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Watzenborn-Steinberg verliert...

Ueberraschendes 3 ^-Ergebnis auf dem Waldsportplah.

Dreimal Radball-Länderkampf.

Gegen Frankreich.

Der offizielle Radball-Länderkampf Deutschland gegen Frankreich endete am Sonntag erwartungs­gemäß mit einem deutschen Siege. Wenngleich wir nicht unsere wirklich besten Kräfte einsetzten, schlugen wir unsere westlichen Nachbarn mit 5:3 verhältnismäßig sicher. 1000 Zuschauer, unter ihnen der Reichsfachwart für Saalsport Kühn (Braun­schweig), sahen ausgezeichnete Leistungen. Frank­reichs erste Mannschaft Ferrand-Doell (Cronenburg) schlug Deutschlands zweite Vertretung (Dietz-Drze­wicki, Hamburg) knapp 7:6 (4:2) und verlor gegen die erste deutsche Garnitur (Gebr. Simeth, Leipzig- Lindenau) mit 4:9 (3:3). Unsere zweite Vertretung spielte gegen Frankreich II 3:3 (3:2) unentschieden. Die Gebr. Sicmeth bezwangen Frankreich II (Heitz- Mathis) mit 7:3 (2:1).

Deutschland Belgien.

In der überfüllten Stadthalle in Schwäbisch- Gmünd trug Deutschland am Sonntag einen Rad­ball-Länderkampf gegen Belgien aus. Die deutschen Farben vertraten Schulz-Rudolf (Chemnitz) und Spindler-Feucht (Normannia Gmünd), während für die Belgier die Meister Beoos-Rogghe (Gent) und Hendrickx-Rostaani kämpfen. In allen vier Spielen wurde mit großem Einsatz gekämpft. Im Gesamt­

ergebnis siegte Deutschland mit 6:2 Punkten. Ledig­lich die zweite Mannschaft wurde von Belgien I 4:3 geschlagen.

und gegen die Schweiz.

In der Scheffelhalle in Singen erfochten deutsche Radballer am Samstagabend gegen die Schweiz einen schönen Sieg von 6:2 Punkten. Die Schweizer Osterwalder/Gabler errangen gegen die Konstanzer Kaiser/Stöckle mit 9:3 den einzigen Sieg für ihr Land. Die übrigen drei Treffen endeten mit deutschen Siegen. Schreiber/Blersch (Frankfurt), das frühere Weltmeisterpaar, schlug Mächler/de Zordi (Schweiz) mit 4:3 und Gabler/Osterwalder mit 6:3. Schließlich bezwangen Kaiser/Stöckle mit 9:7 ebenfalls Mächler/de Zordi. Im Rahmenprogramm sah man Einer-Kunstfahren, Sechserreigen und Roll­schuh-Kunstlaufen.

Basketball: polen-Deutschland.

Der erste deutsch-polnische Länderkampf im Bas­ketball wurde am Sonntag in Warschau von den Polen ganz überlegen mit 50:10 (26:4) Körben ge­wonnen. Diese hohe Niederlage kommt durchaus nicht überraschend, zählen doch die Polen zu den spielstärksten Nationen Europas im Basketball. Un­ter den zahlreichen Zuschauern befand sich übrigens auch der deutsche Botschafter von Moltke.

Tum-Länderkamps Deutschland - Ungarn

Dritter deutscher Sieg.

Deutschlands Geräteturner haben am Sonntag in Passau den dritten Länderkampf gegen Ungarns junge Mannschaft sicher gewonnen. Mit 350:340,9 Punkten wurde es der sicherste und der erste auf deutschem Boden erstrittene Sieg.

In der mit den Fahnen beider Länder geschmückten Nibelungenhalle, der größten Versammlungsstätte der Bayerischen Ostmark, hatten sich rund 10000 Zu­schauern eingefunden. Unter ihnen bemerkte man den Präsidenten des ungarischen Turnverbandes, Dr. Szukovathy, den Generalkonsul Szabov (Mün­chen), Graf von der Schulenburg als Vertreter des Reichssportftthrers, der in einem Begrüßungs­telegramm der Veranstaltung einen guten Verlauf gewünscht hatte, ferner den NSNL.-Gauführer SA.-Brigadeführer Schneider.

