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Bei Adolf Hitler ist es umgekehrt: Mit der

Der Führer als Gtilgeber

Adolf Hitler als künstlerische Persönlichkeit.

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Valöur von Gchirach.

verschmolzen.

In seinen praktischen Auswirkungen durfte das neugeschaffene deutsche Soldatentum keine reaktio­näre Nachbildung, es mußte vielmehr national- sozialistische Neuschöpfung sein. Don der allgemeinen Wehrpflicht der Vergangenheit mußte daher das Unbrauchbare ausgemerzt, das Gute über­nommen und daraus nationalsozialistisch Neues ge­schaffen werden. Dies wurde der Sinn des neuen Wehraesetzes. Drei wchrpolitische Ausgaben waren zu lösen. Einmal mußte das neue Wehrgesetz der soldatischen Verschmelzung von Volk., Wehr und Reich entsprechen. Dann mußte es Wehrkraft und Wehrorganisation der Nation den Verhältnissen des totalen Krieges von heute anpassen. Und schließlich mußte durch eine folge­richtige und im deutschen Leben wurzelnde Außen­politik der Raum geschaffen werden, der einerseits das deutsche Dasein sichert und der an­dererseits durch das Zusammenwirken einer starken Wehrmacht und großartiger Abwehranlagen mili­tärisch verteiÄgt werden kann. Diese Aufgaben wur­den im Laufe der letzten Zeit voll erfüllt. Erst im nationalsozialistischen Reich war die Möglichkeit ge-

einnehmers und seiner jungen, lieblichen Frau! Wie viele Dinge müssen Zusammentreffen und wie viele Schicksale müssen sich erfüllen, um einer Statte den Nimbus der großen Geburt um einem Reiche den Führer zu sichern.

Dor dem steinernen Brückengewolbe desSalz­burger" Torturms am Eingang der Stadt liegt das gesegnete Haus. Der Lärm einer Wirtsstube im Erdgeschoß kann es nicht entweihen. Die alte, treue Wärterin des Kindes hat die Stube bezeichnet, wo dieses kostbare Leben begann und wo es den ersten Wagnissen standhielt: der enge Hofraum dunkelt herauf, der die stillen Spiele des Knaben sah.

Aus der Landschaft des Mattigtales wie em Park mit prachtvollem Baumwuchs begnadet tritt die schwingende Straße herein. Der Stadt­platz weitet sich aus ihr ins lange Rechteck, geschlos­sen steht ein Haus am andern. Der große Emkehr- gasthvf der ehemaligen Schifferinnung füllt mit wuchtiger Wendung den Winkel aus. Das Schudl- Haus mit barocken Türen und der vornehmen Mo­dellierung des Stuckes am Deckenverputz hat einst Napoleon beherbergt. Die weißen Arkaden und spitzenartigen Brüstungen des Gnädinger-Hauses träumen einen Südlanostraum zu Ende. Das go­tische Lebzelter-Haus mit der hohen Giebelblume zeigt seine gepflegte Schönheit. In schmalen 2)urd)= blicken, schwibbogenüberdacht, öffnet sich die noch ältere Stadt. Aus der engen Poststallgasse scheint der Turm der Stefanskirche emporzutreiben, steil, überhoch, fein verjüngt in seinen Gliedern in die Kuppel überleitend, die nur das sichere Taktgefühl eines späteren Jahrhunderts gestalten konnte. Das Wcchrzeichen der Stadt wie der Landschaft ist dieser mächtige Turm; meilenweit begegnet man fernem zwingenden Anblick. Das blasse Rosenlicht der Föhnwolke umblüht ihn, die Nebelbrandungen des Herbstes, die das ganze Städtchen erfüllen, erreichen feine Sonnenfackel nicht mehr. Zwischen dem leben­den Mauerwerk liegt die gotische Kirchenruine von Sankt Sebastian still und ungestört im Winkel, wie ein krankes, altes Tier, das verendet. Die zarte Nadel der Spitalskirche weist aus der Enge schon in das Grün eines Gartenraumes.

