Ausgabe 
20.5.1939
 
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Ver Optiker am Acchrchof

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höher mit 121,75. Im Freiverkehr hatten Steuer­gutscheine weiterhin lebhaftes Geschäft: Serie II gin­gen erneut zurück auf 98,45 bis 98,30 (98,50). Pfand­briefe und Staatspapiere lagen ruhig, ebenso Stadt­anleihen: 4,5proz. Darmstadt von 26 97 (97,25), do. von 28 97 (97,13). Industrie-Obligationen wichen nach beiden Seiten etwa 0,13 bis 0,25 v. H. ab, 5proz. Hoesch 100,20 (100,50).

Im Verlaufe war die Haltung überwiegend schwä­cher. IG.-Farben 149,75 nach 150, später etwa 149 bis 149,50, Verein. Stahl 101,65 nach 102, AEG. 113,25 nach 113,75, anderseits Aschaffenburger Zell­stoff 0,50 v.H. erholt auf 103,75. Bei den später notierten Papieren ergaben sich fast ausschließlich Rückgänge bis 1 v. Sy, schwach lagen Th. Gold­schmidt mit 129,25 (132) und Eßlinger Maschinen mit 110,50 (112), anderseits Thür. Lieferung Gotha 116,50 f 115,25).

Im Freiverkehr nannte man Dingler Ma­schinen mit 112,50 bis 114,50 (113 bis 115), Elsass. Bad. Wolle mit 93 bis 94 (93,50 bis 95,50). Tages- gelb 2,25 (2,50) v. Sy

Abendbörse ruhig.

Die mangelnde Beteiligung der Bankenkundschast führte auch an der Abendbörse nur vereinzelt zu kleinstem Geschäft bei im großen und ganzen wenig veränderten Kursen. Schwächer lagen allerdings Schuckert, die mit 178,50 (179,50) noch 0,25 v. Sy unter Berlin lagen. Nicht ganz behauptet waren ferner Buderus mit 101 (101,25), Mannesmann mit 106 (106.25), Adlerwerke mit 101,50 (101,75), Daim­ler mit 131,75 (132), Demag mit 142 (142,50) und Metallgesellschaft mit 114,25 (114,50). Dagegen ver­besserten sich Verein Stahl um 0,40 v. H. auf 102, Meinstohl um 0,25 v. Sy auf 134,25. Bemberg auf 135,25 (135) und Holzmann auf 152 (151,75). Gut behauptet waren u. a. IG.-Farben mit 149,50, Scheideanstalt mit 202, Reichsbank mit 178,50, Ges- fürel mit 131,75, Felten mit 136,75 und Westdeutsche Kaufhof mit 105. Am Rentenmarkt blieben Reichs- altbesitz und Reichsbahn-VA. zu den Mittagskursen von 132,13 bzw. 121,90 gefragt.

Frankfurter Pferdemarkt.

Der Frankfurter Pferdemarkt wird in diesem Monat am kommenden Dienstag auf dem Gelände Landwirtschaftliche Halle in Frankfurt a. M. abge­halten. Der Markt wird voraussichtlich eine große Zufuhr aufweisen, auch wird die Landwirtschaft vor her Saisonarbeit zahlreich als Käufer auftreten. Für Tauschgeschäfte und für den Absatz von Schlacht- pserden bietet der Markt gute Gelegenheit.

Lieferant auch

Ihrer Krankenkasse

kurrieren. Nachdem das Handwerk von dem zersetzenden Geist der früheren Wirtschaftspartei be- freit ist, kann es sich seinen Platz t r a f t J e * \

eigenen Leistung wieder erobern. Die Partei hit ihm den neuen Weg gezeigt. Es muß der alte Handwerker stolz wieder erweckt werden.

weiterhin sehr still. An den Aktienmärkten war kaum Kundschaftsbeteiligung vorhanden. Es lag eher kleines Angebot vor, das bei der herrschen­den Zurückhaltuna einen leichten Kursdruck verur­sachte, so daß Abschwächungen in der Mehrzahl waren. Im allgemeinen hielten sich die Veränderun­gen wiederum in engen Grenzen. Etwas mehr er­mäßigt waren am Elektromarkt Licht und Kraft mit 130 (131,50), ferner kamen Siemens nach Pause mit 190,25 (191,50) schwächer zur Notiz. Am Mon­tanmarkt stellten sich Mannesmann auf 106,50 (106,25), hingegen Verein. Stahl auf 102 (102,40) und Deutsche Erdöl auf 123 (123,50). Bon Maschi­nenaktien gingen Rheinmetall weiter zurück auf 125,40 (126,25), Daimler lagen nach netto 6,75 v. H. Dividendenabschlag mit 132 (138) 0,75 v. H. fester. JG-Farben blieben mit 150 weiterhin gut gehalten, ferner Holzmann mit 151,75 und Reichsbank mit 178,50. Aschaffenburger Zellstoff bröckelten auf 103,25 (104) ab.