Beim feierlichen Einmarsch der beiden National­mannschaften standen den neun deutschen nur acht ungarische Turner gegenüber. Für den verletzten und nicht mitgekommenen Ludwig Toth sprang der Ersatz­mann Franz Varköi ein. Gewertet wurden in dem Sechskampf nur die sechs besten Turner beider Mann­schaften.

Der Auftakt war für uns nicht gerade verheißungs­voll, denn Friedrich verfehlte gleich zu Beginn seiner Barrenübung die Holme und erhielt nur ganze 4 Punkte. Allerdings machten seine Kameraden den Versager durch ausgezeichnetes Turnen wett und HEen schon in der ersten Hebung einen Vorsprung von 6 Punkten heraus.

Am Seitenpferd fielen die Gäste noch mehr zurück. An diesem Gerät haben die Ungarn zweifellos noch lernen. Walter Steffens, der am Bdrren zusammen mit Willi Stadel, mit je 197 Punkten

bester Einzelturner war, holte sich auch hier mit 19,9 Punkten die beste Note. Dagegen hatte Willi Stadel einiges Pech, denn trotz immerhin 18,6 Punkten kam er hier für die Wertung nicht mehr in Betracht. Mit 16 Punkten Vorsprung hatte die deutsche Mannschaft die Führung erheblich ausgedehnt.

Wesentlich knapper war der Unterschied im Können beim Pferdsprung. Ein blitzsauberer Hecht von Krötzsch erhielt mit 19,9 Punkten die höchste Bewer­tung.

An den hängenden Ringen zeigten dann unsere Turner sich stark verbessert und als gleichwertige Gegner für die ungarischen Spezialisten an diesem umstrittenen Gerät. Alfred Müller unb Stephan Gabl schnitten mit 19,7 Punkten am besten ab.

Erstmalig konnten beim Bodenturnen die Gäste einen Vorsprung herausholen. Ihre Kürübungen wirkten vielleicht formschöner, ohne aber den größeren Schwierigkeitsgrad unserer Männer zu erreichen. Pataki wurde mit 19,9 Punkten am höchsten bewertet.

Glanzleistungen beider Mannschaften gab es im abschließenden Neckturnen, und in erster Linie war es der Münchener Stangl, der für seine prachtvolle Kür die einzige Höchstnote, eine volleZwan­zig", erhielt. Alfred Müller tat wegen einer Ver­letzung nach dem Turnen an den Ringen nicht mehr mit.

Bester Einzelturner war der Deutsche Walter Steffens mit 117,5 Punkten vor seinen Kameraden Willi Stadel mit 116,9 Punkten, Kurt Krötzsch mit 116,4 Punkten, Innozenz Stangl mit 116,3 Punkten und Karl Stadel mit 114,8 Punkten. Erst dann folgte mit 114,4 Punkten der beste Ungar Santha auf dem sechsten Platz.

Veste deutsche Schiläufer am Arlberg.

Clausing Lleberraschuügssieger.

Am Arlberg starteten am Samstag 106 Läufer und 10 Läuferinnen zu einem Abfahrtsrennen auf einer sorgfältig hergerichteten Strecke. Die Läufer, unter ihnen mehrere der deutschen Spitzenklasse und einige gute Ausländer, mußten aber doch bald fest­stellen, daß der Kurs seine Tücken hatte. Besonders am mittleren Steilhang, bei dem ein Zwangstor zu nehmen war, ereigneten sich zahlreiche Stürze. Willi Walch fand in sausender Fahrt das Tor nicht. Weltmeister Josef Jennewein und Josef Pertsch stürzten in rasendem Lauf in den meterhohen Neu­schnee, und nur der Fülle der Schneewelle haben sie es zu verdanken, daß sie ohne Verletzungen blieben. Auch Rudi Cranz, Albert Pfeifer und Hel­mut Lantschner verloren hier durch Stürze wertvolle Zeit. Der Kurs mußte also wohl überlegt und ruhig genommen werden. Hier erwies sich Walter C l a u - fing, der junge Läufer aus Garmisch-Parten­kirchen, als ein Fahrer bester Klasse. Durch sein ab- gewägtes und technisch feines Laufen sicherte er sich im Feld der Meisterläufer natürlich über­raschend den ersten Platz in 4:42,4 Minuten vor Thaddäus Schwab! und K. Feix. Die Ausländer endeten weit abgeschlagen. Bei den Frauen konnte jedoch niemand unserer Weltmeisterin Christel Cranz gefährlich werden. Sie siegte in 5:37 Minuten vor der Münchnerin Lisl Hoferer.

