Ausgabe 
21.6.1939
 
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Kenntnis gt«

O.Sl.-'Spovt

Stand Gießen Bad Homburg Friedberg Hanau

Gew.

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Verl.

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Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Po­lizei stellt in einem Erlaß, der angesichts der begin­nenden Erntearbeiten besondere Beachtung verlangt, est, daß trotz der vorjährigen von der Reichsarbeits­gemeinschaftSchadenverhütung" im Einvernehmen mit der Polizei durchgeführten Aufklärungsaktion immer noch Leichtsinn und Fahrlässigkeit die deut- che Ernte gefährden.

Die Revisionen der polizeilichen Hilfsorgane, der ogenannten hauptamtlichen Brandscheuer, haben ergeben, daß zu den häufigsten Mißständen, die den Erntebestand gefährden, immer noch in erster Li- nie das verbotswidrige Rauchen auf Dresch -und Lagerplätzen, weiter das ver­brennen von Spreu in der Rähe von Getreide­vorräten, vor allem aber der schlechte Zustand und brandgefährtiche Betrieb von Kraft­maschinen gehören. Auch ist es gedankenlos, Getreideschober in unmittelbarer Rühe von Feld- cheunen, die schon große Getreidevorräte enthalten.

Punkte 12

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Spiele

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Grünberg wird vom 19. bis 21. August das Bundesfest des NSRL., Kreis 8, ausrichten. Nach­dem in den letzten Wochen in mehreren Vorbespre­chungen die grundsätzlichen Fragen der Uebernahme und Durchführung geklärt wurden, konnte nun Kreissportwart Mohr (Gießen), dem die technische Durchführung der Kämpfe obliegt, mit den Fach­warten und Obleuten der beteiligten Fachämter den Rahmen der Veranstaltungsfolge festlegen. Turner, Leichtathleten, Handballer, Fußballer, Schwimmer, Boxer, Schwerathleten, Radsportler und Schützen, weit über 1000 Wettkämpfer, werden Zeugnis ab­legen vom Stand des Leistungssports im Sport- kr'eis 8, der die politischen Kreise Gießen, Alsfeld, Wetzlar und Dillenburg umfaßt. Sondervorsührun- gen der verschiedensten Fachämter werden diese großartige Schau der Leibesübungen ergänzen.

Seiner Tradition gemäß wird, soweit sich bis jetzt überschauen läßt, das Fachamt Turnen den Hauptteil der Kämpfer stellen. Bereits am Sams­tagnachmittag treten die Teilnehmer des Deutschen Zwölfkampfes zu ihren volkstümlichen Uebungen an Auch die Altersturner erledigen bereits ihre Wettbewerbe. Am Abend turnt die Kreisnege, die Auswahl unserer besten Geräteturner, am Reck und

oder in unmittelbarer Rähe von ausgedehnten Wal­dungen aufzustellen.

weiter haben die Revisionen häufig Kraftmaschi­nen, deren mangelhafter Zustand eine ständige Brandursache bedeutet, mitten im Getreide stehend angetroffen. 3n einem einzigen Kreis muhten 10 0 0 geflickte Sicherungen an Erntemaschinen beschlagnahmt werden, in einem anderen muhten 90 v. h. aller Motoren oder Zubehörteile wegen Ge­fährdung der Ernte beanstandet werden.

Der Reichsführer ff und Ehef der deutschen Poli­zei ordnet daher bis zum Beginn der Ernte eine Ueberprüfung aller bei der Ernte benutzten Kraft­maschinen und ständige Kontrolle der Dresch- und Lagerplätze auf Einhaltung der feuerpoli­zeilichen Bestimmungen an. Verstöße gegen die feuerpolizeilichen Bestimmungen seien st r e n g - st e n s z u a h n d e n, da in Anbetracht der wieder­holten Aufklärungsaktionen Milde nicht mehr am Platze sei.