Renten lagen im wesentlichen ebenfalls still und kaum verändert. Reichsbahn-BA. 0,13 d. Sy

Aus der engeren Heimat.

Gauwandertag in Schotten.

o Schotten, 18. Mai. Die Stadt Schotten war heute der Ort des 5. Gauwandertags der NS.-Gemeinschaft .Kraft durch Freude". Don allen Seiten waren mehrere tau­send Wanderer zugeströmt. Mit Musik und einem Halali der Waldhörner der hiesigen Försterschuler wurden die Gäste herzlich empfangen. Ein Umzug durch die Stadt bis zum Festplatz auf dem Bock­zahl, der festlich hergerichtet war, schloß sich an. Nach Aufstellung der Wandergruppen und Mel­dung der Orts- und' Kreiswanderwarte an den Gauwanderwart Pg. Schwab (Frankfurt), fand eine große Kundgebung statt, die Ortsgruppenleiter Zeschky mit herzlichen Worten der Begrüßung eröffnete. Pg. Schwab sprach dann über Sinn und Zweck des Gauwandertages, der alle schaffen­den Menschen aus Stadt und Land, aus allen Schichten nach des Tages Arbeit zur lebensfrohen Feier vereinen soll. Diesmal sei der schöne Vogels­berg gewählt, auf dessen Schönheit Pg. Schwab ein treffliches Lob sprach. Kreisleiter Görner unter» strich die Idee des gemeinsamen Wanderns, die zu echter Volksverbundenheit führe. Er dankte dem Gauwanderwart dafür, daß der Vogelsberg als Wanderziel gewählt worden sei. Seine Ansprache klang aus in ein begeistert aufgenommenes Sieg- Heil auf den Führer. Die Lieder der Nation er­klangen. Nach der Kundgebung erfrischten sich die Wanderer in den verschiedenen Lokalen der Stadt, viele unternahmen kleinere und größere Gänge in die Umgebung und sprachen sich begeistert aus über die Schönheit unseres Gebirges, das leider vielen noch so wenig bekannt sei. Nachmittags fand auf dem Bockzabl die Fortsetzung des Wandertages, em großes Volksfest, statt. Ein Singewettstreit einer Reihe von Wandergruppen aus Darmstadt, Mainz, Offenbach, dem Odenwald u. a. m. . wurde ausge­tragen, die Preisverteilung schloß sich an. Spiele und Tänze wurden aufgeführt. Bürgermeister M e n g e l dankte und überreichte dem Gauwander­wart in Dankbarkeit ein Bild von Schotten. 5n der Turnhalle wurde das Fest bei Gesang, Spiel und Tanz fortgesetzt. Abends brachten die Sonderzüge die Wanderer nach frohem Abschiednehmen wieder in die Heimat zurück.

Großes WolmungSbauprojekt in Wetzlar.

gehend Gebrauch zu machen.

Uhein-Mainische Börse.

TNittagsbörfe Aktien eher schwächer.

Frankfurt a. M., 19. Mai. Die Börse

Lpd. Gladenbach, 19. Mai. Die Stadt denbach hat die Anlage eines Erholun gs - Parks für die Bürgerschaft in die Wege geleitet, der jetzt in gemeinsamer Arbeit der Ein­wohnerschaft entsteht. Jeden Abend ziehen die Ein­wohner hinaus und helfen das der Allgemeinheit dienende Werk vollenden. In Verbindung hiermit stehen auch die umfassenden Bauarbeiten zur Aus- gestaltung der Burganlage Blankenstein bei Gladenbach, die dem Fremdenverkehr erschlossen

polnischer v Zug durch den Danziger Bahnhof gerast und entgleist

Die Handwerksfamilie Vorbild der Velriebsgemeinschafi.

