Der türkische Pakt mit den Westmächten. Mit gleichen Waffen
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Keine Beistandsverpflichtung der Türkei in einem Konflikt mit Rußland.
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die Luftwaffe als ebenbürtiger Kampfgefährte zur Seite gestellt hat, erneut bedenklich ins Wanken V
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l e r v i s a g e. Man wird in Zukunft, wenn man die Lügenhaftigkeit eines Menschen besonders kenn' zeichnen will, in der ganzen Welt nicht nur sagen: „Er lügt wie gedruckt", sondern: „Er lügt wie Churchill!"
Es ist nicht unsere Aufgabe, uns mit den schweren Verlusten der britischen Kriegsmarine
konnte;
trotzdem die englische Regierung des sehr ehrenwerten Herrn Chamberlain am 3. September 1939 als Ersten Lord der Admiralität ins bri-
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der sich schon am Tage darauf durch die Versenkung der „A t h e n i a" qualifizierte, die er
bekanntlich in diesem Kriege nicht geändert. Wir würden nicht einmal so weit gehen wie jener liberale Abgeordnete in der Unterhaus-Debatte vom 23. März 1933, der erklärte, „Churchill gehöre ins Irrenhaus". Was sein jetziger Minifter- kollege Eden dadurch ergänzte, daß er eine Rede Churchills als „eine phantastische und boshafte Lächerlichkeit" bezeichnete. Wir wissen nicht, ob Herr Eden auch die letzte Rede Churchills vom vergangenen Dienstag so bezeichnet hat. Jedenfalls wird er so oder ähnlich darüber gedacht haben. Denn jener alte Schwindler Churchill hat bekanntlich seit dem Jahre 1933 die lobenswerte Eigenschaft des Lügens nicht etwa abgelegt, sondern noch virtuos verfeinert und geseigert. Der amerikanische Senator Lundeen erklärte zu einer Rede, die Churchill am 21. Oktober 1938 hielt, sie sei „eine einzige Unverschämtheit" — was im großen und ganzen über jede Rede Churchills gesagt werden kann.
Einsichtige Kreise in London wissen das auch. Sogar jetzt im Kriege wird Churchill dort nicht von herbster und bitterster Kritik verschont. Ein bekannter Zeitungslord erklärte kürzlich einem neutralen Journalisten, der auf Churchill zu sprechen kam, kurzerhand mit einer wegwerfend-en Handbewegung: „Was wollen Sie? Das ist ein Verrückter!" Was Bernard Shaw in seinem bekannten Brief gegen die englische Regierung vor einigen Tagen dadurch ergänzte, daß er ironisch bemerkte, „warum man den Hitlerismus beseitigen wolle, man solle doch erst einmal damit beginnen, den Churchillismus zu vernichten".
hier liegt der Kern des Problems. Churchill ist der Mann, der England in den Krieg hin- eingetrieben hat. Er ist auch der Mann, der die Robustheit aufbringen würde, England in das tiefste Unglück, ja in den Untergang hineinzureiten. Ls fehlt ihm jede ruhige, nüchterne und sachliche Ueberlegung. Er ist ein pathologischer Rarr und blutrünstiger Amokläufer.
Das weiß man in England auch; man kann es fetzt nur unter dem Druck der Zensur und der Kriegsgesetze nicht mehr sagen. So lange man das konnte, machte man nirgendwo einen Hehl daraus. Schon im Juli 1919 schrieb die ,L)aily News", „Churchills Entfernung aus dem Kriegsministerium und überhaupt aus jedem Amt, in dem sich fein verhängnisvoller Militarismus austoben könne, fei der erste Schritt zur Herstellung einer verantwortungsbewußten und angesehenen Regierung". Warum sollte das im Jahre 1939 unwahr sein, was im Jahre 1919 wahr gewesen ist? Dieselbe Londoner Zeitung bezeichnet ihn ein Jahr später als einen „p o l i t i s ch en Gaukler, der zum Unglück seines Landes schon immer auf das falsche Pferd gesetzt habe. Wenn er seinen politischen Tod erleide, so könne das nur ein Glück für sein Land sein."
