Ausgabe 
19.7.1939
 
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Mittwoch, ly.ZuIlM

189. Jahrgang

r. 166 Erstes Blatt

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und Städten wie auch besonders von den Arbeitern auf den Bauplätzen und den Soldaten obwohl | er völlig überraschend kam mit spontanem Jubel und herzlichen Kundgebungen empfangen. Ls dürfte jedoch das Schönste für die Arbeiter und Soldaten des Westwalls gewesen sein, des Feldmarscholls besondere Befrie­digung über das Gesehene zu hören. Der Feld- marschall brachte ihnen zum Ausdruck, wie stolz sie alle darauf sein können, zu dem Bau dieses größten und gigantischsten Verteidigungswerkes, das ein Volk sich je geschaffen hat. den entscheidenden Bei­trag für eine glückliche Zukunft unseres Volkes wie auch zum Frieden der Well geschaffen zu haben.

3m Anschluß an die Besichtigungsfahrt, die ihren Abschluß bei den Anlagen in der Rhein- ebene fand, begab sich der Feldrnorschall im Kraftwagen nach Mannheim, wo er am späten Abend unter dem Jubel unübersehbarer Arbeiter­massen an Bord seines Motorschiffes ..Karin H stieg. 3m weiteren Verlauf seiner Reise wird der Generalfeldmarschall nunmehr die Verkehrs- und Fahrtenverhältnisse auf dem Rhein besichtigen.

Berlin. 19. 3uti. (DNB.) Generalfeldmarschall Göring erreichte am Dienstag im weiteren Ver­lauf seiner Besichtigungsreise der westdeutschen Wasserstraßen und Kanäle Wiesbaden und Biebrich am Rhein. Von hier begab sich der Feldmarschall, in das westliche Grenzgebiet, um die dort zum Schuhe des Reiches errichteten Luft- Verteidigungsanlagen sowie die diesem Abschnitt vorgelagerten Verteidigung s- werke des Westwalls einer eingehenden Be- sichtigung zu unterziehen.

Der Feldmarschall ließ sich in der Cuftnerkibi- gungszone durch Generalleutnant K i h i n g e r über die dort von der Luftwaffe errichteten Vertkidigungs- anlagcn genauesten Vortrag abstalten. um dann noch' notwendige Anweisungen zu erteilen, die Deutschlands Grenzen im Westen auch in der Luft unüberwindlich gestalten. 3m Anschluß daran begab sich der Generalfeldmarschall an die Haupt­kampflinie des Westwalles, die der Komman­dierende General der Saarpsalz. General Kunhen, eingehend erläuterte.

Ueberall. wo der Feldmarfchall erschien, wurde er sowohl von der Bevölkerung in den Ortschaften

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R. Gießen.

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General Lronside in Warschau.

Warschau, 18. Juli. (DNB.) Der Ches der britischen Ueberseestreitkräfte, General Jronside, stattete dem Generalstabschef und dem Kriegs- minister sowie Marschall Rydz-Smigly und Außen­minister Beck Besuche ab. Bon Warschau aus wird er sich in den sogenannten zentralen Indu­strie bezirk begeben, in dem vor allem mit französischem Kapital eine polnische Rüstungs­industrie entstehen soll.

10000 Braunhemden am Start

Zum Beginn der Reichswettkämpfe der SA. in Berlin.

Don unserer Äerliner Schriffleitung.

Kämpfende Nordostmark.

900 Kilometer Grenze ohne Berührung mit dem Reich.

Von unserem re.-Sonderberichterstatter.

Annahme von Anzeigen Pir die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags

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Breite 7 Rpf., für Test- anzeigen von7Omm Brette

50 Rpf. .Platzvorschrift nach vorh.Vereinbg.250/o mehr.

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pariser Gorgen.

Berhandlunqspättse in Moskau und Schwierigkeiten des Polcnpakts.

E. F. Paris. 19. Juli.

Ministerpräsident D a l a d i c r unterhielt sich mit Außenminister Bonnet über den Stand der fran­zösisch-englischen Verhandlungen mit der Sowiet- union. In sranzsifchen Kreisen zeigt man fid) aus­gesprochen pessimistisch, nachdem in den dreieinhalb- Monaten seit Beginn der Verhandlungen immer wieder eine zuversichtliche Auffassung über die Aus­sichten der Besprechungen mit Sowjetrußland zu Schanden geworden ist.Journal" erklärt, England und Frankreich hätten alles getan, was möglich fei, um die Sowjetunion in ein gemeinsames Sicher­heitssystem einzugliedern. Nun glaubt man jedoch, die Verhandlungen mit Moskau würden zwar nicht formell abgebrochen werden, ohne Zweifel würde aber eine lange Der Handlungspause ein­treten, da man keine Möglichkeit mehr sehe, auf wel­cher Grundlage weitere' Besprechungen stattsinden sollten.

