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Francos Freundschaft mit den Achsen-Mächten

Bar-Anleihe von

De-

der die

Ausbau der zwischenvölkischen kulturellen Äeziehungen.

Englands Kaufpreis für Polen.

Oie Einkreisungsanleihe soll ein Geschäft für England werden

Reue Wirtschaftsabkommen mit Frankreich.

Eisenerze gegen Koks. - Wieder freie Bahn für das protektoratsgeb.et.

englisch. französische - 8,50 Millionen Pfund fjan« ?ele, moder Englands Anteil 5 Millionen Pfund betrag wurde Bartlett zeigt sich inNews Chro- nicle tief erbost darüber, daß man englischerseits wie er sich ausdrückt,das polnische Volk tief ver­letze, indem man Polen schlecht behandele" Die Po­len wurden nur allzu gern die britische Forderung daß die polnischen Rüstungsaufträge ausschließlich a n E n g l a n d vergeben würden, annehmen in der Voraussetzung, daß man auch tatsächlich lie­fern könnte. Das sei aber im Augenblick nicht der Fall, und die Art und Weise, wie man die

men werde.

So ist die jetzige Lage der Türker alles andere als rosig. Eingekeilt zwischen den Balkanländern, die auf ihre Neutralität unbedingten Wert legen, und der feindlichen arabischen Welt, die nur auf den Augenblick der Befreiung vom englisch-sudi- schen Joch wartet, im Westen die italienische Macht, die das Mittelmeer jederzeit gegen westliche Hilfe abzuriegeln vermag, im Osten zwar die sowjet- rusische Rückendeckung, die jedoch höchst Zweifel- Hafter Natur ist so sieht sich die Türkei auf einen einsamen und gefahrenreichen Vorposten der Ein- kreisungsfront gestellt, mit genug^ um für die Der- teidiaunq britischer Gell)- und Machtinteressen das

Türkische Ausflüchte.

Seitdem die Türkei den Locktönen der englischen Einkreisungspropaganda gefolgt ist und mit den Westdemokratten Garantiepakte abgeschlossen hat, geht es ihr wie allen anderen Schützlingen John Bulls: sie wird vom schlechten Gewissen und von dunklen Vorahnungen gepeinigt. Mit einem Eng­land verbunden zu sein, das an allen Enden und Ecken der Welt diplomattschen Schlappen erleiden muß, ist sicherlich kein reines Vergnügen. So mag sich in den Herzen der türkischen Staatsmänner schon die heimliche Sorge regen, ob der Gewinn des Sandschaks von Alexandrette den man so­wieso früher ober später bekommen hätte wohl das Risiko wert ist, das man mit der Unterschrift auf dem demokratischen Garantiepapier eingegangen ist. Die einzige Gewißheit, die Ankara "un hat, ist die, daß es mit der Selbständigkeit und Handels­freiheit der türkischen Außenpolitik vorläufig vor­bei ist. Und genau so, wie Ankara die Selbstbe- stimmung über Krieg und Frieden verloren hat, aab es auch seine militärische Unabhängigkeit aus der Hand, denn französische Zeitungen haben uns ja schon verraten, daß für den Fall des gewünschten Einkreisungskrieges selbstverständlich em französi­scher General den Oberbefehl über die gesamten Streitkräfte in Dordevasien und Arabien uberneh-

gewesen sei.

Man muß schon sagen, daß dies eine recht merk­würdige Begründung ist. Obgleich seit der Schas- fung des Protektorats Böhmen und Mähren schon fast ein halbes Jahr vergangen ist, haben wir bis­her von keiner verantwortlichen Stelle in Ankara gehört, daß hierdurch die Sicherheit der Türken bedroht worden fei. Eine solche Be­hauptung hätte auch all zu lächerlich geklungen. Die plötzliche Entrüstung muß also andere Ur­sachen haben, die in englischen Einflüsterungen unschwer zu erkennen sind. Auch sonst scheint uns aus dem Munde Saradschoglus die wohlbekannte (Stimme Englands entgegenzuschallen, denn bisher war die Heuchelei ein Londoner Vorrecht. Wie kommt sonst der türkische Außenminister, der für die gewaltsame, vertragsbrechende Annektion des Sandschaks mitverantwortlich ist, dazu, sich über die Revision im böhmisch-mährischen Raum zu erregen? Alle diese Kniffe sind ebenso wie der versteckte Versuch, Deutschland gegen Italien auszuspielen, typisch englisches Gewächs.