So war es, und so ist es. Der „Daily Expreß" weint dasselbe, wenn er 20 Jahre später im Februar 1938 schreibt: „Mister Churchill gibt sich zu der heftigsten, tollsten und gefährlichsten Kampagne her, um unser Land in den Krieg hinein«
Das ist jener Herr Churchill, der nach den deutschen Flugzeugangriffen auf den Firch of Forth geschmacklos genug war, zu erklären, als Opfer fei nur ein Hund und eine zerbrochene Fensterscheibe zu verzeichnen, während ein paar Stunden später die anständigeren Elemente des britischen Admiralstabes der Oeffentlichkeit mitteilten, wie viele Tote und wie viele Schwerverletzte dieser Angriff gekostet hatte.
Das ist Churchill! So sieht er aus, der gegenwärtige Erste Lord der britischen Admiralität. Man schaue sich sein Gesicht an, und man weiß, mit wem man es zu tun hat: dick, feist, zynisch lächelnd, selbstbewußt, eitel und frech — der Prototyp einer britischen Kriegsgewinn-
Wochen nur noch sehr beschränkt für Englands im- pevialistische Propaganda mit Nutzen verwandt wen* den. Der Glaube an Englands unbedingte liebel* legenheit zur See, der schon vor zwanzig Jahren I« der Skagerrakschlacht einen heftigen Stoß bekam- men hatte, ist nun. durch die neuen glänzenden Waffentaten der deutschen Kriegsmarine, der fi«<h 1 : \
wähnten Vertrages übernommenen Verpflichtungen können dieses Land nicht zwingen, eine Aktion zu ergreifen, die den Eintritt in einen bewaffneten Konflikt mit der Sowjetunion zur Wirkung haben, herbeiführen oder zur Folge haben würde. Das Protokoll soll als integraler Bestandteil des gegenseitigen Beistandspaktes angesehen werden.
Gemischte Gefühle bei den Unterzeichnern.
Rom, 20. Ott. (DNB.) In einer Stefani-Mel- bung aus Ankara heißt es, der Text des Vertrages zwischen der Türkei und den Westmächten habe d i e politischen Kreise in Ankara stutzig gemacht. Einige Leute dächten, daß die Türkei zu viel Verpflichtungen auf sich ge-
dann den Deutschen in die Schuhe schob; diese Lüge hielt er bis zum heutigen Tage aufrecht, bis er nunmehr von dem amerikanischen Staatsbürger Anderson endgültig überführt und damit auch wohl erledigt wird;
Mann, der am 1. Oktober 1939 die Frechheit besaß, über den Rundfunk zu erklären, daß der U-Boot-Krieg gegen das Leben Englands sich bisher als vollkommen erfolglos erwiesen habe, während er am 18. September den Untergang des Flugzeugträgers „Courage o u s" hatte zugeben müssen;
am 27. September frech und gottesfürchtig den Untergang der„ArcRoyal" ableugnete; Flugzeugangriffe auf Kiel und Friedrichshafen erfand, um die räsonierende öffentliche Meinung in England zu beschwichtigen;
im Unterhaus, ohne mit der Wimper zu zucken, erklärte, jener U-Boot-Kommandant, der die Frechheit besessen habe, ihm ein Telegramm zu schicken, befinde sich in englischerKriegs- gefangenschaft, und nicht vor Scham zu Boden sank, als ein paar Tage später dieser U-Boot-Kommandant in Berlin vor der internationalen Presse sprach; der daraufhin nur in einem Brief an das Unterhaus erklärte, „er fei das Opfer einer unrichtigen Information" geworden;
Mann, dessen Mitteilungen man sogar in England in amtlichen Kommuniques ausdrücklich als „durchaus korrekt und der Wahrheit entsprechend" bezeichnen muß, und die auch dann noch niemand glaubt;
erste Lord der britischen Admiralität, der der Welt vorschwindelte, ein deutscher U-Boot- Kommandant habe die Mannschaft der „Royal Sceptre" elend ertrinken lassen, während sie in Wirklichkeit in Brasilien ge - landet wurde;
Mann, der frech die schweren Beschädigungen an dem englischen Schlachtschiff „H o o d" ableugnete;
den Untergang der „Royal O a k" nur zugab, weil zu viele Augenzeugenberichte vorhanden waren, und der sich nur zu einem Kommunique entschloß, um wenigstens die Torpedierung der „Re pulse" verschweigen zu können;
Mann, der einen neuen Sprachschatz für die Vernichtungen und schweren Beschädigungen englischer Kriegsschiffe erfand, indem er erklärte, sie hätten „nur einen Spritzer abbe- fommen" oder seien „nur an der Außenwand geschrammt worden".
