Ausgabe 
21.3.1939
 
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Kaufmannsgehilfe mit seinen Leistungen gegenüber den Dekorateuren mit langjähriger Erfahrung eine Aussicht auf Erfolg haben könnte.

Das FachamtHandel" in der Deutschen Arbeits­front, in dessen Händen die Durchführung des Schaufesterwettbewerbs liegt, teilt hierzu mit, daß unbedingte Gewähr für gerechte Beurteilung der Leitungen jedes einzelnen gegeben ist. Es find, eben­so wie im Berufswettkampf aller schaffenden Deut­schen, acht Leistungsklassen geschaffen worden, die nach dem Alter der Teilnehmer und der Dauer ihrer beruflichen Tätigkeit gegliedert sind. Die Lei­stungsklasse 8 umfaßt z. B. nur die Chefdekorateure' und Betriebsführer. Man wird bei der Bewertung von einheitlichen Mindestforderungen für jede Lei­stungsklasse ausgehen, nach denen Die Punktzahl der einzelnen Leistung festgestellt wird. Jeder Teilneh­mer soll sein Schaufenster nach bestem Können ge­stalten. Der berufliche Wettstreit mit seinen Arbeits­kameraden wird ihn anspornen und neue Wege zur beruflichen Höchstleistung weisen.

Betriebsappelle eröffnen die letzte WHW.-Sammlung.

NSG. Die letzte Sammlung für das Winterhilfs­werk des deutschen Volkes 1938/39 führt die Deutsche Arbeitsfront durch. Es sammeln die Walter der DAF., die Warte der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude", Betriebsführer, Vertrauensmänner und Werkscharen. Die Sammlung wird mit Betriebs­appellen in allen Betrieben des Gaues Hessen- Nassau begonnen, die am Samstag durchgeführt werden. Betriebsführer und -obmänner eröffnen hierbei die Betriebssammlung.

Die Straßensammlung wird am 25. März von 16 bis 22 Uhr und am 26. März von 9 bis 22 Uhr durchgeführt. Die Sammler sind angehalten, diese Zeiten genau einzuhalten. Außerdem findet eine Sammlung in den Gaststätten statt. Das Sammel­abzeichen besteht aus verschiedenen Blumen aus Bernstein. /

Deutscher!

Kennst du dein Volk?

Weißt du, daß es 100 Millionen deutsche Volks­genossen gibt, von denen heute noch viele Millionen jenseits der Reichsgrenzen leben?

Weißt du, daß Millionen Deutsche in fremden Ländern aller Erdteile deutsch denken und fühlen, deutsche Art sich erhalten wollen und treu an der Stammheimat hängen?

Weißt du, daß Millionen Deutscher um ihres Volkstums willen verfolgt und geknechtet werden?

Willst du, daß deine Brüder materielle und geistige Not leiden, ihrer Sprache und ihrer Habe beraubt roerbeu?

Kann es dein Gewissen ertragen, daß deine Brüder im fremden Land sich einsam und im Kampf um Selbstbehauptung vom Mutterland verlassen fühlen, wie es leider jahrhundertelang gewesen ist?

Willst du ihrer Liebe zur deutschen Heimat weiter­hin mit Gleichgültigkeit begegnen und sie ihrem harten Schicksal überlassen?

Wärest du dann noch ein Deutscher und ein Ge­folgsmann des Führers? Nein!

Du willst aber ein volksbewußter Deutscher sein und treu zu Führer und Reich stehen und an des deutschen Volkes Zukunft Mitarbeiten!

Darum hast du den Wunsch, dich über das Schicksal deiner Volksgenossen im Ausland zu orientieren und deine Verbundenheit mit ihnen zu zeigen.

Darum gehst du heute, Dienstag, abend in die Aula des Gymnasiums am Hindenburgwall, wo der Sudetendeutsche Willi B a l i k überKampf und Not des Auslandsdeutschtums" spricht.

Modenschau im (Safe Amend.