sfelden treten alle (vorderer lenträger, die oberhalb Tie. nd, haben die Stürmen an»

bei Leih, i, Leihgestern, irn-Tteinberz,

32. Gießener Ruderregatta fällt aus!

Für den gestrigen Abend hatte die Gießener Rudergesellschaft zur. Bekanntgabe des Meldeergeb­nisses und zur Startverlosung für die 32. Gießener Ruderregatta in das untere Bootshaus singeladen. Leider mußte den erschienenen Mitgliedern mitgeteilt werden, daß das Meldeergebnis nicht so ausgefallen ist, wie man es bisher für Gießener Regatten ge­wohnt war. Vor allem waren keine Meldungen zu verzeichnen von solchen Vereinen, mit deren Te-il- nähme bestimmt gerechnet wurde. So fehlten die Meldungen der in Gießen stets gern gesehenen Mannsc^iften vonSaar" undUndine" Saar­brücken, aus Frankfurt a. M. und Offenbach also den größeren Vereinen der nächsten Nachbarschaft, waren die Meldungen über Erwarten spärlich ein­gegangen, und nicht einmal Wetzlar ließ etwas von sich hören. Auch eine große.Anzahl telephonischer Rückfragen in Offenbach, in Frankfurt, Mainz, Mannheim, Bonn, Köln usw. konnten an den schrift-

hausen, @Qr< erob, Mach, Bettenhausen, ort, Hungen,

am Barren. Die Turnerinnen aus Wetzlar, Alsfeld, Wiefeck und vom Mtv. Gießen zeigen Ausschnitte aus ihrer Vereinsarbeit.

Einzelkämpfe.

Am Sonntagvormittag wird an allen Kampf­stätten zugleich der Wettbewerb der Einzelkämpfer einsetzen. Während die Zwölfkämpfer mit ihren Geräteübungen beginnen, der Geräte-Zehnkampf er­öffnet wird, kämpfen die Turnerinnen im Acht­kampf, starten die Radsporller zum 100-Kilometer- Straßenrennen. Wenig später knallen die Start­pistolen der Leichtathleten, entbrennt im schön­gelegenen Schwimmbad der Kampf der Schwimmer, beginnen die Wettbewerbe der Boxer, Schwer­athleten und Schützen. Korbball der Frauen, Bas­ketspiel der Männer und Radballkämpfe füllen die Morgenstunden.

Gemeinschastskämpfe.

Gehört der Vormittag in erster Linie den Einzel­kämpfern, so treten am Nachmittag die Gemein­schaften an. Fußball und Handball, unsere volks­tümlichsten Spiele, stehen im Mittelpunkt. Da diese

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Rund 1000 Wettkämpfer gemeldet.

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Achtung!

lüetr.: Tagung der Vekriebsobmänner und Belriebs- führer der Groh- und Einzelhandelsbetciebe am Mittwoch, dem 21. Juni, 14.30 Uhr.

Die obenstehende Tagung findet nicht, wie in unserem kreisrundschreiben angegeben, im Lase Leib, stmdern am Mittwoch, dem 21. Juni 1939, 14.30 Uhr, im großen Saale des Restaurants 'ZumVurgho f", Gießen,Burggraben, siatt. 4405V

RE.-Lehrerbund, Gießen.

Fachschaft körperliche Erziehung.

Säctr.: Arbeitsgemeinschaft für Leibes­übungen.

Freiwillige Arbeitsgemeinschaften für Leibesübun- <=n finden statt jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr auf dem Universitätssportplatz. Es ist Gelegenheit ge­lben, das Sportabzeichen zu erwerben. Nächste Arbeitsgemeinschaft Donnerstag, 22. Juni. (Bei t=:egenn) etter Neue Pestalozzischule.)

Hitler-Jugend Bann 116.

Bett.: TagdesDeutschenDolkstums. .jaus* und Straßensammlung am 24. und 25. Juni.

Die Gefolgschaftsführer, Fähnleinführer, BDM- tkiruppenführerinnen und JM.-Gruxpenführerinnen

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Schutz der deutschen Ernte vor Vrandgesahr!

Ein Erlaß gegen Leichtsinn und Fahrlässigkeit.

lich eingegangenen Meldungen nichts ändern.