London, 20. Okt. (DNB.) In Ankara ist, wie schon kurz gemeldet, ein englisch-französisch - t ü r k i s ch e r Pakt unterzeichnet worden. Der Pakt sieht zunächst vor, daß G r o ß b r i t a n - men der Türkei, wenn dieses Land in Feindseligkeiten mit einer europäischen un a t infolge eines Angriffes verwickelt wird, Beistand leisten wird. Die weiteren Bestimmungen des Paktes gehen dahin, daß im Falle eines Angriffsaktes einer europäischen Macht, der zum Kriege in einem Mittelmeer -- gebiet führt, und in den Großbritannien und Frankreich verwickelt werden, die Türkei ihnen Bei st and lei st en wird, ebenso wie umgekehrt Großbritannien und Frankreich Der Türkei in einem solchen Falle Beistand leisten
werden. v e .,
Solange die von Großbritannien und Frankreich an Griechenland und Rumänien gewährten Garantien in Kraft bleiben, wird die Türkei, wie der Pakt weiter vorsieht, den beiden erstgenannten Mächten B e i st a n d l e i st e n , wenn sie auf Grund dieser Garantien in Feindseligkeiten verwickelt werden.
Im Falle, daß Großbritannien und Frankreich in Feindseligkeiten mit einer europäischen Macht infolge eines durch diese Macht gegen einen dieser Staaten verübten Angriffes verwickelt werden, ohne daß obige Bestimmungen Anwendung finden, werden die vertragschließenden Parteien sofort miteinander in Konsultation tre- t e n. Der Pakt sieht dabei vor, daß die Türkei in diesem Falle zumindest gegenüber Großbritannien und Frankreich wohlw ollen de Neutralität wahrt. Der Vertrag ist, wie der Text des Paktes weiter besagt, dazu bestimmt, Großbritannien, Frankreich und der Türkei gegenseitigen Beistand und Hilfe beim „Widerstand gegen die Aggression" zu sichern, wenn sich die Notwendigkeit ergeben sollte. Schließlich ist vorgesehen, daß die vertraa- schließenden Parteien, wenn sie infolge dieses Abkommens in Feindseligkeiten verwickelt werden, keinen Waffen st ill st and oder Frie- densvertrag schließen werden, es sei denn a u f Grund gemeinsamer Abmachungen. Der Patt gilt für einen Zeitraum von 15 Jahren.
In einem Protokoll zu diesem Pakt heißt es: Die von der Türkei auf Grund des oben er-
zutreiben." Was er denn auch, wie die Entwicklung aezeigt hat, glücklich erreichte. Er ist der weltbekannteste Lügner und Fälscher. Seine polittsche Laufbahn strotzt von Zynismus und Skrupellosigkeit. Er findet nichts dabei, seine Ansichten zu wechseln wie schmutzige Unterwäsche, was, wie gesagt, den angesehenen englischen Lord Jellicoe dazu veranlaßte, ihn als Wetterfahne zu bezeichnen. Sein Deutschenhaß muß als geradezu manisch angesehen werden. Er ist ein pathologischer Feind des Reiches. Die „New York Herald Tribüne" schildert ihn aanz richtig, wenn sie im August 1939 schreibt: „Als es noch Zeit war, mit Deutschland zu verhandeln, behauptete Winston Churchill, wie auch jetzt, daß G e - walt das einzig mögliche Argument sei. Als man noch hoffen konnte, Spanien zu retten, zweifelte er nicht daran, daß Franco die übermal« tigende Mehrheit Spaniens repräsentierte; erst als es schon zu spät war, besann er sich anders." Er ist also nicht nur ein Lügner, sondern, was in der Politik noch viel schlimmer ist, auch ein kurz- sichtiger und phantasieloser Dilettant, der sehr zum Unglück seines eigenen Landes einen verrückten Husarenritt mit Politik verwechselt. Für ihn ist der Krieg gegen Deutschland oberstes Lebensprinzip.
