Ausgabe 
21.7.1939
 
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zre»ag,2I.Ziüi 1959

189. Zahrgmg

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auf den polnischen Beamten geschossen. Der Danziger, Beamte begab sich sofort zu dem polnischen Be­amten, der offenbar verletzt war, um- ihm zu helfen. I

Ohne die Schiffbarmachung der Weichsel aber hingt der ausländische Kapitalstrom in die süd- Pl'lnische Industrie, deren Güterverkehr sich auf bim teuren Landweg abspielt, keine Verzinsung und bi mit keine Kapitalsneubildung. Ohne die finan- z^sllen Früchte der riesigen Investitionen, die West- 2-iopa bezahlt, muß sich wiederum die Weichsel mit bim Naturkleid begnügen, das sie seit eh und je tragt. Sie wird also weiterhin der einzige Fluß ir Europa bleiben, der keinen zivilisertenSteh­kragen" trägt, eine Fundgrube für den Schönheits- srcher und Naturliebhaber und ein Aergernis für jene, die auf die Propagandaflugblätter der See- i d Kolonial-Liga den Zukunftstraum einer Wasser - stiaße von Danzig bis Galatz gezeichnet haben. L'otzdem sagt die' polnische Kriegspropaganda, die Rückkehr Danzigs zum Reich müsse die Weichsel an

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Danzig, 20. Juli. (DNB.) Ein Danziger Zollbeamter stieß am Donnerstag in der Rich­tung der Grenzstation Poste lau bei einem Pa­trouillengang auf einen polnischen Beamten, von dem er angegriffen wurde. Der polnische Beamte legte von polnischem Boden aus auf den Danziger Beamten ohne vorherigen Anruf das Ge­wehr an. Der Danziger Zollbeamte wurde dadurch gezwungen, seinerseits von der Waffe Gebrauch zu machen und hat in der Notwehr

waren bis auf den Platz gefüllt von einer ftohge- stimmten und erwartungsvollen Menge, unter der vor allem die farbenfreudigen Trachten der vielen in- und ausländischen Volksgruppen das Bild be- lebten.

Hauptamtsleiter Claus-Selzner begrüßte tm Auf­trage des Reichsorganisationsleiters die Gaste. Mit dieser Reichstagung, so sagte er u. a., gibt die NS.- Gemeinschaft zum 5. Male eine Bilanz.

Diese 5 Jahre sind eine Epoche nalionalsoziali- stischer praktischer Sozialpolitik und Freizeit­gestaltung.

der Mündung erdrosseln und werde Polens Tod sein, obwohl Land und Leute in Polen ihre Köni­gin der Flüsse" zwanzig Jahre hindurch verküm­mern ließen und trotzdem gelebt haben.

polnischer Angriff

auf Danziger Grenzbeamten.

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Hamburg, 21.Juni. (DNB.) Auf der Eröff­nungssitzung der 5. Reichstag.ung der NS ° GemeinschaftKraft durch Freude am Freitagvormittag in der Hamburger Mustkhalle erstattete Reichsamtsleiter Dr. Lafferentz den stolzen Leistungsbericht für das abge­laufene Jahr.

In diesem Bericht spiegelt sich die gewaltige Ent­wicklung des Gedankens der Volksgemeinschaft, die imposante Verwirklichung einer Idee des praktischen Sozialismus und eine unermüdliche Arbeit. Hier spiegelt sich weiter die große geschichtliche Entwick­lung des letzten Jahres, die auch die NS.-Gemem- schaftKraft durch Freude" vor eine ganze Reche neuer Aufgaben stellte. In gigantischen Zahlenreihen spiegelt sich hier die immer stärkere Verwirklichung der Idee der Arbeit und Freude.

Das praktische Beispiel des nationalsozialistischen Deutschlands und des faschistischen Italiens" so betonte Dr. Lafferentzhat die internationale Freizeitbewegung in stärkster Weise befruchtet und aktiviert. Wir haben mit unseren italienischen Freunden einen Urlaubsaustausch ausgebaut, der die Völkerverständigung nicht auf dem Papier son­dern von Volk zu Volk und von Arbeiter zu Arbeiter verwirklicht.

