Ausgabe 
19.6.1939
 
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gespielt I Der Schalke - Buch- rische Vertei! .... ____- 1 SU/lff ?MC fort

Klodt

Schalke 04:

Schmeißfurt

Bornemann

Urban

Vogl

Marischka

Buchberger

A d m i r a :

in

Gellesch

Eppenhoff Szepan

Schilling Durspekt

Honreiter

Was selbst die leidenschaftlichsten Schalke-An­hänger nicht erwartet hatten, traf am oonrttog im Berliner Olympia-Stadion im Kampf um die erste großdeutsche Fußball-Meisterschaft ein. Schalke 04 ließ all sein strahlendes Können funkeln und schlug Admira Wien, den stolzen Meister der Ostmark, mit

und Kuzorra nach vorn und zu K a l w i tz k i ( worden, dessen Fernschuß auf 20 Meter für berqer ungünstig kam und ins Ziel ging. Jain war Schalke nicht mehr zu halten. Zn erster Linie war es der Angriff, der die Wiener Läuferreihe einfach über­rannte'und durch ein verwirrendes Flachpaßspiet durcheinander brachte. So dauerte es nicht lange, bis Schalke in der 13. Minute mit 2:1 in rfront lag. Blitzschnelles, pausenloses Zuspiel lief über Läufer­reihe und Jnnensturm zu Urban, der nach kurzem Lauf beherrscht und sicher einschoß. Admira war gegen die große Klasse des Gegners nicht wicder- zuerkennen. Das besserte sich nur für eine kleine Weile, solange Schalke sich sichtlich eine Atempause gestattete. Der Kampf wurde offener, und die Wie­ner, die sich nun gefunden hatten, spielten fogor leicht überlegen. Zn diesen zehn Minuten bewahrte sich die Schalter Abwehr. Klodt, Tibulski und die beiden Verteidiger setzten sich gegen die wuchtigen Torschüsse von Hahnemann und Dursprekt erfolgreich durch. Dann kam Schalke zum ersten Eckball, der ebenfalls abgewehrt wurde. Der Ball kam aber nicht aus dem Strafraum der Wiener hinaus. K a L= witzti spurtete herbei und erhöhte mit Bomben­schuß auf 3:0. Auch dabei blieb es nicht lange. In der 30. Minute brachte Szepan einen unvermuteten Schuß an. Der Ball sprang vom Pfosten zurück, und wiederum nahm K a l w i tz k i die Gelegenheit zum vierten Treffer wahr. Zn einer halben Stunde war Admira somit hoffnungslos geschlagen, denn über den Ausgang des Spieles bestand kein Zweifel mehr. Admira stellte um. Aber alle Bemühungen, die Tor­differenz zu verkleinern, scheiterten an der wirkungs­vollen Deckung der Schalter.

(Schon bei der Pause entschieden!

. Schalke begann den Kampf mit Elan. Die Mann- chaft fand sich sofort. Schon in den ersten Minuten war das Tor der Wiener bedroht. Noch schlugen sich aber die Wiener Verteidiger Marischka und Mir- chitzka ausgezeichnet. Sie konnten aber nicht ver­hindern, daß Schalke schon in der 7. Minute in Füh­rung ging. Bestechend schön war der Ball von Urban

Pokalspiel in Heuchelheim.

Heuchelheim I. Lützellinden L 7:9 (3:6).

Heuchelheim und Lützellinden waren die beiden Mannschaften, die sich um die Ermittlung des Vor- schlußrundenteilnehmers gegen Garbenheini am Sonntag in Heuchelheim gegenüberstanden. Wenn man schon allgemein den Gästen die besseren Chan­cen einzuräumen glaubte, um so mehr hätte dies noch für Heuchelheim ein Ansporn bedeuten müssen. Heuchelheim erkannte diese Lage nicht, der Sturm spielte zu eng und oft zu eigensinnig.

