Nr. 93 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Freitag, 21,April 1939
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Gießen am 50. Geburtstag des Führers
Blick über den Landgraf-Philipp-Platz während der Kundgebung.
Die Truppen des Standorts beim Vorbeimarsch an Oberst Herr! ein.
QUALITÄTS-ERZEUGNIS der SIDOL-WERKE. KÖLN
Kriegsbeschädigte als Gäste des DDAC.; Treffen auf Oswaldsgarten.
Oberst Herrlein begrüßt die Kriegsbeschädigten.
samtdeutschen Volkes zurückführte. Schwere Kämpfe habe der Führer durchinachen müssen, er habe auch Rückschläge erlitten, aber nie den Glauben an seine Mission und an sein deutsches Volk verloren. Und so mußte naturnotwendig der Tag kommen, cm dem der Führer die Leitung der Geschicke des deutschen Volkes in die Hand nahm. Damit sollte der Führer nach den langen Jahren des Kampfes den Beweis erbringen, daß e r der große Staatsmann sei, den das deutsche Volk in ihm erwartete
heule, noch sechs Jahren seines Wirkens als Führer des deutschen Volkes, besieht darüber kein Zweifel mehr, daß unser Volk mit dem Führer den größten deutschen Staatsmann besitzt. Dank dem weltgeschichtlichen Wirken des Führers ist Deutschland heute der sicherste Garant des Friedens. Wir wissen, daß das Schicksal des deutschen Volkes in der Hand Adolf Hitlers gut und sicher geborgen ist, daß es in ihm den besten Garanten für die deutsche Zukunft gefunden hat, so daß unser Volk sich in völliger Ruhe und Sicherheit seiner aufbauenden Arbeit für die Zukunft widmen kann.
Dabei komme es jedoch, nachdem der Führer uns den Weg zur Volksgemeinschaft und durch diese zu einer glücklichen- Zukunft freigtzjnachk hat, in vollem Maße auch auf die freiwillige und freudige Mitarbeit aller deutschen Volksgenossen an. Gerade am heutigen Tage müsse sich jeder Volksgenosse besonders der Verpflichtungen bewußt, sein, die et
Kriegsgeschrei förmlich überschlagen. Kaum jemals in der Geschichte aller Völker sei ein Festtag mit so viel Liebe, Treue und Dankbarkeit von einem Volke gefeiert worden, wie der heutige Geburtstag unseres Führers.
Der Redner gab dann in großen Strichen einen Rückblick auf das Leben des Führers, wobei er als besonders bedeutsam d i e Tatsache hervorhob, daß Adolf Hitler jenseits der Grenzen des Altreiches geboren wurde und dadurch nicht mit den Scheuklappen irgendeines Duodezstaates durch seine Fugendjahre 'wandelte, ferner schon in jungen Jahren durch seine Wahrnehmungen in Wien zu der völkischen Erkenntnis kam und auch mit den schweren sozialen Fragen und Problemen des deutschen Volkes sich vertraut machte-, schließlich noch das gewaltige Fronterlebnis des Weltkrieges in sich aufnehmen konnte, und aus allen diesen Lebenserkenntnissen die nationalsozialistische Weltanschauung formte, mit der er hineingriff in die Tiefen der deutschen Seele und die Ewigkeitswerte des deut-
dem Führer gegenüber habe. Dieser Tag solle eins neue Stärkung des Gelöbnisses sein, d e n Weg we i t erzugehen , den der Führer uns gewiesen hat, seine Idee in uns selbst Wirklichkeit werden zu lassen, in uns das national^ sozialistische Gedankengut zu vollziehen und alle* zeit dem Beispiel des Führers nachzueifern. Das Dritte Reich werde nur dann auf die Dauer Wirklichkeit sein und Bestand haben, wenn jeder einzelne Volksgenosse sich immer der ungeheuren Verantwortlichkeit bewußt sei, die auch auf ihm ruhe, und wenn er die nationalsozialistischen Grundsätze, die der Führer vorlebe, bei allen Handlungen wirksam werden lasse. Der Führer sei
schen Volkes hob.