Dr. Ley eröffnet den Tag des deutschen Handwerks in Frankfurt mit einer Ehrung der Neichssieger im Handwerkerwettkampf.

NSG. In Anwesenheit von Gauletter und Reichs- statthalter Sprenger wurde der Großdeutsche Handwerkertag in Frankfurt a. M. mit der Ehrung der Reichssieger des Handwerkerkampfes und der Eröffnung derReichsausstellung Handwerkerwett­kampf 1939" durch Reichsorganisationsleiter D r. Ley eröffnet Dazu hatten sich im Haus der Moden außer den Reichssiegern des Handwerkerwettkamp­fes zahlreiche Gäste und Vertreter . aus Partei, Staat, Wehrmacht und Behörden eingefunden. Der Leiter des Handwerkerwettkampfes, Schäfer, ging auf die Bedeutung dieses Wettkampfes ein, der nicht nur die fachliche Leistung, sondern auch die ck-arakterliche Haltung, das politische Wissen und das sportliche Können wertet. Diesmal haben etwa 100 000 Handwerker, also doppelt soviel als im Vor­jahr, teilgenommen, von denen 6000 zum Reichs­entscheid gekommen waren. Aus diesen mürben 211 Reichsbeste und 121 Reichssieger ausgewählt: 1351 wurden mit der Plakette für hervorragende Lei­stung ausgezeichnet. Aus dem Gau Hessen-Nassau stammen fünf Reichssieger, 154 Handwerker wurden mit der Plakette für hervorragende Leistungen aus­gezeichnet. Außerdem erhielt der Augenoptikergeselle Franz Skulima, Niederlahnstein, den Sonderpreis des Reichsführers ff Himmler und der Elektro- maschinenmeister Friedrich Barth aus Sand­bach im Odenwald den Sonderpreis von General­feldmarschall Göring.

Der erste Tag des Großdeutschen Handwerkertages wurde mit Fachtagungen des Bau- und Holz­handwerks, Metallhandwerks, modeschaffenden Hand­werks fortgesetzt. Den Abschluß bildete ein Empfang von Abordnungen der Handwerker aus allen Gauen

ohne daß er zum Standesdünkel wird. Der Hand­werker muß aus seiner Lethargie aufwachen und nach immer Neuem, was auch gut und zweckmäßig ist, sinnen und trachten. Wir haben in letzter Zeit vielfach Lehrwerkstätten einrichten müßen, um den Mangel an fähigem Nachwuchs zu überbrücken. Grundsätzlich halten wir jedoch daran fest, daß der Lehrling zu dem Gesellen und Meister in den Handwerksbetrieb gehört. Wenn das Handwerk sich wieder auf feine Bedeutung be­ginnt, die in feinen schöpferischen Kräften liegt, dann erhält es auch wieder seine alte Stellung. In der Handwerksfamilie haben wir das schönste Vorbild unserer Betriebsge­meinschaft. Das Handwerk ist das tragende und schöpferische Moment in der Mittelschicht des deut­schen Volkes.

des Reiches durch den Oberbürgermeister der Stadt des Deutschen Handwerks, Staatsrat Dr. Krebs, im Bürgersaal des Römers. Die feslliche Veranstal­tung erhielt eine besondere Note durch die An­wesenheit von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Gauleiter Sprenger, Reichshandwerksmeister Schramm und den Leiter des Deutschen Handwerks in der Deutschen Arbeitsfront, Reichsamtsleiter Sehn er t. In seiner Begrüßungsansprache gab Oberbürgermeister Dr. Krebs bekannt, daß er in diesem Jahre fünf weiteren Männern, die sich um den Aufbau des Handwerks besonders verdient ge­macht haben, den von der Stadt des Deutschen Hand­werks gestifteten Ehrenring verleihen kann. Diese Auszeichnung erhielten Relchswirtschaftsminl- ster Funk, der Leiter des Deutschen Handwerks in der DAF., Hans Sehnert, der Leiter und Schöpfer des Handwerkerwettkampfes, Hauptabtei- lungsleiter Schäfer, der Landeshandwerksmeister von Bayern, Uhrmachermeister M a u r i c e und der Reichsinnungsmeister der Schuhmacher, SA.-Grup- penführer Schuhmachermeister Heß.

