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Deutsche Soldaten ehren den gefallenen Gegner
England und Frankreich befürchteten, so sei es mit der sogenannten „Menschlichkeit" Amerikas recht mager bestellt.
Die dem Außenamt nahestehende „Tokio Asahi Schimbun" betont nochmals, daß die amerikanischen Interessen in China durchaus gesichert seien, und daß Amerika am besten täte, den Aufbau Ostasiens nicht zu stören. Wenn in Amerika trotz der japanischen Versicherungen, daß die amerikanischen Interessen in China gewahrt würden, nunmehr zu T s ch i a n g k a i s ch e k übergehe, so werde Amerika nur den gegenwärtigen internationalen Konflikt auf dem Fernen Osten ausdehnen. Gleichzeitig werde es aber seine eigenen Rechte und Interessen zerstören» die es in Zusammenarbeit mit Japan aufrechterhalten könne. Domei meldet, daß demnächst der Posten des Außenmini st ers besetzt werden solle, um die Außenpolitik Japans insbesondere gegenüber Amerika aktiver zu gestalten. Premierminister General A b e habe deshalb den 62 Jahre alten Admiral Nomura, Präsident der Adelsschule in Tokio, als Außenminister in Aussicht -genommen. Nomura sei Marineattachö in Washington gewesen und Mitglied der japanischen Delega- tion in Versailles. _/
einem Musikzug gestellt. An der Beisetzung nahmen die Vertretung des Stadtkommandanten von Wilhelmshaven, ein Stabsoffizier der Kriegsmarine und der Standortoffizier von Wilhelmshaven teil. Der W e h r ma cht s g e ist l i ch e sagte in seiner Ansprache, die Kriegsmarine stehe am Grabe des englischen Fliegers in Stellvertretung seiner Hinterbliebenen, unter denen vielleicht in der Heimat noch seine Mutter lebt. Nach der Ansprache des Geistlichen legte der Standortoffizier einen Kranz im Auftrage des Stadtkommandanten nieder, während die Ehrenkompanie das Gewehr präsentierte und das Musikkorps einen Choral spielte.
Mit dem englischen Flieger Javis, dsr am Diens- tagvormittag in Wilhelmshaven seine letzte Ruhe- stätte fand, liegen nunmehr insgesamt acht englische Flieger, darunter mehrere Offiziere, die alle bei dem Angriff auf Wilhelmshaven am 4. September fielen, auf dem Ehrenfriedhof der Kriegsmarinestadt bestattet.
Mit der „Courageous" 578 Manu untergegangen.
Berlin, 20. Sept. (DNB.) Die britische Admiralität veröffentlicht jetzt ihre fünfte und letzte Liste der Ueberlebenden der „Courageous". Danach sind insgesamt 682 Mann, davon 72 Offiziere, gerettet worden. Vermißt werden 578 Mann der Besatzung.
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Die englische Flotte besaß seither sieben Flugzeugträger und hatte fünf weitere Schiffe dieser Art im Zuge des Aufrüstungsprogramms in Auftrag gegeben. Da heute jedes moderne Schlachtschiff und ebenso jeder moderne Kreuzer mehrere Flugzeuge mit sich führt, so erhebt sich die Frage, warum England eine solche Menge Flugzeugträger in' Dienst stellt. Tatsächlich hat das auch einen besonderen seestrategischen Grund. Diese Flugzeugträger sollen die großen Handelswegr des britischen Weltreiches kontrollieren und den Handelsschiffen mit Flugzeugen gegen U-Boote oder auch Kaperschiffe beistehen. Man darf annehmen, daß auch der „Courageous" bei der Ausübung dieses Dienstes das Opfer eines deutschen U-Bootes geworden ist. Die meisten der bisher im'Dienst befindlichen Flugzeugträger sind Umbauten alter großer Kreuzer, erst mit der „Arc Royal" stellte England 1937 einen Flugzeugträger her, der von vornherein für diesen Zweck gebaut wurde und daher auch 72 Flugzeuge aufnehmen konnte, während die umgeb outen Kreuzer nur jeweils — je nach ihrer Größe — etwa 20 bis 50 Flugzeuge mit sich führen.
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Russisch-japanische Verständigung im Grenzkonflikt.
Erneute japanische Warnung an USA.