Aber nickst nur die Ergebnislosigkeit der bisheri­gen Paktverhandlungen mit der Sowjetunion macht den Franzosen Sorge, sondern auch die Schwierig­keiten, die sich der N e u f a s s u n g d e s polnisch- französischen Bündnisvertrages ent­gegenstellen, durch die der losere, bisher gültige Vertrag ersetzt werden sott. Die sich ergebenden Schwierigkeiten sind nicht so sehr politischer als wirtschaftlicher und f i n <1 n z 1 e l l e r N a - t u r. Der geplanten Steigerung des gegenseitigen Warenaustausches steht der Umstand entgegen, daß Frankreich als landwirtschaftlicher Selbstversorger polnische Agrar Überschüsse nicht auf. zunehmen vermag. Frankreich hat aber auch Bedenken, Polen neue Anleihen zu gewähren, da die schwache und sehr angespannte polnische Wirt­schaft bereits für die bisher gegebenen Anleihen den Zinsendienst kaum auf zu bringen vermag. Nachdem der polnische Botschafter m den vergangenen Wo'chen in einer Reihe von Bespre­chungen mit dem französischen Außenminister B 0 n- n e t verhandelt hat, erörterte er am Dienstagnach­mittag mit Finanzminister Reynaud^ Über die finanziellen Fragen.

Holz in das ostpreiißische Derarbeitungsgebiet ge­bracht. Eine der schlimmsten Folgen des Korridors war die enorme Steigerung der Frachten, die für Ostpreußen eine jährliche Mehrbelastung von 20 Millionen Mark ausmachte. Parallel damit lief eine immer stärkere Zurückhaltung der Finanz­institute aus dem Reich gegenüber Ostpreußen, das für sie unter dem Eindruck der Gleichgültigkeit der Systemregierungen ein allzu unsicheres Anlagege­biet, ja so gut wie ein aufgegebener Fall geworden war.

Oie Kriegsfchüler auf Ostpreußens Schlachtfeldern.

Königsberg, 18. Juli. (DNB.) Auf der Oft- preußenfahrt der Kriegsschulen des Heeres weilen die deutschen Fähnriche in diesen Tagen bei präch-

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Kennzeichen der ostpreußischen Vorkriegswirtschast war ein außerordentlich weit ausgedehnter Transit- yandel. Aus Rußland kamen Getreide, Flachs, Hanf, Linsen, Oelprodukte, Wolle usw.; nach Rußland gingen über Ostpreußen, vorzugsweise über Königs­berg, Maschinen, ferner riesige Mengen Heringe aus Schottland und Skandinavien, Salz, Düngemittel jim. Dreiviertel der seewärtigen Ausfuhr Königs­bergs waren vor dem Frieden Produkte und Roh­stoffe russischer Herkunft. Der wichtigste Einfuhr­artikel Königsbergs, die Heringe, füllten damals jährlich 600 000 Faß, von denen rund 400 000 per Bohn weiter nach Rußland gingen. Dazu kam, daß Königsberg der einzige für die russische Ausfuhr in Frage kommende eisfreie Hafen an der Ostsee mar, tzaß es an dem strategisch wichtigen Punkt liegt, wo üie uralte Handelsstraße nach dem Osten den Pregel -chneidet. Einst war der Hansegeist von Königsberg ,1115 bis Moskau und bis Odessa vorgedrungen, das heutige Königsberg verfügt u. a. über die größten Silos des Kontinents.

Diese Stadt, die 1806/07 zum Mittelpunkt des Widerstandes gegen Napoleon wurde und 1813 Dorks Aufruf an die Stände zu gemeinsamer Ab­wehr erlebte, hat in der Neuzeit nicht viel Zeit ge­habt, sich von ihrer Aufgabe als Vorort der deut- ichen Nordostmark auszuruhen. Erst 1900 konnten ifoie letzten Schulden aus den Freiheitskriegen ab- ,clöst werden. 14 Jahre später brachte der Krieg i*te Verheerungen der russischen Einfalle. Versailles ; I nahm der Provinz dann das Memelgeb,et und das

Soldaner Land ohne jede Abstimmung. Zwischen Ostpreußen und dem Reich liegt seitdem der Kor­ridor in einer Breite von 90 bis 225 Kilometer. Bei einer Grenzlänge von insgesamt 900 Kilometer hat Ostpreußen keine einzige gemeinsame Grenze mehr mit dem Reich. Die Provinz wurde von dem ehemaligen wirtschaftlichen Hinterland, R u ß l and, abgeschnitten. Seit der Wegnahme des Wilnage- öietes durch den polnischen General Zeligowski hat auch das benachbarte Litauen keine direkte ; Grenze mehr mit Sowjetrußland gemeinsam. Der

Memelstrom war für die Holzflößerei aus Sowjetrußland gesperrt vor dem Kriege hatte die Memel jährlich 2 Millionen Festmeter

Kraft durch Freude" zeigt seine Leistungen.

