Ausgabe 
20.11.1939
 
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Voll-

Ge

PK. An Hand einer Karte verfolgen wir den Glas h-at er die Kokarden deutlich erkannt.

Weg, den wir zur Flu a w a che T fahren müssen, siegt! Sie haut ab über die Grenze, zerschellt 100 Kilometer sind es. Zwilchen abgelösten Trup- irgendwo drüben auf eigenem Gebiet. Ein alter

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.Wie kommen wir dann nach T?

Oie Ostsee als Wirtschastsraum

in 1000 Tonnen

der

1936 98 776 21 739

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1937

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Umschlagmenge in den

Nordseehäfen Ostseehäfen Mittelmeerhäfen

Bodenaltertümer erfolgen.

Gchpunenbrond im Dogelsbero.

Aus der engeren Heimat.

Landschaftsschutz für den Schrenzer?

= Butzbach, 20. Nov. Der neue Landesaus« chuß für Naturschutz im Lande Hessen, Forstassessor Dr. Jrnrnel (Babenhausen), der dieser Tage wich­tige Fragen des Landschaftsschutzes in Oberhessen an Ort und Stelle mit den zuständigen Kreisbeauf­tragten besprach, besuchte auch den Schrenzer bei Butzbach, eine durch Natur und Geschichte ge­weihte Stätte, für die Kreisbeauftragter Lehrer O h w a l d (Bad-Nauheim) in größerem Umkreise Landschaftsschutz beantragt hat. Die Unter- chutzstellung des in Frage kommenden Gebiets soll n enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege

N )üche; 'toten en in vieren e büj hburg

doch fast 80 v. H. der Gesamtfläche landwirtschaft­lich genutzt. Die hochwertigen Standarderzeugnisse der dänischen Landwirtschaft, die zu 80 v. H. aus Klein- und Mittelbetrieben besteht, dienen der Aus­fuhr und ermöglichen die Einfuhr von Kohle Und Erdöl, deren Dänemark für seine Binnenindustrie bedarf. Im Gegensatz hierzu ist die Wirtschaft Norwegens sehr vielseitig: 30 v. H. der Be­völkerung sind in der Landwirtschaft, 27,5 v. H. in der Industrie, 8 v. H. im Handel und 11 v. H. in der Fischerei und in der Schiffahrt tätig. Norwegen besitzt mit 4,75 Millionen BRT. die drittgrößte Handelsflotte der Welt nach England und den USA. Seinerweißen Kohle" und seinem Holzreichtum verdankt Norwegen eine exportstarke Papier- und Zellstoffindustrie. Aber auch die Industrie der Steine und Erden, der Eisenerze und die Pelztier­zucht dienen dem Export. Aehnlich geht es Schwe­den, das einen großen Waldreichtum, wertvolle Wasserkräfte und vor allem hochwertige Erzvorräte besitzt. Die wirtschaftliche Krisenfestigkeit Schwedens wird durch die Bevölkerungsverteilung begünstigt. Bon 6,3 Millionen Einwohnern leben 2,2 Millio­nen in Großstädten und 4,1 Millionen auf dem Lande oder in Kleinstädten. Finnland lebt von seinem Waldreichtum fast so ausschließlich wie Däne­mark von seiner Landwirtschaft. Rund 50 v. H. der finnischen Arbeiter sind in der holzverarbeitenden Industrie tätig, und fast alle finnischen Häfen sind Holzausfuhrhäfen. Doch hat sich in letzter Zeit Finn­lands Landwirtschaft bereits so gehoben, daß sie einen großen Teil des finnischen Eigenbedarfs deckt. Die Randstaaten Estland, Lettland und Litauen sind Agrarländer, die bemüht sind, ihre Viehzucht zu steigern und ihren Forstbesitz intensiv auszuwerten.

