Ausgabe 
21.6.1939
 
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Sie stellte die Verbindung her.

Ja, Hilde? Bist bus?"

Hilde brach in wütende Vorwürfe steckst du?" Wir sind halb wahnsinnig Madeleine war drauf und dran, die alarmieren..

aus.Wo vor Angst? Polizei' zu

Wiederholungs-Llebung für das SA.-Wehrabzeichen

werden, .daß den Tieren der Weg, den sie nehmen müssen, zwangsläufig vorgeschrieben sein wird.

Das Verwaltungsgebäude, ein eingeschossiger Bau, wird in seiner Gesamtanlage ausschließlich von der Zweckmäßigkeit und den Notwendigkeiten bestimmt sein. Das Haus wird Büroräume für den Markt­beauftragten, für die Genossenschaft und für den Tierarzt enthalten. Ferner ist die Einrichtung eines Raumes für den Steuereinnehmer, ein größerer Raum für die Kasse (für die Volksbank, über die sämtliche Verrechnungen erfolgen), ein großer Aufenthaltsraum für die Metzger, ein Sitzungszim­

mer, sowie Aufenthaltsräume für den Nachtwächter und'für Arbeiter vorgesehen.

Das Verwaltungsgebäude, wie auch die Stalle, werden, was die äußere Gestaltung anbetrrsft, aus solchem Steinmaterial erstellt, wie es bisher an dem neuen Verwaltungsgebäude des Schlachthofes zu ehen ist. Die Gesamtanlage wird, das läßt das bel- aefügte Schaubild erkennen, einen guten und ge­schlossenen Eindruck machen.

Mit den Bauarbeiten zur Errichtung der Gebäude des Mittelmarktes würbe bereits begonnen.

An den Augenblick, an dem Herr Nase wieder auftauchen würde, dachte sie lieber nicht, sonst be­kam sie gleich das gewisse flaue Gefühl in der Magengegend.

Er hatte an einem Buch gezogen, denn sie hatte ja gemeint, er wolle sich Lektüre aus dem Gestell herauslangen, in dem eine Reihe staubiger Schweins­lederbände standen. Irmgard schob einen Stuhl her­an und kletterte darauf. Sie wollte sich die Bücher von oben ansehen. Halt! Hier war der Staub ver­wischt. Hier hatte er darüber gestreift. Das Mädchen hob einen Band heraus. Eine kleine Metallscheibe wurde darunter sichtbar...

Nun hatte sie keine Zeit mehr, Angst zu haben. Sie zerrte daran, drückte... Und langsam schwang sich das Regal in den Laden. Fast hätte es sie von ihrem Stuhl gestoßen.

Das Mädchen sah einen Lichtschalter. Mutig ge­worden, drehte sie daran. Sie stand in einer tiefen Nische.' Die Tür schien in die Hauptmauer des Hauses eingebaut... Und die Rückseite des Regals war auch mit Fächern versehen.

In einem lagen Mappen, die mit Zeichnungen gefüllt waren, für die sich Irmgard keineswegs interessierte. Aber in dem Fach darüber sanden sich Stöße von Banknoten, so viel, daß ihr schwindlig wurde. Ein so reicher Mann war Nase? Und lebte in dem finsteren Loch?

Nicht die Polizei, Hilde, nicht! Schick mir Made­leine zum Apparat! Gleich, Hilde!"

Ja, Irmgard..Es war die ruhige Stimme Madeleines.Wo bist du?"

Bei Nase... Er ist kein Zwerg. Und viel Geld... Er hat einen Geheimschrank, nein, eine Geheimtür... Jetzt ist er fort. Und ich weiß nicht, wie ich raus soll, Madeleine! Ich fürchte mich... Aber nicht die Polizei! Schwör es mir, Madeleine!"

Wohin führt die Geheimtür?" fragte die ruhige Stimme.

3n eine Kammer ohne Fenster. Nur eine Tür. Aber sie ist zu. Und kein Schloß. Die richtige Tür ist dreimal versperrt."

Ruhig Blut, Irmgard! Du mußt dir die Klinke genau ansthen, vielleicht ist darin der Fixierverschluß angebracht. An welcher Hausseite ist diese Tür?"

