Ausgabe 
20.6.1939
 
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15000 Feuerwehrmänner in Neu-Isenburg.

mannszug evensaiiS von ver VtJitlR öeue uhu hvjvii ju;ieutnt:ii MICHCIIUCH Utz- VI durch ihr Einschwenken und durch ihr tadelloses lebhaften Beifall auslösten. Spiel Begeisterung hervor. > -----

Aus der engeren Heimat

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80°o Fettgehalt 1 Stück 25 Pfg.

! s Ser 29. Hessische Landesseuerwehrtag

Jmci blonde junge Mädchen in dunkelbraunen (in-nfleibern kleinen braunen Strohhüten und -.Wien Stulp'handschuhen gingen langsam durch die iiliner Straßen. Sie waren in ein eifriges Ge- >:i:q vertieft und merkten nicht, dnß teils ver­lade, teils belustigte Blicke sie streiften. Die Mad-

An der Arbeitstagung, die bereits am Samstag stattfand, nahmen 120 Feuerwehrführer teil, die mit großer Aufmerksamkeit die Vorträge verfolgten, um das dabei erworbene Wissen bei den nächsten Appellen weitergeben zu können.

Bei der Abordnung der Kameraden nach Neu- Isenburg wurde selbstverständlich dafür gesorgt, daß in Anbetracht des heißen sommerlichen Wetters in der Stadt und in den Kreisorten der Brandschutz ausreichend gesichert war. Die Wehren des Kreises nahmen aus'diesem Grunde nur zu 50 Prozent am Landesfeuerwehrtag teil. Außerdem blieben die Gerätschaften an ihren Standorten in Bereitschaft. HauptversammlungdesOdenwaldklubs

marsch der Feuerwehrmänner, der ein beredtes Zeugnis ablegte von der ausgezeichneten Organisa­tion der freiwilligen Feuerwehr in Hessen und von der Einsatzbereitschaft der Feuerwehrmänner.

Kreis Gießen mit 1000 Mann dabei!

Die Feuerlöschpolizei unserer engeren Heimat war mit insgesamt über 1000 Mann am Landesfeuerwehr' tag beteiligt Für sie war eigens ein Sonderzug bestellt worden, der um 7.22 Uhr Gießen verließ und die Teilnehmer rasch nach Neu-Isenburg brachte. Dort fanden unsere Feuerwehrmänner eine überaus gastliche Aufnahme. Für Verpflegung war ausreichend vorgesorgt worden, so daß sich jeder­mann wohl fühlte.

Beim Aufmarsch und bei der Kundgebung zeigten sich die Kameraden unserer Heimat in außerordent­licher Disziplin und Haltung und fielen dadurch an­genehm auf. Die völlig einheitliche Uniformierung machte einen starken Eindruck. Dieser Eindruck wurde noch verstärkt, als die Wehren der Stadt und des Kreises Gießen beim Vorbeimarsch im Parade­schritt eine hervorragende Leistung zeigten, die auch aus berufenem Munde alle Anerkennung fand. Nach einigen unterhaltsamen kameradschaftlichen Stunden am Nachmittag wurde die Rückfahrt angetreten, und um 22.31 Uhr traf der Sonderzug wieder in Gießen

die Miniatur zum Licht.Der Rahmen ist ganz nett, aber da fehlt ein Ende von der Schleife. Das müssen Sie mir billiger rechnen. Aus was ist eigentlich der Nahmen?"

Goldbronze. Und das Bild kostet fünfunddreißig

Hilde stieß einen langen Pfiff aus.

Geht es nicht ein bißchen billiger? Und welche Miniatur kostet zwanzig Mark? Ich finde, daß zwanzig Mark für ein Geburtstagsgeschenk sehr nobel ist, nicht wahr?"

Der Zwerg öffnete einen Spalt des Fensters zur Auslage und griff nach einer anderen Miniatur.

Die ist ja genau so groß", sagte Hilde naiv.