Welche wirtschaftliche Stellung hat nun Deutsch­land im Ostseeraum inne? Sie kann mit wenigen Worten gekennzeichnet werden. Deutschland steht der Konkurrenz Englands gegenüber, das der bisher größte Abnehmer der dänischen Landwirt­schaftsprodukte, der norwegischen Fischkonserven und der schwedischen und finnischen Holzausfuhr ist. Dafür sehen aber die nordischen Länder in Deutsch­land den besten Markt für ihre Einfuhr, was Eng­land wiederum zu hintertreiben sucht. So birgt der Oftseeraum starke wirtschaftliche Gegensätze in

Sparkasse bestehenden Guthabens verklagen. Urteil würde dann die von ihm verweigerte macht ersetzen.

wurde der Dachstuhl zur Hälfte zerstört. Zum Glück waren in der Scheune keine Borräte an Ernte frucht geborgen, so daß nach dieser Rich­tung hin kein Schaden entstanden ist. Trotzdem ist der Brandschaden erheblich. Als Brandursache kommt wahrscheinlich Kurzschluß in Betracht.

Landkreis Gießen

<£ Holzheim, 19. Nov. Der hiesige Landwirt Wilhelm Schöck fing dieser Taae in unserer Ge­markung ein herrenloses Pferd ein, das vor ein Break gespannt war. Wie sich herausstellte, hatte ein Metzgermeister aus Hochweisel das Tier in Pohlgöns zu lange stehen lassen, so daß es sich

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

G. F. L. Wir empfehlen, die Sachlage dem zu­ständigen Arbeitsamt zu unterbreiten, damit dieses

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Dort sind die französischen Linien."

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frühmorgens brach in M e i ch^e s Scheune des Landwirts Karl S ch ö n h a l s Feuer aus. Dem tatkräftigen Einsatz der Orts- euerwehr gelang es, den Brand auf seinen Herd zu beschränken und die schwergefährdeten Nachbar­gebäude zu retten. Die Scheune mit den darin geborgenen Strohvorräten und zwei Fahr­rädern fiel den Flammen vollständig zum Opfer, von dem unmittelbar angrenzenden Wohnhaus

die erforderliche Maßnahmen trifft.

G. D. in Gr.-B. Falls der Miterbe eine Vollmacht zur Herauszahlung des Betrages nicht erteilt, bleibt nur die Möglichkeit, daß die anderen Miterben ihn auf Einwilligung zur Herauszahlung des bei der ...... * ~ " Das

eingesetzt hat. Besondere Erfolge konnten in der Blutsorfchung, der Bakteriologie und der Dirusforschung erzielt werden. So hat man bei Blutblättchen, die beim Gerinnen des Blutes eine Rolle spielen, Strukturveränderungen während des Gerinnungsvorganges feststellen kön­nen. Bei Bakterien wurden Dererbungsvorgänge untersucht. Bei den Bazillen der Hühnertuberkulose wurde der Sitz bestimmter chemischer Bausteine fest­gestellt. Auch die Annahme, daß die Erreger tieri­scher Biruskrankheiten kugelförmig feien, wurde durch das Uebevmitroskop berichtig.

sich, die sich durch den Kriegsausbruch noch gestei­gert haben. Bedenkt man, daß auch Sowjet­rußland durch seine Abkommen mit den Rand- taaten früher oder später. Teilnehmer des Wirt- chaftsraumes Ostsee werden wird, so ist es nicht chwer vorauszusagen, daß sich die Wirtschaftsstruk­tur des Ostseeraumes künftig erheblich verschieben wird.

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Ulrich stein, 19. Nov. Am heuttgen Sonn- in der

Grotzfeuer in einer Sarloffelflockenfabrlk.

In Waren, Kreis Müritz (Mecklenburg), wurde iuf dem Trockenboden der Kartosfelflockenfabrik in der Zeit des Schichtwechsels Feuer bemerkt, das such mit großer Geschwindigkeit ausdehnte und auf len ganzen Trockenboden Übergriff. Die Feuerlösch- ?olizei griff das Feuer mit zahlreichen Rohren an und konnte die angrenzenden neuen Fabrikgebäude hör den Flammen retten. Der Trockenvoden wurde

jsdock vollständig von den Flammen erst ort. Ebenfalls wurde her Elevatorturm in Nitleidenschaft gezogen. Die auf dem Trockenboden lagernde Trockenmasse hat nur zum Teil durch das treuer gelitten, jedoch ist der Gebäude- und Sach­schaden bedeutend.

