Ausgabe 
21.9.1939
 
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Deutsche Soldaten ehren den gefallenen Gegner

England und Frankreich befürchteten, so sei es mit der sogenanntenMenschlichkeit" Amerikas recht mager bestellt.

Die dem Außenamt nahestehendeTokio Asahi Schimbun" betont nochmals, daß die amerika­nischen Interessen in China durchaus gesichert seien, und daß Amerika am besten täte, den Aufbau Ostasiens nicht zu stören. Wenn in Amerika trotz der japanischen Versicherungen, daß die amerikanischen Interessen in China gewahrt würden, nunmehr zu T s ch i a n g k a i s ch e k über­gehe, so werde Amerika nur den gegenwärtigen internationalen Konflikt auf dem Fernen Osten ausdehnen. Gleichzeitig werde es aber seine eigenen Rechte und Interessen zerstören» die es in Zusammenarbeit mit Japan aufrechterhal­ten könne. Domei meldet, daß demnächst der Posten des Außenmini st ers besetzt werden solle, um die Außenpolitik Japans insbesondere gegenüber Amerika aktiver zu gestalten. Premierminister Ge­neral A b e habe deshalb den 62 Jahre alten Ad­miral Nomura, Präsident der Adelsschule in Tokio, als Außenminister in Aussicht -genommen. Nomura sei Marineattachö in Washington gewesen und Mitglied der japanischen Delega- tion in Versailles. _/

einem Musikzug gestellt. An der Beisetzung nahmen die Vertretung des Stadtkommandanten von Wil­helmshaven, ein Stabsoffizier der Kriegsmarine und der Standortoffizier von Wilhelmshaven teil. Der W e h r ma cht s g e ist l i ch e sagte in seiner An­sprache, die Kriegsmarine stehe am Grabe des eng­lischen Fliegers in Stellvertretung seiner Hinter­bliebenen, unter denen vielleicht in der Heimat noch seine Mutter lebt. Nach der Ansprache des Geist­lichen legte der Standortoffizier einen Kranz im Auftrage des Stadtkommandanten nieder, während die Ehrenkompanie das Gewehr präsen­tierte und das Musikkorps einen Choral spielte.

Mit dem englischen Flieger Javis, dsr am Diens- tagvormittag in Wilhelmshaven seine letzte Ruhe- stätte fand, liegen nunmehr insgesamt acht englische Flieger, darunter mehrere Offiziere, die alle bei dem Angriff auf Wilhelms­haven am 4. September fielen, auf dem Ehrenfriedhof der Kriegsmarinestadt bestattet.

Mit derCourageous" 578 Manu untergegangen.

Berlin, 20. Sept. (DNB.) Die britische Admi­ralität veröffentlicht jetzt ihre fünfte und letzte Liste der Ueberlebenden derCourageous". Danach sind insgesamt 682 Mann, davon 72 Offiziere, ge­rettet worden. Vermißt werden 578 Mann der Be­satzung.

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Die englische Flotte besaß seither sieben Flug­zeugträger und hatte fünf weitere Schiffe dieser Art im Zuge des Aufrüstungsprogramms in Auf­trag gegeben. Da heute jedes moderne Schlacht­schiff und ebenso jeder moderne Kreuzer mehrere Flugzeuge mit sich führt, so erhebt sich die Frage, warum England eine solche Menge Flugzeugträger in' Dienst stellt. Tatsächlich hat das auch einen be­sonderen seestrategischen Grund. Diese Flugzeug­träger sollen die großen Handelswegr des britischen Weltreiches kontrollieren und den Handelsschiffen mit Flugzeugen gegen U-Boote oder auch Kaper­schiffe beistehen. Man darf annehmen, daß auch der Courageous" bei der Ausübung dieses Dienstes das Opfer eines deutschen U-Bootes geworden ist. Die meisten der bisher im'Dienst befindlichen Flug­zeugträger sind Umbauten alter großer Kreuzer, erst mit derArc Royal" stellte England 1937 einen Flugzeugträger her, der von vornherein für diesen Zweck gebaut wurde und daher auch 72 Flugzeuge aufnehmen konnte, während die um­geb outen Kreuzer nur jeweils je nach ihrer Größe etwa 20 bis 50 Flugzeuge mit sich führen.

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Russisch-japanische Verständigung im Grenzkonflikt.

Erneute japanische Warnung an USA.

