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Mittwoch, 20. September 1939

189. Jahrgang

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Danzig heißt seinen Befreier jubelnd willkommen

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marsch selbst werde, wie weiter berichtet wird, m i t der größten Disziplin durchgeführt. Auf rote Raketensignale hin hätten die Truppen am Morgen des 17. September die Grenze überschritten, ohne auf nennenswerten Widerstand zu st o ß e n. Die örtliche Bevölkerung in den be­setzten Gebieten werde befehlsgemäß mit der größten Rücksicht behandelt. Insbesondere wurden Eigentum und Besitz der Land­bevölkerung auf das strengste respektiert. Alle Truppengattungen wirkten bei dem Vormarsch er­folgreich zusammen. Die motorisierten Ein­heiten eröffneten meist den Vorstoß. Die Tätig­keit der Luftwaffe bleibe im wesentlichen auf Aufklärungsflüge beschränkt.

herüber. Der Musikzug auf dem Langen Markt setzt ein, die Arme fliegen hoch, und ein einziger Jubel­schrei, der sich an den Häuferwänden bricht und "" vielfaches Echo findet, braust empor.

Am A r t u s h o f hat sich alles von den Plätzen erhoben und sieht gespannt auf die Eingangstüren, durch die der Führer, geleitet von Gauleiter F o r st e r und dem Militärbefehlshaber Danzig- Weftpreußen, General der Artillerie Haitz, den Artushof betritt. In seiner Begleitung sieht man die Reichsmmister von Ribbentrop und Lam­mers, den Chef des Oberkommandos der Wehr­macht, Generaloberst Keitel, den Reichsführer y Himmler, Reichspressechef Dr. Dietrich, Reichsleiter Bormann und die Adjutanten des Führers. Es dauert Minuten, ehe der Sturm der Begeisterung, mit dem die alte Parteigenossenschaft ihren Führer empfängt, verebbt und der Gauleiter

sich an, den Führer wenden kann.

In seiner Rede kam der Gauleiter auf den jahre­langen Kampf Danzigs für Freiheit und Recht zu sprechen und führte aus, daß es nur der Glaube an den Führer gewesen sei, der die Danziger Natio­nalsozialisten in den schwersten Augenblicken aufrecht erhielt.Wir wußten", so führte Gauleiter Forster

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Draußen und drinnen, auf dem Langen Markt, deü Anfahrtstraßen und im Artushof selbst ist inzwischen die freudige Erwartung auf den Höhepunkt gestiegen. Eine Staffel unserer Luftwaffe braust mit donnernden Motoren über die festliche Stadt. Dann tönen aus der Ferne Iubelstürme

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Stärkster Eindruck -er Führerrede im Ausland

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Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer bis 8*/,Uhr des Vormittags

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Lieber 100 000 Gefangene an der Bzura.

Außerordentlich hohe Verluste der Polen. Rur noch in Modlin und Warschau wird Widerstand geleistet. Auch der Kriegshafen Gdingen eingenommen.

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Berlin, 20. Sept. (DRV. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: >

Die Schlacht im w eich selb o g en, die vor j etwa einer Woche bei fiufno begann und sich J dann nach Osten gegen die Bzura zog, er- , weist sich nunmehr als eine der größten Aernichtungsschlachten aller Zeiten.

Die Zahl der Gefangenen Hal sich gestern i allein an der Bzura auf 105000 wann erhöht und wächst ständig an. Dazu treten noch außerordentlich hohe blutige Verluste des Feindes.

Das erbeutete Kriegsmaterial ist un­übersehbar. Feindlicher widerstand wird im ganzen von uns besetzten Polen nur mehr in und südlich wodlin sowie in Warschau geleistet.

Unsere in der Verfolgung des Gegners bis zur Linie Stryj Lemberg Brest Bialy- st o k vorgestoßenen Kräfte werden nunmehr nach der Vernichtung der dort befindlichen letzten Reste der polnischen Armeen wieder planmäßig auf d i e zwischen der deutschen und russischen Regierung sestgelegte Demarkationslinie zurück- genommen.

Die Kämpfe bei Gdingen wurden gestern mit der Einnahme des Kriegshafens abge­schlossen. Auch hier fielen mehrere Tausend Ge­fangene in unsere Hand. Das SchulschiffSchles­wig-Holstein" und Streitkräfte des Führers der Minensuchboote griffen wirksam in diese Kampfe ein.

