genden
Das andere Frankreich
Dampfer die
Das Blatt
Polen.
Das englische Lügenministerium
/z vor.
merksam verfolgen. Handelt es sich um bevor
stehende Angriffe in dieser Gegend? Oder-Stelle vor. Die Sachverständigen glaubten, daß
Deutschland nicht zögern werde, nach der Vernich-
gischen Neutralität.
handelt es sich um eine viel ernstere Eventualität und damit um das Schicksal Belgiens selber?
Wird die Einsicht siegen?
Starker Widerhall der Führerrede in der Schweiz
berüchtigtesten französischen Kriegshetzer, den Se» nator und Deputierten Henri de Keryllis in aller Oeffentlichkeit erklärt worden, daß sie über- Haupt nicht Gegenstand des Kampfes gewesen seien — an dem Echo dieser brutalen und für London verfrühten Offenherzigkeit konnte man bereits d i e wahre Volks st immung m Frankreich erkennen. In England wird man die englandfeind, lichen Pariser Maueranschläge wohl ebenso ver- schweigen wie die Tatsachen über den Feldzug in
jähriger ungarischer Vorarbeiter fehlen französischen Arbeitskameraden, daß er seit München sehr für den Führer sympathisiere und erklärte ihnen: „Daß Ihr Franzosen Euch nicht endlich einmal mit Hitler verständigt, zeigt, daß Ihr älle beschränkt seid. Aber Ihr werdet sehen, wenn
zung von seinem Londoner Korrespondenten erhielt. In dieser heißt es, das britische Oberkommando sei der Ansicht, daß die deutschen Angriffes?!) gegen die Maginotlinie nur eine L i st darstellten, um die Aufmerksamkeit der Alliierten abzulenken. Inzwischen bereite Deutschland eine große Offensive an anderer
Detroit, 21. September. (DNB. Funkspruch.) Henry Ford erklärte in einer Presseunterredung, daß er gegen jede Aenderung des bestehenden amerikanischen Neutralitätsgesehes sei, das von Männern abgefaßt worden sei, die wüßten, was Krieg bedeutet. Der europäische Krieg gehe Amerika nichts an. Der einzige Zweck der beabsichtigten Aenderung des Neutratttätsgesehes fei es, 211 u- nitionsfabri kanten zu ermöglichen, aus dem durch den Krieg verursachten 2Nenschenetend finanzielle Vorteile zu ziehen. Die einzigen Leute, die Krieg wünschten, seien jene, die daraus profitieren wollten. Gerade die unveränderte Beibehaltung des Neutralilätsgefehes werde ein Mittel sein, den europäischen Krieg schnell zu beenden.
Henry Ford, der nach dem Ausbruch des Weltkrieges von 1914 mehrfach versucht hatte, seine Ausbreitung auf die Vereinigten Staaten zu verhüten, erklärte weiter, seine Bemühungen in der jetzigen Lage würden sich wenigstens vorläufig auf einen Appell an die Vernunft beschränken und er fei überzeugt, daß der gesunde Menschenverstand siegen werde.
Der viel gelesene amerikanische Publizist General Johnson hält ebenfalls den Amerikanern in ein. dringlicher Sprache den Wahnsinn einer amerikam« scheu Beteiligung an dem Kanrpf in Europa vor. Niemals, so schreibt er, seien Soldaten von Staats, männern derartig verraten und verkauft worden wie die Polen von ihren eigenen und den brittschen Politikern. Mit einer in der Geschichte beispiMosen Dummheit hätten die Polen sich in den Krieg ge- stürzt. Jetzt aber, so fährt General Johnson fort, gebe es sogar immer noch Amerikaner, die i h r Schicksal an die Rockschöße dieser eyo- istischen, unzuverlässigen und idio. tischen britischen Politik hängen woll- ten. Die dogmatische Behauptung, Amerika könne sich nicht aus einem Krieg herauchalten, sei die gefährlichste Propaganda, die heute in den Vereinig- ten Staaten getrieben werde. Es sei geradezu ungeheuerlich, erklären zu wollen, „Amerika müsse die Demokratie retten". England und Frankreich hätten l än g st Diktaturen, und wenn Ame- rika ihnen helfen wolle, müsse es zunächst auch eine Diktatur errichten. Amerika, so er- klärt Johnson, sei kein Vasall irgendeiner europäischen Nation.
