nimmt in unsere ewige Gemeinschaft, aus der Sie niemals mehr entlassen werden.
Was auch immer dem einzelnen Deutschen in den nächsten Monaten oder Jahren an schwerem Leid beschieden sein mag, es wird leicht sein im Bewußtsein der unlösbaren Gemeinschaft, die unser ganzes großes Volk umschließt und umfaßt. Wir nehmen Sie auf in diese Gemeinschaft mit dem festen Entschluß, Sie niemals mehr aus ihr ziehen zu lassen, und dieser Entschluß ist zugleich das Gebot für die ganze Bewegung und für das ganze deutsche Volk. Danzig war deutsch, Danzig ist deutsch geblieben und Danzig wird von jetzt ab deutsch sein, solange es ein deutsches Volk gibt und ein Deutsches Reich! (Abermals brausende, sich immer wieder erneuernde Heilrufe.) Generationen werden kommen und Generationen werden wieder vergehen. Sie alle werden zurückblicken auf die zwanzig Jahre der Abwesenheit dieser Stadt als auf eine traurige Zeit in unserer Geschichte. Sie werden sich aber dann nicht nur der Schande des Jahres 1918 erinnern, sondern sich dann auch mit Stolz auf die Zeit
der deutschen Wiedererweckung und des Deutschen Reiches besinnen, jenes Reiches, das nun alle deutschen S t ä m m e zusammengefaßt hat, das sie zusammenfügte zu einer Einheit und für das wir nun einzutreten entschlossen sind bis zum letzten Hauch. Dieses Deutschland der deutschen Volksgemeinschaft aller deutschen Stämme bac Grondeutscho Reich Sieg Heil!
Der Führer hat geendet. Wie ein Schwur sind die Lieder der Nation zum Abendhimmel empor- gestiegen. Noch einmal machen die alten Parteigenossen im Artushof ihrem übervollen Herzen in mitreißenden Kundgebungen Luft. Draußen aber, auf dem nun wie durch Zauberhand in ein Lichtermeer verwandelten Langen Markt erwarten ihn die Hunderttausende, die seinen eindringlichen Appell an die Welt mit atemloser Spannung verfolgt haben. Der Führer tritt auf die Ehrentribüne und dankt für die nichtendenwollenden Kundgebungen nach allen Seiten, ehe er die Kundgebungsstätte der Hansestadt Danzig verläßt.
Hervorragende Nachschuborganisation.
Zum Lagebericht des Oberkommandos der Wehrmacht.
Berlin, 19. Sept. (DNB.) Zum heutigen ßage= berscht des Oberkommandos der Wehrmacht schreibt der D e u t s ch e D i e n st:
Mit der Gefangennahme der Reste des polnischen Heeres schreitet die Besetzung des riesigen polnischen Raumes durch deutsche Truppen rasch vor. Westlich Warschau, bei Wyszogrod, sind große Teile der eingeschlossenen polnischen Divisionen bereits durch die Gefangenensammelstellen geschritten. An der Bzura, die vor Weihnachten 1914 den deutschen Vormarsch auf Warschau für beinahe dreiviertel Jahr aufhielt, wird nicht mehr gekämpft. Nur Flüchtende und Versprengte stellen den Rest ehemals besonders kampfkräftiger polnischer Truppenteile dar.
Der Angriff auf die Stadt Warschau selbst wird planmäßig von allen Seiten her eingeleitet. Er kann nicht in wenigen Stunden beendet sein. Die Einnahme einer_ Millionenstadt stellt der modernen Kriegführung besondere Aufgaben. Die deutsche Heeresleitung vergießt nicht, wie die unverantwortlichen polnischen Machthaber, um leeren Prestiges willen Ströme von Blut. Systematische Vorbereitungen zur Niederkämpfung des letzten polnischen Widerstandes werden durchgeführt. Die polnische Verteidigung kann das unausbleibliche Ende nicht abwenden. Die Zerstörung, die hier von polnischer Seite über einen wichtigen Platz verhängt wird, konnte im äußersten Südosten des von den deutschen Truppen besetzten Gebietes durch rasches Zugreifen verhindert werden. Es steht jetzt fest, daß das Erdölgebiet von Droho- bycz unversehrt in deutsche Hand fiel. Die Förderung der Bohrtürme erlebt keinerlei Unterbrechung. Ihre Erzeugnisse werden binnen kurzem der deutschen Wirtschaft zugute kommen.