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Tokio, 20. Sept. (DNB.) Schneller als erwar­tet ist eine vollständige Einigung zwischen den japanischen und den russischen Unterhändlern über die Durchführung des Nornonhan-Abkornrnens zustandegekommen. Neben dem Austausch der Ge­fangenen, Verwundeten und Gefallenen verpflichten sich beide Seiten, ihre bisherigen Stel­lungen unverändert zu lassen und keinerlei Verstärkungen irgendwelcher Art heranzuziehen. Die verhältnismäßig kleine Zahl japanischer Gefangener besteht aus Schwerverwundeten, die in russischen Flugzeugen zurückgebracht werden. Beiderseits ist das Bestreben erkennbar, die beim Nomonhan-Fall erreichte friedliche Beilegung als Ausgangspunkt für die Wiederherstellung normaler Beziehungen zu benutzen.

Mijako Schimbun" schreibt, daß die friedliche Beilegung des Nomonhan-Falles anscheinend in den Vereinigten Staaten verstimmt habe. Da Amerika doch sonst immer für Weltfrieden eintrete, so sollte es sich freuen, daß die russisch-japa­nische Annäherung dazu dienen würde, den Frie­densschluß zwischen Japan und China zu beschleunigen. Wenn dagegen d,e Ver­einigten Staaten nur deswegen gegen die Einigung seien, well jie eine ungünstige Rückwirkung auf

Oie Glückszahl 13.

Wie der erste Fliegerleutnant sein Eisernes Kreuz erhielt.

Die Flucht des Marschalls, der sich als unwür­diger Nachfolger Pilfudskis erwies, stimmt in ihrer Feigheit mit dem Verhalten des ehemaligen Katto- witzer Wojewvden Graczynfki überein, der be­kanntlich als einer der ersten polnischen Beamten das Land verließ, über das er unbeschreibliches Unglück gebracht hat. So sehen die Männer aus, durch deren verbrecherisches Treiben der polnische Staat dem Untergang entgegengeführt worden ist. Einige polnische Offiziere hatten den Plan, den fei­gen Marschall zu erschießen. Jetzt läßt er's sich gut gehen auf dem ihm von der rumänischen Regierung angewiesenen Landsitz, während immer noch pol­nische Truppen in Polen im Kampfe stehen. Unter den Generalen, die bei der Truppe geblieben sind, befindet sich General Skladkowski, den Rydz- Smigly als Führer anerkannt hat. Auf der Flucht hat sich der letzte Wojewode von Posen, Bocianski, bei Kuty auf der Grenzbrücke nach Rumänien e r - chossen, während die Autos mit der flüchten­den Beute vorbeirollten.

Es ist übrigens interessant, daß im Gegensatz zu den gewöhnlichen polnischen Flüchtlingen bieoberen Zehntausend" aus Warschau bet ihrem Eintreffen auf rumänischem Boden prall mit Dollar

DNB. Ottweiler, 20. Sept. (PK.-Sonder- bericht.) Auf einem der Hügel, die im Herzen des Saarlandes Ottweiler umkränzen, haben wir am Dienstag den französischen Oberleutnant Louis Paul Deschanel mit allen militärischen Ehren zur letzten Ruhe bestattet. Der junge Offizier er war am 20. Mai 1909 geboren, sein Vater war der vor mehreren Jahren verstorbene Präsident der französischen Republik Paul Des- ch a n e I hat vor wenigen Tagen bei einem der Vorpostengefechte weit vor dem Westwall den Hel­dentod auf dem Feld der Ehre gefunden. Er sollte von seinem freiwilligen Patrouillengang nicht mehr zurückkehren. Nun ruht er hier auf geschichtlich ge­heiligtem deutschen Boden. Man hat seinem Grab den schönsten Platz auf dem FriedhofNaumunster" gegeben, auf dem Hügel, der schon vor mehr als tausend Jahren eine Klostersiedlung der Abtei Metz trug, auf einem Platz, zu dem von ferner Berges­höhe die Schaumburg bei Tholey, das Weltkriegs­ehrenmal der Saarländer, herübersieht.

