Ausgabe 
22.4.1939
 
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Samstag, 22./$onntag, 23. April 1939

189. Jahrgang

Nr. 94 Erstes Man

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Gietzener Anzeiger

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DasbMscheKabmeüprWerneutdieWehrpfllchi

abs. London, 22. April.

Das englische Kabinett wird am Montag die Zweckmäßigkeit der Einführung der Wehr­pflicht besprechen. WieDaily Telegraph" berich­tet, habe die französische Regierung in den letzten Tagen durch dringende Telegramme an das englische Außenministerium um die Einführung irgendeiner Form der Wehrpflicht ersucht. Man glaube in London auch, die baldige Einführung der Wehrpflicht sei bas- beste Gegenmittel gegen die immer wieder vorgebrachten Behauptungen, nach denen England bereit sei, alles einzusetzen, nur nicht seine Menschen.

Der zweite Grund sei militärisch-technischer Natur. Gegenwärtig sind die Einheiten der Territorial- Armee für die Ausbildung der Rekruten verant­wortlich. Da diese Ausbildung nur in der Frei­zeit der Rekruten erfolgen kann, ist eine unver­hältnismäßig hohe Anzahl von Ausbil­dern erforderlich. Militärische Kreise meinen, die Aushebung der Jahrgänge der Achtzehn - bis Zwanzigjährigen würde die sofortige Ausbildung einer Armee von etwa 500 000 Mann ermöglichen Diese Lösung sei besonders wichtig hin­sichtlich der Luftabwehr-Formationen. Es sei immer mehr in Frage gestellt worden, ob die Luftabwehr durch die Territorialarmee allein fichergestellt werden könnte. Die Gewerkschaften, die bisher am stärksten gegen die Wehrpflicht opponiert hätten, hielten die Lage für so ernst, daß sie einen -"weiteren Widerstand nicht mehr für angemessen er­achteten.

Neue steuerliche und

E. F. Paris, 22. April.

Der französische M i n i st e r r a t trat am Freitag- nachmittag verhältnismäßig spät im Elysee-Palast unter Vorsitz des Staatspräsidenten zusammen.. Zu­vor war Ministerpräsident Daladier noch durch zwei längere Unterredungen mit dem griechischen Ge­sandten P o l i t i s und dem rumänischen Botschafter T a t a r e s c u in Anspruch genommen. Im Minister­rat wies Daladier darauf hin, es sei nötig, die be­reits getroffenen unmittelbaren militärischen Maß­nahmen von der wirtschaftlichen und finanziellen Seite her zu ergänzen, dam:t Frankreich zur vollen Entfaltung seiner Wehrkraft gelange. Finanzminister Paul R e y - na ud legte dann die technischen Einzelheiten der in den letzten Tagen zwischen ihm, dem Mimster- präsidenten, dem Arbeitsminister und dem Minister für öffentliche Arbeiten ausgearbeiteten Erlasse ein­gehend dar. Schließlich verabschiedete der Minister-

Der Widerstand gegen die Wahl B u r g i n s zum Beschaffungsminister ist im Wachsen. Auch unter den Regierungsanhängern gibt es eine große Zahl, die mit dieser Entscheidung Chamberlains unzufrieden sind. Die Mißstimmung bei den Konservativen wie bei der Opposition beruht einmal auf dem Zweifel, daß Bürgin der richtige Mann für den Posten sei; zum andern hätten aber viele Parlamentarier ge­wünscht, daß bei dieser Gelegenheit C h u r ch i l l ins Kabinett ausgenommen werde.Daily Mail" be­richtet allerdings, in Regierungskreisen bestehe der Eindruck, daß Chamberlain in naher Zukunft eine umfassendere Umbildung der Regie- r u n g beabsichtige und dann die Aussichten für Churchill besser sein würden.

