Ausgabe 
20.11.1939
 
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Der

Kreuz in Breslau haben die

Holländischer paffagierdampser im englischen Minenfeld gesunken

schen Bevölkerung im Gouvernement übernommen. Der modern eingerichtete Bau ist zum großen Teil mit deutschen Apparaten und Einrichtungen aus» gestattet.

Die Goelhe-lNedaille für Geheimrat Borff.

Der Führer hat dem ordentlichen Prof. Geh- Med.-Rat Dr. med. Maximilian B o r st in München aus Anlaß der Vollendung seines 70. Le« bensjahres in Anerkennung seiner Verdienste um die Krebsforschung die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.

bar erscheinen. v v ...

Dor allem sieht aber heute jeder, auch der Blo-! Vaterlandes.

beste, daß es einfach absurd ist, einen Unterschied zwischen Kriegs- und Friedenswirtschaft zu machen. Es gibt keine Friedens- und keine Kriegswirtschaft, es gibt nur eine Kriegswirtfcha ft, denn die Geschichte beweist, daß der bewaffnete Kriegszustand der Normalzustand der Völker, wenigstens der in Europa lebenden, Yt, und man auch in den sogenannten Fnedensfahren den Krieg in einer Art und Weise führt, die rmeder- um bewaffnete Kriege vorbereitet. Die Tatsache, ja das immanente Schicksal des bewaffneten ^^ges muß also die Wirtschaft beherrschen und beherrscht sie in der Tat. Wer diesem Gebot nicht folgt ist verantwortungslos und hat nicht das Recht, sich über die Katastrophe, der er zusteuert, zu wundern

der Vermißten etwa 135 beträgt.

Nach Augenzeugenberichten ist die Explosion am Samstag um 11.30 Uhr erfolgt, worauf das Schiff zu sinken begann. Viele Fahrgäste eilten zu den Rettungsbooten, andere sprangen mit Schwirnrn- westen sofort über Bord. Wenig später ereignete sich eine zweite Explosion, worauf das Schiff sehr bald konterte, um dann endgültig unterzugehen. Der Kapitän des Schiffes ist bei der Explosion ums Leben gekommen.

Die holländischen Zeitungen veröffentlichen eine Erklärung der britischen Admirali- t ä t, in der behauptet wird, dieSimon Bolivar" sei durch eine Mine,über deren Vorhandensein die britischen Behörden keine Mitteilung ge­habt" hätten, gesunken, was nach allen vorliegenden Berichten höchst unglaübwürdig erscheinen muß.

Dieses Zweimarkstück wird außer Kurs gesetzt.

und gern.

JXad) zehn Wochen ziehen wir nun die Bilanz und stellen mit Genugtuung und höchster Befriedigung folgendes fest: Bon den Bollmachten, die das kriegswlrlschaftsgefeh vorfieht, ist bisher nur ein Bruchteil in Anspruch genommen worden: In der Lohn­politik genügte ein allgemeiner Lohnstopp. Der Achtstundentag soll in einen Z e h n stun­de n f a g und zwar der Weisung des Ge­neralfeldmarschalls Göring entsprechend: als höchskzulassige Arbeitszeit umgewandelt wer­den. Ganz dringende Ausnahmen soll dann der Reichsarbeitsminister bewilligen. Bei zehn­stündiger Arbeitszeit werden Betriebe in die Lage verseht, eine warme Mahlzeit zu verabreichen, für die das Ernährungsministe­rium zusätzliche Nahrungsmittel bereitstellt. Die DAF. ist beauftragt, in allen Betrieben mit IVstündigerArbeitszeitBerpflegungs- stellen einzurichten. Da die Zuschläge für die 9. und 10. Stunde fortfallen, soll eine Steuerbereinigung durchgeführt wer­den, damit der Mehrverdienst nicht wieder voll weggesteuert wird. Wird ausnahmsweise eine elf- und zwölfstündige Arbeitszeit gefordert, so müssen hierfür die normalen Zuschläge gezahlt werden.

Die Zuschläge der Nacht- und Aeiertagsarbeit werden wieder bezahlt werden.

Frauen sollen zur Nachtarbeit nicht herangezogen werden. Unumgängliche Ausnahmen wie In Munitionsfabriken müssen vom Reichsarbeitsminister genehmigt werden.

