Iungmädel auf Heffen-7!assau-Fahrt.
Erlebnisberichte von der schönen §ahrt.
Margarete Dechert, Neuen Baue 2; Christine Fersch, Grebnerftr. 24; Anna Fischer, Seltersweg 65; Elisa- bcthe Goß, Erlengasse 13; Wilhelmine Greb, Mühl- straße 3; Margarete Griebel, Goethestr. 28; Clifa- bethe Großhaus, Lindengasse 10; Margarete Heyer, Frankfurter Str. 138; Elise Hebstreit, Crednerstr. 33; Karoline Heiler, Friedensstr. 41; Minna Hofmann, FrankfurterStr. 12; Johanna Janz, Schiffenberger Weg 28; Margarete Kreiling, Schiffenberger Weg 24; Therese Kübel, Bahnhofstr. 47; Emilia Kühn, Martt- straße 23; Elise Launspach, Frankfurter Straße 30; Marie von Lemmers-Danforth, Ludwigsplatz 5; Eli, sabethe Loos, Licher Str. 31; Karoline Merfchroth, Plockstr. 10; Elise Müller, Schottstr. 5; Luise Nauheimer, Ludwigstr. 5; Anna Noll, Kreuzplatz 11; Wilhelmine Novak, Frankfurter Str. 84; Käthe Pfeiffer, Keplerstr. 9; Elisabeth Rau, Hillebrandstr. 8; Karoline Schardt, Schwarzlachweg 41; Elise Schneider, Stephanstr. 27; Veronika Schomber, Kaiser- allee 18; Maria Schonebohm, Johannesstr. 9; Wilhelmine Detter, Liebigstr. 48; Theodore Vogel, Schützenstr. 5; Elisabeth Wagner, Stephanstr. 53; Emilie Wahl, Bleichstr. 32; Marie Walter, Kaplans- gaffe 25; Auguste Zimmermann, Seltersweg 27; Katharine SBogner, Neustadt 47.
3. Stufe des Ehrenkreuzes (Bronze): Helene Alffen, Hillebrandstr. 2; Elisabeth Appel, Kaiserallee 26; Elisabeth Bayer, Liebigstr. 47; Katharine Becker, Löwengasse 9; Luise Becker, Bahnhofstr. 16; Marie Bellof, In Löbers Hof 6; Katharine Dölle, Weserstr. 31; Marie Doepfer, Landmannstr. 1; Karvline Engel, Am Kugelberg 4; Marie Euler, Ludwigsplatz 3; Marie Ewald, Landgrafenstr. 5; Luise Fresch, Ludwigstr. 18; Katharine Füg, Moltkestr. 27; Juliane Göhcke, Asterweg 44; Johanna Hamann, Bergstr. 11; Elisabeth Hochstätter, Bahnhofstr. 77; Anna Hofmann, Fröbelstr. 24; Anna Hosse, Goethe- straße 30; Albertina Kallenbach, Liebigstr. 75; Juliane Kröck, Grabenstr. 11; Helene Krüger, Löber- straße 22; Katharine Michel, Weserstr. 4; Lina Mon- tanus, Frankfurter Str. 39; Lina Mylius, Licher Straße 75; Karoline Nagel, Mittelweg 4; Anna Otto, Klinikstr. 31; Katharina Pfeil, Schiffenberger Weg 5; Wilhelmine Rehnelt, Heyerweg 18; Luise Neuling, Steinstr. 72; Marie Schmidt, Marktstr. 1; Margarete Schneider, Neuen Baue 3; Agnes Siemon, Ederstr. 7; Christiane Theis, Wolkengasse 27; Marie Weber, Rodheimer Str. 56; Anna Weimar, Hitler- wall 51; Elise Weis, Seltersweg 60; Hulda Grahl- mann, Jheringstraße 6.
Feier zu Ehren der verdienten Mütter.
Am morgigen Sonntag um 15 Uhr findet im Saale des Caf6 Leib eine von den vier Gießener Ortsgruppen der Partei veranstaltete gemeinsame Feier zur Ehrung der kinderreichen Mütter statt. Die Feier wird zunächst eine offizielle Ehrung bringen, in deren Rahmen den Müttern feierlich die Chrenkreuze und dre Ehrenurkunden überreicht werden. Anschließend an den offiziellen Teil wird die NS.-Frauenschaft die Mütter mit Kaffee und Kuchen bewirten. Blumengaben werden den verdienten Müttern weiterhin als Aufmerksamkeit überreicht. Die Mütter werden mit Autos von ihren Wohnungen abgeholt und in Kraftwagen wieder nach dort zurückgebracht.