Der Sarg war in der offenen Vorhalle der Fried­hofskapelle aufgebahrt, die Trikolore deckte ihn, der Stahlhelm lag darauf. Kränze mit farbenleuchtenden Herbstblumen lagen zu seinen Füßen, Lorbeer­bäume und brennende Kerzen umgaben ihn, das Feldlazarett in der Aufbauschule Ottweiler, das auch die Ehrenwache am Sarge stellte, hatte für diesen würdigen Schmuck gesorgt. Als die Ehren­kompanie vor dem Sarge aufmarlchierte, hatten auch bereits die Vertreter der NSDAP, mit dem Kreisleiter an der Spitze und die Aerzte und Schwe­stern des Feldlazaretts unter Führung des Ober­stabsarztes zur Seite der Kapelle Aufstellung ge­nommen. Unter den Klängen eines Chorals sprach der katholische Wehrmachtspfarre r die Em- seqnungsgebete, die Ehrenkompanie präsentierte, und unter dumpfem Trommelwirbel wurde der Sarg von sechs Fähnrichen zum Grab getragen, fiier sprach der Wehrmachtspfarrer für Die ewige Ruhe unseres französischen Kameraden und er­innerte in einer kurzen Ansprache an die Soldaten­pflicht in Ehrfurcht vor dem Opfer zu stehen, nut dem uns der Tote ein Beispiel gab. Dann trat der Bataillonskommandeur an dos offene Grab um im Namen des deutschen Heeres einen Kranz niederzulegen an der Ruhestatt des Kame­raden, dem wir als Soldaten die letzte Ehre erwie­sen und den mir als ritterlichen Gegner in'seinem -Opfertod ehrten.

Nach der Weise vom guten Kameraden feuerte die Ehrenkompanie drei Salven über das Grab, wor­auf her Kreisleiter im Namen der NnDAP. dem gefallenen französischen Kameraden den letzten Gruß entbot: Wie das Lied vom guten Kameraden beweist, daß der deutsche Soldat keinen Haß über das Grab hinaus kenne, so wolle er in'Mer Stunde feststellen, daß das deutsche Volk a u ch keine n H a ß gegen das benachbarte französische Volk kenne. Gerade mir an der Mestgrenze sind im Geist und Willen des Führers

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und holländischen Gulden gespickte Brieftaschen vorweisen konnten. Der ehe­malige Außenminister Beck zahlte überall nur in Dollar. Den Kellnern im Hotel und den Die­nern in der Czernowitzer Statthalterei gab er Trinkgelder von 5 Dollar aufwärts.

Oer französische Geschäftsträger bei Molotow.

Moskau, 20. Sept. (DNB.) Wie verlautet, hat der französische Geschäftsträger in Moskau, Payart, heute um eine Unterredung mit dem Außenkommissar Molotow nachgesucht. Es heißt, der französische Geschäftsträger beabsichtige, dem sowjetischen Außenkommissar eine Note zu über­reichen, in der die französische Regierung die Sow­jetregierung um neue Informationen über das Vorgehen der Roten Armee in Oft pol en bitte. Die englische Botschaft behauptet dagegen nach wie vor auf Anfragen neutraler Pressever- | treter,sie hätte bis jetzt keine Jnstruk- tionen7 aus London zur Frage des sowjetischen Einmarsches in Polen erhalten.

sichrers, dem ich heute zum ersten Eisernen Kreuz der fliegenden Truppe Glück wünschen konnte.

Die Wetterfahrt durch polnisches Land bis hinein in die vordersten Jn'fanteriestellungen führt uns an zahlreichen Einheiten der Luftnachrichten­truppe vorbei. Nicht nur die Flieger, deren gelbe Spiegel wir schon von ferne ernennen, sind am Werk, um Feldflughäfen, Material- und Brennstoff­depots einzurichten. In unmittelbarer Nähe der vor­deren Jnfanteriestellungen liegt unsere Flak. Sie wird hier nicht nur als Schutz gegen feind­liche Flugzeugangriffe eingesetzt, sondern unterstützt auch die Infanterie, indem sie in direktem Schuß dem Feinde schwer züsetzt. Der gesamte Einsatz der Luftwaffe verteilt sich über einen mehrere hun­dert Kilometer tiefen Frontabschnitt. Hier die not­wendigen Verbindungen und Nachrichtenmittel her­zustellen und damtt das Zusammenwirken aller Teile zu gewährleisten, ist Aufgabe der Luftnach­

richtentruppe.

