die zusammengenommen eben Haltung und Einstellung des Kriegers, des soldatischen Menschen darstellen. Dieser politische Soldat hat sich in den verschiedensten Kampfformen bewährt und verfestigt. 9. November in München. Kleinkrieg der Saalschlachten, Straßenkampf mit einer irregeleiteten Arbeiterschaft. Opfergang zum Galgen der österreichischen Systemdiktatur, Kampf und Einsatz um bedrohten und geknechteten Volksboden im Zwangsstaat Herrn Benesch'. Dies sind die Phasen, in denen sich der politische Soldat der nationalsozialisti-' schen Volksbewegung erprobt hat.
Er blieb aber nicht bloß das Gepräge einer Elite, sondern ergriff das Volk in ganzer Breite, erfüllte es mit seinem Geiste, formte es in seiner wesentlichen Substanz. Es ist nur natürlich, daß jetzt in der Stunde der Bewährung dieser Geist sich voll entfaltet. Der Ruf: Zu den Waffen! fand seinen Widerhall in allen Schichten des Volkes, vor allem aber in den Herzen aller Soldaten der Bewegung.
Und in diesem Augenblick ergab sich eine neue Situation, vor die noch keine Volksführung jemals gestellt war. An die Stelle des Rufes: Freiwillige vor! mußte die Parole treten: Freiwillige zurück! Die Führung selbst sah sich gezwungen, dem spontanen und ursprünglichen Wehrwillen der Nation einen Damm zu bauen. Der Soldatengeist, geboren aus nationalsozialistischem Erlebnis, erhielt den Befehl zu äußerster Zucht und Disziplin, den Befehl, den Einsatz der persönlichen Fähigkeit unterzuordnen. Daß dieser Befehl notwendig wurde, darf uns Deutschen mit Stolz erfüllen. Er gibt uns aber auch das Bewußtsein der totalen Front. Wir stehen unter einer Verpflichtung, der sich keiner von uns entziehen kann, der Verpflichtung, mit allen Kräften zu dienen. Die Form dieses Dienstes wird nach Gründen der Vernunft, einer ihrer Ziele vollbewußten Planung bestimmt. D e r K r i e g ist es, der seine Front, seine Etappe und sein Hinterland fordert. Es will alles getan sein. Der Geist des Soldaten aber schlägt die Brücke von der hintersten Verwaltungsstelle bis in den vordersten Schützengraben, vom Schreibtisch zur Batterie, vom politischen Hoheitsträger zum Divisionsstab.
Mit dem Ruf „Gemeinnutz geht vor Eigennutz! ist die Bewegung angetreten. Er ist zum Lebens- gesetz der Nation geworden. Und nun kommt nochmals die Stunde, in der die Führung erneut auf dieses einfachste Gelöbnis verpflichten muß. Heute verlangt dieser Ruf die Eindämmung stürmischer Opferbereitschaft und fordert die Ausrichtung des spontanen Gefühls und des eingeborenen soldatifcheir Instinkts nach den Erwägungen kalter Vernunft und nüchterner Zweckbestimmung. Und darin feierte die nationalsozialistische Volksgemeinschaft ihre letzte Weihe. Geeint im Geiste, getrennt in der Aufgabe, sehen wir uns in der Stunde der Bewährung und werden wir uns erkennen in der Stunde der Erfüllung.
„C i t y o f M a n d a l a y" (7029 Tonnen). Die Blätter heben dabei hervor, daß die Besatzung der beiden Schiffe gerettet worden sei.
Englands Methoden -leiben die gleichen.
Buren fordern „Heraus aus dem Empire".
Pretoria, 19. Okt. (DNB.) Der 114. Geburtstag Paul Krügers wurde von der national- burischen Bevölkerung Südafrikas mit großer Begeisterung begangen. Auf einer Kundgebung in Pretoria feierte der Administrator des Oranje-Freistaates Dr. von Re ns bürg den Präsidenten Krüger als den letzten großen Kämpfer für die nationale Freiheit des Burenvolkes. 250 000 Soldaten habe England gebraucht, um den Einfall in die Transvaal-Republik durchzuführen. Drei Jahre hätten die Engländer gebraucht, um Krüger und seine Buren zu überwältigen, aber sie hätten sie nicht besiegt.