Die Gießener Rudergesellschaft von 1877 sah sich deshalb nach reiflicher Ueberleaung veranlaßt, die 32. Gießener Ruderregatta abzusagen. Die Gießener Regatta, die mit zu den ältesten in West- und Süd­deutschland zählt, teilt damit das Schicksal mancher anderen Regatten an bekannten deutschen Regatta­plätzen. Der Hauptgrund für diese Erscheinung dürfte darin zu suchen sein, daß es gegenwärtig durch vielfältige Inanspruchnahme denen, die bisher in Ruderbooten saßen, kaum möglich ist, sich einem solchen strengen und zeitgebundenen Training zu unterwerfen, wie es nun einmal für den Ruder­sport gefordert werden muß, wenn eine geschlossene Mannschaftsleistung erreicht werden soll.

Der Ausfall der Regatta ist vom sportlichen Standpunkt aus lebhaft zu bedauern. Die Dereins- führung der Gießener Rudergesellschaft hatte keine Mühe und keine Kosten gescheut, der Regatta von den Vorbereitungen her zu einem Erfolg zu ver­helfen.

werbe«!

iliches Trinke« kicher Speisen Zorgane über- g zur Arbeili n allen diesen 1 Beschwerden auchsvorschch mg wieder in chkeiten zu Melissengeist in nnen erhalte« eker oberen ührlicheDE stellen \

Rh. W

Dem 24jährigen Heiratsschwindler Herbert Schott rus Sechshelden, der sich in Gießen Darlehens- Setrügereien zu Schulden kommen ließ, gelang es, rne wir bereits berichteten, zu entfliehen. Obwohl ur durch Schüsse anscheinend am Bein verwundet »orden ist, konnte er sich bisher durch die Gegend H)[agen, ohne gefaßt worden zu sein. Samstag hatte ar die Dreistigkeit, in Griedelbach und Kröffelbach lu erscheinen. Er wies sogar seine Schußverletzung nm Fuß vor und erklärte, daß sie ihm mit einer iieugabel zugefügt worden sei. Die harmlosen und mitleidigen Landleute gaben ihm sogar noch Weg- ishrung und halfen ihm weiter. Schott zeigte be­greiflicherweise auch lebhaftes Interesse an Tages- rseuigkeiten. Leider wurde der zuständige Gendar- nneriebeamte zu spät auf die verdächtige Person auf­merksam gemacht, so daß Schott sich zunächst noch Hiner Freiheit erfreut.

Dornotizen.

Tageskalender für Mittwoch.

NSDAP. Kreis Wetterau: 22 Uhr auf dem Trieb Sonnwendfeier. Deutsche Arbeitsfront: 14.30 Uhr ^urn Burghof" Tagung der Betriebsobmänner und iSetriebsführer der Groß- und Einzelhandelsbetriebe. Gloria-Palast, Seltersweg:Anna Favetti". 'Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Katja".

Kampf gegen die Kinderlähmung.

Alljährlich sucht die Kinderlähmung vornehmlich im Spätsommer ihre Opfer unter der Jugend Deutschlands. Zwar gesundet der weitaus größte Teil der Erkrankten, doch fordert diese Krankheit jährlich auch eine Anzahl von Todesopfern. Eine weitere, nicht unbedeutende Anzahl von Volks» genossen, die von dieser Krankheit betroffen wurden, erleidet gesundheitliche Einbußen durch Lähmung einzelner Körperteile.

Wer diese Krankheit überstanden hat, trägt Schutzstoffe gegen sie in seinem Blut. Diese Schutzstoffe seines Blutes werden zum Schutz von Neuerkrankten gegen die gefürchteten Läh­mungen verwendet. Der von der Kinderlähmung Genesene kann Blutspenden wiederholt in Abständen von einigen Wochen abgeben, ohne selbst d i e geringste gesundheitliche Einbuße zu erfahren. Im ganzen Reiche wird diese gegen­seitige Hilfe, zu der jeder Deutsche seinem kranken Volksgenossen gegenüber verpflichtet ist, unter ört­licher Leitung der Gesundheitsämter durchgeführt-, das gesammelte Blut wird dabei zur Verhütung der Uebertragung anderer Krankheiten vor Abgabe an die Kranken in geeigneten Laboratorien untersucht und aufbereitet.

