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Das türkische Fragezeichen
23on unlerer berliner Schristleiiung.
Derbefferung des Familienunterhaltes der Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen Weitere Best mmunqen auf Veranlassung Generalfeldmarschall Görings.
neuer Vorschlag, mit dem Reich Frieden zu chlietzen, unterbreitet werden würde.
Zn diesen immer wieder an den haaren herbei- gezogenen Kombinationen über neue „deutsche Friedensbemühungen- stellen wir fest: Der deutsche Wehrmachtsbericht über den Abschluß des ersten Abschnittes der Kampfhandlungen im westen ist gegenüber den romanhaften Ergüssen der gegnerischen Berichterstattung eine sachliche Darstellung dessen, was an der Westfront tatsächlich geschehen ist. Darin eine „Friedensoffensive- sehen zu wollen, erscheint geradezu a b s u r d. Die Lage bebarffeinerroeiteren Klärung mehr. England und Frankreich haben die Friedenshand des Führers zurückgewie- s e n. Sie haben den Fehdehandschuh hingeworfen, und Deutschland hat ihn ausgenommen.
Rach der Stockholmer Konferenz.
Das Ergebnis der Stockholmer Konferenz hat i n Dänemark die Erwartungen erfüllt, die man an die Sitzung geknüpft hatte. Das trifft sowohl für die Behandlung des fiinisch-fowjetrusfischen Der- hältmsses, die gemeinsame Neutralität des Nor. dens als auch für die wirtschaftlichen Fragen und nicht zuletzt für die Stellungnahme zu bem curo- päischen Konflikt zu. Zwar ist man bei der Behandlung des finnisch-russischen Verhältnisses in der Presse sehr vorsichtig, aber man unterstreicht doch, daß die vier nordischen Staaten gewillt seien, alles daran zu setzen, um die Unabhängigkeit und Selbständigkeit jedes einzelnen Staates zu bewahren. Diese „Manifestation der nordischen Zusammenarbeit" wird in der dän'schen Presse als harte Realität hingestellt. Allerdings heben die Blätter hervor, daß man sich bei der Verteidigung der Unabhängigkeit nicht aus feiner neutralen Bahn werfen lassen könne. Gerade diese Neutralität sei häufig die große Stärke, zumal es nach den Telegrammen der ver-
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rMn”en übrigen Teilen der westsroni bis schwaches orllich-- $ f o r u n g s f e u c r Artillerie Ruhe.
Oie Lage bedarf feiner weiteren Klärung
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herigen Einkommen des Einberufenen und ist für gleiche Einkommen im ganzen Reichsgebiet gleich hoch. Auf die bisherigen Lebensverhältnisse wird also in diefer Re- aelung stärker als bisher Rücksicht genommen. Bei yohen Einkommen kann jedoch auch nach der Neu-
Stockholm, 20. Oft. (Europapreß.) Die gcbnisse der zweitägigen Besprechungen, die Staatsoberhäupter und Außenminister der nor- dischen Staaten in Stockholm abgehalten haben, werden von der schwedischen Presse noch einmal zusammenfassend betrachtet. Im Vordergrund der Kommentare steht immer wieder der erneut zum Ausdruck gekommene Wunsch Skandinaviens neutral zu bleiben und die Forderung dieser Staatengruppe an die Großmächte, ihre Neutralität und Integrität zu respektieren. .Lagens Nyheter" weift auf einen gewissen Gegensatz hin zwischen der „selten einheitlichen und starken Volksdemonstrationen" anläßlich des Königstreffens und dem kühl diplomatisch abgefaßten Kommunique. „Svenska Dagbladet" schreibt unter der Ueberschrift „Dolksgefühl und Kanzleiprosa": „Bis auf weiteres ist das Programm fixiert. Man ist entschlossen, in naher Zusammenarbeit konsequent die vollständige Neutralität zu wahren und zu verlangen, daß deren Rechte von allen Seiten respektiert werden. Das geschieht ohne glanzvolle Rhetorik in einer nüchternen Kanzleiprosa. Die ruhige Ton- art paßt sich Finnlands politischer Lage an. Bis auf weiteres steht es fest, daß Minister Paasikivi die Verhandlungen am Montag in Moskau wieder aufnehmen wird und auch wenn die Forderungen Moskaus vielleicht nach dem baltischen Muster zugeschnitten sein sollten, es doch geschehen kann, daß die Verhandlungsmethoden in ihrer Langsamkeit den türkischen ähneln. Eine Situation soll also nicht dramatisiert werden, bevor sie von sich.aus dramatisch ist."
