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Ar. 142 Drittes Blatt Sletzen« Anzeiger <Sen«aI-Anzetger für GberWen)Mittwoch. 21. Zuni 143?
Aus der Stadt Gießen.
Oie Iohannisnacht im Volksbrauch.
Die Johannisnacht ist im Volksglauben mit allerlei zauberhaften Kräften ausgestattet, in denen sich germanisches Brauchtum wie z. B. die Sonnwendfeiern mit späteren Vorstellungen mischte. Der Johannisnacht vor allem hat das Volk besondere magische Wirkungen zugesprochen. In dieser Nacht leuchten die Schätze der Erde, und Sonntagskindern ist der Zutritt zu ihnen freigegeben. Die Gewässer erhalten in dieser Nacht besondere Heilkraft und wer in ihnen badet, gesundet und wird vor Krankheiten bewahrt. Ja, mancherorts ließ die Volksphantasie das Wasser bestimmter Quellen sich um Mitternacht in Wein verwandeln. Aber auch Böses konnte geschehen, wenn es dem „Erdkrebs", der Maulwurfsgrille, beim Umherflicgen gelang, Blumen, aufgehängte Wäsche oder Ackergeräte'zu berühren — die Menschen, die vor Sonnenaufgang etwas davon anfaßtcn, erkrankten an Krebs. Frühere Zeiten konnten sich die Entstehung der schrecklichen Krankheit nicht anders erklären.
Aber im allgemeinen gelten Johannistag und Johannisnacht als glückbringend. Vor allem find es Pflanzen, Blumen und Kräuter, denen die Johannisnacht heilende und glückbringende Wirkung zuteilt. Da ist einmal das Johanniskraut, auch Hartheu geheißen, dessen gelbblühende Staude an sonnigen Waldrändern wächst. Der blutrote Saft, der aus den gelben Blüten und Knospen rinnt, schützt vor Krankheit und Gefahr aller Art.
Auch als Liebesorakel hat es seine Bedeutung. Der Bursche, der wissen möchte, ob das begehrte Mädchen ihn wieder liebt, pflanzt in der Johannisnacht zwei Stauden des Krautes ein — neigen sie sich im Wachsen zueinander, gilt ihm dies als günstiges Zeichen. Der Bärlapp heißt im Volksmund auch Johannisgürtel. Das farnartige, dicht am Boden liegende Gewächs, das aufrechte Sporen- 'ähren in die Höhe treibt, hat einen eigenartigen .gelben Sporenstaub, der als „Hexenmehl" bezeichnet wird. Er hat die Eigenschaft, helleuchtend zu trennen, so daß man früher glaubte, er bestehe aus "schwefel und stamme darum aus der Hölle. Der IJohannisgürtel mußte in der Frühe des Johannistages schweigend gesucht werden. Er wurde zu Kränzen geflochten in den Schlafzimmern aufge- Ihängt, oder man trug ihn zu dünner Kette gekochten, auf dem bloßen Leib und war so vor allein Unheil geschützt.
Auch der Beifuß heißt oft Johannisgürtcl. Er soll ,gegen Frauenkrankheiten schützen und wird ebenfalls nm Hause verwahrt oder am Körper getragen, um 'seiner Wirkung teilhaft zu werden. Das Arnica heißt vielerorts auch Johannisblumenkraut. Seine .Heilwirkung bei Wunden wird auch von der medi- ,zwischen Wissenschaft anerkannt, und die Homöo- pathie verwendet die Pflanze gegen verschiedene Krankheiten. Rittersporn und Lattich, in der Därn- nnerung des Johannisabends gepflückt, sind ebenfalls glückbringend. Vielerorts müssen in der Jo- channisnacht neunerlei Kräuter gepflückt werden, die, -zum Büschel gebunden, das Jahr über in einer )Stubc oder auch im Stall hängen und Hagel und 'Blitzschlag fernhaltcn sollen. Oder der aus sicbener- llci Feldblumen gewundene Johanniskranz wird ans Tor gehängt. In ihm dürfen Rosen, Kornblumen, Klatschmaul, Rittersporn, Kornraden, Lilien und ÜEichenlaub nicht fehlen, wenn er wirksam gegen «allerlei Ungemach sein soll.