Da wo bas Pult steht, in dieser Höhe etwa..

Irmgard fühlte, wie ihr das Blut plötzlich eiskalt durch die Adern lief. Ein Rad hatte gequietscht. Schlüssel hatten geklirrt. Blitzschnell legte sie den Hörer auf die Gabel, stieß das Buch um, drehte den Schalter der Leselampe.

Im Nebenzimmer war es hell gewogen. Sie batte keine Zeit mehr, in ihr altes Versteck zurück­zuhuschen, sie wagte es nicht, an der offenen Tur vorbeizuschleichen. Irmgard kauerte sich unter das Ladenpult. Wenn Nase auf den Gedanken kam, sich an seinen gewohnten Platz zu setzen, dann war sie nicht nur entdeckt, dann war sie gefangen wie in einer Mausefalle. Irmgard preßte die Hand vor den Mund, Sie durfte nicht schreien, sie durfte nicht los­schluchzen. Sie zwang die panische Angst nieder, sie triff nach dem alten Hilfsmittel ihrer Kindheit, sic sagte. sich das groß« LstMdlMZ auy

Die DortraasreiheGegenwarts- und Zukunfts­aufgaben der deutschen Wirtschaft", die von der Ab­teilungDerufserziehung und Betriebsführung" der DAF. durchgeführt werden, findet mm eine Fort­setzung. Die neue Reihe der grundlegenden Referate, die jetzt im, HotelHindenburg" abgehallen werden, wurden durch Kreisberusswalter Pg. M ü'n e r (Gießen) eröffn et, der auf die Bedeutung der Fra­gen der organischen Betriebsgestaltung im Hinblick auf den Mangel an Facharbeitern und der Men­schenführung mit dem Ziele eines Ausgleiches des Kräftemangels durch erhöhten Maschineneinsatz hin- wies. Als erster Vortragender sprach

Wirtschaft und Erziehung."

Die 2. Vortragsreihe der DAF. hat begonnen.

Irmgard horchte und wartete. Alles blieb still.

Sie richtete sich langsam auf und streckte sich. Daß sie von dem langen Hocken keinen Krampf bekommen hatte, sprach für ihre gut trainierten Muskeln. Zuerst wagte sie nicht, sich zu rühren. Es war so dunkel, daß sie ohne Licht nichts an­fangen konnte. Ob man den Schein der Leselampe durch die grünen Seidenvorhänge und die Stahl- gitter auf der Straße bemerkte? Nein, entschied das Mädchen. Vorsichtshalber lehnte sie noch ein dickes Hauptbuch davor, um jeden Schein abzublenden.

Dor allem mußte sie sehen, was in dem Geheim­schrank, war ober ob der Schrank eine Tür war. Eine zweite Tür wäre ihr sehr sympathisch. Denn wie sie sonst hinauskam, war ihr rätselhaft. Irmgard wollte schrecklich tüchtig sein, sie wollte brennend gerne Gottfried helfen aber sie wollte keines­wegs in dem dunklen Laden Tür an Tür mit Zwerg Nase übernachten, mit dem Zwerg, der gar keiner war.

Wie machte er das bloß?

Irmgard klappte die Platte hoch, die das Pult von dem übrigen Laden trennte und wäre fast gefallen. Der Boden hinter dem Pult war um gute fünfzehn Zentimeter tiefer als der übrige Fuß­boden. So lange er sich nicht aus seinem Verschlag herausrührte, war Heinrich Nase eben ein Zwerg. Das Pult war so breit, der Laden so dunkel, daß kein Mensch den Schwindel merken konnte.

Einfach und bequem, dachte Irmgard und machte sich daran, das seltsame Bücherregal zu durchstöbern. Seit sie sich allein wußte, war ihre Angst nicht mehr sehr groß. Es kann wohl nicht behauptet werden, daß sie sich besonders zufrieden und glücklich fühlte, aber das alberne Herzklopfen hatte, aufgehört,

Ein Pack Briefschaften, hauptsächlich mit Ziffern bedeckt. Ein Stoß ungebrauchtes Briefpapier und dazu passende Kuverts. Das Mädchen betrachtete nachdenklich das Papier. Daß man Geld und kost­bare Bilder versteckt, daß man wichtige Briese auf­hebt, das verstand sie. Aber ungebrauchtes Brief­papier?