Damit gelang es dem Führer, das ganze deutsche Volk zu einer Einheit zusammenzuschweißen, die deutsche Volksgemeinschaft zu schaffen, in die er den schaffenden deutschen Menschen, den deutschen Arbeiter als vollwertiges Glied des ge-
Oberst Herr le in an der Spitze nahm das Offizierkorps des Standorts Gießen an der Feierstunde teil. Eine große Menschenmenge umsäumte die aufmarschierten Kolonnen auf allen Seiten des weiten Platzes.
Nach dem feierlichen Einmarsch des Fahnenblocks in die Mitte der Aufstellung und nach der Meldung der Formationen der Bewegung durch SA.-Stan- dartenführer Lutter an den Vertreter des auswärts weilenden Kreisleiters, Kreisgeschäftsführer Wagner, wurde die Kundgebung mit dem Vor- pruch einer Sprecherin und eines Sprechers, die leide der unwandelbaren Liebe und Treue zum Führer Ausdruck gaben, eingeleitet. Nach kurzem Gruß des Kreisgeschäftsführers W.a g n e r an die Tausende von Volksgenossen sprach
Obersiudiendirettor Jung, Frankfurt a. Ak.
An die Spitze seiner eindrucksvollen Ansprache stellte er den Hinweis, daß sich das ganze deutsche Volk in einmütiger Liebe und treuer Verbundenheit an jedem Geburtstag und besonders an diesem 50. Geburtstag um seinen Führer schare, während sich in diesen Wochen andere Teile der Welt im
Die gestrigen Gießener Feiern des 50. Geburts- ! tages des Führers standen nach dem glänzenden , Verlauf des Vormittags — worüber wir gestern i bereits berichteten — am Nachmittag und am i Abend völlig im. Zeichen der Veranstaltungen der Partei. *
Am frühen Nachmittag bereiteten Singen der Jungmädel und Volkstänze der Tanzgruppe Oberrosbach der KdF. auf dem Kreuzplatz und am Selterstor viel Freude. Platzkonzerte auf dem Ludwigsplatz und am Horst-Wefsel-Wall / Bahnhofstraße,' wo die Musikzüge der Kreisleitung und der SA.-Standarte 116 spielten, bereiteten den Besuchern ebenfalls eine frohe Stunde.
Der Propagandamarsch bildete dann den eindrucksvollen Auftakt zu dem Höhepunkt des Nachmittags, der großen Kundgebung. Um 17 Uhr standen eine Ehrenkompanie der Wehrmacht mit der Regimentsmusik an der Spitze, die SA., die Politischen Leiter, die HI., das Jungvolk, die Bereitschaft Gießen des Deutschen Roten Kreuzes und die -- in der Ludwigstraße und in den angrenzenden Straßen zum Marsch durch die Stadt bereit.
Um 17.15 Uhr setzte sich die außerordentlich lange Marschkolonne in BewegunMDer Marsch ging von der Ludwigstraße durch die* Bleichstraße, hinden- burgwall, Neuen Baue, Sonnenstraße, Kreuzpiatz, Seltersweg, horst - Wessel - Wall, Bahnhofstraße, Marktstraße, Marktplatz, Kirchenplatz, Lindenplatz, Walltorstraße zum Landgraf-Philipp-Platz. Als erste Marschgruppe schritt an den großen Zuschauermengen' in den Straßen die Ehrenkompanie der Wehrmacht vorbei. Die nächste große Marschgruppe bildeten die Stürme der SA. Dann folgte der Block der Politischen Leiter. Anschließend die große Kolonne der HI., sodann die ebenfalls große Gruppe des Jungvolks, hierauf folgte die Bereitschaft der Männer ' vom Roten Kreuz., Den Schluß bildete der Block der jj. 1 .