Die Aufgaben, die sich dem deutschen Ostheer bet feinem blitzartigen Vorstürmen stellten, waren nicht durch den Kampf mit der Waffe allein zu lösen. Je weiter die Truppe nach Osten vordrang, um so länger wurden die Verbindungswege, um so bedeutsamer wurde es, die Nachschubfrage befrie
digend zu lösen. Es handelte sich um die Besetzung eines Gebietes, halb so groß wie das Deutsche Reich der Vorkriegszeit, .aber ohne die Eisenbahnlinien und die großen Heerstraßen, die in Mittel- und Westeuropa selbstverständlich sind. Die wenigen vorhandenen Verkehrsverbindungen waren teils durch militärische Handlungen, teils durch polnische Vernichtungswut zerstört, die Bahnanlagen nicht benutzbar, die Brücken gesprengt. Der gesamte Nachschub mußte daher auf Straßen letzter Ordnung und Feldwegen mit Kolonnen herangebracht werden. In Einzelfällen half die Luftwaffe aus, wenn es galt, den motorisierten Verbänden mit Munition und Betriebsstoff behilflich zu sein. Daß es während des ganzen Vormarsches gelang, der unermüdlich vordringenden Truppe den Nachschub stets rechtzeitig heranzuschaffen, muß unter den geschilderten Verhältnissen geradezu als ein Wunder bezeichnet werden. Insbesondere die motorisierten Truppen haben eine Zerreißprobe bestanden, die den Menschen, aber auch dem Material ein hervorragendes Zeugnis ausstellt. Sie haben die Hoffnung des Feindes, daß die Länge und der schlechte Zustand der Verbindungswege den deutschen Vormarsch aufhalten, ja verhindern müsse, zuschanden gemacht. Das törichte Gerede von den „Attrappen der deutschen Wehrmacht", die nur für Parademärsche brauchbar seien, konnte nicht schlagender widerlegt werden als durch die Ueberwindung des riesigen polnischen Raumes zwischen Oder und Bug innerhalb von 14 Tagen, die in der deutschen Geschichte ewig unvergeßlich sein werden.
Das deutsche Unterseeboot, das den englischen Flugzeugträger „Courageous" versenkt hat, erstattete heute sunkentelegraphisch seine Meldung. Die englische Behauptung, daß das U-Boot nach der Torpedierung des englischen 22 500-Tonners durch ihn begleitende britische Zerstörer vernichtet worden sei, ist also erlogen. Hier wie bei so vielen anderen Meldungen des englischen Lügenministeriums hat man aus der Hoffnung eine Tatsache gemacht.
Besuch bei polnischen Kriegsgefangenen.
Äon unserer Berliner Schriffleiiung.
Ein deutscher Truppenübungsplatz. In den eigentlich für unsere Soldaten neu gebauten festen Unterkünften sind die er st en polnischen Kriegsgefangenen untergebracht. Aus einem in der Nähe befindlichen Durchgangslager, in dem die Entlausungen des einzelnen Mannes und seiner Sachen stattfindet, kommen die Gefangenen nach Fertigstellung ihrer Papiere in das Stammlager auf dem Truppenübungsplatz. Dort bleiben sie. Auch dann, wenn sie — und das ist
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Auch den Gefangenen gewährt Deutschland eine ritterliche Behandlung. Unser Bild zeigt die Essen- ausgabe in einem Gefangenlager. — (Scherl°M.)
aller Wunsch — zur Arbeit in der Landwirtschaft ein gefetzt werden, bleibt bas Stammlager die für ihre Erfassung notwendige Zentralstelle.