Oer Gau Hesien-Naffau im festlichen Programm der Hamburger Reichstagung

Berlin, 18. Juli.

Auf demReichsparteitag des Friedens" werden die NS.-Kampf spiele zum drittenmal zur Durchführung gelangen. Der Führer selbst hatte die Veranstaltung dieser Wettkämpfe ungeordnet und mit ihrer organisatorischen Durchführung Di e SA. beauftragt. Diese NS.-Kampfspiele, die auf dem Ge­biet der Leibeserziehung etwas völlig Neues dar- ftellen und wie kaum eine andere Aufgabe dazu ge­eignet sind, in intensiven Hebungen Geist und Körper zu chulen, halten sich ganz bewußt im Rahmen der Erziehungsaufgabe, die die SA. übernommen hat, und die niemals beendet fein wird. Denn es soll die ganze deutsche Jugend in diesem SW-Geist erzogen iverden. Es ist die vordringlichste Aufgabe der SA ihr Bekenntnis zum Wehrgeist durch Beispiel und Tat über die eigenen Reihen hinaus tief in das Volk ^Der^rotz- (Erfolg, der bei den NS.-K°nip!spi°len der beiden vergangenen Jahre erzielt werden konnte, hat alle bei ihnen mitwirkenden Gliederungen der Bewegung, die SA., ff, NSKK., NSFK. und HI., die Wehrmacht, die Polizei und den Reichsarbeits-

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dienst zu immer neuem Einsatz angespornt. Wenn man sich erinnert, mit welchem Eifer m Nürnberg die einzelnen Mannschaften um die Palme des Sieges gekämpft haben, wie feder einzelne bemüht mar, das Letzte herzugeben, um ein besseres Abschneiden der Formation, für die er eingesetzt war, zu ermöglichen, dann können wir uns unschwer vorstellen, daß Die NS.-Kampfspiele des bevorstehenden Reichspartei­tages noch eine Steigerung bringen werden.

Wer ist der Beste in jeder einzelnen Formation, wer ist berufen, sie auf dem Reichsparteitag im Angesicht des Führers zu vertreten? Um diese B e ft e n zu ermitteln, haben in den letzten Wochen und Monaten im ganzen Reich eine Unzahl von Ausscheidungswettkämpfen stattgesun- den, die bei der SA. im Rahmen der Gruppenwett, kämpfe durchgeführt wurden. Don jeder der 2o ö21.« Gruppen Großdeutschlands sind die besten Manner ausgewählt worden, die sich vom 18. bis 23. -juit in der Reichshauptstadt zu den großen Reichswettkämpfen der SA. Sufammenf m den 3n diesen Tagen werden > über 10 000 ^^l.Nlonne. in den wehrsportlichen und sportlichen Disziplinen

lÄ kN zum *rll 115 neuen ÖP-

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Generatfeidmarfchait Göring am Westwall.

Deutschlands Verteidigung auch in der Luftabwehr unüberwindlich.

GemeinschaftKraft durch Freude" während der Tage in Hamburg. Die ganze Welt, die nut starken Abordnungen vertreten ist, blickt voll Jnterefse auf diese Demonstration friedlicher deut­scher G e st a 11 u n g. In der Lebensbejahung und der Freude, die tief in dem Ethos der Arbeit wur­zelt, werden hier Brücken zwischen den Völkern geschlagen, die deshalb so dauerhaft sind, weil sie von Herzen zu Herzen führen. Freude und Arbeit als die tragenden Kräfte allen Sems feiern in Hamburg erneut einen Triumph gegen­über haßerfüllter Profitsucht, die die Freiheit der Völker auf alle Zeiten in ihre goldenen Fesseln legen will. Die ganze Welt blickt an diesem Wochen- ende auf Hamburg, wo Deutschlands Freunde für die Dauer der festlichen Tage beim schassenden deut» sehen Volk zu Gast sind. c-

Volksgruppen bieten, die durch ihre Anwesenheit zur Vertiefung des Derständnifses zwischen den ein­zelnen Völkern beitragen.