.Amsterdam, 20. DH. (DNB.) In welche 5»micrigteiten die Engländer in ihrem> Handel m>l shnbinaDien durch die deutsche Blockade Englands Mten sind, geht aus dem Bericht des Londoner ^respondenten des holländischen Blattes „Dag M van Noordbrabant en Seeland"„hervor Der tk^respondent betont, daß die $ a H e r n 6 - k-bensmitteltransporte na ch Gr o v 1'itonnien hätten aufgeben müssen. Der -rgländer habe schon gelernt, was das >u u Keule. Nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen, ^Lern auch aus politischen musst Enzian 'Mte anspannen, um aus der schwierigen g, «Sie die deutsche Flotte es verletzte, herauszukom kn. Man sähe in London aber feijr wohl -'N. °a« l»1üt die britische Flotte s ch w e rh ° 111 « n
io deutsche Blockade z u d u r chb r-ch-n. h' Gewässer rund um Dänemark bote l-tiLe Gefahren, denn sie seien sehr s lach, I v piii n e n ehr leicht gelegt werden konnten. Ifelttsche Flotten, und Luftbasen befanden sich I'-u-zerdem in unmittelbarer Nähe. hnffänbi« 2ie der Londoner Korrespondent der hollandi
'mirieln und Rohstoffen auf die Dominions setzen. Iber der Schiffsraum ist knapp, die Frachtraten Meter und die Zufahrtswege lang, zudem könnten lit englischen Befürworter einer Verlagerung des i 8tßenhandels von den nordischen Neutralen zu H überseeischen Dominions — es sind besonders 6i( Vorkämpfer des britischen Empire-Gedankens — l'tii'e Rechnung ohne die deutschen U-Boote ge- »Wcht haben, die, wie zahlreiche Meldungen über prfenfte Handelsschiffe beweisen, auch auf dem piltmeer ihrer Arbeit nachgehen. England hatte fW zuletzt infolge des starken Rückgangs der eng- rlilt)en Landwirtschaft 1937 eine Einfuhr von 75 || Mionen Tonnen gegen nur 56 Millionen im Imre 1913, der Einführbedarf war also um 34 vy gestiegen, wohingegen der Schiffsraum, der i frplanb zur Deckung dieses Einfuhrbedarfs zur I Anfügung steht, zwar ebenfalls gestiegen ist. aber J nrr von 17192 000 Tonnen im Jahre 1913 auf 11548 000 Tonnen. Das heißt, während 1913 das
1 Ntifche Reich noch über 52,2 v. H. der Weltton- jhqe verfügt, betrug 1938 Englands prozentualer l||iteif nur noch 35,3 v. H. Erinnert man sich A Aeßlich, daß Englands Handelsflotte im Welt- st Irtg 2479 Schiffe verloren hat, eine Zahl, die bei || lei heutiaen deutschen Seekriegführung vermutlich || in weit kürzerer Zeit erreicht werden wird, so ist ü begreiflich, daß die Versorgung Englands mit II Eoensmiiteln und Rohstoffen manchem britischen «Vrischaftspolitiker einiges Kopfzerbrechen macht, Imtlich nicht Herrn Churchill und seinem Klüngel, IB'ii immer noch glauben, sich mit faustdicken Lügen »ki-chhelfen zu können, und ihren eigenen rosen- Igiolen Optimismus auch dem britischen Volk ein- iMlmpfen. Dem werden jedoch die heute schon sich Ign England höchst unliebsam bemerkbar machende iMüappheit an Vorräten und die Steigerung der Imietfe die Augen öffnen. Daß die deutschen U- IlBtDte und leichten Seestreitkräfte alles tun werden, |fcr diesen Prozeß zu beschleunigen, wird zweifellos IDechehen. Darauf kann Herr Churchill sich ver- Iflifen. Die britische Regierung hat den Krieg ||Mt und sie darf überzeugt sein, daß wir ihn auch lliir dem Gebiet, das England bisher als, seine i|'-itenfte Domäne betrachtet bat, mit den gleichen li^nffen werden zu führen wissen, mit denen Eng- uns tödlich zu treffen gedachte.