Höchstleistungen der Organisation.

Weit über hunderttausend erlebten Italien i und das Wittelmeer.

Neben derarttgen Leistungsproben hat uns das vergangene Arbeitsjahr die schönste und stolzeste Anerkennuna gebracht. Es waren Festtage, als das neue Flaggschiff unserer KdF.-Flotte Robert Ley" seine Jungfernfahrt antrat und der Führer inmitten der Arbeiterurlauber diese Fahrt mitmachte als Urlauber unter den Urlaubern.

Die Disziplin des deutschen Arbeiters hat sich auf allen unseren Auslandsfahrten glänzend be­währt. Unsere Mittelmeerfahrer besuchen Italien und die italienischen Besitzungen in Afrika, ferner Griechenland und Jugoslawien und Spanien. Im Winter 1937/38 sind 30 610 KdF.-Urlauber mit un­serer Flotte in Jatlien gewesen, im Winter 1938/39 konnte diese Zahl auf 57 600 gesteigert werden

Im Frühjahr 1939 haben wir erstmalig 26 000 KdF.-Urlauber als Landurlauber an die italienische Riviera und an den Gardasee geschickt, im Herbst werden ihnen weitere 30 000 folgen. Es ist mir ein Bedürfnis, die vorzügliche Organisation der Italie­ner bei der Betreuung unserer Landurlauber her­vorzuheben. _ ,

Im Sommer 1938 und im Sommer 1939 haben uns je 30 000 italienische Urlauber besucht. Bis zum Herbst dieses Jahres werden es 145 000 deutsche Urlauber sein, die im Austausch Italien bejucht haben, davon 60000 zu Lande und 85 000 mit un­serer KdF.-Flotte.

Jährlich über 50 Millionen in den Feier-Abendver- anslattungen.

KdF.-Theater-Deranstaltungen wurden im Jahre 1937 von 9 Millionen, im Jahre 1938 von 14 Mil- lionen-Teilnehmern besucht, ohne Variete-Veran­staltungen und Bunte Abende. Im ersten Halbjahr 1939 wurde bereits die Zahl von 8 Millionen Theaterbesuchern erreicht, die Zahl der Konzerte wurde um 25 v. H., die Zahl der Werkausstellungen um 50 v. H. und die Zahl der Veranstaltungen m Lagern der Reichsautobahn und anderer Bauvor­haben um über 100 v. H. gesteigert. Insgesamt wohnten den Veranstaltungen des Amtes Feier­abend im Jahre 1937 38,4 und im Jahre 1938 54,ß Millionen Teilnehmer bei. Im ersten Halbjahr 1939 27,4 Millionen.

Kraft durch Freude in den Betrieben und auf dem Dorf.

Besonders erfreulich ist die fortschreitende Ver­ankerung der Kulturarbeit in den Betrieben, und zwar durch Aufbau e i g e n e r F er e r a b e n d- : gruppen, die bei festlichen Anlässen.zum Em- ; satz gebracht werden. So gibt es allein m Sachsen 425 SingegruppLN, 559 Musikgruppen. 114 Tanz-

Derkranke Strom" im Osten

Von unserem X H.-Korrespondenien.

gruppen und 125 überbetriebliche Feierabend grup- pen. Insgesamt sind im Reich bis jetzt 6500 solcher Gruppen vorhanden.

Diese Feierabendgruppen ergeben die wertvolle Möglichkeit, die Kulturarbeit aus dem Betrieb in das b enachb art e Dorf zu tragen. Eine beson­dere Schwierigkeit für die beabsichtigte Ausweitung der Kulturarbeit auf dem Lande ergab sich bisher in dem häufigen Mangel an geeigneten Sälen. Durch die Saalverbesserungsaktion sind bereits 50 000 in Bearbeitung genommen worden. Die besten Freizeitstätten in Werk, Stadt und Land erhalten vom Reichsorganisationsleiter die Bezeich­nungFreizeitstätten Kraft durch Freude" ver­liehen. Den bisher verliehenen 37 Auszeichnungen werden in Kürze weitere folgen. .