Feierstunde in Gießen-Ost.
Die Feier zu Ehren der Mütter der Ortsgruppe Gießen-Ost der NS.-Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerkes fand in dem behaglich hergerichteten Saal des „Schützenhauses" statt. In einer gemütvollen Ansprache sprach die Leiterin der NS- Frauenschaft Gießen-Ost, Frau Hummel, zu Herzen gehende Worte über den tieferen Sinn des Mutterseins. Sie würdigte das stete Opfern und Geben der Mutter, die sich dabei, ohne nach Anerkennung oder nach Dank zu fragen, selbst Der» schenkt. Im Dienen und in der Sorge für die anderen zeigte sie den Sinn der Frau, der eine Vertiefung darin erhält, daß er dem Ganzen, dem Volke dient. Aber gerade darum hat die Frau und Mutter auch das Recht, einmal im Jahr die Hände in den Schoß zu legen und zu feiern. Frau H u m - m e l machte verständlich, welch große Ehre für die Mutter darin liegt, daß sie diesen Tag nicht allein oder nur in kleinem Kreis, sondern vor dem ganzen Volke begeht, das an diesem Tage beweist, daß es seine Mütter verehrt.
Nach diesen herzlichen Begrüßungsworten entboten auch die Kleinsten der Kindergruppe der NS.-Frauenschaft mit Gedichten, Liedchen und Musikstücken einen frohen Willkommensaruß. Sie sangen Maienlieder, sprachen vom Frühling und der Ernte und spielten Kinderliedchen auf dem Klavier und auf Blockflöten. Eines der kleinen Mädchen spielte auf der Handharmonika auf. Schließlich führte die Kindergruppe unter Leitung von Frau Gräf ein Spiel vom Sonnenkäfer auf, das den Frauen sehr viel Freude machte. Nach einer Kaffeepause, bei der es reichlich Kuchen gab, erfreute Frl. Reu sch durch einige Mundortgedichte. Mit Gesang und Musik klang die schlichte Feier aus.
Feier in Gießen-Nord.
Die Ortsgruppe Gießen-Nord der NS.-Frauen- schäft und des Deutschen Frauenwerkes hielt im Caf6 Leib ihre Mutter-Chrenfeier ab, bei der die Leiterin der NS.-Frauenschaft Gießen-Nord, Frau S t a n d f u ß , freundliche Begrühungsworte sprach, mit denen sie einen Hinweis aus die vielen Arbeitsgebiete der deutschen Frau im Dienste der Volksgemeinschaft verflocht. Ihre Ausführungen schlossen mit einem Wort der Reichssrauenschaftsführerin zum Muttertag.
Die Kindergruppe bereitete den Müttern mit einem Maienlied, zu dem sie mit Fliedersträuhen in den Armen angetreten war, eine sinnige Ehrung. Die Kleinsten erfreuten mit einem Spielchen, und dann führte die Mädelgruppe Tanzreigen auf. Hierauf wurden die Mütter mit Keks und Kakao bewirtet.
Die Aufführung zweier Filme bereitete viel Freude. Zunächst wurde ein Ausschnitt aus der Arbeit des „Mütterdienstes" vorgeführt, der die vielseitigen Aufgaben der deutschen Frau, aber auch die Mir- S', die ihr zuteil wird, erkennen ließ. Anschlie- wurden zwei Filmstreifen aus dem Lager- leben der Mädchen vorgeführt, die gleichfalls große Beachtung fanden.
Zum Abschluß bekam jede Mutter noch ein Päck- chen mit Kuchen, Kakao und Zucker überreicht, damit sie am Muttertag auch daheim noch eine Freude hat und sich gern der frohen Stunden erinnert.
Treudienst-Ehrenzeichen verliehen.