Diese Miniaturen werden weder nach Größe noch nach Gewicht verkauft", sagte der Zwerg kalt.Ge­handelt wird hier nicht. Wenn die Frau Mama nicht mehr von dem alten Kram versteht als Sie, Fräulein, rate ich Ihnen sehr, die zwanzig Mark in Schokolade anzulegen."

Sie sind mir der Richtige! Wie wollen Sie von Ihrem Geschäft leben, wenn sie einem Ihre Sachen gleich mies machen?" rügte Hilde.Ich werde mir doch noch überlegen dürfen, ob ich zwanzig oder fünfunddreißig Mark spendiere..." Sie betrachtete eingehend die kleinen Bilder.Der Rahmen ist süß, einfach süß!" murmelte sie. Jetzt mußte Irmgard schon abgeschwommen sein, er hat lange genug weg­geschaut ... Ob sie etwas entdeckt hat in den paar Minuten?

Ueberlegen Sie sich's. aber beeilen Sie sich!" sagte der Antiquitätenhändler.Es hat schon längst dreiviertel geschlagen, und um sechs sperre ich den Laden zu."

Na, wenn Sie mir ein paar Minuten länger Zeit lassen, wird es auch kein Unglück sein", sagte Hilde schnippisch. Sie war diesen Ton nicht gewöhnt. Wenn sie einen Laden beehrte, so hatten die Leute zu strahlen, vom Chef herunter bis zum Stift!

Punkt sechs Uhr kommt der Tischler Holle und hängt die Stahlgitter vor die Tür und die Auslage und sperrt hier ab. Ihretwegen werde ich keine Aus­nahme machen."

Sie sind ein Grobian", sagte Hilde voll innerster Ueberzeugung.Aber packen Sie mir in Gottes Namen die Miniatur zu zwanzig Mark ein."

Papier raschelte, das Bildchen wurde liebevoll in eine Schachtel gebettet und verschnürt. Hilde legte zwanzig Mark auf das Pult und schob nachlässig das Päckchen in ihre Handtasche...

'n Abend", nickte Hilde und klinkte energisch die Tür hinter sich ins Schloß. Die Ladenglocke schlep- perte zum Abschied.

Hilde schlenderte gelassen die Straße hinab. An der Ecke mußte Irmgard auf sie warten. Hilde war schrecklich neugierig, von dieser zu erfahren, ob ihr irgendwas aufgefallen war. Ein widerlicher Kerl, dieser Zwerg Nase?

Irmgard war nicht zu entdecken, weit und breit kein zweites blondes Mädchen in einem braunen Leinenkleid. Hilde zog besorgt die Augenbrauen hoch. Wo steckte Irmgard?

Irmgard kauerte noch immer hinter dem Lehn­stuhl. öic hatte die Falten des Meßgewandes rund um sich drapiert und fühlte sich gan§ woHl. Wen»

LPD. Höchst i. O., 18.Juni. Am Wochenende stand das schöne Odenwaldstädtchen Höchst im Zei­chen der deutschen Wandersache: Der Odenwaldklub hielt seine 57. Hauptversammlung als Odenwälder Heimat- und Wanderfest in dem geschmückten Städt­chen ab. Am Freitag und Samstag hatten bereits die Ausschüsse des Odenwaldklubs die laufenden geschäftlichen Angelegenheiten erledigt. Am Sams­tagabend hatte der Örtsverein Höchst einen Hei­matabend veranstaltet. Am Sonntagvormittag vereinigte die Hauptversammlung über 3100 Wan­derer. Nach den Begrüßungs- und Glückwunsch­ansprachen der Vertreter befreundeter Wanderver­bände hielt der Pereinsleiter, Landesforstmeister Dr. Hesse, die Festrede. Als Ort der nächsten Hauptversammlung wurde Bensheim gewählt. Unter stärkster Anteilnahme der Bevölkerung und der^zahl- reichen Gäste fand am Nachmittag der große Fest- z u g statt, in dem die prächtigen Festwagen und die farbenfreudigen Trachtengruppen aus den ver­schiedenen Gegenden des Odenwaldes immer wieder