Der Einsatz der Luftwaffe beschränkte sich an der ganzen Front auf Aufklärungstätigkeit.

3m ID e ff e n nur örtliche Spähtrupp- Unternehmen.

Die polnisch-rumänische Grenze von den Aussen besetzt.

Die Reste der nach Süden flüchtenden polnischen Truppen in voller Auflösung.

Bukarest, 20. Sept. (DRV. Funkspruch.) Am Dienstag um 15 Uhr ist d e r p o l n i s ch e G r e n z- o11 Kuty von den russischen Truppen be­seht worden. Damit ist die ganze rumänisch - polnische Grenze in russischer Hand. Die rumänischen Behörden haben darauf d i e Grenze für jeden Verkehr geschloffen. Um die Mittagsstunde war es dem G e n e r a l st a b eines polnischen Armeekorps mit einem General an der Spitze noch gelungen, sich über die Grenze in Sicherheit zu bringen. Die polnischen Offi­ziere waren fehr erstaunt, als sie e n t w aff n e t wurden. Sie erklärten, ihnen sei von ihren mili­tärischen Dienststellen ausdrücklich gesagt worden, daß sich die polnische Armee aufrumänischemGe- b i e t s a m m l e und neu ordne, um dann wieder e i n g e s e h t zu werden. Lin einzelner polnischer Offizier, dem es geglückt ist, sich durch die russischen Truppen durchzuschlagen und bei Snyatin nach Ru­mänien zu fliehen, berichtete, daß bei Kotomea noch Kämpfe zwischen Russen und Po- l e n stattfinden, weil die Polen in voller verzwelf- lung nach Süden drängten. Doch befanden sich die polnischen Verbände in völliger Auf­lösung, und es sei keine Aussicht auf Rettung

DiePrawda" veröffentlicht bereits zahlreiche Frontberichte ihrer Korrespondenten, die die Sowjettruppen auf ihrem Vormarsch in Ostpolen begleiten. Darin wird die jubelnde Begeiste- r u n g geschildert, mit der die stammesverwandte Bevölkerung der Westukraine und des westlichen Weißrußlands, vor allem die durch den polnischen Großgrundbesitz unmenschlich unterdrückten Land­bewohner, die russischen Offiziere und Soldaten be­grüßten. In den Dörfern habe die Freude der Bauern oft rührende Formen angenommen. In den Siedlungen längs der Grenze, die 20 Jahre lang ohne jede Verbindung untereinander gewesen seien, spielten sich lebhafte Szenen der Wiedersehensfreude unter Verwandten und Bekannten ab. Der Vor-

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Fortsetzung des Krieges nach der Rede des Füh­rers nunmehr als ein r e i n i m p e r i a l i st i s ch e s Abenteuer Englands und Frankreichs bezeichnet werden müßte.

Das erste Echo in Rom

Rom, 20. Sept. (DNB.-Funkjpruch.)Mesfag- gero" unterstreicht, daß der FührerDeutschlands begrenzte Ziele im Osten erneut versichert" habe undausdrücklich bestätigte, daß die Grenzen im Westen und Süden endgültig sind und daß das Reich keine kriegerischen Absich­ten gegen Frankreich und England hat". Der Krieg im Osten sei beendet, und der durch den Versailler Vertrag zur Welt gekommene pol­nische Staat sei tot. Nach Erreichung aller gefor­derten Ziele empfindet Deutschland die Pflicht, sich an den Westen zu wenden und durch Hitler eine Sprache zu reden,deren überzeugende Kraft und Friedfertigkeit unverkennbar ist." Der Führer des deutschen Volkes habe dem Gegner größte Achtung bezeugt. Er habe sofort und erneut versichert, daß die von Deutschland verfolgten Ziele begrenzt seien und daß die aus dem deutschen Sieg entsprungene Situation nur als eine solche der Entspannung gewertet werde. Wie auch immer die neue Karte bestimmt werde, eins sei sicher:Der erklärte Grund, warum die Westmächte in den Krieg eingetreten sind, ist nicht mehr vorhanden. Die Polen gegebenen Ga­rantieverpflichtungen sind durch dieTatsachen überholt, da Polen trotz aller Garantie dem Ansturm nicht standgehalten hat."