Der Urlaub wird ab Anfang nächsten Jahres wieder gewährt. Auch Weih­nachtsgratifikationen werden bezahlt.

Dien st Verpflichtung fall nur nach sorgfältigster Prüfung und bei unbedingter Not­wendigkeit ausgesprochen werden. Der In­ge n d s ch u h bleibt in vollem Umfange in Kraft.

___über ganz Mitteleuropa herrschende orkan» artige Sturm hat auch in Belgien schwere Schä­den angerichtet. In Antwerpen wurde Wind­stärke 10 gemessen. Mehrere Personen wurden vom Sturm zu Boden geschleudert. Das zwischen Ost­ende und Folkestone verkehrende Passagierschiff

Schwere Naturkatastrophe in der Schweiz

Gin Dorf verschüttet. - Große Lieberschwemmungen.

viertel Meile auseinandergelegen. Wie der graaf" mitteilt, befanden sich 265 Fahrgaste und 135 Besatzungsmitglieder an Bord desSimon Bolivar". Nach den letzten Berichten sind 265 Personen an Land gebracht worden. Es wird damit gerechnet, daß die Zahl

Der Krieg beherrscht die Wirtschaft

Eine Ansprache Mussolinis am 4. Jahrestag der Sanktionen.

und zu beklagen. .

Das italienische Volk hat nicht nur die Nützlich feit, sondern die Notwendigkeit, und ich möchte sagen, die heilige Notwendigkeit des Autar- kiekampfes gefühlt und begriffen. Wenn ich vom Volk spreche, denke ich an tue Erfinder, die Pradu- zenten, die Arbeiter und die Konsumenten. Alle Teile dieses Heeres haben an dem Marsch in mehr oder weniger großen Etappen teilgenommen. Aber heute muß das Marschtempo über das Maß des Möglichen hinaus beschleunigt werden. Keine Energie darf verloren gehen. Jeder Wille muß auf das Ziel gerichtet sein, jedes Opfer gutgeheißen und alle noch vorhandenen Nachzügler und Skepttker müssen ausgeschaltet werden. Der ! Einsatz dieses Spieles aber es ist nicht weniger ui- rm ist ungeheuer. Es handelt sich um !die militärische Stärke, also um die Zukunft des

Auf Anordnung des Gouverneurs von Krakau wurde am Sitz des Generalgouverneurs ein deut­sches Krankenhaus eingerichtet. Zu diesem Zweck wurde das frühere Krankenhaus der polnischen Krankenkassen unter deutsche Verwaltung gestellt. Hervorragende deutsche Fachärzte aus dem Ältreich sowie Assistenzärzte und Schwestern vom Roten ......Behandlung der deut-

konnte nicht in See gehen, und auch die Fischer­flottille erhielt Befehl, den Hafen nicht zu verlassen. Verschiedene Schlepper rissen sich los und trieben die Maas hinab. Einer sank. Auf zwei anderen wurden zusammen fünf Personen von den hoch­gehenden Wellen erfaßt und ins Wasser geschleu­dert. Sie erlitten schwere Verletzungen und mußten ins Krankenhaus gebracht werden. In einem Kaffeehaus in der Nähe des Königin-Asttid-Platzes drückte der Sturm eine große Fensterscheibe ein, die auf einen Passanten fiel und diesen schwer verletzte.

Deutsches Krankenhaus in Krakau.

Vom 1. Januar 1940 ab ist diese Reichssilbermunze im Nennbetrag von 2, RM. nicht mehr gesetzliches Zahlungsmittel. In den folgenden drei Monaten wird sie von allen Reichs- und Landeskassen m Zahlung genommen oder umgetauscht. Die kleineren Zweireichsmarkstücke, die auf der einen Sette das Kopfbild des Generalfeldmarschalls von Hmdenburg und auf der Wertseite das Hoheitszeichen tragen, behalten ihre Gülttgkeit. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Kleine politische Nachrichten.

Am Samstag rückte unter Führung des gadeführers Breithaupt eine ff - Tote n k o p f - Standarte in Krakau ein, um am Sitz des Generalgouverneurs ihren Dienst anzutreten. Die Standarte wurde von der deutschen Bevölkerung und ihren deutschen Kameraden der Wehrmacht, der Polizei und der anderen deutschen Formationen freudig begrüßt.