Gegen den Inn hinaus, an der Brücke, nimmt die Breite des Stadtplatzes wieder das Ausmaß der Straße an. Dort drüben, im Bayrischen, regt : sich Simbach, das moderne, ohne feudale Rückschau und ohne Gehemmtheit, mit Industriegebäuden, , neuen Schulen und der zeitgemäßen Bahnhofanlage. Weiter drüben liegt Erlach und in der Waldsenke , droben Stubenberg; die bayrischen Höhen füllen die

Schöpfer der Wehrmacht.

Don ff Oberführer Paul (^chmitthenner, Staatsmmister und Rektor der Un'versitat Heidelberg

Unter den gewaltigen Taten des Führers, deren wir am 20. April 19ö9 mit heißem Dank gedenken, steht die Wehrhaft in achung unseres Vol- k c s mit an erster Stelle.Männer machen die Geschichte". Diese ewige Wahrheit hat unser Volk an der großen Gestalt des Führers erfahren. Nicht die Niederlage an sich ist das Entscheidende, sondern die Art und Weise wie ein Volk sie trägt. Wenn dieses, wie bei uns seit dem Jahre 1918, schwach wird,'flüchtet sich sein Geist in die Seele großer Männer. So geschah es bei uns, als mitten im Untergang des Weimarer Staates Adolf Hitler emporwuchs. Er war sich jenes Bekenntnisses be­wußt, das einst Clausewitz in der dunkelsten Stunde seines Lebens niederaeschrieben hatte,baf3 ein Volk unter den meisten Verhältnissen unüberwindlich ist in dem großmütigen Kampf um seine Frei­heit, daß selbst der Untergang dieser Freiheit nach einem blutigen und ehrenvollen Kampf die W i e - dergeburt des Volkes sichert". Diese Ueber- zeugung war die Grundlage, von der aus der Füh­rer im Glauben an Deutschland seinen

n'um wieviel mehr drängt das Lebensgefühl der­jenigen Zeitalter in die Kunstgestaltung, deren Tra­ger unferm Führer in dieser Hinsicht ähnlicher sind! Man denke an die Medici, an Friedrich den Gro­ßen in der Antike an Perikles, den Staatsmann der'großen attischen Epoche, von dem übrigens auch der Nachruhm eines der gewaltigsten Redner aller Zeiten umgeht. Das norddeutsche, Potsdamer Ro­koko ist ein Spiegelbild unverkennbar friderizra- nischen Wesens, obwohl der eigentliche künstlerische Lebensnerv des Königs nicht im Archltektomschen,

Preen, der Maler der Innviertler Landschaft und ihrer Menschen, der Dor^eitforscher im Boden der Heimat, der Sammler, der Freund und Berater und vielfacher Anreger nicht nur einer Generation haust dort, schon an die 90 Jahre alt. Dor dem Wald der Niederterrasse erscheint noch das kreidige Weiß von Ranshofen, das aus der karolingischen Königspfalz in ein Kloster verwandelt und seit 1812 dem Laienbesitz überantwortet wurde. Es ist ein­sam dort draußen; die Möne ehemalige Klosterkirche ist ohne eine Betreuung. Der alte Garten wird wieder Wald mit rotlaubigen Buchen und breiten prunkenden Ahornen. Den wechselvollen Schicksalen des Ortes, dem Abstieg und dem Verlöschen nach zwei großen Epochen verdankt das ehemalige Schif­ferdorf Braunau fein Emporkommen und die Er­höhung zur Stadt; sie scheint seit 1220 gesichert.

Einem Blick von der Brücke her rollt Braunau seine ganze, lange Geschichte auf hier beginnt auch seine neue! Am anderen Ende der lieben Stadt ist der leichte Anhauch eines Kinderlebens zurück­geblieben; diese fünf eisernen Joche über dem Inn aber spürten am 12. März des Jahres 1938 die Erschütterung der Wiederkehr, als die feier- lich-ernste Kolonne der Wagen aus dem Reich herüberbrauste, voran Adolf Hitler, der mit dem Boden der neuen Ostmark zugleich den seiner frühesten Heimat betrat!