In der Form einer Gemeinschaftswerbung ver­schiedener großer deutscher Firmen fand gestern nachmittag, wie auch gestern abend, im Cafe Amend eine Modenschau statt, die in gleicher Art schon öfter in Gießen zu Gast war. Die Modensckjau bot einen universellen Ueberblick über die Arbeit der deutschen Bekleidungs- und der Texttl-Jndustrie, insbesondere auch auf dem Gebiete des anregenden Schaffens in der Form des Schnittmusterbogens. Die Zuschauerinnen, die sich in stattlicher Anzahl eingefunden hatten, wurden immer wieder darauf hingewiesen, daß es möglich ist, durch Nacharbeit der Schnittmuster in eigener Arbeit sich preiswerte und schöne Kleidung zu schaffen und dabei auch persönlichen Wünschen entgeqenzukommen. Die vor- geführten Modelle, etwa 125 an der Zahl, ließen erkennen, mit welcher Sorgfalt und mit welch ge­läutertem Geschmack die zuständigen Kreise der deutschen Wirtschaft im Dienste der Kultivierung der Frauenkleidung stehen, ohne zu vergessen, daß die Kleidung auch für den schmäleren Geldbeutel noch erschwinglich sein muß.

Die vorgeführten Kleidungsstücke führten in zweck­mäßiger Reihenfolge durch den Ablauf des Tages. Vom schönen Morgenrock bis zum elegantesten Abendkleid wurde alles gezeigt, was Frauen an Kleidung zu sehen wünschen. Frl. Annemarie Graf gab die notwendigen fachlichen Erläuterungen und unterhielt in den kurzen Pausen mit launiged Er­zählungen. Im Zusammenhang mit der Kleidung wurde auch schöner Schmuck gezeigt. Die Zuschau­erinnen folgten den Vorführungen mit Aufmerksam­keit und Dankbarkeit.

Winterfest auf der Kohlmayralm.

Der Deutsche Alpenverein, Sektion Gießen und Oberhessen, hatte sich für sein Winterfest am ver­gangenen Samstag im Saale des Gesellschastsver- eins einen Rahmen geschaffen, wie er stimmungs­voller nicht fein konnte. Durch Wald und über einen Wildbach hinweg erst gelangte man in den Saal, der zur Alm geworden war. Da stand in recht­schaffener Größe die Almhütte mit der kleinen Ter­rasse, und dahinter baute sich ein vielgestaltiges Gebirgspanorama auf. Grüne Girlanden schmückten außerdem den Saal. Selbstverständlich blieb es nicht nur bei der Dekoration im alpenländischen Stil, viel­mehr kamen auch die Gäste in kurzer Wichs, im Wanderanzug, und die Mädchen und Frauen in Dirndl und in Wanderkleidern, so daß alles schön zusammen paßte. Nur dieGenagelten" mußte man mit Rücksicht auf den Parkettboden zu Hause lassen.

Der Abend war ganz der kameradschaftlichen Unterhaltung und dem Tanz gewidmet. Die Kapelle spielte fleißig auf. Einen Höhepunkt des Abends stellte der Einzug der Trachtengruppe der Sektion Frankfurt a. M. des Deutschen Alpenvereins dar, die im Verlaufe des Abends nach den Klängen einer Ziehharmonika durch die Aufführung von bayrischen Volkstänzen zur allgemeinen Erheiterung beitrug. Man sah figurenreiche Tänze, die mit viel Schwung und Temperament getanzt wurden und die ganze Urwüchsigkeit, die in solchen Tänzen verankert ist, zum Ausdruck brachten. Zwei achtjährige Buben beteiligten sich mit allem Ernst und Eifer an öen

Tänzen und errangen durch einen hochdramatischen Watschentanz besonderen Beifall.

Zwischen Unterhaltung und Tanz wurde eifrig dem echten TirolerRoten" zugesprochen, der von den Kellnern ausaeschenkt wurde, die sich durch ihren Auftritt in Hemdsärmeln und mit vorgebun­denen Schürzen in den Charakter des Abends ein- ügten. Eine Verlosung mit schönen Gewinnen fand tarken Zuspruch. Der Abend brachte Stunden der Kameradschaft in heiterer Zwanglosigkeit. Die Musik (Kapelle Meudt, Wetzlar) spielte eifrig und gut und sicherte sich damit ein Verdienst um das Ge­lingen des Abends. Mit besonderer Freude hörte man den Alpenländler-Marsch von Dr. Leo K r a s - er, Gießen, den er auch selbst dirigierte.

Gietzener Dochenmorktpreise.

