Ausgabe 
21.9.1939
 
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Nr. 221 Erstes Blatt

Donnerstag, 2b September 1939

189. Jahrgang

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A :| ttfüöung und Einsatzbereitschaft der Truppe haben 1718 N stelz den hohen Wert des deutschen Heeres be- $9 stimmt. Sie waren ein heiliges, von den Vätern io# überkommenes Soldatenerbe, was das junge natio-

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Armee konnte nicht einen einzigen opera­tiven Erfolg aufweisen. Ein beträchtlicher Teil der Armee ist gewaltsam rekrutiert aus den nationalen Minderheiten, die das Polen der Panjes, das Gefängnis der Völker hassen. Es ist klar, daß eine solche Armee nicht erfolgreich kämpfen konnte. Demgegenüber halte es die Sow­jetregierung, wie Molotow in seiner historischen Rundfunkansprache gesagt habe, für ihre heiligste Pflicht, ihren Brüdern, den Ukrainern und Weiß­russen, zu helfen. Mit Blitzesschnelle habe sich der Entschluß der Sowjetregierung im ganzen Land verbreitet und überall einen gewaltigen patrio­tischen Aufschwung und helle Begeisterung hervor- ge rufen. Gemeinsam mit den deutschen Truppen werde die Rote Armee jetzt, wie aus dem deutsch-sowjetischen Kommunique hervorgehe, die Ordnung in Polen wiederherstel- l e n. Diese Verlautbarung der Berliner und Mos­kauer Regierung zeige, was der zwischen beiden Staaten geschlossene Nichtangriffspakt bedeute.

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Zum Lagebericht des Ober­kommandos der Wehrmacht.

Berlin, 20. Sept. (DNB.) Zum Mittwoch- Lagebericht des Oberkommandos der Wehrmacht chreibt der Deutsche D i e n ft: Der Krieg im Osten ist beendet, das deutsche Kriegsziel gegenüber Polen erreicht. Der endgültige Zu- ammenbruch Polens wird am deutlichsten am Schick- al der polnischen Armee, die im Weichsel- bogen zwischen der Piliza-Mündung und der Stadt Wloclawek eine Woche lang hartnäckig Widerstand leistete und nun anderBzurakapitulieren mußte. Hier standen die polnischen Kern­truppen, die Schritt für Schritt aus Posen zu­rückgewichen waren. Hier sammelten sich die R e st e der Korridorarmee, denen es gelungen war, der deutschen Zange zwischen Graudenz und der Brahe zu entgehen. Mit ihnen vereinigten sich ferner alle Heeresteile, die die deutschen Truppen bei ihrem Vormarsch von Kreuzburg in Oberschlesien über Siradz an der Warte und Lodz vor sich hergetrieben hatten. Ihnen hat das deutsche Ostheer in achttägigen'Kämpfen, die sich von Kutno bis an die Bzuramündung hinzogen, die völlige Ver­nichtung bereitet. Die Zahl von 105 000 Gefange­nen, die heute gemeldet wurde, ist keine Endziffer. Aber schon jetzt übersteigt sie beträchtlich diejenige der bisher größten Vernichtungsschlacht der Welt­geschichte, von Tannenberg. In den Tagen vom 23. bis 31. August 1914 brachte das deutsche Ostheer 92 000 Gefangene ein. Der Gesamtverlust des Geg­ners betrug damals 120 000 Mann. Das polnische Heer, das jetzt im Weichselbogen aufgerieben wurde, war wesentlich stärker. Es umfaßte neun Divi­sionen und Teile von zehn weiteren Divisionen. Was von ihm geblieben ist, steht von deutschen Truppen eingeschlossen in Warschau und Modlin.

Nach der Vernichtung des Feindes besetzt das deutsche Ostheer nunmehr die Linie, die zwischen der deutschen und der Sowjetregierung vereinbart worden ist. Die ukrainischen und weißrussischen Teile

$ Schon jetzb aber ist es möglich, einen d o 11 ft ä n = Ligen Ueberblick über die V e r l u st e z u gewinnen. Während die polnischen Truppen eine außerordentlich große Zahl von Toten und Ver­wundeten zu verzeichnen haben, steht es fest, daß die deutschen Verluste ungewöhnlich g ' ~: ~ ~ waren. Die technische Ausrüstung der b< . , Truppen hat sich hervorragend bewährt, und die deutsche Angriffstaktik wie die militärische Ausbil­dung der deutschen Soldaten waren der Gegenwir­kung des Feindes so angepaßt, daß noch nie­mals ein Feldzug von diesem Ausmaß und Er­folg mit so geringen Verlu st en an Men­schenleben geführt worden ist.