Den nachstehenden genannten Bediensteten der Bahnhofskasse Gießen wurde das vom Führer ge- stiftete Silberne 'Treudienst-Chrenzeichen verliehen:
Wir Jungmädel gehen auf Hessen-Nassau-Fahrt! Wie lange hatte ich mich schon auf diese meine erste Fahrt gefreut, und nun endlich war es so weit, daß wir in der Bahn nach Gießen saßen! Schnell verging die Zeit, schon rief der Schaffner zum Aussteigen, jetzt schnell den Aff' auf und raus. — „Ja aber sooo viele Mädel und die wollen alle mit dem Sonderzug fahren, so viele", dachte ich. Aber schwer war es für uns, unsre Fahrtengruppe ausfindig zu machen. „Gerda, ich will mal fragen, was für 'ne Fahrtengruppe die find. Bleibe so lange hier." Sagte ich zu meiner Freundin. „Seid ihr Fahrtengruppe IV?" „Nein I." „Und ihr?", „IX". Dann ging es so weiter, bis ich alle anderen Fahrtengruppen, nur nicht IV, gefunden hatte. Endlich da kommt Trudi, die wird schon wissen wohin. Ja und sie bringt uns auch richtig hin.
So, jetzt schnell in den Zug und mit fröhlichen Liedern fahren wir aus Gießen heraus. Oh wie chnell ist die Zeit vergangen, es ist schon ‘/s 11 und wir sind in Limburg. Nach einer halben Stunde Aufenthalt stiegen wir in den Zug nach N i e d erbrechen. Jedoch war Pettus zu uns in Niederbrechen nicht sehr freundlich, er schickte uns nur Regen. Uns aber konnte der Regen nichts ausmachen, wir waren immer luftig und fidel. Aber ich hoffe, daß er uns bei unserem nächsten Marsch die liebe Sonne scheinen läßt.
H. Zimmer, Fahrtengruppe IV.
*
Endlich ist es wieder so weit, daß man auf Fahrt gehen kann. Wie haben wir uns schon alle darauf gefreut; denn in diesem Jahr sollen ja sehr viele Jungmädel mitgehen. Schon im Januar haben wir angefangen für die Fahrt zu sparen — und jetzt ist es endlich so wett. Die Sparbüchsen können geleert werden und — es ist wirklich genug darin. Schnell werden die Tornister gepackt. Die ganze Familie hilft dabei; und zum Schluß setzt sich-schnell noch
Reichsbahnsekretär Birkenbeul, Reichsbahn- afftftent Latsch, Betriebsassistent Meißinger und Reichsbahngehilfe S ch o r g e.
Lornotizen.
Tageskalender für Samstag.
Gloria-Palast (Seltersweg): „Der Gouverneur". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Die Hochzeitsreise". — Deutsche Stenographenschaft, Ortsverein Gießen: 20.30 Uhr „Karlsruhe" Tanz- und Unterhaltungsabend.
Tageskalender für Sonntag.
15 Uhr im Ccffä Leib Feier der vier Gießener Ortsgruppen zu Ehren der kinderreichen Mütter. — NSG. „Kraft durch Freude": 20.30 Uhr Cafe Leib einmaliges Gastspiel des Reichs-Theaterzuges. — Stadttheater: 11.30 Uhr bis 12.30 Uhr „Deutsche Romantik"; 19.30 bis nach 22 Uhr „Meine Schwester und ich". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Der Gouverneur". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Die Hochzeitsreise". — Tv. 1846: 14 Uhr Universitäts-Sportplatz: Faustball-Gauklasse.
Spielplan des Stadttheaters vom 21. bis 26.2Hat.
Am Sonntag, 21. Mai, findet die letzte Morgenfeier der Winterspielzeit 1938/39 statt. Unter oem Titel „Deutsche Romantik" bringt das Programm den Liebesliederwalzer von Brahms, die Sonate für Violine und Klavier in d-moll von Robert Schumann, Lesung aus Werken von Novalis und Eichendorff. Leitung: Hannes Razum. Beginn: 11.30 Uhr, Ende 12.30 Uhr. — Am Abend zum letzten Male das musikalische Lustspiel „Meine Schwester und ich" von Ralph Benatzky. Spiel- leitung: Gert Buchheim. Am Flügel: Joachim Po- pelka, Tänze: Thea Maaß. Außer Miete! Anfang 19.30 Uhr, Ende nach 22 Uhr. Letzte Sonntag-Vorstellung der Winterspielzeit 1938/39.
Dienstag, 23. Mai, Anfang 20 Uhr, Ende nach 22 Uhr: Erstaufführung „Seltsamer 5 Uhr-Tee", Lustspiel von Koselka. Spielleitung: Hannes Razum. Dienstag-Miete, 32. Vorstellung.
