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höher mit 121,75. Im Freiverkehr hatten Steuergutscheine weiterhin lebhaftes Geschäft: Serie II gingen erneut zurück auf 98,45 bis 98,30 (98,50). Pfandbriefe und Staatspapiere lagen ruhig, ebenso Stadtanleihen: 4,5proz. Darmstadt von 26 97 (97,25), do. von 28 97 (97,13). Industrie-Obligationen wichen nach beiden Seiten etwa 0,13 bis 0,25 v. H. ab, 5proz. Hoesch 100,20 (100,50).
Im Verlaufe war die Haltung überwiegend schwächer. IG.-Farben 149,75 nach 150, später etwa 149 bis 149,50, Verein. Stahl 101,65 nach 102, AEG. 113,25 nach 113,75, anderseits Aschaffenburger Zellstoff 0,50 v.H. erholt auf 103,75. Bei den später notierten Papieren ergaben sich fast ausschließlich Rückgänge bis 1 v. Sy, schwach lagen Th. Goldschmidt mit 129,25 (132) und Eßlinger Maschinen mit 110,50 (112), anderseits Thür. Lieferung Gotha 116,50 f 115,25).
Im Freiverkehr nannte man Dingler Maschinen mit 112,50 bis 114,50 (113 bis 115), Elsass. Bad. Wolle mit 93 bis 94 (93,50 bis 95,50). Tages- gelb 2,25 (2,50) v. Sy
Abendbörse ruhig.
Die mangelnde Beteiligung der Bankenkundschast führte auch an der Abendbörse nur vereinzelt zu kleinstem Geschäft bei im großen und ganzen wenig veränderten Kursen. Schwächer lagen allerdings Schuckert, die mit 178,50 (179,50) noch 0,25 v. Sy unter Berlin lagen. Nicht ganz behauptet waren ferner Buderus mit 101 (101,25), Mannesmann mit 106 (106.25), Adlerwerke mit 101,50 (101,75), Daimler mit 131,75 (132), Demag mit 142 (142,50) und Metallgesellschaft mit 114,25 (114,50). Dagegen verbesserten sich Verein Stahl um 0,40 v. H. auf 102, Meinstohl um 0,25 v. Sy auf 134,25. Bemberg auf 135,25 (135) und Holzmann auf 152 (151,75). Gut behauptet waren u. a. IG.-Farben mit 149,50, Scheideanstalt mit 202, Reichsbank mit 178,50, Ges- fürel mit 131,75, Felten mit 136,75 und Westdeutsche Kaufhof mit 105. Am Rentenmarkt blieben Reichs- altbesitz und Reichsbahn-VA. zu den Mittagskursen von 132,13 bzw. 121,90 gefragt.
Frankfurter Pferdemarkt.
Der Frankfurter Pferdemarkt wird in diesem Monat am kommenden Dienstag auf dem Gelände Landwirtschaftliche Halle in Frankfurt a. M. abgehalten. Der Markt wird voraussichtlich eine große Zufuhr aufweisen, auch wird die Landwirtschaft vor her Saisonarbeit zahlreich als Käufer auftreten. Für Tauschgeschäfte und für den Absatz von Schlacht- pserden bietet der Markt gute Gelegenheit.
Lieferant auch
Ihrer Krankenkasse
kurrieren. Nachdem das Handwerk von dem zersetzenden Geist der früheren Wirtschaftspartei be- freit ist, kann es sich seinen Platz t r a f t J e * \
eigenen Leistung wieder erobern. Die Partei hit ihm den neuen Weg gezeigt. Es muß der alte Handwerker stolz wieder erweckt werden.
weiterhin sehr still. An den Aktienmärkten war kaum Kundschaftsbeteiligung vorhanden. Es lag eher kleines Angebot vor, das bei der herrschenden Zurückhaltuna einen leichten Kursdruck verursachte, so daß Abschwächungen in der Mehrzahl waren. Im allgemeinen hielten sich die Veränderungen wiederum in engen Grenzen. Etwas mehr ermäßigt waren am Elektromarkt Licht und Kraft mit 130 (131,50), ferner kamen Siemens nach Pause mit 190,25 (191,50) schwächer zur Notiz. Am Montanmarkt stellten sich Mannesmann auf 106,50 (106,25), hingegen Verein. Stahl auf 102 (102,40) und Deutsche Erdöl auf 123 (123,50). Bon Maschinenaktien gingen Rheinmetall weiter zurück auf 125,40 (126,25), Daimler lagen nach netto 6,75 v. H. Dividendenabschlag mit 132 (138) 0,75 v. H. fester. JG-Farben blieben mit 150 weiterhin gut gehalten, ferner Holzmann mit 151,75 und Reichsbank mit 178,50. Aschaffenburger Zellstoff bröckelten auf 103,25 (104) ab.