Oer Derleidioungszustand Gibraltars

London, 22. April. (Europapreß.) Die mili­tärischen Vorbereitungen in Gibraltar sind nahezu abgeschlossen. In einem Bericht desNews Chro- nicle" heißt es. insbesondere die F l a k b a t t e r i e n seien so verstärkt worden, daß jeder Angriff, auch bei längerer Dauer eines Krieges, erfolgreich ab­geschlagen werden könnte. Die Verteidigung Gibraltars erregt in der englischen Oeffentlichkeit besonderes Interesse im Hinblick auf die sich immer wiederholenden Meldungen über angebliche spanische Truppenzusammenziehungen in der Nähe von Gibraltar. Außerdem ist in England nicht vergessen worden, daß Gibraltar während der Septemberkrise nach Mitteilung seines Gouverneurs nur durch zwei Flakgeschütze hätte verteidigt werden können.

soziale Notverordnungen.

rat 2 8 Erlasse,- die das Ziel haben, 15 bis 17 MilliardenFranksfürRüstungszwecke zu gewinnen. Im Mittelpunkt der Erlasse steht eine Rüstungssteuer auf das Einkommen, von der sich das französische Schatzamt mehrere Milliarden verspricht. Zugleich wurde eine Reihe Einspa­rung s m a ß n a h m e n beschlossen, die sich zum Teil auf die öffentliche Verwaltung erstrecken, zum Teil die langsamere Durchführung einer Reihe von Baumaßnahmen der öffentlichen Hand bezwecken. Ebenso wurde ein Erlaß über die Verpflegung der Zivilbevölkerung in Kriegszeiten erlassen und weitere Kredite für Luft­waffe, Kriegsmarine und Landheer be­reitgestellt. Von 'einschneidender Bedeutung in sozial­politischer Hinsicht- ist ferner eine Verordnung, nach der die 45-Stunden-Woche in allen privaten und staatlichen Betrieben ein­geführt wird. Für die Durchführung von U e b e r -

stunden von der 45. Stunde ab können sowohl die Privatindustrie als auch die staatlichen Betriebe ohne weiteres die Erlaubnis erhalten. Prak­tisch bedeutet dies, daß Ueberftunden-Tarife von nun an von der 46. anstatt bisher von der 41. Stunde bezahlt werden. Auch diese neuen Ueberstunden-Ta- rife werden ermäßigt.

*

Die von Finanzministcr Reynaud in seiner Rundfunkansprache erläuterten Finanzvorlagen und sozialen Notverordnungen haben in der Presse mit Ausnahme der Linken entschiedene Billigung gefunden. Die meisten Blätter geben zu, daß die neuen Maßnahmen notwendig seien und daher von der Oeffentlichkeit getragen werden müßten, da sie noch verhältnismäßig gemäßigt seien. Der Matin" versichert, der Appell Reynauds werde nicht ungehört verhallen. Auch die in der Außen­politik oft regierungsfeindlicheEpoque" billigt die neuen Maßnahmen. Der nationalistischeFigaro" schreibt, die Franzosen würden ohne Schwäche den erhebenden Appell Reynauds beantworten. Sie hätten den Ern st dieses Appells ver- st a n d e n. Von den Linksblättern kritisiert Blum imPopulaire" die Rede des Finanzministers, denn Reynaud habe einen wissentlichen Mißbrauch mit der Schilderung der äußeren Gefahren getrieben, um dadurch den Widerstand der Arbeiterklasse ge­gen die Sozialverordnungen zu brechen, den diese Verordnungen in normalen Zeiten auslösen würde. Die kommunistischeHumanite" schreibt, die neuen Maßnahmen würden eine Erhöhung der Ar­beitslosenzahl und der Preise zur Folge haben und fordert eine Mehrbesteuerung der großen Ver- niögen.

Oie Goldflucht ous England und Frankreich bäli an.