Spannende Torläufe.

Einen glanzvollen Ausklang hatten die 2. Arlberg- Schirennen um den Tschammerpokal am Sonntag mit dem Torlauf zu verzeichnen. Bei schönster Winter­sonne gab es vor einem großen, stark international durchsetzten Publikum man sah viele Engländer, Franzosen und Schweizer rassige Kämpfe, die ihren Höhepunkt in dem großartigen Zweikampf zwischen Helmuth Lantschner und Rudi Cranz um den Sieg int Torlauf hatten. Der Freiburger batte im ersten Durchgang mit 53,1 Sek. die beste Zeit, Lantschner lag nur 4/10 Sek. hinter ihm. Im zweiten Durchgang setzte der Innsbrucker alles aus eine Karte, und obwohl Cranz mit 51,9 Sek. gleichfalls seine Fahrt verbesserte, gelang es Lantschner, diese phan­tastische Zeit noch um 8/10 Sek. zu unterbieten und damit Torlaufsieger zu werden. Den dritten Platz belegte Rudi Matt (Arlberg), der 1932 in Schreiber- Hau den deutschen Titel in der klassischen Kombination gewann, vor Walter Clansing und sicherte sich damit den Kombinationssieg.

Bei den Frauen gab es den nun schon gewohnten Sieg von Christel Cranz, die sowohl im Torlauf als auch in der Kombination den ersten Platz vor der Münchenerin Liesel Hoferer belegte. Dr. Solcher hatte einen ausgezeichneten Hang mit 220 Meter Höhenunterschied ausgesucht, auf dem 21 Tore einen sehr flüssigen Lauf gestatteten.

Weltmeister Rominger Kandahar-Sieger.

In Anwesenheit der beim Arlbergrennen betei­ligten deutschen Spitzenklasse gelangte am Wochen­ende auf der 1800 Meter langen Schiltgratstrecke

das 11. Kandahar-Rennen zum Austrag. In der Alpinen Kombination siegte Torlaufweltmeister Ru­dolf Rominger (Schweiz) mit 374 Punkten vor den beiden Franzosen Couttet (381,4 P.) und Agne 1 (382,8 P.), nachdem er im Torlauf durch einen klaren Sieg an die Spitze der Wertung ge­langt war. Den Wettbewerb der Frauen holte sich die Engländerin I. Steedman, gleichfalls dank ihrer guten Torlaufleistung vor der Schweizerin Ve­rena Fuchs und de la Fressange (Frankreich).

Wehrmacht siegt gegen NSRL.-Auswahl.

Im Münchener Dante-Stadion sahen am Sams­tag 4000 Zuschauer ein interessantes Fußballspiel zwischen einer Münchener Wehrmacht-Mannschaft und einer Auswahl des NSRL. Die Soldaten sieg­ten dank ihrer besseren Stürmerleistungen mit 4 :3 (2:2). Die Läuferreihe der Wehrmacht verstand es geschickt, den Sturm einzusetzen. Im Angriff über­ragte der rechte Flügel mit Lippold-Körner. In der Abwehr boten Moll und Streitle hervorragende Leistungen. Der Sturm des NSRL. zeigte dagegen wenig Zusammenhang, vor allem durch den Aus­fall der Flügelleute. Kainberger im Tor bewies seine gute Veranlagung, und Mittelläufer Gold­brunner überzeugte durch seine gute Form, die für den Länderkampf gegen Italien vieles erhoffen läßt. Vor der Pause schossen für die Wehrmacht Dippold und Forster die Tore, für den NSRL. Gerold und Simetsreiter. Durch Meier gingen die Soldaten nach der Pause in Front, aber Ianda II glich sofort wieder aus. Durch ein Eigentor von Ianda I, eine Viertelstunde vor Schluß, verlor der NSRL. das Treffen.