Weiter hat das AmtSchönheit der Arbeit m Zusammenarbeit mit den Zeppelinwerken eine n eu- artige Zeltkonstruktion entwickelt, die be­sonders leicht zu transportieren ist und 800 Personen Platz bietet. DieNeue KdF.-Bühne" wird uns in die Lage versetzen, auch alle Orte zu bespielen, die über keine eigenen Säle verfügen.

Der Arbeiter erlebt die kulturleisiungen seines Volkes.

Auch der Fortschritt, den die Arbeit des Amtes Deutsches Volksbildungswerk genom­men hat, wird durch eindrucksvolle Zahlen belegt. Die Zahl der Volksbildungsstätten wurde seit dem Vorjahr von 232 auf 325 erhöht, außerdem wurden 30 neue Musikschulen gegründet. Die Zahl der Büche­reien stieg von 200 im Jahre 1936 auf 5260 inr ^aljre 1938. Die Zahl der Veranstaltungen innerhalb und außerhalb der Volksbildungsstätten ist seit dem Vor­jahr von 53 000 auf 108 000, die Zahl der Teil­nehmer von 3,9 auf 6,3 Millionen gestiegen.

Eine Untersuchung über die Zusammensetzung der Hörerschaft in den K d F.-Volksbildungs­stätten erbrachte den Beweis für einen erfreulich höheren und ständig wachsenden Anteil der Arbeiter. In einer oberschlesischen Industriestadt waren unter den männlichen Hörern 59 v. H. Arbeiter, unter den weiblichen 57 v. H. Hausfrauen.

Praktische Gesundheitssührung.

Der auf der vorjährigen Tagung in Hamburg erstmalig verkündete Sportappell der Be­triebe hatte einen überragenden Erfolg. 10 000 Betriebe mit 1,5 Millionen Männern zwischen 18 und 55 Jahren haben an diesem ersten Wettbewero teilgenommen. Der Sportappell 1939 wird, wie Xe , Ergebnisse zeigen, den des Vorjahres noch erheblich : überfteigen. Als unmittelbare Folge des Sport- ; appells wurden 3000 Betriebssportgemeinschaft^ r. neu gegründet. Mit ihnen ist die Zahl der Be- - triebssportgemeinschaften seit dem Vor-

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Es lebe der Friede, die Freude und die Arbeit!

Das Fest der Freude hat in Hamburg begonnen.

utiDi die Wogen das weite Land, und die Klein- bcon am Ufer gegenüber dem Warschauer Königs- ]i ersäuft dann regelmäßig in dem nassen fegen, den der Himmel den dürstenden Fluten zu- ,z»acht hatte. Die deutschen Weichselbauern,_ die fii^abroärts von Warschau ihre idyllischen Dörfer n den Niederungen aufgebaut haben, griffen zu ü em Hausmittel. Sie schützten sich vor dem un- tcndigen Fluß durch mächtige, allerdings, selbst- (Kiaute Dämme; anderwärts aber ftißt sich der zKom dort, wo es ihm behagt, in das Land, idmmmt die gute Erde fort und bezahlt seine

Stolzer Leistungsbericht des praktischen Sozialismus

Das große Ziel: Die deutschen Menschen glücklich zu machen.

Jedesmal waren es Dokumentationen des Volkes und feiner Landschaft, der Volksgruppen, die zu Gast hier weilten. Fünf Jahre sind gewiß keine allzu lange Frist, und es gibt auf unserem Wege Nationen, die vorausschauend diesen Weg auch vor uns gegangen sind, so das mit uns verbrüderte

Im gleichen Augenblick näherten sich zwei weitere polnische Grenzbeamte. Um weitere Zusammenstöße zu vermeiden, zog sich darauf der Danziger Beamte zurück und machte sofort Mitteilung von dem Vorfall. Die Untersuchung ist im Gange.