Das Schicksal der vergessenen Stadt hat sich mit einem Schlage verwandelt. Die Beengung ist von ihr genommen: die Grenze ist gefallen, und der deutsche Wind weht hüben und drüben am Flusse Inn. Braunau ist nicht mehr vereinsamt und seiner wachsenden Bedeutung entsprechen die großen Pla­nungen, die schon am Entfalten sind. Es wird Hau­ser der neuen Jugend bauen, die den Spuren ihres einmaligen Vorbildes nachgeht, es wird neuer und größererEinkehrgasthöse" bedürfen für seine Be­sucher aus allen Teilen des Reiches, es wird seinen Bahnhof verlagern und erweitern-müssen, es wird mit mächtigen Omnibussen in das Land fahren, nach Burghausen, der märchenhaften Königsstadt am Flusse, nach Oetting und Passau und Wasserburg. Es wird gegen die Bahnhofsgründe hinaus und auf der Straße nach Osternberg Siedlungen an­legen, die dem feurigen Zustrom gerecht werden, es wird auf einmal eine Neustadt haben.

Und wenn einer, der Braunau im Jahre 1939 gesehen hat, nach fünfzig Jahren zurückkehren wird, findet er sich nimmermehr zurecht.

Musik verbindet ihn eine starke Neigung, aber die Kunst, an der er engsten schöpferischen Anteil nimmt, ist bekanntlich die Architektur und die bildende Kunst überhaupt. Abgesehen also davon, daß die Epoche, die er heraufführte, naturgesetzlich nach Ausdruck verlangt, fließt durch die enge Mit- und Selbstarbeit Adolf Hitlers in diesen Ausdruck auch unmittelbar viel von seinem Wesen hinein. Das Monument, das vor der Geschichte die Epoche seiner staatsmännischen Wirksamkeit verherrlicht, trägt in manchen Zügen sozusagen seine eigene Handschrift. Es hat also einen Sinn, in dieser Ge­staltung ebenfalls nach der Hitlerschen Individuali­tät zu suchen.

Diese persönlichen Züge am Werk werden aller­dings spätere Zeiten wohl noch besser erkennen als wir, denn uns steht wohl als Zeitgenossen das Menschliche des Führers lebhafter vor Augen als den Nachfahren, dafür aber sind wir nicht in der Lage, die unter seiner Weisung entstandenen Bau­werke aus dem ruhig wägenden Abstande späterer Zeiten zu Überblicken. Nur im Umriß können wir auf einige wesentliche Punkte aufmerksam wachen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Deutsches Wesen hat sich in der Geschichte nach verschiedenen Stilrichtungen ausgesprochen, sowohl in der Gotek als auch im Klassizismus und m mancher anderen Weise. Aber man kann doch land­schaftlich unterscheiden und etwa folgendes sagen. In Norddeutschland sind die Backsteingotik östlich und die sogenannte Weserrenaissance wesllich der Elbe wohl die Formen, in denen der Landschafts­und Volkscharakter sich ausdrückten, in Mitteldeutsch­land die Sandsteingotik und das Rokoko. Im Sü­den des Vaterlandes, in Bayern und in der Sud-

oftmark ist der eigentlich historische Stil das Barock, in dem einetjeits Impulse von jenseits der Alpen nachwirken, andererseits die Neigung des Süddeutschen zu Form und Farbe, ein irischeres Anschauungs- und Sinnenleben zum Ausdruck kommt, als es der Norddeutsche zu besitzen pflegt.

Die Persönlichkeit Wolf Hitlers ist in dieser Hin- sicht wohl der stärkste Kraitstrom, den der deutsche Süden bisher in das deutsche aesamtkultu- relle Leben ergoß. So wurde der Baustil der Hit­lerschen Epoche naturnotwendig der Stil der geschlossenen Form, der Antike sich nähernd, im Gegensatz zu der anderen Ausdruckssprache, die deutschem Wesen in der mehr offenen, nicht auf Abschluß so sehr bedachten Ausdrucksweise der Go- tik gegeben ist. Die Tatsache, daß der Führer un- ferer Zeit nicht in Ostpreußen, nicht am Rhein

Zur Dervollstärckügung des Bildes, mit dem wir uns zur Feier seines fünfzigjährigen Geburtstages die Persönlichkeit Adolf Hitlers vor Augen stellen, gehört unbedingt ein Blick auf ihn von dem Bezirk der künstlerischen Gestaltung her. Als Triebkraft spürt man hinter seinen größten politischen Leistungen immer wieder das Pathos des künstlerischen Menschen. Kunst ist seine Staats- lenkung, Kunst ist das gesprochene Wort dieses in der deutschen Geschichte ganz einzig dastehenden großen Volksredners, Kunst ist fein persönlicher Lebensstil. Und aus diesem wiederum erwachst vor unseren Augen eine neue Stilgebung für die Kunst in Deutschland überhaupt.