THörber und Brandstifter zum Tode verurteilt

Nach dreitägiger Verhandlung wurde in R o st o ck ier 33 Jahre alte Richard Scheidet wegen Mor­les in zwei Fällen in Tateinheit mit Brandstiftung ind einer einfachen Brandstiftung zweimal zum Tode, zu 12 Jahren Zucythaus und zu lebens­länglichem Ehrverlust verurteilt. Scheibel hatte im Kahre 1937 in Kirchdorf auf der mecklenburgischen knsel P o e l, wo er auf dem landwirtschaftlichen Grundstück seiner Frau lebte, seinen Schwa­ger erschlagen und in einem Stallgebäude i e r b r a n n t. Einen in feiner Ausführung ähn­lichen Mord an einem 15jährigen landwirtschaft- I chen Gehilfen hatte er in diesem Sommer auf !,emselben landwirtschaftlichen Grundstück mit Arandstiftung begangen. Durch die Aufklärung des weiten Falles kam auch der erste mit ans Tages- cht.

Plünderer hingerichlei.

Am 18. Nover,ber 1939 ist der vom Sonder­te richt in Freiburg im Breisgau wegen Alünderung zum Tode verurteilte Wilhelm L a u ! i s hingerichtet worden. Laubis hat am 26. Sep- l»mber 1939 in Freiburg i. Br. in einem unbe- »ohnten Haufe geplündert.

Vierfacher Brandstifter

»egen Widerstand gegen die Staatsgewalt erschossen.

Berlin, 18. November. (DNB.) Bei Wider­fand aegen die Staatsgewalt wurde der Brand- ftfter Alfred Gluth erschossen. Er war vom Son- isrgericht Berlin wegen vierfacher Brandstiftung ;u zehn Jahren Gefängnis verurteilt morden.

Aufstand in einem englischen Gefängnis.

In B r i st o l ist es in dem Gefängnis erneut v»ie bereits vor 14 Tagen zu schweren Auf- änden der Gefängnisinsassen gekommen. Die anze Nacht hindurch hat man selbst in der weiteren mgebung des Gefängnisses einen ungeheuren Lärm mb auch Schüsse gehört. Das gesamte Mobiliar im K-efängnis ist zerschlagen worden.

Wölfe überfallen einen jugoslawischen Autobus.

Ein Rudel Wölfe überfiel auf der Straße kerajewo Livno einen Autobus. Der Len- ter beschleunigte trotz steil ansteigender Sttaße die Aeschwindigkeit des Wagens, so daß er den Wölfen ntkommen konnte. Dabei überfuhr er drei der laut Ikulenden Tiere. Im Wagen war eine kleine Panik ntstanden.

Schwerer Verkehrsunfall.

In den Abendstunden befuhr ein mit zwei Pferden lespanntes Fuhrwerk die steile Straße B u ch - )olzBoppard, als im gleichen Augenblick i n mit Kohlen beladener Lastkraftwagen aus Norshausen in schneller Fahrt aus entgegengesetzter Dichtung herankam. Das Lastauto fuhr in das Fuhr­werk hinein und riß es mit den Pferden über eine hchs Meter tiefe Böschung in den Abgrund. S on den beiden Fuhrleuten, ein Brüderpaar, war b»r eine sofort tot, während der andere mit schwe- rtn Verletzungen in das Krankenhaus gebracht wer- b*n mußte. Die Pferde lagen tot am Boden. Laft-

Landwehrmann, ein Bayer, wirst vor Freude feine Feldmütze in die Luft.Ja, Kameradn von der Luftwaffe", meint er anerkennend in seinem bayerischen Dialekt. Mit freudigem Gesicht kann der Posten durchs Telephon melden:Flugzeugkampf um 17 Uhr im Luftraum Über I zwischen deutschem Jäger und feindlicher Maschine unbekannter Bau­art, Feind auf eigenem Boden abgestürzt!"