Tatsachen gegen Gerede.

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UeberMgtvc- enkmals deiM Behörden, M r" heran. Se» als di- ** I- « «M? :ine entsprecht qnnynl' WjJ in $c|u<f) anl® nd

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Deutsch-ungarische Industriebesprechungen.

Berlin, 20.Juli. (DNB.) Auf Anregung der deutschen und der ungarischen Regierung haben am 19. und 20. Juli 1939 in Berlin Vertreter der beider­seitigen Industrien Besprechungen über Fragen des deutsch-ungarischen Warenverkehrs geführt. An diesen Besprechungen waren die Ver- treter der Maschinenindustrie, der elektrotechnischen und der chemikalischen und optischen Industrie be­teiligt. Die Besprechungen, die im freundschaftlich­stem Geiste geführt wurden, haben ausgehend von dem Wunsche einer Intensivierung des gegen­seitigen Warenverkehrs zu dem Ergebnis ge­führt, daß auf einer Reihe von Gebieten eine Steigerung der deutschen Industrie- ausfuhr nach Ungarn unter voller Wahrung der Interessen der ungarischen Industrie durchführ­bar ist. lieber den Kreis der bisher beteiligten Jn- dustriegruppen hinaus sollen im Herbst zwischen weiteren Jndustriegruppen Besprechungen mit der gleichen Zielsetzung stattfinden. Die bisher beteilig­ten Jndustriegruppen werden auf der gewonnenen Basis ihre Arbeiten fortsetzen.

als Leiter der Deutschen Arbeitsfront und auch als Präsident des Internationalen Zentralbüros freut sich, Sie hier alle, vereint aus 21 Nationen, versammelt zu sehen/

Ihre Herzen sind das Echo, aus dem die Ini­tiative entspringt, in Ihren Ländern gemeinsam mit uns noch mehr zu arbeiten, daß die Schas­senden froh, glücklich und zufriedener werden, damit schließlich unsere sieghafte Idee das Recht auf dieser Erde finden kann. Das Wort, das Ihnen Dr. Ley durch meinen Wund zuruft, ist: Eslebeder Friede,die Freudeund die Arbeit!

Im Laufe des Abends begrüßte der Reichsorga­nisationsleiter jeden einzelnen Gast persönlich. Das Bild fröhlichen Lebens, das sich in den weiten Rau­men des KdF.-Flaggschiffes entwickelte, und das alle Versammelten umfing, legte beredtes Zeugnis ab für die völkerverbindende und friedensfördernde Kraft des GedankensFreude, und Arbeit".

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Wir können heute auch sagen, daß die N^>.-Ge- meinschastKraft durch Freude" die Belastungspro­ben des letzten Jahres in Ehren bestanden und ihr Leistungsvermögen hervorragend unter Beweis ge­stellt hat. Die starke Inanspruchnahme des Wagen­parkes der Reichsbahn für dringendste Aufgaben bei der Angliederung der Ostmark und spater des Sudetenlandes, Böhmens und Mährens hat uns vor die Notwendigkeit gestellt, unser seit langem fest­liegendes Reise- und Urlaubsprogramm dreimal von Grund auf umzuändern. Wir haben unser Pro. gramm trotzdem durchgefuhrt. Die Zahl von zehn Millionen Urlaubern einschließlich der Kurzfahrten, der Seefahrten und Wanderungen wurde in diesem Jahre erstmalig überschritten.

Der Bau des gigantischen KdF.-Bades auf Rügen ist soweit vorangeschritten, daß tm näch­sten Sommer der Betrieb programmgemäß auft genommen wird. Eine in diesem Umfang noch nicht tMoemeiene Aufgabe war die Betreuung der h u nd e r t t a u s e n d e deutscher Arbeiter di- am Bau der W e st b e f e st i g u n g - n eingesetzt mürben.Kraft durch Freude" hat auch diese Aus­gabe gelöst. In allen Lagern wurden regelmäßig Bunte Abende. Theatervoiltellungen und ^moor- führungen veranstaltet, sie hat für Sportmoglich- leiten und Büchereien gesorgt.