<Tune Spyrtrwinen.

Die französische Brustschwimmerin Simone Gardet stellte zwei neue Landesrekorde auf. Sie unterbot ihre eigenen Rekordzeiten über 400 Meter Kraul von 7:06,2 auf ß,56 und über 500 Meter von 9:01,6 auf 8:44,6.

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Bei den Olympischen Spielen in Hel­sinki wird Finnland eines Huer Nationalspiele vorführen, und zwar das finnische BallspielPesä- pollo", eine Art Schlagball.

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Die deutschen S o m m e r s p i e l - M e i st er­schuf t e n im Faustball der Männer und Frauen, sowie die Reichswettkämpfe im Schlagball, Korbball und Ringtennis werden am 16./17. September in Dresden veranstaltet. '

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Der Stuttgarter Erich Hagenlocher verteidigte die Deutsche Meisterschaft der Berufs­billardspieler in Berlin gegen seinen Herausforderer Hans Weiß (Berlin) erfolgreich.

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WederAuto-Union noch Alfa Romeo beteiligen sich am Großen Auto-Preis von Pau am 2. April. Nur drei Mercedes-Benz werden also das Ausland gegen die französischen Wagen von Dela- haye, Talbot und Sefac vertreten.

Dem in beiden Lagern mit einiger Spannung er­wartetem Spiel sah man doch in Ruhe entgegen. Um Entscheidungen ging es nicht. Es hatte sich eine große Zuschauermenge 'eingefunden, die Zeuge des Spieles fein wollte. Noch am Samstag hatten die Grün-Weißen Sorgen um die Mannschaftsaufstellung. Die Sorgen wurden aber am Sonntagvormittag be­hoben und als am Nachmittag die beiden Mann­schaften ins Feld liefen, sah man beide Vertretungen in bester Aufstellung. Die Grün-Weißen hatten An­stoß und kamen gleich vor das Tor der Gäste. Be­reits in der 7. Minute fiel das erste Tor für die Leute vom Waldsportplatz. Berlenbach war der Tor­schütze. In der Folge gestalteten die Platzbesitzer den Kampf für sich überlegen. Die VfBer wollten sicht­lich eine rasche Entscheidung herbeiführen. Das ge­lang auch! Kurz hintereinander erzielten sie zwei Ecken, deren eine verwandelt werden konnte. Ber­lenbach hatte geschickt her^ingegeben, Fischer nahm den Ball mit dem Kopf auf und lenkte ruhig und sicher ins Tor. 2:0 für VfB.! In der Folgezeit hatte die Steinberger Hintermannschaft noch bange Minuten zu überstehen, sie konnte aber nicht ver­hindern, daß durch Mattern und Fischer zwei wei­tere Tore fielen. Mit 4:0 Toren ging es in die Pause. Das Halbzeitergebnis war für jeden Zu­schauer eine große Ueberraschung.

Nach der Pause kamen die Watzenborn-Steinber­ger in Fahrt und konnten nun ihrerseits das Spiel überlegen gestalten. Durch Lang holten sie ein Tor auf, der Erfolg sollte aber auch der einzige dieses Spieles bleiben. Die Platzbesitzer änderten nun ihre Taktik und spielten aufhalten". Das gelang zwar, war aber nicht zum Besten der Mannschaft. Kurz vor Spielende stellte Kramer durch einen Elfmeter­ball das Endergebnis her.

Aus den benachbarten Vezirksklaffen.

In der hessischen Fußball-Bezirksklasse darf man neben dem SC. Wirges (Gruppe Lahn), Teutonia Watzenborn-Steinberg (Gießen) und Rb.-FSV. Be­bra (Werra) nun auch den F V. Freidenbachin der Gruppe Marburg als Meister ansehen. Brei­denbach führt die Tabelle mit 23:7 Punkten vor Ockershausen (21:9) und dem Titelverteidiger VfL. 1860 Marburg (15:11) an und könnte von Ockers- hausen nur noch überflügelt werden, wenn das ein­zige noch ausstehende Spiel haushoch verloren ginge. Ockershausen siegte zwar am Sonntag in Wallau 3:2, verschlechterte aber sein Torverhältnis durch die beiden Gegentore nicht unwesentlich. Breidenbach war spielfrei und verzichtete auch auf das Pokalspiel gegen Hartenrod.