London, 22. April. (Europapreß.) Die Gold­verschiffungen nach den Vereinigten Staaten gehen unausgesetzt fort und werden insbesondere während des Wochenendes ungewohnte Formen annehmen. Der amerikanische DampferManhattan" ver­ließ am Freitag Southampton mit einer Goldladung im Werte von 11 Millionen Pfund an Bord. Am gleichen Tag war bereits der französische Dampfer ^,Champlain" mit einer Goldladung im Werte von 3,7 Millionen Pfund nach Amerika abgefahren. Hierbei handelt es sich um das Gold, das aus dem ausgebrannten französischen DampferParis" ge­rettet worden war. Am Samstag verläßt der eng­lische DampferA q u i t a ni a" Southampton mit einer Goldladung von vier Millionen Pfund und Anfang der nächsten Woche wird das englische SchiffAntoni a" weitere zwei Millionen Pfund Gold nach Amerika bringen. Damit verlassen inner­halb einer Woche mehr als zwanzig Millionen Pfund Gold Europa, um in Amerika untergebracht zu werden.

Oie Wehrmacht

des Dritten Reiches.

Oie Truppenschau erregt weiterhin die höchste Bewunderung des Auslandes.

Die Finanzierung der französischen Ausrüstung

Amsterdam, 21. April. (DNB.) DerTele- qraaf" bringt eine eingehende Schilderung der Pa­rade am Geburtstage des Führers. Diese mächtige Truppenschau habe zweifellos auf die zahlreichen ausländischen Gäste des Führers einen unauslösch­lichen Eindruck gemacht. Die Parade habe ein im­posantes Bild von der Vielseitigkeit, der Diszipliniertheit und der hohen tech­nischen Vollkommenheit des- deutschen Heeres vermittelt. In kaum sechs Jahren habe das Dritte Reich eine Wehrmacht geschaffen, die nicht nur jeden Vergleich mit dem Auslands aushalte, sondern darüber hinaus in vielen Be­ziehungen völlig -unvergleichlich dastehe. Deutschland verfüge heute über ein sorgfältig und hochmodern ausgerüstetes Mil­li onenh e er. Erstaunlich sei der Grad der Motorisierung des deutschen Heeres. Nicht nur Artillerie und Flak seien motorisiert, sondern z. T. auch die Infanterie. Dadurch werde das deut­sche Heer von den Eisenbahnen in ho hem Maße unabhängig. Die Flak, mit Recht der Stolz der deutschen Wehrmacht, sei durch die geheimnisvollen Geräte, über die sie verfüge, auch für die ausländischen Beobachter des Militär zwei­fellos die interessanteste aller Waffengat­tungen der deutschen Wehrmacht. Eine eingehende Schilderung widmet derTelegraaf" dann den Fallschirmjägern, die ebenso wie die Flak besonders freudig begrüßt worden seien. Voller Stolz habe Göring die durch ihn geschaffene Truppe beim Vorbeimarsch durch Heben seines Marschall- stabes gegrüßt. Besonders bemerkenswert findet das Blatt ferner, daß trotz der starken Motorisierung auch zahlreiche berittene Truppen an der Parade teilgenommen haben.

Kopenhagen, 21. April. (DNB.) J jj * i.0 fl naltidende" schreibt, mit der Parade habe das Großdeutsche Reich gegenüber der ganzen Welt sich als Europas dominierende Konti­nentalmacht erwiesen, als ein Reich, das sich berufen und berechtigt fühle, eine europai s ch e Führer st ellung einzunehmen. Präzision und das starke Tempo hätten die Parade zu einem be­sonderen Erlebnis für die Militar-nachverstandlgen gemacht, in deren Kreisen vor allem der Geist hervorgehoben werde, der die defilierende Xruppe ausgezeichnet habe. Einstimmig werde so die Parade als sinzig dastehender Ausdruck deutscher Freude am