London, 20.Mi. (DNB.) Zur Danziaer Frage schreibtDaily Expreß", man solle endlich die Tatsachen sehen, wie sie seren. Ge­wisse Leute erklärten, daß es zu einem europäi­schen Krieg wegen Danzia kommen werde, zu einem Konflikt wegen des Anschlusses dieser deut­schen Stadt von 400 000 Einwohnern ans Deut­sche Reich. Die britische Öffentlichkeit werde das aber nicht glauben. Die Welt von heutzutage wisse allzu genau, was Krieg bedeute. Dann gebe es auch Leute, die erklärten, daß der An­laß völlig gleich sei, denn ein Krieg müsse über kurz oder lang doch kommen. Auch diesen Leuten werde man in England nicht glauben; denn indem man einen Krieg für unvermeidlich halte, habe man die letzten Hoffnungen der Menschheit auf Frieden aufgegeben.

Die Krankheit dieses Stromes ist chronische Vernachlässigung seines Bettes, das Tti im ehemals deutschen Teilgebiet reguliert ifi In Kernpolen muß sich der Dampfer iw Som- itm mühsam seinen Weg zwischen Sandmseln jchen, und es bereitet den Warschauern großes Drgnügen, den Anstrengungen eines im Sande je gefahrenen Schiffes zuzusehen. Geht aber in den trpatfjen ein Gewitter nieder, dann überschwem-

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Hamburg, 21. Juli. (DNB.) Von Jahr zu Jahr vergrößert sich der prächtige Rahmen, tor ton Festen der Freude und tor Schönheit, den KdF.- Reichstagungen in Hamburg, das glanz­volle Gepräge gibt, und von Jahr zu Jahr ver­größert sich die Zahl der in- und ausländischen Teilnehmer und Gäste, die dieser umfassenden und eindrucksvollen Schau deutschen Friedens- und Auf­bauwillens beiwohnen. Aus allen Teilen Europas und der Welt kamen auch in diesem Jahre in ver­stärkter Zahl die Ehrengäste Reaierungsvertre- ter leitende Persönlichkeiten aus der sozialpolittschen Arbeit und den der Freizeitgestaltung dienenden Organisationen, sowie zahlreiche Volksgruppen in wunderbaren Trachten und Kostümen. Groß ist auch die Zahl der Ehrengäste, die aus allen deut­schen Gauen nach Hamburg geeilt sind.

Reichsorganisationsleiter Dr. Ley empfing am Donnerstagabend in den herrlichen Räumen des. c

- £M<iaafd)iffe5 das seinen Namen Italien. Diese stolze Bilanz am. >>ayresrag

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und i, Österlich, *.jQ5 -Beijpj: Ehrung ijr gebende %: W*. die i kl» ? kmfrifo k» eolbate. S" tfl* x ? ird". >olbat gem* b'«'kn. IIi «. Lange.

3)t '''Seite, duchkifieund ,Qrlottcnburg uchte ausriiste ebt, drängt ft -ntwicklung di genommen hi 5cn zusawnin der Kriegsft n verschieden, taotsoerfaffuri e in ihrer Ei» Bedeutung dr riegskunst, dr megungen, ib und Stratex-

mttiott.

SamstaWd

Warschau, Juli 1939.

i£ine merkwürdige Begebenheit hat ganz Polen in Kregung versetzt. Im Wirbel der Zeit haben die Ljirschauer plötzlich die Weichsel entdeckt. Nsher nahm Polen kaum davon Kenntnis, daß bi'er melancholische Fluß die Königin der pol- n chen Flüsse sei und daß sein Stromlauf nahezu to Hälfte der Staatsfläche umgreift. Die Freude üt-r diese Entdeckung wird aber durch zwei bittere Ftstellungen getrübt. Die Mündung der R ichsel liegt nämlich auf deutschem Gebiet brr Freien Stadt Danzig, und außerdem ks' wie kürzlich sich ein polnisches Blatt ausdrückte, bi Weichsel schwer krank.