Sie faltete einen Bogen ordentlich und schob ihn in ihre Handtasche. Das Briefpapier würde er ja kaum gezählt haben, der widerliche Mensch...

Vielleicht wußte Madeleine, die kluge Madeleine, was es zu bedeuten hatte. Wenn sie nur die ältere Freundin hier hätte! Wieviel schneller hätte sie gewahrt, was wichtig war und was nicht. Sie Stöberte in den Briefschaften. Halt, was war das? Ein Name sprang ihr entgegen, eine Unterschrift: Gottfried von Dilden.

Briefpapier eines englischen Hotels. Von Anfang Juni. Und mit Gottfrieds scheußlicher Klaue ein paar Zeilen:Lieber Herr Nase, diesmal haben wir Pech gehabt, aber vielleicht klappt's ein ander­mal. Mündlicher Bericht bei der Heimkehr... Be­schwichtigen Sie Onkelchen, damit kein UngTütf ge­schieht ... Ich habe mein Bestes getan ..."

Irmgard war sehr blaß geworden. Mit dem so­genannten Zwerg Nase stimmte etwas nicht, aber schon gar nicht... und Gottfried schrieb ihm solche Briefe... Gottfried! Ob die Polizei und Onkel Voigt doch recht hatten?

Sie wagte nicht, den Brief an sich zu nehmen. Nase sollte ja nicht merken, daß jemand sein Ge­heimnis entdeckt hatte. Sie mußte verschwinden, so rasch als möglich verschwinden. Madeleine! Wenn nur Madeleine da wäre?... Die Tür des Zimmers war versperrt. Die Fenster zum Hof vergittert...

Wer weiß vielleicht gab es aus der Kammer hinter dem Geheimjchrmtt einen Ausgang,.,

Irmgard riß sich zusammen. Es hatte keinen Sinn, den Kopf zu verlieren, gerade wenn man ihn am dringendsten brauchte.

Noch ein Lichtschalter. Eine fensterlose Kammer wurde erhellt. Schmutziger Vretterboden. Versperrte Schränke. Und eine Tür. Aber die Tür hatte kein Schloß. Irmgard suchte aufgeregt. Nein! Kein Schloß war zu sehen. Und die Tür war versperrt.

Madeleine, liebe Madeleine! Hilde! Wie komme ich da heraus!

Sie huschte zurück in den Laden und drückte an der Metallscheibe. Aber bevor das Regal in die Wand zurückschwingen konnte, klemmte Irmgard rasch einen festen bronzenen Briefbeschwerer da­zwischen. Vielleicht war es gut, sich diesen Ausweg ofienzuhalten, den Ausweg in die fensterlose Kammer? Doch ja! Sie konnte sich darin mit den Schränken verbarrikadieren. Und wenn sie fest gegen die Tür trommelte, würden Leute sie hören.

Auf dem Pult stand ein Telephonapparat. Daß sie den erst jetzt bemerkte. Sie wollte Madeleine sprechen, sie mußte auch die Freundin und die Schwester beruhigen. Daß sie immer nur an die eigene Angst gedacht hatte, nicht an die der andern?

VDA.-Arl>eit - Dienst am AuslanddeuWum

Die VOA.-Sammeltage in Gießen. Platzkonzerte.

WMNNllMiSOllSMM

Roman von Konrad Trani

<Topyrfgf)t by Carl Ouncker Verlag, Berlin W35

21. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Ohne Licht anzudrehen, ging er an ihr vorbei, so dicht, daß sie seine Schuhe hätte berühren können, und öffnete die Tür zum Nebenzimmer. Dort machte er Licht. Irmgard empfand es schon als Erleichte­rung, daß er sich nicht im selben Raum befand wie sie selbst.

Sie sah ein einfaches Bett und die Ecke eines Tisches, auf dem eine gestickte Decke lag. Schritte. Ein schlecht geöltes Rad quietschte. Zögernd richtete Irmgard sich auf. Sie hatte entsetzliche Angst, aber sie war ebenso neugierig. Und wenn sie sich schon in die eklige Situation gebracht hatte, so wollte sie wenigstens' wissen, was vorging. Sich nur zu fürch­ten hatte keinen Sinn.