Fr. w. Lange.
Englands Handel I über die Nordsee gelähmt.
Auswirkungen
l der deutschen Floltenaktionen.
kein übertriebenes Wohlwollen für Deutsch- foii) nachsagen kann, haben sestgestellt, daß der deutschen Sturzkampfgeschwadern auf offener ee erfolgreich durchgeführte Angriff auf manüvrie- Tebe Teile der britischen Flotte ebenso sehr aeeia- ne ist, eine vollständige Umwälzung in der See- krirgführung herbeizuführen, wie die schneidiae Zedierung zweier durch Torpedowülfte besonders brityefjer durch ein
de tsches UAoot. Abgesehen von der schweren mo- rastchen Schlappe ist auch die materielle Einbuße l i Englands Kriegsflotte schon in den ersten Kriegs^ vchen erlitten hat, beträchtlich. England ist ja schon teil zahlenmäßig diesmal nicht annähernd so stark in ben Krieg gezogen wie 1914. Den 38 Schlacht- Men von damals standen Anfang September nur 15 gegenüber, von denen die „Royal O a k" ver- siikt, die „R e p u l s e" torpediert und der Schlacht- kreuzer „Hovd', mit 42 000 Tonnen das arönte Eolachtschisf der Welt, schwer beschädigt sind die btxn letzteren gehören außerdem mit einer' Gelindigkeit von 31 Knoten zu den schnellsten Shlachtschiffen der britischen Flotte. Zu diesen Derben von Schlachtschiffen, deren Ersatz durch die firf 'M Bau befindlichen noch gute Weile hat, tonmt die Versenkung,des Flugzeugträgers „C o u- icgeous" und die Vernichtung der Arc Dyal" mit 72 Flugzeugen an Bord. Letztere war tei erste in Dienst gestellte einer Serie moderner Mgzeugtrager. Solange diese noch nicht fertiqge- fklt sind, verfügt England nur noch über ein M Anfang an als Flugzeugträger gebautes Schiff «chrend die übrigen vier erst später zu Flugzeug- lagern umgebaut sind. Nimmt man dazu noch die S chädigung der „S o u t h a m p t o n" und „E d i n- btrah', zweier ganz moderner britischer Kreuzer roi 9100 bzw. 10 000 Tonnen Wasserverdrängung ili> 32 Knoten Geschwindigkeit und des „Iran 2)i fe", der einst Admiral Jellicves Flaggschiff in dki Skagerrakschlacht war und nun als Artillerie- Gnüschiff dient, so ist das zusammengenommen ftin eine höchst beachtliche Einbuße an Kampfkraft, di- in ihrer vollen Auswirkung erst deutlich wird, v in man sich vor Augen hält, daß England nicht in der Lage ist, seine ganze Kriegsflotte etwa in dii Nordsee zu konzentrieren, da diese überall in bti ganzen Welt britische Besitzungen und Inter- chn zu schützen hat und zudem noch die Zufahrts- me von Ueberfee zum enalischen Mutterland
Berlin. 20. Ott. «DNS.) Der deutsche wehr- über den Abfchluh des ersten Ab- schntttes der Kampfhandlungen an der öeftfront Sri non verschiedenen Zeitungen Itn Mustanbe mit der besonderen Betonung wiedergegeben dotz die Deutschen den abrückenden Franzosen nicht über . .TLräfildie Grenze gefolgt seien.