Das ist ein Vorgang von elementarischer Not­wendigkeit. Mächtige politische Regime sind in der Kunstgeschichte stilgebend sogar dann, wenn ihre Träger an sich keine künstlerischen Persönlichkeiten sind. Davon zeugt in Frankreich der Stil Lud­wigs XIV., aber auch das Empire, denn eine musische Gestalt war auch der große Napoleon

schäften, die Trübungen zu beseittaen, die die allge­meine Wehrpflicht im liberalen 19. Jahrhundert an ich trug. Die heutige Wehrmacht soll nach dem Wil­len des Führers Volk, Wehr und Reich in reinster Prägung verschmelzen. Zugleich wurde unter An­passung an die Gefahren des totalen Krieges der Gegenwart die Wehrhaftm achung des ganzen Volkes und seiner Wirtschaft, die Versagung der 80 Millionen im Kriegsfall mit Lebensmitteln -und Gebrauchsgütern und die Ver­teidigung unseres im Osten durch die Einbeziehung Böhmens und Mährens endlich gesicherten Raumes durch gewaltige Befestigungswerke auf der Erde und Abwehranlagen in der Luft gesichert. Und schließ­lich wurde als der Waffenträger unseres Volkes eine Wehrmacht geschaffen, wie sie in gleicher Güte und Stärke auf der Erde nicht besteht. Neben dem gro­ßen und auf das modernste ausgerüstete Heere und der durch einen freiwilligen Vertrag mit Eng­land in ihrer Stärke beschränkten, aber unseren Interessen entsprechenden Flotte erschuf der Füh­rer neu die deutsche Luftmacht, die stärker und moderner ist als jede andere in der Welt.

So steht das Großdeutsche Reich heute gesichert da. Es ist die Heimat eines Volkes, das entschlossen ist, jedem Angriff mit Einsatz seiner ganzen gewal­tigen Kraft zu begegnen. Wir sind heute gewillt, die vom Führer neugeschaffene Macht niemals mehr zu verlieren, da nur sie das Recht zum Leben verbürgt. Auf zwei Wegen hat der Führer die große Macht­stellung des Dritten Reiches gefchaften, einmal durch die NSDAP., die durch ihre Weltanschauung aus uns eine unzerstörbare Volksgemeinschaft gemacht hat, und sodann durch die Wehrmacht, die zu un­serem unbesiegbaren Beschützer geworden ist. Der Waffenträger und der wehrpolitische Erzieher reichen sich zur Sicherung des deutschen Volkes die Hand. Das vom Führer wiedererweckte Soldatentum ver­bindet beide. Es lebt seelisch im ganzen Volke, poli­tisch in dpr Partei und militärisch in der Wehr- macht. Es bildet mit seiner friedhaften Abwehrent. schlossen!)eit, die jederzeit bereit ist, dem Angriff Böswilliger mit dem Schwert zu begegnen, eine der stärksten Kräfte der nationalsozialistischen Bewegung. Mit dieser, und in ihr gerade auch mit der Kraft des deutschen Soldatentums, hat der Führer unsere ; Macht und Sicherheit gefchaften. Dafür danken wir . ihm in freudiger Gefolgschaft, unbedingter Entschlaft , | senheit und in unwandelbarer Treue.

Braunau am Zrrn.

Don Erna Blaas.

Wenn anbersnjo ein halbes Jahrhundert vor- übergeaangen ist, dann finden sich die Heimkehren­den nicht mehr zurecht. Das Neue hat überhand genommen, und auf ihm versammelt sich alles Bedeutsame des Tages, große Hauser sind entstan­den, in denen auffallende Dinge vor sich gehen, das kleinere Leben ist in eineAltstadt" verwiesen und selbst dort geschieht noch Veränderung: Abbruch, Umbau und Neugestaltung. Wenn aber einer, der Braunau im Jahre 1889 gesehen hat, mieber Zumck- kehrte, so wüte ihm wohl, wie in der sicheren Hei­mat. Wes fände er, was er verlassen, und Nichts könnte seine Schritte verwirren.

