Ausgabe 
20.2.1939
 
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Glanzvolle AS.-Mnierkampfsplele in Villach

Die Wen Wettkämpfe von Zakopane

2.

Die

Farbenprächtiger Aufmarsch am Rachmittag

(1:2) (3:3) (2:2)

4:3 3:6 7:6

7:3

9:0

die ein

7:2

6:5

(2:1) (1:2) (1:3) (6:1) (6:0)

(6:1) 10:1

(4:0) 8:1

8:5 6:2 3:7 2:1

4:4 9:2 0:5 0:5 4:3

0:7 4:2 4:3 3:7 1:2

Ergebnisse dec Zwischenrunde der Gruppe 14/JR. 116 SA. 116 (3:2) 6:5

wieder ausgleichenden Torzahlen die Männcrturner getragen. Die nur knapp mit 4:3 sichern konnten. Die f^onsteren- Wettkämpfen den Lützellindenex mußten, sich den Butzbacherü i Sturnle des BetfallZ.

ehrung vor. Unter besonderem Hinweis auf die stol­zen Erfolge unserer Spitzenklasse im Zakopane unter­strich der Reichssportführer, daß auch die NS- Kampfspiele bewiesen haben, daß der Nachwuchs marschiere und stets und überall einsatzbereit sei.

Am frühen Nachmittag, schon um 14 Uhr, wurde das Turnier fortgesetzt. Der weiteren Kampshand­lung ging ein eindrucksvoller Aufmarsch aller Tur­nierteilnehmer voraus. Die Mannschaften in ihrem bunten Dreß boten ein farbenfrohes Bild. Berems- führer Müller (Mtv.) hielt eine kurze Begru- ßunasansprache, und hieß besonders die Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen, der Wehrmacht, der Polizei und der Stadtverwaltung willkommen. Nach kurzen Darlegungen über die Gründe der frühen Veranstaltung des Turniers, nach Worten des Dankes an alle? die der Vorbereitung dienten, wie auch an alle die teilnehmenden Vereine, er- mahnte er die Spieler zum ritterlichen Kamps. Nachdem dasSiegheil" auf den Führer verklun­gen war, wurde sofort zu den Vorrundenkampsen der Gruppe 1 angetreten.

Die Spiele des Nachmittags fanden einen scho­nen Auftakt mit dem leidenschaftlichen Kamps zwi­schen Mtv. und 1900 Gießen, den sich nach immer 1 ' . < f. ...S,... ___STDntini'rhirnpr

B e i den W e l t m e i st e r s ch a f t e n im Cis« schnellaufen in Helsinki lagen nach dem ersten Tag der Lette Berzinsch und der Finne Wasenius mit je 103,530 Punkten in Führung vor den Nor­wegern Mathisen und Engnestangen. Als bester Deutscher lag Stievl (Wien) an 13. Stelle, lieber 500 Meter siegte Engnestangen in 44,8 Sekunden und die 5000 Meter gewann Mathisen in 9:31 Mi­nuten. Berzinsch und Wasenius belegten jedesmal gemeinsam den zweiten Platz.

beugen. Die Frankfurter SA. und die Gießener Artilleristen fanden leider schwache Gegner. Kirch­göns behauptete sich gegen Wetzlar mit klarem Erfolg. Die Heuchelheimer kamen gegen die wurf- gehaltigen Katzenfurter nicht auf. Der Luflwaffen- sportverein kam kampflos in die Zwischenrunde.

Ergebnisse der Vorrunde der Gruppe 1.

Graham Sharp auch Weltmeister.

Die letzte Weltmeisterschaft des Jahres 1939 im Eiskunstläufen wurde am Samstag mit der Kür der Manner entschieden. Der Engländer Graham Sharp holte sich in Abwesenheit des Titelvertei­digers Felix Kaspar (Wien) zum ersten Male die Weltmeisterschaft, nachdem er schon im letzten Jahr mit dem zweiten Preis hervorragend abge­schnitten hatte. Einstimmig wurde er von den fünf Schiedsrichtern auf den ersten Platz gesetzt und mit

Mtv. Gießen B VfB.-R. Gießen B Mtv. Gießen A Spvgg. 1900 Gießen Tv. Atzbach A To. Krofdorf Tv. Holzheim Tv. Hörnsheim Tuspo. Ockershausen To. Lützellinden Tv. Katzenfurt Tv. Atzbach B To. Wohnbach Tv. Grüningen Tv. Dillenburg To. Dornholzhausen To. Gambach Tv. Londorf Tv. Rieder-Mörlen Tv. Dutenhofen Tv. Södel To. Lich

Die Ergebnisse der Vorrunde der Gruppe 2.