Mittwoch,^ 24. Mai, Anfang 19.30 Uhr, Ende 22 Uhr: Zum letzten Male „Der Alte geht um", Volksschauspiel von Karl Ruckelshausen. Spielleitung: Hans Geißler. Mittwoch-Miete, 32. Vorstellung!
Freitag, 26. Mai, Anfang 20 Uhr, Ende nach 22 Uhr: „Seltsamer 5 Uhr-Tee", Lustspiel von Koselka. Spielleitung: Hannes Razum. Außer Miete.
NSD.'Dozentenbund und Volksbildungsstätte.
Am kommenden Dienstag beginnt die dritte der vom NSD.-Dozentenbund und dem Deutschen Volksbildungswerk der NSG. „Kraft durch Freude" ver- anftalteten Vortragsreihe. Es spricht im Hörsaal des Botanischen Jnstttuts der Direktor des Bota- nifchen Instituts, Prof. Dr. E. K ü st e r über: „Deutsche Gärten". Zu diesen Vorträgen ist jedermann herzlich ein geladen.
BOM.-tlntergau 116 Gießen.
Vetr.: Reichssportwettkämpfe.
Alle IM. des Standortes Gießen treten heute mittag 14.30 Uhr gruppenweise an der Volkshalle in Kluft, mit Sportzeug, evtl. Trainingsanzug an.
Die für Sonntag, 21. Mai, angesetzten Reichssportwettkämpfe der Mädel des Standortes Gießen werden auf Sonntag, 4. Ium, verschoben. Nähere Anweisungen dazu ergehen noch.
Ser Butterweg an allen Tagen frei.
Vom Standortältesten der Garnison Gießen wird uns folgendes mitgeteilt:
Auf Wunsch der Gießener Bevölkerung wird der Butterweg nach Annerod für Spaziergänger an allen Tagen freigegeben. Bei scharfschießender Truppe auf dem Standort- Übungsplatz muß der Weg aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Den Anweisungen der Posten ist dann auf alle Fälle Folge zu leisten.
Beschränkungen im Expreßgutverkehr vor Pfingsten.
Sperrige und unhandliche Güter ausgeschlossen.
Zur Sicherstellung einer reibungslosen Abwicklung des Reise- und Expreßgutverkehrs zu Pfingsten müssen in den letzten Tagen vor dem Fest Sendungen, deren Behandlung beim Ein- und Um» laden Schwierigkeiten bereitet, vorn Expreßgut- und beschleunigten Eilgutverkehr ferngehalten werden. Es werden daher in der Zeit vom 22. bis einschließlich 29. Mai folgende Güter von der Annahme als Expreßgut und beschleunigtes Eilgut ausgeschlossen: 1. Sperrige Güter (gemäß Anl. 7 des Deutschen Effenbahn^Personen- und Expreßgutdienstes); 2. un
einmal jemand auf den „Affen", daß er überhaupt zugeht. Endlich ist man fertig, und es kann los- gehen. Vater und Mutter und alle Geschwister stehen am Fenster und vor der Türe und winken und winken, bis auch der letzte Zipfel von uns verschwunden ist; denn viele gehen ja das erstemal auf Fahrt.
Am Bahnhof stehen schon sehr, sehr viele Jung- mäbel. Das finb ja rninbestens 200. Und wie luftig sie alle sind! Aus jeder Ecke der großen Bahnhofshalle tönt ein anderes luftiges Lied. Schon stellen sich die einzelnen Fahrtengruppen auf. Wir gehören zur Fahrtengruppe 4/116. Die Mädels kennen sich unter sich noch nicht, denn jede ist ja aus einem anderen Dorfe. Aber es dauert nicht mehr lange, so wissen sie schon alle, wo die anderen Madel her sind, und wie sie heißen. Und kaum sind die Tornister im Gepäcknetz, als schon ftohe Lieder erklingen.
Nun rollt der Zug mit uns durch das schöne, deutsche Land. Bald sind mir in Wetzlar. Hier steigen noch Mädels zu uns in den Zug, und wieder geht es weiter an der herrlichen Lahn entlang nach Weilburg. Dort steigen schon wieder einige Mädel aus, denn sie wollen von hier ihre Wanderungen beginnen. Froh winken sie uns nach. Bald grüßt von ihrer stolzen Höhe die Burg Run- k e l zu uns herunter. Gleich darauf sind wir in Limburg. Von hier aus wollen wir ein sehr schönes Gebiet Deutschlands, das Lahntal, durchwandern. Wir wollen das Land und seine Leute kennen- und verstehenlernen. Frohgestimmt beginnen wir unseren Fahrtenweg mit unserem „Leib- und Magenlied" auf den Lippen:
Die Wanderschaft ist schöner noch
- Als sitzen Ml zu Haus.