Soldatendienst und an militärischer Macht bezeichnet. Politiken" schreibt, die Geburtstagsparade habe gewiß nicht ihre Wirkung auf die fremden Militärs verfehlt, die ihr mit atemlosen Interesse beiwohnten. Alle möglichen Länder hätten ihre vornehmsten mili­tärischen Spezialisten gesandt. Unter den neuen Dingen, die man zu sehen bekommen habe, seien die neuen riesenhaften Geschütze, mit den bei­

nahe zehn Meter langen Kanonenrohren, die wie Schorn st eine auf Räder gelegt" aus­sehen, der enorme technische Apparat der Infanterie, die Fallschirmjäger, die Transportwagen für die Tanks und für die Boote der Pioniere usw. Die Parade überrasche und ver­blüffe mehr die militärischen Spezialisten als die Laien.

Die schweren Flaks waren die große Ueberraschung des Auslandes.

In der gesamten ausländischen Presse hat die große Parade vor dem Führer einen tiefen Eindruck hervorgerufen. Gerühmt werden insbesondere die schweren und schwersten Flaks, die hier zum erstenmal der Oeffentlichkeit gezeigt wurden. Unsere Aufnahme zeigt die gewaltigen Rohre einiger der schweren Flaks wahrend der Parade. (Scherl-M.)

Einheit, Kraft und Friede.

Merkwürdige Leute, diese Deutschen, so mögen die Berliner Korrespondenten der Auslandspresse in diesen Tagen gedacht haben, wenn sie sehen mußten, wie das deutsche Volk, unbekümmert um das aufgeregte diplomatische Getriebe ringsherum, unbeeindruckt von Flottenzusammenziehungen, Rü­stungsdebatten und hysterischer Panikmache in Parlament und Presse der westlichen Demokratien, unberührt von den aufdringlichen Phrasen eines Roosevelt, in gelassener Ruhe, die nur dem eigenen guten Gewissen und dem Bewußtsein der eigenen Kraft entspringen kann, ja in einzigartiger fest­licher Beschwingtheit den Geburtstag seines Führers als ein echtes großes Volksfest feierte. Das soll nicht etwa heißen, daß wir nicht weiterhin ein wach­sames Auge gehabt hätten auf die Dinge um uns herum oder mir uns in sorgloser Sicherheit wieg­ten. Aber wir fühlen uns im Schutz der größer und gewaltiger denn je wieder erstandenen deut­schen Wehrmacht, in der neugewonnenen Einheit der Nation, geleitet von der genialen Staatsfüh- rung eines Adolf Hitler innerlich so stark und ge­borgen, daß nichts uns die Festesfreude zu trüben vermochte an einem Tage, der wie keiner vorher in seinem so ganz persönlichen Charakter uns Ge­legenheit gab, all unsere Liebe und Verehrung und all unsren Dank und unser Vertrauen dem Manne entgegenzubringen, der allein uns den Durchbruch in eine neue Zeit erkämpft und diese nach seinen eigenen Ideen gestaltet hat. Das ganze deutsche Volk hat diese Gelegenheit mit heißem Herzen er­griffen und seinen überströmenden Gefühlen freien Lauf gelassen.

Indem es den Geburtstag des Führers zu feinem eigenen Freudentag, zu einem großen Gemein- schaftsfest der ganzen Nation machte, bekundete das deutsche Volk wiederum vor aller Welt die tief innere, unlösliche Verbundenheit, die es mit diesem Manne empfindet, und machte diesen Tag wieder­um zu einer denkwürdigen, in einer Zeit, die mit Spannungen schier bis zum Bersten erfüllt ist, wie'der unsrigen, doppelt bedeutsamen Demon­stration der ewig unabänderlichen und durch nichts zu erschütternden Einheit zwischen dem deut­schen Volk und seinem Führer. Das ist es, was als kostbares Vermächtnis und stete Verpflichtung für uns alle bleibt aus dem vergänglichen Rausch dieser Stunden eines beispiellosen Jubels unendlich be­glückter Volksmassen, die nicht nur in der Reichs­hauptstadt, sondern durch Presse und Rundfunk bis in das letzte Dorf unseres großdeutschen Vater­landes und jenseits der Grenzen überall dort, wo überhaupt Deutsche wohnen, teilnahmen an den glanzvoll-prächtigen Bildern der Gratulationsfeiern, die mit Stolz die Achtung empfanden, die das Aus» land durch Entsendung so zahlreicher Ehrendelega­tionen unserem Führer zollte, und die nicht zuletzt im Wehen der Fahnen und Standarten, im Dröh­nen des Paradeschritts, im Rattern der Motors der Luftgeschwader, der Kanonen und Panzerwagen freudig das Gefühl imponierender Machtentfaltung des Großdeutschen Reiches spürten, die allein den Frieden sichert, den Führer und Volk aus' ganzem Herzen aufrichtig wünschen, wenn es ein Friede in Ehren ist, der uns Arbeit und Lebensraum gewährt.