Abends sitzen wir mit den Männern in ihrer Unterkunst. Ein Kerzenstummel ersetzt feudale elek­trische Beleuchtung. Die Essenholer kommen. Reis- suppe, Kartoffeln, Schweinefleisch undKappes" gibt's, glänzend! Mitgebrachte Zeitungen, Illu­strierte und Zigaretten werden anschließend dan-

Hi' sh

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen, Pro- vinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit

Welche politische oder kulturelle Stellung der Ostseeraum im Laufe des Weltgeschehens auch ein­nahm, ob er der Schauplatz langjähriger und er­bitterter Kriege war oder ob sich auf ihn dieRuhe des Nordens^ legte, immer hat er eine hohe wirt­schaftliche Bedeutung besessen. Die gegenwärtige wirtschaftliche Bedeutung des Ostseeraumes geht ein­deutig aus dem Verkehrsumfang der Ostsee im Ver­gleich zu den übrigen Meeren hervor. Nach dem Bericht des Bandes 1938 desNauticus" betrug die

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; t aftwagen wie Fuhrwerk wurden vollständig zer- f kümmert: die Insassen des Lastautos waren mit lichten Verletzungen davongekommen.

Litauischer Dampfer vor Reval gesunken.

Der 1607 t große litauische DampferPaneve- ziy s", der mit einer Salzladung von L e n in- tzwad nach Memel unterwegs war, lief am Montag im Sturm vor Reval auf eine der E l ntiefe und erhielt dabei ein Leck. Das Wasser

BoW irang in das Schiff, das in 15 Minuten

londo« sink. Der erste Steuermann, der das Schiff im iris Liugenblick der Katastrophe führte, sprang über

virtM - s-iorb und ertrank. Ebenso erging es einem

führt noch ein einigermaßen guter Feldweg hin, vielleicht schaffts ihr Pkw." Also los. Und er schaffts. An einer gekennzeichneten Stelle muß der Wagen halten, das letzte Stück ^ehts zu Fuß. Der anhaltende Regen hat alles in einen Morast verwandelt, tief sinken die Stiesel ein.

Jnsanterieoffiziere und einige Feldwebel kom­men entgegen. Jeder führt den beliebten Stock wieder mit sich, genau so, wie es vor 20 Jahren im Weltkrieg war. Wir sind am Ziel. Ein Stollen­eingang gähnt vor uns. Hier ist die F l ua - wache X. Die Männer sind bei der Arbeit. Mit Kreuzhacken, Schippen und Brecheisen wird der bereits angelegte Stollen weitergetrieben, wird ein Seitengang angelegt, ein Laufgraben geschaffen lehmbeschmiert sind die schwarzen Kombinattonen, naß die Stiesel. Die gesamte Belegschaft ist weiter hinten untergebracht, der Stollen soll nur der je­weiligen Wache als Schutz- und Ausenthaltsraum dienen.

Ich stelle mich zum Posten. Breitbeinig steht er in seiner gut getarnten Stellung, hat das Glas vor den Augen. Vor uns Frankreich, die franzö­sischen Linien. Das nächste Dorf ist bereits jenseits der Grenze. Ueberall bleibt der Blick an auffallen­den Geländepunkten im feindlichen Vorland haften. 1000 Meter werden es bis zur Grenze fein.

Plötzlich wandert das Auge nach oben. Flug­zeuggeräusch!!! Eine ausgerisiene Wolken- decke breitet sich in etwa 2000 bis 2500 Meter aus. Da! ein deutscher Aufklärer! Schon rasselt das Telephon zur nächsten Zentrale, daß die Maschine im hiesigen Luftraum sich befindet. Einige französische Flakschüsse zeichnen sich in der Um­gebung als weiße Feuerbälle ab, Schußrichtung ist gut, Höhe schlecht! Nach wenigen Minuten ist sie aus dem Gesichtskreis verschwunden. Die Uhr zeigt 5 Uhr nachmittags. Wieder Flugzeuggeräusche. Scheinen mehrere Maschinen zu fein. Deutsche Jäger fliegen Sperre, erscheinen hoch droben als kleine silberne Punkte. 4 Maschinen sind es. Jetzt! Eine löst sich ab, schießt nach unten was ist los? Tiefer geht das Glas, feind­liches Flugzeug Luftkampf? Laut schreit der Posten seine Meldung zum Kameraden am Fernsprecher. Der Blick weilt oben..Ietzt scheint der Feind die Gefahr bemerkt zu haben, will abdrehen aber schon sitzt ihm der deutsche Jäger im Nacken. Maschinengewehre und Bordkanonen hacken in kurzen Feuerstößen. Kreuzhacke und Schippe liegen auf der Erde, jeder schaut zu und drückt den Daumen für den Kameraden da oben. Wieder das abgehackte Hämmern der Maschinengewehre. Ein paar Feuerstöße.