Bei einer Feier in Wellington führte der Parlamentsabgeordnete Erasmus aus, daß die Engländer schon im Burenkriege behauptet hätten, der Krieg gehe nicht gegen Frauen und Kinder, sondern
gegen den „Krügerismus", wie er heute angeblich gegkü den „Hitlerismus" gehe. Aber auch noch, nachdem Krüger das Land bereits verlassen hatte, habe England mit unverminderter Grausamkeit fortgefahren, Frauen und Kinder zu verjagen und die Buren totzuschlagen. Die englischen Methoden seien immer die gleichen geblieben. Heute wie damals. Die Buren müßten vor der schamlosen britischen Scheinheiligkeit auf der Hut sein. Es sei ihre Pflicht, sich aus der europäischen Politik herauszuhalten. „Falls dies nicht innerhalb des Empire möglich ist, laßt uns aus dem Empire herausgehen", rief Erasmus seinen begeisterten Hörern zu.
Auch Senator F o r r i e gab der Hoffnung Ausdruck, daß es der geeinten afrikanischen Nationalistenpartei gelingen werde, bei der ersten Gelegenheit die Regierung zu zwingen, den Frieden wiederherzustellen und den Kriegszustand zu beenden, in den Smuts das Burenvolk gegen seinen Willen gezwungen hat. Für das Zunehmen des Nationalbewußtseins der Afrikander ist bezeichnend, daß am Krügertage in Pietersburg 500 Schulkinder streikten und die Begehung des Tages als Nationalfeiertag forderten. In Heidelberg (Transvaal) wurden von der Menge zwei britische Flaggen von ihren'Masten gerissen unb verbrannt.
Ein General gab bas Beispiel.
Generaloberst von Reichenau schwamm mit seinen Soldaten durch die Weichsel.
DNB. Breslau, 19. Okt. (PK.) Sowohl in dem Abschlußbericht des Oberkommandos der Wehrmacht über den Feldzug in Polen als auch in dem sich im besonderen mit dem siegreichen Vormarsch der aus dem schlesischen Raum vorgestoßenen Südarmee befassenden Bericht wurde der ungestüme Vormarsch der Armee des Generals der Artillerie, jetzigen Generalobersten von Reichenau gebührend hervorgehoben. Aus dem Kriegstagebuch sächsischer Truppen sowie aus dem Sudetengau Einberufener entnehmen wir nachfolgende Schilderung über die Erzwingung des Ueberganges über d i e Weichsel vom 12. auf den 13. September bei Annapol und Solec.
Die Brücke bei Annapol haben die Polen verbrannt, aber das macht den Sachsen wenig aus. Noch am Abend des 12. September kommen sie an die Weichsel. Der Strom ist dort für einen Ueber- gang, weiß Gott, nicht geeignet. Bänder weißen Sandes umrahmen das breite Strombett. Noch sind die Pioniere nicht da, sie kommen mit ihren schweren Pontons nicht so schnell vorwärts. Da handeln die Infanteristen.
Drüben auf der anderen Seite des Stromes sehen sie W e i ch s e l k ä h n e. Kurz entschlossen ziehen sich ein paar Mann aus, schwimmen ohne W«a f - fen über den breiten Strom und „organi
sieren" sich selbst ditz Fahrzeuge, mit denen sie dann die erste Sicherung über die Weichsel an das ost- wärtige Ufer bringen. Das ist mehr als bloße Pflichterfüllung, das ist Schneid, das ist Kampfgeist.
So wird das Ostufer bis zum 13. September früh erreicht. „Wie befohlen", wie man so fchön bei den Soldaten sagt. Die Polen wissen, was auf dem Spiel steht, und setzen Panzerwagen ein, um den Brückenkopf wieder in ihre Hand zu bekommen. Aber es hilft ihnen nichts, ihr Angriff am 13. September ist abgeschlagen, und über die Brückenköpfe hinaus geht es weiter vorwärts.