Der Mann trudelte einen Rollstuhl zur Tür, nahm Platz und war wieder der Zwerg. Wie er das nur machte? Schlüssel klirrten. Drei Schlösser wurden umständlich aufgesperrt, bevor die Tür sich öffnete. Dann glitt der Rollwagen in den Flur hin­aus. Irmgard hörte, wie drei Schlösser abgesperrt wurden. Und eine Frauenstimme sagte.Guten Abend, Herr Nase! Ein bißchen Luft schnappen, nicht wahr?"

Denken und Handeln auf das nattonalsoziaNstischS Wollen auszurichten ist. .

Auf die Frage: Wer erzieht? stellte der Red. ner klar daß es in erster Linie der Betrieb ist und daß die'weiteren fördernden Maßnahmen nur er­gänzenden Charakter trauen Diese Forderung wird verständlich durch die Ueberlegung, daß der Mensch den größten Teil des Tages und des Lebens im Betriebe ist. Als ergänzende und vertiefende Maß­nahme ist die fördernde Berusserzlehungsarbelt des Amtes für Berufserziehung der DAF. anzusehen.

Für die Gestaltung der Erziehungsarbeit in der Wirtschaft ist nach den Ausführungen des Vortra­genden kein patentiertes Bestverfahren vorzufinden. Es kommt dabei auf den Geist und auf die verschie­dene betriebliche Situation an. Als Grundlagen be« zeichnete der Vortragende einen planmäßigen Auf­bau ernstes Wollen und Hingabe des Einzelnen. Die Feststellung der Erfolge dieser Erziehungsarbeit erfolgt dann durch den Reichsberufswettkampf, durch die Gesellen- und Meisterprüfungen, die Kaufmanns­gehilfenprüfungen und andere Kontrollmaßnahmem

Nach einer eingehenden Besprechung von Erfah­rungen aus der Praxis hob Professor Dr. Löbner hervor, daß Wissen und Können nicht die letzten Ziele sind. Darüber hinaus muß es Aufgabe einer recht verstandenen Erziehungsarbeit fein, die Hal- tung und den Charakter zu formen, die Einfatzfteu- diqkeit zu wecken und das Wollen zu fördern, um hie Menschen nicht nur zum Meister im Beruf, sondern auch zum Meister in allen Forderungen des wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Wollens unserer Zeit heranzubiLen. Der Vortrag fand rei­chen Beifall.

Mit Genehmigung des Führers und unter der Schirmherrschaft des Stellvertreters des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, wird am 24. und 25. Juni im ganzen Reich eine Haus- und Straßensammlung für die Sache des Dolks- bundes für das Deutschtum im Airsland durch­geführt. Träger dieser Sammlung ist der VDA. Da die Organisation des VDA. aber noch im Aufbau begriffen ist, da noch nicht in allen Orten VDA.- Gruppen bestehen, liegt die Durchführung der Sammlung in Händen der NSV. Die Sammlung selbst erfolgt in engster Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des VDA.

Auch in unserer Stadt werden die Beteiligten aus berufenem Kreise alles aufbieten, um der Samm­lung zu dem Erfolg zu verhelfen, der der edlen Sache des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland würdig ist und dem VDA. die Mittel ver­schaffen soll, seine große Aufgabe an den Ausländs­deutschen zu erfüllen. Die Abzeichen, die bei der Sammlung am 24. und 25. Juni zum Verkauf ge­langen werden, stammen aus Gablonz (Nord­böhmen), aus einer Stadt, die durch ihre Glas- und Schmuckindustrie bekannt ist. Die Glasabzeichen werden in 18 verschiedenen Ausführungen zum Ver­kauf gelangen.