Tiefer gehen die Maschinen, auch ohne Glas sind jetzt die Bewegungen deutlich zu erkennen. Hurra! Eine Maschine hat eine Rauchfahne, es ist die feindliche, als solche erklärt sie der Posten, durchs

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veranlaßt fühlte, allein loszumarschieren. Das Pferd überschritt dabei mitsamt dem Wagen die Main- Weser-Bahn und irrte im Walde herum, bis es angehalten wurde. Dem Besitzer konnten Tier und Wagen glücklicherweise unbeschädigt wieder zu- gestellt werden.

Wenn man nicht genügend verdunkelt.

LPD. Marburg, 18. Nov. In den ersten Ta­gen des vergangenen Monats bemerkte eine Poli­zeistreife, daß in einem Hause ein Zimmerfenster nicht genügend verdunkelt war. Der Eigentümer ber Wohnung war jedoch der Meinung, daß er nicht der Schuldige sei, denn er beantragte wegen dem ihm zugesandten Sttafbefehl in Höhe von 5 RM. richterlichen Entscheid. Den ihm vor Beginn der Verhandlung gemachten Vorschlag, die einfache Sache doch auf sich beruhen zu lassen und den Ein­spruch zurückzunehmen, lehnte der Mann ganz ent­schieden ab. Er gab dann an, daß er in einem Papiergeschäft für 1,80 RM. Dunkelpapier ver­langt, und weil es ausgegangen fei, habe man ihm mit dem Hinweis, daß dieses auch genüge, gelb­braunes Derdunkelungspapier verabfolgt. Daß er damit nicht das richtige getroffen habe, sei doch nicht seine Schuld. Außerdem sei er an jenem Abend nicht zu Hause gewesen und hätte sich nicht überzeugen können, ob das ihm verabfolgte Dunkel­papier auch feinen Zweck erfülle. Noch Vernehmung der Frau des Beklagten und des in Frage kom­menden Aufsichtsbeamten lautete das Urteil des Gerichts dahin, daß es bei den 5 RM. Geldstrafe bleibe und außerdem auch noch die Gerichtskosten zu bezahlen seien. Die Verdunkelung sei nicht ord­nungsmäßig erfolgt und dafür sei nur der Beklagte verantwortlich.

'Rundfunkprogramm

Dienstag, 21. Jtovcmber:

6 Uhr: Landvolk, merk' auf! 6.10: Morgengym­nastik. 6.30: Frühkonzert..Ausführung: Das Mein- Mainische Landesorchester. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8: Gymnastik. 9.10: Kleine Ratschläge für den Gar­ten. 9.30: Schulfunk (Mittelstufe). SendereiheLe­bendige Geschichte".Moltke", Hörfolge. 10: Frohe Weisen. 11: Musik am Vormittag. Es spielt das kleine Orchester des Reichssenders Saarbrücken. 12: Stadt und Land Hand in Hand. 12.10: Mittags­konzert. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 13: Aus einem Rüstungsbetrieb: Werkskonzert in Verbin­dung mit der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude". 14: Nachrichten 14.15: Das Stündchen nach Tisch... 15: Nachmittagskonzert. Es spielt das große Orchester des Reichssenders Hamburg. Dazrvischen 15.45 bis 16: Vom Rhein zur Saar. Gedichte und Erzählungen aus der saarpfälzischen Heimat. 16.30 bis 16.35: Bücher für unsere Sol­daten. 17: Nachrichten. 17.10: Hausmusik. Aus­führung: Jugendliche Musikanten. 18: Ruf ins Land: Berichte vom Landesernährungsamt. 18.15: Otto Dobrindt spielt. Dazwischen 18.30: Aus dem Zeitgeschehen. 19.10: Berichte. 20: Nachrichten. 20.15: Übertragung vom Deutschlandsender. Da­zwischen 22 bis 22.15: Nachrichten.

penteilen, Meldefahrern unb marschierenden Ko­lonnen bahnen wir uns den Weg zum Ziel. In Schweigen gehüllt liegen die verlassenen Dörfer uno Städte des geräumten Gebietes. Die Fenster­läden sind heruntergelassen, die Häuser sind tot. Die ersten Warnschilder:Achtung! Lebensgefahr! Mi­ne nverseucht!" Wir befinden uns im Operationsge­biet. Um Straßensperren, Minenfeldern und ein­zelnen Granatlöchern sucht sich der Fahrer den Weg. Ein Posten hebt den Arm.Hatt, was ist los?" Die Sttaße kann nicht passiert werden, da sie oberhalb vom Feind eingesehen werden kann."

