Ausgabe 
21.3.1939
 
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ausgesprochen hatte, schloß sich Tanz an.

A Daubringen, 19. März. Gestern abend hielt der Gesangverein Daubringen im Saale der Wirtschaft Weimer einen Familienabend ab. Vierzehn Mitglieder, die dem Verein 25 Jahre ununterbrochen die Treue gehalten hatten, wurden von dem 2. Dereinsführer A. Kümmel durch

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dankbar ausgenommen wurde. Nachdem noch eine Sammlung für das Winterhilfswerk getätigt war und der Vereinsführerden Dank an alle Mitwirkenden

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den war, zu Grabe getragen. Der Ortsgeistliche, Pfarrer König, gab ein kurzes Lebensbild des trefflichen Mannes, der viele Jahre lang der poli­tischen und der Kirchengerneinde als Rechner gedient hatte. Kameradschaftsführer Schimmel von der Kriegerkameradschaft Klein - Linden würdigte die Verdienste des verstorbenen Kameraden um das Kriegervereinswesen. Der Verstorbene war im Besitz des Ehrenkreuzes und der goldenen Nadel des Reichskriegerbundes. Für den Männergesangverein Arion" widmete Dereinsführer M ü l l n dem ver­storbenen Sangesbruder und langjährigen ehemali­gen Vorsitzenden herzliche Worte des Dankes. Die politische Gemeinde ließ durch Beigeordneten Bech­told einen Kranz nioderlegen, die Kreisgruppe Gießen des Deutschen Roten Kreuzes dankte dem Dahingeschiedenen für seine rastlose Tätigkeit im Sanitätsdienst.

< Leihgestern, 20. März. Der Gesangverein ..Liederkranz" veranstaltete am Samstagabend in seinem VereinslokalZum Löwen" seine Winterfeier. Nach einem einleitenden Musikstück hieß der stellver­tretende Bercinsführer Karl Faber jun. Gäste und Mitglieder herzlich willkommen und gedachte des Komponisten Fr. Silcher, der uns so herrliche Me­lodien zu den Volksliedern geschaffen hat und dessen Todestag sich in diesem Jahre zum 150. Male jährt. Im ersten Teile des Abends wechselten Volkslieder von Silcher und Chöre von Döring, Kann und Rische mit Musikstücken ab. Besonders zu erwähnen ist der ChorDem Ziele zu", zu dem der Chorleiter Blaß, Gießen, eine kurze Erläuterung gab. Den Schluß bildeten die Chore: Marsch des Bataillons Garde und der Radetzky-Marsch, beide mit Musikbegleitung, die stürmischen Beifall auslösten. Den musikalischen Teil bestritt die Kapelle Schleuse, Steinbach, deren Darbietungen eine aufmerksame Zuhörerschaft reichen Beifall zollte. Im zweiten Teil wurde ein in drei Auszügen gespieltes Theaterstück aufgeführt, das

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0 Nidcha, 11. März. Unsere Volksschule veranstaltete einen Hallen sportabend, an dem man sich von den turnerischen Leistungen der Schule überzeugen konnte. Wenn auf der Unter- tufe Singspiele, fröhliches Turnen auf Kästen und Schwebebalken, Matten u. a. sowie Spielturnen in | ungezwungener Form im Vordergrund standen, so brachten die Schüler und Schülerinnen bis zur Oberstufe hauptsächlich an den üblichen Geräten sehr beachtliche turnerische Leistungen zur Schau, die un­geteilten Beifall fanden. Don den Zuschauern wur­den über die Klassenbesten Urteile in Listen einge­tragen. Ein aus der Mitte der Besucher gebildetes Preisgericht stellte auf Grund der eingesammelten Listen die Sieger fest, die mit zweckdienlichen Preisen bedacht wurden. Die Veranstaltung darf zweifellos als wohlgelungen zu bezeichnen sein. Am vorigen Samstag überflogen mit beginnender Dämmerung etwa 15 0 Wildgänse in keilförmigem Geschwa­derflug unser Städtchen von Süden nach Norden. Dabei war die sofortige Herstellung der diesen Vögeln charakteristischen Flugordnung' auffällig, als sich etwa zwanzig Stück durch rascheren Flug herden-

Umziehen ist gerade kein Vergnügen, aber wenn man alle nötige Arbeit gut vorbedenkt, ist es auch nicht so schlimm, wie es uns scheinen will. Wichtig ist, daß wir noch vor dem Einzug ganz genau wissen, wie die Möbel zu stellen sind. Das spart am Einzugstag viel Zeit! Es ist also ratsam, wenn wir uns vom Hausherrn einen Plan geben lassen; wir zeichnen uns dann entsprechend seinem Größen­verhältnis die Grundrisse unserer Möbel auf und schneiden sie aus, damit wie sie leicht auf unserem Plan hin- und herschieben können. Dabei merken wir auf, wie die Türen aufgehen, und sorgen, daß weder Schrank noch Tisch in Gefahr kommen. Bei kleinen Zimmern wird man nach Möglichkeit den Tisch nicht in die Mitte stellen. Er läßt sich vor einem Fenster in einer Ecke mit Sofa und Stühlen gruppiert weit netter stellen, nimmt weniger Raum weg und läßt obendrein das Zimmer größer er­scheinen.