Bei der Erzwingung dieses Brückenkopfes ereignete sich eine für die Einheit von oberster Führung und einfachem Soldaten bezeichnende Episode. Während des Brückenschlagens beobachteten die Soldaten auf dem jenseitigen Ufer der Weichsel, wie drei Mann herübergeschwommen kamen. Ihnen folgt kurz danach ein Floß sack; die drei nackten Männer klettern ans Ufer, bekommen ihre Kleider aus dem Floßfack gereicht und ziehen sich an, einer von ihnen die roten Generalshosen: Es ist der Armee führ er, der zu seiner vordersten kämpfenden Truppe kam, Generaloberst von Reichenau, der damit dasselbe vollbrachte, was kurz zuvor seine jungen Soldaten auch getan hatten.
Arbeitsämter und Kriegswirtschaft.
Verantwortung gegenüber Staat, Wirtschaft und Menschen.
Oer Mann von Gcapa Flow.
Kapitänleutnant Prien, der Kommandant des U-Bootes von Scapa Flow, ist ein Mann, der in die Welt paßt. Der heute 31jährige, der aus der thüringischen Stadt O st e r s e l d stammt, war ursprünglich nicht Offizier der Kriegsmarine, aber seine Sehnsucht war immer die Seefahrt. So fing er dann wenigstens b e,i der Hapag als Schiffsjunge an und erwavb sich schon nach sieben Jahren, die ihn zweimal um die Erde hermm- sührten, das Patent als Schiffer auf großer Fahrt, d. h. die Befähigung als Kapitän em Handelsschiff zu führen. Gerade, als er soweit war, kam der schwere Rückschlag in der Weltwirtschaft, er mußte auf die Seefahrt verzichten. Aber Prien ist nicht der Mann, der sich durch Schwierigkeiten mutlos machen läßt. Er nahm einen neuen Anlauf, in die Fliegerei. Ein ärztliches Gutachten machte die Sache aussichtslos. Prien sattelte wieder um, ging in den Freiwilligen Arbeitsdienst, wird Lagerführer und findet 1933 im neuen Reich endlich die Möglichkeit, den Beruf zu ergreifen, der ihm als Ideal vorgeschwebt hatte und für den er alle seemännischen Vorkenntnisse bereits mitbrmgt, er tritt in die Kriegsmarine ein. Zwei Jahre später kann er sich die Achselstücke des Leutnants zur See auf die Uniform fetzen lassen, im vergangenen Jahre wurde er Oberleutnant, lernte zweimal den Krieg in Spanien kennen und ist nun seit Mai dieses Jahres Kapitänleutnant und gleichzeitig Kommandant eines U-Bootes. Schon im vergangenen Monat erhielt er das Eiserne Kreuz zweiter Klasse für seine Leistungen im Handelskrieg gegen England. Die junge Frau des Siegers von Scapa Flow ist die Tochter des Kommandanten von Eger. Sie sah ihren Gatten im Berliner Kaiserhof bald nach der großen Ehrung durch den Führer wieder.
Ein Havas-Märchen.
Angeblich erschossene polnische Intellektuelle bei bester Gesundheit.
Berlin, 19. Okt. (DNB.) Nach einer Havas- Meldung aus Czernowitz sollen die d e u t s ch e n Kriegsgerichte in Oberschlesien Dutzende von polnischen Bürgern, Männern und Frauen, wegen Beteiligung an den polnischen Aufitänden itn Jahre 1920/21 deportiert und „in der Hauptsache Intellektuelle" erschossen haben. So soll in Rybnik der 50 Jahre alte Pfarrer Reginek auf dem Marktplatz erschossen worden sei, und das gleiche Schicksal soll dem Rechtsanwalt D e m b e k aus Chorzow (Königshütte) betroffen haben.
