llt.91 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheßen) Mittwoch, 19. April (939
bis 1910 als Dozent für Germanische Philosophie am Bryn Mawr-College in den Vereinigten Staaten, habilitierte sich danach in Leipzig für Englische Philosophie und wurde 1920 als Professor nach Halle berufen. Seine Arbeiten betreffen hauptsächlich sprachwissenschaftliche Themen.
Von den amtlichen Verpflichtungen wurden entbunden: Professor Dr. Ludwig E r h a r d t, Ordinarius für Landmaschinenbau an der Technischen Hochschule Breslau, wegen Erreichung der Altersgrenze: Professor Dr. Max P a g e n ft e ch e r. Ordinarius für Bürgerliches Recht an der Universität Hamburg, auf feinen Antrag.
Zeitschriften.
— Zum 50. Geburtstag des Führers bringt „die neue linie" in ihrem April-Heft (Verlag Otto Beyer in Leipzig. Preis RM. 1,—) ein zehnseitiges Thema über die engsten Ärchitekten-Mitarbeiter des Führers. Diese Veröffentlichung unter dem Titel: „Der Führer und seine Architekten" würdigt die wichtigsten Bauten, die im Auftrag des Führers für Partei und Staat geschaffen wurden und stellt ihre Architekten als künstlerische Persönlichkeiten der Oeffentlichkeit vor. — Ebenfalls zur rechten Stunde erscheint ein Landschaftsaufsatz über Kärnten. Allen denen, die in der kommenden Reisezeit dort Halt machen wollen, gibt die „neue ünie" in entzückenden farbigen Zeichnungen Hinweise, wo man gut aufeghoben ist. — Ueberraschende Neuentdeckungen sind auch die Runge-Zeichnungen, von denen eine in Faksimile ähnlichem Farbdruck die ganze Schönheit und Tiefe einer Romantiker-Zeichnung offenbart. — Am Ende der Spielzeit hält die „neue ünie" eine Rückschau auf die vergangene Theatersaison im Reich. — An anderer Stelle wird mit Witz und Ironie ein Kolleg betitelt „Der stumme Filmstar" oder über den Glasstöpsel und andere Requisiten gelesen.
— Dem Lande Chile, das erst kürzlich durch die Erdbebenkatastrophe und vor wenigen Tagen wieder durch den Anschlag aus die Deutsche Botschaft im Vordergründe des Weltinteresses stand, widmet die „Illustrirte Zeitung Leipzig" einen Beitrag in ihrer jüngsten Ausgabe. Es gibt einen aufschlußreichen Querschnitt durch die ^landschaftliche, volkstümliche und wirtschaftliche Struktur des Landes. Eine Bildseite zeigt die vorbildlichen Luftschutzmaßnahmen in Japan Im Mittelpunkt der Nummer steht unter dem Titel „Tanz aus Berufung" eine Würdigung Mary Wigmans und ihrer weltberühmten Tanzschule.
20.20
21.40
22.00
23.20
SPITZENLEISTUNG
OPEL
9.00
10.30
20.00
Oie militärische Feier in Gießen
Ecker-
Ab 20 Uhr: Studentenheim und Tanz.
der Truppenteile. Die Parade nimmt der Kommandeur des JR. 116, Oberst Herrlein, als Vertreter des zur Zeit von Gießen abwesenden Standortältesten ab. Bis 10.45 Uhr müssen die Truppen, die-Ehrengäste und die Abordnungen der Partei und ihrer Gliederungen sowie aller Verbände ihre Plätze eingenommen haben. Die Ansprache an die Truppen hält Oberst H e r r I e i n. Nach der Parade folgt der Vorbeimarsch der Truppen, den Oberst Herrlein abnimmt.
Zugangsweg für die Zuschauer zum Paradefeld ist der Alte Rödgener Weg, an der Liebigshöhe vorbei hinter der Bleidorn-Kaserne entlang. Dort können auch Kraftwagen fahren und zum Aussteigen kurz halten, jedoch dürfen dadurch bie Truppen nicht behindert werden. Parkplatz für Kraftfahrzeuge ist der Platz vor dem Spielplatz der Spielvereinigung 1900, also westlich der Bleidorn-Kaserne.
Oessentliche Tanzveranstaltungen im und Cafe Leib, bei freiem Eintritt
Kaiserallee, Ludwigsplatz, Gartenstraße, Hinden- burgwall, Horst-Wessel-Wall, Bahnhofstraße, Kap- lansgasse, Kreuzplatz, Mäusburg, Marktplatz, Kirchenplatz, Walltorstraße, Hitlerwall, Moltkestraße, Kaiserallee in Richtung Volkshalle zur Kaserne zurück.
11 Uhr auf dem hinteren Trieb nördlich der Bleidorn-(Artillerie-)Kaserne Parade-Aufstellung m i t a nschließendem Vorbeimarsch
daß kein Mensch in der Welt mir dafür Ersatz geben könnte!"