In Südwestdeutschland wird die große Marguerite aand) Johannisblume genannt, weil sie als Licbes- mrakel dieselbe Bedeutung hat, wie das kleine Maß- Iliebchcn. Denken mir noch an die Johannisbeere, «die köstlich erfrischende Frucht und an das exotische Johannisbrot, die trockene Schote des Ceratonia- gbaumes, so sehen wir, wie vielfältig sich Aberglaube mnd Brauchtum mit dem Johannistag beschäftigen.
Mittelmarkt Gießen im Entstehen.
M
Der zukünftige Mittelmarkt Gießen. (Entwurf: Stadtbaudirektor Gravert.)
Schon seit geraumer Zeit trägt sich die Stadtverwaltung mit dem Gedanken, in Gießen die Einrichtungen und Anlagen zu schaffen, die die Abhaltung eines Mittelmarktes gestatten. Dieser Mittcl- markt soll die Aufgabe haben, eine größere Anzahl von Gemeinden von Gießen aus mit Schlachtvieh zu beliefern. Gegenwärtig werden durch die Schlacht-
viehverteilungsstelle Gießen die Stadt Gießen, mit ihren Vororten Wieseck und Klein-Linden, sowie die Gemeinde Heuchelheim mit Schlachtvieh versorgt. Mit der Errichtung eines Mittelmarktes aber sollen nicht weniger als 23 weitere Gemeinden mit Schlachttiercn versehen werden.
Die Vorarbeiten für die Errichtung dieses Mittelmarktes sind schon seit einiger Zeit im Gange. Die Pläne für die Schaffung der notwendigen Gebäude, insbesondere der Ställe, sind fertiggestellt und lagen bereits den Stellen vor, die dem größeren Bauvorhaben die Genehmigung zu erteilen haben. Die vorliegenden Plgne, die durch das Städtische Hoch- und Tiefbauamt Gießen (Baurat Gravert) geschaffen worden waren, wurden in bester Ordnung befunden.
Die Anlagen des neuen Mittelmarktes schließen sich unmittelbar an den Schlachthof an, werden aber doch ein in sich geschlossenes Ganzes bilden und von den Anlagen des Schlachthofes durch eine Mauer getrennt sein. Vorgesehen ist zunächst die Errichtung eines Verwaltungsgebäudes für den Mittelmarkt und die Errichtung von insgesamt sechs Ställen. Die Errichtung weiterer Ställe ist vorgesehen und wird dann geschehen, wenn sich die Notwendigkeit dazu erweist, d. h. wenn die Zufuhren zum Mittelmarkt so stark werden, daß die vorhandenen Ställe nicht mehr ausreichen. Der Platz für diese weiteren Ställe ist vorhanden. Die Gesamtanlage ersteht auf dem Platz unweit der Rodheimer Straße, auf dem bisher der Pferdemarkt abgehalten worden ist. Das Gelände ist hochwasserfrei; cs eignet sich in jeder Beziehung sehr gut. Als besonders günstig kann die Lage im engen Zusammenhang mit dem Schlachthof angesehen werden. Im Kreisverkehr ist die Zufahrt von der Rodheimer Straße zum Mittelmarkt möglich, sie führt um die Ställe herum, an der neuen Kuttelei vorbei und dann auf die Schlachthofstraße bis zur Einfahrt des Schlachthofes.
Für die Größe der Anlagen ist der zu erwartende Umfang des Auftriebs maßgebend. Die bisherige Schlachtviehverteilungsstelle hatte mit einem wöchentlichen Umsatz von 60 Stück Großvieh, von 200 Schweinen, von 120 Kälbern und etwa 10 Schafen zu rechnen. Für den zukünftigen Mittelmarkt wird sich ein Auftrieb von 2 0 0 Stück Großvieh, 4 0 0 Schweinen und 350 Kälbern
ergeben. Schafe werden entsprechend dem jeweiligen Bedarf am Markte vertreten sein.