Die Männer mit den braunen Spiegeln sind nicht nur als Funker auf den Flughäfen tätig, sie schaffen nicht nur die F e r n s p r e ch v e r b i n d u n- gen zwischen Stäben und Einsatzstellen, man sieht sie auch in vorderster Linie als Funker und Fernsprecher bei unserer zur Unter st ützung der Infanterie eingesetzten Flak. Wenn es dann im Verlauf feindlicher Angriffe und deutscher Gegenangriffe auf den letzten Einsatz an'kommt, dann bedient der Nachrichtenmann nicht nur sein Fernsprechgerät oder die Funktaster, sondern greift zum Gewehr und ist vorwärtsstürmender deut­scher Soldat wie jeder andere in den vordersten Jnfanteriestellungen. Aus diesem Kampf hat sich eine gute Kameradschaft zwischen den Männern der Luftnachrichtentruppe und allen Verbänden, mit denen sie zusammenwirken, entwickelt. Der Infan­terist vorne in seiner hart umkämpften Stellung sieht den Funker und Fernsprecher der Luftwaffe stets gern bei sich, weiß er doch, daß dieser ihm durch seine Nachrichtenmittel Hilfe und Unter­stützung h er ßuftmaffe herb erschafft.

DNB. 19. Sept. (PK.) Eine Kette

Fernaufklärern landet vor unsererJu52" auf einem Flughafen hart an der polnischen Grenze. Außer der Fernaufklärerstaffel, zu der die landende Kette gehört, sind Kampfflieger auf dem Platz und eine Staffel Zerstörer. Man erwartet den Oberbefehlshaber der Luftwaffe, der von hier aus zu einem neuen Flug über Feindesland starten will. Inter den jungen Leutnants am Flugfelde entdecke ich einen, der das E. K. 1939 am schwarz- weißroten Bande im Knopfloch trägt. Er hat es soeben bekommen.Natürlich für di e Leute meiner Staffel mit" sagt er sofort, denn ohne jeden einzelnen Mann von Besatzung und Bodenpersonal ist keine Leistung denkbar, es ist wirklich alles nur Gemeinschafts­arbeit. Wofür ich das E. K. bekommen habe? Ich meldete dem Generalfeldmarschall meine Staf- el. Dabei erkundigte er sich, was sie bisher geleistet hat. Ich meldete:Wir haben zwölf Abschüsse erzielt, ich davon drei. Da überreichte er mir das E. K., und ich freue mich besonders darüber, daß ich als erster Fliegerleutnant aus der Hand des Generalfeldmarschalls bekommen habe. Außerdem haben es dann auch der Kommandeur und die beiden anderen Staffelführer der Gruppe erhalten."

Ich bitte ihn, mir sein Flugzeug zu zeigen und lasse mir auf dem Wege dahin noch einiges erzäh­len. Den ersten Gegner schoß er in der Nähe von Lodz bei einem Angriff auf einen plomschen Flugplatz ab, feinen zweiten und dritten am glei­chen Tage innerhalb von zehn Minuten bei seinem 13. Feindflug westlich und östlich von Biala-Pod- laska, und zwar fielen ihm ein dreimotoriges Kampf­flugzeug und ein Aufklärer zum Opfer. Die Zahl 13 bezeichnet er als feine Glückszahl. Natürlich er­hielt er auch am 13. das E. K. Seine Maschine, eine Me 110, ist mit vier Maschinengewehren und zwei Kanonen ausgerüstet, die gleichzeitig feuern können. Diese neuen deutschen Zerstörer stellen eine gewal­tige Kampfkraft dar. Am Leitwerk bezeichnen drei weiße Striche die drei Siege des jungen Staffel-

bestrebt, Frieden zu halten, und rufen an diesem Grabe hinüber über die Grenze: Was soll ein unnütze s Blutvergießen? Wir wollen den Frieden, aber wir werden, wenn es anders sein soll, auch bis zum letzten unsere P f l i ch t t u n.

Die Marseillaise, aus der der Ruhm der fran­zösischen Armee wiederklingt, hallte zum Schluß über das Grab des jungen Helden, den die deutsche Wehrmacht, die in diesen Wochen ihrem alten Lor­beer soviele neue Blätter hinzufügte, mit allen mili­tärischen Ehren als ihren Kameraden geehrt hatte.

Leo Barth.

An einem englischen Fliegergrab in Wilhelmshaven.

Wilhelmshaven, 19. Sept. (DNB.) Am Dienstagvormittag wurde auf dem Marine- Ehrenfriedhof in Wilhelmshaven wiederum ein gefallener englischer Flieger unter militärischen Ehren beigesetzt. Die Kriegsmarine hatte eine Trauerparade in Stärke von einer Kompanie und

Die Ausgaben der inneren From.

Dr. Leh sprach zu den Amtsleitern und Gauobmännern der DAF.