Tatsache ist, daß in den Kämpfen beim Einmarsch der deutschen Truppen Hecken schützen und Verbrecher, die mit der Waffe in der Hand angetroffen wurden, selbstverständlich erschossen wurden und daß diese heimtückischen Schützen und frevelhaften Verbrecher in der Hauptsache pol- nische Aufständische von 1920/21 waren. Tatsache ist ober auch, daß der ganze Inhalt der Havasmeldung erlogen und erfunden ist, denn die als von den Deutschen erschossen namentlich aufgezählten Priester Reginek und Rechtsanwalt Dembek erfreuen sich heften Wohlbefindens, sie waren weder verhaftet noch sind sie erschossen worden.. Das Märchen von der Massenerschießung polnischer Intellektueller durch die Deutschen ist reine feindliche Tendenzmache.
London meldet Verlust zweier weiterer Frachtdampfer.
Amsterdam, 20. Oktober. (DNB. Funkspruch.) Die Heldentaten deutscher U-Boote stehen im Mittel- punkt der Londoner Blätter. Ferner meldet die Londoner Presse die Versenkung der beiden britischen Dampfer „Y o r k s h i r e" (10183 Tonnen) und des
Die neuen Aufgaben im Arbeitseinsatz erörtert Staatssekretär Dr. Syrup vom Reichsarbeitsministerium in „Arbeitseinsatz und Arbeitslosenhilfe". Die Erfordernisse einer bis zum letzten eingespannten Kriegswirtschaft verlangten eine totale Lenkung der Arbeitskraft nach den jeweiligen staatspolitischen Notwendigkeiten. Staatspolitische Notwendigkeiten hätten den Vorrang vor allen anderen Erfordernissen, so wesentlich letztere auch sein mögen. Das Einzelschicksal habe hinter dem Gesamtschicksal unseres Volkes zurückzutreten. Auch bei der Umstellung von der Friedens- auf die Kriegswirtschaft könne für die Entscheidungen im Arbeitseinsatz niemals das Schicksal des einzelnen Betriebes bestimmend sein. Es gelte jedoch, in kluger und verständiger Ueberlegung mit einem Mi nirnurn an Eingriffen ein Maximum an ßeiftun g in der neu zu gestaltenden Kriegswirtschaft zu erreichen. Die Arbeitsämter müßten wissen, daß sie Handwerkszeug des wirtschaftlichen Generalstabes geworden find. Sie miiß- ten aber bei allem, was sie tun, stets dessen eingedenk sein, daß zugleich Menschen- und Familienschicksale in ihrer Hand liegen. In einer Zeit, in der große Opfer gebracht werden müssen, erfordere die Menschenführung — und darum gehe es auch im Arbeitseinsatz — ein besonderes Maß von Verantwortungsbewußt s e i n, Einfühlungsvermögen und gesteiger-
Berlin, 19. Oktober. (DNB.) In den deutschen Schulen stehen in Kürze wieder über eine Million Jungen und Mädel vor der Ent- l a s s u n g. Heute stchen sie und ihre Eltern vor der Frage, für welchen Beruf sie sich entscheiden sollen. Die Antwort auf diese Frage verlangt größte Umsicht und Sorgfalt. Nach welchen Grundsätzen soll die Berufswahl getroffen werden, wie vollzieht sich die Nachwuchslenkung in der Kriegswirtschaft, welche Berufe haben den dringendsten Bedarf und wie wird dieser, gedeckt? Ein Mitarbeiter des „Völkischen Beobachters" hatte Gelegenheit zu einer Unterredung mit Reichsarbeitsminister Seldte, in der dieser erklärte:
„Im Weltkrieg 1914/18 ist der große Fehler begangen worden, daß unsere Jugend, die während der Kriegsjahre aus der Schule entlassen wurde, ohne jede Führung Arbeit aufnahm, wo sie solche erhalten konnte. Die Folge war, daß die Mehrzahl der Jugendlichen in ungelernte Hilfsarbeit ging. Noch während des Krieges stand man dann plötzlich vor der Tatsache, daß wir kaum Lehrlinge zur Verfügung hatten. Die Folge machte sich nach dem Kriege immer wieder äußerst unangenehm in dem Mangel an Facharbeitern geltend. Es ist bekannt, daß Deutschlands Qualitätsarbeit in erster Linie auf der hohen Leistung seiner Facharbeiter beruht. Wir müssen deshalb alles tun, um solche Facharbeiter herauszUbilden, und dürfen diese Ausbildung auch nicht durch einen Krieg unterbrechen lassen. Bekanntlich steht der junge Mensch, der heute mit 14 Jahren aus der Schule entlassen wird, erst nach fünf bis sechs Jahren als Facharbeiter zur Verfügung, weil er nach der drei- bis dreieinhalb- jährigen Lehrzeit noch seinen Arbeits- und Wehrdienst abzuleisten hat. Infolgedessen gilt für die Zufichrung des Berufsnachwuchses auch im Kriege als erster Grundsatz, daß die Jugendlichen eine
tem sozialen Mitgefühl. Wichtig sei, daß der einzelne Volksgenosse, wenn er seine persönlichen Wünsche zurückstellen müsse, die sachliche Notwendigkeit einer Entscheidung begreife. Dafür komme es aber nicht so sehr darauf an, daß etwas geschieht, sondern w i e etwas geschieht und wie eine solche Notwendigkeit begreiflich gemacht werde.