Das Ende der polnischen Luftwaffe, deren Bodenorganisation bereits in den ersten Tagen des Feldzuges zerstört worden war, hat sich inzwischen in der Beschlagnahme der noch vorhandenen, aber nicht mehr einsatzfähigen Flugzeuge durch die deut­schen Truppen ausgewirkt. Wie bei Demblin, ge­lang es noch an anderen Stellen, polnische Ausbildungslager mit unversehrten Flugzeugen auszuheben. Einzelne Geschwader gelangten jetzt ins Ausland: sie waren von hohen zivilen und militärischen Stellen für diesen Zweck zurückbehalten worden. Die deutsche Luftwaffe : konnte ihren Einsatz mit einem hundertprozentigen Erfolg abschließen, wie das deutsche Heer.

Polens werden von der sowjetrussischen Armee be­setzt werden. Damit sind die deutschen Truppen, die dort standen, für andere Aufgaben frei.

Mit dem Abschluß des polnischen Feldzuges und der Verkürzung und Verbesserung der Verkehrswege wird die Verbindung zwischen Front und Heimat, die bei dem stürmischen Vor­dringen in den ersten Septemberwochen nur locker sein konnte, schnell ausgebaut werden. Die F e l d p o st wird die Truppen regelmäßig erreichen, aber auch ihre Nachrichten in die Heimat bringen, lieber den Verlauf des Feldzuges, der bisher nur in den großen Umrissen geschildert werden konnte, wird nunmehr in vielen Einzelheiten berichtet werden. Hervorragende Taten von Truppenteilen und Sol­daten, die zu melden bisher keine Möglichkeit war, werden bekannt werden.

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gekämpft. Die Tage von C z e r k o w werden als Heldentage in die Geschichte der deutschen Armee eingehen. Als der polnische Armeeführer einsehen mußte, daß er hier nicht mehr durchkam, wandte er sich weiter o st w ä r t s, wo er eine neue Schwäche glaubte festgestellt.zu haben. Unter Ein­satz der zahlenmäßigen Ueberlegenheit griff der Pole an, aber jedesmal hielt die deutsche Front wie bei Czerkow zuletzt bei L o w i c z, dann entlang der ganzen Sochaszew stand.

Dann kam der deutsche Gegenangriff!

Während der Ring im Süden und Osten und im Norden an der Weichsel hielt, setzte der deut­sche Gegendruck von Osten und Westen aus ein, Kutno fiel, und der Raum für die polnische Armee wurde enger und enger. So ging von Süden her deutsche Infanterie, unterstützt Hon Pionieren und Artillerie, über d ie Bzura und schnürte die Polen so eng zusammen, daß eine geschlossene Overation nicht mehr möglich war.

Es war also kein Aushungerungskampf, den die schlesische Armee führte. Die Polen verfügten über ungeheures Kriegsmaterial, und auch die Derpfle- aung war, wie die Gefangenen aussagten, nicht so schlecht,.daß sie die Kampfkraft des Gegners beein­flußte. Deutsche Truppenführung und der Angriffsgeist unserer Soldaten haben das Ende herbeigeführt, das dann sehr schnell folgte. Der Montag brachte den völligen Zusammen­bruch. Das Gros der neun polnischen Divisionen, die in diesem Kessel zusammengeballt waren, wurde restlos vernichtet. Die Tage der Ernte dieser Schlacht, der Montag und Dienstag, brachten eine Beute, wie sie auch von der deutschen Truppenführung nicht er­wartet wurde. Ungeheuer sind die Verluste der Polen in der zusammenwirkenden Kampfkraft von Heer und Luftwaffe gewesen. Die Schlacht an der Bzura hat die Ueberlegenheit bewiesen, die deutsche Strategie und Taktik, sowie die Kampfkraft unserer Truppen, die wie schon im Weltkrieg auch bei der jungen deutschen Armee auch den überlegenen Geg­ner zu treffen und zu zerschlagen weiß.

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Widerstand wird jetzt nur noch in Warschau rnib Modlin, südostwärts Warschaus bei Gorjakalvarja und auf der Halbinsel hela geleistet.