Berlin, 20. Sept. (DNB.) In Berlin fand eine Arbeitstagung der Gauobmänner und Amtsleiter der DAF. statt, auf der Reichsorganisationsleiter Dr. Ley feststellen konnte, daß ebenso wie die äußere Front die in ne re Front geschlos­sen steht und mit der gleichen Präzision wie die militärische Front mobilisiert worden ist. Die DAF. hat neben ihrer tiefgreifenden Mob-Planung eine Unsumme von vorbereitender Kleinarbeit zu leisten gehabt. Dr. Ley setzte sich auch mit den Beobachtungen und Ergebnissen seiner soeben im Westen des Reiches, ferner in der Niederlausitz und in Oberschlesien durchgeführten Betriebs- und Ar­beitergemeinschafts-Lagerbesuche auseinander. Dr. Ley legte eingehend die Voraussetzungender Frauenarbeit und des Einsatzes der Ju­gendlichen dar. Der qualifizierten Ausbildung der Lchrlinae und dem von der DAF. geschaffenen und von ihr' praktisch erprobten Instrument der Umschulung widmete Dr. Ley besonders ein­dringliche Betrachtungen. Die Zusammenarbeit zwi­schen DAF. und gewerblicher Wirtschaft wie die Gemeinschaftsarbeit mit allen staatlichen Stellen ergeben die Grundlagen für den Erfolg.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer empfing den japanischen General Graf Terauchi und seine Begleitung, die auf Einladung des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop in Deutschland weilen. An dem Emp­fang in Gegenwart des Reichsaußenministers nahm auch der japanische Botschafter Oshima teil. General Terauchi, Botschafter Oshima und die japanischen Offiziere besichtigen gegenwärtig Kampfgebiete der ehemaligen Ostfront.

Der litauische Gesandte in Moskau hatte eine Unterredung mit Außenkommissar Mo­lotow. Die Taß-Hlgentur erfährt, daß den litauischen Truppen, die die Grenze bewachen, Be- fehl erteilt wurde, bei Zusammentreffen mit Ab­teilungen der Roten Armee dieser voll und ganz Unterstützung zu erweisen bei der genauen Festlegung der litauischen Staats­grenze.

Kelaien und die anderen neutralen Staaten eine .falsche" Klugheit an den Tag legten und daß sie 1 .'Deserteure eines Ideals" feien. Man j versuche ihre neutrale Stellung als Feigheit hin- i juf teilen. I

Das belgische Blatt schreibt, daß derartige Be- i Häuptlingen absurd und unvernünftig ] jcien urä daß alle Belgier einmütig und energisch i dagegen protestierten. Welches auch die Gefühle ' Mgiens gegenüber Frankreich seien, so fei es doch ' dar ch nichts verpflichtet, jedesmal wenn hie Politiker von Paris sich in einen Krieg hinein- > »ehen ließen, seine eigene Existenz aufs 6piet zu setzen. Man habe Belgien auch Nicht um feine Ansicht gefragt, als es sich darum gehan- - feit habe, diegroßeuropäische Politik" nach Be­endigung des Weltkrieges zu führen. Nachdem jetzt 1 dieglänzenden diplomatischen Manöver der West- pächte zu einem allgemeinen Wiederauffiackem des Krieges geführt hätten, sei es nickst zulässig, daß ge­wisse ausländische Publizisten die belgische Mitar- heit forderten und Belgien beleidigten, penn es sie ablehne.

Nichts mehr zu verheimlichen.

England konnte die polnische Katastrophe nicht abwenden".

Berlin, 21. Sept. (DNB.) Im englischen Un- fechaus gab der britische Premierminister Charn­te rlain heute einen Ueberblick über die militä­rische Lage, der natürlich im englischen Sinne ge- järbt war. Er konnte jedoch nicht verschweigen, daß in Polen nur nochInseln des Wider­standes" existieren und daß das polnische Heer erledigt ist. Er gab zu, daß England diese Katastrophenicht habe ab wenden können". Chamberlain gab weiter der schweren Enttäuschung iber die Entscheidung der Sowjetregie- Hing Ausdruck, deren Auswirkungen ersehr tr n ft" nannte. Ueber Motive oder Folgen der russischen Aktion könne man noch kein endgültiges Irteil fällen. Chamberlain machte im übrigen wie- er die üblichen Redensarten über diedeutsche )rohung" und bestätigte, daß England über den Verlust derCourageous" tief erschüttert t. In der Debatte erklärte der Führer der Oppo- ition, daß dem polnischen Verbündeten nicht mit ler gebotenen Beschleunigung Hilfe ebracht worden wäre.

Der Sieg in Galizien.