(Das Halbzeitergebnis ist jeweils zuerst genannt.) DfB.-R. Gießen A SA.-Standarte 116 Gießen (0:0) 1:1 (1:2)

Das 7. Gießener Hallen-Handball-Turnier wurde auch diesmal wieder zu einem Erfolg und zu einem Ruhmesblatt der Veranstalter, des Männerturnver­eines Gießen und des Turnvereins 1846 Gießen. Eine Fülle der-organisatorischen Arbeit mußte in wenigen Tagen geleistet werden. Es standen nur 8 Tage zur Verfügung. Alle Organisationsarbeit wurde so exakt geleistet, daß das große Turnier, zu dem 50 Mannschaften gemeldet hatten, auf die Minute pünktlich bewältigt wurde. Dies dürste als eine einzigartige Leistung zu betrachten sein. Die Häuptarbeitslast wurde dabei von Schiedsrichterob­mann Heinrich Becker (Gießen-Wieseck) geleistet. Ihm stand eine Reihe bewährter Mitarbeiter aus dem Kreisfachamt zur Verfügung. Nicht zuletzt trugen auch die Vereine durch rasche Meldung dazu bei, daß das Turnier steigen und zu einem Erfolg werden konnte.

48 Mannschaften 48 Spiele.

Da für das Turnier 48 Mannschaften angetreten waren, wurden auch 48 Kämpfe notwendig. Die ver­lierende Mannschaft schied jeweils sofort aus.

Pünktlich am Sonntagfrüh um 7 Uhr wurde schon in Anwesenheit einer stattlichen Zusch au er­zähl die Turnier begonnen. Zunächst kämpften die Mannschaften aus Gießen gegeneinander, soweit sie sich an den Kämpfen der Gruppe 2 beteiligten. Dann traten die Mannschaften der zahlreichen Land­vereine an, die mit vielen Schlachtenbummlern er­schienen. So gab es schon am Vormittag Leben in der Halle, daß manchmal die Wände bebten. Die Spiele wurden mit großer Erbitterung ausgetragen Die Zuschauer gingen leidenschaftlich mit, denn es ging für jede Mannschaft und in jedem Spiel um den Verbleib in dem Wettbewerb. Es gab, wie die Ergebnisse ausweisen, manchen hartnäckigen Kamps um das entscheidende Tor, es gab aber auch eine Reihe recht eindeutiger Ergebnisse, in denen Klassen­unterschiede zum Ausdruck kamen. Es ist im Rah­men dieses Berichts nicht möglich, die einzelnen Spiele einer Betrachtung zu unterziehen. Der Dor- jahrssieger, Tv. Hörnsheim, schied schon in der Vor­runde aus.

Der Meistersprung.

Eisig wechte am Sonntagmorgen der Wind von den Bergen der Ho!)en Tatra. 30 000 Zuschauer standen im Banne des großen Geschehens auf der Krokiew-Schanze. Fieberhafte Vorbereitungen wur­den getroffen, um die vereiste Schanze für den Sprunglauf brauchbar zu machen. Als erster der 46 Bewerber führte der Titelverteidiger Asbjörn Ruud seinen Sprung aus. 68 Meter wurden ver­kündet. Unmittelbar hinter ihm kam sein Bruder Birger, der 72,5 Meter schaffte. Das war der schönste Sprung von allen. Unser Dresdener Paul Häckel bewältigte 69 Meter. Dann sprang Josef Bradl. Niemand ahnte, daß er den Sprung sehen würde, der die Weltmeisterschaft entschied. Noch schneller Abfahrt schwang sich der Salzburger von der Schanze ab. In vorzüglicher Haltung, kraftvoll mit den Armen schwingend, schwebte er durch die Luft und landete sicher und elegant bei 80 Meter. Keiner kam im ersten Durchgang weiter als er. Ausgezeichnet hielt sich Hans Lahr mit seinen 78,5 Meter. Nur einen halben Meter weiter tarn Hilmar