Englandfeindliche Maueranschläge sind nach französischen Meldungen bereits in Paris verbreitet worden. Die enge Zusammenarbeit zwi- schen dem englischen Lügenministerium sowie dem Secret Service einerseits und gewissen Organen der französischen Hetzpropaganda anderseits hat also trotz ihrer mehr als halbjährigen Wirkung nicht zu verhindern vermocht, daß sich in der Bevölkerung Frankreichs die Erkenntnis von der Sinnlosigkeit der französischen Befolg- schäft zu Ehren eines antiquierten englischen Imperialismus ausgebreitet hat. Diese Maueranschläge
Zu dieser ebenso gemeinen wie bösartigen Brunnenvergiftung nimmt der Deutsche Dienst wie folgt Stellung: Es zeugt von einer Gabe zur zweideutigen Erfindung, wenn die Pariser Zeitung „Matin" oder vielmehr ihr Informator 12 Stunden nach der Rede des Führers in Danzig von einem angeblich bevorstehenden deutschen Angriff faselt. Völlig eindeutig aber wird der Sinn der frei erfundenen Meldung durch die dreist in die Welt gesetzte Vermutung einer „ernsteren Eventualität", die das „Schicksal Belgiens betreffe". Der „Matin" oder sein Gewährsmann unterstellt Deutschland dunkle Pläne einer angeblich beabsichtigten Verletzung der bel-
Entthronte Weltwährung.
3m Außenhandel muß England mit Dollars bezahlen
tung Polens Frankreich anzugreifen, indem es durch das Gebiet eines neutralen Staates marschiert.
Hier ist die letzte Unklarheit beseitigt. Die märchenhaften Informationen des „Matin" stammen samt und sonders vom britischen Lügen- m i n i ft e r i u m , das nach zahlreichen mißglückten anderen Versuchen noch rechtzeitig zur Eröffnung des amerikanischen Kongresses eine beabsichtigte Neutralitätsverletzung Belgiens tn die Welt hinausposaunen möchte. Da den eigenen Meldungen dieses Amtes kein Mensch mehr glaubt, lanciert man sie über eine französische Zeitung. Wie dieser Versuch einer besonders gefährlichen Brunnenvergiftung auf Neutrale wirkt, geht aus einem Zusatz hervor, den die „Suisse" an die „Matin -Meldungen knüpft: „Diese Informationen
Berlin, 20. Sept. (DNB.) Die Schweizer Zeitung „Suisse" gibt in einer Pariser Meldung auszugsweise eine Information des „Matin" wied-er. Sie lautet: Was geschieht in der Gegend von Aachen? Die Deutschen entwickeln dort seit Tagen eine Tätigkeit, die wir auf»
Übertragung erfolgen kann.
Hochachtungsvoll
Cunard White Star Reisebüro G. m. b. H.
Unterschrift.
bemerkt dazu: Aus diesem Dokument
Wortlaut hat:
„Athenia", 2. September, „Aurania", 2. September, „Andania", 8. September, „Askania", 9. September.
britischen Amtsstellen, durch Stützungsaktionen oder durch eine Verschärfung der Devisenkontrolle diesem Mißtrauen zu begegnen, kommen doch zu spät. England steht erst seit dem 3. September im Krieg, aber die wirtschaftlichen Folgen sind um so drückender, als das Durcheinander von britischem Staatseinfluß, liberaliftischen Eigennutzmethoden und mangelnder Disziplinierung in Produktion und Handel zu unglaublichen Preissteigerungen führte, wozu die von Mitgliedern der Opposition im Unterhaus beklagte Erscheinung der Kriegsgewinnstler reinster Sorte durchaus paßt. Mit der Entthronung seines Geldes als Weltwährung wurde der Brite dort getroffen, wo er am sterblichsten ist.
Ihr es nicht lernen wollt, wird der Führer es Euch bald zeigen."
Die Reihe dieser und ähnlicher Fälle, die man nach Laune verlängern kann, reißt in der französischen Presse nicht ab. Sie zeigen, daß es neben den von England irregeleiteten französischen Kreisen noch ein anderes Frankreich gibt, das eine Verständigung unter den Völkern ersehnt und sich nicht für englische Interessen vor dem Westwall verbluten will.
Die Verbündeten.