Wie an der gleichen Stelle von Oberregierungsrat Dr. Hildebrandt vom Reichsarbeitsministerium ausgeführt wird, ist die Erfassung der letzten Arbeitskraftreserven unerläßlich, wenn die gestellten Anforderungen zunächst überhaupt quantitativ befriedigt werden sollen. Die von den. Arbeitsämtern schon durchgeführten Maßnahmen seien jetzt auszudehnen auf den Personenkreis, der bisher nicht in Arbeit gestanden hat. Durch Werbemaßnahmen jeder Art und Anwendung der Dienstpflichtverordnung werde es gelingen, die Kräfte zu mobilisieren, die Wirtschaft und Verwaltung als Ersatz für zum Wehrdienst Eingezogene und zur Erfüllung zusätzlicher Aufgaben benötigten. Es fei ein Gebot der Stunde, die Arbeitskraft restlos auf wehrpolitisch wichtige Aufgaben zu konzentrieren. Kein Betrieb dürfe im Hinblick auf eine später zu erwartende Ausweitung seiner Fabrikation nicht unbeschäftigte Fachkräfte festhalten, die an anderer Stelle benötigt werden.
gute Ausbildung erfahren müssen, daß sie also gelernte und angelernte Berufe erareifen sollen. In der Industrie sind die neugeschaffenen A n - lern berufe von besonderer Wichtigkeit.
Als Gesichtspunkte für die Nachwuchslenkuna auf die einzelnen Berufe habe ich folgende Grundsätze herausgestellt, die auch für die Berufsaufklärung in der Hitler-Jugend gelten:
Für männliche jugendliche.
1. Von entscheidender Bedeutung ist die Deckung des Nachwuchsbedarfes der Wehrwirtschaft- lich wichtigen Berufe und Betriebe. Es sind daher unter Berücksichtigung der Eignung der Jugendlichen in erster Linie die Anforderungen der Landwirtschaft und des Bergbaues, sodann die der chemischen Industrie usw. zu erfüllen.
2. Ebenso wichtig sind solche Berufe, die bisher schon einen besonders großen Nachwuchsbedarf hatten. Das gilt insbesondere für die Sau« wi rts chaft und ähnliche Berufe.
3. Ferner wird auch dafür gesorgt, daß auch die übrigen Berufe Nachwuchs erhalten. Ein gänzliches Abstoppen des Nachwuchses für einzelne Berufe ist im Hinblick auf die Zukunft nicht erwünscht.
4. Von besonderer Bedeutung sind die Berufe der Landwirtschaft, in denen die Jugend ebenfalls planmäßig ausgebildet wird. Auch darf nicht vergessen werden, daß die handwerklichen Berufe von erheblicher Bedeutung sind.
Für weibliche jugendliche.