In der Gruppe Friedberg ist im Zweikampf zwischen Bad Homburg und Bad Vilbel noch keine Entscheidung gefallen. Beide blieben auch am Sonn­tag wieder siegreich, die Homburger zu Hause gegen Groß-Karben mit 5:1, Vilber ebenfalls zu Hause gegen Massenheim mit 3:1. In Bad-Nauheim gab es leider wegen einer Tätlichkeit gegen den Schieds­richter einen Spielabbruch! Bad Homburg führt wei­ter mit 34:8 Punkten vor Vilbel (33:7) und Groß- Karben (23:15).

Kastel 03 ist Heffenmeister.

Nun ist auch im Gau Hessen die Entscheidung ge­fallen, und zwar so, wie man cs nach Lage der Dinge nicht mehr anders erwartete: Kassel 03 blieb auch in seinem letzten Spiel unbesiegt und errang vor dem Titelverteidiger Hanau 93 mit einem einzigen Punkt Vorsprung die Gaumcistcrschaft. Um ein Haar wäre die Sache allerdings für die 03er schief gegangen, denn der vorn Abstieg bedrohte BC Sport (der auch das Vorspiel gewonnen hatte!) bot eine große kämpferische Leistung und lag bei der Pause mit 2:1 in Front. Eine Niederlage hätte Hanau 93 dank dem besseren Torverhältnis die Meisterwürde eingebracht, aber soweit ließen es die 03er nun doch nicht kommen.

Der dramatische Kampf, dem 7000 Besucher beiwohnten, klang in einem 2:2 aus, wobei das Aus­gleichstor für 03 aus einem Elfmeterball resultierte. 03 hätte vielleicht gewonnen, wenn nicht in der ersten Halbzeit sein Torhüter eine Zeitlang wegen Verletzung gefehlt hätte, was dem Gegner eine 2:0-Führung ermöglichte.

Während also nun die Meisterschaft entschieden ist/ herrscht bezüglich des Abstiegs immer noch Unklar­heit. Sport Kassel ist wieder an die vorletzte Stelle zurückgefallen, da Dunlop Hanau gegen Friedberg 3:2 gewann. Auch Kewa buchte endlich wieder einmal einen Sieg (gegen Spielverein 1:0), hat aber noch die meisten Minuspunkte!

Ergebnisse aus benachbarten Gauen.

Süddeutsche Freundschaftsspiele: Kickers Offenbach Union Böckingen 4:0, Wor- matia Worms SSV. Troisdorf 4:2, FV. Saar-i brücken SV. Waldhof 2:2, Wehrmacht Wies« baden Stadt Wiesbaden 2:6, 1. FC. Nürnberg gegen Eintracht Frankfurt 3:1, MSV. Ingolstadt gegen Neumeyer Nürnberg 2:3, Wehrmacht Mün­chen Stadt München 4:3, Hannover 96 FSV« Frankfurt 9:3, Wehrmacht Ulm Stadt Ulm 4:2« Gau Bayern: Schwaben Augsburg FC. 05 Schweinfurt 3:5; SpVg. Fürth Jahn Regens« bürg 1:1.

Handball im RSRL.-Kreis Gießen.

Der gestrige Sonntag blieb, nachdem noch in letzter Minute das Treffen Katzenfurt Hörnsheim wegen schlechter Platzverhältnisse abgesagt werden mußte, ohne Sport. Durch diesen erneuten Aus­fall treten nunmehr tatsächlich Terminschwierigkeiten auf, die die Kreisspielleitung vermutlich zu außer­gewöhnlichen Maßnahmen zwingen muß.