6 in diesem Zusammenhang von Mut-
mahunaen^elnes neuen deutschen Versuches-, mit matzungen , ä(f) kommen.
^n°von Gerüchten datz der sranzösischen Regierung -»( besonderem Wege ein
Zwischen der Türkei, England und Frankreich ist ein Beistandspakt zustande gekommen und nach monatelangem Abwarten nunmehr unterzeichnet worden. Dieser Pakt wurde — wie eine italienische Meldung besagt — in der türkischen Hauptstadt Ankara nur mit gemischten Gefühlen, in London dagegen mit einem Triumphgeheul aufgenommen. Die Frage liegt nahe, was die Engländer zu sol- chen Begeisterungsausbrüchen veranlaßt. Einmal gewiß die Tatsache, daß die heruntergewirtschaftete britische Diplomatie sich heute schon mit billigen Erfolgen begnügen muß, zum andern wohl die Hoffnung, das zerrissene Einkreisungsnetz in Südeuropa noch einmal reparieren zu können. Freilich sind die Aussichten, die zu einer solchen Hoffnung berechtigen, mehr als bescheiden. Aus Genf wird zu dem neuen Türkenpakt sehr richtig bemerkt, daß durch das Zusatzprotokoll, wonach die Türkei auf Grund ihrer Verpflichtungen niemals '" einem bewaffneten Konflikt mit Sowjet r u ß l a n d gezwungen werden könne, ein Hauptteil des ganzen Vertrages hinfällig ge-
scheu Zeitung „Maasbode" berichtet, ist die nieder 1 ä^n d i s ch c A u s f u h»r von Molkerei- Produkten nachEngland fast völlig zum Stillstand gekommen. Nur noch Eier werden aus Holland nach England ausgeführt. Der Butterexport aber ist vollkommen eingestellt worden, da Holland nur mit Verlusten Butter zu den estgesetzten Mndestpreisen nach England liefern kann. Auch die Ausfuhr von Speck nimmt a b, obgleich in England großer Mangel an Speck besteht. Seit der Abwertung des Pfundes und infolge der stark gestiegenen Kriegsversicherung' und Transportkosten sind die in England bezahl- ten Preise für holländische landwirtschaftliche Erzeugnisse nicht mehr lohnend.
Oie Versenkung zweier briüscherOampf er im Atlantik.
Rom, 20. Okt. (Europapreß.) Heber die Versen- kung zweier britischer Handelsdampfer durch d e u t- sche U-Boote im Atlantischen Ozean berichten sie römischen Blätter aus London folgende Emzel- beiten: Zunächst wurde von einem U-Boot der englische Dampfer „Y o r k s h i (10.183 Tonnen) ver- senkt Die Besatzung und die Fahrgaste dieses Schiffes wurden von dem Dampfer „City of Mandalay" (7028 Tonnen) aufgenommen. Weniae Stun- den später aber wurde auch d i e „City Man- dalay" versenkt. Nunmehr übernahm der ame- rikanische Dampfer „P r e s i d e n t H a r d i n g die 360 Personen der „Porkshire" und der „City of Mandalay" Das amerikanische Schiff hatte kurz vorher einen heftigen Sturm überstanden, der einen Mattosen vom Deck gefegt und 45 Passagiere verletzt hatte. Unter den Verletzten befindet sich auch der frühere belgische Ministerpräsident D a n Z e e l a n d.
Auch der Warndt-Wald von den Franzosen geräumt. DerSamstags-BerichtdesOberkommandos
Berlin, 21. Otlober. (DNv.-Aunkspruch.) Das Ob-rkommanbo der wehrmachl gibt be
im Grevzgebiel zwischen Mosel und Saarbrücken an einzelnen Abschnitten der Ironl l-bh allere ArNNerie- und Späh- t r u p p k 2 t i g k e l L .