Wenn er als Lügner hn großen und ganzen ge-
vorläufig mit dem kunstgerecht aufgerichteten Lügengebäude, das er in seiner Rede am vergangenen Dienstag im Unterhaus vor den Augen einer erstaunten Weltöffentlichkeit aufbaute. Er hat sich neuerdings eine neue faule Ausrede erdacht, um die jchweren und geradezu katastrophalen Verluste der englischen Marine, die chr durch unsere Seestreitkräfte und Luftwaffe beigebracht worden sind und ständig noch beigebracht werden, abzustreiten. Er behauptet einfach, er könne die Schiffe, deren Versenkung oder schwere Beschädigung er dementiert, deshalb nicht zeigen, weil er damit militärische Geheimnisse verriete. Das ist ebenso bequem wie billig, aber auch zu durchsichtig, als daß das erstaunte Publikum darauf noch hereinfiele. Wir haben ihn des öfteren aufgefordert, beispielsweise das von ihm wider besseres Wissen behauptete Nachvorhandensein der von einem deutschen Flugzeug erledigten „A r c R o y a l" dadurch zu beweisen, daß er neutralen Journalisten Gelegenheit gebe, sie zu besuchen. Er weigert sich, das zu tun, aus dem eben angeführten verlogenen Grunde. Er könnte es selbstverständlich gar nicht, wenn er es auch wollte. Er müßte schon Taucher als Journalisten anstellen; denn die „Arc Royal" befindet sich bekanntlich auf dem Grunde der Nordsee und kann deshalb auch vom Mister Churchill nicht mehr gezeigt werden. Wenn also dieser ehrenwerte Herr lugnerischerweise behauptet, die von uns angegriffenen und zum Teil versenkten Schiffe befänden sich auf ihren gewohnten Liegeplätzen, so müssen wir schon annehmen, daß der gewohnte Liegeplatz eines großen Teiles der englischen Home Fleet der Grund des Meeres ist.
Im übrigen hat Herr Churchill sich in seiner langen Laufbahn nicht geändert. Bereits in feinen jungen Jahren erfreute er sich keines besonderen Rufes. Die Königin Maria von Rumänien schon bezeichnete ihn in ihren Erinnerungen im Jahre 1890 als „rothaarig, sommerspros- f i g und unverschämt". Wir haben dem gar nichts hinzuzufügen, als nur, daß Lord Ielli - c o e im Jahre 1911 nach der ersten Wahl Churchills zürn Marineminister erklärte, er sei damit „in der Admiralität am besten untergebracht und am unschädlichsten, weil er bekanntlich eine Wetter- «sahne sei". Sein erster Konkurrent in der Kriegsmarine, Duff Cooper, bemerkte im Jahre 1915 in seinen Tagebucheintragungen, „bie britische Kriegführung scheine augenblicklich durch die geschicktesten Schwätzer geleitet zu werden, wie gum Beispiel Winston Churchill. Und das hat sich
nommen habe, besonders in den Artikeln III und IV. Man spreche die Ansicht aus, daß, während die türkische Hilfe für die Alliierten lat- sächlich und effektiv sei, umgekehrt die französisch-englische Hilfe für die Türkei im Falle eines Konfliktes mit der Sowjetunion sehr vage, wenn nicht unmöglich sei, genau wie im Falle Polen. Im gesamten ist der erste Eindruck in der Türkei der einer nicht einmütigen Zustimmung.