* G i e ß e n, 21. März. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 Mark, Matte, 20 bis 50 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, deutsche Eier, Klasse A 12%, B 12, C 11%, D 10%, Enteneier 12%, Weißkraut, % kg 12 bis 14, Rot­kraut 14 bis 15, Karotten 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 16, Spinat 30 bis 35, Unterkohlrabi 8 bis 10, Feldsalat, 1hn 12 bis 15, Tomaten, % kg 30 bis 40, wiebeln 12 bis 16, Meerrettich 40 bis 70, Schwarz­wurzeln 35 bis 40, Kartoffeln, % kg 5 bis 7 Pf., 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,95 Mark, Aepfel, % kg 35 bis 45 Pf., Blumenkohl, das Stück 30 bis 50, En­divien 10 bis 25, Lauch 5 bis 12, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 40, % kg 35 bis 40, Radieschen, das Bündel 15 bis 20 Pf.

Als Abschluß der Mannschaftskämpse des Fach­amtes Turnen im Kreis 8 ermittelte am vergangenen Sonntag die Gauklasse die beste Vereinsmannschaft des Kreises. Im Saalbau Reinhardt in Wetzlar- Niedergirmes stellten sich drei Mannschaften und zwar Turnverein 1846 Gießen, Turnverein Sinn und Turn­verein Großen-Linden den Kampfrichtern. Eibels­hausen, Ewersbach und Wiescck waren infolge Krank­heit und Urlaubsschwierigkeiten nicht angetreten. 1846 Gießen stellte die Turner Ludwig Herbert, Max Hardt, Hans Vogt und Hermann Gutbnb, Großen-Linden war durch Richard Seth, Karl Seipp, Heinrich Jung und Otto Weiß vertreten und Sinn hatte Hans Kreuter, Karl Swvboda, Ernst Reucker und Hermann Reuter für den Kampf aufgestellt.

Die Leitung des Wettkampfes hatte Kreismänner- turnwart Reuter-Gießen. Geturnt wurde einMeun- kampf und zwar je eine Pflichtübung am Reck, Barren, Pferd seit, an den Ringen, einPflichtsprung am Längs- pferd und eine vorgeschriebene Bodenübung. Diese echs Hebungen wurden am Vormittag geturnt und zeigten Gießen mit 368 Punkten in Führung vor Sinn mit 362 Punkten und Großen-Linden mit 342 % Punkten.

Die Kürübungen am Barren, Pferd und Reck wurden am Nachmittag im Rahmen einer Werbe­veranstaltung, deren Träger der Turnverein Wetzlar- Niedergirmes war, geturnt. Vereinsführer Linden- truth begrüßte die Turner, den Ortsgruppenleiter und die Zuschauer; er hoffte, daß sich die Turner in Niedergirmes wohlfühlen und die zahlreichen Turn- reunde schöne Leistungen zu sehen bekommen.

Kreismännerturnwart Reuter stellte die Mann- chaften vor und bedauerte, daß die anderen Vereine ncht erscheinen konnten. Er erläuterte die Art des Wettkampfes und gab bekannt, daß der Sieger im April gegen die besten Mannschaften der Kreise 712 anzutreten hat.

Nun spielte sich ein sehr interessanter Kampf ab.

Der Schützenverein Gießen hielt gestern im Schützenhaus" seine gut besuchte Jahres-Haupt­versammlung ab. Der Vereinsführer, >W. Georg, brachte zunächst dem Führer des Volkes und Reiches d§n Treugruß dar und erstattete dann den Jah­resbericht, aus dem u. a. hervorging, daß der Vereinsführer auf zwei weitere Jahre mit der Ver­einsführung betraut wurde. Sodann wurde das An­denken des im Alter von 84 Jahren verstorbenen letzten Gründers des Vereins, Karl S t i e b e r , so­wie des aktiven Schützen und Führerratsmitgliedes Willy Bette sowie dessen Vaters, des langjährigen Mitgliedes Franz Bette, geehrt.