1. An erster Stelle steht die Sicherung des Kräftebedarfes der Landwirtschaft und die Erfüllung der Anforderungen wehrwichtiger Berufe, Betriebe und Einrichtungen. Die Erfahrungen des Weltkrieges zeigen, daß besonders darauf zu achten ist, daß die Arbeiten dem Kräftebestand
Welche Berufe soll die jugend ergreifen?
Eine Unterredung mit Neichsarbeitsminister Seldte.
Eine gute Ausbildung ist die Hauptsache
und der Leistungsfähigkeit der weiblichen Jugendlichen angepaßt, und auch im übrigen fud Mädchen dieser Altersgruppe geeignet fein muffen. , I
2. Bei der Zuführung zur H a u s w i r t s ch a st sind die Stellen zu bevorzugen, in denen eine! Ausbildung gesichert ist ober in denen d en Bedarf nach einer Hilfe durch besonderel Umstände im Haushalt begründet ist. Mädel, W Lust und Liebe zu dieser Arbeit haben sollten |ifl pflegerischen, sozialen und erzieheril scheu Berufen zuwenden."
Freiheit der Berufswahl.
Ich habe bereits zum Ausdruck gebracht, daß M ein gänzliches Ab stoppen des Nachwuchs für einzelne Berufe im Hinblick auf M zukünftigen Aufgaben für unerwünscht holte. Letzten Endes hat jeder Beruf seine le-bensmiM tige Aufgabe. Die Durchführung der Nachwucksq lenkung erfolgt nach wie vor ohne Zwang. Eine Verpflichtung zum Ergreifen vorgeschriedentt Berufe halte ich nicht für richtig; man muß innrer bedenken, daß es sich bei der Wahl eines Berufs nicht um eine vorübergehende Arbeitstätigkeit hoi« delt, sondern um eine Entscheidung fürbflj ganze Lebe n. Ausgangspunkt ist in jtM Falle die persönliche Eignung.
Eltern und Jugendliche müssen sich jedoch oestl über klar sein, daß die Jugendlichen nur da benif'l lich ausgebildet werden können, wo sie auch in Ctrl Zukunft benötigt werden. Wir haben in den IeM Jahren erlebt, daß die Berufswünsche sich in uni möglichem Umfange auf einzelne wenige Serini zusammenballten. Die Eltern dürfen sich also tiub auf einen Berufswunsch versteifen, sie müffen Ml vielmehr vom Berufberater sagen lassen, m eldm Berufsmöglichkeiten überhaupt gegebc« sind und welche davon der Eignung des I gendlichen am besten entsprech en. I
Um die Jugendlichen und ihre Eltern über M besonderen Verhältnisse und den Bedarf öer e"1'; zelnen Berufe zu unterrichten, führen die All beitsämter zusammen mit den Einheit-e«l b er HI. und des BD M. sowie mit ötl Schule die Berufsaufklärung durch. Für deson' bers wertvoll halte ich habet bie AufklärungsarM bie bie H I. auf ihren Heimab enben nei'l stet. In dieser freubig geleisteten Gemeinschclns-I arbeit von Partei und Staat liegt die Gewähr fwl den Erfolg."
Gründliche VerussausbildW auch in Kriegszeileu.
Ein Tagesbefehl des ReichsjugendführerS.
Berlin, 20. Oktober. (DNB.-Fun>kspruch.) Jugendführer des Deutschen Reiches, Reichste! teil Baldur von Schirach, wendet sich in etiw] Tagesbefehl an die Hitler-Jugend. . I
„Ostern 1940" so heißt es darin „werden wieiM eine Million von euch Jungen und Mädel ins ruf »leben eintreten. Euer Einsatz verlangt Umsicht und sorgfältige Vorbereitung. Ihr sollt gründliche Berufsausbildung erfahr«^ Ihr werdet diejeniaen Berufe engr et feuchte eure Eignung entsprechen und für uni? Volk lebenswichtig find. Keiner von ero darf seine berufliche Entwicklung vemachläW^ denn die Kräfte, die ihr ausbiübet, dienen e-unm Volk.