Reichsorganisationsleiter Dr. Ley nahm die Ehrung der Reichssieger vor, indem er ihnen Ur­kunde und Plakette überreichte. Dann wandte er sich der Aufgabe des Handwerks zu, das ftüher ein­mal durch seine Kraft die tragende Schicht des Reiches bildete. Auch heute hat das Handwerk feine Stellung nicht verloren, da es von der Industrie nicht ab gelöst werden kann. Erst jetzt hat das Hand­werk durch seine Arbeitsgemeinschaften am Bau des Westwalles seine Kraft und feine Fähigkeiten bewiesen. Es kann, wenn es sich richtig zusammen- setzt, jederzeit mit der Industrie ton»

Freigabe des Vorverkaufs von Schnitzeln der Erzeugung -1939/40

Fwd. Um den erhöhten Bedarf für Futtermitteln für die Schweinemast zu decken, hat die H. V. der deutschen Zuckerwirtschaft die Zuckerfabriken schon jetzt ermächtigt, aus der Erzeugung des kommenden Wirtschaftsjahres 1939/40 40 v. Sy der Mengen an Schnitzeln aller Art vorzuverkaufen, die im Wirt­schaftsjahr 1938/39 insgesamt verkauft worden sind, da gegen Ende der diesjährigen Schweinemast­periode nicht im gleichen Umfang wie im ver­gangenen Jahr Futtermittel zur Verfügung stehen werden. Von dieser Freigabe sind nicht nur die vollwertigen Zuckerschnitzel, sondern auch Steffen-, Brüh- und andere Schnitzel mit mindestens 28 v. H. Zuckergehalt, Trockenschnitzel usw. erfaßt. Mit der Freigabe ist der Derteilerschaft die .seit Wochen er­wartete Möglichkeit gegeben, sich jetzt schon ihren Schnitzelbedarf aus neuer Ernte einzukaufen, um die rechtzeitige Belieferung der Verbraucher in den Hauptmastmonaten (Oktober bis Dezember) zu sichern. Den Verbrauchern wird empfohlen, von der sich bietenden Gelegenheit des Vorkaufs weiteft-

das Werkstück nach strenger fachmännischer und selbst- krittscher Prüfung des Meisters aus der Hand ge­legt werden kann. Aber auch das Schleifen von Glasröhren, die oft dem stärksten Vakuum ausge­setzt werden müssen, obliegt dem Glasbläsermeitter und erfordert seine ganze Geschicklichkeit.

*

So zeigt sich in diesen Gießener Werkstätten eine Fülle des Sehens- und Wissenswerten. Heb er all wird der Laie den Eindruck gewinnen, daß die voll­kommene Arbeit herauswäihst aus dem ernsten Willen des Handwerkers zur Leistung, aber auch aus der Fülle der handwerklichen Techniken, die über großem Zeitraum entwickelt und erarbeitet wurden und niemals das Ergebnis des Schaffens eines einzelnen fein konnten. So wurzelt das Hand­werk der Gegenwart tief in Traditionen der Ver­gangenheit, im Können der Vorfahren, die ja in ihren Werken bewiesen, daß sie auch dem Hand­werk des zwanzigsten Jahrhunderts Vorbild [ein können.

LPD. Wetzlar, 19. Mai. Unter Betreuung der Nassauischen Heimstätten GmbH. Frankfurt a. M. soll in Wetzlar ein großes Wohnungsbau- Projekt durchgeführt werden, das die Errichtung von 150 Wohnungen vorsieht. Als erster Bau­abschnitt soll die Schaffung von 50 Wohnungen in Angriff genommen werden.

Landkreis Gießen.

= Steinbach, 19. März. Am Himmelfahrts- tag, an dem vom frühen Morgen bis in den späten Abend sehr starker Verkehr durch unser Dorf ging, ereignete sich ein Verkehrsunfall. Ein Motor­radfahrer aus Garbenteich nahm die Kurve bei der Einfahrt in die Kreisstraße anscheinend mit zu großer Geschwindigkeit, so daß er an das Haus auf der rechten Seite stieß. Das Motorrad wurde dabei schwer beschädigt, während der Fahrer ohne Schaden davon kam.