Im Bericht wurde weiterhin zweier Großver­anstaltungen gedacht, und zwar des Deutschen Turn- und Sportfestes in Breslau, bei dem die 'Schützen acht Siege errungen haben, so daß der Verein mit diesem Ergebnis mit an der Spitze des Gaues 12 (Hessen) steht und der Feier des 60jährigen Be- tehens des Vereins. Gelegentlich der Jubiläumsfeier wurden die Kameraden Äug. K i I b i n g e r, Äug. Pascoe und Otto Schönau wegen ihrer großen Verdienste um den Verein zu Ehrenmitgliedern er­nannt. Die Kameraden August Pascoe und Otto Schönau stifteten Ehrenbecher, die als Wander­preise ausgeschossen werden. Den Kameraden Phil. Nicolaus und Franz Zeller wurde der Kreis­ehrenbrief für langjährige Tätigkeit im Führerrat überreicht. Nach einer Aufzählung der verschiedenen Schießveranstaltungen wurde den Kampfschützen, die fast alle Unterkreis- und Kreismeisterschaften er­rangen und sich bei den Gaumeisterschaften hervor­ragend beteiligten, Donk und Anerkennung gezollt. Für besondere Verdienste um den Schießsport erhielt Kamerad Otto Schönau die Gau-Ehrennadel.

In dem vom Oberschießmeister Georg Schilling Dorgfctragenen Schieß-Äusschußbericht wurde das Jahr 1938 für den Schützenverein wieder als ein voller Erfolg gewertet. Die Schützen be­teiligten sich erfolgreich beim WHW.-Schießen. Bei den F e r n w e t t k ä m p f e n konnte die Mannschaft im Kleinkaliber mit militärischem Anschlag den 24. Platz und mit der Wehrmannbüchse sogar den 18. Platz im Deutschen Schützenverband belegen.

Bei den Unterkreismeisterschaften wurden in allen Klassen die Meisterschaften er­rungen. Einzelsieger im Kleinkaliber mit militä­rischem Anschlag und im gleichen Kaliber mit be­liebigem Anschlag mit je 162 Ringen wurde Willy Schilling; Sieger im Wehrmann mit 242 Ringen wurde Heinrich Appel und mit dem Scheibengewehr mit 203 Ringen Georg Schilling.

Beiden K r e i s m e i st e r s ch a f t e n siegten alle Teilnehmer in den belegten Klassen und errangen damit die Anwartschaft zur Teilnahme an den Gau- mersterschaftskämpfen. Die Mannschaft im Pistolen­schießen errang hier das besondere Resultat, das der Sieger bei der Gaumeisterschaft nicht erreichte, nämlich 3576 Ringe. Kreismeister wurden in der Klasse. B Georg Schilling mit 154 Ringenr Klasse D

Polizeibericht.

Die Gießener Kriminalpolizei teilt mit, daß dieser Tage ein 27 Jahre alter Mann I. St. aus Bochum, der sich die wertvolle Uhr eines Arbeits­kameraden angeeignet hatte und deshalb von der Kriminalpolizei Bochum gesucht wurde, hier erkannt und sestgenommen werden konnte. St. wurde dann in das Amtsgerichtsgefängnis gebracht. Außerdem wurde eine 36jährige Frau festgenommen, die vor einiger Zeit einen Diebstahl begangen hatte, damals aber wieder auf freien Fuß gesetzt werden konnte. Sie mußte nun abermals festgenommen werden. Die Kriminalpolizei teilt weiter mit, daß sich bei der Polizei 15 Fahrräder unbekannter Herkunft in Sicherstellung befinden.*

** Schulentkas s ung in d e r Oefsent- lichen Handelslehranstalt. Am Samstag wurden in der Öffentlichen Handelslehranstalt in Gießen die 5 Abgangsklassen, welche die Prüfungen abgelegt hatten, feierlich entlassen. Als Vertreter Der Industrie- und Handelskammer waren das Vor­standsmitglied Ho f m a n n und der Hauptgeschäfts­führer Diplom-Kaufmann Kl em en tz erschienen. Nach einer Ansprache von Handels-Studiendirektor Dr. Kruse sprach in Vertretung des erkrankten Präsidenten Vorstandsmitglied Hofmann, um den Jungen und Mädel wertvolle Hinweise für ihren Lebensweg zu geben. Die Feier war durch Lieder und dem Gedanken an den Führer in der üblichen Weise umrahmt.

Am Barren holte Sinn % Punkt auf, konnte am Pferd weitere zwei Punkte"erringen, so daß sich am letzten Gerät, dem Reck erst der Kampf entschied. Hier war Sinn um 4% Punkte besser als Gießen und hatte sich mit 1 Punkt "Vorsprung den Sieg erkämpft. Großen-Linden hatte wenig Glück und siel bei dem Kürturnen noch etwas mehr zurück. Als Abschluß zeigten Kreuter-Sinn und Herbert-Gießen ihre Kür- Bodenübungen.