Kinder und Erwachsene, die die Kinderlähmung in den letzten sechs Jähren überstanden haben, wer­den zu Blutspenden gegen eine Anerkennungs­gebühr von 10 Reichsmark für je 100 Kubikzenti­meter Blut wie in den Vorjahren aufgefordert werden.

Der Bedarf ist allgemein groß, zumal wenn die für den Spätsommer zu erwartende Häufung der Erkrankungen den vorjährigen Umfang erreichen oder übersteigen sollte. Vielen Kranken ist schon in den letzten Jahren durch Genesene geholfen worden: mögen auch diese jetzt wieder bereitwillig dazu bei- tragen, daß durch ihr Blut den neuerdings Er­krankenden geholfen wird!

Ütphe, Inheiden, Trais-Horloff, Steinheim und Rodheim.

Gruppe VI Laubach: für die Orte: Lau- Zach, Wetterfeld, Ruppertsburg, Gonterskirchen und Jreienfeen.

Grupp e VII Grünberg: für die Orte: Srünberg, Lauter, Duecfbom, Ettingshausen,- velnrod, Bellershain, Lumda, Lehnheim, Weickarts­hain, Reiskirchen, Bersrod, Reinhardshain, Harbach, Hattenrod, Lindenstruth, Saasen und Beuern.

Gruppe VIII Mainzlar: für die Orte: Lollar, Ruttershausen, Daubringen, Mainzlar, Treis u.d.L., Allendorf, Londorf, Odenhausen, Gails- vausen, Allertshausen, Climbach.

An allen Orten wird jeweils um 7.45 Uhr an­getreten. Ebenfalls find in allen Orten zur Anf­orderung ausgehängte Plakate zu beachten. Als Anzug dient Uniform oder entsprechender Marsch- nnzua. Außerdem sind mitzubringen: Sportzeug, SA.-Wchrabzeichen-Urkunde (wo diese noch nicht vorhanden ist, ist das Leistungsbuch mitzubringen.) Lefitzzeugnis und Leistungsbuch bzw. Uebungsbuch. Das SA.-Wehrabzeichen ist anzulegen.

Für alle, die am 25. Juni 1939 an der Teilnahme : er 1. Wiederholungs-Uebung verhinderten Wehr- Lbzeichenttäger wird ein nochmaliger Termin und war der 9. Juli 1939 angesetzt. Die Durchführung .Tfolgt an diesem Sonntag nur in Gießen für I !-as gesamte Standartengebiet. Antreten am 9. Juli mm 8.15 Uhr am SA.-Schießstand an der Hardt. Ane besondere Aufforderung zur Teilnahme erfolgt Hcht. Auskunft über alle die Wiederholu n g s -U ebung betreffenden Fragen erteilen die SA.-Einheiten.

Filmveranstaltungen

in den Landschulen des Gaues.

NSG. Was für die Stadtschulen schon lange Selbst- 'erständlichkeit war, nämlich der vierteljährige Be­uch eines vom Reichserziehungsministerium aus- .esuchten staatspolitisch besonders wertvollen Filmes, Jt nun auch für die Schulen auf dem flachen Land mt Gau Hessen-Nassau möglich gemacht worden. Durch eine Vereinbarung mit der Gaufilm st elle mit den zuständigen Landesbildstellen wurde die .lanmäßige Bespielung der Landschulen mit den vom Ministerium ausgewählten Filmen durch die Wan- !>ervorführer angeordnet.

Jedes Vierteljahr werden also in Zukunft die be­kannten roten Lautsprecherwagen in alle Gebiete es Gaues fahren, um den Kindern in den Land- chulen das am Ort fehlende Lichtspielhaus zu er- > «tzen. Durch die zuständigen Kreisbildstellen bei den 1 Landratsämtern wurden jeweils benachbarte Dorf- chulen zu einer Spielstelle zusammengezogen, da es icht möglich ist, in den über 1500 Gemeinden des Laues je eine besondere Vorführung zu veranstalten. Die roten Filmwagen sind zwar schon ein vertrauter Unblick in den Dörfern. Seit dem vergangenen Monat werden sie aber überall in den Orten mit esonderer Spannung und großer Freude erwartet, :ia sie nun nicht nur kommen, um den Erwachsenen iinige frohe Abendstunden zu bereiten, sondern auch icn Jüngsten ein unvergeßliches Erlebnis zu ver- Tiitfeln.

