Ilm 15.10 setzte sich das gewaltige Schiff in Bewegung. Zwei Stunden später fuhr das Schiff „Wilhelm G u st 1 o f f" mit 1400 Berliner Arbeitskameraden zu einer kurzen Reise in die Nordsee aus dem Hafen aus.
Der erste des BD7N.
Die BDM.-Reichsreferentin Dr. Jutta Rüdiger legte in Ratingen (Rheinland) den Grundstein zum ersten Freizeithof des BDM., dem bald weitere folgen werden. Sie hob hervor, daß die steigenden Anforderungen eine neue Form der Freizeitlager nötig machten. Abseits von jeglichem Fahrtenoerkehr solle den Mädchen in der geschlossenen Gemeinschaft Ruhe und Erholung gegeben werden. Alle Obergaue des Reiches sollten einen solchen festen Lagerplatz erhalten. — Der erste BDM.-Freizeithof wird tu geschlossener Form im Waldgelände neben dem Jugendhof Ratingen errichtet und soll für 250 Madel Raum bieten. Er besteht aus drei Gebäuden mit Tages- und Schlafräumen, Krankenzimmer, Sportplatz, Badeanstalt usw.
Das Schloß der Marlborough bestohlen.
Aus dem historischen Schloß Blenheim Palace in Oxfordshire, dem Sitz des ersten Herzogs von Marlborough, wurden wertvolle, zum Teil mit Juwelen inkrustierte Miniaturen sowie Schmuckgegenstände, die der Herzog bei seinen europäischen Feldzügen mit sich geführt hatte, gestohlen. Der Gesamtwert der fehlenden Gegenstände wird auf zweitausend Pfund geschätzt. Der gegenwärtige Herzog von Marlborough lebt zur Zeit mit seiner Familie^ auf dem Schloß, jedoch war das Eindringen der Diebe von niemanden bemerkt worden.
Von einem Flugzeug getötet.
An der Wasserkuppe wurde ein Frau aus Wüstensachsen, die mit ihren Kindern und Verwandten auf dem Wege zur Wasserkuppe war, von einem Flugzeug, obwohl sich die Frau beim Herannahen sofort auf den Boden warf, gestreift und so schwer verletzt, daß sie bald darauf ihren Der- jetzungen erlag.
Todessturz vom fahrenden Auto.
Ein tödlicher Unfall ereignete sich in der Nähe Ides Dorfes Wallhausen bei Kreuznach. Ein Lastauto hatte Bier zu einemLager gebracht. Der Fahrer, ein Sohn des Brauereibesitzers, hatte dabei drei junge Männer mitgenommen, die hinten auf dem Wagen faßen. Auf der Rückfahrt
stand in einer Kurve kurz hinter dem Ort Wallhausen der 17jährige Karl Großmann plötzlich aus, um sich besser zurechtzusetzen. Durch einen Ruck m der Kurve verlor der junge Mann das Gleichgewicht, stürzte vom Wagen und blieb mit einem Schädelbruch und anderen schweren Verletzungen tot liegen.
Goethemedaille für August Hinrichs.
Der Führer hat dem niederdeutschen Dichter August Hinrichs in Oldenburg anläßlich der Vollendung seines 6 0. Lebensjahres
in Anerkennung seiner schriftstellerischen Tätigkeit die Goethemedaille für Kunst und Wigenschast verliehen. Reichsminister Dr. Goebbels hat an August Hinrichs folgendes Telegramm gerichtet: Zur Vollendung ihres 60. Lebensjahres übermittle ich Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche. Sie haben mit „Stedings Ehre", Ihren Volksjtucken und Ihren erzählerischen Büchern unserem Volke Werke geschenkt, die der Erhöhung seiner Lebenfreude wie der Stärkung seiner seelischen Kraft und nationalen Einsatzbereitschaft dienen. Ihnen an diesem Tage dafür zu danken, ist mein aufrichtigstes Bedürfnis.
Ausreichender Wohnraum für die deutsche Volisamilie.
Or. Ley über die Aufgabe des Aeichsheimstättenamts der DA§.
Berlin, 18.April. (DNB.) Auf der Sonber- ragung des Reichsheimstättenamtes und der Wohnungsunternehmungen der DAF. mies Reichsoiga- nisationsleiter D r. Ley darauf hin daß es eine der schwierigsten Aufgaben der letzten Jahre für die DAF. war, die U e b e r n a h m e einer Unzahl von Unternehmungen i m W o h n u n g s - bau durchzuführen, die in eine Einheit zusamnien- qeschweißt werden mußten. Jetzt könne die DAH-. auf Grund der gesammelten Erfahrungen beispielgebend durch ihre eigenen Bauten aus dem Gebiete des Wohnungsbaues wirken. Wie die Partei so müsse die DAF. als Gliederung der Partei überall als bewegender Motor die Dinge vorwärts treiben. Wir wissen, daß wir wegen" anderer noch vordringlicherer staatspolitischer Aufgaben bisher auf dem Gebiete des Wohnungsbaues noch nicht alle Kräfte einsetzen konnten. Es geschehe aber alles in Augenblick Mögliche, und es werde in späteren Jahren noch viel mehr durchgeführt werden. Grundsatz beim Wohnungsbau müsse vor allen Dingen sein, daß m ö g - l i ch st preiswerte Wohnungen hergestellt werden unter Zugrundlegung von Familien, die wenigstens vier Kinder haben. Dabei sollen die technischen Neuerungen, besonders auch Bade - oder Brauseanlagen, weitgehende Beachtung finden. Weiter dürften wir uns nicht auf den' Standpunkt stellen, daß nun unbedingt joder Wohnungsinhaber zugleich Siedler sein soll
oder Ackerland oder Garten mitbearbeiten solle. Für den Großteil unserer Bevölkerung müßten wir aus den verschiedensten Gründen auch mehrstöckige Häuser mit mehreren Einzel- wohnungen errichten. Nur wo aus dem Berufsleben heraus eine Garantie für eine einwandfreie Bearbeitung des anvertrauten Bodens gegeben fei und wo dies' keine Ueberbelaftung für den einzelnen darstelle und wo schließlich auch die Gemeinschaftsaufgaben der Volksgenossen hierdurch nicht beeinträchtigt erschienen, könne es zweckmäßig sein, Garten- oder Siedlungsland zur Verfügung zu stellen.