Die Siegerehrung leitete Kreisrnämzetturnwart Reuter mit dem Wort des Führers ein:Leben ist Kampf, und wer nicht kämpfen will, der ist des Lebens nicht wert." 1. Sieger wurde die Mannschaft von Sinn mit 562% Punkten, 2. Sieger 1846 Gießen mit 561% Punkten, 3. Sieger Großen-Linden mit 531% Punkten.

Beste Einzelkämpfer tvaren 1. Herbert-Gießen mit 161% Punkten, 2. Kreuter-Sinn mit 157% P., 3 Seth-Großen-Linden mit 153% P.

Der Ortsgruppcnleiter würdigte beit Wert der Leibesübungen zur Erziehung eines wehrhaften und starken Volkes und schloß mit dem Gruß an den Führer.

Die Ergebnisse.

(Die Punktwertung der Pflichtübung ist jeweils zuerst genannt.)

Reck: Sinn 60 69*/-; Gießen 56'/- 65; Großen-Linden 56Vz 64*/-.

Barren: Sinn 59 657s; Gießen 61 65; Großen-Linden 53 627-.

Seitpferd: Sinn 657- 657-; Gießen 63 63%; Großen-Linden 58% 62.

Bodenübung: Sinn 597-; Gießen 607-, Großen-Linden 55.

Ringe: Sinn 54; Gießen 59; Gr.-Linden 577-.

Längspferd: Sinn 64, Gießen 66, Großen- Linden 62.

Insgesamt: Sinn 5627- Punkte; Gießen 5617- Punkte; Großen-Linden 5317- Punkte.

Karl Mootz mit 154 Ringen; im Wehrmannschießen Heinrich Appel mit 220 Ringen; beim Scheiben­gewehr Heinrich Appel mit 197 Ringen und mit der Scheibenpistole Georg Schilling mit 930 Ringen.

Bei den Gau kämpfen errang die 1. Mann­schaft in Klasse B den 3. Platz mit 601 Ringen, die 2. Mannschaft den 1. Platz mit 598 Ringen in der Klasse D. Mit der Wehrmannbhchse kam die Mann­schaft nur auf den 2. Platz hinter Kassel, das mit 909 Ringen nur einen Vorsprung von 5 Ringen hatte. Hierbei erreichte Georg Schilling mit 236 Ringen einen guten 3. Platz. Mit der Schoiben- piftole errang die Mannschaft hinter Wiesbaden mit 3540 Ringen nur den 2. Platz mit 3485 Ringen. Georg Schilling belegte hinter dem Gaumeister Dr. Wehner (Wiesbaden) den 2. Platz mit 940 Ringen, Heinrich Appel mit 933 Ringen den 3. Platz.

Beim Deutschen Turn- und Sportfest in Breslau errangen die Kampfschützen beachtliche Erfolge. Die Leistungen waren dabei um so höher zu bewerten, als 5000 Schützen an den Wettkämpfen be­teiligt waren.

Bei Städtewettkampf Gießen-Wetz-- lar-Marburg, der diesmal in Marburg aus- getragen wurde, errang die Mannschaft die Wan­derkette mit einer Rekordleistung von 2195 Ringen zum vierten Male. Beste Einzelschützen waren Hch. Appel und Willy Schilling mit je 473 Ringen, Gg. Schilling mit 453, I. Krumpen mit 441 und Dr. Wilhelmi mit 383 Ringen.

Beim Jubiläumsschießen anläßlich des 60jährigen Bestehens (verbunden mit dem alljähr­lichen Volksschießen) errang den Wanderpokal beim Gruppenschießen mit dem Wehrmanngewehr der NSKK.-Sturm 1/M. 147 Gießen, der ihn zum drit­ten Male errang. Den Wanderpokal im Kleinkaliber errang der Schützenverein Marburg mit 595 Rin­gen. Bester Einzelschüße in Wehrmann war W. Schilling mit 226 Ringen. Die besten Schützen im Kleinkaliber waren August Manegold (Marburg) und R. Koch (Gießen) mit je 158 Ringen. Beim Volksschießen errang Hermann Freund mit 35 Ringen den 1. Preis, ein von der Stadt Gießen gestiftetes Führerbild.