Die Zeit der Benachteiligung der Landschulen, die ruf dem Film als Unterrichts- und Erziehungsmittel verzichten mußten, liegt mit dieser Neueinrichtung inter uns. Ebenso wie in den Städten werden sich :non jetzt an auch auf dem Lande die Schulkinder regelmäßig zusammenfinden, um im Film die Größe mb Bedeutung ihres Volkes und ihres stolzen Vater- amdes zu erleben. Wenn aber der Sinn dieser staats- «vlitischen Schulfilmveranstaltungen noch verkannt werden sollte, dann sehe man einmal in die leuchten­den Augen und höre die begeisterten Erzählungen jener Jungen und Mädel, die eine solche Filmstunde srtebt haben. Man wird bann den erzieherischen Wert eines, solchen Erlebnisses verstehen lernen.

Heiratsschwindler Schott im Taunus gesehen.

Fachämter im Rahmen eines Bundesfestes nur je ein Spiel zeigen können, werden ausgewählte Mannschaften diese Sportarten repräsentieren. Die Handballer tragen das Endspiel um den Pokal des Kreisführers aus. Die Vorschlußrunde im Rahmen des Handballgroßkampfes Gau MittelrheinHessen am 25. Juni in Gießen ermittelt die beiden Teil­nehmer, die sich in den bereits seit Wochen durch­geführten Spielen von 60 Mannschaften durchgesetzt haben. Im Fußball tritt die populärste Mannschaft unseres Sportkreises,Teutonia" Watzenborn-Stein­berg, gegen die starken Alsfelder an. Diese Paarun­gen werden zweifellos größtes Interesse finden. Die beiden Fachämter Fußball und Handball wollen aber nicht nur durch ihreRepräsentativen" ver­treten sein, sondern sie haben den Ehrgeiz, ihrer Stärke entsprechend am Bundes fest anzutte ten und den Turnern auch in der Teilnehmerzahl nahe­zukommen. In dem leichtathletischen Kampf der Spielerklasse, der die drei Grunddisziplinen Lauf, Sprung und Wurf umfaßt, treten die aktiven Fuß- ball- und Handballspieler zum Mannschafts- und Einzelkampf an. lieber 450 Teilnehmer werden in diesem Wettbewerb starten. Das Turnen der Ver­einsriegen und die ^Kämpfe der kreisbesten Leicht­athleten vervollständigen bas Programm bes Nach­mittags. Mit den allgemeinen Freiübungen der Turnerinnen und der Siegerehrung klingt der sport­liche Teil des Tages aus. Heber weitere Einzel­heiten werden wir in den kommenden Wochen laufend berichten.

Gießener Leichtathletik-Abendkämpfe.

IHorgen auf dem Universitälssporlplah.

Die Ortsgruppe Gießen im Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen veranstaltet morgen aus dem Universitätssportplatz ein Abendsportfest. Die Einladungen sind an alle leibesübungtreibenden Vereine Gießens ergangen, so daß eine zahlenmäßig gute Beteiligung gewährleistet ist. Auch wirken einige bekannte Leichtathleten des Turnvereins Heuchelheim mit. Ferner sind die Jugendfahrgänge 1921 und 1922 zu gelassen, für die die Kämpfe noch­mals ein Prüfstein für die G ebi e tsm eist er s chaften fein sollen. Zur Ausschreibung gelangt sind: 100- Meter-Lauf, 800-Meter-Lauf, 3000-Meter-Lauf, Hoch- sprung, Weitsprung, Dreisprung, Kugelstoßen, Dis­kuswerfen, Speerwerfen und 4X100-Meter-Staffel. Man wird nicht fehl gehen in der Annahme, daß in allen Wettbewerben spannende Kämpfe und an­sprechende Leistungen zu sehen sind, so daß sich die­ses Abendsportfest seinen Vorgängern würdig an­reihen und eine gute Werbung für die Leichtathletik bWen kann.