Die Sammelaktion wird am Samstag, wie auch am Sonntag eine besondere Unterstützung dadurch erfahren, daß durch Platzkonzerte die allge­meine Aufmerksamkeit wachgerufen wird und sich den Sammlern ein besonderes Feld der Tätigkeit bietet. Das Musikkorps des Fliegerhorstes wird am Samstag zwischen 15 und 16 Uhr, wie auch am Sonntag zwischen 11 und 12 Uhr vor dem Stadt­theater konzertieren, die Kreiskapelle der NSDAP, gibt am Samstag zwischen 18 und 19 Uhr am Sel­terstor ein Konzert. Auch der Musikzug der SA.-

einer Gemeinschaft Zusammenleben, also nut beson derer Berechtigung in der Wirtschaft, trn JBetrieb, als den bedeutendsten und größten menschlichen Ge­meinschaftsformen. Weiterhin zeigte er, wie ber -öe» qriff derWirtschaft" über die überlebte Auffassung der zweckdienlichen Befriedigung des Bedürfnisses hinaus in der gegenwärtigen wirtschaftlichen und politischen Lage eine höhere Wertung erfahrt, m deren Mittelpunkt der Mensch als das wertvolftte Gut steht. In diesem Zusammenhang kann die Er­ziehung nicht in engerem Sinne, wie etwa m dem der Schule und des Elternhauses, sondern in höhe­rem Sinne als Menschen führung gebeutet werben.

Auf die sich anschließende Frage, w e r innerhalb einer derartigen Erziehung geformt werden soll, führte der Vortragende den Nachweis, daß sowohl der Lehrling, die älteren Gefolgschaftsmitglieder, als auch der Betriebsführer darein einbezogen wer­den müssen. In überzeugender Weise kennzeichnete Professor Dr. Löbner den Typus des Lehrlings von heute, der selbstsicherer als in früheren Zeiten, den sportlichen Interessen reger zugewandt als den gei­stigen Dingen, den beruflichen Einsatz vielfach als notwendiges liebel auffaßt. Die Notwendigkeit der Erziehung der älteren Gefolgschaftsmitglieder leitete er aus der Dynamik der Wirtschaft ab, deren Grundformen sich schneller als in früheren Zeiten wandeln. Ergänzend dazu führte er die Lücken an, die durch die Abwesenheit infolge der staatspoliti­schen Aufgaben des Einzelnen entstehen und die ge­bieterisch ein Hinzulernen fordern. Die Erziehung wird aber auch den Betriebsführer einbeziehen müs­sen, weil er in seinem gesamten wirtschaftlichen

Standarte 116 wird sich in den Dienst der Sache stellen. . ...

Die Sammelaktion wird in erster Lime durch die Mitglieder des VDA., durch Mitglieder der NS.- Frauenschaft und des NS.-Frauenwerkes, durch die jungen Kameradinnen und Kameraden in Hitler- Jugend und BDM., sowie durch Beamte und An­gestellte der Reichsbahn durchgeführt werden. So­weit es notwendig erscheint, werden auch Angehö­rige der Gliederungen der Partei beteiligt sein.

Durch Plakate und Werbeschriften wird auf die Arbeit und die Ausgaben des VDA. beson­ders aufmerksam gemacht werden. Auch der Run d- funk stellt sich in den Dienst der Sache. Darüber hinaus wird in den Lichtspielhäusern unse­rer Stabt durch einen Tonfilm auf die VDA.- Arbeit aufmerksam gemacht. Der Film führt u.a. im Geiste nach Siebenbürgen, in das Banat, wie auch in die Städte im südostdeutschen Raum, die als Kulturschöpfungen deutschen Geistes seit Jahrhun­derten von hoher Bedeutung sind. Der Film zeigt außerdem die Ausländsdeutschen in Sitten und Ge­bräuchen und in ihren schönen Trachten, die sie sich bis auf den heutigen Tag als Ausdruck der Treue zum deutschen Volkstum bewahrten.

In diesem Zusammenhang verdient besonders er­wähnt zu werden, daß sich unsere Gießener Schulen schon seit geraumer Zeit mit Eifer und Nachhaltig­keit in den Dienst der Sache des VDA. stellen. Fast jeber Schüler beteiligt sich mit 5 bzw. 10 Pf. am Kameradschaftsopfer für den VDA. und bient damit der großen Sache.