Ideufiam die (Erfindung ist, zeigt der erste Bericht über jene Arbeiten, für die man das neue Gerät

Auch die Zahl der rund 950 Häsen, die an Ostsee liegen und von denen 120 einen Umschlag von mehr als 100 000 Tonnen im Jahre ausweisen, zeigt die wirtschaftliche Bedeutung des Ostseeraumes.

Der Derkehrswert der Ostsee ist für die an ihr gelegenen Staaten keineswegs einheitlich. Für die einen Staaten ist die Ostsee das Meerundder Lebensraum schlechthin, für die anderen Staaten ist die Ostsee der Weg in d i e Nord­see und nachUebersee. Dieser zweifache Ver­kehrswert der Ostsee ergibt sich aus einer gewissen Gleichmäßigkeit der Erzeuaungsgrundlage der Ost­seeländer, die zumeist in Vieh- und Waldwirtschaft besteht und daher einen starken Warenaustausch innerhalb des Ostseeraumes nicht zuläßt, vielmehr nach einer Beteiligung am Welthandel drängt.

Der Verkehr auf der Ostsee spielt sich auf zwei großen Linien ab, von denen die eine von Norden nach Süden, die andere von Westen nach Osten und entsprechend in umgekehrter Richtung führt. Der Weg in die Nordsee und in das freie Meer führt durch den Kleinen und Großen Belt, den Sund und den deutschen Nord-Ostseekanal. Die Ost­see besitzt aber seit jüngster Zeit noch einen ande­ren Weg ins freie Meer. Es ist dies der von Sta­lin erbaute fowjettufsifche Weißmeer-Kanal, der Le­ningrad über den Ladoga- und Onega-See mit So- rosk am Weißen Meer verbindet.

Im einzelnen weifen die Ostseeländer folgende Wirtschastsstruktur auf. Dänemark ist das klas­sische Land der Vieh- und Weidewtttschaft, werden

kend angenommen.

Die Männer erzählen. Erzählen davon, daß sie fast ausnahmslos hier aus der Gegend stammen, Daß die Angehörigen sich irgendwo im Innern Deutschlands aufhalten. Jeder Weg, jeder Steg ist ihnen bekannt. Berichten von ihren täglichen Er­lebnissen, als vorgeschobene Flugwache, von den verschiedenen Luftkämpfen, die sie wie an diesem Tag bereits erlebten. Hin und wieder hört man vereinzeltes Geschütz feuer.

Der eingetretene abgelöste Posten meldet stärke­res MG.-Heuer an der Front. Der nächste schildert einen Nachmittab, als die französische Artillerie das umliegende Gelände aufs Korn nahm, als 7,5- Zenttmeter-Granaten in die Häuser prasselten. Drei Blindgänger stehen auf dem Wandbrett, die in der Nähe der Flugwache runterpurzelten. Aber auch da hat die Flugwache ihren Dienst getan, hat den Lufttaum beobachtet.

Als mir am andern Tag uns von den einzelnen wieder verabschieden, weiterhin aute Erfolge wün­schen, wissen wir, die Luftnachrichtentruppe, die Luftwaffe, kann sich auf diese Männer aus dem Grenzgebiet verlassen. Flugwache 3E meldet Freund und Feind. Mittler.

VomGpähiruppuniernehmen zurück.