Heuchelheim hatte Anwurf, den die Gästeläufer- reihe abfing: der Gegenangriff brachte eine Ecke für Lützellinden, die verschossen wurde. Nach etwa sieben Minuten kam Bork frei auf Rechtsaußen zum Schuß, und der Ball landete in der langen Ecke. Einen anschließenden Freiwurf verwandelte Bork auf 2:0. hoßbach erhöhte weiter, und erst dann konnte Heuchelheim durch Hardt den ersten Gegen­treffer anbringen. Kaum eine Minute später ver­kürzte Stahlhut auf 3:2. Beide Mannschaften waren sich im Feldspiel ebenbürtig. Dann ließ der Heuchel­heimer Torwart einen schwachen Ball passieren. Hardt stellte für die Platzmannschaft die alte Tor­differenz wieder her, und zwei weitere Würfe von Allendörfer und Bork brachten den Halbzeitstand.

Auch in der zweiten Spielhälfte blieb das Spiel verteilt, und wiederholt lag für Heuchelheim der Ausgleich in der Luft. Die Mannschaft konnte sich auf 7:6 heranarbeiten. Da erhielt Heuchelheim einen Freiwurf zugesprochen; Hardt verwandelt, aoer der Linksaußen stand am Wurfkreis? Zwei Freiwürfe von Allendörfer stellten den Sieg sicher, und em abschließendes Tor von Hardt brachte das End­ergebnis.

boten. Das Boot des GRCl.hassia" siegte vor der GRG. 1877.

AmAnfänger mit Steuermann" ten die GRG. 1877 mit zwei Booten und die tionalpolitische Erziehungsanstalt Oranienstein Boot 1 der GRG. 1877, besetzt nsit Zungen

OchserWirbelwind" umspielte die gegne, ll|U/c Verteidigung und den Tormann und trug den Ball ins leere Tor. Das war das 6:0! Den Man­nern, die der vierten Meisterschaft entgegensteuerten, glückte nun alles. Da hatten die Wiener nichts zu bestellen, zumal ihnen jedes Ouäntchen Glück zu fehlen schien. Dagegen schlug es auf der Gegenseite zum siebten Male ein. Als Buchberger einen schar­fen Schuß von Urban wiederum nur abschlagen tonnte, war Kalwitzki wieder da und stellte den einzigartigen Rekord von fünf Toren in einem Endspiel auf. Durch Kuzorra lautete es in der 85. Minute 8:0 und zwei Minuten später war end­lich Szepan mit einem neunten Treffer an der Reihe. Vorher hatte sich der Wiener Verteidiger Marischka bei einem Zusammenstoß mit Eppenhoff verletzt und schied aus. Fast im gleichen Augenblick sauste der Rechtsaußen Vogl nach einem sch-men Flankenlauf über die Eckfahne hinaus und verletzte sich an der Umrandung. Bei den beiden letzten Schalke-Erfolgen hatten die Wiener also nur neun Mann auf dem Spielfeld.

Unter riesiger Aufregung und Begeisterung ging der große Kampf zu Ende. Schalkes Meisterelf nahm unter dem Zubel der 90 000 vor der Ehrentribüne den großen Lorbeerkranz aus den Händen des Reichssportführers in Empfang.

4/116 vermochte sich hier vor dem 2. Boot der GRG. und den Gästen aus Oranienstein durchzusetzen.

Im Gig-Vierer m. St. errang die Mann­schaft der NPEA. Oranienstein den Sieg über den GRCl.hassia" (M.-HI. und 3/116).

Zm Zweierfaltboot, Klasse B, behauptete das Boot des Wiesecker Kanu-Clubs (N. 1/116) vor dem der Paddler-Gilde Gießen (Nachr.-Gefolgsch.) den Vorrang. Zm Einer-Faltboot, Kl. B, war die GRG. (Helm. Eller, 3/116) Sieger.

Zm zweiten Gig-Vierer m. St. starteten ein Boot der GRG. (Motorgef. Fliegergef. 4/116 und DZ.-Fähnl. 2/116) erfolgreich, da die Stamm­mannschaft der NPEA. Oranienstein durch ihren Sieg im 1. Gig-Vierer nicht mehr startberechtigt war.

Das Rennen Zweier-Faltboot, Kl. A, F. 2, gewann die Paddler-Gilde (DZ.-Fähnl. 5/116) gegen den Wiesecker Kanu-Club, dessen Boot auf­geben mußte.

Den Z u k u n f t s ö i e r e r m. St. für HZ., die nach dem 1. September 1922 geboren und bis zum Beginn der Regatta noch nicht gesiegt hat, errang die GRG. (2. Boot), Deutsches Zungvolk ge­gen das 2. Boot der GRG.

