgang wurden die Anfangs­kurse meist wieder erreicht. IG. Farben 146,25 bis 146,90 (+ 0,65 v. H. höher), Vereinigte Stahl 108,25 bis 108,65. Bei den später notierten Papieren war die Entwicklung sehr unregelmäßig-, auch traten meist Veränderungen über 1 v. H. ein. U. a. bei AG. für Verkehr mit 116,50 (118), Felten mit 130 (131,50) und - Berger Tiefbau nach Pause mit 141 (143). Je 1 v. H. höher lagen Daimler mit 132,50, Gesfürel mit 132 und Bemberg mit 129,75.

Im Freiverkehr blieben die Kurse behaup­tet, Rastatter Waggon 0,50 v. H. höher gesucht mit 52, dagegen Ufa weiter rückläufig auf 83,50 (84). Tagesgeld unverändert 2,25 v. H.

Abendbörse weiter erholt.

An der Abendbörse machte die Erholung der Aktienkurse im Anschluß an den Mittags­schlußverkehr leichte Fortschritte, da weitere kleine Rückkäufe vorgenommen wurden. Zu größeren Ab­schlüssen kam es aber mangels entsprechender Kund­schaftsbeteiligung nicht. Bei noch nicht ganz ein­

heitlicher Entwicklung überwogen Besserungen bfo, etwa 1 v. H. Gesfürel erhöhten sich um 1,50 o.h, auf 133,50 und überschritten damit um 0,75 v. den Berliner Schlußstand. Von Bergbauwerten ger wannen Buderus 1 v. H. auf 103, Mannesmann 0,75 v. H. auf 108, Verein. Stahl 0,40 v. H. auf 109,13 und Rheinstahl 0,25 v. H. auf 132, Hoesch nur knapp gehalten mit 105 (105,25). IG. Farben, besserten sich auf 147,25 (146,90), Metallgesellschast auf 113,50 (113), während Scheideanstalt auf 199,5) (200) nachließen. Von Autowerten zogen Adlerwerke 1 v. H. an auf 106,50, BMW. um 0,50 v. H. auf 146,50, Daimler unverändert 132,50. Maschinen-, aktien lagen uneinheitlich, MAN. 138 (138,25), De? mag 143,25 (143,50), Rheinmetall 129 (128,75).

In Renten fanden kaum Umsätze statt. 6 v. h, IG. Farben blieben auf dem von 120,75 auf 121 berichtigten Stand behauptet, ferner Reichsbahn-VA. mit 123,13 und Dekosama I mit 135,40. Kommunal« Umschuldung hörte wie mittags mit 93,1772.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 21. März. Auftrieb: Kälber' 909 (gegen 849 am 14. März), Hämmel und Schafe 68 (71), Schweine 4149 (3831). Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Kälber andere a) 62 bis 65 (61 bis 65), b) 55 bis 59 (53 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 35 bis 40 (33 bis 40). Hämmel bl) 48 bis 50 (45 bis 50), b2) 45 bis 46 (42 bis 44), c) 40 bis 42 (30). Schafe a) 40 bis 42 (41 bis 42), b) 33 bis 39 (38 bis 39), c) 22 bis 28 (30 bis 32). Schweine a) 58,50 (58,50), bl) 57,5) (57,50), b2) 56,50 (56,50), c) 52,50 (52,50), d) 49,50 (49,50). Sauen gl) 57,50 (57,50). Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schaf- mittel.

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