+ Or ü n b e r g, 19. Mai. Zur Zeit wird an der Straßenbeleuchtung eine Aenderung vorgenommen. Die seither an Den Häusern ange­brachten Straßenlampen erhalten jetzt ihren Auf­hängplatz über der Straßenmitte. In dieser Weise waren vor einigen Jahren schon die an den Stra­ßenkreuzungen befindlichen Lampen aufgehängt worden. Da hierdurch eine Verbesserung der Be­leuchtung festzustellen war, entschloß man sich, diese Aenderung bei allen Straßenlampen vorzunehmen. In der Theo-Koch-Straße wird gegenwärtig der Fußsteig neu hergerichtet. Die vor einigen Jahren vorgenommene provisorische Herrichtung mit Grus konnte nicht mehr länger beibehalten werden. Die angrenzenden öffentlichen Gebäude, wie Finanz­amt, Landwirtschaftsamt und Bezirkssparkasse, die einen starken Verkehr bedingen, ließen es wün­schenswert erscheinen, hier eine Verbesserung vor­zunehmen. Auch die starke Verunreinigung, welche die Fahrbahn dieser Straße durch die hier ver­kehrenden Fuhrwerke mit Bauxit erfährt, erforder­ten die Anlage eines guten Fußsteiges. Da nun am Finanzgebäude der Staat als Hauseigentümer schon vor einigen Jahren den Fußsteig mit Platten­belag hergerichtet hatte, wird der Einheitlichkett wegen in der ganzen Straße der Fußsteig mit Platten belegt.

ED Weickartshain, 19. Mai. Am gestrigen Himmelfahrtstag machte die hiesige Krieger- kameradschaft mit den Familienangehörigen einen Ausflug nach der Wartburg. Nach etwa vier- stündigem Aufenthalt, bei dem die Anlagen der Wartburg mit dem Lutherhaus besichtigt wurden, wurde die Rückfahrt angetreten. Es fuhren zwei bis auf den letzten Platz gefüllte Omnibusse mit 69 Mitgliedern.

Anlage eines Erholungsparks in Gemeinschastsarbeit.

Technik schaffen weitere Bauaufgaben.

Durch verminderte Zuweisungen an die vorhan­denen Rücklagen und Rückstellungen verbleibt für 1938 ein höherer Betriebsüberschuß von 31,55 (28,92) Mill. Mark. Alle anderen Erträge zusam­men erhöhten sich auf 1,22 (0,87) Mill. Mark. Unter den Aufwendungen beanspruchten u. a. Löhne und Gehälter 18,75 (17,41), soziale Abgaben 2,63 (2,31) und Steuern und Abgaben 6,06 (5,26) Mill. Mark. Nach Abschreibungen auf Anlagen von 2,75 (2,72) und anderen Abschreibungen von 0,75 (0,01) Mill. Mark verbleibt zuzüglich 0,25 (0,21) Mill. Mark Vortrag ein Reingewinn von 1 247 996 (1 431 608) Mark, auf dem der HV. am 5. Juni die Ausschüt­tung von wieder 5 v. H. Dividende vorgeschlagen wird. Auf neue Rechnung werden 0,12 Mill. Mark vorgetragen.

In der Bilanz erscheint das Anlagevermögen bei 3,96 (4,78) Mill. Mark Zugängen unter Berücksich- tigung der Abschreibungen mit 16,20 (15,0) Mill. Mark. Beteiligungen sind mit 1,09 (1,89) Mill. Mark bewertet, wobei ein größerer Abgang den Buchwert von zwei durch Übertragung des Ge­samtvermögens auf Buderus zur Auflösung gekom­menen Tochtergesellschaften darstellt.