Denn mehr als fünfzig Jahre lang lag diese Stadt ohne Regung. Sie hatte nach stolzen und ge­fährlichen Zeiten ein unrühmliches Ende auf sich genommen: hinzusterben an ihrer eigenen Verein­samung und sinkenden Bedeutung! MAr:t:rA()n

Die unnatürliche Grenzziehung eines polnischen Vertrages, der vom fernen Teschen aus die beiden Innufer getrennt und das rechte 1778 alsInn viertel" zu Oesterreich geschlagen hatte, vernichtete mtt steigender Wirkung das ganze blühende Leben am Flusse. Die Städtchen und Märkte verloren die Hälfte ihres Absatzgebietes, die Schiffahrt gegen Passau hin verlohnte sich nicht mehr, die uralte Wa serstraße verödete und ließ die stillgewordenen Lade- und Umschlageplätze abseits unter den Weiden liegen. Der Reichtum wanderte aus. Das Träumen begann, das versponnene Winkelglück am Saum eines alternden Reiches.

We hohen Ehren fielen allmählich von Braunau ab Es war nicht mehr die reiche Tuchmacherstadt die lebendige Handelsstadt, die große Werft, bald auch nicht mehr die Festungsstadt von Militanter Bedeutung. Allmählich war sic nur noch Grenz­stadt - ihr ganzer Titel gipfelte darin -, ongefullt mit Zollbeamten, Brückenwächtern und Mautein- nehmern, die ihr nicht eingeboren und verwüst waren. Sie tarnen aus der Mitte des Landes, aber ihre Frauen gebaren willig an dessen äußerstem Rande und trugen den Täufling nach Sankt Stefan, wo der Stein desMaisters Kihrumenawer mit drei unverwelklichen Rosen prangt. So kommt es, daß die Pfarrmatrikel von 1889 den Namen eines Knaben Adolf Hitler zu nennen vermögen und seiner ehrbaren Eltern gedenken: des sttengen Zoll-

revolutionären Weg begann.

Zwar war der soldatische Geist in unserem Volke keineswegs erstorben. Gerade auch in jenen Teilen des Heeres, die im Dienste der kleinen und belas­senen Reichswehr verblieben, wurde von Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften allen Widerstän­den und der pazifistischen Sonderart des Weimarer Staates zum Trotz der Geist deutscher Waftenuber- lieferung und der unbeugsame Wille zur Wehr ge« pflegt der uns schon im Weltkriege vier Jahre lang gegen eine erdrückende Uebermacht siegreich hatte bestehen lassen. Doch die parlamentarftch-bemokra- tische Republik der Weimarer Verfassung und die deutsche Wehrmacht waren einander wesensfremd. Zudem hatte das Versailler Diktat der Reichswehr den Weg verschlossen, das Volk mit ihrem Geiste «i erfüllen. Sie mußte es sich daher versagen, sich an das Volk zu wenden. So war es auch nicht mög­lich, daß die soldatische Reichswehr das von den Ideen des Weimarer Systems verführte deutsche Volk innerlich wiedereroberte. Und doch war nur dann, wenn Soldatentum und Volk in einem wehr­haften Staate wieder verschmolzen, die Freiheit ge­sichert. Doch zu dieser Aufgabe war die Reichswehr nicht befähigt. Sie wurde ein Staat im Staate, mit aller Kraft darauf bedacht, ihren militärischen Wert und chre innere Haltung zu bewahren bis zu jenem Tage, an dem der große polittsche Führex als Er­löser auferstand, um diesem sich als ein festgefügtes soldatisches Machtwerkzeug zur Verfügung zu stel­len. So wartete die Reichswehr, sich selber treu, der Stunde der großen volitischen Revolution. Dies war noch aus einem anderen Grunde notwendig. Denn Revolutionen, die nur von Armeen gemacht werden, sind nicht van langer Dauer; innerlich wahre und auf lange Sicht erfolgreiche Revolutionen gehen vom Volke aus. Diese Ausgabe stand dem Füh­rer klar vor Augen. Er war der politische und mili­tärische Soldat von Gottes Gnaden und aus eige­