377,6 Punkten auch am besten bewertet. Sein Lands­mann Fred T o m l i n s , der nach der Pflicht wie bei der Europameisterschaft hinter dem Deutschen Meister Horst Faber lag, war in der Kür gleich­falls feljr sicher, so daß ihm der zweite Platz mit 11/372,58 zukam. Horst Faber wurde mit 15/367,8 Dritter vor Edi Rado., während Loichinger den achten Rang einnahm. Die Budapester Kunsteisbahn war wie am Vortag bei den Paarlauf-Weltmeister- schften ausgezeichnet besucht.

Mtv. Gießen Spvgg. 1900 Gießen Tv. Wetzlar To. Kirch-Göns Tuspo. Butzbach To. Lützellinden Tv. Hörnsheim To. Wohnbach SA.-Kampfsp. Frankfurt To. Holzheim MSV. Barbara Gießen Tv. Garben­heim

To. Katzenfurt Tv. Heuchelheim

Nach der Vorrunde der Gruppe 2 wurden dann sofort die Spiele der ersten Zwischenrunde der Gruppe 2 ausgetragen. Es gab dabei fast durchweg knappe Ergebnisse, die bewiesen, daß sich jeweils die besseren Mannschaften schon in der , Vorrunde durchgesetzt hatten. Man sah schon in dieser Zwi­schenrunde ausgeglichene Kämpfe, in denen der Sieger erst in den "letzten Minuten festgestellt wurde Lediglich die A-Mannchaft von Mtv landete gegen VfB.-R. einen hohen Sieg, die Frankfurter SA. fanterte die Mannschaft von Södel mit 10:2 nieder, und Krofdorf erwies sich den Holzheimern gegen­über überraschend klar siegreich. Die B-Mannschaft von Mto. brachte sich trotz ihres Vorrundensieges gegen VfB.-R. um die weitere Beteiligung, weil sie in ihren Reihen einige Spieler hatten, die nicht spielberechtigt waren.

Totenstille herrschte, als Bradl ansetzte. Der Salz­burger ließ sich durch Ruuds famose Leistung nicht aus der Ruhe bringen. Er ging ganz auf Sicher­heit und sprang 76,5 Meter in feinem Stil. Hans Lahr erstelle 75 Meter, Paul Hackel 76 Meter, Paul Kraus 72 Meter, Hans Marr 75, Myhra 76,5 Meter. Eriksson konnte sich mit 78,5 behaupten.

Freude bei den Deutschen.

Knapp, ganz knapp mußte die Entscheidung sein, und nur die Sprungrichter konnten aus Grund ihrer Wertung sofort feftftdlen, welches der Weltmeister und die weitere Reihenfolge war. Die kleine deutsche Kolonie kannte vor Freude keine Gren­zen, als das Ergebnis endlich verkündet wurde. Josef Bradl hatte es wirklich geschafft. Fünf Zehn­telpunkte lag er über Briger Ruud und wies die Rote 224,7 auf. Dritter wurde Kongsgaard mit 223,1 vor Erikston (Schweden) und Marusarz (Po­len). Nach Hilmar Myhra folgten wieder zwei Deutsche: Hans Lahr und Paul Kraus, die den Wettmeister des vergangenen Jahres, Asbjörn Ruud, auf den neunten Platz verwiesen.

Abschluß!

Sieben Tiiel für Oeutschland.

Mit einer eindrucksvollen Schlußfeier wurden die Schi-Weltmeisterschaften am Sonntag in Zakopane

Großfeuerwerk.

Oie neue Weltmeister liste:

Alpine Wettbewerbe.

Zwischenrunde:

14./JR. 116 Mtv. A Tv. Krofdorf To. Lützellinden Tv. Grüningen Tv. Gambach

Preisverteilung.