Renten lagen im wesentlichen ebenfalls still und kaum verändert. Reichsbahn-BA. 0,13 d. Sy
Aus der engeren Heimat.
Gauwandertag in Schotten.
o Schotten, 18. Mai. Die Stadt Schotten war heute der Ort des 5. Gauwandertags der NS.-Gemeinschaft .Kraft durch Freude". Don allen Seiten waren mehrere tausend Wanderer zugeströmt. Mit Musik und einem Halali der Waldhörner der hiesigen Försterschuler wurden die Gäste herzlich empfangen. Ein Umzug durch die Stadt bis zum Festplatz auf dem Bockzahl, der festlich hergerichtet war, schloß sich an. Nach Aufstellung der Wandergruppen und Meldung der Orts- und' Kreiswanderwarte an den Gauwanderwart Pg. Schwab (Frankfurt), fand eine große Kundgebung statt, die Ortsgruppenleiter Zeschky mit herzlichen Worten der Begrüßung eröffnete. Pg. Schwab sprach dann über Sinn und Zweck des Gauwandertages, der alle schaffenden Menschen aus Stadt und Land, aus allen Schichten nach des Tages Arbeit zur lebensfrohen Feier vereinen soll. Diesmal sei der schöne Vogelsberg gewählt, auf dessen Schönheit Pg. Schwab ein treffliches Lob sprach. Kreisleiter Görner unter» strich die Idee des gemeinsamen Wanderns, die zu echter Volksverbundenheit führe. Er dankte dem Gauwanderwart dafür, daß der Vogelsberg als Wanderziel gewählt worden sei. Seine Ansprache klang aus in ein begeistert aufgenommenes Sieg- Heil auf den Führer. Die Lieder der Nation erklangen. Nach der Kundgebung erfrischten sich die Wanderer in den verschiedenen Lokalen der Stadt, viele unternahmen kleinere und größere Gänge in die Umgebung und sprachen sich begeistert aus über die Schönheit unseres Gebirges, das leider vielen noch so wenig bekannt sei. Nachmittags fand auf dem Bockzabl die Fortsetzung des Wandertages, em großes Volksfest, statt. Ein Singewettstreit einer Reihe von Wandergruppen aus Darmstadt, Mainz, Offenbach, dem Odenwald u. a. m. . wurde ausgetragen, die Preisverteilung schloß sich an. Spiele und Tänze wurden aufgeführt. Bürgermeister M e n g e l dankte und überreichte dem Gauwanderwart in Dankbarkeit ein Bild von Schotten. 5n der Turnhalle wurde das Fest bei Gesang, Spiel und Tanz fortgesetzt. Abends brachten die Sonderzüge die Wanderer nach frohem Abschiednehmen wieder in die Heimat zurück.
Großes WolmungSbauprojekt in Wetzlar.
gehend Gebrauch zu machen.
Uhein-Mainische Börse.
TNittagsbörfe Aktien eher schwächer.
Frankfurt a. M., 19. Mai. Die Börse
Lpd. Gladenbach, 19. Mai. Die Stadt denbach hat die Anlage eines Erholun gs - Parks für die Bürgerschaft in die Wege geleitet, der jetzt in gemeinsamer Arbeit der Einwohnerschaft entsteht. Jeden Abend ziehen die Einwohner hinaus und helfen das der Allgemeinheit dienende Werk vollenden. In Verbindung hiermit stehen auch die umfassenden Bauarbeiten zur Aus- gestaltung der Burganlage Blankenstein bei Gladenbach, die dem Fremdenverkehr erschlossen
polnischer v Zug durch den Danziger Bahnhof gerast und entgleist
Die Handwerksfamilie Vorbild der Velriebsgemeinschafi.