PK. Sie hatten das Spähtruppunternehmen exerziermäßig aufgezogen. Der Unteroffizier und seine drei Mann, als sie abrückten. Viel Geduld und Kaltblüttakeit gehörten dazu, sich auf die Lauer zu legen und die französische MG.-Bedienung zu be­obachten, die bei jeder unpassenden «Gelegenheit so höllisch genau in die offene Talmulde hineinschoß gerade dann, wenn wir es nicht brauchen konn­ten. Aber sie hatten Glück, unsere Männer, denn sie kamen so dicht an den gegnerischen MG.-Posten heran, daß sie ihn durch einen kühnen Vorstoß aus­heben konnten.

Zwanzig Meter fünfzehn so, die Hand­granaten heraus. Rumm, rumm chrer zwei landeten hinter dem ftanzösischen Verhau unmittel­bar am Maschinengewehr. Eins, zwei Sprünge, der Unteroffizier zuerst, und sie waren heran. Einen Toten sanden sie und mehrere Verletzte, die sie so­fort verbanden.

Stolz kamen sie wieder, die vier. Aber vor der Meldung beim Kompanieführer musterte der Un­teroffizier seine Landser:Na, Mensch, fein siehste gerade nicht aus!"

Aber fein haben wir den Laden geschmissen was?"

Jawoll, Herr Unteroffizier ha'm wa!"

Und die Freude leuchtete ihnen ob des Erfolges aus den Augen. t. A. Klockenbring.

In amerikanischen Schiffahrtskreisen nimmt man oi, daß der DampferC r i p p l e Creek" unter- g? gangen tft. In der Nähe von Titusville wurden 460 0 0 Liter Del in Fässern ange- schwemmt sowie ein Gebrauchsgegenstand, der mit dem Namen eides an Bord beschäftigt gewese­nen Mattdsen gezeichnet war. DieCripple Creek" h-tte 6300 Tonnen Wasserverdrängung und befand sich auf dem Wege nach Liverpool.

Ueberschwemmungsgefahr in Leningrad.

Durch einen starken Sturm auf der Ostsee und in dr Finmschen Bucht wurden die Wasser der I e ro a stromaufwärts getrieben und d-ohten, die an der Newa gelegenen Stadtteile L<e n i n g r a b s zu überfluten. In kürzester Zeit sieg der Wasserspiegel der Newa um über einen Dteter. In der Zwischenzeit sind die Wasser wieder z:.rückflutete, und die größte Gefahr ist beseitigt. Unter den russischen Fischerbooten ist großer Scha- b n angerichtet worden. In der Luga-Bucht sind hchs Fischerboote dem Sturm 3um Opfer gefallen. !iie kleineren russischen Kriegsschifte suchten Schutz fischen den Schären an der Südcküste.

Höhlenforschung in Osnabrück.

Um die Gertrudenberger Höhle in Osnabrück, im üdlksmund Loch genannt, geht feit Jahrhunderten bc s Geraune. Auf Veranlassung des Kreisleiters nurbe eine Durchforschung vorgenommen, bie tat- jcchlich ein unterirdisches Hallen- unb G a n g - lästern betätigte. Es fanden sich natürliche Säle, ms dickstem Felsstein herausgehauen, und eine Fülle verwirrender Zugänge, die dem Feind weh- r»ei sollten. In 30 Meter Tiefe zieht sich das ^vhlennetz unter dem Bürgerpark hin, es sollen itgar Verbindungsgänge mit der Altstadt und dem Zorn bestehen. Di« Stadt wird um einen An­ziehungspunkt reicher werden, im Augenblick aber " ch um einen wichtigen Luftschutzsammelraum.

Unvorstellbar (leine Größen erfaßt das Uebermikrofkop.

Dor Jahresfrist wurde als Erfindung zweier jinger Herforder, von Borries und Dr. Rufka, das Uae bermifro ffop bekannt Es gestattete Ein- i>l cfe in eine Welt, die bisher ber Forschung noch ircht zugängig war. Unvorstellbar kleine Größen linnen jetzt erfaßt und studiert werden. Wie de-

Die Qualitäts-Zahnpaste

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wirkt abends am besten

Kann, der noch einige Habseligkeiten hatte retten rollen. Der Kapitän des Dampfers und die rest- n H-lchen 15 Mann der Besatzung konnten in einem abhold Rettungsboot die Insel Nargen erreichen, wo sie i ErM h, rzlich auf genommen wurden.

K > Ein 6300-Ionnen-Dampfer untergegangen.

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