An Stallgebäuden werden zwei erstellt, die für je 80 Stück Großvieh gedacht sind. Es wird aber damit gerechnet, d<iß in Bälde auch ein dritter Stall für Großvieh (als Quarantüncstall) gebaut wird. Für die Unterbringung von Schweinen sind ebenfalls zwei Ställe vorgesehen, in denen je 200 Tiere eingestellt werden können. Auch für den Kälberauftrieb werden zwei Ställe geschaffen werden. Die Einrichtung der Ställe wird im Prinzip derjenigen entsprechen, die für den Bau der Ställe zur Nutz- vichversteigerungshalle Rhein-Main maßgebend waren. Das Großvieh wird also dabei freistehcn und nur angekettet sein, während die Schweine in Boxen stehen, die auf festen Sockeln von starken Eisenrohren gebildet werden und so angeordnet sein
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ihm ein
nicht an ...
Ero aus der andern Welt.
dem das
ganzen Segelfliegerei vortrugen. !
einem Flecken, der gleich hinter der nächsten Wegecke läge, hätte man wichtige Ersatzteile lagern, die zum Transport mit der Hand zu schwer seien. Da man ohne sie nicht starten könne, gestatte man sich/den Herrn Doktor ganz ergebenst nur für einige Minuten um seinen Wagen zu bitten. Da fühlte sich der Herr Doktor sehr geehrt, für die Sache des deutschen Flugsports ein so 'geringes Opfer bringen zu dürfen.
allgemeinen an.
Auf der Rückfahrt mußte man den hin- und her- rollenden Hilfsmotor im Wagen angestrengt festhalten. Warum denn die Herren hinten so unaufhörlich lachten? erkundigte sich der Chauffeur schließlich verwundert. Einer tibn ihnen sei ein bißchen doof, versicherte der Lange treuherzig, über den machten sie sich lustig.
Beim Aussteigen wollte er das Fäßchen wieder anheben, aber eine neue Lachsalve erschütterte auch ihn, der Hilfsmotor fiel hin und fing an, unter dumpfem Glucksen fortzurollen. Da machte der Fahrer große Augen. Aber ein paar Flieger sturz-
Es stiegen also so viele Flugschüler in den Wagen, wie nur hineinpaßten, denn eine kostenlose Autofahrt wollte sich doch niemand entgehen lassen. Der Sprecher, ein baumlanger, vielbewanderter Junge, setzte sich neben den Fahrer und knüpfte ein angeregtes, fachmännisches Gespräch über verrußte Kerzen, Federbrüche und Autorennen mit ihm an, damit er nicht so auf die Länge des Weges achten konnte. Denn man wollte ja nicht die kürzeste Strecke nehmen — dazu war das Autofahren piel zu schön.
In Sandbcrg ward der Kauf in der Wirtschaft aufs vorteilhafteste abgeschlossen. Es ergab sich noch die Frage, wie man das Transportobjekt vor dem Fahrer 'tarnen sollte. Schließlich wickelte man das Fäßchen in einen Sack, der feine Konturen einigermaßen befriedigend verschleierte. Der Sprecher, der es gerade noch allein zu tragen vermochte, nahm das'Ganze in seine muskulösen Arme und trug es an den Wagen.
Was denn das für Ersatzteile seien? fragte der Fahrer neugierig. Das sei ein Hilfsmotor, erklärte der Lange mit wichtiger Miene. So, so. Was denn für einer? Gott, eben so ein kleiner Motor, der aber das Fliegen ungemein erleichtere.
Leider platzte zugleich einer mit der Bemerkung heraus, das wäre „unser neuer Rohölmotor", und „der hat vielleicht eine Umdrehungszahl! Allerhöchste Touren!", was ungeheures Gelächter auslöste. Der Sprecher blieb todernst und stellte einige höfliche Betrachtungen über das Wetter und das Leben im
Eine Geschichte vom jugoslawischen Enlenspiegcl.
Ein Türke arbeitete mit seiner Frau auf
Auf der alten Wafferkuppe.
Don Hans Joachim Müller.