Die Berichte der römischen Blätter stellen weiter fest, daß in London und Paris der Vertragsabschluß natürlich Befriedigung ausgelöst habe. Man suche dort den Vertragsabschluß als einen diplomatischen Erfolg hinzustellen. Der Londoner Berichterstatter des „Messaggero' bezeichnet diese Darstellung jedoch als tendenziös. In erster Linie betrachte man in London, so schreibt der Berichterstatter, den Abschluß des englisch- französisch-türkischen Vertrages als einen Faktor, der das Verhältnis Rußlands zu den W e st rn ä ch t e n belaste. Nach den für die Westmächte so niederschmetternden Berichten über die Kriegslage habe die Nachricht von der Unterzeichnung des Paktes in Paris ein gewisses „A u f- atmen" gebracht. Der Korrespondent des „Mes- saqgero" schreibt, in Paris schwimme man gegenwärtig im Glück. Der Korrespondent stellt dann die Frage, wie lange die tatsächlichen Entwicklungen dies als berechtigt erscheinen lassen würden.
Zurückhaltende Beurteilung in Genf.
Die Ausnahmeklausel die Achillesferse des Pakts.
Genf, 20. Okt. (Europapretz.) Der in der eng- lischen und französischen Presse als sensattonell wiedergegebene Vertragsabschluß zwischen Ankara, Paris und London wird in der Schweiz und in Kreisen der Genfer Liga ruhig und ohne Aufregung beurteilt. „Journal de Genbve betont vor allem das nach wie vor bestehende freundschaftliche Verhältnis zwischen der Türkei und Rußland. Dann heißt es in dem Artikel: „Die- fern Dreierakkord zwischen Paris, London und An- tara fehlt es nicht an Unvollkommenheit; man braucht sich nur über die Sonderverpflichtungen der Türkei gegenüber Rußland Rechnung zu legen, um festzustellen, daß die Türkei, ganz gleich, wie sich die Lage auch im Hinblick auf ihre Verpflichtungen gegenüber Paris und London entwickelt, in keinem Falle unb niemals mit Waffen gegen Rußland ein« zugreifen braucht." Gerade dieser letztere Passus wird in voreingenommenen Kreisen der Genfer Liga als der Angelpunkt aller türkischen Verpflichtungen angesehen, man sagt, daß es in Zukunft nur der Erwägung der türkischen Regierung obliege, um eine selbst nach den Dreiervereinbarungen eintretende Verpflichtung als nicht in Einklang mit dem russisch-türkischen Freundschaftspakt stehend zu be- trachten. Infolgedessen liege in dieser Ausnahmeklausel des Dreierabkommens dieAchillesferse des mit so großem Tamtam an der Seine und an der Themse veröffentlichten Abkommens mit Ankara.
Volk beizubringen, sollte eigentlich die Aufgabe des ehrenwerten Herrn Churchill sein. Da Herr Churchill sich an dieser peinlichen Aufgabe vorbeizudrücken versucht, wollen wir alles daransehen, unserseits dem englischen Volke die Wahrheit darüber zu vermitteln. Denn Herr Churchill lügt ununterbrochen. Er lügt auch dann noch, wenn er von allen Seiten der Lüge überführt ist. Vielleicht wird das englische Volk so doch einmal einsehen, daß es das beste wäre, jenes bekannte Wort des greifen englischen Admirals Fisher zu bewahrheiten, der im Jahre 1917 zu Churchill sagte: „Wein Lieber, was wollen Sie? Eine große verlorene Seeschlacht, und das englische Volk wird Sie am ersten besten Baum im hydepark aufhSngen."
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überraschend kurzer Zeit der Zweifrontenkrieg für Deutschland beendet. Man erinnere sich, wie lange vor zwanzig Jahren deutsche Truppen im Osten kämmen muhten, bis Rußland 1917 aus den Reihen der Kriegsgegner ausschied, ja daß im Grunde genommen Deutschland damals auch dann noch nicht den Rücken frei hatte, weil die oberitalienische Front, die mazedonische Front/ die türkischen Fronten immer wieder starke deutsche Kontingente absorbierten, erst dann wird man die für die Gesamtkrieg.