nem Recht. ,, , ,,

Am Anfang allein vorausschreitend, sammelte er sich als Gefolgschaft jene Frontsoldaten, die im braunen Hemd durch ihren bedenkenlosen Einsatz die Offiziere einer politischen Kampstruppe wurden. Mit ihrer Hi'lfe entfachte der Führer den Widerstand des Volkes und errang den Sieg nach langen Jahren erbitterten Kampfes. Die soldatische Gesin­nung im politischen und militärischen Sinne zu­gleich war Triebkraft und Ziel allen Handelns. So wuchs eine revolutionäre Bewegung von gemaltiger Stärke heran. Denn es gibt keine mächtigere Revo­lution als die, deren Ziele bei Volk und Wehrmacht gleich sind. Es war nur eine Frage der Zeit, daß Mols Hiller den soldattschen Geist auch äußerlich m Mitträaer des Dritten Reiches machte. Schon als er die Reichsführung im Jahre 1933 ubemahm, wuchsen soldatischer und politischer Geist, Reichs­wehr und Drittes Reich ineinander. In den Jahren 1935 und 1936 zerriß dann der Führer als Antwort auf den Vertragsbruch unserer ehemaligen Gegner dtt militärischen Fesseln des VersaillerDiktates und beftette das deutsche Volk von der Herrschaft der anderen durch die Einführung der zuerst ein- und

ausgebrochene Lücke im Rahmen des inneren Stadt- bildes aus.

Das schöne Inntor war schon nach dem dosen Eisstoß vom Januar 1880 sehr überflüssigerweise abgetragen worden, als die eiserne Brücke an die Stelle der alten, zerstörten, hölzernen tarn. Schon damals gab es auch das Linzertor nicht mehr; es war wie das alte Rathaus bei dem großen Brande der Osterwoche von 1878 zusammengestürzt und nicht, wie dieses, in fataler Nachahmung früherer Bauweisen erneuert worden. DerSalzburger Torturm steht seit den Tagen jener mißverstande­nen Stilreinigung mit der neugotischen Blechhaube unter dem echten, treugewachsenem Hausrat der Stadt, auch er schon 1882 gefährdet. In der Schop- perstadt am Jnn-Enknach-Ufer lagen schon damals nur noch wenige Schiffe eineGams" vielleicht, wie die weitbauchigen Zillen genannt sind, ober eines der schmalen Boote für den Nahverkehr. Die Zeit der großen Schiffszüge war vorüber wenn auch der Name des reichen Schöffmeisters Mick>ael Fink noch lebendigen Klang behielt; selbst der Ver- such, den in Mode kommenden Dampser im Inn- gemässer nützlich zu machen, war bereits bis 1860 wieder aufgegeben. Schon damals waren die Festungswerke im Verfall, die noch Napoleon mit vieler Mühe groß auszubauen beschlossen hatte, schon damals wählten die Tavernen den schmalen Grasgarten hinter ihrer Mauer für den sommer- liefen Ausschank des dicklichen, bayrischen Malz­bieres und des grünen, säuerlichen Mostes.

Es ist noch immer das Braunau des Knaben Adolf Hitler, das die Pilgerzüge aus allen Gauen des Reiches in diesem festlichen Jahre betreten! Don der Flußseite her ist der mittelalterliche Charakter der Stadt noch einmal ganz und getreu zu erfah­ren: Alles ist Abwehr und Sicherheit. Heber dem dunkelgrünen Auge der Enknachmüichung hebt sich das hohe Steilufer in die Befestigungsmauer em­por, abweisend, ohne Eitelkeit, ober sehr stolz. Eine Efeuwand, ein Nußbaum, die Farbenttacht eines schmalen Hausangers sind dahinter. Das bizarre Grabendach der alten, seltsam verwinkelten Her­zogsburg der Agilolfinger durchzackt den Himmel, darüber der Turm, wieder der Turm, der das Stadtbild auch von dieser Seite her endgülttg ab- ^Flußhin verliert sich die silberne Au im perl. mutterfarbenen Dunst des Wassers. Rechts hinaus liegt das wohlgeborgene Herrenhaus von Ostern- ' berg, aus dem die Künstlerbünde der Jahrhundert- - wende und der Nachkriegszett hervorgingenr von

oder in Thüringen, sondern am Inn geboren wurde, ist also eine geschichtliche Fügung, die ihren Einfluß auf wichtige Bezirke unseres gesamten künstlerischen Erlebnisses ausübt. Und da solche Erlebnisse auch wieder zurückwirken denn diese Bauten sprechen die Menschen an und werden sie auch in Zukunft ansprechen so bedingen sie über die polittsche Heimkehr der Ostmark ins Reich hinaus auch eine Durchdringung nord- und süddeutschen Wesens in einer bisher im deutschen Raum noch nicht erlebten Stärke.