Den Höhepunkt der Reich'stagung bilden die Ver­anstaltungen am Sonntag. Der Festzug wird rwyi Stunden lang die Blicke der Zuschauer in Bann halten. Am Nachmittag treffen sich die Ta­gungsteilnehmer und die Hamburger bei dem Volksfest, das neben den KdF.-Volksfesten an­läßlich des Reichsparteitages in Nürnberg und des Handwerkertages in Frankfurt a. M. richtungwei­send für die Entwicklung ist, die unseren Volksfesten ganz allgemein wieder eine größere Tiefe und Ver­bundenheit mit dem bodenständigen Volkstum geben wird. Den Abschluß bildet das große Feuerwerk auf der Binnenalster.

Geballte Lebensfreude zeigt so Die N^.-

NSG. Wenn der Reichsorganisationsleiter der NSDAP. Dr. Ley zur Reichstagung der NS.-Ge- meinschaftKraft durch Freude" einlädt, dann schaut heute die ganze Welt auf die Leist un gs - ch a u der nationalsozialistischen Frei­zeitorganisation in Hamburg. So ist es auch jetzt wieder. Aus allen Ländern der Welt haben sich Ehrengäste und Pressevertreter einge­funden, die Zeuge dessen sein wollen, was das neue Deutschland auf diesem Gebiete seiner Neugestal­tung zeigt. Fast alle Völker haben Volkstums- u n b Trachten gruppen abgesandt und nur England, Frankreich und Polen haben es vorgezogen, durch ihr Fernbleiben unter Beweis ,u stellen, daß sie an dieser friendlichen Zusammen­kunft der Völker nicht teilhaben wollen.

Ein f e ft l i d) e s Programm füllt die Tage von Hamburg. Spitzenleistungen auf allen Gebieten nationalsozialistischer Freizeitgestaltung werden :n Ausschnitten aus der Arbeit der NS.-Gememschast Kraft durch Freude" gezeigt. Das neue Flaggschiff der KdF.-Flotte E. S.R 0 b e r t L e y ist m Ham­burg und nimmt die Ehrengäste für die Dauer der festlichen Tage auf. Eine große A u s st e 11 u n g gibt einen Einblick in die Fortschritte der Arbeit Der KdF.-Wagen wird wieder zu fehen ein. Ausschnitte aus der F e i e r a b e n d- und Volk s- bildungsarbeit, Beispiele der Gestaltung nach den Richtlinien des AmtesSchönheit der Arbeit" reiches Anschauungsmaterial aus allen Arbeitsgebieten vom Laienschaffen über den Sport zur Dolkstumspflege zeigen die Erfolge und die Fortschritte der gestaltenden Arbeit.

Im Reichswettbewerb messen sich die KdF.- Sportgruppen aller (Baue. H essen -N a s - s a u wird dabei gut vertreten sein und hofft er­folgreich abzuschneiden. Auch die, (3 a u m u ft er- 0 r u p p e n werden ihr Können zeigen Em W e r k s k 0 n z e r t soll in der Programmgesta tung muftergültiq für biefes Arbeitsgebiet etnSott PL j eit für Volk", ist das Motto für die Dar­bietungen der Dolkstumsgruppen be, denen das Nh ein-Main-Gebiet mit 12 Paaren vertreten ist, die aus zwei Trachtengruppen des Gaues Hessen-Nassau ausgewahlt wurden Gute , Dergleichsmöglichkecken Zwischen der Dolkstums- arbe9it Deutschlands und der der anderen Volke werden die Darbietungen der ausländischen

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erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter jeimat im Bild Die Scholle Monatr-vezngspreis:

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I.

Königsberg, im Juli 1939.

' Ostpreußen, politisches Jnselbollwerk des Reiches \n Nordosten erlebt begreiflicherweise die große r.olitik mit besonderer, geradezu persönlicher An- ilnahrne, seitdem die Diskussion um die Danziger

e|hnd die Korridor-Frage in Fluß gekommen ist. Ost­preußen war die von den Systemregierungen am neiften vernachlässigte Provinz, war aber auch die, Lc im Verlauf der Arbeitsschlachten des neuen Deutschlands als erste unter allen Provinzen mel- !rn konnte. Ostpreußen hat keine Erwerbslosen iiehr Heute kann der Oberpräsident und Gau- 1 iter Erich Koch bei feinem kürzlichen Ueberbhrf ifcer den Stand dieses hart arbeitenden Gaues mit-