M). Weiter sprachen Wehrfuhrer S ch n e i o - (Her (Darmstadt) über die Löschwasseroersor- iti und Hauptbrandmeister und Lehrer an der

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ßi5 wird tadellos klappen", sagte Irmgard uber- rr§m freilich... wenn du geschickt bist und keinen llltfo machst. Du darfit nur nicht den Augenblick raffen, wo du hinter mir hinauswischst, Gardi. 2D;ijaft dein Wort gegeben, daß du nicht über­tret'." Hildes Stimme klang voll strenger Sorge, tici ;iatte ein starkes Verantwortungsgefühl für die iir Wei Stunden jüngere Schwester.

.IiSas glaubst du eigentlich von mir? erkundigte ssio ..rmgard.Ich bin ja nicht wahnsinnig...

115 sie an dem Haus, das die Sargtischlerei^des Si>ri Holle beherbergte, vorbeigingen, trat Hude I in die dunkle Tornische zurück. Ohne ihre Ekpttc zu verändern, ging Irmgard weiter, klinkte ;Sür All dein Antiquitätenladen au(, nachdem

Unfälle auf dem Lande.

Der 40jährige Invalide Christian Schwalm aus Rüddingshausen zog sich bei einer landwirtschaftlichen Beschäftigung eine Halswirbelverletzung zu. Das siebenjährige Söhnchen Walter des Arbeiters Feld- b u s ch , ebenfalls aus Rüddingshausen, erlitt durch einen unglücklichen Sturz einen Ellenbogenbruch. Der 19jährige Landwirt Ernst H ö l z aus Volperts­hausen (Kreis Wetzlar) wurde auf dem Heimwege vom Felde auf der Landstraße von einem Auto an­gefahren und erlitt Verletzungen am Kopf und am linken Knie. Die 50jährige Witwe Elisabeth W e ck h o l d aus Launsbach stürzte beim Futterholen so unglücklich, daß sie sich eine erhebliche Ober­schenkelverletzung zuzog. Sämtliche Verunglückte wur­den in die Chirurgische Klinik in Gießen aus­genommen.

Erfolgreiche Bodeuverbefferungs- arbeiten in der Gemarkung Krumbach.

< Krumbach, 19. Juni. Die Grundstückszu- sammenlegung in unserer Gemmarkung wurde be­reits im Jahre 1914 durchgeführt. Es war wohl die erste in unserer näheren Umgebung. Die Melio­rationsarbeiten fielen in die Zeit der ersten Kriegs; jähre. Trotz des alljährlichen Ausfalles an Getreide und Futter stand man einer Dränierung in den vergangenen Jähren vielfach skeptisch gegenüber. Durch vielseitige positive Erfahrungen wurden aber auch die letzten Zweifler endlich eines anderen be­lehrt. Nach der Machtübernahme kehrten Finanz­verhältnisse ein, die die Durchführung von Dränage-

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sie nur nicht so dummes Herzklopfen hätte! Jetzt war Hilde schon weit weg, und sie war allein bei dem bösen Zwerg. Aber sie konnte nicht weg­schleichen, ohne etwas entdeckt zu haben, das Gott­fried aus der Patsche half. Und etwas stimmte da nicht! Sie spürte es bis in die Fingerspitzen, daß es etliches zu entdecken gab.

Nase hatte hinter dem Pult Platz genommen und schrieb in einem Buch. Es war still im Laden und dunkel. Die Sonne war hinter den Dächern ver­schwunden, und die Schatten füllten die enge Häuserzeile. Ein Mann mit einem grauen Zottelbart und vorstehenden Zähnen trug ein Stahlgitter vor die Tür und hängte es ein. Eine Uhr schlug sechs und eine komische Spieldose zirptelieb' immer Treu' und Redlichkeit..."