SA. ° Obergruppenführer von T s ch a m m e r und Osten nahm anschließend auf dem festlich geschmückten Adolf-Hitler-Platz m Villach die Sieger-

VfB.-R.b Mtv.a (2:4) 3:9

Krofdorf Holzheim (2:0) 5:1)

Katzenfurt Lützellinden (1:1) 3:5

Dutenhofen Gambach (4:3) 6:7

Södel SA. Frankfurt a. M. (2:4) 2:10

Niedergirmes Hochelheim (2:2) 3:4 Grüningen Dornholzhausen (3:3) 6:3

beendet. Zum letzten Male standen die berühmten Läufer und Springer der 13 Nationen mit ihren Föhnen vor der Ehrentribüne. Unter großem Bei­fall nahm der Präsident der FIS, Major Oest- gaard, zusammen mit dem Präsidenten des pol­nischen Schiverbandes Minister B o b k o w s k i die Siegerehrung vor und verteilte die Ehrenpreise an erfolgreichen Teilnehmer. Den Abschluß bildete

2:3

5:6 2:5

6:

Abfahrtslauf: Helmut Lantschncr (Deutschland).

Torlauf: Rudolf Rominger (Schweiz).

Kombination: Jos. Jennewein (Deutschi.).

Abfahrtslauf: Christel Cranz (Deutsch!.). T o r I a u f: Christel Cranz (Deutschland).

Kombination: Christel Cranz (Deutsch!.).

Klassische Wettbewerbe:

Nord. Kombination: Gustl B e r a u e r (Deutschland).

Spezial-Sprunglauf: Josef Bradl (Deutschland).

18-Kilometer-Langlauf: Juho Kurik- kala (Finnland).

50-Kilomer-Dauerlauf: Lars Bergen­dahl (Norwegen).

4X10 -Kilometer-Staffel: Finnland (Pitkänen, Alakulppi, Olkinuora, Karppinen).

Vorführungs-Weilbewerb.

Militär-Schipatrouille: Sieger Deutsch­land (Oblt. Gaum, Oberjäger Z e n g e l, Gefr. Speckbacher, Gefr. Sch a u m a nn).

MSV.Vardara" Gießen und Tv. Gambach triumphieren!

Das 2. Hallen-Handball-Turnier das Ereignis des Gießener Gporisonntags.

SA. Frankfurt Tv. Hochelheim (3:1) Vorschlußrunde:

Mtv. A Tv. Lützellinden (3:2)

Gambach SA. Frankfurt (5:2)

SA.-Smppe Hochland siegt in der Melde-Staffel.

Die ersten großdeutschen NS.-Winterkampfspiele in Villach wurden am Samstag mit dem 5 X 8=km= Melde-Stafsellauf fortgesetzt. Nicht weniger als 60 Mannschaften fanden sich im Hubert-Mausner- Stadion zum Start ein. Bei bedecktem Himmel erst später brach die Sonne durch fanden die 300 Läufer schnellen Schnee vor. So gab es in beiden Gruppen (die man der großen Teilnehmerzahl wegen hatte bilden müssen) gute Zeiten. Den Sieger stellte schließlich die erste Gruppe, in der sich die SA.- Gruppe Hochland und die Ordensburg Sonthofen bis ins Ziel einen erbitterten Kampf lieferten. Bach als Schlußmann der Sonthofener überholte den führenden Zeller (Hochland) auf halber Strecke und behauptete die Spitze bis 40 Meter vor dem Ziel. Da endlich schob sich Zeller vor und fing seinen Gegner ab. Eine Sekunde trennte die beiden Kämpfer. In der zweiten Gruppe war der ---Ob e r- abfefjnitt Süd sehr stark, ohne allerdings die Zeiten von Hochland und Sonthofen erreichen zu können. Hochland siegte in 2:33,01 mit der Mann­schaft Schreiner, Wöhrle, Zahler, M. Wörndle und Zeller.

... und gewinnt den Iührerpreis.

Dem Hauptwettkampftag der NS.-Winterkampf- spiele in Dillach war.ein strahlender Sonnenschein beschicken. Im Brennpunkt aller Aufmerksamkeit stand dabei der 18-Kilometer Patrouillenlauf mit Kleinkaliberschießen um den Ehrenpreis des Führers. Die S A.- Gruppe Hochland, die bereits 1936 in Schreiberau und 1938 in Oberhof erfolgreich und nur 1937 in Rottach-Egern vom ---Oberabschnitt Süd überflügelt worden war, kam auch diesmal wieder zum Sieg. Nach drei Erfolgen kam sie end­gültig in den Besitz der Trophäe des Führers. Mit ihrer zweiten Mannschaft besetzten die Hochländer auch noch den zweiten Platz vor dem fast mit einer Minllte Abstand folgenden ---Oberabschnitt Süd. In der Klasse B, die nur 12 Kilometer zu laufen hatte, war gleichfalls die SA.-Gruppe Hochland siegreich.