Der neue Leiter des Amtes Dr. Paul Steinhäuser wandte sich gegen die bisher vielfach üblichen sogenannten Volkswohnungen mit gänzlich ungenügendem Wohnraum. Das zur Verfügung stehende Kontingent des Materials in feiner Begrenzung und auf der anderen Seite die Wohnungsnot dürfe nicht dazu führen, daß der letzteren gegenüber Konzessionen gemacht werden müßten. Es werde übersehen, daß es der Arbeiter wohl verstehen würde, wenn man aus augenblicklichem Materialmangel heute weniger, dafür aber anständige Wohnungen baut, wogegen er mit Recht gar kein Verständnis dafür aufbringt, daß man sogenannte Volkswohnungen mit 32 Quadratmeter Wohnfläche und anderthalb Zimmern zu Tausenden baut und seiner Familie zumute,
darin zu einer deutschen Vollfamllle heranwachsen. Von diesen Gesichtspunkten aus stellte der Redner dann folgende Ziele auf: Das gesamte Wohnungs- und Siedlungswesen einschließlich der Planung, Finanzierung und des Steuerwesens einheitlich in Reich, Ländern und Gemeinden auszurichten und zu leiten; die Vorschriften über den Bau von sogenannten Volkswohnungen, Siedlungen, über die Gewährung von Reichsbürgschaften, Reichs-, Landes- und Gemeinde-Baudarlehen sowie die gesetzlichen Bestimmungen über die Besteuerung von Arbeiterwohnstätten zu vereinheitlichen, neu zu schaffen und zu vereinfachen, ebenso die verfahrensrechtlichen Vorschriften und schließlich» Verwirklichung des Rechtsanspruches eines jeden schaffenden Menschen auf eine ausreichend e> hygienisch und baulich einwandfreie Wohnung, die geeignet ist, den ewigen Bestand des deutschen Volkes 'sicherzustellen.
Wetterbericht
Im Zufuhrbereich kalter Meeresluft kam es am Dienstag auch in unserem Bezirk zu einzelnen Niederschlägen und in der darauffolgenden Nacht zu weiterer Abkühlung, die aber nur ganz vereinzelt bi« zum Gefrierpunkt führte. Das durch die Kaltluft über Westeuropa aufgebaute Hochdruckgebiet wird vorerst ein stärkeres Eingreifen der Wirbeltätigkeit auf unser Wetter verhindern und im wesentlichen wetterbestimmend sein.
Vorhersage für Donnerstag: Heiter bis wolkig, trocken, nachts sehr frisch, stellenweise auch leichter Frost, tagsüber wieder etwas wärmer, Winde meist aus Nord und Ost.
HauptschrifMter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A. III.39: 10 200. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitäts- druckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.
Am 17. April 1939 entschlief unsere liebe Mutter und Großmutter
Kiel, Köln, Gießen, Eisenach, Berlin, den 18. April 1939.
Die Beerdigung findet in der Stille statt.
2846D
Uhu
01972
Stadt Marburg
schäftsstelle des I ^carourg Gies;. Anz. l^vlMarb. Straße 23
im Alter von 78 Jahren.
Lang-Göns, Odenheim (Baden), den 19. April 1939.
Die Beerdigung findet Freitag, 21. April, nachm. 2 Uhr, statt.
2869 D
Frau Luise Bender, geb. Gilbert
im Alter von 53 Jahren.
Grünlngen, den 19. April 1939.
Die Beerdigung findet Freitag, den 21. April, nachm. 2% Uhr. statt.
2882 D
Heute früh 2 Uhr entschlief sanft nach langen schweren, mit großer Geduld ertragenen Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel
Heute morgen 8 Uhr entschlief nach langem, schwerem Leiden meine liebe Gattin, unsere gute Mutter. Schwiegermutter und Großmutter
Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Heinrich Bender Karl Bender.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Georg Schäfer, Schneidermeister Familie Wilhelm Artz Familie Karl Artz Wwe.
9ame,3z3aöre wünscht netten, soliden Herrn bis 45 Jahre kennenzulernen, a. beit. Witwer,zw.wat. Heirat. Schriftl. Angeb. u. 01976 an d. Gieß, Anz.
Konrad Anton Artz
Kaufmann und Schneidermeister
Fleißiges, sauberes HaMädcta
gesucht 2873D
Schlageier- straüe 101
In tiefer Trauer:
Prof. Dr. Behrend Behrens
und Frau Helene, geb. von Reden
Doz. Dr. Carl Karstien
und Frau Magdalene, geb. Behrens Prof. Dr. Martin Behrens Dr. med. Hans Ommo Behrens
und Frau Käthe, geb. Lutz
Dr. iur. Dietrich Behrens und drei Enkelkinder.
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Frau Doris Behrens
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Witwe des Geheimen Hofrats Prof. Dr. D. Behrens.
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