3n den nächsten Tagen wird das Oberkommando ter Wehrmacht einen zusammenfassenden Beeid) t über den Feldzug in Polen geben.

3m Westen wurden drei Fesselballone Nd acht feindliche Flugzeuge abge- jhoffen. Sonst keine Ereignisse.

Die Optionen gegen polen abgeschlossen.

Tagesbefehl

des Oberbefehlshabers des Heeres.

ij Berlin, 20. Sept. (DNB.) Der Oberbefehls- i Haber des Heeres erließ folgenden Xagesbe- fthl an das deutsche Heer:

i Soldaten! Die große Schlachlim Weich- hlbogen i ff beendet. Das polnif d) e Heer ist vernichtet. Die Operationen gegen Klen find damit abgeschlossen. 3 n noch nicht d ei Wochen ist die militärische Entscheidung an ter Ostfront erzwungen worden.

Soldaten der Ostfront! 3n unerhörtem Sie-

jfclauf habt Ihr das polnische Heer zer- icn l a g e n. Weder Panzer- und Betonbauten, Ader brückenlose Flüsse, zerstörte Wege, noch der hch zäh und hartnäckig verteidigende Feind ober die feigen, heimtückischen Frankfireur-Ueberfälle konn- lep das Heer aufhalten. Die energisch und oft von Menrnäßig überlegenem Gegner geführten 2ln- jtiffe zerschellten an Eurer Entschlossenheit.

Soldaten aller Dienstgrade und aller Waffen- gßffungen haben gleichen Anteil an den Erfolgen. In treuer Waffenbrüderschaft mit ter Luftwaffe, die alles daransehte, dem Heer zu Reifen, und deren rücksichtsloser Einsatz in die Erd- lämpfe zum schnellen Erfolg ausschlaggebend bei­trug, wurden große Taten vollbracht.

Berlin, 21. Sept. (DNB. Funkspruch.) Das Oherfommanbo der Wehrmacht gibt bekannt:

Noch immer ist das Ergebnis der Schlacht im Leichseibogen nicht in vollem Maße zu Über- schen. Bis zum Nachmittag des 20. September war bie Zahl der Gefangenen auf 170000 gestiegen und isiimmernochim Wachfen. Eine der beiden an der Schlacht beteiligten deutschen Armeen hat bisher allein 320 Geschütze und 40 Kampfwagen erbeutet. Auf polnischer Seite flmpffen nach den bisherigen Feststellungen in dieser Schlacht 9 Divisionen und Teile von 10 wei­teren Divisionen und 3 Kavallerie-Brigaden.

3m Süden haben sich nach hartem Kampf bei Zamofz und Tomaszow starke polnische Laste den deutschen Truppen ergeben, darunter der Oberbefehlshaber der polnischen Süd- I dtmee. Seif dem 10. September wurden dort 60 00 0 Gefangene gemacht und 108 leichte Md 22 schwere Geschütze erbeutet.

Die Beute in den Kämpfen um Gdingen ist aif 350 Offiziere, 12 000 Mann und etwa 40 Ge-

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durch ihr ungestümes Vordrängen bis in den Raum vor Warschau über ihre eigene Aufgabe hinaus den Ring um die polnischen Truppen fest geschloffen. Sie hat aber auch zunächst allein den Druck dieser zahlenmäßig weit über­legenen polnischen Kräfte ausgehalten. Gleichgültig, ob sich die Polen von diesen Divisionen, die unter der besten polnischen Führung standen, dasWun­der von Warschau", den großen Umschwung der Ge­samtlage versprachen, oder nicht: Durch den großen Weichselbogen im Norden und Osten war die Rich­tung des Durchbruchs vorgezeichnet. Er mußte nach Südosten und Süden führen.

Mit einem Massenangriff warfen sich die zusammengeballten polnischen Divisionen auf die dieser Wucht gegenüber nur sehr dünne Flan­kensicherung der ja selbst o st w ä r t s angrei­fenden schlesischen Armee. Die deutschen Truppen hielten stand! Schwer wurde in den Tagen vom 9. bis 13 ry dem Abschnitt südlich Kutno

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Schon 170000 Gefangene im Weichselbogen

Das Ergebnis der großen Vernichiungsfchlacht noch immer nicht voll zu übersehen Llebergabe starker polnischer Kräfte auch im Süden und bei Gdingen.