Die polnischen Kriegsgefangenen haben es wirk- fid) gut. Sie wohnen in großen freunMidjen Räumen, haben Wasch- und Duschanlagen und erhalten ausgezeichnete Verpflegung. Gerade damit sind sie auch sehr zufrieden. Denn sie haben als polnische Soldaten wenig zu essen erhalten, was man ihnen bei ihrem Anblick ohne weiteres glaubt. Nicht nur die Spuren des Kampfes sieht man ihnen an, sondern in ihren Gesichtem spiegelt sich auch die Niedergeschlagenheit wieder über das völlige Versagen iyrer militärischen und politischen Führung. „Wir wußten zum Schluß gar nicht mehr was los war. Kaum marschierten wir geradeaus, schon mußten mir wieder kehrt machen,
die Befehle gingen völlig durcheinander". Das erzählte ein aktiver polnischer Unteroffizier in Gegenwart eines polnischen Oberfeldwebels, der zustimmend nickte und sich mit seinem Kameraden in dem einen Wunsche fand, daß es recht schnell in Polen zu Ende ginge, damit endlich einmal ein richtiger Friede würde. Sie gehörten dem aktiven polnischen Unteroffizierkorps an. Sie waren bewußt Soldaten, sodaß man also ihre Meinung durchaus klar bewerten muß. So wie sie, denken die anderen auch. Sie stehen alle noch unter dem Eindruck der Kampfhandlungen.
Sie schildern uns anschaulich die Wirkung der deutschen Luftangriffe, und zwar nicht nur in bezug auf die militärische, sondern ganz besonders auch auf die moralische Wirkung bei der polnischen Truppe. „Wenn dann noch d i e Panzer und mit ihnen die Infanterie kamen, dann war es für uns aus." So kamen auch sie in deutsche Gefangenschaft. Als sie umzingelt waren, rechneten sie damit, sofort erschossen zu werden. Statt dessen kommen sie, deren Landsleute wehrlose deutsche Gefangene und Volksdeutsche bestialisch ermordeten, zu Tausenden in sanitär und wohnlich einwandfreie Lager, werden g u t verpflegt und erhalten ihre Arbeit bezahlt von dem Augenblick an, da sie sie aufnehmen. Der polnische Unteroffizier und der Oberfeldwebel sind in den Kämpfen im Raume Kielce — Radom—Zwolen in Gefangenschaft geraten. Sie, deren größenwahnsinnige politische und militärische Oberschicht ihnen als ihre höchste soldatische Aufgabe die Verteidigung der menschlichen Kultur zusprach, lernen nun bereits in ihrer Betreuung eine wahre Kulturnation kennen. Zehntausende und abermals Zehntausende polnischer Kriegsgefangener genießen den sicheren Frieden im Schutze des Deutschen Reiches. Unseren deutschen Soldaten aber, die in die Gefangenschaft der „polnischen Kulturnation" kamen, hat man die Augen ausgestochen, die Zungen herausgeschnitten, man hat an ihnen die schändlichsten Taten begangen. Daran muß man denken, wenn man sich mit den polnischen Kriegsgefangenen unterhält und von ihnen selbst erfährt, wie gut es ihnen geht und daß sie nur die eine (Sorge nach dem Ergehen ihrer Angehörigen haben. Als ein Reservist, der im ZiSilberus Klempnergeselle in Gdingen ist, erfährt, daß diese Stadt sich unbeschädigt in deutscher Hand befindet, ist er auch dieser Sorge ledig. „Dann", so meint er in deutscher Sprache treuherzig, „geht es ja meiner Frau und meinen Kindern gut."
Wir zeigen ihnen auf ihren Wunsch auf der Kart« den letzten Stand der militärischen Operationen Es sind sehr viele dabei, die eine Landkarte nicht kennen und denen wir durch Nennung von Ortsnamen die augenblickliche Lage zu vermitteln versuchen. Wir erklären ihnen alles eingehend mit Hilfe ihrer Kameraden, die deutsch verstehen. Sie können die Schnelligkeit des deutschen Vormarsches noch gar nicht fassen. Denn sie wissen um das schwere Gelände und die riesigen Ausdehnungen Aber sie haben die Kraft der deutschen Wehrmacht selbst erfahren. Trotz guter infanteristischer und artilleristischer Ausrüstung und trotz Unterstützung durch
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Ehrlos geworden.
Äon unserer Berliner Schristleiümg.