Der e r ft c Achter (Rennboot) der GRG. fuhr ein schneidiges Rennen und gewann sicher vor dem GRCl.hassia". Den Abschluß bildet«' ein a n n = schastskanadier, der im Alleingang der Paddler-Gilde Gießen zufiel.

Bei der Preisverteilung konnte Bannfachwart h. Rübsamen den Siegern wertvolle Andenken überreichen.

Der HZ.-Wehrsportfünfkampf.

Für den Wehrsportfünfkamps der HZ., der am Sonntag ausgetragen wurde, bestanden die Mann­schaften aus sechs Zungen und einem Führer. Die Hebung begann von der Volkshalle aus mit einem Orientierungsmarsch mit 10 Kilogramm Gepäck. Die Aufgabe bestand darin, an Hand einer Geländekarte eine Skizze der Marschroute anzufertigen und dann den Marsch anzutreten. Von der Volkshalle aus führte der Weg über Annerod, durch den Ferner­wald, über den Altenberg nach der Ganseburg. Dort mußte eine Hebung im Kartenlesen ausgeführt wer­den. Der Marsch wurde in Richtung Großen-Buseck fortgesetzt. Zwischen Rödgen und Großen-Buseck mar als weitere Hebung ein Entfernungsschätzen und ein Zielansprechen durchzuführen. Der Marsch endete in der Sandgrube in der Nähe der früherenWal­desruh". hier wurden die Schießübungen erledigt, und zwar mußten zwei Schuß mit dem Klein­kalibergewehr, und zwar mit Zimmermunition liegend freihändig und kniend abgegeben werden. Schließlich wurde auf dem Hinteren Trieb ein Keu­lenzielwurf auf 35 Meter Entfernung vorgenom­men. Den Abschluß bildete das Hindernislaufen auf dem Hniversitätssportplatz über eine 200-Meter- Bahn. Dadurch, daß Mindest- unt) Höchstleistungs­zeiten vorgeschrieben waren, deren Unter; oder Ueberschreitung Verlustpunkte nach sich zog, waren Heberanstrengungen von vornherein ausgeschaltet. Die Mannschaften haben verhältnismäßig gute Lei­stungen erzielt. An 1. Stelle stand die Gefolgschaft 3/116 mit den besten Punktwertungen, an 2. Stelle folgte die Gefolgschaft 2/116 der HZ.

Noch fünf Tore

Obwohl der Kampf praktisch schon entschieden war, nahm er nach dem Wechsel an Härte zu. In der 52. Minute gab es das erste große Foul. Klacl geriet mit Szepan zusammen und schlug denblon­den Fritz", obwohl der Ball bereits fort war, mit einer schweren Rechten zu Böden. Klacl wurde so­fort des Feldes verwiesen, aber auch Szepan mußte hinausgetragen werden. In der 55. Minute hieß es bereits 5:0 "für die Knappen. Bei einem Freistoß prallte der Ball von einem Wiener Abwehrspieler ins eigene Tor. Drei Minuten später machte Schweissurth im Strafraum der Schalter Hand, aber Schilling zieltezu genau" und jagte den Ball an den Pfosten. Bei dem folgenden Schalter An­griff setzte sich K a l w i tz k i in den Besitz des Balles.

(Meilinger, Bellos, Brandl, Schmidt, Nutzenberger, Schleenbecker); 2. Gefolgschaft 4/116, 1,50 Std.

GeländeorientierungsfahrtdesJV.: Sieger Fähnlein 2/116, 2. Mannschaft, 21,30 Min. (Wolkewitz, halbroth, Kreiling, Küthe); 2. Fähnlein 3/116, 1. Mannschaft, 22,00 Min., und Fähnlein 3/116, 2. Mannschaft, gleiche Zeit; 3. Lehrfähnlein, 1. Mannschaft, 22,30 Minuten.

Bannmeisterschasten im Nutzern und Kanu.