Und pfeift der Wind ins Aermelloch, Er pfeift auch wieder 'raus.
G. Schmeltzer, Fahrtengruppe 4/116.
handliche Güter, z. B. größere Möbelstücke, große Ballen, lebende Pflanzen, Leitern, Stangen usw. von mehr als drei Meter Länge; 3. Güter im Einzelgewicht über 50 Kilogramm. Es empfiehlt sich, derartige Sendungen vor Inkrafttreten der Sperre auszuliefern oder von der Eilgutbeförderung Gebrauch zu machen.
Alte Gardisten fahren gemeinsam nach Berlin.
Die ehemaligen Regimenter: 3. Garde-Regt. z. F. mit dem 2. Garde-Res.-Regt., das 4. Garde-Regt. z. F. mit dem Res.-Jnft.-Regt. 93, bas Königin-Elisabeth- Garde-Grenadier-Htegt. Nr. 3, das Kaiserin-Augusta- Garde-Grenadier-Regt. Nr. 4, das 2. Garde-Drago- ner-Regt., sowie die Fußartillerie-Schießschule Jüterbog einschl. 2. Garde-Fußartillerie-Regt. und Artillerie-Prüfungskommission werden vorn 4. bis 6. Mai 1940 in Berlin ihre Jubiläumsfeier veranstalten. Dazu treffen die genannten Truppenteile die bereits im Gange befindlichen Vorbereitungen, wie 1935, gemeinsam, um in der Hauptsache in den wichtigen Fragen der Transportgestaltuna, der Quartierbeschaffung und des Aufmarsches günstige Bedingungen und geldliche Erleichterungen zu erzielen. Wenn mit diesen Feiern auch nicht ein allgemeines Treffen der ehemaligen Gardisten beabsichtigt ist, so wird sich für die Kameraden der anderen Garde-Regimenter doch die Beteiligung an dieser Reise empfehlen.
Oie neuen Strompreise für die Landwirtschaft.
Die Stadtwerke Gießen, Abteilung Elektrizitätswerk, bringen heute die neuen Strompreise für die Landwirtschaft zur öffentlichen Kenntnis. Diese neuen Preise finb sehr einfach gestaltet worben und lassen sich daher leicht merken: Die Grundpreismin- deftgebühr beträgt bis zu einer genutzten Fläche von 2,5 Hektar 3 Mark. Jeder weitere Hektar genutzte Fläche kostet 20 Pf. mehr. Der Arbeitskreis beträgt 8 Pf. für die kWh, und Arnar für sämtliche Verwendungszwecke. Für Abnehmer, die außerdem Heißwasserspeicher, Futterdämpfer, Speicheröfen usw. in Betrieb haben, wirb ein Nacht- strompreis von 4 Pf. pro kWh in der Zeit von 22 bis 6 Uhr eingeräumt. Erforderlich ist für die Einräumung dieser neuen Tarife für die Landwirtschaft ein besonderer schriftlicher Antrag an die Stadtwerke Gießen, Abt. Elektrizitätswerk.
Sortrog im Reichstreuburw.
Der Standort Gießen des Reichstreubunbes hatte den Direktor des Instituts für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung, Professor Dr. S e s s o u s , für einen zweiten Lichtbilderoortrag gewonnen, der am gestrigen Freitagabend in dessen Institut in der Senckenbergstraße stattfand. Der Standorfführer, Obersteuerinspektor S ch w e n b e r , konnte eine stattliche Anzahl Kameraden und deren Angehörige begrüßen.