Irmgard wurde schwül zumute. Hatte sie nicht Madeleine in die Hand versprochen, sich nicht selb­ständig zu machen, sondern wie ein braves Mädchen mit Hilde heimzufahren? Ja, aber Gottfried.., Und jetzt war sie eingesperrt in einem schauerlichen Laden, in dem es immer dunkler wurde, allein mit einem häßlichen Zwerg. Und wie wollte sie heraus- kommen? Vor der Tür und der Auslage hingen feste Stahlgitter.

Ach was! Der Laden hat bestimmt noch einen Ausgang durch die Wohnung, tröstete sich Irmgard. Hie und da einmal muß der Zwerg auch selbst nach sechs Uhr ausgehen. Wenn er 'rauskann, kann ich's auch. Aber vorläufig bleibe ich!

Eine endlose halbe Stunde verging. Irmgard hätte angenommen, daß es mindestens drei Stunden waren, wenn nicht eine Uhr getreulich jede ab­gelaufene Viertelstunde gemeldet hätte.

Sie guckte vorsichtig hervor. Der Zwerg schrieb noch immer. Eine kleine, grünbeschirmte Lampe warf auf das Geschäftsbuch, in dem er schrieb, helles Licht. Er hatte die blaue Brille abgenommen aber sein Gesicht war in Dunkel gehüllt. Sie konnte die Züge nicht unterscheiden. Sje zuckte zu­rück. Er war aufgestanden und reckte sich... Nun trat er hinter dem Pult hervor. Und Irmgards Augen wurden immer größer, verwunderter. Er war gar kein Zwerg mehr, er war mit einemmal ein normal gewachsener großer Mensch. Wie machte er das nur?

Irmgard biß die Zähne auf die Unterlippe, so daß diese blutete. Eine rasende Angst überkam sic... Vor dem Mann fürchtete sie sich noch viel mehr afa vor dem Zwerg.

Sie duckte sich tief in den Schatten und traute sich kaum zu atmen. Der Mann war zu einem Bücherregal getreten und schien ein Buch heraus- nehmen zu wollen. Um Gottes willen! Er würde doch nicht zu lesen anfangen! Das hielte sie nicht aus, still im Dunkel zu hocken, während er las, stundenlang las und sich nicht rührte.

Das Regal schwang in den Laden. Das war ja ein Wandschrank. Oder eine Geheimtüre... denn der Mann trat in die Wand... Irmgard hörte Rascheln von Papier. Dann sah sie wieder den breiten Rücken in dem dunkelgrauen Rock

Nicht sehen! lieber Gott, er darf mich nicht sehen) flehte und betete Irmgard.

(Fortsetzung folgt.)

Landesfeuerwehrschule-in Mainz Schwarz über den AusbildungsfortschrittDie Gruppe". Abge­schlossen wurde die Dienstversammlung mit einem Vortra-g von Kreisfeuerwehrführer Werner (Nier­stein) über die Pflichten des Feuerwehrmannes.

Den Abschluß des ersten Tages bildete ein großer Kameradschaftsabend im großen Saal der Turn­gemeinde, die Zeugnis ablegte von der engen kame­radschaftlichen Verbundenheit der MitgUeder der Freiwilligen Feuerwehren.

Am Sontagoormittag strömten jun-g und alt und die Tausende von Feuerwehrleuten, die an den Hebungen nicht beteiligt waren,.nach dem Wilhelm- platz, wo die Wehren aus den Kreisen Offenbach, Mainz und Oppenheim Fußübungen, Freiübun­gen und Geräteübungen vorführten und die große Löschfähigkeit des Schaumver­fahrens veranschaulichten. Besonderen Eindruck hinterließen die 450 Feuerwehrleute aus Mainz, die durch ihre exakten Freiübungen allgemeinen Beifall ernteten. -

An die Uebungsvorführungen auf dem Wilhelms- platz schloß sich eine Löschübung an einem mehr­stöckigen Haus m der Hauptverkehrsstraße der Fest­stadt, die von Kreisfeuerwehrführer Leichter (Offenbach) geleitet wurde. Die an dieser Uebung beteiligten Feuerwehrleute arbeiteten dabei bereits noch den neuen feuerpolizeilichen Vorschriften.