Auf der Lahn wurden die Bannmeisterschaften im Rudern und Kanu ausgetragen, die für die Banne und Zungbanne 88, 116, 253 und 303 bestimmt waren, an der aber außer der Mannschaft der Na­tionalpolitischen Erziehungsanstalt Oranienstein bei Diez nur der Bann und der Jungbann 116 beteiligt war. Die Leitung hatten für das Rudern Bannfach­wart Hans Rübsamen und für den Kanusport Bannfachwart O. E i d m a n n. Die Länge der Bahn betrug für das Rudern 1200 Meter und für Kanu 600 Meter in der Klasse A und 400 Meter in der Klasse B. Die Mannschaften der einzelnen Gefolg­schaften setzten sich aus Mitgliedern der GRG. 1877, des Ruderklubshassia", der Gießener paddler- Gilde und des Wiesecker Kanu-Clubs zusammen. Die Nachrichtengefolgschaft hatte die Fernsprech- und Lautsprecheranlagen aufgestellt. Die Feldschergefolg­schaft 4/116 hatte einen Sanitätsdienst eingerichtet.

Das 1. Rennen war ein Leichtgewichts- vierer m. St., bei dem sich die Boote des Gieße­ner Ruderklubshassia", besetzt mit Jungen von 2/116 und M.-HI. und der GRG. 1877 (DJ.-Fähn-

Ausschnitt von dem vollbesetzten Stadion, und zwar Schalter, die in großer Zahl nach Berlin gekommen waren, um den Triumph ihrer Mannschaft mitzu­erleben. (Scherl-Bilderdienst-M.)

dem schier unglaublichen Ergebnis von 9:0 (4:0) Toren. Zum vierten Male ist den Knappen der Griff nach der Meisterkrone geglückt.

Schon kurz nach 14 Hhr füllten sich die Ränge des weiten Ovals. Bald herrschte hie richtige Stimmung eines großen sportlichen Ereignisses.

Die ersten Jugendmannschaften von Schalke 04 und Admira' standen sich zunächst gegenüber. Sie lieferten sich ein hervorragendes Spiel. Die Jugend- mannen der Schalter siegten verdient mit 4:2 (1:1) Toren.

Kaum war der Kampf beendet, da liefen schon die beiden Mannschaften bcifaüumbrauft in das Stadion. Der Dresdner Schiedsrichter Schulz rief die Spielführer Kuzorra und Hahnemann zur Wahl. Der Wiener gewann das Los, und Se­kunden später begann das erste großdeutsche Meister- schaftsendspiel.

Die Mannschaften standen wie folgt:

Deutsche Handball-Meisterschaft der Männer.

Die Rückspiele der Vorschlußrundenkämpfe um die deutsche Handballmeisterschaft der Männer brach­ten am Sonntag nur in einem Falle eine endgültige Entscheidung. Der Titelverteidiger M T S A. Leip­zig gewann zu Hause den zweiten Kampf gegen den Bayernmeister P o st - S V. München ganz überlegen mit 14:2 (8:2) Toren. Der MTSA. hat damit die Endrunde erreicht. Der Gegner der Leip­ziger ist aber noch nicht ermittelt, da der MSV. Hindenburg Minden auf eigenem Platze den Lintforter SV. 4:3 (2:1) bezwang. Da Lint- fort im Vorkampf überlegen erfolgreich geblieben war, ist Entscheidungsspiel notwendig geworden.

Vorschlußrunde der Frauen.

Die Teilnehmerinnen am Endspiel zur sechsten deutschen Handballmeisterschaft der Frauen stehen nun fest. Erwartungsgemäß setzten sich der T v d. Eimsbüttel und der V f R. Mannhei m durch. Die Hamburgerinnen schlugen in Düsseldorf die Stahlunion-Els sicher 5:2, und der VfR. fertigte die Magdeburger Frauen 12:0 (!) ab.

Neidet untz Stahlhut in Darmstadt erfolgreich.