Weitere Ergebnisse: Wehrrnannscheibe (175 Meter): 1. W. Scheid; 2. Heinz Heinen (Wetz­lar); 3. Gg. Schilling. Standmeister (175 Meter): 1. W. Georg; 2. Walter Leonhard, 3. Gg. Schilling. Auflegemeisterscheibe (100 Meter): 1. W. Georg; 2. Herrn. Sauer 3. W. Metz. Kleinkaliber (50 Me­ter): 1. G. Hartmann (Nidda); 2. I. Krumpen; 3. K. Nagel (Annerod).

Beim Königsschießen errang der Vereins­führer Willi Georg zum dritten Male die Königs­würde. 1. Ritter wurde H. Sauer; 2. C. Dreyer; die Krone erschoß sich W. Schwinn. Die Werner- Legler-Plakette sowie den Oberbürgermeister'Dr.- Keller-Becher errang W. Schilling. Die anderen Lecher errangem O. odjönau, H. Mangelsdorf, H.

Appel, Gg. Schilling, W. Schilling Und außerdem Gg. Schilling einen Wanderbecher.

Das Schießabzeichen des Deutschen Schüt­zenverbandes erhielten Karl Meisenbach, Karl Mootz und W. Scheid.

Nachdem noch Schatzmeister Weber den Rechen- chaftsbericht vorgelegt und der Hauswart Ham­mermann über den Besitz des Vereins referiert halle, wurden dem Vorstand und seinen Mitarbeitern em- timmig das Vertrauen ausgesprochen und damit die Entlastung erteilt. Im Anschluß an die Aus­losung der Anteilscheine wurden Schießstandange­legenheiten besprochen. Zum Schluß konnte der Ver­einsführer den Siegerschützen im abgelaufenen Jahr die Ehrenurkunden überreichen.

Wirtschaft.

Mein -Mainische Börse.

Mittagsbörse Aktien schwächer.

Frankfurt a. M., 20. März. An der Börse bestand die Zurückhaltung in vollem Umfange fort, insbesondere die Kundschaft vlieb dem Geschäft nahezu völlig fern. Am Äktienmarkt bewirk­ten bei der herrschenden Geschäftsstille und mangeln-« den Aufnahmeneigung kleine Abgaben ein durch­schnittliches Zurückgehen der Kurse um 0,50 bis 1 v. H., denen Besserungen nur vereinzelt und in kleinstem Ausmaß gegenüberftanöen. Don den Hauptwerken konnten sich IG. Farben mit 148 (148,13) gut behaupten, dagegen büßten Verein^ Stahl 1,25 v. H. ein auf 108, Mannesmann ver­loren 0,90 v. H. auf 108, und ebensoviel rückläufig waren AEG. auf 113 sowie Lahmeyer auf 111,40. Stärker gedrückt waren Gesfürel auf 131,50 (133) und Rheinmetall auf 128,75 (130). Sonst kamen vorläufig noch Schuckert mit 173,25 (174,25), Adler-- werke mit 105,25 (105,50), VDM. mit unverändert 180 und Zement Heidelberg mit 152,50 (152) zue Notiz.

Am Rentenmarkt erfuhren die, Kurse bei kleinem Geschäft nur wenig Veränderung. Reichs, altbesitzanleihe jedoch 0,25 v. H. ermäßigt auf 129,75, Kommunal - Umschuldung bewegten sich zwischen 93,15 bis 93,20. Am Pfandbriefmarkt blieben die Kurse behauptet, Frankfurter Hyp. Liquid. 0,25 v. H, höher mit 100,90. Stadtanleihen notierten unoerän« bert, hingegen ließen Industrie-Obligationen vor« wiegend leicht nach, etwas mehr 5 v. H. Hoesch auf 101 (101,40).

Abendbörse weiter nachgebend.