Dor vielen Jahren, als die Segelfliegerei noch Dünger war, herrschte auf der 'Wasserkuppe ein Taubes, aber betriebsames Leben. Damals spielte Die Ernährungsfrage für die „Rhön-Indianer" noch Tine große Rolle. Der Hunger war bedeutend, die Masse' klein, und so mußte alles sehr umständlich besorgt werden. Da wurden zum Beispiel bet Einbruch der Dämmerung drei Mann abbeordert, be- Humen einen leeren Sack mit und hatten dann einen Weiten Weg zu den nächsten Feldern, wo sie die Kartoffeln tauften.
Anschließend beratschlagte man, wie die Kartoffeln ßu kochen seien. Die Beauftragten hatten jedenfalls in der Dunkelheit schlecht „gekauft" und drei ver- ischiedene Sorten erwischt, die sich nach dem Kochen :in verschiedenen Stadien der Auflösung befanden. Da war es mit den Eiern doch einfacher. Die kochte iman, bis sie weich wurden.
Ueber die Herstellung des Morgenkaffees war ein Lagergerücht im Umlauf, demzufolge die Küchen- nonzen drei echte Bohnen besaßen. Diese Bohnen schossen sie mit der Pistole durch einen Kessel Wasser. Dann trocknete man sie mit dem Taschentuch ab und hob sie zum weiteren Gebrauch auf. Eines Tages nun zeigte der Pistolenkaffee eine auffallend kräftige Färbung, verbunden mit starkem, aber besonderem Aroma, das allen in die Nase stach. Als icne Kanne zur Neige ging, fand man auf dem Boden eine größere Packung preiswerten Pfeifen- rabaks, die sofort von einem Piloten als vermißtes Eigentum erkannt und wieder an sich genommen wurde. Die Folgen des Kaffeegenusses waren relativ ^armlos, und der Flugsanitäter brauchte nur m drei Fällen in Aktion zu treten, wobei es sich um Leute von ausgesprochen schwächlicher Konstitution inanbeite.
Trotzdem regte sich in der betroffenen Schulungs- Gruppe der Wunsch nach Abwechslung auf dem Geriet der Getränke. Einer wußte in überzeugender Weise eine Wirtschaft in Sandberg zu empfehlen, •inem in einiger Entfernung von der Kuppe gele- igenen Dorfe, wo es unwahrscheinlich billiges Bier iqeben sollte. Man beschloß den Ankauf eines Fäßchens, weil das Geld für mehrere leider nicht reichte. Aber wie sollte man das edle Naß auf die Kuppe schaffen? Auch hierfür fand sich Rat.
Wegs.
„Grüß Gott, Frau."
„Gott sei mit dir, Bauer. Wo kommst du denn her, Bauer?"
„Jch komme aus der anderen Welt, liebe Frau."
„Ist das wahr? Hast du vielleicht dort meinen Muja gesehen, der vor einigen Monaten gestorben ist?"
„Wie sollte ich ihn nicht gesehen haben? Er ist doch mein nächster Nachbar!"
„Wie geht es ihm? Wie lebt er?"
„Gottlob, er ist gesund. Doch leidet er sehr darunter, daß er kein Geld hat. Nicht einmal Tabak und Kaffee kann er sich kaufen."
„Gehst du wieder zurück? Könntest du nicht etwas Geld für ihn mitnehmen?"
„Freilich, warum nicht? Ich gehe jetzt gerade dorthin."
Die Türkin lief zu der Stelle, wo ihr Mann wegen der Hitze seine Kleider abgelegt hatte, nahm daraus den Geldbeutel und gab Ero alles, was darin mar, damit er es dem Muja bringe.
Maisfelde. Gegen Mittag ging er weg, um Pferd auszuschirren und zu tränken. Seine Frau aber ruhte sich im Schatten aus. Da kam Ero des
Unter den Zuschauern und Ausflüglern auf der Kuppe mar an diesem Tage ein Arzt aus Fulda, der 'inen gutmütigen, harmlosen Eindruck machte und über einen Wagen nebst Chauffeur verfügte. Zu ihm schickte man vier Mann mit einem Sprecher, die I es
ten sich schleunigst über das Fäßchen und entzogen Ero nahm das Geld, steckte es in den Brustbcutcl les seiner Sicht. Die anderen bedankten sich schwung-lund eilte den Bach entlang davon. Kaum mar er
dringendes Anliegen im Interesse der i voll und nötigten dem Mann eine Fliegcrzigarre ' In Sandberg, bester Qualität auf, die ihn nach roenigen Zügen ™------ benebelte und so mitnahm, daß er nicht mehr dazu kam, über den Hilfsmotor mciter nachzudenken.