Nach einer kurzen Mittagspause formierten sich dann die einzelnen Kreisfeuerwehrverbände zum großen Aufmarsch, an dem sich nahezu 15 OOO Mann beteiligten. Dem ersten Verband Mainz, Oppenheim und Worms folgten die Wehren aus Alzey, Büdingen, Alsfeld, Lauterbach, Friedberg, Gießen, Groß-Gerau, Bingen, Dieburg, Erbach, Darmstadt Offenbach und von der Bergstraße. Der Vorbeimarsch schien kein Ende neh­men zu wollen. Immer wieder bogen neue Marsch­kolonnen in die Aufmarschstraße ein, zwischen denen sich zahlreiche Musikkorps und Spielmannszüge be­fanden. Fast eine ganze Stunde dauerte der Vorbei-

wieder einmal den deutschen Strom zu sehen. Nach einem bei schönstem Wetter unterhaltsam verbrach­ten Nachmittag schlug um 19 Uhr leider allzu früh die Stunde des Aufbruchs. Tief befriedigt von dem schön verlaufenen Tag, fuhren die Fahrtteilnehmer nach Hause.

** VH C.-Wanderung in den Vortau - n u 5. Vom denkbar besten Wanderwetter begünstigt unternahm am Sonntag der DHC. Gießen mit 60 Teilnehmern seine Juniwanderung nach dem Vor- taunus. Vom Ausgangspunkt Butzbach aus führte der Weg die schöne Taunusstraße aufwärts zum Wald und hierauf auf schönen Pfaden, den Limes über­schreitend, über das reizvoll gelegene Dörfchen Haufen hinauf zum Hausberg. Dort wurde Raft gemacht. Leider war die sonst so prächtige Fernsicht durch den herrschenden Frühnebel stark beeinträchtigt, doch erfreute man sich an den Blicken in die nähere Um­gebung. Der Abstieg führte auf Kreuz- und Quer­wegen hinab in das idyllische Isseltal an einigen Teichen vorüber, sodann an wogenden Kornfeldern und grünen Wiesen vorbei, bergauf, bergab am Schloß vorbei nach Ziegenberg, um hier im schattigen Wirtsgarten einige Zeit der Ruhe zu pflegen. Die nun folgende Strecke führte in stetem Anstieg, teil­weise durch das liebliche Vogeltal hinauf zum Forst­haus Winterstein und hierauf die Landstraße ent­lang, an Hof Hasseleck vorbei nach dem Endziel Bad- Nauheim. Von dort aus wurde die Heimfahrt an­getreten.

sie die Auslage mit einem raschen Blick gestreift hatte.

Daß ihr Herz rascher und rascher schlug, das hörte nur sie, das merkte sonst niemand.

Hopla!" sagte Irmgard munter, als sie über einen hohen Lutherstuhl stolperte und fast fiel. Haben Sie es da aber dunkel!" Sie verschob den Stuhl und verschob das goldgestickte Meßgewand, das darüber hing. Dann trat sie freundlich lächelnd an das Pult heran.

Womit kann ich Ihnen dienen, Fräulein?" fragte eine barsche Männerstimme. Irmgard empfand es als beleidigend, daß die Stimme nicht freundlicher war. Sie 'war daran gewöhnt, daß die Menschen sie anlächelten ... Madeleine hat ganz recht! Er ist ein Ekel, dachte sie. Mit unbeirrt guter Laune wies sie auf das Fenster zur Auslage, das mit einem grünen Seidenvorhang bespannt war.