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Tokio, 20. Sept. (DNB.) Schneller als erwartet ist eine vollständige Einigung zwischen den japanischen und den russischen Unterhändlern über die Durchführung des Nornonhan-Abkornrnens zustandegekommen. Neben dem Austausch der Gefangenen, Verwundeten und Gefallenen verpflichten sich beide Seiten, ihre bisherigen Stellungen unverändert zu lassen und keinerlei Verstärkungen irgendwelcher Art heranzuziehen. Die verhältnismäßig kleine Zahl japanischer Gefangener besteht aus Schwerverwundeten, die in russischen Flugzeugen zurückgebracht werden. Beiderseits ist das Bestreben erkennbar, die beim Nomonhan-Fall erreichte friedliche Beilegung als Ausgangspunkt für die Wiederherstellung normaler Beziehungen zu benutzen.
„Mijako Schimbun" schreibt, daß die friedliche Beilegung des Nomonhan-Falles anscheinend in den Vereinigten Staaten verstimmt habe. Da Amerika doch sonst immer für Weltfrieden eintrete, so sollte es sich freuen, daß die russisch-japanische Annäherung dazu dienen würde, den Friedensschluß zwischen Japan und China zu beschleunigen. Wenn dagegen d,e Vereinigten Staaten nur deswegen gegen die Einigung seien, well jie eine ungünstige Rückwirkung auf
Oie Glückszahl 13.
Wie der erste Fliegerleutnant sein Eisernes Kreuz erhielt.
Die Flucht des Marschalls, der sich als unwürdiger Nachfolger Pilfudskis erwies, stimmt in ihrer Feigheit mit dem Verhalten des ehemaligen Katto- witzer Wojewvden Graczynfki überein, der bekanntlich als einer der ersten polnischen Beamten das Land verließ, über das er unbeschreibliches Unglück gebracht hat. So sehen die Männer aus, durch deren verbrecherisches Treiben der polnische Staat dem Untergang entgegengeführt worden ist. Einige polnische Offiziere hatten den Plan, den feigen Marschall zu erschießen. Jetzt läßt er's sich gut gehen auf dem ihm von der rumänischen Regierung angewiesenen Landsitz, während immer noch polnische Truppen in Polen im Kampfe stehen. Unter den Generalen, die bei der Truppe geblieben sind, befindet sich General Skladkowski, den Rydz- Smigly als Führer anerkannt hat. Auf der Flucht hat sich der letzte Wojewode von Posen, Bocianski, bei Kuty auf der Grenzbrücke nach Rumänien e r - chossen, während die Autos mit der flüchtenden Beute vorbeirollten.
Es ist übrigens interessant, daß im Gegensatz zu den gewöhnlichen polnischen Flüchtlingen bie „oberen Zehntausend" aus Warschau bet ihrem Eintreffen auf rumänischem Boden prall mit Dollar
DNB. Ottweiler, 20. Sept. (PK.-Sonder- bericht.) Auf einem der Hügel, die im Herzen des Saarlandes Ottweiler umkränzen, haben wir am Dienstag den französischen Oberleutnant Louis Paul Deschanel mit allen militärischen Ehren zur letzten Ruhe bestattet. Der junge Offizier — er war am 20. Mai 1909 geboren, sein Vater war der vor mehreren Jahren verstorbene Präsident der französischen Republik Paul Des- ch a n e I — hat vor wenigen Tagen bei einem der Vorpostengefechte weit vor dem Westwall den Heldentod auf dem Feld der Ehre gefunden. Er sollte von seinem freiwilligen Patrouillengang nicht mehr zurückkehren. Nun ruht er hier auf geschichtlich geheiligtem deutschen Boden. Man hat seinem Grab den schönsten Platz auf dem Friedhof „Naumunster" gegeben, auf dem Hügel, der schon vor mehr als tausend Jahren eine Klostersiedlung der Abtei Metz trug, auf einem Platz, zu dem von ferner Bergeshöhe die Schaumburg bei Tholey, das Weltkriegsehrenmal der Saarländer, herübersieht.