Die einzige Handballveranstaltung war ein Kur« furnier im Rahmen des Tages der Wehrmacht in Wetzlar. Auf dem Gelände der Spilburg standen sich drei Wehrmannschaften (NA. 9, I.-R. 116 und A.-R. 45) und eine verstärkt spielende Stadtmann­schaft gegenüber. Sieger blieb dank ihrer größeren Geschlossenheit die Stadtmannschaft, die damit Ge­winner des vom Standortältesten gestifteten wert­vollen Ehrenpreises wurde.

Gchießmeisterschsst der Gruppe 11 des NS.-Klirgerkorps ausgetragen.

NSG. Vor wenigen Tagen wurde in Frankfurt die Schießmeisterschaft der Gruppe 11 des NS.-Flieger- korps unter den Stürmen ausgetragen. Die in Frankfurt gezeigten Schießleistungen erfüllten voll­auf die gestellten Erwartungen und lassen hoffen, daß die Teilnahme an den vorgesehenen weiteren wehrsportlichen Kämpfen des Jahres 1939 gleich­falls erfolgversprechend ist.

Die fünf besten Leistungen konnten 1. NSFK.- Sch ar sichrer Schweißguth vom NSFK.-Sturm 6/75 Gießen mit 318 Ringen, 2. NSFK.-Obertruppführer Schwan vom NSFK.-Sturm 7/77 Mainz mit 298 Ringen, 3. NSFK.-Mann Mehring vom NSFK.- Sturm 4/77 Heppenheim mit 297 Ringen, 4. NSFK.- Scharführer Schneider vom NSFK.-Sturm 5/72 Andernach mit 291 Ringen, 5. NSFK.-Rott e nführer Malkus vom NSFK.-Sturm 8/75 Diez mit 291 Ringen erzielen. In der Gesamt-Ringzahl war die NSFK.-Standarte 77 Darmstadt mit 2749 Ringen vor der NSFK.-Standarte 75 Frankfurt mit 2563 und der NSFK.-Standarte 72 Koblenz mit 2457 er­folgreich.

Um den HandbaU-AdlerpreiS.

Brandenburg und Sachsen im Endspiel.

Bei sehr ungünstigen Wetterverhältnissen mürben am Sonntag die beiden Vorschlußrundenkämpfe der Handball-Ganinannschaften um den vom Reichs- sportführer gestifteten Adlerpreis in Berlin und in Wuppertal ansgetragen. In beiden Fällen siegten die Favoriten Bcrlin/Mark Brandenburg und Sachsen sehr knapp mit dem gleichen Ergebnis von 8:7 Toren gegen die Ostmark bzw. Niederrhein. Die Endspiel- Paarung lautet also Berlin/Mark Brandenburg Sachsen. Als Termin wurde bereits ^der 2. April festgesetzt.

Olympische Straßenrennen verlängert

In Uebereinstimmnng mit dem Internationalen Radsport-Verband (UCJ.) hat das Organisations­komitee für die Olympischen Spiele 1940 in Helsinki eine neue Rennstrecke für das olympische Straßen­radrennen bestimmt. Das Einzelfahren wird nun auf einer 94 Kilometer langen Strecke von Helsinki I nach Paarve und zurück über insgesamt 188 Kilo- ; Meter entschieden. Die ursprünglich in Aussicht ; genommene Strecke hatte nur eine Länge von. 119 Kilometer, da sie aber durch das Zentrum der Stadt führte, wurde mit Rücksicht auf den während der Olympischen Spiele herrschenden lebhaften Verkehr die neue, abseits der Hauptstraßen liegende Rennstrecke ausgewählt.

3m Wurftaubenschießen unerreicht.

Bei dem zweitägigen Wettschießen unserer Wurf­taubenschützen in Berlin-Wannsee erwies sich der deutsche Meister Dr. Schöbel wieder als der zu­verlässigste Schütze. Am Sonntag erzielte er trotz ungünstigster Bedingungen bei starkem Wind und Schneetreiben 91 Treffer auf 100 Tauber). In der Gesamtwertung ging Dr. Schöbel mit 183 Treffern auf 200 Tauben als überlegener Siege r hervor. Den zweiten Platz behauptete der Hamburger Heyer mit 177 Treffern vor Förster-Roß.(Mülheim) mit 175 Treffern. Die nächsten Plätzie belegten zwei Offiziere der Luftwaffe, Hauptmünn Körner mit 173 und Oberstleutnant Bassenge mit 172 Tref­fern. Die gleiche Zahl von Tauben Hache Exz. Siddi Khan (Afghanistan) getroffen.