Dr. Ley eröffnet den Tag des deutschen Handwerks in Frankfurt mit einer Ehrung der Neichssieger im Handwerkerwettkampf.
NSG. In Anwesenheit von Gauletter und Reichs- statthalter Sprenger wurde der Großdeutsche Handwerkertag in Frankfurt a. M. mit der Ehrung der Reichssieger des Handwerkerkampfes und der Eröffnung der „Reichsausstellung Handwerkerwettkampf 1939" durch Reichsorganisationsleiter D r. Ley eröffnet Dazu hatten sich im Haus der Moden außer den Reichssiegern des Handwerkerwettkampfes zahlreiche Gäste und Vertreter . aus Partei, Staat, Wehrmacht und Behörden eingefunden. Der Leiter des Handwerkerwettkampfes, Schäfer, ging auf die Bedeutung dieses Wettkampfes ein, der nicht nur die fachliche Leistung, sondern auch die ck-arakterliche Haltung, das politische Wissen und das sportliche Können wertet. Diesmal haben etwa 100 000 Handwerker, also doppelt soviel als im Vorjahr, teilgenommen, von denen 6000 zum Reichsentscheid gekommen waren. Aus diesen mürben 211 Reichsbeste und 121 Reichssieger ausgewählt: 1351 wurden mit der Plakette für hervorragende Leistung ausgezeichnet. Aus dem Gau Hessen-Nassau stammen fünf Reichssieger, 154 Handwerker wurden mit der Plakette für hervorragende Leistungen ausgezeichnet. Außerdem erhielt der Augenoptikergeselle Franz Skulima, Niederlahnstein, den Sonderpreis des Reichsführers ff Himmler und der Elektro- maschinenmeister Friedrich Barth aus Sandbach im Odenwald den Sonderpreis von Generalfeldmarschall Göring.
Der erste Tag des Großdeutschen Handwerkertages wurde mit Fachtagungen des Bau- und Holzhandwerks, Metallhandwerks, modeschaffenden Handwerks fortgesetzt. Den Abschluß bildete ein Empfang von Abordnungen der Handwerker aus allen Gauen
ohne daß er zum Standesdünkel wird. Der Handwerker muß aus seiner Lethargie aufwachen und nach immer Neuem, was auch gut und zweckmäßig ist, sinnen und trachten. Wir haben in letzter Zeit vielfach Lehrwerkstätten einrichten müßen, um den Mangel an fähigem Nachwuchs zu überbrücken. Grundsätzlich halten wir jedoch daran fest, daß der Lehrling zu dem Gesellen und Meister in den Handwerksbetrieb gehört. Wenn das Handwerk sich wieder auf feine Bedeutung beginnt, die in feinen schöpferischen Kräften liegt, dann erhält es auch wieder seine alte Stellung. In der Handwerksfamilie haben wir das schönste Vorbild unserer Betriebsgemeinschaft. Das Handwerk ist das tragende und schöpferische Moment in der Mittelschicht des deutschen Volkes.
des Reiches durch den Oberbürgermeister der Stadt des Deutschen Handwerks, Staatsrat Dr. Krebs, im Bürgersaal des Römers. Die feslliche Veranstaltung erhielt eine besondere Note durch die Anwesenheit von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Gauleiter Sprenger, Reichshandwerksmeister Schramm und den Leiter des Deutschen Handwerks in der Deutschen Arbeitsfront, Reichsamtsleiter Sehn er t. In seiner Begrüßungsansprache gab Oberbürgermeister Dr. Krebs bekannt, daß er in diesem Jahre fünf weiteren Männern, die sich um den Aufbau des Handwerks besonders verdient gemacht haben, den von der Stadt des Deutschen Handwerks gestifteten Ehrenring verleihen kann. Diese Auszeichnung erhielten Relchswirtschaftsminl- ster Funk, der Leiter des Deutschen Handwerks in der DAF., Hans Sehnert, der Leiter und Schöpfer des Handwerkerwettkampfes, Hauptabtei- lungsleiter Schäfer, der Landeshandwerksmeister von Bayern, Uhrmachermeister M a u r i c e und der Reichsinnungsmeister der Schuhmacher, SA.-Grup- penführer Schuhmachermeister Heß.