AuchP o p o l o di Roma" stellt die Frage, ob der Krieg mit allen seinen Schrecken tatsächlich noch weiter fortgesetzt werden müsse. Der deutsch- polnische Konflikt sei abgeschlossen. Zweifel­los sei es möglich, die Waffen ruhen zu las­sen und sich zu bemühen, daß Europa seinen seit 25 Jahren verlorenen Frieden wiederfinde,jenen gerechten Frieden, den man wahrscheinlich nicht nach Jahren des Opfers und des Ruins erreichen würde, wenn der Konflikt fortgesetzt werden sollte". Wie aber auch die Entschlüsse der anderen lauten mögen, das italienische Volk werde wie ein Mann gemäß den Befehlen des Duce weiterarbeiten, seine Wirt­schaft und Unabhängigkeit vervollkommnen und Gewehr bei Fuß allen Ereignissen gegenüber bereit bleiben.

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aus, daß auch fürunshierdieStunde der Befreiung kommen und der Führer unter dem Jubel Hunderttausender deutscher Volksgenossen seinen Einzua in die alte stolze Hansestadt halten wird. Dieser Augenblick Ihres Einzuges, mein Füh­rer, in das wiederbefreite Danzig ist nun da. Er ist die schön st e Krönung unseres sieg­reichen Kampfes und der glücklichste Augen­blick in der jahrhundertealten Geschichte dieser Stadt, ein Augenblick, nach dem sich alle Danziger seit vielen Jahren inbrünstig gesehnt haben. Als Spre­cher dieser 400 000 deutschen Volksgenossen und namens dieser nationalsozialistischen Kämpfer in Danzig begrüße i ch Sie, mein Führer, als Befreier in den Mauern unserer Stadt. Wir geloben Ihnen, mein Führer, in dieser historischen Stunde, unseren Dank durch unsere un­wandelbare Treue und durch äußerste Pflichterfül­lung und Hingabe abzustatten."

Jeder Satz, mit dem der Gauleiter den Führer willkommen'heißt und ihm dafür dankt, daß er per­sönlich nach Danzig gekommen ist, um diese alte deutsche Stadt heimzuführen in das Reichs, wird mit tosenden Kundgebungen der Begeisterung, der Freude und der Liebe ausgenommen, und in das Sieg-Heil auf den Führer stimmt die alte Partei­genossenschaft aus bewegtem Herzen ein. Dann nimmt der Führer das Wort.

Den vollen Wortlaut der Rede des Führers

finden unsere Leser im Innern des Blattes.

Berlin, 20. Sept. (DNB.) Die Danziger Rede des Führers ist, obwohl sie kurzfristig ängekündigt worden war, in der ganzen Welt mit deül größten Interesse verfolgt worden. Wenngleich sie für die meisten Abendblätter so spät kam, daß ein Kommentar nicht mehr geschrieben werden konnte, zeigt doch die Aufmachung, welche Bedeutung man den Ausführungen Adolf Hitlers beimißt. Die Pariser Presse brachte Sonder­ausgaben heraus, in denen Auszüge aus der Füh­rer-Rede wiedergegeben wurden und die in kurzer Zeit ausverkauft waren.

Starke Beachtung in LISA

InNeuyork wird die Rede, der trotz der Kurz­fristigkeit ihrer Ankündigung Millionen amerikani­scher Rundfunkhörer folgten, als eindeutige War­nung an die Westmächte ausgelegt. Besonders her­ausgestellt wird die Erklärung, daß Deutschland keine Kriegsziele gegen Frankreich und England habe, aber auch imstande sei, einen Krieg gegen die Westmächte durchzukämpfen.

Die ersten Kommentare der Blätter spiegeln eine leichte Enttäuschung darüber wider, daß die Rede nicht genau umrissene Friedensbedingungen für Polen gebracht haben und statt dessen eine end­gültige Regelung der polnischen Frage in erster Linie Deutschland und Rußland vorbehält. Ander­seits wird die wiederholte Feststellung des Führers anerkannt, daß Deutschland keinerlei An­sprüche im Westen habe. Besonders unter­streichen die Kommentare die Worte des Führers über das deutsch-russische Verhältnis, sowie die Ver­sicherungen, daß Deutschland so lange rote nötig Krieg führen und dabei im einzelnen sein Vorgehen von dem der Gegner abhängig machen werde. Auch die Worte des Führers über Englands und Frank­reichs eigentliche Kriegsziele die Zerschlagung Deutschlands fanden lauten Widerhall in der Presse und den Rundfunkkommentaren, die sämtlich darin übereinstimmen, daß die Entscheidung über hie weitere Entwicklung nunmehr von England und Frankreich abhänge. In Washing­ton, wo Präsident Roosevelt sofort eine vollstän­dige Uebersetzung anforderte, während Staatssekre­tär Hüll, welcher die Rede teilweise mithörte, mit seinen Abteilungsleitern konferierte, geht der erste Eindruck dahin, daß die Rede eine wesentliche Stär­kung für den Isolierungs-Block darstelle, und eine