Erst recht aber muß das Bemühen zurückgewie­sen werden, die Verantwortung für türkische Miß­griffe auf Italien abzuschieben. Zwischen Ankara und Rom besteht ein Freundschaftsvertrag, und nie­mals vorher ist es der Türkei eingefallen, die lebenswichtigen italienischen Interessen in Albanien anzufechten. Man fragt sich deshalb vergeblich, was die endgültige Besetzung Albaniens mit der Aufgabe der türkischen Neutralität zu tun haben soll, und findet keine andere Erklärung, als daß hier nur ein Vorwand an den Haaren herbeigezerrt wurde, um das englisch-französische- türkische Geschäft perfekt zu machen. Jedenfalls kann Deutschland die türkische Beweisführung nicht anerkennen und muß die Politiker in Ankara ein­dringlich vor der Auffassung warnen, sie könnten gegenüber Berlin ein anderes Spiel treiben als gegenüber Rom. Was auch immer von Italien im Raume des Mittelmeeres unternommen wird, es ist so gut, als ob es von Deutschland unternommen worden wäre! H. Ev.

<5o erklärt der Korrespondent derTimes", nach­dem er beide Stund punkte geschildert hat, es gebe trotzdem keinen wirklichen Grund", warum man d)t zu einem Abkommen gelangen sollte. Der diplomatische Korrespondent desDaily Telegraph" meldet, daß die Verhandlungen sich um einen eng- 'schen Exportkredit für Polen für Rü­stungsaufträge in Höhe von 8 Millionen Pfund und eine

Okoumeholzes und anderer Kolonial­hölzer vor. Sie regeln ferner eine Anzahl finan­zieller Erleichterungen für den Transfer von privaten Forderungen und enthalten schließlich die Freigabe gewisser Sper­rungen von Finanzforderungen deutscher 23er- sicherungsgeseNchaften, die noch aus den Beschlag­nahmen des Versailler Vertrages herrühren.

Ein wichtiges Ergebnis dieser Verhandlungen ist endlich die Wiederaufnahme des Wirt­schaftsverkehrs zwischen dem Protekto- ratsgebiet Böhmen und Mähren einerseits und Frankreich sowie seinen Kolonien ander­seits. Frankreich gibt ab 1. Juli 1939, jedoch mit rückwirkender Kraft für die Kontingente vom 1.April dieses Jahres ab, die Einfuhr der Waren des Protektoratsgebietes nach Frankreich gemäß den französisch-tschechischen Abkommen vom 7. März 1939 frei, so daß also praktisch die inzwischen eingetretene Unterbrechung der Ausfuhr des Protektoratsgebietes nach Frank- reich voll nachgeholt werden kann. Diese Kontingente sind zwar mit Rücksicht auf die hier ausfallende Slowakei sowie einiger schutzbedürftiger französischer Industrien um etwa 25 v. H. gekürzt worden, doch ist dafür ein angemessener Ausgleich bei der kontingentierten französischen Einfuhr nach dem Protektoratsgebiet geschaffen worden. Frank- reich wird die Ursprungsbezeichnung Böhmen-Mähren" auf den Waren des Protektoratsgebietes im Sinne des Gesetzes über den Bzeichnungszwanp unbehindert lassen, und es gibt sofort die beschlagnahmten tschechischen Finanzforde- rungen und Guthaben in Frankreich in Höhe von 20 Millionen Franken frei.

teibigung britischer Geld- und Machtinteressen das nötige Kanonenfutter zu liefern.