Sie haben da draußen eine Miniatur, die mir ganz gut gefällt. Das wäre etwas für Mutters Geburtstag. Mutter schwärmt für alten Kram... Ich kann mich ja beherrschen. Und wenn Sie einen vernünftigen Preis machen, so kaufe ich sie."

Die Preise schwanken zwischen zwanzig und dreitausend Mark", sagte der Zwerg.Welche meinen Sie?"

Die um dreitausend scheidet garantiert aus , antwortete Irmgard trocken.Ich meine das Frauenporträt." . .

Ich habe vier Frauenportrats in der Auslage , brummte der Zwerg.

Eine Frau mit einem roten Seidenkleid , hals Irmgard nach.Oder ist es violett?" Die junge Stirn legte sich in nachdenkliche Falten.Warten Sie, ich werde sie Ihnen zeigen!"

Irmgard trat auf die Tür zu und klmkte sie auf der Zwerg machte sich daran, den Vorhang von der Fensterscheibe zurückzuziehen... Und im Bruchteil einer Sekunde kauerte Irmgard hinter dem hohen Lutherstuhl, über dem das Meßgewand hing.

Dor der Auslage stand ein junges Mädchen im braunen Leinenkleid und wies eifrig auf eine Miniatur. Der Zwerg nickte, das Mädchen nickte gleichfalls und versuchte, sich teils vermittels auf­geregter Zeichen, teils durch fragende Blicke über den 'geforderten Preis Klarheit zu verschaffen. Sie bedeutete ihm, die Auslage aufzumachen, damit sie vernünftig miteinander reden konnten. Der Zwerg schüttelte ablehnend den Kopf und winkte ihr, wieder einzutreten.

Indessen kauerte Irmgard hinter dem Stuhl, lugte vorsichtig hinter den Falten des Meßgewandes her­vor. Sie sah, daß der Zwerg ein mürrisches Gesicht machte und hörte, daß er einmal ingrimmig Dumme Gans!" murmelte. Er benahm sich genau so, wie ein mürrischer, alter Sonderling sich eben benimmt. Trotzdem ... Madeleine hatte recht... Etwas paßte ihr nicht an dem Bild! Das waren nicht die Bewegungen, die sie nach der Gestalt und dem Gesicht erwartet hatte.

Hilde trat ein und ließ die Tür angelehnt. Wah­rend sie mit dem Zwerg den Preis aushandelte, mußte Irmgard verschwinden.

Was kostet also die Frau mit dem -Seidenkleid ... , tft' das nun Lautlich toi odex Mett?." Sie drehte

'Mittel ff

' H -rbfen 27 bis 40, Tomaten 35 bis 50, Zwiebeln, r Und I ) l s 18, das Bündel 15 bis 20, Rhabarber, kg ,..^ir [./ T), Kartoffeln, neue, % kg 12 bis 15 Pf., alte, % kg .-X unx LiP . 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,40 bis 4 Mark, Kirschen, W die -t?.? H h 40 bis 50 Pf., Stachelbeeren 25 bis 30, Erd- ^SKtrübt' ßliet-n 50 bis 70, Blumenkohl, das Stück 10 bis 60, H- bet ,1. (Eiaüt 5 bis 15, Salatgurken 20 bis 50, Oberkohlrobi ' Id)äbli(f3 1) 15 20, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 20, Ra- -. Der rlirf?'E'eyon, bas Bündel 8 bis 12 Pf.