Der Feind Hal gestern aud) bas IBalbgebiet ver warnbf westlich von Saarbrücken bis auf zwei dicht an der Grenz- gelegene hohen ge-
8 e r l i n, 20. Dkl. (DNB.) Aus Deranlassung des Vorsitzenden des Ministerrates für die Reichsvertel- digung, Generalfeldmarschall Göring, hat der Reicksminister des Innern gemeinsam mit dem Relchsfinanzminister weitere Bestimmungen über ben Familienunterhalt der Angehörigen der zum Heeres-dienst Einberufenen erlassen; die neuen Bestimmungen (vergleiche Ministerialblatt des Reichs- und Preußischen Ministeriums des Innern vom 7. Oktober 1939 Nr. 41) gelten mitWirkung vom 1. Oktober an.
Die nationalsozialistische Staatsführung befreit ben deutschen Soldaten an der Front von jeder Sorge um den Unterhalt seiner Familie. Schon vor Erlaß der neuen Bestimmungen galt der Grundsatz, daß in angemessener Weise auf die bisherigen Lebensverhältnisse der Soldatenfamilie Rücksicht zu nehmen ist. Deshalb werden neben dem eigentlichen Unterhaltssatz, der sich nach den örtlichen Lebens- und Lohnverhältnissen richtet, unterschiedliche Nebenleistungen gewährt, insbesondere Miet- beihilfen, Krankenhilfe, Schulgeld und Ausdildungs- deihilfen, Beihilfen zur Aufrechterhaltung der Sozialversicherung, zu Lebensversicherungsprämien, zur Abwicklung von Abzahlungsgeschäften und zur Erfüllung sonstiger weiterlaufender Verpflichtungen. Für die Mehrzahl aller Fälle wurde also bisher schon der Unterhalt der Soldatenfamilie gesichert.
3n der Zeit seit dem Ausbruch des Krieges sind nun weitere Erfahrungen gesammelt worden. Diese haben gezeigt, daß es trotz der Rebenleistungen noch nicht in allen 5 ä l - l e n gelingen konnte, den oben genannten Grundsatz einer angemessenen Berücksichtigung der bisherigen Lebens- Verhältnisse der Soldalenfamilie vollkommen zu verwirklichen. Ramentlich in den Kreisen der freien Berufe sind Fälle eingetrelen, in denen gegenüber dem bisherigen Lebensskand der Soldatenfamilie ein Unterschied verblieb, der ihr bei längerer Dauer des Krieges nicht zugemutet werden konnte. Diese Unterschiede muhten unbedingt auf ein tragbares INah zurückgeführt werden.
regelung nicht ein voller Ausgleich gewährt werden. Das wäre nicht vertretbar, denn im Kriege muß sich j e be r Einschränkungen für das Dater- lano unterziehen. Eine andere Regelung würde auch dem Grundgedanken widersprechen, daß keine Entschädigung, sondern die Sicherung des Unterhaltes gewährt werden soll.
Dazu treten noch weitere Verbesserungen des Familienunterhalts. Der Unterhalt für Kinder unter 16 Jahren ist von etwa 30 v. H. auf etwa 30 bis 40 v. H. des örtlichen Unterhaltssatzes der Ehefrau erhöht worden; er darf künftig 15 RM. nicht unter- fchreiten. Ferner wird vorgefchrieben, daß im Familienunterhalt die Miete stets voll zu e r ft a 11 e n ist. Zu den bereits erwähnten Neben- leiftungen treten neue Beihilfen hinzu. Hierzu gehören Beihilfen zur Entlohnung und Unterhaltung einer Hausgehilfin, die z. B. gegeben werden, wenn die Erziehung und Pflege mehrerer Kinder oder der Gesundheitszustand der Soldatenfrau es erfordern. Ferner gibt es zusätzliche Beihilfen zur Deckung eines Unterhaltsbedarfes, der entweder einmalig ist (z. B. Anschaffung eines Kinderbettes) oder der in längeren Zeitabständen, aber mit einer gewissen Regelmäßigkeit auftritt (z. B. neue Kleidung, Wäsche und Schuhwerk). Solche zusätzlichen Beihilfen werden gewährt, wenn der örtliche Unterhaltssatz oder der „Tabellensatz" der Ehefrau zur Deckung des Sonderbedarfes nicht ausreicht. Endlich ist eine allgemeine Härteklausel mit dem Ziel geschaffen worden, beim Dorkiegen besonderer Verhältnisse zur Sicherung der Haushaltsfortführung — natürlich) auch unter Beachtung der durch den Kvieg gebotenen Einschränkungen — noch besondere lausende Beihilfen nach Lage des Einzelfalles zu ermöglichen.