Die düsteren Perspektiven, die sich aus dieser Situation ergeben, sollten die verantwortlichen Männer des türkischen Regimes eigentlich veran­lassen, an ihre Brust zu schlagen und schleunigst den Rückzug aus der Gefahrenzone anzutreten. Aber wie das so einmal ist in solchen Fällen: man gesteht nicht gerne die eigenen Fehler ein, sondern sucht die Schuld auf andere Leute abzuwälzen. So hat sich denn auch der türkische Außenminister Saradschoglu im Parlament erhoben und eine ArtBegründung" für das Abschwenken der Tür­kei in das britische Garantiesystem zu geben ver­sucht. In dieser Erklärung heißt es u. a., die Tür­kei sei durch gewisse Gewaltakte, die jeder Ge­setzlichkeit entbehren, zum Nachdenken gezwungen worden, und sie sei sich darüber klar geworden, daß ihr nicht mehr viel Zeit verbliebe, um die er­forderlichen Maßnahmen zu ihrer Sicherheit zu treffen. Was der Minister mitGewaltakten" meinte, geht sowohl aus der Erwähnung der ehe­maligen Tschecho-Slowakei als auch aus dem Hinweis hervor, daß die Besetzung Albaniens ausschlaggebend für die Aufgabe der türkischen Neu­tralität und für ihren Beitritt zurFriedensftont"

London, 20. Juli. (DNB.) Premierminister Chamberlain gab am Mittwoch im Unter­haus bekannt, daß die zur Zeit in London mit Polen geführten Finanzoerhandlungen zu einem Abkommen führen könnten, zu dessen Abschluß ein gesetzgeberischer Akt notwendig sein würde, also einer Anleihe.

Bei diesen Kreditverhandlungen ist Polen inso­fern in eine schwierige Lage geraten, als noch der heutigen Londoner Morgenpresse der Kre­ditgeber England wohl bereit sei, an Polen R ü - tungskredite zu gewähren, man englischer- eits jedoch darauf besteht, daß diese Kredite aus* chließlich in England verwendet werden dürfen, während die Polen infolge von Liefe­rungsschwierigkeiten auf das Recht drin­gen, auch an andere Länder, vor allem die USA., Aufträge zu vergeben. Die Blätter betonen jedoch, daß es ttotz dieser Schwierigkeit zu einer Bereini- gut kommen müsse.

Rom, 19. Juli. (DNB.) Zum Abschluß der Sp a n i e n r e i f e des italienischen Außenministers Graf Ciano veröffentlichtI n f o r m a z i o n e Diplom atica" eine Verlautbarung, in der fest- gestellt wird, die außerordentlich herzliche Aufnahme, die Graf Ciano in Spanien gefunden habe, habe in den verantwortlichen Kreisen Roms und beim italienischen Volk tiefen Widerhall gefunden. Die Reise habe bewiesen, daß zwischen Spanien und Italien Bande der Freundschaft bestehen, die sich bewährt haben und die sich weiter bewähren werden.

In den verantwortlichen Kreisen Roms wird dar­auf hingewiesen, so heißt es weiter in der ,Hnfor- mazione Diplomatien", daß die Haltung der De­mokratien zur Reise des Grafen Ciano, wie üblich, hysterisch und widerspruchsvoll gewesen ist. Zuerst versuchte man ihre Bedeutung herabzusehen. Als die Begeisterung der spanischen Massen sich ins Grenzenlose steigerte, wurde erklärt, daß die Reiseeine sentimentale Angelegenheit", aber ohne jede politische Bedeutung sei. Nach den Trinksprüchen des Caudillo und des Grafen Ciano und vor allem nach dem erschöpfenden Schlußkom- muniquS über die Besprechungen mußte man eine politische Bedeutung der Reise zugeben, wollte aber nicht über eine gewisse Grenze hinausgehen, da nicht die Unterzeichnung irgend eines diplomatischen Protokolls angekündigt wurde.