Auch zu dem Doktor wurde wieder die Abordnung geschickt, um ihm in überschwänglicher Weise klarzumachen, welchen außerordentlichen, unvergeßlichen Dienst er der Sache der Segelfliegerei erwiesen habe. Er wehrte bescheiden ab.
Dann setzte man im Kasino den Hilfsmotor in Gang, der auch sogleich vermittels des Spundloches zu laufen begann. Seine Tourenzahl mar ungeheuer, und die Leistung überstieg alle Erwartungen. Noch spät in der Nacht mußten einige von der Energie des Motors Befeuerte mühsam zurückgehalten werden, das Dach des großen Flugzeugschuppens zu erklimmen, um hinunterzuspringen. Sie seien amtlich geprüfte E-Piloten, verkündeten sie mit großem Stimmenaufwand, die Luft sei ihr Element, und da käme es ihnen auf so einen kleinen Sprung gar
außer Sicht, da kam der Türke mit dem Pferd zurück, und die Türkin sagte zu ihm:
„Denk einmal, üDtann, eben kam ein Bauer aus der anderen Welt vorbei und erzählte mir von unserem Muja, daß er fein Geld hat und deshalb viel leiden muß. Darum habe ich ihm das Geld, das in deinem Beutel mar, gegeben, damit er es dem Muja bringen kann."
Der Türke rief: „Wo ging er hin?"
Als ihm die Frau sagte, daß er den Bach entlang gegangen sei, bestieg er jofort das Pferd und ritt schnell den Bach entlang. Ero, der sich einmal umdrehte, erblickte den Türken und verdoppelte seine Schritte. Als er zu einer Mühle kam, lief er hinein und rief dem Müller zu:
„Mach dich aus dem Staub! Sieh den Türken dort, der mill dich umbringen. Gib mir deine Mütze und nimm die meine und lauf schnell um die Mühle auf den Berg!"
Der Müller, der den Türken auf dem Pferd heraneilen sah, erschrak heftig und fand nicht einmal Zeit, zu fragen, marum der Türke ihn denn umbringen wolle. Er tauschte mit Ero feine Mütze und nahm Reißaus. Ero setzte des Müllers Mütze auf feinen Kopf, nahm etwas Mehl und bestäubte sich damit, so daß er mie ein Müller aussah.
Unterdessen mar der Türke bei der Mühle an» gelangt. Er stieg vom Pferd und ging hinein:
„Wo ist der Kerl hingegangen, der vorhin in die Mühle kam?"
Ero ermiderte: „Du kannst ihn dort noch sehen, mie er auf den Berg läuft ..."
Darauf der Türke: „Halte mir doch mein Pferd."
Ero nahm das Pferd, der Türke aber rannte auf den Berg, dem Müller nach. Als er ihn eingeholt und gepackt hatte, herrschte er ihn an:
„Wo hast du das Geld, das du für Muja in der andern Welt mitgenommen und um das du meine Frau betrogen hast?"
Der Müller begann sich zu bekreuzigen:
„Gott mit dir, mein Herr! Ich habe weder deine! Frau noch den Muja noch das Geld gesehen."
Es verging eine ganze halbe Stunde, bis sie sich verständigt und gemerkt hatten, was eigentlich los mar. Da lief der Türke so schnell er konnte zur Mühle zurück. Doch Ero hatte längst auf dem Pferd das Weite gesucht.
Zu Fuß ging der Türke zu feiner Frau zurück. Als die ihn ohne Pferd daher kommen sah, rief fia ihm zu:
„Was hast du denn gemacht, Mann?"
„Du hast ihm Geld geschickt", sagte der Türke, „damit er sich Tabak und Kaffee kaufen kann. Ich aber habe ihm das Pferd geschickt, damit der arme Muja nicht mehr zu Fuß gehen muß." Mira H,