Faustball-Gauklaffe:

Tv. 1846 weiter in Führung.

Die zweite Runde der Gauklasse am vergangenen Sonntag in Friedberg brachte keine Aenderung in der Tabellenführung, da, wie vorauszusehen war, der Gaumeister Tv. 1846 Gießen seine Stellung durch drei Siege weiterhin fertigte und damit als Teil­nehmer an den Gauendspielen bereits feststehen dürfte. Im Gegensatz zu dem ersten Spieltag traten die Mannschaften allgemein mit verbesserten Ein­heiten in den Kampf, so daß auch knappere Ergeb- niffe zustande tarnen. Heftigen Widerstand leistete diesmal Friedberg dem Gaumeister und gab sich nur knapp 34:30 geschlagen. Einen guten Start hatte Bad Homburg, das nach der kampflos abgegebenen ersten Runde nur durch zwei Siege mit Hanau und Friedberg gleichzog. Hanau hatte das Pech, bereits im ersten Spiel einen Mann durch Verletzung zu verlieren und blieb ohne Punktgewinn.

** Wanderung des Ob erheffischen Gebirgsvereins. Am Sonntag führte der Oberhessische Gebirgsverein, Zweigverein Gießen, seine Juni-Wanderung durch. Der Frühzug brachte die Wanderschar über Niederwalgern nach Gladen­

bach. Durch das Städtchen führte der Weg in stetem Anstieg am Blankenstein vorbei durch die soge­nannte Hinterländer Schweiz mit ihren roman­tischen Felspartien und der herrlich gelegenen Frei­lichtbühne. lieber Runzhausen ging es durch Wald und Feld mit stets wechselndem Ausblick zum Hün- ftein. Steil führte dann der Weg abwärts nach dem schmucken Musterdorf Holzhausen, wo man sich mit den Wanderfteunden vom Zweigverein Marburg 07 zur gemeinsamen Mittagsrast traf. Der Rückweg leitete die Wanderer durch Wald und Feld, bergauf und bergab über Rachelshausen nach Gladenbach, wo in froher Runde Schlußrast gehalten wurde.

Große Strafkammer Gießen.

Der K. K. in Ehringshausen hatte sich wegen Ein- bruchsdiebstahls, Sachbeschädigung und verbotenem Waffenbesitz zu verantworten. Es wird ihm zur Last gelegt, im Januar und Februar 1939 in Als­feld, Grund er g, Lollar, Nieder-Gemünden und Eroß-Felda sich des versuchten und vollendeten (Ein« bruchsdiebstahls, das Fenster der Arrestzelle der Orts­polizeibehörde in Alsfeld, aus der er entwichen war (er kam freiwillig wieder zurück), beschädigt und Ende 1938 und Anfang 1939 eine Pistole be­sessen zu haben, ohne im^ Besitze eines Waffen­scheines zu sein. Bei den Diebstählen handelte es sich in einem Falle um Spirituosen, in allen übrigen Fällen durchweg um kleinere Geldbeträge.

Der Angeklagte gibt die Sachbeischädigung und den verbotenen Waffenbesitz zu, beftreltet aber jeg­liche Schuld bezüglich der Einbruchsdiebstähle.

Der Vertreter der Anklage beantragt, wegen der Sachbeschädigung und dem verbotenen Wafienbesitz auf eine Gesamtgefängnisstrafe von fünf Monaten und 14 Tagen zu erkennen. Was die Einbruchsdieb­stähle anlangt, stellt er, trotz dringenden Tatver­dachts, die Entscheidung in das Ermessen des Ge­richts.

Der Verteidiger beantragte wegen der vom An­geklagten zugegebenen Straftaten auf eine Geldstrafe zu erkennen, im übrigen aber den Angeklagten man­gels Beweises freizusprechen und für den Fall, daß auf eine Freiheitsstrafe erkannt würde, diese durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt zu be- ttachten.