Die Hitler-Jugend hat seit der Machtüd^ nähme die staatliche Serufsberatui'jl dadurch unterstützt, daß sie den ArbettsaMtel'l
Ein alternder Lügner!
Berlin, 18. Oktober. (DNB.) Der Deutsche Dienst schreibt: Die staunenswerten Leistung!» . bes britischen Lügenministeriums lassen Herrn Chur. , chill nicht zur Ruhe kommen. Er versucht jedenfalls || auf seinem Gebiet, diese Konkurrenz erfolgreich z» , schlagen. Die von ihm ausgeaebenen Berichte übet bie Wirkung deutscher Angriffe gegen bie britische . Flotte beginnen bekanntlich mit zersprungenen - Fensterscheiben unb toten Hunben, bie sich dann noch • einigen Stunden oder Tagen in versenkte Kriegs. - schiffe und getötete Personen nicht „ziviler Her. 1° kunft" verwandeln. Wenn man diese Berichte lieft, L dann staunt man schon gar nicht mehr über die, Frechheit dieses Lügenboldes, sondern ausschließlich; über seine meerweite Dummheit. Man kann baraiiß 1 doch schon sehr stark auf die zunehmende geistigei Vergreisung dieses alternden Schwindlers schließe». |
Jetzt erfahren wir aus feinem Munde neue Auf- |j Körungen, und zwar über die Verluste deutscher L U-Boote. Mr. Churchill, der tagelang nicht gentm L weiß, welche englischen Kriegsschiffe, und ömir L Schlachtschiffe und Flugzeugträger, beschädigt ober L vernichtet worden sind, weiß dafür um so besser, i wieviel U-Boote Deutschland verloren hat. Gr; scheint in letzter Zeit wohl seinen Blick von der! Oberfläche des Meeres nur noch in die Tiefe ge- i richtet zu haben. Er weiß deshalb auch ganz genau, > ob diese vernichtenden deutschen U-Boote große oder kleine gewesen sind, ob sie einem modernen ober u veralteten Typ angehörten usw. Das kann, ja nur ■ Herr Churchill allerdings auch seinen Landsleutai erzählen, weil außer chm in seinem Lande ja Jeinj Mensch in die Lage versetzt worden ist, zu wisse»,! was er gelogen hat, oder in was er einmal durch! Versehen bei der Wahrheit geblieben war. Nur m ‘ einem wollte er nicht lügen, nämlich in der Gesaich zahl der versenkten U-Boote. ,
Dieser würdige Seelord erklärt, daß Deutschlaiw ° nach kaum vier Wochen Krieg schon ein Drittel sei. i ner U-Boote verloren hat. Da nun nach seins» Versicherungen die englische U-Boot-Abwehr über- ' Haupt erst jetzt in Ordnung gekommen ist, werten L sicherlich die nächsten zwei Monate zum Verlust bet l letzten beiden Drittel der deutschen U-Boote führe». Mithin wird nach der Behauptung des Herrn Chur." chill Deutschland in spätestens zwei Monaten über k fein U-Boot mehr verfügen. Von dort ab werten! bann die englischen Schiffe also vollkommen frei.E über die Meere fahren können. Sollten sie das aber L nicht, dann wirb Herr Churchill eines Tages bie J versenkten U-Boote wieder aufsteigen lassen müsse».!
Und da hat er in gewissem Sinne ja auch wieder _ nicht unrecht. Herr Churchill lügt diesesmÄ wirklich nicht. Die deutschen U-Boote, die untertauche«, kommen nämlich tatsächlich immer wieder an bie Oberfläche. Nur die britischen Schlachtschiffe it* Flugzeugträger, bie einmal untergetaucht sind, büi» den am Meeresgründe liegen. Das ist nun einmal der Unterschied zwischen einem deutschen U-Boot und einem britischen Flugzeugträger! Nun: Diesrr Mann ist nicht nur ein chronischer, sondern vor alle»v ein blitzdummer Lügner. Man kann dir britischen Seeleute wirklich nur bemitleiden, von jo einem geistlosen Einfaltspinsel vertreten zu werde»,k
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