Reichsorganisationsleiter Dr. Ley nahm die Ehrung der Reichssieger vor, indem er ihnen Urkunde und Plakette überreichte. Dann wandte er sich der Aufgabe des Handwerks zu, das ftüher einmal durch seine Kraft die tragende Schicht des Reiches bildete. Auch heute hat das Handwerk feine Stellung nicht verloren, da es von der Industrie nicht ab gelöst werden kann. Erst jetzt hat das Handwerk durch seine Arbeitsgemeinschaften am Bau des Westwalles seine Kraft und feine Fähigkeiten bewiesen. Es kann, wenn es sich richtig zusammen- setzt, jederzeit mit der Industrie ton»
Freigabe des Vorverkaufs von Schnitzeln der Erzeugung -1939/40
Fwd. Um den erhöhten Bedarf für Futtermitteln für die Schweinemast zu decken, hat die H. V. der deutschen Zuckerwirtschaft die Zuckerfabriken schon jetzt ermächtigt, aus der Erzeugung des kommenden Wirtschaftsjahres 1939/40 40 v. Sy der Mengen an Schnitzeln aller Art vorzuverkaufen, die im Wirtschaftsjahr 1938/39 insgesamt verkauft worden sind, da gegen Ende der diesjährigen Schweinemastperiode nicht im gleichen Umfang wie im vergangenen Jahr Futtermittel zur Verfügung stehen werden. Von dieser Freigabe sind nicht nur die vollwertigen Zuckerschnitzel, sondern auch Steffen-, Brüh- und andere Schnitzel mit mindestens 28 v. H. Zuckergehalt, Trockenschnitzel usw. erfaßt. Mit der Freigabe ist der Derteilerschaft die .seit Wochen erwartete Möglichkeit gegeben, sich jetzt schon ihren Schnitzelbedarf aus neuer Ernte einzukaufen, um die rechtzeitige Belieferung der Verbraucher in den Hauptmastmonaten (Oktober bis Dezember) zu sichern. Den Verbrauchern wird empfohlen, von der sich bietenden Gelegenheit des Vorkaufs weiteft-
das Werkstück nach strenger fachmännischer und selbst- krittscher Prüfung des Meisters aus der Hand gelegt werden kann. Aber auch das Schleifen von Glasröhren, die oft dem stärksten Vakuum ausgesetzt werden müssen, obliegt dem Glasbläsermeitter und erfordert seine ganze Geschicklichkeit.
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So zeigt sich in diesen Gießener Werkstätten eine Fülle des Sehens- und Wissenswerten. Heb er all wird der Laie den Eindruck gewinnen, daß die vollkommene Arbeit herauswäihst aus dem ernsten Willen des Handwerkers zur Leistung, aber auch aus der Fülle der handwerklichen Techniken, die über großem Zeitraum entwickelt und erarbeitet wurden und niemals das Ergebnis des Schaffens eines einzelnen fein konnten. So wurzelt das Handwerk der Gegenwart tief in Traditionen der Vergangenheit, im Können der Vorfahren, die ja in ihren Werken bewiesen, daß sie auch dem Handwerk des zwanzigsten Jahrhunderts Vorbild [ein können.
LPD. Wetzlar, 19. Mai. Unter Betreuung der Nassauischen Heimstätten GmbH. Frankfurt a. M. soll in Wetzlar ein großes Wohnungsbau- Projekt durchgeführt werden, das die Errichtung von 150 Wohnungen vorsieht. Als erster Bauabschnitt soll die Schaffung von 50 Wohnungen in Angriff genommen werden.
Landkreis Gießen.
= Steinbach, 19. März. Am Himmelfahrts- tag, an dem vom frühen Morgen bis in den späten Abend sehr starker Verkehr durch unser Dorf ging, ereignete sich ein Verkehrsunfall. Ein Motorradfahrer aus Garbenteich nahm die Kurve bei der Einfahrt in die Kreisstraße anscheinend mit zu großer Geschwindigkeit, so daß er an das Haus auf der rechten Seite stieß. Das Motorrad wurde dabei schwer beschädigt, während der Fahrer ohne Schaden davon kam.