ilen, daß in Den wenigen Jahren feit Der Macht- -areifung in Dem einst (0 gut wie rein lanDwirt- haftlichen Gebiet bereits 137 Fabriken eu errichtet murDen, und Daß sich Der Z u - rom an T 0 u r i st e n unD Ur laubsre i f e n- e n gegen früher auf Das Vier- bis Fünf - di e gesteigert hat. Und sagen wir es gleich mw: man braucht gar nicht ein VierteljahrhunDert 1 er gelebt zu haben wie Der Verfasser Dieser Zei- tn, braucht Ostpreußen nur einmal cm paar Lochen lang kreuz und quer durchstreift zu haben, im die unbeschreiblichen Schönheiten dieser unenD- bd) mannigfachen Landschaften nie wieder zu ver-

pffen

'2Iber lassen wir uns nicht von Erinnerungen oder icn eben neu gewonnenen Eindrücken beeinflussen, :c2dcn wir lieber von Dem harten Schicksals- und 'Arbeitsrhythmus Dieses Gaues, Der im Zusammen­hang mit Den beiDen obengenannten Fragen und m Zusammenhang mit den kürzlich verösfentlichten Mitteilungen über Die Errichtung Des Ostwalles tirfer als je unsere Aufmerksamkeit drinnen im Reid) beanspruchen Darf.

Man vergißt zu oft, daß Ostpreußen noch in IS üiesem Jahrhundert dreimal von fremden Gruppen besetzt war, zweimal im Kriege und bann wieder ein ganzes Jahr lang vor Der Bolks- Mtnnmung vom 11. Juli 1920, Die eine einmütige Bekundung Des uralten Deutschtums dieses Gaues nar. Schließlich sind mit Dem Namen Ostpreußen hlche Deutschen Namen vorbunDen wie Kant, Simon Vach, HerDer, E. T. A. Hoffmann, Zacharias Wer- 7 er, GotscheD, SchenckenDorff, SuDermann, Agrres Siegel General von Boyen, GeneralfelDmarschall Ion der Goltz. Ostpreußen birgt das Stammgut Des [eremigten GeneralfelDmarfchalls und Reichsprast- ienien von Hindenburg, birgt auch bei Hohenstein bas Reichsehrenmal, das Tannenbergdenk- na l, Dessen schönen neuen Landschaftsrahmen wir 1. och vor einigen Tagen sehen konnten.

Wohl keinem deutschen Gebiet hat Das Versailler Diktat so übel mitgespielt wie Der Provinz Ostpreu­ßen. Wie mit einem fürchterlichen Axthieb trennte : ie Rachgier Der Entente, veranlaßt Durch gefälschte Unterlagen, Ostpreußen vom Reich. Was Das für )ien 0stpreußischen Verkehr bcDeutete, Den mit einem schlage nicht weniger als 164 LanDstraßen, Ehaus- teen und Eisenbahnlinien durchschnitten wurde, havon wird später noch zu erzählen fein. Erinnern wir uns nur Daran, Daß Der größte ostDeutsche Ha- cn, Königsberg, vor Dem Kriege feine Ver- 'ninDungen bis nach Sibirien und bis hinunter zum Schwarzen Meer hatte ausDehnen können. JDas

| tigern Hochsommerwetter auf den Gefechtsfeldern Iber Schlacht bei Tannenberg. Die Fähnrikye werden jeden Tag von ihren verschiedenen StanbguarticiXn auf mehr als 160 Kraftfahrzeuaen Durd) bas Ge- fänbe geführt. Offiziere Des I. Armeekorps, Die f c l b ft vor 25 Jahren an diesen Stellen m 11ge­kämpft haben, vermitteln in dem meist wenig veränderten Gelände Den Fähnrichen lebenDige Eindrücke Des Kampfes. Offiziere der Kriegsschulen schildern Die Zusammenhänge Der Gefechte.

Alle Kriegsschulen besuchen auch die weihevolle Stätte, wo 'i m Jahre 1410 gerade in Diesen Iulitagen Der Feldmeister Des Deutschen Rit­terordens den Heldentod fand.Im Kampf für beutsches Wesen und deutsches Recht." Und ihr Weg führt sie aud) an Hindenburgs Gut NeuDeck vorbei zur. M a r i e n b u r g , jenem eindrucksvollen Bau, der so deutsch ist, wie nur irgendeine der Burgen und Dome Großdeutschlands. Den Höhe­punkt der Tage wird am 20. Juli Die gemein­same Feier aller Kriegsschulen im R e i chs e h r e n m a l Tannenberg bilden, bet 1 der der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst : von Braucht tfch selbst zu den zukünftigen Offi- t zieren des deutschen Heeres sprechen wird.

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

Druck und Verlag: vrühljche Univerfitätrdruckerel «.Lange in Giehen. Schristleitung und SeichäftLftelle: Schulsttatze 7