ührung außerordentliche Bedeutung des schnellen und durchschlagenden Erfolges in Polen ganz ermessen können, die in der Tatsache liegt, datz sich nun bereits sechs Wochen nach Kriegsbeginn di< geballte Kraft Großdeutschlands ungeteilt feinen Gegnern im Westen zuwenden kann, die unbelehri durch die militärischen und politischen Ereignisse iiv Osten die Friedenshand des Führers zurückgestoßen haben und den Krieg wollen, dessen ganze Sinn losigkeit ihnen der Führer noch einmal vor Augen gehalten yat, ohne freilich bei der Kriegsclique in England auf Verständnis gestoßen zu sein, wenn sie auch ihrerseits keinerlei plausible Gründe für die Fortsetzung des Krieges hat geltend madjeri können. Aber das müssen die Regierungen Eng. lands und Frankreichs mit ihren Völkern aus
sehen vollkommen ungefährlich ist, da er so dumm lügt, daß er immer gleich entlarvt wird und die Welt ihn auch als Lügner kennt, so stellt er als Kriegshetzer und Kriegstreiber geradezu eine internationale Gefahr dar. Man muß mit Fingern auf ihn weifen, weil er einer der eigentlichen Urheber dieses Krieges ist. Schon im Oktober 1938 erklärte er in einer Rundfunkansprache nach Amerika ganz zynisch und frech, „England solle sich zum Krieg gegen Deutschland rechtzeitig entschließen; je länger es abwarte, um so härter werde seine Arbeit fein." Was Lord Elton in der „Sunday Times" dazu veranlaßte, zu schreiben, Churchill habe so mitreißend gesprochen, daß es notwendig geworden sei, sich in den Arm zu kneifen, um sich zu erinnern, daß doch Churchills Lehren die der Vernichtung und der Verzweiflung seien."
Dieser Mann ist augenblicklich englischer Marineminister. Derselbe, dem die „Daily Mail" schon im Jahre 1898 nachsagte: „Er wurde als Demagoge geboren, und er ist anscheinend sehr glücklich, daß er es auch weiß." Schon hier werden ihm jene Eigenschaften nachgerühmt, die ihn vor allen zum Begründer eipes großen Nachrichtengeschäftes machen werden. Dieses Nachrichtengeschäft betreibt er augenblicklich offenbar im englischen Marineministerium; ein G e - schäft mit falschen Nachrichten, mit denen er die Welt zu täuschen versucht und mit denen er jedes Mal bann aufwartet, i6enn seine eigene Politik einen furchtbaren Schlag erlitten hat.
Er ist selbstgefällig und naiv genug, das auch offen zuzugeben. Schon im Jahre 1900 schrieb er in einem seiner Bücher, er habe „damals noch keine Ahnung gehabt, welch große und fraglos hilfreiche Rolle d e r Schwindel im Dasein derjenigen Völker spiele, die sich des Zustandes der demokratischen Fei- heit erfreuten". Das ist aber nicht nur seine theoretische Ueberzeugung, er verwirklicht sie auch nach besten Kräften in der Praxis. Am bekanntesten ist dafür das Beispiel vom 27. Oktober 1914, an dem das englische Schlachtschiff „Audacious" unter- ging. Churchill hatte die Stirn, den Untergang dieses Schiffes im Unterhaus nicht nur zu leugnen, er veröffentlichte in der Presse sogar Aufnahmen eines S ch w e st e r s ch i s f e s der „Audacious", das er neu hergerichtet hatte, und setzte unter die Photographien die Unterschrift: „Die reparierte „Audacious" kehrt in den Flottenverband d u r ü cf." Er hat diesen Vorgang selbstgefällig nach dem Kriege des längeren und breiteren in seinen Memoiren niedergelegt. Heute versucht er, den Untergang beispielsweise der „Arc Royal" auf dieselbe Weise dem englischen Volke und der Welt zu verheimlichen, und er würde, wenn man ihn nichtüberführte, gewiß wieder frech und selbst- gefällig genug sein, nach diesem Kriege die Wahrheit über seine neueste Lügentat der Oeffentlichkeit mitzuteilen.
Das ist Churchill, wie er leibt und lebt:
ein Mann, wie er öffentlich in einer amerikanischen Zeitung als boshafter Lügner bezeichnet werden
den eigenen Völkern wie bei den Neutralen Eindruck machen wollten, bleibt nach den nüchtern- sachlichen Feststellungen der deutschen Heeresleitung nichts übrig. Die Franzosen stehen nach sechs Wochen wieder genau dort, wo sie den Krieg begonnen haben.