Der Soldat an der Front soll den Unterhalt seiner Angehörigen gesichert wissen. Daß alle Dienst ste 11en und Beamten, die an dieser Aufgabe Mitarbeiten, ihrer besonderen Verantwortung bewußt bleiben und „zuvorkommende Haltung mit v e r st ä n d n i s - vollem Eingehen auf die Sorgen und Wünschen der Soldatenfx-au verbinden, ist eine Pflicht, die Generalfeldmarschall Göring nachdrücklich unter-
macht werde.
Bleiben also nur die Verpflichtungen, welche die Türkei im Mittelmeer übernehmen soll und die sich also naturgemäß gegen jene Macht richten, deren eigentlicher Lebensraum das Mittelmeer ist. Schon als vor Monaten die zunächst unverbindlichen Beistandserklärungen zwischen London und Ankara ausgesprochen wurden, hat man in Rom nicht verfehlt, darauf hinzuweisen, daß es sich hier ebenso um eine Einkreisungsaktion gegen den südlichen Achsenpartner handele, wie im Falle des englischen Garantiescheines für Polen um eine Kriegsoorbereitung gegen Deutschland.
Es scheint uns in der Tat ein gewagtes Spiel au sein, das die Türkei treibt, indem sie sich von oer brittschen Kriegspol'itik ins Schlepptau nehmen läßt. Klangen den Regierungsmännern in Ankara nicht die Ohren, als Unterstaatssekretär Butler am 19. Oktober im Unterhaus auf Anfrage erklärte, daß der engkifch-polnische Pakt ausschließlich gegen Deutschland gerichtet gewesen sei und daß die Warschauer Regierung dieser Auslegung ausdrücklich zugestimmt habe? Merken die Türken nicht, daß sie genau s o w i e die Polen, ohne selbst bedroht zu sein, nur dazu ausersehen sind, das Kanonenfutter für die englischen Piratenhäuptlinge zu liefern?
Was Butter nur in einem kurzen Satz zu gab, daß nämlich Polen nur ein Instrument des britischen Einkreisungskrieges gewesen sei, das hat jetzt die „Basler N a t i o n a l z e i t u n g" in einem Artikel ausführlich dar gelegt. Da heißt es, es wäre überhaupt nicht die Absicht gewesen, daß Polen den Krieg ober Schlachten gewinnt, sondern Polens Aufgabe fei es gewesen, ben Krieg z u beginnen und für diejenigen, bie sich mit Deutschland messen können, die Möglichkeiten zu geben, daß sie in diesen Krieg eintreten. Die Rolle Polens habe deshalb in einer vorher bestimmten strategischen Aufgabe bestanden. Vielleicht werden die Türken, wenn sie diese Zusammenhänge rm Geiste noch einmal überprüfen, sich ihrer sehr delikaten Lage bewußt werben und den Weg zur Neutralität zu- rückfinden. Doch warten wir's ab! H. Evers
schiedenen Oberhäupter amerikanischer Staaten den Anschein habe, als ob „der Norden größer geworden" fei und damit stärker.
Oer finnische Unterhändler reist wieder nach Moskau.