Der Angeklagte wurde wegen Sachbeschädigung nach §303 StGÄ., sowie wegen eines Vergehens gegen das Waftengeifetz vom 18.3.1938 zu einer (3 e4 a ni t g e f ä n g n i s ft r a f e do n fünf M o - naten und 14 Tagen abzüglich der 4 Monate Untersuchungshaft verurteilt. Im übrigen wurde er freigesprochen.

In der Nordaruppe (Kassel) setzte sich, wie erwar­tet, die CT. Hessen-Preußen an die Spitze vor Wol­fershausen. Auf den weiteren Plätzen: Polizeispv. Kassel und BSG. Spinnfaser Kassel.

Bannsportwettkämpfe im Schießen.

Am Sonntag fanden auf den Schießständen am Schützenhaus die Bannmeisterschaften im Schießen statt. Vier Wettkämpfe waren ausgeschrieben, die gut besetzt waren. Die Ergebnisse waren zum Teil ausgezeichnet.

Die Ergebnisse.

Mannschaftsschießen für HI., bis 18 Jahre (20 Schuß liegend freihändig): 1. Gefolgschaft 2/116 mit 670 Ringen (Hambach, Lippert, Schäfer, Henneken); 2. Gesolaschaft 16/116 mit 540 Ringen (Nebeling, Kumpf, Hühnergarth, Holcher).

Einzelwertung: 1. Hambach, 2/116,198 RL 2. Dem, 9/116, 172 R.; 3. Nebeling, 16/116, E Ä?

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setzen sich sofort mit den zuständigen Ortsgrup- penamtsleitern der NSV. in Verbindung und regeln die Verteilung der Sammelabzeichen und Mitglie« der-Werbeheftchen. Die HJ.-Einheiten übernehmen zusätzlich den Verkauf eines Mitgliederwerbeheft- chens zum Preise von 5 Pf., das durch die Kreis­propa garrdaleitung an die Ortsgruppen zur Ver­teilung gelangt ist. Im übrigen fei nochmals aus­drücklichst auf den Aufruf des Reichsjugendführers hingewiefen.

Gefolgschaft 2/116.

Am Mittwoch, dem 21.6.1939, 20 Uhr, treten die Teilnehmer der Hessen-Nassau-Fahrt 1939 zu einem Fahrtenappell am Heim an. Anschließend tritt die gesamte Gefolgschaft um 20.20 Uhr zur Sonn­wendfeier am Heim an.

Fliegergesolgschaft 1/116 Gießen.

Heute abend (21. 6.39) tritt die Schar 1 und 2 um 21 Uhr in der Gartenstraße zur Sonnwendfeier an. Die auswärtigen 2g. sind beurlaubt. Arn Don­nerstag, dem 22. Juni, treten beide Scharen um 20.15 Uhr an der Gewerbeschule in der Kirchstraße an.

BOM.- u.IM.-llntergau 116 Gießen

Betr.: Sonnwendfeier.

Die Jungmädel, Mädel- und BDM.-Werk-Ein­heit en nehmen am 21. Juni an den Feiern der zu­ständigen Ortsgruppen teil.-

Die Gießener Einheiten (bei den Jungmädeln nur die Führerinnen) treten um 21 Uhr in der Roon- straße an.

Bett.: Unterführerinnen-Dreikampf und Führerinnen-Fünfkampf.

Zur Durchführung der Führerinnen-Wettkämpfe treten alle dafür in Frage kommenden IM.-Führe- rinnen des Standorts Gießen am Sonntag, 25. Juni, morgens 8 Uhr an der Volkshalle mit Sportzeug an. Mitzubringen sind außer der Teilnehmerinnen- lifte die Schleuderbälle, Bandmaße und Stoppuhren der JM.-Gruppen.

Alle M>Führerinnen (Gruppenführ., Scharf, und Schaftsf., soweit sie teilnehmen müssen), Ringfüh­rerinnen und der Untergaustab tritt um 9 Uhr eben­falls mit Sportzeug an der Volkshalle an. Auch hier werden obengenannte Sportgeräte mitgedracht.