Zoppot, 19. Sept. (DNB.) Der Führer ist heute mittag auf Danziger Gebiet emge- troffen. An der Grenzaufsichtsstelle Renneberg wurde er um 13.30 Uhr von Gauleiter F o r - st e r begrüßt. Gauleiter Forster meldete dem Führer Stadt und Land Danzig. Der Führer dankte dem Gauleiter in bewegten Worten für die Treue, die stete Kampfentschlossenheit und das tapfere Aus- harren der deutschen Stadt Danztg. Von Renne- bera aus beginnt ein ununterbrochenes Spalter der Bevölkerung des Danziger Landes. Die Straße nach Oliva und Zoppot ist eingefaßt von Masten die die Hakenkreuzfahne tragen. Jedes Haus ist mit Blu­men und Girlanden und den Flaggen des Groh- deutfchen Reiches geschmückt. Mit Jubel und Be- aeisterunq begrüßt die befreite deutsche Bevölkerung des Landes Danzig den Führer. Brausend hallen ihm die Heilrufe entgegen, während sich ununter­brochenes Glockenläuten in dem lauten Jubel mischt.

Langsam fährt der Führer stehend durch das Spalier der Danziger, die 20 Jahre lang auf ihre Freiheit warten mußten, bis die Kraft des Führers und die Einheit der deutschen Nation chnen^die Rückkehr ins Reich ermöglichte. Je näher der Füh­rer dem Stadtinnern kommt, desto gewaltiger schwillt der Jubel an, bis er zum Schluß nur noch ein einziger Orkan jubelnder Freude und tosender freUrufe ist. Der Führer im schlichten grauen Rock des Frontsoldaten grüßt ernst und tief bewegt die ihm ihre Liebe, ihre Treue, ihre Verehrung ent- gegenjubelnden Danziger.

Harte Entschlossenheit.

Das deutsche Danzig, die einstmals Freie Stadt von Völkerbundsgnaden, feiert feine Wiedervereini­gung mit dem Reich, begrüßt in überströmender Dankbarkeit und jubelnder Begeisterung den Führer als seinen Befreier in seinen Mauern, den Führer, der einst sich gelobt hatte, nur in ein freies Danzig einen Einzug halten zu wollen und nun in unend­lichem Glücksgefühl den Tag der Erfüllung erlebt, wo Danzig wieder frei ist aller jener unwürdigen Fesseln, die das Versailler Diktat ersonnen hatte, um Danzig wider Natur und Recht vom Reich zu lösen und es unter dem höchst fragwürdigen Schutz der Genfer Liga den Polen auszuliefern, von deren Gefallen es abhängen sollte, ob die alte deutsche Handelsstadt, einst die mächtigste Metropole, der Ost­see, wieder ausblühen sollte und an seiner Aufgabe wachsen oder satanisch stranguliert werde und dem Neid der Polen zum Opfer falle. Wir alle haben erlebt, wie Polen die ihm in Danzig eingeräumte Stellung mißbraucht hat, wie es Danzigs Wirt­schaft an den Rand des Abgrunds brachte, um desto leichter fein Ziel der politischen Vergewaltigung derFreien Stadt" zu erreichen. Kein sprechenderes Beispiel konnte der Führer finden als das Schick­sal Danzigs in den letzten zwei Jahrzehnten für feinen unanfechtbaren Satz, daß Versailles nicht ein einziges Problem gelöst, wohl aber zahllose neue Probleme geschaffen habe. Schlimmer als das Un­recht war der Unsinn von Versailles, und die Fehl- . konstruktion des polnischen Staates war eins der verhängnisvollsten Produkte dieses Unsinns, denn sie wiederholte den gleichen Fehler, den man einst der österreichisch-ungarischen Monarchie zum Vor­wurf gemacht hatte, sie schloß unter Polens Herr­schaft Nationalitäten zusammen, die von den Polen nichts wissen wollten und gab dem polnischen Staat eine Herkunft, die jeder Vernunft Hohn sprach und seine wirtschaftlichen Möglichkeiten weit überschätzte. Wenn diesem polnischen Staat damals Gebiete an­gegliedert wurden, die uraltes, deutsches Kulturland waren, so erbrachte der Pole selbst in den zwei Jahr­zehnten seiner Herrschaft den schlagenden Beweis, daß er sie sich zu Unrecht angeeignet hatte, denn er zeigte sich unfähig, die Kultur, die er nicht geschaf­fen hatte, auch nur zu erhalten. Die Deutschen in Polen aber empfanden um so bitterer das Los, von einem Volke drangsaliert zu werden, das ihnen kulturell weit unterlegen war.