An die nötigen Steckdosen denken wir am besten auch schon vor dem Einzug, ganz besonders dann, wenn das Zimmer neu tapeziert wird. Müssen wir sparen, können wir sehr gut das tägliche Geschirr und die vielen Kleinigkeiten s e l b st packen. Schwere Möbelstücke dürfen niemals voll-- gepackt werden. In leichten, kleinen Möbeln kann man allerlei leichte Dinge unterbringen. Bücher packt man am besten in Kisten, immer Rücken an Rücken. Im Bücherschrank finden dafür Kissen und Decken einen guten Platz. Der vollgepackte Schrank darf während des Umzugs nicht aufspringen. Man darf sich nicht auf die Schlösser verlassen, sondern sollte ihki gut verschnüren. Den Schlüssel zieht man ab; sonst geschieht es nur zu leicht, daß er beim Transportieren abgebrochen wird. Zur Schonung des Holzes legt man starke Pappe dazwischen.

Das wichtigste beim Umzugstag ist, daß jedes Ding gleich an seine richtige Stelle kommt. Wir geben also den Zimmern Nummern, die wir am Türpfosten leicht ankleben. Die Möbel­stücke bekommen auf die Rückseite die Nummer des Zimmers, für das sie bestimmt sind, ebenso alle Kisten. Nichts ist nämlich schlimmer, als wenn alles nach der Hausfrau ruft und ihren Rat braucht. Daß

mäßig gruppiert hatten.

j. Schotten, 16. März. In der Turnhalle fand gestern auf Einladung des Landratsamts Büdingen und auf Anregung des Landesjäger­meisters eine Schulungsaktion zur Behandlung von Wildschadensangelegenheiten statt. Hierzu waren sämtliche Jagdpächler, die Bürger­meister und die Jagdoorsteher des Bezirks Schotten erschienen. Regierungsrat Kessel vom Landrats­amt Büdingen begrüßte die Erschienenen. Zunächst hielt dann der Kreisjägermeister, Forstmeister O st - heim (Laubach), einen Vortrag über das Reichs­jagdgesetz, über die Frage, was ist Wildschaden und wie wird dieser berechnet. Regierungsrat Kessel behandelte alsdann das Perfahren der Wildschadens­regulierung und gab wertvolle Hinweise für die Praxis. Eine Aussprache schloß sich an.

ttrels Alsfeld.

< Deckenbach, 21. März. Am morgigen Mitt­woch, 22. März, kann Frau Anna Katharine Mül­ler W w e. im Kreise ihrer Angehörigen ihren 8 5. Geburtstag feiern. Die hochbetagte Frau ist die älteste Einwohnerin unseres Ortes.

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Fwd. Die Fried. Krupp AG., Essen, verteilt für 1937/38 nach aus 56,15 (39,01) Millionen RM. er­höhten Abschreibungen in Anbetracht des durch die Ueberbeanspruchung bedingten außerordentlichen Verschleißes aus 21,33 (17,22) Millionen RM. Reingewinn 6 (5) v. H. Dividende auf 160 Millionen RM. AK. und führt 11,5 (9,0) Millionen RM. der Rücklage für Werkserhqltung und -erneuerung zu. Der Gesamtumsatz ist weiter gestiegen, dabei die Ausfuhr wertmäßig um etwa 21 v. H.; sie erreicht jetzt 25 v. H. des Gesamtumsatzes. Der umfangreiche Auftragsbestand gewährleistet für viele Monate volle Werksausnutzung.

Hauptversammlung des Vorschußvereins Gründers.

4- Grünberg, 19. März. Der Vorschußverein Grünberg hielt am Samstag im Gasthaus Peppler ] am Bahnhof seine ordentliche Hauptversammlung ab. <

Vorstandsmitglied Müller erstattete den Geschäfts- , bericht für das Jahr 1938, das 76. Geschäftsjahr, und : gab ausführliche Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz. Er konnte bei den wichtigsten Posten auf eine Steigerung Hinweisen. So erhöhte sich der Jahresumsatz gegenüber dem Vorjahr fast um 2 Millionen und betrug 11951596,37 RM., die Bilanzsumme stieg von 937 766,92 RM. auf 978716,37 RM. Die flüssigen Mittel erfuhren eine Steigerung von 344316,22 RM. auf 383497,09 RM. Die Spar­einlagen und Gelder in laufender Rechnung wuchsen von 696453,07 NM. auf 740049,38 RM. an. Etwa auf gleichem Stande blieben die Gesamtausleihungen mit 610915,59 RM. und auch die Rücklagen mit 149527,41 RM. Die Mitgliederzahl betrug Ende 1938 445 gegenüber 447 am Ende des Jahres 1937.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Fabrikant Hrch. Schmidt II., verlas die Berichte über die vom 3. bis 9. Mai 1938 vorgenommene Verbands­revision und die am 15. Juli 1938 erfolgte Depot- prüfung, die keine nennenswerten Beanstandungen enthielten.