Dazu bemerkt man in den verantwortlichen römi­schen Kreisen, daß alles, was in diesen Tagen in Spanien sich abgespielt hat, ein bedeutsamer Fin­gerzeig in bezug auf den Platz Spaniens in Europa ist. Man hat sich so gestellt, als ob man vergessen hätte, daß das Spanien Francos bereits gewählt hat. Auf dem neuen Wege, den es zu verfolgen gedenkt, hat es bereits zwei Marksteine gesetzt. Es ist dem Antikomintern­pakt beigetreten und hat die Genfer Liga verlassen. Diese beiden Tatsachen stellen Spanien in das Lager, das den Demokratien gegen- übersteht, von denen >ine der Nachbarstaat fortwährend auf Querwegen die Existenz des neuen Spaniens zu belästigen versucht, während das Spanien Francos weiß, daß es heute und morgen auf die einsatzbereite und absolute Solidarität des faschistischen Italiens zählen kann.

Welcher Art die Gefühle des italienischen Volkes gegenüber dem neuen Spanien sind, sagt dieIn-

Polen behandelte, tyabe tiefstes Mißtrauen hervor- gerufen.

polenfeindliche Haltung der Ukrainer wächst.

Warschau, 19. Juli. (DNB.)Kurier Polski" bringt seine lebhafte Unzufriedenheit über die Hal­tung der Ukrainer in Polen zum Ausdruck. Unter den Ukrainern mache sich eine p o l e n f e i n d . liche Richtung in immer stärkerem Ausmaße geltend, mit der sich niemand in Polen einverstanden erklären könne.

polnische Wirtschaft.

DieLebensader" versandet.

Warschau, 20. Juli. (DNB.) Die Weichsel, die angeblich wichtigste und lebensnotwendige pol­nische Wasserstraße hat wie in jedem Sommer auch jetzt wieder a u f g e h ö r t, auch nur die ge­ringste Rolle als Verkehrsader zu spielen. Nach der Trockenheit der letzten Wochen ist der Wasser­stand bei Warschau infolge des unregulierten und vernachlässigten Riesen st romes auf 54 cm gesunken. Die an sich schon sehr vescheidene Sch i f f a h r t ist von Warschau aus flußaufwärts völlig eingestellt worden, und flußabwärts soll der Verkehr infolge der überall inmitten des Flusses hervortretenden Sandbänke ebenfalls ein­gestellt werden. Zwei Tage lang konnten die Schlepp­schiffe, die auf der Weichsel nach der polnischen Hauptstadt gelangen, den Warschauer Fluß­hafen nicht anlaufen, weil seine Anfahrt völlig versandet war. Jetzt halten Bagger die Zufahrt zu dem Hafen notdürftig frei. Da mit be­deutenden Regenfällen, die den Uebelstand beseitigen könnten, nicht gerechnet werden kann, werden in wenigen Tagen nicht einmal Motorboote auf der Weichsel verkehren können. Trotzdem wird in den Beden polnischer Uedermenschen und englischer Ein-

Als ein Ausdruck des trotz der angespannten visenlage bestehenden Willens Deutschlands immer weiteren Vertiefung und Erweiterung kulturellen zwischenvölkischen Beziehungen ist auch für das Studienjahr 1939/40 vorgesehene weitere Ausdehnung des Studenten- austauschs zu werten. Es sollen neu hinzu­kommen Austauschverfahren mit Jugoslawien und R u m ä n i e n. Damit erhöht sich der Kreis der Länder, mit denen Studentenaustausch besteht, auf 20. Seit 1933 hat sich der Studentenaustausch von Deutschland aus nahezu verdoppelt. Es befinden sich gegenwärtig 80 deutsche Austauschstudenten in USA. und Kanada, 27 in Großbritannien und Ir­land, 15 in Frankreich, 23 in Italien, 7 in Un­garn, je 5 in Finnland und Japan, 4 in Portugal, je 3 in Griechenland, Chile und Südafrika, je 2 in Polen, Dänemark, Schweden, Island und Spa­nien. Seit 1933 sind neu hinzugetreten an Aus- tauschländern: Japan, China, Südafrika, Griechen- land, Portugal, Norwegen, Schweden, Dänemark und Polen. An ausländischen Stipendiaten befinden sich gegenroärtia etwa 150 in Deutschland. Wie die Reichsstudentenführung mitteilt, entspricht es dem G^anken der Neuausrichtung eines solchen Aus- tauschs nach völkischen Gesichtspunkten, daß gerade in den letzten Jahren der Errichtung von Austausch- beziehungen vornehmlich den Ländern des Süd­ostens und Nordens besondere Aufmerksamkeit zu- gewandt wurde.