Der Führer warf noch einmal einen Rückblick auf feine ebenso aufrichtigen wie nachhaltigen Bemühun­gen, um der.,Konsolidierung des europäischen Frie­dens willen auch mit dem polnischen Nachbarn zu einem erträglichen Verhältnis zu kommen. Er nannte den Marschall Pilsudski einen Mann von realistischer Einsicht und Tatkräft, der die Hand bot zu einem Abkommen, das die Grundlage für ein vernünftiges Nebeneinanderleben der beiden Völker hätte bilden können, wenn nicht nach dem Tode des Marschalls die chauvinistischen Elemente in Warschau die Ober­hand bekommen hätten, die sich auch gegenüber den maßvollsten Vorschlägen des Führers zu einer Synthese zwischen dem deutschen Charakter der Stadt Danzig und Polens wirtschaftlichen Forderungen gänzlich unzugänglich zeigten und das Angebot einer Aussprache iMüber mit Mobilmachung polnischer Truppen und einer Flut wilder Drohungen beant­wortete. Die Garantie der britischen Kriegshetzer Steigerte den polnischen Größenwahn ins Maßlose, jodaß, als selbst die Briten eine direkte deutsch-pol- : nische Aussprache nicht ungern gesehen hätten, die Polen sich oerfagten in blindem Vertrauen auf die britische Rückendeckung, die Folge einer Politik, die , es in sturem Deutschenhaß zuwege gebracht hatte, die Entscheidung über Krieg und Frieden in Europa in die Hände einer machttrunkenen verantwortungs- , losen Clique polnischer Chauvinisten zu legen. : Ein letzter Versuch zur Rettung des Friedens, der Vermittlungsvorschlag Mussolinis, dem Deutschland : und Frankreich zugestimmt hatten, scheiterte an der Intransigenz Englands. Mit Empörung sprach der

vorhanden.

Wilna beseht, mit schnellen Truppen in Lemberg Der neue Heeresbericht der Roten Armee.

Moskau, 20. Sept (DNB.-Aunkspruch.) Der sowjetrussische Generalstab veröffentlicht folgenden Heeresbericht vom 19. September:

Die Truppen der Roten Armee drängen die polnischen Streitkräfte weiter zurück und befehlen nach zweistündigem Kampf gegen Abend im Norden Weißrußlands Wilna, ferner die Städte we- l i k a. B e r e st o w i t s a (50 Kilometer östlich von Vialystok). Prujany. Kobryn (40 Kilometer nordöstlich von Brest-Litowsk). Im Süden der west­lichen Ukraine wurden die Städte Wladimir- wolynfk, Sokal (am Bug), B tobt),. Bobrka, Rohatyn und Botina genommen. Kavalleriestreitkräfte und Tankeinheiten drangen in die nordöstlichen und südlichen Vorstädte von Lem­berg eia.

Am dritten Tage der militärischen Operationen haben die Truppen der Roten Armee demnach Wilna beseht. Sie stehen nur noch 50 Kilometer von Vialystok entfernt und im Süden ist bereits der größte Teil der Westukraine befehl, nachdem bereits am Vortage die Städte Luck. Stanistau. haftcz. Krafne und Buczacz in Händen der Roten Armee waren.

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: vriihlsche Universitätrdruckerei «.Lange in Stehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulftratze 7