Ueberall in den Marschstraßen wurde den zu guter Marschmusik oder zum Gesangs von Kampfliedern marschierenden Kolonnen die Sympathie der Bevölkerung überzeugend zum Ausdruck gebracht.
Große Kundgebung.
Auf dem Landgraf-Philipp-Platz erfolgte der Aufmarsch der Ehrenkompanie der Wehrmacht und der Gliederungen, der Partei. Die Standarten und Fahnen waren dabei zu einem farbenprächtigen, glanzvollen Fahnenblock zusammengefaßt. Mit dem Stellvertreter des auswärts wettenden Standortaltesten
Hine Frau mit Herz
Roman von Hedda Lindner
Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlkn
8 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
„Verrückt kann man ein Testament, in dem jemand über sein eigenes Geld nach eigenem Ermessen verfügt, wohl kaum nennen", sagte Dina kühl. „Außerdem hätten sich die Furrers dann kaum so glatt damit abgefunden."
„Na, eine schöne Wut haben sie auf dich!" Es war Margits Spezialität, unangenehme Dinge immer mit einem besonders strahlenden Lächeln zu sagen. „Die gute Frau Furrer soll ihrem Teuren eine ziemliche Szene gemacht haben, weil er die Sache so ohne weiteres angenommen hat.
„Eine sehr überflüssige Szene", sagte Dina gelassen. „Herr Furrer hätte als tüchtiger Geschäftsmann bestimmt Einspruch erhoben, wenn er von der Unanfechtbarkeit nicht überzeugt gewesen wäre.
„Wieviel ist es eigentlich?" fragte Margit nun.
„Aber Liebling!" sagte ihr Mann etwas verlegen, mußte es sich aber gefallen lassen, daß sein Einspruch mit einer nachlässigen Handbewegung obgetan wurde. Diese Art, persönliche Dinge mit der größten Unbefangenheit — Unverfrorenheit nannten es weniger Wohlmeinende — zu fragen,„hatte Margit nun schon gehabt, ehe aus der „Grete eine „Margit" geworden war. Dina war früher dieser Art gegenüber hilflos gewesen >und hatte gehorsam die gewünschte Auskunst gegeben.
Fetzt war Dina dieser Neugier gewachsen, „haben dich deine Schweizer Freunde so schlecht unterrichtet?" fragte sie spöttisch.
Jedenfalls freuen mir uns von Herzen, daß du nun ein besseres Leben führen kannst!" siel Fred hastig ein. „Auf dein Wohl, Dina!" Dina tat ihm Bescheid, aber Margit gedachte durchaus nicht, die Angelegenheit auf sich beruhen zu lassen.
„Es 'interessiert mich natürlich", sagte sie wieder so liebenswürdig, daß Dina mißtrauisch auchorchte, „weil ich schließlich ebenso eine Großnichte bin wie du, also den gleichen Anspruch hätte.
Na endlich! dachte Dina. Nun weiß ich wenigstens, aus welchdr Ecke der Wind weht. Laut jagte si^ in vollkommener Ruhe:
„Wenn kein Testament da wäre, hätte wohl noch eine ganze Menge von ßcuten Anspruch gehabt,
denn die Gundolfs sind eine weitverzweigte Familie."
„Aber wieso sie gerade auf dich verfallen ist, möchte ich wirklich wissen!" Margits Stimme hatte ehr an Liebenswürdigkeit verloren; sie fand, daß ihre Kusine sich in geradezu unausstehlicher Weise geändert hatte.
„Durch die Gleichartigkeit unseres Schicksals", antwortete sie kurz. „Auch Großtante Amelie hat in ihrer Jugend eine schwere Enttäuschung erleben müssen."
„Und darum vermacht sie dir ihr ganzes Geld? Das finde ich einfach großartig!" lochte Margit schrill. „Man wird also bestraft, wenn man eine glückliche Ehe führt, und belohnt, wenn man sich scheiden läßt. Dein Glück, Fred, daß ich das nicht früher göwußt habe, wandte sie sich an ihren Mann, dem die ganze Situation sichtlich peinlich war.