Der Sarg war in der offenen Vorhalle der Friedhofskapelle aufgebahrt, die Trikolore deckte ihn, der Stahlhelm lag darauf. Kränze mit farbenleuchtenden Herbstblumen lagen zu seinen Füßen, Lorbeerbäume und brennende Kerzen umgaben ihn, das Feldlazarett in der Aufbauschule Ottweiler, das auch die Ehrenwache am Sarge stellte, hatte für diesen würdigen Schmuck gesorgt. Als die Ehrenkompanie vor dem Sarge aufmarlchierte, hatten auch bereits die Vertreter der NSDAP, mit dem Kreisleiter an der Spitze und die Aerzte und Schwestern des Feldlazaretts unter Führung des Oberstabsarztes zur Seite der Kapelle Aufstellung genommen. Unter den Klängen eines Chorals sprach der katholische Wehrmachtspfarre r die Em- seqnungsgebete, die Ehrenkompanie präsentierte, und unter dumpfem Trommelwirbel wurde der Sarg von sechs Fähnrichen zum Grab getragen, fiier sprach der Wehrmachtspfarrer für Die ewige Ruhe unseres französischen Kameraden und erinnerte in einer kurzen Ansprache an die Soldatenpflicht in Ehrfurcht vor dem Opfer zu stehen, nut dem uns der Tote ein Beispiel gab. Dann trat der Bataillonskommandeur an dos offene Grab um im Namen des deutschen Heeres einen Kranz niederzulegen an der Ruhestatt des Kameraden, dem wir als Soldaten die letzte Ehre erwiesen und den mir als ritterlichen Gegner in'seinem -Opfertod ehrten.
Nach der Weise vom guten Kameraden feuerte die Ehrenkompanie drei Salven über das Grab, worauf her Kreisleiter im Namen der NnDAP. dem gefallenen französischen Kameraden den letzten Gruß entbot: Wie das Lied vom guten Kameraden beweist, daß der deutsche Soldat keinen Haß über das Grab hinaus kenne, so wolle er in'Mer Stunde feststellen, daß das deutsche Volk a u ch keine n H a ß gegen das benachbarte französische Volk kenne. Gerade mir an der Mestgrenze sind im Geist und Willen des Führers
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und holländischen Gulden gespickte Brieftaschen vorweisen konnten. Der ehemalige Außenminister Beck zahlte überall nur in Dollar. Den Kellnern im Hotel und den Dienern in der Czernowitzer Statthalterei gab er Trinkgelder von 5 Dollar aufwärts.
Oer französische Geschäftsträger bei Molotow.
Moskau, 20. Sept. (DNB.) Wie verlautet, hat der französische Geschäftsträger in Moskau, Payart, heute um eine Unterredung mit dem Außenkommissar Molotow nachgesucht. Es heißt, der französische Geschäftsträger beabsichtige, dem sowjetischen Außenkommissar eine Note zu überreichen, in der die französische Regierung die Sowjetregierung um neue Informationen über das Vorgehen der Roten Armee in Oft pol en bitte. Die englische Botschaft behauptet dagegen nach wie vor auf Anfragen neutraler Pressever- | treter, „sie hätte bis jetzt keine Jnstruk- tionen7 aus London zur Frage des sowjetischen Einmarsches in Polen erhalten.
sichrers, dem ich heute zum ersten Eisernen Kreuz der fliegenden Truppe Glück wünschen konnte.
Die Wetterfahrt durch polnisches Land bis hinein in die vordersten Jn'fanteriestellungen führt uns an zahlreichen Einheiten der Luftnachrichtentruppe vorbei. Nicht nur die Flieger, deren gelbe Spiegel wir schon von ferne ernennen, sind am Werk, um Feldflughäfen, Material- und Brennstoffdepots einzurichten. In unmittelbarer Nähe der vorderen Jnfanteriestellungen liegt unsere Flak. Sie wird hier nicht nur als Schutz gegen feindliche Flugzeugangriffe eingesetzt, sondern unterstützt auch die Infanterie, indem sie in direktem Schuß dem Feinde schwer züsetzt. Der gesamte Einsatz der Luftwaffe verteilt sich über einen mehrere hundert Kilometer tiefen Frontabschnitt. Hier die notwendigen Verbindungen und Nachrichtenmittel herzustellen und damtt das Zusammenwirken aller Teile zu gewährleisten, ist Aufgabe der Luftnach
richtentruppe.
Die Männer mit den braunen Spiegeln sind nicht nur als Funker auf den Flughäfen tätig, sie schaffen nicht nur die F e r n s p r e ch v e r b i n d u n- gen zwischen Stäben und Einsatzstellen, — man sieht sie auch in vorderster Linie als Funker und Fernsprecher bei unserer zur Unter st ützung der Infanterie eingesetzten Flak. Wenn es dann im Verlauf feindlicher Angriffe und deutscher Gegenangriffe auf den letzten Einsatz an'kommt, dann bedient der Nachrichtenmann nicht nur sein Fernsprechgerät oder die Funktaster, sondern greift zum Gewehr und ist vorwärtsstürmender deutscher Soldat wie jeder andere in den vordersten Jnfanteriestellungen. Aus diesem Kampf hat sich eine gute Kameradschaft zwischen den Männern der Luftnachrichtentruppe und allen Verbänden, mit denen sie zusammenwirken, entwickelt. Der Infanterist vorne in seiner hart umkämpften Stellung sieht den Funker und Fernsprecher der Luftwaffe stets gern bei sich, weiß er doch, daß dieser ihm durch seine Nachrichtenmittel Hilfe und Unterstützung h er ßuftmaffe herb erschafft.