Man wird nicht fehl gehen in der Annahme, daß die Bevölkerung unserer Stadt ihren Opfersinn auch für diese große Aufgabe beweisen wird und bei der Haussammlung, wie bei der Straßensammlung einen großen Erfolg verbürgt.

Professor Dr. Löbner-Leipzig

über bas Thema:Wirtschaft und Erziehung". Er ging dabei von der Tatsache aus, daß diese Pro­bleme über Deutschland hinaus Professor Dr. Löbner hielt über die gleichen Fragen Gastvorträge in Rumänien und in der Schweiz aktuell und gerade bei uns einer Aussprache wert sind. In seiner Erläuterung des BegriffesErziehung" führte der Vortragende den Ausspruch von Professor Kriegk über die Erziehung alsUrfunktion der menschlichen Gemeinschaft" an und gab zu verstehen, daß überall dort erzogen wird, wo Menschen in

Anordnungen und Zeitplan 1

Erhaltung der Wehrkraft und des Wehrwillens bis in bas hohe Alter ist der Sinn und Zweck der Wiederholungsübungen, bie gemäß des Befehls des Stabschefs der SA., in diesem Jahre in drei Ab­schnitten von allen SA.-Wehrabzeichenträgern ab­zuleisten sind.

Teilnahmepflicht besteht für alle Wehrabzeichen­träger, die nach dem 30. April 1899 geboren sind. Angehörige der Gliederungen leisten die Wieder­holungsübungen bei ihren Gliederungen ab. För­dernde Mitglieder der jf, Korpsangehörige des NSKK., Förderer des NSFK. und Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, sowie Angestellte der deutschen Polizei, sofern sie keiner Gliederung an= gehören, haben die Wiederholungs'übungen bei der SA. abzuleisten. Wehrabzeichenttäger mit einem Geburtsdatum vor dem 30. April 1899 sind zur Teilnahme nicht verpflichtet, wenn sie auf den Er­werb des silbernen bzw. goldenen Wehrabzeichens Verzicht leisten.

Für die SA-Standarte 116 und alle im Standartenbereich ansässigen.-Wehrabzeichen- träger findet die erste Wiederholungsübung 1939 am kommenden 25. Juni statt und besteht aus folgenden Uebungen:

5 Schuß liegend freihändig auf 12er KK.- Scheibe auf 50 Meter Entfernung.

Handgran atenzielwurf auf 30 Meter Entfernung in einen Kreis von 4 Meter Durchmesser. Je Mann 6 Wurf.

1500 Meter Geländehindernislauf.

Alle Wehrabzeichenttäger des Standortes Gießen einschließlich der Orte Gießen-Klein-Linden, Gießen- Wiefeck, Heuchelheim, Rödgen, Großen-Buseck, Alten-

Dicht über ihr klingelte das Telephon. Nase hob ab, sie horte, wie er mit dem Fuß an die Pult­wand stieß...

Nein, falsch verbunden! Können Sie nicht acht- geben! keifte er.

Das war Madeleine, bas war Madeleine, die wissen wolltt, warum sie das Gespräch unterbrochen hatte! Madeleine nahm sich nun ein Auto und kam zu ihr. Und Hilde kam mit. Aber nicht die Polizei, bitte nicht die Polizei. Ich wollte doch Gottfried helfen, ich will ihm nicht die Polizei auf den Hals hetzen, nur weil ich Angst habe ... Gar soviel Angst habe ich nicht!

Irmgard sagte sich die Wahrheit. Sie war ruhiger geworden, entweder dank dem Einmaleins, oder weil sie spürte, daß Hilfe unterwegs war. Kopf hoch und ruhig Blut! befahl sie sich. Ueberlegte lange. Wie war es gewesen, als sie an der Klinke der Kammer gerissen hatte? Wie sah die Klinke aus? Sie wollte alles ausschalten, nur an diese Klinke mußte sie denken ...

Madeleine hatte bestimmt recht. Die Kammer hatte einen Ausgang, sonst wäre die Tür ja sinn« los. Es war eine ganz gewöhnliche Klinke gewesen, nur ein wenig länger und am Ende des Griftes war ein kleiner Knauf. War bas eine Verzierung ober war darin die Feder verborgen, die das Schloß öffnete.