Der Krieg im Osten ist beendet.

Das Cannae im Weichselbogen. - Ungewöhnlich geringe deutsche Verluste.

Die zehntägige Schlacht an der Bzura

Polens Elitetruppen von der schlesischen Armee vernichtet.

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Die Politik Italiens.

Die auf eine Lokalisierung des europäischen Brandes hinzielende Politik Italiens geschieht in vollem Einverständnis mit der deutschen Füh­rung. Italien hat bisher verhindert, daß der Krieg auf das Mittelmeer Übergriff. Die Neutra­lität Rumäniens und der Türkei sowie das Streben der anderen Balkanstaaten, ihre Neutralität unter allen Umständen »aufrecht zu er­halten, sind die Folgen dieser klugen Politik Musso­linis, wozu noch die deutsch-russische Aussöhnung kommt, die auf dem Balkan und in Ankara einen gewaltigen Eindruck gemacht hat. Die britische und französische Diplomatie hat unzweifelhaft im Mittel­meerbecken eine Niederlage erlitten, die in erster Linie durch Italiens Haltung bedingt wurde. Ein gewalttges Gebiet wurde so der briti­schen und französischen Einkreisungshetze entzogen, und die Ereignisse auf dem polnischen Kriegsschau­platz mit ihren überraschend starken und blitz­schnellen deutschen Waffenerfolgen sind nur dazu angetan, daß sich Rumänien und die Türkei eigent­lich beglückwünschen können, nicht in das so eifrig ausgespannte englisch-französische Netz noch zuguter­letzt vollends hineingestolpert zu sein.

Das Streben aller Staaten der Welt, sich aus dem Entente-Krieg gegen Deutschland möglichst herauszuhalten, ist heute stärker als 1914, ja, es ist vielleicht entscheidend für Frankreich und England. An der Spitze dieser Neutralen steht die italienische Macht, die alle Versuche der Westplutokratien, die Front des Weltkrieges wieder aufzurichten, nach­drücklich ablchnt. Die Oslostaaten sind schon ihrer geographischen und politischen Lage nach im Kampf der Kriegführenden zwischen Baum und Borke geraten, und die britischen Versuche, ihre Neutralität zu brechen, was vor allem mit den wirtschaftlichen Mitteln der Hungerblockade erreicht werden soll, haben der Welt gezeigt, was von den britischen Phrasen über denSchutz der Kleinen" zu halten ist.

Die Auftechterhaltung des Außenhandels der Oslostaaten ist ebenso berechtigt wie die der Mittel­meer- und Balkanstaaten, aber es ist bezeichnend und spricht für Italiens wichtige Stellung, daß die britische Piraterie sich nicht an die Balkanstaaten sowie an Italien herangewagt haben, denn Eng­land versucht immer vom Punkte des schwäch st en Wider st andes aus die neu­trale Front aufzurollen, und der ist im Mittel­meer ganz und gar nicht gegeben. Die Stimmen in der'italienischen Presse, daß die Erzwingung der Neutralität oder deren Respektierung durch Eng­land in den nächsten Wochen das Objekt des diplomatischen Kampfes sein werde, lassen vielleicht darauf schließen, daß sich Italien zum Wortführer dieser Neutralität noch mehr als bisher machen wird. Mit Italien sind die Neutralen aller Welt eine gewaltige Macht, gegen die Albion wohl kaum etwas zu unternehmen wagen würde.

Italien steht Gewehr bei Fuß, um die volitische Linie durchzusetzen, die im halbamtlichenGiornale d'Jtalia" alseine Neuordnung Europas und die Verteilung und das Gleichgewicht der Kräfte, das Verhältnis der Lebensrechte und Arbeitsmöglich­keiten seiner Völker, das von Versailles zerstört worden ist" treffend charakterisiert wurde. Wenn zum Schluß dieses Aufsatzes darauf verwiesen wird, Italien suche durch seinereparierenden" Vor­schläge dieses Ziel zu fördern, dann wird deutlich, wo Italien steht: auf der Seite der anständigen Völker, die in Versailles den Inbegriff alles Bösen und in den ein schlimmeres Versailles wünlcbenden Westdemokratien die H^-nd-