Berlin, 20. Juli. (DNB.) Ueber bie am 30 Juni dieses Jahres in Pans abgeschlossenen neuen deutschen 2Öirtfd)aftsabfoma men mit Frankreich erfahren wir von zu-

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10. Juli 1937 wurde nach Ablauf seiner Zwei­jährigen Laufzeit am 30. Ium 1939 automatisch um ein weiteres Jahr bis zum 30. Ium 1^0 ver­längert. Trotz der leider eingetretenen sehr bedeut» samen Einschränkung des beiderseitigen Warenaus­tausches waren sich beide Regierungen dennoch vor­behaltslos darüber einig, daß die v e r tr agllche Grundlage der Wirtschafts- und Finanzdezie- hungen beider Länder aufrechterhalten blei- ^^Die^nun am 30. Juni in Paris vom französischen Außenminister Bonnet und dem französischen Unterhändler H. A l p h a n d einerseits, vom deut­schen Botschafter Grafen Wel,czeck und dem deutschen Unterhändler Gesandten Dr. Hemmen anderseits unterzeichneten Ergänzungsabkommen sichern uns für die kommenden sechs Monate des Jahres 1939 die E i s e n e r z b e z ü g e aus Frank­reich und Französisch-Nordafrika in der vollen Höhe des abgelaufenen Jahres. Der französische Koksbedarf, der im Bergan- genen Jahre auf ein Minimum abgesunken war, ist jetzt im Ansteigen begriffen, so daß hier eme ge­steigerte Belieferung zugesagt werden konnte Dar­über hinaus ist die Bezahlung der Eisenerzbe^ige, wie in den früheren Verträgen, in voller Hohe aus Mitteln der deutschen Ausfuhr sichergestellt worden.

Die beiden Abkommen sehen ferner besondere Mittel für den Bezug des für uns sehr wichtigen

formatierte Diplomatien" zum Schluß, wird der Generalissimus Franco sehen, wenn er gegen Ende September Rom und Italien besuchen wirb.

Ciano beim Duce.

,rS«t Lager der Gegner der sog. großen Demolratien".

Rom, 19. Juli. (DNB.) Der italienische Außen­minister Gras Ciano ist am Mittwochvormittaa an Bord des PanzerkreuzersEugenio di Savoya im Hafen von Gaeta eingetroffen und hat in Be­gleitung des Staatssekretärs des Marineministe­riums, Admiral Cavagnari, der ihm entgegen- gefahren war, sofort seine Reise im Flugzeug fort­gesetzt. Nach seinem Eintreffen auf dem Flughafen von Ostia, wo er von den Anwesenden überaus herz­lich begrüßt wurde, begab sich unter stürmischen Kundgebungen der italienische Außenminister im Wagen nach Rom, wo er sofort im Palazzo Venezia vom Duce empfangen wurde, um ihm Bericht zu erstatten.

Zum Abschluß der Spanienreise des italienischen Außenministers stellt die römische Press» die hoch­offiziöse Verlautbarung derJnformazionx» Diplo­matien" und die Kommentare der deutschen Presse dem Echo aus London und Paris gegenüber und betont, daß nunmehr bi e letzten Illusio­nen der Einkreisungsmächte zerschla­gen seien. Die Bestürzung in Paris und das schmerzliche Eingeständnis Londons, daß die ita­lienisch-spanische Freundschaft das do­minierende Element im Mittelmeer sei, bestätige hinreichend, daß das Spanien Francos im Lager der Gegner der sogenannten großenDemokratien stehe. Die Aufbaupolitik der Achse könne also, wie dies auch die deutsche öffentliche Meinung unterstrichen habe, einen neuen, unbestreitbaren Erfolg buchen.