Heber die Tochtergesellschaften und Beteiligungen wird u. a. berichtet, daß bei der Buderus sche Handelsgesellschaft mbH. Wetzlar wieder 5 v Sy Dividende ausgeschüttet werden, obwohl der Umsatz zurückging. Der von den Breuer- Werke GmbH. Frankfurt a. M.-Höchst er­reichte Umsatz von 4,485 Mill. Mark in 1938 be« deutet eine Steigerung von 41,7 v. H. gegenüber dem Vorjahr. Der Rohgewinn wird größtenteils zu Abschreibungen verwandt. Die Nachfrage nach allen Erzeugnissen des Unternehmens fei nach wie vor sehr rege, so daß das laufende Jahr voraussicht­lich eine weitere Umsatzsteigerung bringen werde. Bei der Stahlwerke Röchling-Bude­rus AG. Wetzlar (Beteiligung 50 v. H. von 3,0 Mill. Mark Kapital) erfuhr der Umsatz 1938 noch eine geringe Steigerung. Die Geschäftslage sei wei­terhin befriedigend, ein großer Teil des Baupro­gramms sei durchgeführt, ein neuerrichteter Betrieb werde im laufenden Jahr die Erzeugung aufneh- men, auch die übrigen Hauptprojekte werden vor­aussichtlich im Laufe 1939 fertiggestellt werden. Von einer Dividendenzahlung, die nach der Ge­schäftslage gerechtfertigt wäre, soll abgesehen wer­den, um alle Mittel zur innneren Stärkung zu ver­wenden. In der Ostmark hat die AG.-Buderus die Triumph-Werke Herd- und Ofenfabriken GmbH- Wels, an dem bereits ein Minderheitsanteil be­stand, erworben. Ebenso wurden bei der Hochofen- schwemmsteinfabrik Oberscheld GmbH. Oberscheld die restlichen Anteile (bisherige Beteiligung 62,5 v- Hl erworben, die Gesellschaft durch Vermögensüber­tragung auf Buderus aufgelöst. Eine Betern- gung von 51 v. H. (restliche 49 v. H. bei Harpener Bergbau AG.) besteht noch an der Gewerkschaft des Steinkohlen- und Eisensteinbergwerkes Siebenpla­neten, Dortmund.

AG. Buderus'sche Eisenwerke, Wetzlar

Fwd. Bei der AG. Buderussche Eisen­werke, Wetzlar, konnte die Leistungsfähigkeit der Rohstoffbetriebe im Geschäftsjahr 1938 restlos ausgenutzt und die Erzförderung, sowie Roheisen­erzeugung gegenüber dem Vorjahr erhöht werden. Den im Gießereibetrieb entstandenen Ausfall be­müht sich die Gesellschaft durch Aufnahme neuer Fabrikationszweige und Verwendung von Aus­tauschwerkstoffen nach Möglichkett auszugleichen. Im einzelnen wurden gefördert bzw. erzeugt: Eisen- erz 0,40 (0,32), Roheisen 0,19 (0,18), Zement 0,209 (0,207) und Erzeugnisse aus Guß- und Schmiede­eisen 0,15 (0,17) Mill. Tonnen; ferner Strom 0,080 (0,078) Mill. kWh. Der Umsatz betrug 1938 58,3 Mill. Mark, gegen 61,0 Mill. Mark in 1937. Die Ursache für den Rückgang in Höhe von 4,4 v. H. ist ausschließlich in der Herstellungsbeschränkung für sog. Bauguß zu erblicken, die für die meisten der Gießereien ein Ausmaß von durchschnittlich 30 v. H. erreicht.

Die Ausfuhr lag mit 5,3 Mill. Mark um 11 v. H. über der vorjährigen. In das neue Geschäftsjahr ist die Firma mit einem großen Auftragsbestand ein« getreten. Der Bedarf bleibt weiterhin lebhaft, so daß die Beschäftigungsausfichten günstig beurteilt werden können. Die starke Inanspruchnahme der Erzeugungsanlagen ruft einen über das bisher ge­wohnte Maß hinausgehenden Umfang an Instand­haltungsarbeiten hervor. Die fortschreitende Er­forschung und Auswertung der Bodenschätze und deren Maschinenarbeit zwingen zu Neuinvestierun- gen. Modell» und Konstruktionsänderungen zum Zwecke der Eifeneinsparung, Umstellung auf neue Werkstoffe, sowie die Aufrechterhaltung des An­schlusses an die unaufhaltsame Entwicklung der

Auf dem Gelände des Danziger Hauptbahnhofs, dicht neben der Straßenüberführung am Olivaer Tor, entgleiste wie schon gemeldet der V-Zug WarschauGdmgen, der den Danziger Bahnhof ohne zu halten durchfährt. Die Ursache des Unglücks sieht man darin, daß der Zug aus unerfindlichen Gründen mit einer 80- bis 90-Kilometer-Stunden- geschwindigkeit in die Kurve des Bahnhofs ging, obwohl er nur mit 20 Kilometer Stunden­geschwindigkeit fahren durfte. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Wirtschaft.