Der Jahresabschluß wurde genehmigt und Vorstand und Aussichtsrat Entlastung erteilt. Ebenso wurde die Verteilung des Reingewinnes von 5476,17 RM. in der vorgeschlagenen Weise gutgeheißen. Danach ge­langen, wie im Vorjahre, wiederum 5 v. H. Dividende auf die berechtigten Guthaben mit 3923,60 RM. zur Verteilung, während 964,62 RM. den Rücklagen zugeschrieben und 587,95 RM. auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Der Antrag des Vorstandes und Aufsichtsrates, die Höchstkreditgrenze von 15000 RM. auf 20000 RM. festzusetzen, wurde nach kurzer Aussprache mit allen gegen zwei Stimmen angenommen.

Die satzungsgemäß ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates Fabrikant Heinrich Schmidt I I., Zim­mermeister Georg Daniel Haasünd Kaufmann Otto Matthies wurde wiedergewählt.

Landkreis Gießen.

* Klein-Linden, 19. März. Unter starker Beteiligung der Einwohnerschaft wurde am Sams- tagnachmittag der Gemeinderechner i. R. Johannes Germer l, der im Alter von 76 Jahren oerftor;

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Ueberreichung von Diplomen zu Ehrenmitgliedern ernannt. Im Namen der Geehrten sprach Bürger­meister Lucke den Dank aus. Der Verein brachte unter der Stabführung von Ehormeister Schrei­ner (Daubringen) einige gut vorgetragene Män­ner- ' und Frauenchöre zu Gehör. Zu den lustigen Tanzweisen der Kapelle Schreiner vergnügte sich die | Jugend beim Tanz.

Kreis Friedberg.

* Butzbach, 16. März. Der Leiter der Weidig -Werner-Schule, Oberstudiendirektor Dr. Otto Gans, erhielt für ?5jährige treue Dienste das ihm vom Führer verliehene silberne Treu­dienstehrenzeichen. Die Auszeichnung wurde ihm durch den Leiter der Abteilung VII der Landes­regierung, Ministerialrat Ringshausen, in Darmstadt in feierlicher Weise überreicht.

Kreis Büdingen.

auf den Kisten der Inhalt vermerkt sein muß, be- merke ich nur nebenbei. Lassen mir alles vom Packer" packen, werden wir schon Tage zuvor die Zeitungen aufschneiden und übereinanderlegen, je nach Größe; dann geht auch seine Arbeit rascher vonstatten, und er merkt, daß er es mit e>"er vor­sorglichen Hausfrau zu tun hat. Muß man selbst packen, dann achte man besonders darauf, datz jeder Hohlraum in der Kiste fest mit Holzwolle ausge- stopft wird und die einzelnen Sachen sich nicht be­rühren. Viel Raum kann gespart werden, wenn die größeren Gefäße mit gut eingepackten Kleinigkeiten vollgepackt werden. Teller werden zu vier bis sechs mit Zwischenlugen aus Zeitungspapier geschichtet und dann nochmals gut eingewickelt. Gläser und Tassen füllt man mit geknülltem Papier und wickelt sie dann ein. Um alle Vorlagen und Teppiche bei­einander zu haben, rollt man die kleineren in die größeren ein und verschnürt sie gut.

Wenn alles auf diese Weise vorbereitet ist, geht die Arbeit am Umzugstag rasch vonstatten. Natür­lich muß man am Umzugstag zeitig aufstehen, da­mit uns die Möbelmänner nicht überraschen und auch gleich anfangen können. Zeitist Geld! Die- ses alte Sprichwort bewahrheitet sich besonders am Umzugstag. Und dann erschwere man den Mobel- männern nicht die Arbeit durch unnützes Herum- stchen und Dazwischenreden! Unsere Anweisungen seien kurz und klar, ohne dabei etwas an Freund-1 lichkeit zu entbehren.

Die alte Wohnung verlassen wirbesen- sauber" und sorgen dafür, daß Licht, Gas und Wasser vorschriftsmäßig abgestellt sind. Es ist natürlich sehr schön, wenn man in der neuen Wohnung schqn am Vortrag Gardinen und Lampen aufmachen lassen kann und vielleicht auch die Speisekammer schon die nötigsten und dringlichsten Vorräte erhält. Wenn dann endlich am Umzugstag feder Familienangehörige bemüht ist, der Hausfrau tüchtig zur Hand zu gehen, dann wird dieserbedeutungsvolle" Tag befriedigend zu Ende gehen und als Lohn das gemütliche, schöne Heim in kurzer Zeit bereit fein. M. L.

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