Wenn Nase sich in der fernsten Ecke des Neben­zimmers zu schaffen machte, wenn sie das Gefühl hatte, daß er mit einer Arbeit oder einem Buch be­schäftigt war auf das kleinste Geräusch mußte sie achten! dann konnte sie es wagen, die Geheim­türe zurückzuschieben. Dann konnte die Flucht ge« fingen.

Vielleicht ließ sich schnell ein Schrank, nein, der alte Tisch mußte es sein, vor die Schranktür schieben, damit sie ein paar Sekunden Vorsprung gewann. Sie mußte ihr Glück versuchen. Sie mußte aus der unheimlichen Wohnung hinaus; denn hier konnte Madeleine Nicht einbringen, wenn sie nicht die Po- lizei hinter sich hatte.

Im Nebenzimmer klangen die Schritte eines Mannes, Papier raschelte. Ob er eine Zeitung las? Nun horte sie, daß ein Zündholz angestrichen wurde. Er wollte sich eine Zigarette cmzünden, und die Zeitung müßte so furchtbar intereffant fein, daß er nichts anderes hörte und sah.

Nein! Er hatte die Flamme eines Gaskochers an­gezündet. Irmgard hörte das charakteristische Sau­sen einer Gasflamme. Metall stieß auf Metall. Dp fenbar hatte er einen Teekessel zugestellt.

Und nun kam die quälende Zeit. Sie mußte war­ten, bis er den Teekessel mit kochendem Wasser m der Hand hatte. Das war der Augenblick, in dem sie verschwinden mußte. Er konnte das heiße Zeug nicht fallen lassen niemand schüttet sich gerne mit kochendem Wasser an, er mußte das Gefäß niederstellen, bevor er Umschau hielt, falls ihm em : Geräusch auffallen sollte.

Und sie würde leise sein wie eine Maus .. -

Fünf Minuten wartete Irmgard. Und diese Ms 1 Minuten waren eine Ewigkeit...

! Nun verlöschte bie Gasflamme mit einem deutlich : lich wahrnehmbaren Geräusch. Wieber klirrte eG Wetallgejätz, (HortjetzunK'firlM /

für die EA.-Standarte 116.

Buseck, Trohe, Oppenrod und Burkhardsfelden treten am 25. Juni um 7.45 Uhr an der Dolkshalle (vorderer Trieb) in Gießen an. Die Wehrabzeichenttäger die keiner SA.-Einheit angehören, welche außerhalb Gie- ßens und der genannten Orte ansässig sind, haben dis Wiederholungs-Uebung bei den SA.-Stürmen ab» Meisten.

Die Orte werben nachstehend zur Kenntnis ge« bracht:

Gruppe IV Rindsmühle b ei Leih- gestern für die Orte: Großen-Linden, Leihgestern, Allendorf/Lahn, Orüningen, Watzenborn-Steinberg, Langgöns, Holzheim.

Gruppe V Lich: für bie Orte: Hausen, Gar« benteich, Steinbach, DorfiGüll, Annerod, Albach, . Lich, Birklar, Eberstadt, Müschenheim, Bettenhausen, ; Bellersheim, Obbornhofen, Langsdorf, Hungen, plötzliche Magenbeschwerden! ; Wenn durch kaltes, hastiges, unbekömmliches Trinken oder durch den Genuß schwerverdaulicher Speisen , und unreifen Obstes die Verdauungsorgane über­lastet werden, so wird man unlustig zur Arbeit, mißgestimmt, müde und nervös. In allen diesen : Fällen sollte man gleich bei den ersten Beschwerden Klosterfrau-Melissengeist nach Gebrauchsvorichrift I nehmen. Er hilft mit, die Verdauung wieder in geregelte Bahnen leiten und Unpäßlichkeiten zu be­heben. Den echten Klosterfrau-Melissengeist ni der blauen Packung mit den 3 Nonnen erhalten Sie von 90 Pf. an bei Ihrem Apotheker,oder Dro- giften. Interessenten verlangen ausführliche Drua- ; schrift Nr. 1 von der alleinigen Herstellerin, der : Firma M. C. M. Klosterfrau, Köln a. Rh.