Im Zusammenhang mit der Umsiedl u n g der deutschen Volksgruppe aus Lett- land in das Reich wird jetzt bekanntgegeben, daß bis 19. November bereits über 20 500 Deutsche Lett­land verlassen haben. Damit ist ungefähr ein Drittel der deutschen Volksgruppe Lettlands be­reits ab gewandert.

Am 18. und 19. November 1939 fand in Berlin sine Landesleitertagung des Reichs- bundes derKinderreichen statt. Das Wort ergriffen Reichsgesundheitsführer Haupt-Dienstletter Dr. Conti, der Leiter des rassenpolittschen Amtes der NSDAP., Reichshauptamtsleit-r Dr. Groh, Reichsbundesleiter Dr. Robert Kaiser sowie An­gehörige der Reichsbundesleitung.

Der belgische Botschafterin London hat im englischen Auswärtigen Amt wegen der ständigen U e b e r f l i e g u n g belgischen Ge­biet e s durch englische Flugzeuge protestiert.

Die polnischen Zerstörer, die England gleich zu Beginn des Krieges in feinen sicherenSchutz nahm, wie es das später in der gleichen selbstver­ständlichen Art auch mit dem polnischen Gold machte sind nunmehr offiziell in die englische Flotte eingegliedert worden.

die Wassermassen in Serns einen Erdrutsch ver- ursacht. Die durch das Gebiet führende Autostraße wurde zum Teil von meterhohen Schlammassen zu­gedeckt, sodaß der Verkehr stillgelegt worden ist. Am Zusammenfluß der Muotta uni) der Sewern haben sich die Wassermassen gestaut und einen See gebil­det, der mehr als einen Kilometer lang und fast ebenso breit ist. Am Freitaa mußten bereits mehrere Häuser geräumt werden. Auch in anderen Teilen der Schweiz sind die Wildbäche zu reißenden Strö­men geworden und haben die Straßen über­schwemmt. Im Kanton Bern wurde die große Durchgangsstraße nach Brienz durch das Hochwasser an mehreren Stellen überflutet und so beschädigt, daß die Autostraße gesperrt werden mußte. Meh­rere Straßen im Gebiet des Thuner und des Brienzer Sees sind stellenweise durch Geröll und Schlammassen für den Verkehr gesperrt.

Das Erdbeben Observatorium in Zürich hat ein lokales Erdbeben registriert. Betroffen wurde der Kanton Aargau, wo es zu Bewegungen in der Erdkruste gekommen ist Die Bevölkerung des Schöftlandes im Aargau wurde durch das Erd­beben in Schrecken versetzt, zumal es sich durch starken unterirdischen Donner bemerkbar machte. Auch in der Stadt Aargau selbst wurde das Erd­beben verspürt.

Rom, 19. November. (DNB.) Im Obersten Autarkierat Italiens sagte Mussolini:Der Oberste Autarkierat tritt heute am 4. Jahrestag der schändlichen und doch gegen den Willen ihrer Er­finder wohltuenden Sanktionen in einem Zeit­punkt zusammen, den man ohne literarischen Bei­geschmack als historisch bezeichnen kann. Der Krieg, der sich dank der Haltung Italiens, vom militärischen Gesichtspunkt aus gesehen, noch nicht auf den gesamten europäischen Kontinent ausgedehnt hat, ist vvm wirt­schaftlichen Gesichtspuntt aus bereits zu einem Weltkrieg geworden, da er die wirtschaftliche und soziale Tätigkeit aller Staaten der Welt ohne Ausnahme trifft, in Mitleidenschaft zieht und ver­wirrt. Im Lichte der Ereignisse, die wir von neuem nach kaum 20 Jahren erleben, erscheint die Be­rechtigung der auf die Erreichung der größt­möglichen wirtschaftlichen Unabh ä n g i g« feit Italiens gerichteten Aktton des Faschis­mus in eindeutiger und unwiderleglicher, ja man kann hinzufügen, dramattscher Weise b e ft ä t i g t. Nunmehr kann jeder erkennen, wie lächerlich ge­wisse Diskussionen über dieWirtschaftlichkeit" der einen oder der anderen Initiative waren, und daß die Frage der Gestehungskosten im Jn- und Ausland etwas wirklichkeitsfremd an­mutete, nachdem heute die ausländischen Rohstoffe chwindelerregende Preise erreicht haben oder nicht zu finden sind, und zwar absichtlich vom Markt verschwunden sind, so daß unsere Jnlandsge- , stehunaskosten wenn auch hoch, dennoch annchm- als ein Spiel