Nach seiner früheren Schilderung von Land und Leuten der Insel Samoa sprach Professor Dr. S e s s o u s . diesmal über feine Erlebnisse in eng» Uscher Kriegsgefangenschaft und zeigte dazu eine große Anzahl von Lichtbildern Im Juli d. I. werden es 25 Jahre sein, als sich die Deutschen zusammen mit den anderen Europäern der Südsee- insel Samoa zu einem Gedenken für die vor Samoa untergegangenen Seeleute verschiedener Nationen vereinigten, das durch den bann ausgebrochenen Krieg die letzte gemeinsame Kranzniederlegung wurde. Professor S e s s o u s gab im Plauderton die Eindrücke wieder, die die Europäer in jenen entscheidenden Tagen hatten. Durch einen von einem deutschen Ingenieur erbauten Funkturm waren die Deutschen in der Lage, ständige Der- binbung mit der Umwelt aufrechtzuerhalten. Leider bewahrheitete sich die Auffassung, daß dieser Krieg in Europa ausgetragen würde, nicht, und nur zu bald mußten die Deutschen die wahren Absichten der Engländer kennenlernen. In großen Zügen schilderte der Vortragende das schamlose Vorgehen der Engländer, die die Deutschen auf der Nordinsel Neuseelands, der Auckland-Insel internierten, auf der ihnen trotz manchen frohen Erlebnisses ein stumpffinniges Dahinvegetieren blühte. Als der Krieg zu Ende war, zeigte sich erst das wahre Gesicht der Engländer, die durch stete Schikanen die Abreise der Deutschen immer wieder verzögerten, so daß erst im Mai 1919 die Beftemngsstunoe für sie schlug.
Standorfführer Kamerad Sch wende r dankte dem Redner für seine Ausführungen und verband damit den Wunsch, daß möglichst das ganze Volk
Lprei^stnnden Der
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr Samstagnach' mittag geschloffen.
einen Begriff von dem Krämervolk jenseits des Kanals erhalten könnte, damit es immer mehr begreife, wo die Urheber der Einkreisungspolitik sitzen.
Gietzener wochenmarktpreiie
* G i e ß e n , 20. Mai. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, J4 kg 1,60 Mark, Matte 25 bis 50 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, deutsche Eier, Klasse S 11, A 10^, B 10, C 91/«, D 8%, Enteneier 9)4 bis 10)4, Schnittkohl, x/i kg 20, Wirsing 25 bis 30, gelbe Rüben, alte 15 bis 18, neue, das Bündel 30 bis 40, rote Rüben 15, Spinat 18 bis 25, Spargel, 1. Sorte 80 bis 82, 2. Sorte 70, 3. Sorte 60 bis 64, 4. Sorte 38, Unterkohlrabi 8 bis 9, Erbsen 20 bis 25, Tomaten 40 bis 50, Zwiebeln 16 bis 18, Schwarzwurzeln 40 bis 50, Rhabarber 15 bis 20, Kartofeln, neue, % kg 29 Pf., alte, XA kg 5 Pf., 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,40 bis 4 Mark, Suppenhühner, Vi kg 90 Pf. bis 1 Mark, Salat 20 bis 35 Pf., Salatgurken 35 bis 80, Oberkohlrabi 15 bis 25, Lauch 5 bis 15, Sellerie 10 bis 50, Rettich 10 bis 15, das Bündel 20 bis 30, Radieschen 10 bis 15 Pf.
** Günter Winkel zur Ufa verpflich- te t. Wie aus dem Stadttheater-Büro mitgeteilt wird, wurde der Dramaturg unseres Stadttheaters Günter Winkel ab sofort an die Ufa in Berlin verpflichtet. Herr Winkel gehörte seit 1936 dem Vor- band unseres Stadttheaters an und war gleichzeitig auch als Spielleiter tätig.
** Nicht abgeholte Zählbogen der Volkszählung sind von den in Betracht kommenden Einwohnern auf dem Stadthaus Berg-
Bei nervösen Herzstörungen,
die häufig mit Schlaflosigkeit verbunden sind, wirkt Klosterfrau-Melissengeist ausgleichend auf die Herztätigkeit und sorgt für einen geregelten Puls, vor allem, wenn durch Genuß starken Kaffees, schwerer Zigarren, übermäßige körperliche und geistige Anstrengungen oder seeliche Aufregungen Beschwerden auftreten. Man trinke in solchen Fällen dreimal täglich einen Teelöffel Klosterfrau-Melissengeist mit einem Eßlöffel Wasser verdünnt. Herzaufschläge mit halb Klosterfrau-Melissengeist und halb Wasser unterstützen die Wirkung.
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straße abzuliefern. Dort müssen sich auch diejenigen Volksgenossen melden, die überhaupt keine Zähl» bogen erhalten haben.
** Ma i e n b l a s e n. Beim heutigen Maienblasen vom Turm der Joh anneskirche wird folgendes dargeboten: 1. „O Gott, du frommer Gott"; 2. „Abschied vom Walde"; 3. „Der Lindenbaum".