Es hat nicht ausbleiben können, daß trotz aller hinterhältigen Geschäftigkeit, mit der von Lon­don aus als dem Zentrum der neuen gegen die autoritären Mächte gesponnenen Einkreisungspolitik versucht wird, im Osten und Südosten des Erdteils die>Fäden zu einem Kriegsbündnis zu knüpfen, in diesen Tagen auch die Aufmerksamkeit des Aus­landes ungeteilt auf die Ereignisse in der Reichs­hauptstadt gerichtet war und die Geburtstagsfeier, die das deutsche Volk seinem Führer bereitet hat, nun in der ganzen Welt lebhaften Widerhall ge­funden hat. Wenn dieses in den uns befreundeten Ländern, besonders in Italien und Japan, Spanien und Ungarn, von herzlicher Anteilnahme zeugt, in anderen zumindest wohlwollend sachlich die größte Hochachtung vor der geschichtlichen Tat des Führers und den Leistungen des deutschen Volkes bekundet und in wieder anderen Aerger und Neid, Miß­trauen und Beklemmung nur schlecht verbirgt, so werden doch in allen Bettachtungen des Auslandes, von welcher Einstellung zu dem deutschen Festtah sie auch immer ausgehen mögen, zwei Tatsachen als eindrucksvollste und unumstößliche Wahrheiten anerkannt und herausgestellt: einmal die innere Einheit von Führer und Volk im unerschütterlichen Willen zur Selbstbehauptung der deutschen Lebens­interessen und zum andern die überragende mili­tärische Macht des Großdeutschen Reiches, die es ihm ermöglicht, die so erfolgreich begonnene Politik der Neuorganisierung eines Friedens der Gerechtigkeit unbeirrt von den Störungsmanövern der westlichen Demokratien und ihres bolschewistischen Bundes­genossen fortzusetzen.

Es ist kein Wunder, daß die imvosante Truvpen- parade vor dem Führer und Obersten Befehlsbaber der Wehrmacht und seinen in- und ausländischen Gästen auf der soeben ihrer Bestimmung über­gebenen Ost-West-Achse der Reichshauptstadt, die ipößte, die seit Jahrzehnten überhaupt irgendwo in der Welt ftattgefunben hat, mit ihrer aus bester Tradition hervorgegangenen Exaktheit, aber auch mit der hier zum erstenmal gezeigten, zur höchsten Entwicklung gebrachten Vielfalt moderner Waffen­technik nicht nur beim deutschen Volke, defs-m aanze Liebe feiner Wehrmacht gehört, höchste Bewunde­rung und Anerkennung gefunden hat, sondern auch das lebhafteste Interesse der ausländischen Zuschauer erregt hat. Da sich unter ihnen zahlreiche militä­rische Fachleute ersten Ranges befanden, wird mancher von ihnen beim Anblick dieser wie eherne Blocks daherziehenden Infanterie-Regimenter, der Panzer­wagen, Geschütze und Flaks von den kleinsten bis lzu den größten Kalibern und der zahlreichen Son«