DNB. 19. Sept. (PK.) Eine Kette
Fernaufklärern landet vor unserer „Ju52" auf einem Flughafen hart an der polnischen Grenze. Außer der Fernaufklärerstaffel, zu der die landende Kette gehört, sind Kampfflieger auf dem Platz und eine Staffel Zerstörer. Man erwartet den Oberbefehlshaber der Luftwaffe, der von hier aus zu einem neuen Flug über Feindesland starten will. Inter den jungen Leutnants am Flugfelde entdecke ich einen, der das E. K. 1939 am schwarz- weißroten Bande im Knopfloch trägt. Er hat es soeben bekommen. „Natürlich für di e Leute meiner Staffel mit" sagt er sofort, „denn ohne jeden einzelnen Mann von Besatzung und Bodenpersonal ist keine Leistung denkbar, es ist wirklich alles nur Gemeinschaftsarbeit. Wofür ich das E. K. bekommen habe? Ich meldete dem Generalfeldmarschall meine Staf- el. Dabei erkundigte er sich, was sie bisher geleistet hat. Ich meldete: „Wir haben zwölf Abschüsse erzielt, ich davon drei. Da überreichte er mir das E. K., und ich freue mich besonders darüber, daß ich als erster Fliegerleutnant aus der Hand des Generalfeldmarschalls bekommen habe. Außerdem haben es dann auch der Kommandeur und die beiden anderen Staffelführer der Gruppe erhalten."
Ich bitte ihn, mir sein Flugzeug zu zeigen und lasse mir auf dem Wege dahin noch einiges erzählen. Den ersten Gegner schoß er in der Nähe von Lodz bei einem Angriff auf einen plomschen Flugplatz ab, feinen zweiten und dritten am gleichen Tage innerhalb von zehn Minuten bei seinem 13. Feindflug westlich und östlich von Biala-Pod- laska, und zwar fielen ihm ein dreimotoriges Kampfflugzeug und ein Aufklärer zum Opfer. Die Zahl 13 bezeichnet er als feine Glückszahl. Natürlich erhielt er auch am 13. das E. K. Seine Maschine, eine Me 110, ist mit vier Maschinengewehren und zwei Kanonen ausgerüstet, die gleichzeitig feuern können. Diese neuen deutschen Zerstörer stellen eine gewaltige Kampfkraft dar. Am Leitwerk bezeichnen drei weiße Striche die drei Siege des jungen Staffel-
bestrebt, Frieden zu halten, und rufen an diesem Grabe hinüber über die Grenze: Was soll ein unnütze s Blutvergießen? Wir wollen den Frieden, aber wir werden, wenn es anders sein soll, auch bis zum letzten unsere P f l i ch t t u n.
Die Marseillaise, aus der der Ruhm der französischen Armee wiederklingt, hallte zum Schluß über das Grab des jungen Helden, den die deutsche Wehrmacht, die in diesen Wochen ihrem alten Lorbeer soviele neue Blätter hinzufügte, mit allen militärischen Ehren als ihren Kameraden geehrt hatte.
Leo Barth.
An einem englischen Fliegergrab in Wilhelmshaven.
Wilhelmshaven, 19. Sept. (DNB.) Am Dienstagvormittag wurde auf dem Marine- Ehrenfriedhof in Wilhelmshaven wiederum ein gefallener englischer Flieger unter militärischen Ehren beigesetzt. Die Kriegsmarine hatte eine Trauerparade in Stärke von einer Kompanie und
Die Ausgaben der inneren From.
Dr. Leh sprach zu den Amtsleitern und Gauobmännern der DAF.