+ Or ü n b e r g, 19. Mai. Zur Zeit wird an der Straßenbeleuchtung eine Aenderung vorgenommen. Die seither an Den Häusern angebrachten Straßenlampen erhalten jetzt ihren Aufhängplatz über der Straßenmitte. In dieser Weise waren vor einigen Jahren schon die an den Straßenkreuzungen befindlichen Lampen aufgehängt worden. Da hierdurch eine Verbesserung der Beleuchtung festzustellen war, entschloß man sich, diese Aenderung bei allen Straßenlampen vorzunehmen. — In der Theo-Koch-Straße wird gegenwärtig der Fußsteig neu hergerichtet. Die vor einigen Jahren vorgenommene provisorische Herrichtung mit Grus konnte nicht mehr länger beibehalten werden. Die angrenzenden öffentlichen Gebäude, wie Finanzamt, Landwirtschaftsamt und Bezirkssparkasse, die einen starken Verkehr bedingen, ließen es wünschenswert erscheinen, hier eine Verbesserung vorzunehmen. Auch die starke Verunreinigung, welche die Fahrbahn dieser Straße durch die hier verkehrenden Fuhrwerke mit Bauxit erfährt, erforderten die Anlage eines guten Fußsteiges. Da nun am Finanzgebäude der Staat als Hauseigentümer schon vor einigen Jahren den Fußsteig mit Plattenbelag hergerichtet hatte, wird der Einheitlichkett wegen in der ganzen Straße der Fußsteig mit Platten belegt.
ED Weickartshain, 19. Mai. Am gestrigen Himmelfahrtstag machte die hiesige Krieger- kameradschaft mit den Familienangehörigen einen Ausflug nach der Wartburg. Nach etwa vier- stündigem Aufenthalt, bei dem die Anlagen der Wartburg mit dem Lutherhaus besichtigt wurden, wurde die Rückfahrt angetreten. Es fuhren zwei bis auf den letzten Platz gefüllte Omnibusse mit 69 Mitgliedern.
Anlage eines Erholungsparks in Gemeinschastsarbeit.
Technik schaffen weitere Bauaufgaben.
Durch verminderte Zuweisungen an die vorhandenen Rücklagen und Rückstellungen verbleibt für 1938 ein höherer Betriebsüberschuß von 31,55 (28,92) Mill. Mark. Alle anderen Erträge zusammen erhöhten sich auf 1,22 (0,87) Mill. Mark. Unter den Aufwendungen beanspruchten u. a. Löhne und Gehälter 18,75 (17,41), soziale Abgaben 2,63 (2,31) und Steuern und Abgaben 6,06 (5,26) Mill. Mark. Nach Abschreibungen auf Anlagen von 2,75 (2,72) und anderen Abschreibungen von 0,75 (0,01) Mill. Mark verbleibt zuzüglich 0,25 (0,21) Mill. Mark Vortrag ein Reingewinn von 1 247 996 (1 431 608) Mark, auf dem der HV. am 5. Juni die Ausschüttung von wieder 5 v. H. Dividende vorgeschlagen wird. Auf neue Rechnung werden 0,12 Mill. Mark vorgetragen.
In der Bilanz erscheint das Anlagevermögen bei 3,96 (4,78) Mill. Mark Zugängen unter Berücksich- tigung der Abschreibungen mit 16,20 (15,0) Mill. Mark. Beteiligungen sind mit 1,09 (1,89) Mill. Mark bewertet, wobei ein größerer Abgang den Buchwert von zwei durch Übertragung des Gesamtvermögens auf Buderus zur Auflösung gekommenen Tochtergesellschaften darstellt.