Bei Fortdauer der starken Zurückhaltung ergäbe« sich an der Abendbörse am Äktienmarkt viel­fach weiter leichte Rückgänge, da etwas Angebot verblieb, aber anderseits kaum Aufnahmeneigung bestand. JG.-Farben ermäßigten sich auf den Ber­liner Stand von 146,25 (146,75), Mannesmann auf 107,25 (107,65), Deutsche Erdöl auf 122 (122,50), während Verein. Stahl mit 108,40 bis 108,50 ge« halten blieben. Sonst notierten u. a. Bemberg mit 120 (130), MAN. mit 139,50 (140), Daimler mit 131,50 (132), Demag mit 144 (144,25), Gesfürel mit 131 (131,50), anderseits RheimnetaU 129 (128,75), Hapag kamen nach Pause mit 57 (60,50) wieder zur Notiz. Behauptet lagen u. a. BMW. mit 146, Scheideanftalt mit 200, Metallgesellschaft mit 113,25. VDM. mit 180, Westdeutsche Kaufhof mit 101,25 und Licht und Kraft mit 128,75, sowie Bankaktien. Commerzbank 111,50, Deutsche Bank 118,50, Dresdner Bank 111: Am Renten markt gingen 6proz. JG.-Farben mit 121,13 (121), 4,5proz <otabt Wiesbaden mit unv. 98,13 um. Reichsboho^M unv. 123, ebenso im Freioerkehr Kommunal-Um- schuldung mit 93,-45. 0*

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 20. März. Es notierten (Ge­treide je Tonne, alles übrigen je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W9 210, WH 212, W 12 213, W13 214, W16 217, W 18 219, W 19 221, W20 223, Roggen R 11 196, R 12 197, R 14 199, R15 200, R 16 202, R 17 203, R 18 204, R 19 206 Groß« Handelspreise der Mühlen der genannten Preis- qebiete. Futtergerste, Futterhafer. Weizenmehl Type 812 W13 29,75, W 16 29,75, W 18 29,75, W 19 29,75, W 20 (Kreis Alzey) 29,75, W 20 (Kreis Worms) 30,10 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Fiic Weizenmehl Type 812 mit Beimischung von Mais« backmehl liegen die Preise 30 Pf. unter den Notie­rungen. Roggenmehl 'Type 997 R 12 22,45, R15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 050 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Wei- zenkleie W 13 10,75. W 16 10,90, W18 11,00, W1S 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Mühlen­station. Roggenfuttermehl R 19 12,50, Roggenvoll' fleie R 19 11,00. Rogqenkleie R 12 9,95, R 15 10.15, R16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Treber. Wiesenheu, Handels« üblich 5,40, Wiesenheu, gut, gesund, trocken 6,40. Kleeheu, do. 7,40 bis 7,80, Luzerneheu, do. 7,80 bi? 8,20, Weizenstroh, bindfadengepreßt oder gebündelt 2,80, Roggenstroh, do. 3,00, Hafer- und Gerstestroh, do. 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Der« ladestation.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 21. März. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 883 Kälber 16 Hümmel, 52 Schafe, 4011 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hammel 44 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 49,50 bis 58,50 Mark. Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt; Häm« mel und Schafe mittel.

Rundfunkprogramm

Mittwoch, 22. März.

6 Uhr: Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Früln konzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik (L. Wal- cher). 8.30: Aus den Krimmer-, Plüsch- und Teppich" fabriken Daoistan, Kätscher OS.: Froher Klang ZUk Werkpause. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Rat­schläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk. Kündec und Kämpfer. Eine Hörfolge um Dietrich Eckarn 11.40: Ruf ins Land. 12: Aus Gießen: Für die folgschast der Firma Baugeschäft Abermann, Gie­ßen: Werkskonzert, in Verbindung mit der N-^* GemeinschaftKraft durch Freude". 13.15: Mittags­konzert.'s ist die schöne Frühjahrszeit". 14: Nach­richten. 14.15: Aus drei Lehür-Operetten. 16: Nach­mittagskonzert. Ausführung: Kurhessisches Landes« orchester. 17 bis 17.10: Das Mikrophon unterwegs. 18: Kunstleder aus Leder. 18.15: ÜÄtt der Wan­derkarte durch Berg und Flur. 18.30: tzDM.'Wett Glaube und Schönheit": Pflege deutscher Haus­musik. 19: Fliegendes Deutschland: Segelflieger cm Blindflug. 19,15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. (Jndustrie-Schallplatten und aufnahmen.) 20: Nachrichten Grenzecho. 20.10; Stunde der jungen Nation:Froh zu sein bedarf es wenig". Heiterkeit durch Tänze und Märsche, und Wort in einer Ningsendung der Jugend. 2i. Germanin". Hörspiel nach dem gleichnamigen Ro­man von Helmuth Unger. 22: Nachrichten. 22.^ Bilderbuch der Woche. 22.30 Ibis 24; Tanzmustk SN» GolsbaU 1938.

Mllllschastskämpse im Turnen.

Lin erfolgreiches Ähr der Gießener Schützen.