, Daß sich die Weichselmündung auf Danziger Miet befindet, hat die Polen nie sonderlich ge- scknerzt, und ste gedachten, diesem Schönheitsfehler t isr Königin dadurch abzuhelfen, daß sie den Hafen (gingen schufen und diesen durch die ,Kohlen- b .>n" mit Oberschlesien verbanden. In den letzten gcjren hat Polen mit zynischer Freude den steigen- d Umschlag dieses Hafens mit dem Rückgang des D^ziger Sechandels verglichen, und man sehnte dr Tag herbei, an dem Danzig dem Wirtschafts- tote ausgeliefert fein würde. Als 1937 beim Besuch de rumänischen Königs in Polen zum erstenmal bj Plan auftauchte, durch den Weichsel P uth-Kanal die Ostsee mit dem Schwarzen D er zu verbinden, betrachtete man in ein geweih­te Kreisen diese Idee schmunzelnd als einen red- n ischeu Aufputz des festlichen Treibens um die znnifch- rumänische Freundschaft. Weiter als bis einem Kanalbau-Ausschuß ist denn auch der chnn nicht gediehen. Erst der Wunsch der Danziger, ir Reich zurückzukehren, hat die Weichsel über Nicht in den Mittelpunkt des polnischen Propa- gmdafeld'zuges um die Ostsee gestellt. Ihre Ent- dTung fällt mit diesem Zeitpunkt zusammen.

ESjuldigkeit mit Sand.

Die Weichselkrankheit kann mit Hausmitteln nicht irchr geheilt werden. Gegen sie hilft nur mehr eine WifalEur, nämlich die Regulierung des iFUuß b e 11 e s. Sachverständige haben ausgerech- nt, daß die Radikalkur das erkleckliche Sümmchen nm 300 Millionen Zloty verschlingen wurde. Be­bakt man, daß die Weichsel in den letzten 50 Iah- nn durch Ueberschwemmungen in Mittelpolen allein iher zwei Milliarden Schaden angerichtet, dann e scheint der Aufwand für die Radikalkur gering5 figig. Und trotzdem hat bas Verkehrsministerium ii den letzten Jahren für bie Königin der polnischen Fiüsse nur 15 o. H. seines Haushaltes oder je 38 ; Mionen ausgegeben. Dies ist weniger, als Danzig ji" die Erhaltung der auf dem Gebiet der Freien crabt Danzig gelegenen Mündung aufwandte.

Kein polnischer Minister hat bisher das Kunststück ;ymege gebracht, die Heilkosten für den kranken c rom aufzubringen, obwohl man sich heute über Diagnofe und Heilmittel einig ist. Begreiflich, daß je^t der Wunsch laut wird, die Weichsel in fremde fliege zu geben, vorausgesetzt, daß sich der Pfleg- ödter auf einen langfristigen Kredit einläßt. Die ? ohlenbahnen" hat man mit französischen Baelbern gebaut,' und aus der gleichen Quelle itcmmen die Anleihen, mit denen das neue Indu- träe^Sebiet im San-Weichsel-Dreieck errichtet wird. , H ute hofft man, einen Teil der erwarteten eng = iss che n Anleihe in das Sandbett der Weichsel letten zu können, obgleich Skeptiker nicht ohne 3 und befürchten, daß die englischen Pfunde nur ' Blgu früh in die Rüstungsindustrie ver­lern werden. Auf diese Weise kommt der groteske ibeislauf zustande, daß sich die Finanzkraft Polens it dem Aufwand für den militärischen Schutz der llDichsel verschwendet ohne die Weichsel von ihrer Idnoeren Krankheit heilen zu können.

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätsdruckerei «.Lange ln Sieben. SchristleUung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7