Bei den Flachland-Mannschaften gewann die SA.-Gruppe Hessen, die sich schon bei den letzten Wettbewerben dieser Klasse hervorgetan hatte.

Im Schistadion wurden die Patrouillenläufe ge­startet. 27 Mannschaften der Klasse A mit einem Führer und vier Mann nahmen den Kampf um den Führerpreis über die 18 Kilometer lange Strecke auf. Sie begann mit einer längeren Ab­fahrt zum Steinbruch. Nach der ersten Kontroll­stelle folgte erneut ein scharfer Anstieg. Von hier führte die gut gelegte Markierung durch Wald und in kurzer Abfahrt zum Startplatz zurück, wo die Schießprüfung auf 4 Ballone abgewickelt wurde. Schwieriger war das Gelände der nun folgenden zweiten Schleife zur Waldkapelle, die mit einer kurzen Abfahrt ins Ziel führte.

Mit (Startnummer 1 war der ---Oberabschnitt Süd I abgegangen, die SA.-Gruppe Südmark und Schlesien unter Führung von Leupold folgten. Aber die Patrouille der SA.-Gruppe Hochland machte bald Boden gut, und wenige Minuten nach dem ---Ober- abschnitt Süd und der SA.-Gruppe Südmark kamen die Hochländer zum Schießstand. Auf dem ebenen Teil der zweiten Schleife rückten die Hochländer immer weiter auf und erreichten das Ziel nur knapp hinter der ff in bester körperlicher Verfassung. Heller Jubel setzte ein, als die Zeit der Hochlandmannschaft Steinhäuser, Schreiner, Zahler, Zeller und Fidel Wagner bekannt wurde. Mit 1:26,21 Stunden fiel ihr der Sieg und damit der Wanderpreis des Füh­rers zu.

Aus einem Führer und sechs Mann bestanden die Patrouillen der Klasse B, die 12 km zurückzulegen hatte. Auch der Rucksack war mit 10 Pfund um ganze fünf Pfund leichter als in der Klasse A. Die SA.- Gruppe Hochland stellte auch hier den Sieger vor dem ---Oberabschnitt Süd. Die ---Männer hatten wohl eine bessere Laufzeit, dafür aber zwei Ballone beim Schießen verfehlt, während die Hochländer nur einen ausließen.

Sehr scharf war auch das Rennen der Flach­land k l a s s e. Wohl gelang es der NSKK.-Ober- gruppe Ost II eine bessere Laufzeit herauszuholen als die siegreiche Patrouille der Hessen; aber die NSKK.-Männer verfehlten beim Schießen alle Bal­lone, wogegen die Hessen innerhalb weniger Sekun­den die vier Ballone aus 200 Meter Entfernung abknallten. Für diese prächtige Schießleistung er­hielten sie reichen Beifall.

Schanzenrekord im Sprunglauf.

Gin Norweger Wettmeister im 50-kin-Oauerlauf.

Der technisch und kämpferisch famose Lars Ber- gendahl hat am Samstag in Zakopane durch feinen Sieg im 50-Kilometer-Dauerlauf den ersten Erfolg für die Norweger errungen, die bisher vom Glück nicht gerade begünstigt waren. Bergendahls Sieg war nie gefährdet, obwohl ihn beim 37. Kilo­meter ein Bindungsbruch ereilte. Auf der nächsten Kontrolle nahm er jedoch einen Schiwechfel vor und war noch rund drei Minuten schneller als der Zweite des »Marathonlaufes, der Finne Klaes Karppinen. Bergendahl, der 1937 in Chamonir Weltmeister im 18-Kilometer Dauerlauf wurde und im vergangenen Jahr in Lahti über 50 Kilometer den dritten Platz belegte, benötigte diesmal für die 50 Kilometer 2:57:53. Die beiden Deutschen hatten gegen das starke Aufgebot der Nationen nicht viel zu bestellen. Josef R e h r l (Salzburg) wurde in 3:37:46 Stunden 30. und der Münchener Kern belegte mit 3:37:51 den nächsten Platz.