des Volkes, die die geistigen Fähigkeiten, aber nickt die materiellen Mittel bejitzen, der Weg zum Hoch­schulstudium eröffnet roeroe. Der Leiter des Sange« marckstudiums, Dr. Gmelin erklärte, das Lange- marckstudium sei ebenso wie der Fabrikdienst, die Erntehilfe und der Reichsberufswettkampf e i n Teil der sozialistischen Aufbauarbeit. Unter den 5000 bis 6000 Bewerbern habe man eine scharfe Auslese getroffen. Im Mittel­punkt des Unterrichtes werde das Wissen um Rasse, Volkstum und Geschichte stehen.

Der Bußtag

auf den 26. November verlegt.

Berlin, 18. Nov. (DNB.) Amlllch wird mifgefeiU: Der dem deutschen Bolte aufgezwungene Kampf nötigt zur Anspannung aller Kräfte. Aus diesem Grunde wird in diesem Jahr der auf BUttrood), 22. November, fallende Bußtag auf Sonntag, 2 6. November, verlegt.

(Erfüllung des Biersahresplanes, eine auf vollen Touren laufende Wirt­schaft und eine zufriedene, gesunde und fleißige Arbeiterschaft.

Die Bilanz der Inneren Front wäre unvollstän­dig, wenn wir nicht das sozialste Werk in den letz­ten zehn Wochen aufzählen würden: Die Ent- schädigung und die Unterhaltung der Angehörigen unserer tapferen Sol­daten. Dieses Werk ist einmalig und einzigartig. Es ist ein nationalsozialistisches Werk im wahrsten Sinne des Wortes.

Arbeiter und Arbeiterinnen! Betriebsführer und Gefolgsleute! Ich versuchte, euch in kurzen, klaren Darlegungen im Telegrammstil eine Bilanz der Lage unseres kämpfenden Volkes nach zehn Wochen des Krieges zu geben. Jedoch der größte Aktivposten in dieser Bilanz ist die Tatsache: Der Führer lebt! Deutschland stand noch nie so gut da und England noch nie so schlecht. Diesmal packen wir es! England wird geschlagen werden, und wir und Deutschland werden frei! Arbeit gegen Geld- sack. Unser die Freiheit!

Ein neuer Lehrgang des Langemarckstndiums.

R o st o ck , 19. November. (DNB.) Als erster der neuen Lehrgänge des Langemarckstudiums, die in Rostock, Dresden, Halle, Jena und wahrscheinlich auch in Wien eingerichtet werden, wurde der Lehr­gang in Rostock eröffnet. Gauleiter und Reichsstatt- Halter Hildebrandt sagte, der Sinn des Lange- marckstudiums bestehe darin, für Wissenschaft und Volksführung neue Kräfte zu mobilisieren, indem jungen Menschen aus allen Ständen und Schichten

Oie japanische Offensive in Südchina.

Schanghai, 18. Nov. (DNB.) Westlich von Pakhoi in Südchina gelandete japanische Truppen, die in mehreren Kolonnen nordwärts vorgehen, durchstießen den etwa 80 km breiten nach Jndochina reichenden Zipfel der Kwangtung-Provinz und überschritten am Freitagnachmittag die Grenze der Kwangsi-Provinz. Sie stehen unweit der früheren Hauptstadt der Provinz Nanning. Don chinesischer Seite wurde bisher kein nennenswerter Widerstand geleistet. Die japanische Luftwaffe nahm starken Anteil am glatten Verlauf der Operationen.

Durch eine Naturkatrastrophe wurde in dem schweizerischen Kanton Wallis die Ortschaft De Saxe, unter Fels- und Schlammassen verschüttet. Diese erreichten zum Teil eine Stärke von 15 Meter. Auf den Aeckern und in den Weinbergen ist ein bisher noch nicht abzuschätzender Schaden angerich­tet worden. Die Ursache der Katastrophe ist in dem sintflutartigen Regen zu suchen, der in den letzten 36 Stunden Über die Kantone Schwyz und Glarus niedergegangen ist. Während sich die Bevölkerung, aus dem Schlaf geweckt, im letzten Augenblick retten konnte sind die Haustiere zu einem großen Teil in den Wasser- und Schlamm­massen u m g e k o m m e n. Ihr Hab und Gut muß­ten die Einwohner zurücklassen. Die Dörfer De Saxe und Mazembrovz sind von der Wasser- und Elek- trizitätsversorgung abgeschnitten. Der angerichtete Schaden geht in die Millionen. Ein weiteres Dors ist durch die Wasser- und Schlammassen bedroht. .