„Das allein Hütte dir nicht viel genützt", sagte Dina nun mit einem Sarkasmus, den sie früher niemals aufgebracht hätte. „Es gehörte nämlich noch die persönliche Notlage dazu, in der ich mich befand und von der du wohl kaum einen Begriff hast."
„Um so besser, daß diese traurigen Zeiten nun auch für dich vorbei sind", riß Fred jetzt energisch die Unterhaltung an sich. „Hast du für die nächste Zeit- schön etwas beschlossen?"
Wie sehr muß Margit mir das Geld mißgönnen, daß sie so taktlos wird, dachte Dina peinlich berührt. Und dabei ist sie doch wahrlich reich genug. „Bis zum ersten Januar arbeite ich noch im Geschäft, denn so lange läuft mein Vertrag. Dann will ich in der S^weiz Schi laufen", ging sie auf Freds Ablenkung ein.
Margit schien es jetzt doch für richtiger zu halten, den Bogen nicht zu Überspannen; sie legte vorläufig noch Wert darauf, mit Dina in Fühlung zu bleiben, und aus den verschiedensten Gründen, über die sie sich selbst im Augenblick nicht recht klar war. „Ich besinne mich, du bist ja früher viel Schi gelaufen. Onkel Detlev fuhr doch jedes Jahr irgendwo hin", nahm sie an dem neuen Thema teil, als ob nichts gewesen wäre.
„Vater lief sehr gut", bestätigte Dina, „darum ift es auch der einzige Sport, den ich einigermaßen gelernt habe."
„Willst du wieder ins Engadin?"
Nein, ich möchte Neues kennenlernen. Ich habe an Arosa gedacht. Es soll gutes Sportgelände haben."
„Und auch sonst ganz amüsant sein. Ich wollte eigentlich im vorigen Jahre hin. Aber weil ich Be
kannte in Sankt Moritz hatte, bin ich dann dort wieder gelandet. Aber wer weiß: vielleicht treffen wst uns dieses Jahr in Arosa wieder."
„Vielleicht haben wir vorher noch das Vergnügen, dich in Bärwalde zu sehen", meinte Fred, und zu Dinas Erstaunen unterstützte Margit ihn. „Komm doch zu Weihnachten!"
„Vielen Dank, aber da bin ich noch im Beruf. Später einmal gern", lehnte Dina höflich ab.
In. dieser Nacht lag sie lange wach. Mit den Roeders war die Vergangenheit wiedererstanden und ließ sich nicht gleich ihnen mit freundlichem Dank an der Haustür verabschieden. Sie füllte das Zimmer mit ihrem „Weißt du noch?"
Weißt du noch, wie der Vater bald nach dem Tode der Mutter den Abschied nahm und mit mir nach Berlin zog? Er war nicht mehr der gleiche nach dem Verlust der Frau; außerdem machten sich damals schon die Anfänge des Nierenleidens bemerkbar, dem er später erlag. Er wurde nicht alt, dreiundfünfzig Jahre.
In Berlin kam noch ein Schuljahr, und dann, als sie sechzehn war, ging sie ein weiteres Jahr auf eine Haushaltsschule, um nachher die kleine Wirtschaft zu führen. Dieses letzte Jahr war eigentlich das hübscheste in ihren Erinnerungen; sie lernte gern, und es waren auch nette Mädel da. Freilich schloß sie sich niemandem näher an, eine merkwürdige Schwerfälligkeit, mit der sie von Kind an zu kämpfen hatte, hinderte sie daran.
Aber wenn es doch einmal dazu kommt, daß diese schweren Naturen aus sich herausgehen, dann ... sie warf sich unwillig im Bett auf die andere Seite. Fort mit diesen Gedanken, es hatte doch wahrlich Mühe genug gekostet, iie niederzuringen. Aber es war ihr gelungen. Meist. Heute gelang es ihr nicht. Heute war die Erinnerung unerbittlich.