„Der europäische Krieg geht Amerika nichts an".
Henry Ford gegen Aenderung des NeutralitätsgeseheS
Don der Zentrale erhalten wir die Anweisung, infolge von Fahrplanänderungen für d i e obengenannten Abfahrten keine Buchungen vorzunehmen und auch etwaige gebuchte Passagiere für dieselben nicht zum Einschiffungs- Hasen zu befördern. Wir bitten, uns aufzugeben, ob und welche Buchungen Sie für die genannten Abfahrten abgeschlossen haben, damit wir Ihnen aufgeben können, für welche anderen
Wie Ehurchill die Versenkung der „Athenia" vorbereitete
Deutsche Passagiere als Zeugen unerwünscht.
Quelle vergiftet ist, dem wird dies dadurch klar gemacht, daß der „Matin" zu seiner Meldung aus Aachen merkwürdigerweise gleich eine. Ergän - l
ergibt sich:
1. Bei der Begründung, die Buchungen hätten wegen angeblicher Fahrplanänderungen zu unterbleiben, handelt es sich unreinen Vorwand. Die „Athenia" hat ihre Ausreise planmäßig am 2. September 1939 angetreten.
2. Da das Schreiben vom 2 9. 21 u gu ft ft a mmt, hatten Herr Churchill und Genossen
einen Krieg wert, der kein Ziel mehr habe und nicht einmal jene der theoretischen Bestätigung einer unabroägbaren Hegemonie? Heute ist weder eine demokratische Vorherrschaft noch eine totalitäre Vorherrschaft möglich. Die Völker Europas fordern den Wiederaufbau, aber nicht d i e 3 e r ft ö r u n g; bas ist der gerechte Weg. auf den Rom wiederholt und nachdrücklich aufmerksam machte.
„Popolo di Roma" erklärt, daß am 1. September kein Weltkrieg ausgebrochen sei, sondern lediglich ein deutsch-polnischer Konflikt, weil die schlechtberatene Warschauer Regierung anstatt eine friedliche Regelung der Korridorfrage und des deutschen Minderheitenprdblems anzunehmen, zu den Waffen griff. In kaum 18 Tagen sei die Frage gelöst worden und' das Polen von Versailles habe aufgehört zu existieren. Deutschland habe, wie Hitler in seiner Rede betont habe, die einen entscheidenden Beitrag für eine Befriedigung Europas bilde, begrenzte Ziele gehabt und habe sie mit einer raschen Kriegsaktton erreicht und sei bereit, zur friedlichen Arbeit zurückzukehren. „Möge Hitlers Danziger Appell nicht ins Leere fallen!" Als Oberbefehlshaber eines siegreichen Heeres habe der Führer bei feiner Rede in dem befreiten Danzig Großmut bewiesen und Frankreich und England von der Möglichkeit eines guten und dauerhaften Einvernehmens zu überzeugen versucht. Das Blatt stellt bann die Frage, wer wohl im Ernst glauben könne, daß nach dem Abschluß eines ehrenhaften Friedens nach so viel Jahren der Leiden und Zerstörung irgendein Regierungschef dazu fähig ist, von neuem den Haß zu entfachen und neue Zwietracht und neue Konflikte zu schaffen. Alle erhofften in dieser für die Weltgeschichte entscheidenden Stunde, daß die Regierenden den rechten Weg finden, um nach Niederlegung der Waffen die Arbeit zum Wiederaufbau aufzunehmen.
Zu nichts verpflichtet.
Belgien will nicht seine eigene Existenz aufs Spiel setzen.