** Der Reichs-Theaterzug kommt nach Gießen. Am morgigen Sonntag gibt der Reichs-Theaterzua ein einmaliges Gastspiel in Gießen. Er spielt besonders in den Orten an der West« grenze, im Sudetenland und in der Ostmark. Da er anläßlich des Reichshandwerkertages in Frankfurt am Main weilt, hat sich das Gastspiel in Gießen ermöglichen lassen. Die Besetzung weist hauptsächlich Varietödarbietungen auf.
Rundfunkprogramm
Sonntag, 21.2Rai.
6 Uhr: Von Bremen: Hafenkonzert an Bord des Dampfers „Europa" des Norddeutschen Lloyd. 8.10: Wie schön ist so ein Feiertag! Frohsinn auf Schall- platten. 8.45: Deutsche Meister: Ludwig van Beethoven. Einlaae: Dem Treuen bleibt die Erde treu. Von Max Sidow. 9.30: Dichter unserer Zeit: Helene Voigt-Diederichs: „Meine Mutter". 9.45: Wenn etwas Gutes in mir ist, dann weil du meine Mutter bist! 10.45: Großkundgebung des Deutschen Handwerks zum ersten Großdeutschen Handwerkertag. 12.15: Unterhaltungsmusik. Dazwischen: Berichte vom Eifelrennen auf dem Nürburgring. 15.30: Für unsere Kinder: Zu deinem Festtag, hebe Mutter! 16: Von Königsberg: Nachmittagskonzert. 18: Aus dem Opernhaus zu Frankfurt a. M.: „Lohengrin". Romantische Oper in 3 Akten von Richard Wagner. Zn der 1. Pause 19.05 bis 19.25: Berichte vom Handwerkertag, Nachrichten und Sportberichte. In der 2. Pause 20.55 bis 21.20: Nachrichten und Sportberichte. 22.40 bis 24: Unterhaltung und Tanz.
Hlontag, 22. Mai.
5 Uhr: Von Breslau: Frühmusik. 5.50: Bauer, merk' auf! 6.05: Uebertragung nach Saarbrücken: Morgenlied. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Früh- konzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für den Garten. 8.40: Von Breslau (aus Görlitz): Froher Klang zur Werkpause. 10: Schulfunk: Weiße Schlange rettet die Kartoffelernte. Ein luftiges Kinderfunkspiel von Otto H. Müller. 11.40: Ruf ins Land. 12: Von Hamburg (aus Hannover): Schloßkonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Immer wenn Soldaten fingen, freu’n sich die Mägdelein! 16: Nachmittagskonzert. 17 bis 17.10: Neues für den Bücherfreund. 18: Sehnsucht und Erfüllung. Zum Ausklang des 1. Großdeutschen Handwerkertages. 18.30: Zwischen Saat und Ernte. Hörbericht von der Arbeit unserer Bauern. 19.15: Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.15: Von Stuttgart: Stuttgart spielt auf. 22: Nachrichten. 22.15: Kamerad, wo bist du? 22.30 bis 24: Don Königsberg: Unterhaltungs- und Tanzmusik.
Dienstag, 23.2!tai.
5 Uhr: Von Königsberg: Frühmusik. 5.50: Bauer, merk' auf! 6.05: Präludium und Fuge in e-moll von Joh. Seb. Bach. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 8.40: Von München: Froher Klang zur Werkpause. 10: Schulfunk. Zwei Völker finden sich. Eine Hörtolge zum deutsch-italienischen Kulturabkommen. 11.40: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: „Heren"- Meister der Kleinkunst. 16: Von Königsberg: Nachmittagskonzert. 17 bis 17.10: Das Mikrophon unter» wegs? 18: Die Hochschule des neuen Deutschlands. Die Heimat des jungen Studenten. 18.30: „Baltisches Land". Hörfolge mit Texten baltischer Dichter und Musik baltischer Komponisten. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Diel Freuden mit sich bringet die fröhlich Maienzeit ... Eine Sendung unserer Mädel um den schönen Maien. 20: Don Stuttgart: Nachrichten. Anschließend: Hier spricht die Reichsgartenschau. 20.15: Hausgerichte. 22: Nachrichten. 22.20: Dorp Deutschlandsender: Politische Zeitunasschau. 22.35 bis 24: Von Köln (aus dem „Rheinhotel Dreesen" in Bad Godesberg): Großer Tanzabend des Reichssenders Köln.