Am Samstag fand in Darmstadt das 2. reichs­offene Abendspörtfeft der (Bfti. Darmstadt statt. Am Start waren eine ganze Reihe hervorragender Spitzenkönner aus dem Reich. Die mustergültige Ausrichtung durch den Darmstädter Großverein wurde belohnt durch hervorragende Leistungen. Es gab durchweg harte Kämpfe, besonders auch über 5000 Meter, wo Franz Neidei (2. JR. 116), Heuchel­heim, 'am Start war, weiter sahen wir hier noch Fornoff, sowie Haag (Darmstadt), den alten deut­schen Rekordmann. Es war von vornherein klar, daß sich das Rennen nur zwischen diesen dreien ab­spielen konnte. Neide! drückte von Beginn an sehr auf das Tempo, um auf jeden Fall eine gute Zeit herauszulaufen. Dieses hatte ihm aber doch wohl zuviel Kraft gekostet, denn Mitte der Strecke konnten Fornoff und Haag an ihm vorbeigehen. Er er­oberte sich aber den zweiten Platz zurück und ver­teidigte ihn energisch gegen die harten Schluß­angriffe von Haag. Neideis Zeit 15:26,2 bedeutet persönliche Bestleistung. Im Hochsprung bewährte sich einmal mehr bas solide Können von Stahlhut. Obwohl auch hier Kräfte aus Köln, Karlsruhe und Darmstadt dabei waren, gelang es keinem der Mit-

Zeitscbnften.

Im Juni-Heft der ZeitschriftNeues Volk" (Blätter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP. Verlag Berlin SW. 68) erscheint zu Beginn ein grundlegend wichtiger Beitrag unter dem TitelDas ganze Volk Hilst dem Bauern"; er ist ebenso wie der folgende AufsatzLob der kleinen Stadt" mit guten, lebensnahen Aufnahmen bebildert. In einer Ab­handlungVerlorenes Blut" folgt Dr. G A. Küp» pers den Spuren der Völkerwanderung an der un­teren Donau. Auch dieser Beitrag ist mit volks- und rassenkundlich aufschlußreichen Abbildungen ausge- stattet.Merkbuch der Zeit", Notizen aus aller Welt und die Bücherecke bringen eine Menge wertvollen und aufklärenden Lesestoffes.

Klacl Hrbanek Mirschitzka

Kritische Würdigung.

Schalke bot in diesem denkwürdigen Fußball- Endkampf des Jahres 1939 eine Leistung, die über jeden Zweifel erhaben ist. Niemals zuvor wartete eine deutsche Vereinself in einem Kampf um die höchste Ehre des deutschen Fußballmeisters mit einem so stürmischen, zwingend schönen und prakti­schen Spiel auf, wie es Schalke an diesem 18. Juni in Berlin tat. Der Held des Tages so kann man ihn wohl bezeichnen war der kleine, tempera­mentvolle Kalwitzki, der seine Leistung mit fünf wunderbaren Toren frönte. Doch nicht er ober das Schwagerpaar Szepan-Kuzorra haben diesen Kampf gewonnen, sondern die ganze Mannschaft.

Die Wiener Admira ließ sich in der ersten Viertelstunde überrumpeln und jedes Selbstver­trauen rauben. Sie lieferte ein ausgesprochen schwaches Spiel. Das galt vor allem von der Läu­ferreihe, in der fein Ersatzmann stand. Die Außen­läufer konnten ihre Gegenspieler weder halten, noch decken, und Mittelläufer Klacl gab dem Schalter Jnnensturm viel zu viel Freiheit.

Tibulski Berg Kalwitzki Kuzorra

Stoiber Hahnemann

beroerber, 1,70 Meter zu überspringen. So wurde Stahlhut ohne große Mühe mit 1,75 Meter über­legener Sieger.

Iußball-Aufstiealpiele in Heffen.

Hanau 60 schaffte es!

Von großer Bedeutung waren am Sonntag die vier Fußball-Aufstiegsspiele in Hessen. Der TSV. 1860 Hanau schlug Phönix Bad Vilbel sicher mit 2:0 (1:0) und erwarb sich damit bereits ^die neue Gauligawürde, da Teutonia Watzenborn-Steinberg in Wirges 1:4 (0:3) unterlag und mit seinen Spie­len fertig ist.

In der Gruppe Nord stieg der große vorent­scheidende Kamps '.wischen Tura Kassel und Borus­sia Fulda. Die Fuldaer hatten ihre Niederlage ge­gen Bebra offenbar schnell überwunden und be­zwangen die Kasseler überlegen mit 4:1 Toren. Fulda übernahm damit wieder die Tabellenspitze und liegt im Torverhältnis bereits so günstig, daß nur eine hohe Niederlage in letzter Stunde noch für Tura Kassel entscheiden konnte.

(Bau Sübrocff.

Aufstiegsspiele: Opel Rüsselsheim gegen GfL. Darmstadt 3:1; VfR. Frankenthal 1. FC. Kaiserslautern 1:0.