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^Qben. v Eif-nbahner an der unteren Lahn Glicheum! am Rhein. Alljährlich unternehmen die im Ehrlich s^ ^^icisbahnkameradsckaftswerk (früher Eisenbahn- trink Stettin) zusammengeschlossenen Kameraden mit ihren

> Uns sehle^Llrichörigen in großer Gemeinschaft einen Ausflug, jL'.ßtr'iie die schönsten Landschaften unseres Heimctt- rJcflen unbt tes kennenlernen läßt. Bereits am 11. Juni ulie statt Uinine ein solcher Ausflug unternommen, der nach cs Getränt t -5c! Ems führte. (Wir berichteten damals darüber.) -ich für di? o?stnwergangenen Sonntag unternahm nun ein wei- 1 erspart, 'tre Teil der Kameraden und ihre Angehörigen iter ben Ausflug. Nach einer herrlichen Fahrt durch [ten, qu,6? 8:1580^101 wurde in Bad Ems ausgestiegen, die ieüiink bguarture ausgesucht und zu Mittag gegessen, grünem A--terNachmittag ftanö allen Teilnehmern zur freien nerrliA -^Jgung. Spaziergänge an der Lahn entlang, 5 f0QQrl -5 :'2!u.<üge auf die unmittelbar an der Lahn ausragen- e enfmirfBerge wurden unternommen, die Jüngeren s* ben ®- 'üHtcnügten sich mit Rudern und Paddeln, und viele unserer n aud) die kurze Strecke bis zum Rhein, um M hersW orten stehen ir 'nrtVnX . (Ya 1

nM daß IT lchen Genutz; igeniein bekcn-- rnunbeU? WD. Neu-Isenburg, 18. Juni. Der am der um!) 18. Juni in Neu-Isenburg stattgefundene

hessische Landesfeuerwehrtag, der letzte in die- ie?rnn»?en\-1Iflfc iorm vor der Umorganifation der Feuerwehren it fw E ^arFeuerlöschpolizei, erfreute sich einer außervrdent- fixWollarten Teilnahme. Schon zu den Tagungen am neHaf A>0T=5tag hotten sich sehr viele Feuerwehrführer ein- ufneMfriIben, die mit regem Interesse den Ausführun- wir eine qiniiber Sachbearbeiter und Referenten folgten.

inesfalls so, n Sonntag aber war der Zustrom der Feuer- Dir es Don Sh^eHeute aus allen Gebieten des Hefienlandes ge- tung haben. r ti überwältigend. Mehrere Sonderzüge mußten Zubereitung, enndlegt werden, um die aus den größeren Städten eranne, eine i^.efi-ns zum Landesfeuerwehrtag fahrenden Kame­le benutzen trifcij befördern zu können. Um die Mittagsstunde lerfur ist ehrten Dann Neu-Isenburg von mehr Feuerwehrleuten bannen sind ^is Einwohnern bevölkert. Nicht weniger als nahe- ir einer teilm 2! 1 5 000 Mann nahmen an dem abschließenden ignet. Auch chMoneimarsch teil. Das schmucke Städtchen am Ber auf ein fon^iaime des Frankfurter Stadtwaldes hotte der Be­legt, her (ei cfclumg des Tages entsprechend ein prächtiges Fest- s Kräutertees t.si! angelegt, und durch die schnurgeraden Stra= eben haushalt sienäbewegte sich eine frohbewegte Menschenmenge, ^ecfmäfcigen 6: h ie :een Feuerwehrleuten gegenüber eine herzliche eitungsarten:r (saf reundschaft an den Tag legte.

in, benn bas Ü 2ir (Samstag wurde am Vormittag eingeleitet > die Kräutersi st it Wer Tagung der Kreispressewarte der Feuer- ., T-g., J ch. Auf ihr sprach Wehrführer Ernst (Kiel), der

ife ist mit tut cb Fachmann die K r e i s p r e s se w a r t e mit J te Ausgaben auf das beste vertraut machte. An «si Tagung schloß sich eine interne Bespre­ng der hessischen K r e i s s e u e r w e h r- lilier. Am Nachmittag sand dann die große I iimstv e r s a mmlun g der hessischen Wehr- ! -hur statt, in der Landesfeuerwehrführer Mül- srMainz) über di? Ausführungen des Generals I) i:u e g e zu den kommenden Durchführungsbe- rungen des neuen Reichsfeuerlöschgesetzes 1. Weiter sprachen Wehrführer Schneid-

ö hm! hatten ganz anderes zu überlegen, und im i ifcriren waren sie von kleinaus daran gewohnt, f crü igsloses Erstaunen heroorzurufen. Sie sahen elieber so ähnlich wie ein Ei dem andern.