Gemeinsame Interessen« in Matta.

London, 19. Juli. (DNB.) Wie aus Malta gemeldet wird, traf dort am Mittwoch eine Anzahl französischer Marine- und Flieger­offiziere ein, um mit den britischen Behörden in MaltaFragen von gemeinsamem Interesse" zu be» sprechen.

zranzösische AnneOn-gewste.

Unter den Gesetzentwürfen, die von ber unter Dalabiers Diktatur stehenden französischen Kammer nicht erledigt wurden, befindet sich auch ein Entwurf über die Einbeziehung der jetzt unter französischem Mandat stehenden deutschen Kolonien Togo und Kamerun in das französische Empire. Dieser Gesetzentwurf bekundet erneut einen bösen Willen, den die Franzosen bereits durch die Verschacherung des Sandschaks Alexan­dre 11 e, bas bie Türken Hatay nennen, aufs deut- lichfte bewiesen haben. Syrien ist, wie es auch die ehemals deutschen Kolonien sind, Mandats­gebiet. Der Genfer Verein hatte Frankreich nur damit betraut, vorläufig diese Gebiete zu Dermal» ten, also Treuhänderfunktionen auszuüben. Frank­reich darf diese Gebiete weder seinem Kolonialbesitz einverleiben, noch irgendwie so tun, als ob sie ihm gehörten, es darf erst recht nicht Teile dieser Gebiete verschachern, um von anderen Mächten dafür in seiner Einkreisungspolitik unterstützt zu werden. Zu jeder Zeit kann Genf Frankreich die Mandatsbe­fugnis nehmen. Was für den Sandschak Alexandrette gilt, ist auch für die von Frankreich verwalteten deutschen Kolonien gültig. Im Prinzip ist bas offiziell von den Franzosen sogar in Genf anerkannt worben, als sich gegenüber den türkischen Forderungen auf Abtretung des Sandschaks alle französischen Vertreter zunächst darauf beriefen, eben als Mandatsgebiet sei Syrien unverletzlich, es müsseungeteilt" bleiben, sonst würde Frankreich seinen Auftrag verletzen. Durch Vertrag vom 25. April 1920 war die Unverletzlichkeit Sy­riens ebenso garantiert worden, wie der Man­datscharakter Togos und Kameruns durch Der. sailles.

Wenn sich Außenminister Bonnet noch im No­vember 1938 dem syrischen Ministerpräsidenten gegenüber schriftlich verpflichtete, die Unabhängig­keit Syriens vor dem 31. Januar 1939 durch das französisch Parlament ratifizieren zu lassen, und oerfelbe Sonnet, der so beweglich über den Bruch des Versailler Diktats zu klagen pflegt, einige Mo­nate darauf die Abtretung des Sandschak vornahm, worauf der französische Dberfommiffar Puaux erklärte, Frankreich werde für ewige Zeiten in Syrien bleiben dann ist das nicht nur e i n Vertragsbruch, sondern eine Erklärung von Ver­tragsbrüchen in Permanenz, zumal den Leuten von Damaskus auch das ihnen selbstver­ständlich zugestandene Recht, über ihr Schicksal mit- zubestimmen, praktisch wieder genommen wurde. Sogar der PariserPopulaire" schrieb, für diese Vertragsbrüche hätte Frankreich nicht einmal die böhmische ober albanische Ausrede! Der französische Champion der Demokratie" hätte die Verträge gebrochen, die er im Namen derselben Demokratie abgeschlossen ...