Freundschaftsspiele: FSV. Frankfurt gegen VfR. Mannheim 3:3; VfL. Homburg Ra­pid Wien 1:3; Kreis Offenbach Kreis Frankfurt 4:1; Wörmatia Worms Karlsruher FV. 7:1; ^>pDg. Seligenstadt FC. Hanau 93 2:3.

Gau Bayern.

T s ch a m m e r p o k a l: Neumeyer Nürnberg ge­gen Austria Wien 2:0; Wacker München Vienna Wien 2:7.

Spielvereinigung 1900 Sietzen.

Die Blau-Weißen beteiligten sich gestern beim Jubiläums-Pokal-Turnier des Spiel- ' und Sport­vereinsDranicn" Frohnhausen, das dieser anläß­lich senies 25jährigen Stiftungsfestes veranstaltete. Ein Erfolg, d. h. der Gewinn des Pokales, stellte sich nicht ein, da die zu bestreitenden Spiele nur unentschieden gestaltet werden konnten.

1900 Naunheim 2:2.

Nach fünf Minuten gingen die Blau-Weißen durch einen. Strafstoß von Quick in Führung. Durch ein Selbsttor verhalf Schneider den Naunheimern zum Ausgleich. Nach der Pause war es die Naun­heimer Verteidigung, die bei einem Angriff ber' 1900er den Ball ins eigene Tor lenkte. Hattert er­wischte wenig später eine Vorlage des Rechtsaußen

Eine Szene aus dem spannenden Kampf zwischen Schalke 04 und Admira Wien, der überlegener Weise von den Knappen gewonnen wurde. Hofer Bild zeigt Urban im Angriff auf das Admira-Tor, bei dem er sich mit den beiden Admira-Verteidigern (links) auseinander, setzen mußte. (Sck)erl-Bilderdienst-M.)

tra- Na- on. von

lein 5 und 2/116 Fliegergef. und 4/116) Konkurrenz dem

und konnte erneut ausgleichen, hierbei wurde Fischer erheblich am Kopfe verletzt und mußte für den Rest ausscheiden. Bei einer Ecke hatten die Blau-Weißen nochmals eine Chance, der Kopfball von Kraft ging jedoch an den Pfosten.

1900 Sinn 1:1.

Die ©inner, die im Vorspiel gegen die Reichs­bahn-Sportgemeinschaft Gießen ein Unentschieden errungen hatten und gegen die Naunheimer bereits einen l:O-Sieg zu verzeichnen hatten, fegten von allem Anfang ein betont körperliches Spiel an den Tag. Der Erfolg war, daß bis zur Paule eine 1.0-Führung zustande kam. Nach dem Wechsel kamen die Blau-Weißen jedoch mehr und mehr zur Geltung und fünf Minuten nach dem Wechsel stand es durch Heuser 1:1. Die sich kurz darauf ein» stellende Gelegenheit wurde jedoch ausgelassen. ' 1900 Reichsbahn-Sportgemeinschaft Gießen H

Im letzten Spiel standen sich die beiden Gicßenck Vereine gegenüber. Obwohl durch die vorchergehen' den Spiele bereits stark ermüdet, strengten sich die Spieler mächtig an, denn bis jetzt stand der Gc> wion des Pokals noch offen. Wohl hatte Sinn die Führung in der Wertung. Reichsbahn-Sportgemein­schaft brauchte ein Unentschieden und 1900 mußte mindestens einen 3:0-Sieg zustande bringen. In der 12. Minute konnte Heuser im Anschluß an eine vor­bildliche Vorlage von Kraft 1900 in Führung bringen. Und da nach dem Wechsel die Blau-Weißen bergab spielen und hierdurch eine kleine Feldüber­legenheit erzielen, hofft man, daß sich auch weitere Torerfolge einjtellen. Dies tritt jedoch nicht ein, ja Sekunden vor Schluß setzt Heß einer Vorlage nach und erzwingt den Ausgleich, womit der Gewinner des Pokals zugunsten der Reichsbahn-Sportgemein» schäft Gießen entschieden wurde.

Fnßballmeisterschastskamps - eine Sensation!

Admira Wien im Endspiel mit 9:0 (4:0) geschlagen.