Heber die Tochtergesellschaften und Beteiligungen wird u. a. berichtet, daß bei der Buderus sche Handelsgesellschaft mbH. Wetzlar wieder 5 v Sy Dividende ausgeschüttet werden, obwohl der Umsatz zurückging. — Der von den Breuer- Werke GmbH. Frankfurt a. M.-Höchst erreichte Umsatz von 4,485 Mill. Mark in 1938 be« deutet eine Steigerung von 41,7 v. H. gegenüber dem Vorjahr. Der Rohgewinn wird größtenteils zu Abschreibungen verwandt. Die Nachfrage nach allen Erzeugnissen des Unternehmens fei nach wie vor sehr rege, so daß das laufende Jahr voraussichtlich eine weitere Umsatzsteigerung bringen werde. — Bei der Stahlwerke Röchling-Buderus AG. Wetzlar (Beteiligung 50 v. H. von 3,0 Mill. Mark Kapital) erfuhr der Umsatz 1938 noch eine geringe Steigerung. Die Geschäftslage sei weiterhin befriedigend, ein großer Teil des Bauprogramms sei durchgeführt, ein neuerrichteter Betrieb werde im laufenden Jahr die Erzeugung aufneh- men, auch die übrigen Hauptprojekte werden voraussichtlich im Laufe 1939 fertiggestellt werden. Von einer Dividendenzahlung, die nach der Geschäftslage gerechtfertigt wäre, soll abgesehen werden, um alle Mittel zur innneren Stärkung zu verwenden. — In der Ostmark hat die AG.-Buderus die Triumph-Werke Herd- und Ofenfabriken GmbH- Wels, an dem bereits ein Minderheitsanteil bestand, erworben. Ebenso wurden bei der Hochofen- schwemmsteinfabrik Oberscheld GmbH. Oberscheld die restlichen Anteile (bisherige Beteiligung 62,5 v- Hl erworben, die Gesellschaft durch Vermögensübertragung auf Buderus aufgelöst. — Eine Betern- gung von 51 v. H. (restliche 49 v. H. bei Harpener Bergbau AG.) besteht noch an der Gewerkschaft des Steinkohlen- und Eisensteinbergwerkes Siebenplaneten, Dortmund.
AG. Buderus'sche Eisenwerke, Wetzlar
Fwd. Bei der AG. Buderussche Eisenwerke, Wetzlar, konnte die Leistungsfähigkeit der Rohstoffbetriebe im Geschäftsjahr 1938 restlos ausgenutzt und die Erzförderung, sowie Roheisenerzeugung gegenüber dem Vorjahr erhöht werden. Den im Gießereibetrieb entstandenen Ausfall bemüht sich die Gesellschaft durch Aufnahme neuer Fabrikationszweige und Verwendung von Austauschwerkstoffen nach Möglichkett auszugleichen. Im einzelnen wurden gefördert bzw. erzeugt: Eisen- erz 0,40 (0,32), Roheisen 0,19 (0,18), Zement 0,209 (0,207) und Erzeugnisse aus Guß- und Schmiedeeisen 0,15 (0,17) Mill. Tonnen; ferner Strom 0,080 (0,078) Mill. kWh. Der Umsatz betrug 1938 58,3 Mill. Mark, gegen 61,0 Mill. Mark in 1937. Die Ursache für den Rückgang in Höhe von 4,4 v. H. ist ausschließlich in der Herstellungsbeschränkung für sog. Bauguß zu erblicken, die für die meisten der Gießereien ein Ausmaß von durchschnittlich 30 v. H. erreicht.
Die Ausfuhr lag mit 5,3 Mill. Mark um 11 v. H. über der vorjährigen. In das neue Geschäftsjahr ist die Firma mit einem großen Auftragsbestand ein« getreten. Der Bedarf bleibt weiterhin lebhaft, so daß die Beschäftigungsausfichten günstig beurteilt werden können. Die starke Inanspruchnahme der Erzeugungsanlagen ruft einen über das bisher gewohnte Maß hinausgehenden Umfang an Instandhaltungsarbeiten hervor. Die fortschreitende Erforschung und Auswertung der Bodenschätze und deren Maschinenarbeit zwingen zu Neuinvestierun- gen. Modell» und Konstruktionsänderungen zum Zwecke der Eifeneinsparung, Umstellung auf neue Werkstoffe, sowie die Aufrechterhaltung des Anschlusses an die unaufhaltsame Entwicklung der
Auf dem Gelände des Danziger Hauptbahnhofs, dicht neben der Straßenüberführung am Olivaer Tor, entgleiste — wie schon gemeldet — der V-Zug Warschau —Gdmgen, der den Danziger Bahnhof ohne zu halten durchfährt. Die Ursache des Unglücks sieht man darin, daß der Zug aus unerfindlichen Gründen mit einer 80- bis 90-Kilometer-Stunden- geschwindigkeit in die Kurve des Bahnhofs ging, obwohl er nur mit 20 Kilometer Stundengeschwindigkeit fahren durfte. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Wirtschaft.