Weißt du noch, wie du aus dem englischen Sprachkursus kamst und das plötzliche Unwetter dich überfiel, so daß ohne weiteres [Überlegen in das nächste große Musik-Cafe liefst? Wie viele Leute gleich dir. Das Cafe war überfüllt; nur dicht vor der Kapelle fand sich noch ein freier Stuhl. Und es paßte dir gar nicht, so nahe am Podium zu sitzen. Es war gerade Pause. Dann tarnen die Musiker. Von Beifall begrüßt, gruppierten sie sich auf dem Podium und begannen einen Walzer. Zu Dinas Erleichterung, denn es waren neun Mann, und sie soß _ wie gesagt — sehr nahe, zu nahe für Jazzmusik. Den Walzer aber empfand sie angenehm, und sie ließ — wenn auch nur mit halbem Jn- tcreife — ihre Blicke über die Kapelle gehen, über
den Mann am Flügel, über die Baßgeige, über die Klarinetten, bis sie zum ersten Geiger tarnen, der ihr gegenüber saß.
Zufällig sah auch er sie an, und alles, was nachher geschah, war aus diesem Zufall geboren.
Oberstleutnant a. D. Wegner war yiehr als entsetzt, at-5 seine Tochter ihm mitteilte, daß sie beabsichtige, den Geiger Joe Mikeny von der Tanzkapelle „The Revellers" zu heiraten, und was er tun konnte, um ihr diesen Entschluß auszureden, das tat er. Ader umsonst! Dieses scheue, zurückhaltende Mädchen war nicht wiederzuerkennen. „Joe ist ein großer Künstler, und ich liebe ihn. Wenn du mir nicht erlaubst, ihn zu heiraten, warte ich bis zum nächsten > Jahre. Dann bin ich einundzwanzig und kann heiraten, wen ich will", sagte sie schließlich nach langen und fruchtlosen Auseinandersetzungen. Wegner sah, daß es ihr bitterer Ernst war, so völlig besessen war sie von dem ersten starken Gefühl ihres Lebens. Bis zum Aeußersten wollte er es nicht kommen lassen; sie war schließlich sein einziges Kind; er gab nach.
„Das muß ja schief gehen!" sagten die Leute, als sie das Paar zusammen sahen, den blendenden, temperamentvollen Mann und bas stille, ernste Mädchen. Dazu sein Berus: erster Geiger einer Tanzkapelle und eine Offizierstochter der alten Schule — kann man sich eine unmöglichere Zusammenstellung denken?
Es ging auch schief. Es ging sogar noch rascher schief, als selbst die Pessimisten geglaubt hatten.
Im ersten Halden Jahr ihrer Ehe war Dina so glücklich, wie es nur ein Mensch sein kann, der durch ein übermächtiges Gefühl über sich selbst hinausgehoben wird; doch bann begann langsam» qualvoll bie Erkenntnis zu hämmern, baß Joe Mikeny in keiner Weise bem Bilbe entsprach, bas Phantasie und Liede aus ihm geschaffen hatten. Nicht, baß er sie schlecht behandelt hätte; sie hatte trotz ihrer Jugend etwas an sich, das ihm Respekt adzwang, aber er nahm seine Ehe einfach nicht ernst.
Er war seiner Frau treu, so lange er in sie verliebt war. Aber bei ihm pflegte Verliebtheit nie länger als ein halbes Jahr zu dauern, und da er sie nicht kränken wollte, griff er zu dem bequemen und praktischen Ausweg der Lüge. Darin war er Meister, und Dina hat nie erfahren, in welchem Ausmaß sie belogen und betrogen wurde; aber auch das, was sie erfuhr, genügte, um ihr eine ganze Welt Zusammenstürzen zu lassen.
(Fortsetzung jolgt.)