B r ü s s e l, 20. Sept. (DNB.) Die „Nation Beige' weist mit Entrüstung die Manöver französischer Blätter zurück, die darauf ab gleiten, Belgien i n den Konflikt hineinzuziehen. Es gebe leider allzuviele französische Publizisten, die mit Ermächtigung der sonst so aufmerksamen französischen Zensur die belgische Neutralitäts« xolitir angriffen und W. behaupteten^ M
Berlin, 21. Sept. (DNB.) Seit Herr Churchill das Torpedo gegen die „Athenia" abschoß in der Absicht, Deutschland zu treffen und bas Volk bcr Vereinigten Staaten von Amerika in ben Krieg gegen das Deutsche Reich zu hetzen, hat der Erste Lord der britischen Admiralität wahrhaft verzweifelte Ansttengungen gemacht, um alle Richtigstellungen und Zurechtweisungen von deutscher Seite, an deren Stichhaltigkeit die Welt nicht zu zweifeln vermochte, zu entkräften. Es ist nicht eine Lüge um die Ursache des Unterganges der „Athenia" von dcrn verantwortlichen britischen Lügenminister in Szene gesetzt und von der Londoner Presse in Millionenauflagen in die Welt hinausgejagt worden, die nicht von deutscher Seite ebenso schnell wie klar und eindeutig widerlegt werden konnte. Daß Deutschland zu recht Herrn Churchill und seine Helfershelfer der Urheberschaft an dem Untergang der „Athenia" bezichtigte, wird durch ein Dokument bewiesen, bas nur ein Zufall der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" in die Hand spielte. Es handelt sich um ein Rundschreiben des Cunard White Star- Büros an seine deutschen Zweigstellen, das fol-
Amsterdam, 19.Sept. (DNB.) Es hat nicht lange gedauert, bis sich die Schwäche des Pfundes mit aller Deutlichkeit herausgestellt hat. Schon in der zweiten Woche nach der Einführung der Devisenbewirtschaftung in Großbritannien setzten auf den ausländischen Devisenmärkten scharfe Rückgänge des Pfundkurses ein, die eine hohe Spanne zwischen dem offiziellen Londoner Devisenkurs und den Notierungen des Pfundes an den Börsen der neutralen Länder schufen. Zwar versucht man von britischer Seite, bei Außenhandelsgeschäften mit neutralen Ländern die Abschlüsse in Pfundwährung zustande zu bringen. Doch feit der Einführung der Devisenbewirtschaftung in Großbritannien fträuben sich bie neutralen Handelspartner immer stärker, Pfunde anzunehmen. Die niederländischen und die skandinavischen Exporteure (soweit sie Umsätze mit Großbritannien tätigen) haben sich bisher zwar noch meist zu Abschlüssen in Pfunden bereit erklärt, doch in anderen Ländern kann Großbritannien Waren nur gegen andere Devisen erhalten. So hat es seine letzten Käufe in Rumänien durchweg mit Dollars begleichen müssen. Ebenso muß es seine Käufe in Südamerika und anderen überseeischen Gebieten gegen Dollars tätigen. Demgegenüber ist bei dem Stocken der brittschen Ausfuhrlieferungen der Anfall von Devisen für Großbritannien gegenwärtig verschwindend gering.
Die Zeitschrift „Statesman and Nation" gibt Beispiele dafür, wie sprunghaft die Preise in England bereits in ben eilten Kriegstagen in bie Höhe geschnellt sind, so Strumpswaren um 24 v. H, Möbel um 20 bis 25 v. H, Rohrstühle und Körbe 15 v. H., billige elektrische Heizöfen 35 v. H., Gummischuhe 15 ü. Sy, Leinentaschentücher 18 ü. Sy, Teppiche 60 v. Sy, Farben 15 v. Sy Die gesteigerte
spätestens am 27. August — zu einer Zett also, als die britische Regierung angeblich alles baransetzte, um bem großzügigen Friedensvorschlag des Führers entgegenzukommen — ben Plan gefaßt, den von ihnen von langer Hanb vorbereiteten Krieg gegen bas Reich mit einem neuen „Lusitania" - Fall ein zuleite n Am 27., spätestens aber am 28. August ist bie im faksimilierten Schreiben erteilte Anweisung an bie Zentrale ber Cunard White Star Lines ergangen.
3. Bei bem verbrecherischen Versuch, mit einem skrupellosen Manöver die Stimmung ber Vereinigten Staaten gegen Deutschlanb aufzuputschen, mußte Herrn Churchill baran gelegen fein, an Bord der „Athenia" keine deutschen Zeugen zu haben, die nach der Rettung möglicherweise in der Lage gewesen wären, bie Aufdeckung bes beabsichtigten Komplotts herbeizuführen. Daneben mag ber Gedanke bestimmend gewesen sein, möglichst viele Plätze für amerikanische Staatsbürger freizuhalten, um eine um so nachhaltigere Wirkung auf bie öffentliche Meinung in den Vereinigten Staaten von Amerika zu erzeugen..