Berlin, 20. Sept. (DNB.) In Berlin fand eine Arbeitstagung der Gauobmänner und Amtsleiter der DAF. statt, auf der Reichsorganisationsleiter Dr. Ley feststellen konnte, daß ebenso wie die äußere Front die in ne re Front geschlossen steht und mit der gleichen Präzision wie die militärische Front mobilisiert worden ist. Die DAF. hat neben ihrer tiefgreifenden Mob-Planung eine Unsumme von vorbereitender Kleinarbeit zu leisten gehabt. Dr. Ley setzte sich auch mit den Beobachtungen und Ergebnissen seiner soeben im Westen des Reiches, ferner in der Niederlausitz und in Oberschlesien durchgeführten Betriebs- und Arbeitergemeinschafts-Lagerbesuche auseinander. Dr. Ley legte eingehend die Voraussetzungender Frauenarbeit und des Einsatzes der Jugendlichen dar. Der qualifizierten Ausbildung der Lchrlinae und dem von der DAF. geschaffenen und von ihr' praktisch erprobten Instrument der Umschulung widmete Dr. Ley besonders eindringliche Betrachtungen. Die Zusammenarbeit zwischen DAF. und gewerblicher Wirtschaft wie die Gemeinschaftsarbeit mit allen staatlichen Stellen ergeben die Grundlagen für den Erfolg.
Kleine politische Nachrichten.
Der Führer empfing den japanischen General Graf Terauchi und seine Begleitung, die auf Einladung des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop in Deutschland weilen. An dem Empfang in Gegenwart des Reichsaußenministers nahm auch der japanische Botschafter Oshima teil. General Terauchi, Botschafter Oshima und die japanischen Offiziere besichtigen gegenwärtig Kampfgebiete der ehemaligen Ostfront.
Der litauische Gesandte in Moskau hatte eine Unterredung mit Außenkommissar Molotow. Die Taß-Hlgentur erfährt, daß den litauischen Truppen, die die Grenze bewachen, Be- fehl erteilt wurde, bei Zusammentreffen mit Abteilungen der Roten Armee dieser voll und ganz Unterstützung zu erweisen bei der genauen Festlegung der litauischen Staatsgrenze.
Kelaien und die anderen neutralen Staaten eine .falsche" Klugheit an den Tag legten und daß sie 1 .'Deserteure eines Ideals" feien. Man j versuche ihre neutrale Stellung als Feigheit hin- i juf teilen. I
Das belgische Blatt schreibt, daß derartige Be- i Häuptlingen absurd und unvernünftig ] jcien urä daß alle Belgier einmütig und energisch i dagegen protestierten. Welches auch die Gefühle ' Mgiens gegenüber Frankreich seien, so fei es doch ' dar ch nichts verpflichtet, jedesmal wenn । hie Politiker von Paris sich in einen Krieg hinein- > »ehen ließen, seine eigene Existenz aufs । 6piet zu setzen. Man habe Belgien auch Nicht um feine Ansicht gefragt, als es sich darum gehan- - feit habe, die „großeuropäische Politik" nach Beendigung des Weltkrieges zu führen. Nachdem jetzt 1 die „glänzenden diplomatischen Manöver der West- pächte zu einem allgemeinen Wiederauffiackem des Krieges geführt hätten, sei es nickst zulässig, daß gewisse ausländische Publizisten die belgische Mitar- heit forderten und Belgien beleidigten, penn es sie ablehne.
Nichts mehr zu verheimlichen.
„England konnte die polnische Katastrophe nicht abwenden".
Berlin, 21. Sept. (DNB.) Im englischen Un- fechaus gab der britische Premierminister Charnte rlain heute einen Ueberblick über die militärische Lage, der natürlich im englischen Sinne ge- järbt war. Er konnte jedoch nicht verschweigen, daß in Polen nur noch „Inseln des Widerstandes" existieren und daß das polnische Heer erledigt ist. Er gab zu, daß England diese Katastrophe „nicht habe ab wenden können". Chamberlain gab weiter der schweren Enttäuschung iber die Entscheidung der Sowjetregie- Hing Ausdruck, deren Auswirkungen er „sehr tr n ft" nannte. Ueber Motive oder Folgen der russischen Aktion könne man noch kein endgültiges Irteil fällen. Chamberlain machte im übrigen wie- er die üblichen Redensarten über die „deutsche )rohung" und bestätigte, daß England über den Verlust der „Courageous" tief erschüttert t. In der Debatte erklärte der Führer der Oppo- ition, daß dem polnischen Verbündeten nicht mit ler gebotenen Beschleunigung Hilfe ebracht worden wäre.
Der Sieg in Galizien.