Darüber hinaus aber ist von entscheidender Wich- ttgkeit noch ein anderer Gehalt, der im persönlichen Kunststll des Führers beschlossen liegt. Das gottsche Element in allen Ehren, es wird sich auch m Zu­kunft weiter formbildend auswirken (man braucht nur an das Chilehaus in Hamburg und andere Werke neuerer Künstler zu denken), aber das mehr antik gestimmte Kunstgefühl Adolf Hitlers war eher als jedes andere geeignet, in der zerfahrenen Zett wieder die Idee eines von kleinen Subjekttvitäten und Tagesmeinungen befteiten großen Form- willens aufzurichten. Persönlichkeit wird sich in der Kunstgestaltung immer auswirken, aber es ist erstens ein Unterschied, ob es sich dabei um die Sillijektivität von irgendjemandem handelt ober um eine ausgesprochen große und dabei für deuftches Wesen und Schicksal symbolische Persönlichkeit. So- dann aber ist die in Adolf Hiller verkörperte neue Einheit deutschen Wesens mehr als bie bloße Ausgleichung im geschichtlichen Gepräge ver- schiebener Landschaften des Reiches; sie ist in ihrem letzten rassischen Impuls eine weit über den staats- politischen Raum hinauswirkende neue Sicht euro- päischen Geistes überhaupt. Es war bislang eine reine Deobachtungstatsache, daß bas griechische Kul­turerbe immer wieder nach Deutschland strahlte, mehr als nach irgendeinem anderen Lande. Heute wissen wir um die rassischen Zusammenhänge, die diese Tatsache begründen, und Hand in Hand mit diesem Wissen vollzicht sich in Deutschland ein Formwachstum, das sich von Epigonentum freier fühlt als jeder historisierende Klassizismus bisher.

Seine Tellnahme an diesem Wesensgefühl be­kundet der Führer des neuen Reiches auch in bewußter Förderung der Ausgrabungen in Griechenland, die seit Jahrzehnten ein i besonderes deutsches Betätigungsfeld darstellen. Trotz bewußter Fortführung dieser Traditton aber , handelt es sich bei der Gestaltung, die wir im : eigenen Lande erleben, nicht um Nachahmung des : Perikleischen Beispieles in Politik und Kultur, son- . dem um das sichtliche Bestreben, aus deutscher und

bann zweijährigen allgemeinen Wehr­pflicht und durch die Schäftung einer großen Wehrmacht. Wie die Machtübemahme am 30. Ja­nuar 1933 der äußere Durchbmch einer längst voll­brachten Tat war, so war auch die befreienbe Wehr- schöpfung vom 16. März 1935 und vom Frühjahr 1936 das Siegel der Geschichte auf ein schon voll­brachtes Geschehen. Die deutsche Natton war durch den Führer im soldattschen Geiste seelisch wieder- geboren worden. Der Geist der Wehrhaftigkeit im Kem der nationalsozialisttschen Weltanschauung wurde zur Kraft, die das Soldatentum vn das Volk und das Volk in das Soldatentum hineinführte. Zu der soldattschen Sittlichkeit, die bie Reichswehr be­wahrt hatte, traten nunmehr bie politische Kraft und das wehrpolittsche Verständnis eines reifenden Volkes hinzu. So wurde das deutsche Sol­datentum vom Führer wiedergeschaffen und zu einem Träger unseres Rei ches und Vol­kes gemacht, jenes Soldatentum, das die polittsche und militärische Wett in gleicher Weise durch seine ewigen Tugenden besttmmt, das nicht kriegerisch ist, sondem wehrhaft und ftiedhaft zugleich, das kein arideres Volk unterjochen, sondem nur die deutschen Lebensrechte sichem will. Reich, Volk und Wehr wurden durch den Führer im Soldatentum wieder