Bradl-Sieger im Spezial-Sprunglauf

Die Weltmeisterschaften in Zakopane waren für die deutsche Schisportgemeinde wie eine Offen­barung. Geheime, stille Wünsche, die man schon lange gehegt hat, gingen endlich in Erfüllung. Und nun hat der junge Salzburger Josef Bradl, noch vor einem Jahre Jungmanne, den Weltmeister titel im Spezialsprunglauf errungen. Norwegens Sprin­ger mußten sich dem Deutschen beugen. Birger Ruud, Arnold Kongsaaärd, Eriksson (Schweden) und der große polnische Favorit Stanislaus Ma-

Myhra. Franz Haselbcrger, unser Wehrmachts­meister, setzte hart bei 68 Meter auf und verzichtete auf den zweiten Sprung. Aschenwald (Innsbruck) stürzte. Meergans schaffte nur 66 Meter. Stanis­laus Marusarz landete bei 74 Meter, Eriksson schaffte 78 Meter, Paul Kraus landete bei 76,5 Me­ter. Hans Marr kam nur auf 65 Meter.

Im zweiten Durchgang wurde der Anlauf um fünf Meter verkürzt. Die Spitzengruppe stand ziem­lich fest. Die Aufmerksamkeit der Tausende richtete sich auf Birger Ruud, Arnold Kongsgaard, Sven Eriksson, Marusarz und Josef Bradl. Als erster von ihnen war Birger an der Reihe. Er mußte aufs Ganze gehen und gab in seinem 81,5-Meter-Sprung sein Bestes. Das war der weiteste Sprung des Tages und konnte den Titel einbringen. Kongs- gaards 79 Meter sicherten einen der ersten Plätze.

Mit dem Spezialsprunglauf, dem einzigen Einzel- roettbemerb der Veranstaltung, wurden die NS.- Winterkampfspiele 1939 in Villach abgeschlossen. Mehr als 20 000 Zuschauer auf den Tribünen und im weiten Umkreis der Schanze waren Zeuge der herrlichen Sprünge, die immer wieder zu Beifalls­kundgebungen herausforderten. Mit einem neuen Schanzenrekord von 76,5 Meter, dem eine Weite von 62 Meter im ersten Durchgang vorausgegangen war, siegte Köhler vom ---Oberabschnitt Sud mit Note 216,6. Der Vorjahrssieger Alfred Stoll konnte sich diesmal nicht auf den vorderen Platzen behaupten. Der NSFK.-Mann Steinmuller und Abfahrtsweltmeister Josef Jennewein von der Ordensburg reihten sich hinter Kohler mit knap­pem Punktabstand ein. Auf der kleinen Schanze stand die HI. im Kampf. Der Salzburger Hitler- junge Kodotsch siegte dank feiner größeren Wei­ten in Punktgleichheit mit dem Klagenfurter Hard- W den Männern der Gliederungen nahmen 50 Springer den Endkampf auf. Im ersten Durchgang mit verkürztem Anlauf stand der Arlberger Kombi­nations-Weltmeister Josef Jennewein mit 63 Meter den weitesten Sprung doch blieben Hallberger (NSKK.-Motorgruppe Hochland), Kohler (---Ober­abschnitt Süd), Alfred Steinmüller (NSFK.-Gruppe Elbe-Saale) nur um einen Meter zuruck. Mit vollem Anlauf stand dann Jennewem bombensicher 72 Meter, doch wurde er kurz darauf von dem Sudetendeutschen Steinmüller mit // Meter über­troffen. Nun ging der Dachauer 'Mann Kohler aber aufs Ganze. Er schufin guter Hattung mt 76,5 Meter einen neuen Schanzenrekord und siegte damit sicher vor Alfred Steinmuller nut Note 2W i und Jennewein mit Note 205,2. Der Voiyahrssieger Stoll (Berchtesgaden) kam nur auf 55 und d4,o Meter.