3b warte also vor der Sargtischlerei, damit er xnh nicht durch den Spion sieht", nickte Hilde. iÖlcoeleinc hat gesagt, daß wir darauf achten ßslssm... Und wenn ich zum zweiten Male die K stcitlingel höre, trete ich vor die Auslage und bteicchte interessiert die Schätze. Genau zwei Mmu- t er bäter trete ich ein und setze deine Unterhaltung

ein.

Der Musikzug der Feuerlöschpolizei Lollar trat sowohl bei der Kundgebung, wie auch bei dem Vor­beimarsch eindrucksvoll hervor. Der Musikzug spielte zum Abschreiten der Front durch Staatsrat Rei­ner den Präsentiermarsch. Auch der Spielmanns­zug der Feuerwehr von Daubringen wirkte mit. Für den Vorbeimarsch zeigten sich Musik- und Spiel- mannszug ebenfalls von der besten Seite und riefen

arbeiten ermöglichten. Für Gemeinde-Dränierungs­arbeiten wurden Zuschüsse zur Verfügung gestellt. Nach dem Gutachten des Dillenburger Kulturamtes wurden die Arbeiten in unserer Gemarkung für sehr notwendig gehalten. Der Zuschuß ließ Nicht lange auf sich warten. Ein Rodheimer Unternehmer übernahm die Dränagearbeiten und führte sie in den Fluren mit besonders hohem Grundwasserstand von Herbst 1936 bis Sommer 1937 durch. Um einen erfolgreichen Grundwasserablauf zu sichern, mußten die Flutgraben vergrößert und tiefer gelegt werden. Dem umfangreichen Erdaushub sah man zunächst skeptisch entgegen. Die angrenzenden Grundstücke wurden planiert, gewannen dadurch ap Güte, und die Erdmassen waren bald verschwunden. Heute, erst kurze Zeit nach Beendigung des ersten Ab­schnitts, sind alle Landwirte von dem Erfolg der Dränierung überzeugt. Durch denselben Unter­nehmer wurden im vergangenen Winter die Drä­nierungsarbeiten des letzten Abschnitts begonnen. Durch den Erfolg angeregt, wurden viele Anträge zur Durchführung der Dränage für Grundstücke im zweiten Abschnitt gestellt. Kurz vor der Heuernte

MonnwictoufEnöanöerc

Roman von Konrad Trani

by Carl Ouncker Verlag, Serlin W35

!2O. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Cis Bernsteinkette fand Madeleine zu teuer, aber le iiufte ein Stück Samt. Grüßte und ging zur hr ... Im Augenblick, als sie die Klinke schon ihr Hand hatte, wandte sie sich rasch um und q«:Wie komme ich von hier am besten zum vurstendamm?" '

Herg Nase stand an genau derselben Stelle irr dem Pult. Sein Gesicht trug denselben nfrischen Ausdruck wie vorher. Madeleine streifte äKi Gestalt mit einem blitzschnellen Blick. Irgend , gefiel ihr nicht. Was war es nur? Wahrend tim kurzen Anweisungen des Mannes zuhörte, kn-egte sie nur das eine: was stört mich bei dem ,3t;g?

hen daß er ein Zwerg ist, erklärte sie sich, ohne 1 ent zufrieden zu sein. .

ü der Ecke nahm sie em Taxi und fuhr ms clc, wo die Mädchen sie erwarteten.

möchte den Zwerg gern ein paar Minuten et achten, wenn er sich unbeobachtet glaubt , sagte kleine.Da wüßte ich bald, woran ich mit ihm r. . Nein, er gefällt mir gar nicht!"

XV.