70 000 Zuschauer beim Rugby.

Ein überaus großes Interesse fand der Entschei- dungskampf zur Britischen Rugbymeisterschaft für Ländermannschaften am Samstag in der schottischen Stadt Murrayfield zwischen Schottland und Eng­land. Rund 70 000 Zuschauer sahen einen bewegten Kampf, aus dem die Engländer mit 9:6 (6:6) sieg­reich hervorgingen. Sie gewannen damit von Schott­land den Kalkutta-Pokal zurück, müssen sich aber in die Meisterschaft, wie schon 1932, mit Irland und Wales bei gleicher Punktzahl teilen.

Aus der engeren Heimat.

Kreis Alsfeld.

c. Flen f u n g e n, 14. März. Die hiesigen Pimpfe und Iungmädel hielten im Saale von R. Reitz einen Volksgemeinschafts abend ab. Ein Iung- volkführer aus Lauterbach hielt eine kurze An­sprache an die Eltern und wies auf die Bedeutung solcher Volksgemeinschaftsabende hin. Der Abend brachte dann in unterhaltsamer Folge Reigen, Mundartgedichte, Zwiegespräche unb Musik, die von einigen begabten Pimpfen geboten wurde. Ferner fand eine amerikanische Versteigerung statt, bei der die Gewinne humorvoll an den Mann gebracht wur­den. Die Hntergauführerin der Iungmädel bat die Eltern, ihren Mädchen in diesem Jahre die Hessen- Nassaufahrt zu ermöglichen. Iungvolkführer Pe­ters schloß den anregenden Abend.

*!* Ruppertenrod, 14. März. Die Schar Ruppertenrod des BDM. veranstaltete im Saal von I. Schmidt einen Dorfgemeinschaftsabend. Scharführer Völzing hieß die zahlreichen Be­sucher willkommen. Ein vaterländisches Stegreif­spiel, Gesänge, Volkstänze, ein Märchenspiel und ein lustiges Stücklein vom Doktor Eisenbart füllten die unterhaltsamen Stunden. Eine Verlosung von schönen und praktischen Handarbeiten beschloß den Abend. Der hiesige Obstbauverein hielt bei Gastwirt Döll seine Generalversammlung ab. Der stellvertretende Vereinsführer begrüßte die Mitglied der, die fast vollzählig erschienen waren. Der Ver­ein wandte im vergangenen Jahre 100 Mark zusätz­lich für die Förderung des Obstbaues auf. Der Kas­senstand lautete günstig. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden verschiedene Anregungen für die Arbeit im kommenden Jahre gegeben. Es wurde empfohlen, bei der Dorfverschönerung auch den Obstbau zu berücksichtigen, mehr Beerenobst anzu- pflanzen, von der Aufhängung von Starenkästen abzusehen, da die Vögel durch ihre Menge bereits erheblichen Schaden anrichten, u. o. a. Den Schluß der Versammlung bildete eine Verlosung von Bäu­men, Beerensträuchern und Gartengeräten.

<£ Deckenbach, 16. März. Die hiesige V o l k s- schule hatte die Elternschaft zu einem froh- lichen Abend eingeladen. 200 Einwohner, die Hälfte der gesamten Einwohnerschaft des Dorfes, leisteten der Einladung Folge. Der Saal des Gasthauses Zur Rabenau" war bis auf den letzten Platz be­setzt. Die Darbietungen der Kinder bereiteten große ivreube. Es gelangten drei Märchenspiele zur Aus" führung, die sehr gut gefielen, ferner wurde manches Lied gesungen und Gedichte zum Vortrag gebrod)« Die Eltern dankten den Kindern mit lebhaftem Bei" fall. Zum Schluß richtete Lehrer Reinhard an die Eltern einige herzliche Worte der Verbundenheit zwischen Schule und Elternhaus und verabschieoeis dann die in diesem Jahre zur Entlassung tommen den Schüler, denen er eine Erinnerungsgabe an o> Schulzeit mitgab.