Am 10.Juli protestierte Italien als Mitunter­zeichner der syrischen Zusicherungen (25. April 1920 in San Remo) gegen den Bruch des syrischen Status und rollte damit die Mandatsfrage schlechthin auf. Die Diktaturregierung Daladier hat diesen be­rechtigten moralischen und juristischen Einspruch noch nicht zu beantworten gewagt, aber im Gesetzentwurf über die Einverleibung Togos und Kameruns sind schon derartige Sätze enthalten, daß sie sicherlich in der Antwortnote wiederkehren würden. Deshalb gilt es, schon heute die Heuchelei, mit der diese Annexionsgelüste auf deutsche Ge­biete begründet werden sollen, zurückzuweisen. Es wird behauptet, der Rat der Vier habe nach bem Versailler Diktat und nach der ©rünbungsurfunöe des Genfer Vereinsunter sich die Aufteilung ber Eroberungen vorgenommen", die Behauptung des Gegenteils sei eine Geschichtsfälschung. Niemals, ist toller die Wahrheit umgedreht worden, denn von vornherein stand fest, daß die Kolonien nur a l s Mandate eine Zeitlana verwaltet werden sollten. Die Liga der Nationen hat diese Verteilung bann vorgenommen bzw. bestätigt, und bis in bie Gegenwart haben auch die Vertreter der französi­schen Regierung in ber Genfer Manbatskommission niemals ben Charakter ihrer Manbatsregierung über Togo unb Kamerun anzuzweifeln gewagt. Wenn baher behauptet wirb, Frankreich habenie­mals" auf die heiligen Rechtsansprüche aus seiner Eroberung verzichtet und nur eingewilligt, diese Ko­lonien unter die Kontrolle des Völkerbundes zu stellen, so ist bas letztere richtig, aber bas erstere ist bis heute fein verschwiegen worben! Im übrigen ist nun ben Franzosen gestattet, ihre Eroberungen als heilig zu bezeichnen.

Es bleibt babei: ber Führer hat wieberholt erklärt, mit Ausnahme unseres Rechtes auf Rück­gabe ber Kolonien hätte Deutschland keine territorialen Forderungen an Frankreich. Frank­reich möge sich davor hüten, baß es die Kolonien aus ehemals beutschem Besitz annektiere unb bamit Deutschland zwänge, seinerseits eiiy andereHaltung einzunehmen! E. S.

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kreiser die Mündung dieses Flusses weiterbie le­benswichtige Bebeutung" für ben polnischen Saat haben.

Einkreisungsarbeit in Warschau.

Warschau, 1g, Juli, (DNB,) Der britische G-. neral Jronsibe hielt sich heute den ganzen Tag über im polnischen General st ab unb im GeneralinspektoratbervolnischenAr- m e e auf. Diese Visiten würben mittags unterbrochen durch einen Empfang beim Staatspräsiben- t e n. Bevor General Jronsibe auf bem Warschauer Schloß eintraf, hatte ber Staatspräfibent Besprechun­gen mit Ministerpräsibent Skladkowski unb bem Dizeministerpräsibenten Kwiatkowski, ber be­kanntlich bem Aufbau ber polnischen Rüstungsinbu* ftrie seine besonbere Aufmerksamkeit schenkt.

Polnischer Haß gegen deutsche Kinder.

Kattawitz, 19, Juli, (DNB,) Der Haß der polnischen Chauvinisten tobt sich in letzter Feit besonders stark gegen bie wehrlosen beut* fdjen Kinder aus. Wie bereits berichtet, war in ber vergangenen Woche das Kinoererho- l u n g s h e i m in dem Beskidenort Dziengelau bei Teschen durch die zuständigen Behörden wegen angeblicher baupolizeilicher Unzulässigkeit geschlos­sen worben, so daß 70 Kinder arbeitsloser deutscher Eltern, die vom deutschen Wohlfahrtsausschuß wäh­rend der Ferien unter großen finanziellen Opfern dort untergebracht worden waren, um ihnen Erho­lung und einige Ferienfreuden zuteil werden zu lassen, sofort wieder in ihre Heimatorte zurückkehren mußten.

Am Montag wurde die Aktion ber Polen mit ber Schließung der Schützhütte auf dem Beski­denberg Soschow fortgesetzt, wo 65 erholungs­bedürftige deutsche Kinder untergebracht worden waren. Die Schutzhütte, bie seit zehn Jahren in Be­trieb ist, genügte der zuständigen polnischen Behörde

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