Rudolf Heß im Westen.
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Generalfeldmarschall Göring besichtigt polnische Flugzeuge.
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Während seines Besuches an der galizischen Front besichtigte Generalfeldmarschall Göring auch erbeutete polnische Maschine;.. Rechts neben ihm Generalstabschef der Luftwaffe Generalmajor Jeschonnek. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
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polnische Panzer wurden sie überrannt pnd ge» angengenommen. „Nun ist's aus" meinten sie.
Bevor wir das Lager verließen, fragten wir den polnischen Unteroffizier, der gut deutsch sprach und die Aeußerungen seiner Kameraden übersetzte, ob er wohl einen englischen Soldaten oder Flieger zur Unterstützung der polnischen Truppen, so wie ihnen das von ihrer eigenen Regierung verheißen worden sei, gesehen habe oder ob andere seiner Mitge- ängenen irgendwo davon Kenntnis nehmen können. „Die Engländer haben uns von A n - ang an verrate n." Er drückte sich erheblich nastischer aus, aber die Art, in der er es uns agte, und die Unterstützung, die die umherstehenden Kriegsgefangenen seinen Worten gaben, waren so eindeutig und klar, daß sich weitere Fragen
Nischen Terrorakten, gehört also zu jener polnisch« Clique, die nicht hetzerisch genug das polnische Volk aufputschen konnte, dann aber, als es gefährlich wurde, als erste die Flucht ergriff. Nm ruht sich der von London stets als besonders hervorragender Beamter bezeichnete Bluchund Graszynst in einer rumämnischen Sommerftische aus, während die ungezählten von ihm Verführten bte Schrecken des Kriegs über sich ergehen lassen müs- sen, die Graszynski und Konsorten über das zerschmetterte Polen gebracht haben.
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einer Fahrt durch das saar-pfälzische Grenzgebiet und an den Westwall traf der Stellvertreter des Führers heute abend in Kaiserslautern ein. Rudolf Heß hörte hier zusammen mit den Offizieren, die ihn an der Kampflinie geführt haben, und den Männern der Partei die Danziger Rede des Führers in der Mannschaftskantine einer hiesigen Kaserne. Am späten Abend setzte Rudolf Heß seine Fahrt nach Westdeutschland fort
Großadmiral Boeder begrüßt zurückgekehrteLt-Boote.
B31B. Berlin, 19. Sept. (OSW.) Der Ober- befehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Dr.h.c Raeder, hat am 18. September in Wilhelmshaven und Kiel die Besatzungen der von erfolgreicher Fernfahrt z u rückgekehrten Unterseeboote begrüßt
Weitere Teile Schlesiens nicht mehr Operationsaebiet.
Berlin, 19. September. (DNB.) Mit Wirkung vom 19. 9. 9 Uhr scheiden auch die ost- märte der Oder gelegenen Teile Schlesiens aus dem Operationsgebiet aus, mit Ausnahme der Kreise des oberschlesischen Industriegebietes: Stadtkreis Beuthen, Hindenburg, Gleiwitz, Ratibor, der Landkreise Beuthen-Tarnowitz, Tost- Gleiwitz, Kosel (ostwärts der Oder) und Ratibor (ostwärts der Oder).
Oer Bluthund Graszynski brachte sich in Sicherheit.
Berlin, 19. Sept. (DNB.) M, „st jetzt be- fannt wird, hat als einer der ersten polnischen Beamten der berüchtigte Wojewode Dr. Graszynski aus Ka11owitz die rettende Grenze bei Kuty überschritten und sich in Rumänien in Si cher h eit gebracht. Englands Freund Graszynski, der Hauptverantwortliche an den pol-
Schwere Artillerie in Feuerstellung. — (Aufnahme: PK.-Wittke. — Presse-Bild-Zentrale-M.)