4. Die Tatsache, baß gleichlautende Anweisungen für vier Schiffe ber C u - narb White Star Lines ergingen, beweist einmal, baß der Tag ber britischen Kriegserklärung an bas Reich in dem Zeitpunkt, in dem bie Durchführung bes verbrecherischen Planes von Herrn Ehurchill eingeleitet wurde, noch nicht f e ft • fta nb unb daher zum anderen Herr Churchill Reserveschüsse auf ben Linien nach den Vereinigten Staaten für ben Fall bereithalten wollte, baß fein Plan mit der „Athenia" durch irgendwelche „unglücklichen Umstände" nicht zur Ausführung hätte kommen können.
5. Der Fall wirft bie interessante Frage auf, ob es für bie „Athenia" überhaupt eine reguläre Passagierliste gab ober ob auch bie Statisten dieses Schiffes ihre Teilnahme an dem Abenteuer ber Regie bes Ersten Lvrbs der brittschen Admiralität zu verdanken haben.
Wir empfehlen der Welt, so schließt die „DAZ.", bas Dokument unb bie sich hieraus ergebenden Feststellungen einer ebenso aufmerksamen Lektüre wie einer ernsten Prüfung zu unterziehen. Wir sind der festen Ueberzeugung, baß biefer Brief e i n politisches Dokument von Höch st er Wichtigkeit, sein Inhalt aber ein nicht zu wiberlegender Beweis dafür ist, baß für bie Inszenierung bes Unterganges ber, „Athenia" mit zahllosen ' amerikanischen Staatsbürgern an Borb nur ein Mann bie Verantwortung trägt: nur Winston Churchilll
Genf, 20. September. (Europapreß.) Von einem anderen Frankreich als das, was täglich in ben offiziellen Erklärungen in Erscheinung tritt, berichten trotz der Zensur französische Zeitungen: So hielt vor wenigen Tagen auf ber Plattform eines Pariser Autobusses ein D r o s ch k e n f a h r e r Friedensreden. Er erzählte so, daß es ein jeder hörte, daß, wenn er einberufen werden würde, er diesem Ruf nicht folgen werde. Er werde keinesfalls g e ge n bie D eutf chen, die von sich aus keinen Krie am i t Frankreich wollten, marschieren. — Wenn er nicht festgenommen und für längere Zeit eingelocht worben wäre, hätte das einen jeden nur verwundert..
Was die Pariser Zeitungen aber noch schlimmer finden, ist die pro deutsche Propaganda, welche seit Jahren in Paris lebende reine Polen führen. So ereignete sich Sonntag der Fall, daß an der Rue de RivM ein polnischer Arbeiter aller Wett versicherte: „Wenn wir, meine polnischen Kameraden und ich, uns schlagen müssen, bann nur in den Reihen b er Deutschen". Ihn ereilte selbstverständlich das Schicksal, wie den stan-
Nachfrage besagt außerdem, daß die englische Bevölkerung Angstkäufe in unwahrscheinlichsten Waren tätigt, wohl um, ihre ständig fallenden Pfunde wertbeständig anzulegen. Die allmählich den verbrecherischen Leichtsinn ihrer Re- gieruncjsclique verspürende englische Bevölkerung sieht sich also in einer Lage, die dem deutschen Volk schon deshalb erspart bleibt, weil die deutsche Währung im Gegensatz zur britischen kein Objekt internationalen Börsen schachers ist.
England, bas Jahrhunderte hinburch als „Bankier der Welt" aus seinen Auslanbsanlagen einen gewaltigen Anteil seiner Einnahmen bezog, ist schon seit einigen Jahren in ber Lage eines Mannes, ber mehr verzehrt als er einnimmt. Seine Hanbels- unb vor allem seine Zahlungsbilanz ist passiv geworben. Die Folgen zeigen sich eigentlich erst jetzt, ba bie Wirtschaft naturgemäß ganz anders verläuft als in Friedenszeiten, als England ge«
------— “**• dürfen, obgleich sie von Paris unb Lonbon gegeben Wem hiernach nach nicht einleuchtet, daß diese, wurden, n u r m i t ä u ß - r st e n V ° r b e h a l t e n .........1 aufgenommen werben.