Die durch die schweren Regenfälle der letzten Zeit im Kanton Schwyz verursachten Ueberschwemmun- gen dehnen sich zwischen Schwyz und Brun­nen über ein Gebiet von fünf Kilometer un Um­kreise aus. Alle Aecker längs der Muotta stehen zum Teil einen Meter hoch unter Wasser. Unter Einwirkung des Föhns schmilzt zudem in den Ber­gen der Schnee. Im Kanton Glarus haben

Amsterdam, 19.Nov. (DNB.) Der hollän- dische 8300-t-DampferSimon Bolivar" ist nach einem Bericht des holländischen Gesandten in London an feine Regierung am Samstag in der Nähe von Harwich auf eine englische Mine gelaufen und gesunken. Das Schiff befand sich mit Passagieren und Ladung auf der Fahrt nach Südamerika. Es hatte sich der englischen Küste genähert, weil es einen britischen Kohlenhafen an« laufen wollte. Das Schiff begab sich nach dem Be­richt desTelegraaf" von Ymuiden zunächst nach den Downs, weil sich dort, nahe der englischen Küste, angeblich der einzige Durchgang durch den Aermelkanal befinde, der von den Engländern noch nicht mit Minen gesperrt sei. In der Nähe des FeuerschiffesSunk" ist der Simon Bolivar" dann bei rauher See auf d i e englische Mine gelaufen, ebenso wie in unmittelbarer Nähe zwei andere kleinere Schiffe.Evening News" meldet sogar, daß der holländische Dampfer auf die englische Mine ge­laufen sei bei dem Versuch, diesen beiden kleineren Schiffen Hilfe zu bringen. Die Stellen, an denen die drei Schiffe auf Minen liefen, hätten etwa eine

Wie amtliche Schweizer Zeitungen vor einiger Zeit erklärt haben, hat die Schweiz eine Reihe ausländischer Schiffe gechartert, um die Lebensmittel- und Rohstoffversorgung der Schweiz sicherzustellen. Diese Schiffe werden unter schweizerischer Flagge fahren. Sie fuhren längsseits das Schweizer Wappen und die Aufschrift Switzer Land". *

Eine türkische Delegation unter der Füh­rung des Generalsekretärs im Außenamt, Botschaf- ter Menemencioglu, wird nach London reisen. Die Abordnung wird sich in Paris zwei Tage aufhalten um verschiedene Fragen wirtschaft­licher Art zu regeln.

Zu der Mitteilung, der Papst werde am 11. De­zember ein G e h e i m k o n s i st o r i u m abhalten, schreibtPopolo di Roma", entgegen den (Entar­tungen werde der Papst keine neuen Kardi- n ä l e ernennen, sondern die freigewordenen Erz­bischofs- und Bischofssitze besetzen. Außerdem werde der Papst den Kämmerer (Camerlengo) der Römi­schen Kirche ernennen.

Aus aller Wett.

Schwere Sturmschäden In Belgien.

Während in den anderen kriegführenden und auch in den meisten neutralen Staaten eine wilde Preis­steigerung eingetreten ist, konnten in Deutschland b i e Preise ftabil gehalten und zum Teil sogar für einige kriegswichtige Produkte gesenkt werden.

Die für einzelne Betriebe entstehenden Kriegs­schäden werden von der alsbald nach Ausbruch des Krieges gebildeten Notgemeinschaft der Wirtschaft getragen, die für diese Wirtschafts- schäden eine Solidarhast übernahm und den Staat für diese Zahlungen entlastete.