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DNB .... 20. Sept. (P. K.) Die letzte große Kampfhandlung der deutschen Truppen gegen Polen ist abgeschlossen. Zehntausende Gefangene, eine un­geheure Materialbeute, deren Feststellung Tage dauern wird, sind das Ergebnis. Diesmal aber sprechen Zahlen nicht zur Genüge. Der Sieg, den die schlesische Armee erzwungen hat, m die­ser schwersten und größten Schlacht des Feldzuges gegen Polen, diese Schlacht imRaumeLodz K u t n oL o rote 3, biß zehn Tage dauerte, kommt in einem nur zahlenmäßigen Ergebnis nicht zum ^^roar bekannt, daß die polnischen Regimenter, die im K o rr i d o r g e b ie t und in Posen in einer Stärke von neun Divisionen standen, nach Süd ost en ausw eichen würden, um der dro­henden Gefahr der Umfassung zu entgehen. Die schlesische Armee, deren Aufgabe es zunächst gewesen war die Flanke zu sichern hat durch überraschend schnellen Uebergan,g über die Waxttzs und

«olsozialistische Heer übernommen hat. Jeder ein­zelne von Euch. Offizier, Unteroffizier und Wann, hok bewiesen, baß er dieses Vermächtnis einer gro­ßen Vergangenheit freu bewahrt hat.

Soldaten der Westfront! Eurer festen Ab- vihrbereitschaft ist es zu verdanken, daß die Ope- tal tonen im Osten ungestört vom Wesfgegner ver­laufen find. Durch Euren starken Schuh hat die Ehrung die Rückenfreiheit erhalten, den Shwerpunkt der Kriegführung auf den Ostkriegs- Ichauplatz zu verlegen. Ruhig und sicher konnte sie Ichnell hier die miltiärische Entscheidung herbeifüh- ret. Wir alle wußten, daß uns bei unserem harten fompf gegen den Osten im Westen nicht nur Be- loi und Stahl schützen, sondern daß hier deutsche Sitbafen stauben, unerschütterlich bereif, uns alle Erfahr fernzuhalfen und jedem Ansturm zu trotzen.

Soldaten des Heeres! Ihr habt in Off und West Hi glänzendes Zeugnis für den Geist und die Starte des deutschen Heeres abgelegt. And unsere Qjgner mögen wissen, daß der deutsche Soldat, eenn die Verteidigung der LebMsrechte des deut-

chen Volkes" es weiterhin erfordert und der Führer es befiehlt, in demselben Geist kämpfen und siegen wird.

Der Oberbefehlshaber des Heeres.

gez. von Brauchitsch, Generaloberst.

Generaloberst von Brauchitsch an der Westfront.

B e r l i n , 20. Sept. (DNB.) Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, be­gab sich am 19. 9. an bie W e st f r o n t. Nach einer Besprechung bei einem höheren Stabe besuchte der Generaloberst verschiedene Truppenteile in der vorderen Linie. Er ließ sich durch die Kommandeure Meldung erstatten und unter­richtete sich eingehend über die Lage. Auf der Fahrt durch das Saargebiet wurde Generaloberst von Brauchitsch von Bevölkerung und Truppe reudig begrüßt.

DasGefängnis der Völker".

Wie ein Kartenhaus zusammengestürzt.

Moskau, 19. Sept. 1 (DNB.) DiePrawda". die heute als einzige Moskauer Zeitung erscheint, widmet ihren Leitartikel dem Einsatz der Sow­jetarmee in Ost pol en, dessen heiliges Ziel die Befreiung der Brudervölker des

Außerordentliche Anforderungen find an Führung und Truppe gestellt worden. Die Stiftungen haben die in Euch gesetzten Erwartungen i vcch übertroffen. Tatkraft und Beranfroorfungs- suudigkeit der Führung, nie versagende Pftichf-

westlichen Weißrußlands und

W e st u k r a i n e sei.Der polnische Lumpenstaat", so schreibt diePrawda",der auf der Unterdrückung und Beraubung der nationalen Minderheiten auf­gebaut war, hat seine ganze Lebensunfähig­keit, seine innere Haltlosigkeit erwiesen. Er ist zusammengestürzt wie ein Kar- t e n h a u 5. In allerkürzester Zeit haben die pol­nischen Regierungskreise Bankrott gemacht. Die klägliche Regierung Polens ist geflohen, sie hat das Volk der Willkür des Schicksals preisgegeben. Die

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

vruck und Verlag: vrühlsche llnlverfitätrdruckerei R. Lange in Sietzen. Schristleitung und SeschSstrftelle: Schulstrahe 7