Hervorragender Anteil ostmärkischer und bayrischer Truppen. Berlin, 20.Sept. (DNB.) Bei den Operatio­nen am Südflügel des deutschen Ostheeres haben «stmärkische Divisionen und Gebirgs- truppen an den Erfolgen hervorragenden Anteil gehabt. In härtesten Kämpfen gegen einen sich zäh verteidigenden Gegner haben sie in den ersten Tagen des Feldzuges Befestigungen bei Jablunfa durchbrochen, das Olfa-Gebiet erkämpft und die Ausgänge aus dem Gebirge beiderseits der hohen Tatra in unaufhaltsamem Angriff ge= Donnen. Blutige Kämpfe spielten sich später an er Weichsel und Dunajec-Mündung ab. Bayrische 'nippen nahmen die Festung Przemysl. Eine Stretfe von 400 Kilometer Luftlinie haben süd- eutsche und ostmärkische Soldaten in 20 Tagen m schweren und blutigen Angriffen erkämpft.

Heute hat sich südlich Zamocz nach tage- angen Kämpfen der Gegner, der bisher an dieser Stelle zähen Widerstand leistete, ergeben. Mehr als wei findliche Infanterie-Divisionen, eine Kavallerie- nb eine motorisierte Brigade standen dort unseren Gruppen gegenüber. 11 000 Mann haben sich eute gefangen gegeben, darunter der ) b erb e fehlsh ab e r der polnschen Südarmee, General Pi stör. Nicht nur die Marschleistungen es deutschen Südflügels waren außerordentlich, euch die seit dem 10. September erzielten Gefange­nen- und Beutezahlen reihen sich würdig an den «ewaltigen Erfolg unserer im großen Weichselbogen suhlenden Truppen an. 50 OOO Gefangene, 108 leichte und 22 schwere Geschütze sowie zahlloses erbeutetes toegsgerät zeugen- von den Leistungen der in Ga- izien kämpfenden Truppen.

Russisch-rumänische Fühlung­nahme.

Bukarest, 20. Sept. (Europapreß.) Auf der Grenzbrücke von Snyatin fand am Dienstag- nachmittag eine erste Begegnung zwisch en einer russischen und einer rumani- chen Militärabordnung statt. Die Führer er beiden Abordnungen begrüßten sich freundschaft- ich. Der russische Offizier teilte dem rumänischen Offizier mit, er sei von seiner Befehlsstelle beauf­tragt, den Vertretern des rumänischen Heeres die Versicherung abzugeben, daß die Sowjets ihre freundschaftlichen Beziehungen zu Rumänien ausrechtzuerhalten unb im gegenwärtigen Konflikt neutral zu bleiben wünschten. Der rumänische Offizier dankte für liefe Mitteilung und gab bekannt, er habe von sei­ner Regierung Weisung erhalten, den russischen truppen gegenüber sine freundschaftliche Haltung kinzunehmen. Auch er versicherte die Neutralität feines Landes. Im Anschluß daran besprachen He beiden Abordnungen Fragen des Grenzverkehrs, : wobei der russische Kommandant der Besatzungs­truppen die Erklärung abgab, daß die politischen md militärischen Behörden der Sowjetunion die ' genaue Weisung erteilt haben, d i e rumänische

Grenze unter allen Umständen z u re» ipeftieren. Diese Anordnung werde von den russischen Truppen peinlich st befolgt werden.

Nie Schuldigen.

Rhdz-Smiglhs feige Flucht kann nicht bemäntelt werden.

Berlin, 20.Sept. (DNB.) .Der polnische Bot- fchafter in London und der polnische Gesandte m ; 3em haben sich offensichtlich selbst ermächtigt, eine

Erklärung zu verbreiten, wonach der Oberkomman- i ierenbe der polnischen Armee, Marschall Rydz- Gmigly, inmitten seiner Truppen weile und fort- tthre, die militärischen Operationen zu leiten. Hierzu ist festzustellen: Der polnische Generalissimus hat zu­gleich mit dem ehemaligen polnischen Staatsprasl- !en M o s c i ck i und dem einstigen polnischen Außen- ninister Beck bereits am Montagnachmittag Die rumänische Grenze überschritten. Als Aufenthaltsorte wurden für Moscicki Sicaz, für Veck \ Slanic und für den als einen der ersten ©ejlobenen

Rydz-Smigly Crajova bestimmt. Den noch in Bern urtb London weilenden polnischen Diplomaten ist es altgangen, daß die amtliche rumänische Rachnch- l tenagentur diese Meldung am Dienstag bestätigte.