Das ist die Bilanz nach zehn Kriegswochen auf dem sozialen Sektor unseres Volkes: Am Beginn des Krieges die schwersten Opfer, der engste Eng­paß; nach zehn Wochen normale sLe- b e n, nur ein Bruchteil der Vollmachten brauchte ausgenutzt zu werden. Alles das nicht etwa, weil die Führung von euren Forderungen, Arbeiter und Ar­beiterinnen, zurückgewichen wäre, sondern weil alles fo gut vorbereitet war, daß man diese Opfer nicht benötigte. Mit unserem geringen Anteil an den Kriegsopfern der Nation müssen wir uns fast schämen, vor allem, wenn wir an die Blutopfer der Soldaten denken. Um so mehr wollen wir Arbeiter und Arbeiterinnen, Betriebsführer und Gefolgsleute dem Führer geloben, alles zu tun, was er von uns verlangt.

Führer! Du hast der arbeitenden Klasse nur ein geringes materielles Opfer auferlegt, um so mehr werden wir durch Fleiß und Lei­stung uns deiner und deines Ber­grauens würdig erweisen. Solange der Krieg dauert, wird kein Arbeiter und keine Arbeiterin versuchen, aus der Not des Boltes Gewinn zu schlagen. Das nationalsozialistische Arbeitertum hat mit jenem marxistischen Ge­sindel der Wunitionsstreiks des Weltkriegs nichts zu tun. Die zehnwöchige Kriegsbilanz auf Produklions-, wirtschaftlichem und sozial­politischem Gebiet lautet: MehrleistNNg,

wichtiger Güter, und dafür die Erhöhung der Pro­duktion lebenswichtiger Güter und besonders die Erhöhung der Rüstung und der Mu­nition, ist sehr schwierig. Im Weltkriege dauerte liefe Umstellung über ein Jahr, ja, sie ist nie ganz relungen. Millionen Menschen waren arbeitslos, ie Leistungen sanken auf 30 und 20 Prozent, die

Versorgung der Truppe geriet in Gefahr. Man er­innere sich der Aufstellung jenes damaligen Pro- gramms, das in der letzten Stunde der Not über die Schwierigkeiten nur mangelhaft hmweghalf. Heute läuft die Wirtschaft wieder normal, die Leistung ist nirgends gesunken. Da- gegen wurde sie in einer Anzahl von Betrieben ge­waltig erhöht, und zwar nicht infolge Vergröße­rung des Betriebes, sondern errechnet auf Die ein­zelne Arbeitskraft. Die Arbeitslosen, die hier und da infolge Umstellung der Betriebe auftraten, verschwunden. Die Stimmung der Arbeiter Arbeiterinnen ist eine ausgezeichnete, und sie ver­bessert sich van Woche zu Woche.

Auch hier wird der gleiche Weg wie tn der Er­nährungswirtschaft gegangen: Wir haben die klein­sten Portionen, die größten Belastungen und Opfer, bie engste Stelle des Engpasses an den Anfang ge­fegt. Die Kriegswirtschaftsverordnung sah auch auf dem sozialen Sektor einschneidende Maßnahmen vor: Es war selbstverständlich, daß der Achtstundentag aufgehoben wurde, denn der Krieg fordert auch vom Arbeiter den fetzten Einsatz seiner Kraft. Außerdem sah die Kriegswirtschaftsverordnung Anpassung der Löhne an die K r ie g s n o tw e n d ig- feiten vor. Sie setzte den Urlaub außer Kraft, annullierte die Zuschläge zu Mehr-, Feiertags- und Nachtarbeit. Die Verpflichtung und Beschneidung der Freizügigkeit waren bereits früher eingeführt.

Alle diese Maßnahmen waren schwereOpfer. Der Arbeiter weiß es, er weih aber auch, daß sie notwendig sind und daß sie bei weitem nicht an die Opfer heranreichen, die der Soldat zu tragen hat. Vor allem aber empfand der Arbeiter, daß es vernünftig, ehrlich und tapfer war, ihm diese not­wendigen Opfer gleich zu Beginn aufzuzeigen, und nicht erst damit zu warten, bis es zu spät war, ober sie ihm löffelweise einzugeben. Aus dieser Ein- sicht ertrug er sie ohne zu murren, freudig und ge­faßt. In den ersten Tagen des Krieges wollte m einer Großbetrieb der Betriebsobmann die Not­wendigkeit der Kriegswirtschaftsverordnung er­klären, jedoch die Arbeiter schnitten ihm das Wort ab und sagten: Du brauchst gar nichts zu reden, wir sehen die Notwendigkeit dieser Opfer unbedingt ein. Für den Führer bringen wir sie freudig