Helsinki, 21.Okt. (Europapreß.) Der finnische Sonderbeaufttagte, Minister Paasikivi, tritt am Samstag seine Rückreise nach Moskau an, wo am Montag die russisch-finnischen Verhandlungen wieder ausgenommen werden. In seiner Begleitung befindet sich auch der finnische Moskauer Gesandte YrjöKoskinen. Nach seiner Rückkehr aus Stock- Holm erstattete Außenminister E r k k o der Regierung Bericht über die Tagung der nordischen Außenminister. Die finnische Regierung war während des größten Teiles des Freitag zu einer Kabinettsitzung versammelt, um den finnischen ©egenpor- schlag zu erörtern, der von Paasikivi mit nach Moskau genommen wird.
Gibt es überhaupt Neutrale?
Die Schweizer Presse wehrt sich gegen französische Unterstellungen.
Genf, 20. Oktober. (Europapreß.) Die von der ganzen sranzösischen Presse aufgeworfene Frage, ab es überhaupt Neutral egibt, hat in den neutralen Staaten und auch in der Schweiz außerordenttich verärgert. Das Pariser „Oeuvre' schrieb am 15. Oktober: ,Lann es überhaupt Neu- träte geben?" Der „Populaire" sagte sogar: „Die Neuttalen! Man weiß, wohin sie Dante verbannte: vor die Tore der Hölle. Unter einen schimpfliches Haufen feiger Engel, welche sich bei der Erhebung gegen Gott genau neutral zwischen Revolte und Treue verhielten."
Als Antwort auf diese Uebertegungen der französischen Presse findet der „Travail" in Genf nur den Ausruf: „Welche Liebenswürdigkeit" und fährt gleichzeitig ironisch fort: „Wie uns das beruhigen muß!" Und für den Vergleich des „Populaire" hat er nur ein „Merci", dessen Ton nicht mißzuver- stehen ist. In schweizerischen Kreisen wird diese Pressekampagne als ein Versuch empfunden, die geistige Haltung der Neutralen zu vergewalttgen. Einen weiteren Beweis, hierfür gibt „Ordre", das unter der Ueberschrift „Neutralität? Wer ift dies? Kann man es bleiben?" behauptet: „Das gibt es n i ch t!" „Neuttale Völker übechaupt nicht! — Vielleicht Regierungen — und die tun auch nur so, als ob!" Daß dies zu starker Tabak für die Neuttalen ist, war vorauszusehen, und, wie schon der kurze Kommentar des „Travail" beweist, ist die unmißverständliche Reaktton nicht aus geblieben. _________________________
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder- Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K^G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September
1937 gültig.
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Die neuen Bestimmungen schen daher vor, daß die Frau des (Einberufenen an Stelle des örttichen Unterhallssatzes einen sogenannten „Tabellen- satz" erhält, wenn dieser für sie günstiger ist als der örttiche Unterhaltssatz. Dieser „Tabellensatz" rich- tet sich in angemessener Weise nach dem bis-1strichen hat.
Dies letztere wird künftighin eine immer größere Mle spielen, ie stärker es sich nu^roirft, daß 2 itschlands Kriegsmarine und Luftwaffe die Krdsee beherrschen und damit die Zufuhr aus den Itrdischen Ländern nach England sperren Dc<ür mr ein Beispiel: Dänemark lieferte bisher Eng. la g 45 v. H. feines Butterbedarfs, 40 v. .'■). der I Gr, 80 v. H. feines Frühstücksfpecks und 65 v. H. fnes Bedarfs an Schweinefleisch. Von den in Dnemark allwöchentlich geschlachteten 80 000 Sbweinen gingen bisher 65—70 000 nach England.
3isher, denn da England Lebensmittel auf die Li 1 der Konterbande gesetzt hat, haben wir das fMche getan, und unsere Krieasmarine hat die ! Mensmittelzufuhren über die Nordsee unterbun- k. England muß nun also notgedrungen seine -c-snung auf ausreichende Versorgung mit Lebens-