Genf, 20. Sept. (Europapreß.) Bei aller Vorsicht, mit der man in Genf zur Führerrede Stellung nimmt, wird die Rede als ein moralischer Sieg Deutschlands bewertet. Besondere Beachtung findet ihr diplomatisch geschickter Ton, ihre moralische Haltung unb ruhige Sachlichkeit. Der Mann auf der Straße mit feinem gesunden Menschenverstand erwartet nun eine allgemeine europäische Verständigung, denn er sagt sich, baß jetzt alle Tore für eine internationale Verständigung und eine endgültige Liqu'ldieruna bes Versailler Systems geöffnet sind. Die in Genf vertretene Presse ber Westmächte hält mit Kommentaren zurück, sie wartet auf Direktiven aus London unb Paris. Die internationalen Kriegshetzer sind durch bie Rede kopslos geworben, zumal die Frage Adolf Hitlers: „Warum sollen wir überhaupt Krieg führen?" einer Befreiung von einem Alpdruck gleicht unb ber ganzen schweizerischen Oeffentlichkeit aus bem Herzen gesprochen ist.
Die Rebe wurde an ben amtlichen Stellen in Bern unb Genf eifrig mitgehört, und immer wieder wird betont, daß Hitler bei der aller Wett bekundeten Festigkeit zu kämpfen, wenn es fein müsse, auch seine volle Bereitschaft erklärt habe, sich bei Wahrung der Ehre Deutschlands zu einer General- verständigung bereit zu finden. Der Berner „Bund" schreibt: Am wichtigsten sei, daß die Rede zwar kein direktes Friedensangebot enthielt, daß sie aber nachdrücklich die Begrenzung der deutschen Ziele betonte. Es hat die Rede — was man sehr beachten muß — ben Weg für weitere Friedensbemühungen.nicht verrammelt. Daß Hitler mit sich reden laste, gehe auch deutlich aus feinen direkten Aeußerungen an die Ad reffe Englands unb Frankreichs hervor. Er wiederhole nicht nur feine Erklärung, daß er nicht gegen Frankreich den Krieg wolle, er spreche auch den Wunsch und die Hoffnung aus, die anderen mögen zur Einsicht kommen, daß dieser Krieg nutzlos sei.
Ausbau statt Zerstörung.
Italienische Stimmen zur Führerrede.
Rom, 20. Sept. (DNB.) „England bestätigt auch nach ber entschlossenen unb klaren Rebe bes Führers erneut seine Unnachgiebigkeit", so beurteilt „Giornale d'Jtalia" bie neue Lage, um Johann bie Frage aufzuwerfen, warum man ben Kampf jetzt noch fortsetzen solle, wo die deutsche Zufuhr weit sicherer als bie englische sei unb bie Vernunft heute nur zu einem Waffenstillstand unb einer Vermittlung raten könnte. Sei benn ber Massen- Lmnrb von Millionen unb der Ruin der Kultur
wissermaßen mit seinem früher erworbenen Renommee wirtschaftete. Das Mißtrauen gegen bas-f Pfund ist stärker geworben. Die Flickverfuche ber
zöfischen DerständigungspoMker.
Ein ganz schlimmer Fall aber stellte für die fran= । peuun»mu= *,«*. *'»-■* -—
zösischen Militärbehörden bie Präsibentin eines • sind nicht etwa die ersten Anzeichen dieser Lrt. Kinberwohlfahrtsvereins dar. Diese Frau hatte sich Bis zum heuttgen Tage hat noch sein französischer bei.ihren Bekannten darüber beklagt, daß die Fran-Minister, kein Parlamentarier, fein Publizist ben zosen gegen ben deutsch-russischen Pakt Stellung ! Franzosen begreiflich zu machen vermocht, wes» nehmen. Als man nun auch noch jene Gedanken halb sie innerhalb von 20 Jahren zweimal die Blute einer beutsch-rustisch-französischen Freunbschaft in ihrer Jugend auf bem Altar En glaub s opfern Briefen biefer Frau fanb, würbe sie kurzerhand i sollen. Eben erst ist den Polen durch einen Der verhaftet, zu zehn Monaten Gefängnis und fm-nanfifrhert Krieasbeker. ben <5e-
2000 Franken Gelbstrafe verurteilt.
Ein besonderer Fall von Freimut trug sich nach denselben Zeitungsnachrichten in einer der Fabriken der großen Automobilfirma Renault zu. Hier erklärte bei einem ber Luftfchutzalarme ein vierzig-