Noch weit schlechter sieht es mit ihren englischen Verbündeten aus, die ihr Land in diesen sinnlose:» Krieg hineingezerrt haben und anscheinend auch ge willt waren, Frankreich nach bewährtem Muster auch diesmal wieder die Hauptlast des Krieges zu- zuschieben. Aber das Wort des Führers: „Englair- ist keine Insel mehr" hat bereits seine Richtigkeit erwiesen. Die Angriffe deutscher U-Soote und deutscher Sturzkampfgeschwader auf den Firch of Fach in der Nähe der schottischen Hauptstadt Edinburgh und auf Scapa Flow in den Orkney-Inseln, dir beiden bedeutendsten englischen Flottenstützpukte c» der nördlichen Nordsee, haben Erfolge gezettiA die die ganze Welt aufhorchen ließen und auch iM englischen Volk nicht ohne Eindruck geblieben fnA, wofür die erregten Anfragen im Unterhaus wie dir lebhafte Auseinandersetzung in der britischen Presse zeugen. Das stolze, von dem ganzen Selbstbewußt- sein, aber auch von der ganzen Ueberheblichkeit de; Jnselvolkes sprechende Wort „Britannia rules tlie waves" kann nach den Ereignissen der letzte»
auseinanderzusehen, höchstens ist es die Auf- L gäbe unserer U-Boot- und Luftwaffe, ihr diese
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Zu Anfang der Woche konnte das Oberkommanda ’ der Wehrmacht bekanntgeben, daß es nach den be- Lil endeten Bewegungen zur Besetzung des deutschen LM Interessengebietes in Polen über den Osten w* nicht mehr berichten werde. Damit ist nach Wc überraschend kurzer Zeit der Zweifrontenkrieg für W
die sie nur eines Phantoms willen in den Toi $32 geschickt haben. Sje',
Franzosen und Engländer haben in diese» 15!o Wochen ja trotz der Inanspruchnahme starker beut- ßM1 scher Kräfte beide schon zu spüren bekommen, was fc eil es heißt, das nationalsozialistische Deutschland zui» »in ü Kamps herauszusordern. Der erste Abschnitt her MM Kampfhandlungen im Wetten ist mit dem Rückzug Jkr -der Franzosen aus dem Vorfeld des Westwalls a» ■ Al>l und hinter die französische Grenze beendet. In dem WM Ueberblick, den das Oberkommando der Wehrmach: jM darüber gab, kam klar zum Ausdruck, daß bieft «vo Aktion, die von der französischen und englische» 8«! Presse wochenlang als großer strategischer Erfolg triumphierend gefeiert worden war, tatsächlich nichts anderes war als ein Schlag ins Wasser, eine Demonstration, die den Polen vor Augen führt» sollte, welch tatkräftige Unterstützung sie an ihren westlichen Verbündeten hätten. Tatsächlich hatten bli Franzosen lediglich einige Grenzorte und vorspringende Gebietsteile besetzen können, die von un- planmäßig geräumt worden waren, währen- dar ganze übrige deutsche Gebiet vor dem Westwal! vom Feinde frei blieb und am Oberrhein geradezu W eine fast friedensmäßige Ruhe herrschte. Diesen geringen Geländegewinn, den die Franzosen nur Der planmäßigen Zurücknahme der deutschen Truppen hinter den Westwall verdankten und den sie nunmehr freiwillig aufgegeben haben, haben sie mit erheblichen Verlusten erkaufen müssen, allein annähernd 700 Gefangene sind in deutscher Hand geblieben, entsprechend hoch werden die blutiaen Verluste gewesen sein. Auch der Abschuß von oO feindlichen Flugzeugen, ungerechnet die im Innern Deutschlands und im Küsten-Vorfeld abgeschossener, zeugt von-der Ueberlegenheit der deutschen Lust- Verteidigung. Für irgendwelche Siegesberichte vorn Westwall, mit denen die Kriegsagitatoren Englands und Frankreichs in Presse und Rundfunk bei