(5:3) (3:1) (0:2) (1:0) (1:0) (5:0) (0:2) (0:1) (2:2) (0:1)

________ . , (3:1)

SA.-Kampfsp. Frankfurt Tuspo. Butzbach (2:3) To. Lang-Göns To. Niedergirmes (1:2) Tuspo. Ockershaufen To. Lützellinden (0:1)

Im weiteren Verlauf des Turniers wurden dann die Kämpfe der zweiten Zwischenrunde der Gruppe 2, die Zwischenrunde der Gruppe 1, die beiden Vor­schlußrunden und die beiden Entscheidungsspiele aus- getragen. Die Zuschauer folgten unverwandt den . Verschiedene Kämpfe entfesselten

Das besondere Interesse fanden die Spiele der Gruppe 1. In der Zwischenrunde tarn die 1. Mannschaft von Mtv. zum schwererkämpften Sieg über Kirch-Göns. Die Butzbacher kamen in einem dramatischen Kampf gegen die Hörnsheimer zum Sieg.

Ein im wahrsten Sinne des Wortes phantastisches Spiel lieferten sich MSV.Barbara" Gie­ßen und die SA. Frankfurt. Die Artilleristen erwarben sich das lokalpatriotische Verdienst, die hochfavorisierten Frankfurter, die Turniersieger von Frankfurt und Mainz auszu schalten. Schon mit diesem Spiel stand fest, daß der Turnierfieger der Gruppe 1 MSV.Barbara" Gießen heißen konnte. Die Begnung war derKampf des Ta­ges. Begeisternd waren die Leistungen der beiden Tormänner. Das Publikum ging stürmisch mit Die Artilleristen bewiesen große Klasse! Der Luft­waffensportverein Gießen mußte sich der Mann­schaft aus Katzenfurt beugen.

In der Vorschlußrunde der Gruppe 1 traten dann Mtv. I und Butzbach, sowieBarbara" und Katzen­furt an. Es ging um die Beteiligung am Endspiel. Der Kampf Mtv. Butzbach nahm ziemlich harte Formen an. Die Gießener zeigten sich nicht in bester Verfassung. Sie mußten den Butzbachern einen klaren Sieg überlassen. Die Artilleristen kamen dann im Spiel gegen Katzenfurt bei weitem nicht fo in Fahrt, wie gegen die Frankfurter SA. Immerhin reichte es zum knappen Sieg und damit für die Teilnahme am Endspiel.

In der Vorschlußrunde der Gruppe 2 tarnen die Mannschaften von Mtv. (A) und To. Gambach zu Siegen. Lützellinden und die zweite Vertretung der Frankfurter SA. blieben auf der Strecke.

Zweite Zwischenrunde und Vorschlußrunde der Gruppe 2.

Zwischen- und Vorschlußrunde der Gruppe 1. Zwischenrunde.

Mto. I Tv. Kirch-Göns (1:1) 5:3

Butzbach Hörnsheim (3:2) 5:2

SA. Frankfurt Barbara MSV. Gießen (2:2) 4:6 Luftwaffensportverein Tv. Katzenfurt 4:1) 7:2

Vorschlußrunde.

Mtv. I Butzbach (1:5) 4:10

Barbara" Katzenfurt (1:2) 3:2

Oie Entscheidungsspiele.

Der Kampf Mtv. a Tv. Gambach (Gruppe 2) sah zwei völlig gleichwerttge Mannschaften im Spielfeld. Lange stand das Spiel torlos. Mtv. ging schließlich mit knapper Führung in die Halbzeit. Aber Gambach glich nach dem Wechsel aus! Gambach ver­gab dann zwei totsichere Torgelegenheiten. Unent­schieden endete das Spiel bei regulärer Zeit. Eine Minute später schossen die Gambacher das fiegbrin« genbe Tor. Die siegreiche Mannschaft spielte mit Alt, Jäger, Wagner, Wolfner, E. Wagner, Lichtenthaler und Grieb.

In der Gruppe 1 gab es bann einen sehr brama- tischen Enbkampf zwischen MSV.Barbara" ,GiLßeÜÜNÜ TUspo. DUtzbach. Die WillMeü

rusarz folgten auf den Plätzen.

Deutschlanb ist im Schisport d i e Weltmacht ge­worden. Das hat Zakopane klar bewiesen. |