Wenn der Negus, Benesch und Achmed Zogi heute in den Witzblättern der Weltpresse ein bevor, zugtes Objekt der Karikaturisten sind, so ist das ihn eigene Schuld. Denn wären sie tapfer kämpfend ge« fallen, statt sich mit den Resten des Staatsschatzes zu verflüchtigen, so hätten sie die Achtung aller cm« ständigen Menschen verdient. Zu ihnen gesellt sich nun als vierter Mann der ehemalige Präsident der polnischen Republik, M o s c i ck i. Auch dieser dunkle Ehrenmann hat es vorgezogen, seine noch kämpfen- den Truppen zu verlassen, sich über die neutrale Grenze zu begeben und so sein überaus wertvoll« Leben in Sicherheit zu bringen. Die im Schlamasstl zurückgebliebenen polnischen Soldaten, Bürger unb Bauern, sind von dieser Heldentat" ihres gewesr- nen Chefs naturgemäß nicht sehr begeistert, jie sehen die ganze Nutzlosigkeit ihrer bisherigen Opfer ein und sehnen sich nach einer festen Ordnung, nach einer pflichtbewußten Führung, die zu ihrem Work steht. Wohl um den schlechten Eindruck zu verwischen, den seine schmähliche Flucht bei der polnischen Bevölkerung hinterläßt, hat Herr Moscicti es für gut befunden, zur ersten Ehrlosigkeit noch eine zweite zu fügen. In einem schwülstigen Ausrrs an das polnische Volk mahnt er es an „die Pflicht die Ehre der Nation zu wahren" sowie Stärke des Geistes, Würde und erhabenen Stolz zu zeigen. Dos wagt ein Mann zu „proklamieren", der soeben selbst die Schande einer feigen Flucht auf sein Haupt geladen hat, das wagt dieser Mann von einem Volke zu fordern, daß er soeben erst uni seiner persönlichen Lebenserhaltung willen verlassen, verraten und verkauft hat. lieber den Wert d-ls bisherigen polnischen Regimes ist hiernach kein Wort mehr zu verlieren. H. Evers.
Oer Untergang des „Eonrageons".
Starker moralischer Eindruck in London.
L o n d o n, 19. Sept. (DNB.) Nach den Bericht«, von Augenzeugen ist der von einem deutschen U- Boot versenkte englische 22 000-Tonnen-Flu-gzeuz- träger „Courageous" innerhalb 20 Mlnuten gesunken. Gleich nach dem Torpedotrefstk habe sich das Schiff so stark auf die Seite gelegt daß nur ein geringer Teil der Rettungsboote hab! zu Wasser gelassen werden können. An Boick) bet „Courageous" habe man in einem Zwischenram von etwa einer Sekunde z w e i heftige Detonationen gehört, denen noch weitere kleine« Explosionen gefolgt seien. Bis jetzt ist noch n i ch> bekannt, wieviel Mann von Bord bet „Courageous" gerettet werden konnten. Es li* gen zwei Berichte der englischen Admiralität von nach denen einmal von einer Besatzung von 110, Mann bisher 438, darunter 40 Offiziere, zum albern von einer Gesamtbemannung von etwa 12oo Mann 681, darunter 70 Offiziere, gerettet wordei seien. .
Aus Londoner Telegrammen der dänischen richterstatter geht trotz der von der Zensur voo genommenen Streichungen eindeutig hervor, d-v, das Lügenministerium des Lord McMillon i* englische Öffentlichkeit absichtlich völlig im un- klaren über die Bedeutung der Versenkung Ic$ Es wird auch bestätigt, daß die Presse erst Still,' den nach der Versenkung die erste M teilung bekam, und zwar in einer Form, die W Tragweite des Verlustes bei weitem nicht erkennt! ließ. Die englische Oeffentlichkeit weiß zur Stund! noch nicht einmal, wann und wo das deutsK Unterseeboot seinen Angriff ausführte. „Jeder EM länber", so schreibt der Londoner Vertreter dkk „Berlingske Tidende", „fühlte einen Stich ip Herzen, als die Nachricht MontagnachmiM endlich freigegeben wurde. Niemand wird die M' ralische Bedeutung des Verlustes unterschätzen X- einem Zeitpunkt, da die englische Kriegsflotte nos nicht einmal in Aktion getreten ist."
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst BluM schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und d« Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Pr» vinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschein. Air zeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den 3«' halt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Beklag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-A sämllich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der IM strierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pj mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. Septemböt 1937 gültig.
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