Hervorragender Anteil ostmärkischer und bayrischer Truppen. Berlin, 20.Sept. (DNB.) Bei den Operationen am Südflügel des deutschen Ostheeres haben «stmärkische Divisionen und Gebirgs- truppen an den Erfolgen hervorragenden Anteil gehabt. In härtesten Kämpfen gegen einen sich zäh verteidigenden Gegner haben sie in den ersten Tagen des Feldzuges Befestigungen bei Jablunfa durchbrochen, das Olfa-Gebiet erkämpft und die Ausgänge aus dem Gebirge beiderseits der hohen Tatra in unaufhaltsamem Angriff ge= Donnen. Blutige Kämpfe spielten sich später an er Weichsel und Dunajec-Mündung ab. Bayrische 'nippen nahmen die Festung Przemysl. Eine Stretfe von 400 Kilometer Luftlinie haben süd- eutsche und ostmärkische Soldaten in 20 Tagen m schweren und blutigen Angriffen erkämpft.
Heute hat sich südlich Zamocz nach tage- angen Kämpfen der Gegner, der bisher an dieser Stelle zähen Widerstand leistete, ergeben. Mehr als wei findliche Infanterie-Divisionen, eine Kavallerie- nb eine motorisierte Brigade standen dort unseren Gruppen gegenüber. 11 000 Mann haben sich eute gefangen gegeben, darunter der ) b erb e fehlsh ab e r der polnschen Südarmee, General Pi stör. Nicht nur die Marschleistungen es deutschen Südflügels waren außerordentlich, euch die seit dem 10. September erzielten Gefangenen- und Beutezahlen reihen sich würdig an den «ewaltigen Erfolg unserer im großen Weichselbogen suhlenden Truppen an. 50 OOO Gefangene, 108 leichte und 22 schwere Geschütze sowie zahlloses erbeutetes toegsgerät zeugen- von den Leistungen der in Ga- izien kämpfenden Truppen.
Russisch-rumänische Fühlungnahme.
Bukarest, 20. Sept. (Europapreß.) Auf der Grenzbrücke von Snyatin fand am Dienstag- nachmittag eine erste Begegnung zwisch en einer russischen und einer rumani- chen Militärabordnung statt. Die Führer er beiden Abordnungen begrüßten sich freundschaft- ich. Der russische Offizier teilte dem rumänischen Offizier mit, er sei von seiner Befehlsstelle beauftragt, den Vertretern des rumänischen Heeres die Versicherung abzugeben, daß die Sowjets ihre freundschaftlichen Beziehungen zu Rumänien ausrechtzuerhalten unb im gegenwärtigen Konflikt neutral zu bleiben wünschten. — Der rumänische Offizier dankte für liefe Mitteilung und gab bekannt, er habe von seiner Regierung Weisung erhalten, den russischen truppen gegenüber sine freundschaftliche Haltung kinzunehmen. Auch er versicherte die Neutralität feines Landes. — Im Anschluß daran besprachen He beiden Abordnungen Fragen des Grenzverkehrs, : wobei der russische Kommandant der Besatzungstruppen die Erklärung abgab, daß die politischen md militärischen Behörden der Sowjetunion die ' genaue Weisung erteilt haben, d i e rumänische
Grenze unter allen Umständen z u re» ipeftieren. Diese Anordnung werde von den russischen Truppen peinlich st befolgt werden.
Nie Schuldigen.
Rhdz-Smiglhs feige Flucht kann nicht bemäntelt werden.
Berlin, 20.Sept. (DNB.) .Der polnische Bot- fchafter in London und der polnische Gesandte m ; 3em haben sich offensichtlich selbst ermächtigt, eine
Erklärung zu verbreiten, wonach der Oberkomman- i ierenbe der polnischen Armee, Marschall Rydz- Gmigly, inmitten seiner Truppen weile und fort- tthre, die militärischen Operationen zu leiten. Hierzu ist festzustellen: Der polnische Generalissimus hat zugleich mit dem ehemaligen polnischen Staatsprasl- !en M o s c i ck i und dem einstigen polnischen Außen- ninister Beck bereits am Montagnachmittag Die rumänische Grenze überschritten. Als Aufenthaltsorte wurden für Moscicki Sicaz, für Veck \ Slanic und für den als einen der ersten ©ejlobenen
Rydz-Smigly Crajova bestimmt. Den noch in Bern urtb London weilenden polnischen Diplomaten ist es altgangen, daß die amtliche rumänische Rachnch- l tenagentur diese Meldung am Dienstag bestätigte.