Der Doktor Eckermann, in solchen Zwiespalt gestellt, war nicht glücklich. Aber er diente einer höheren Idee, er wußte, daß er sich einem ewigen Werke verschrieben hatte und daß ein Schimmer davon einst auch auf sein Haupt fallen würde. „Süß verlockt" war er, „so ganz in dem zu leben, was er (Goethe) Göttliches denkt und sinnt." Das füllte ihn aus und mahnte fein Herz zur Geduld, obwohl er sich oft über das „Hundeleben" beklagte, so unbeweibt daherleben zu müssen, denn auch „Napoleon tat das Beste, als er von Josephine geleitet wurde, und Schiller schrieb seine besten Werke, als er geheiratet hatte
Armer, treuer Eckermann. Er wollte schon, allein
scher Männerchor: Bahnhof st raße/Hor st - Wessel-Wall (Weg zum Volksbad) Gesangverein „Liederkranz".
Retchssendungen des Rundfunks zum Geburtstag des Führers.
DNB. Der Großdeutsche Rundfunk veranstaltet zum Führergeburtstag folgende Reichssendungen:
19. April:
17.00 bis* 17.30 Uhr: Vom Reichssender Königsberg: Aus dem Remter der Marienburg: Aufnahme des Jahrganges 1929 in die Hitler-Jugend. Es spricht der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Sch'rach.
18.30 Uhr: Vom Reichssender Berlin: Ansprache des Neichspropagandaleiters der NSDAP.,
Die Feier des 50. Geburtstages des Führers in Gießen.
Anläßlich des 50. Geburtstages des Führers werden in der Stadt Gießen in Verbindung mit der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" folgende Veranstaltungen durchgeführt:
6.30 Uhr: Großes wecken, durchgeführt von den Musikzügen JR. 116 und SA.-Slandorte 116.
9 bis 10 Uhr: Singen der Gießener Gesangvereine auf folgenden Plätzen: Selterstor, Walltor- Afterweg, Kreuzplah, Horft-Weffel-Wall (Eingang Volksbad) und vor der Aula.
14 bis 15 Uhr: Singen und Volkstanz: Kreuzplah und Selterstor. Es fingen die Singschar der Jungmädel, „Die Goldkehlchen". Es tanzen: Tanzgruppe Ober-Rosbach der KdF.
15 bis 16 Uhr: Platzkonzerte: Ludwigsplatz und Anlage gegenüber dem Hotel Schütz. Es spielen die Mnsikzüge der Kreisleitung und der SA.-Standarte 116.
17 Uhr: Antreten zum Propagandamarsch, Spitze Ludwigstrahe-Ecke Vleichslrahe. 17.15 Uhr: Abmarsch über Vleichstraße, hindenburgwall, Reuen Baue, Sonnenstrahe, Seltersweg, horst-weffel-wall, Bahnhofstraße, Marktstraße, Marktplatz, Kirchenplah, Lindenplah, walltorstrahe, zur Kundgebung auf dem Brandplah.
18 Uhr: Kundgebung auf dem Brandplah. Es spricht Oberstudiendirektor Pg. Jung (Frankfurt am Main).
20 Uhr: Vereidigung der Politischen Leiter in der Aula der Universität.
Keine Schulfeierstunde am 20. April.
DNB. Mit Rücksicht darauf, daß der 20. April 1939 auf Grund des im Reichsgesetzblatt veröffentlichten Gesetzes über einmalige Sonderfeiertage zum gesetzlichen Feiertag erhoben worden ist, hat der Reichserziehungsminister angeordnet, daß die vorgesehene Schulfeierstunde am 2 0. April von 9 bis 9.30 Uhr mit Übertragung durch den Rundfunk entfällt.
Die Reichsbahn am Geburtstag des Führers.
Lpd. Die Reichsbahndirektion Frankfurt am Main macht darauf aufmerksam, daß am Geburtstag des Führers, Donnerstag, 20. April, die Reisezüge wie an Sonntagen, und am Vortag, 19. April, wie an gewöhnlichen Werktagen verkehren. Es werden Sonntagsrückfahrkarten ausgegeben' die zur Hinfahrt ab Mittwoch 12 Uhr und zur Rückfahr bis Freitag 24 Uhr Gültigkeit haben.
er durfte nicht.
Goethe redete ihm das Heiraten in mehr oder minder verhüllten Worten aus, indem er ihn ermahnte, doch auch ja feiner Stellung und feines Ansehens in Weimar zu gedenken. Als Eckermann daran dachte, sich um eine Stellung am Archiv zu Hannover zu bewerben, entschied Goethe, daß dies „unter feiner Würde" sei... Von allem erfuhr Johanne, die allein in Goethe, dem mächtigen Zauberer, das entscheidende Hemmnis ihrer Jahr um Jahr verschobenen Eheschließung sah.
Aber einmal kam auch ihr großer Tag: und am 9. November 1831, wenige Monate vor Goethes Tode, feierte sie in Weimar mit ihrem Johann Peter Hochzeit. Sie hatte ihn erobert, ohne ihn doch ganz zu besitzen: Eckermann ging wie bisher bei der Erzellenz ein und aus. Und erst, als der erlauchte Greis hinüberschlummerte, nach jener denkwürdigen' Stunde, da die Hand des Jungen auf dem Herzen des großen Toten ruhte und er sich wenden mußte, „um den verhaltenen Tränen freien Lauf zu lassen", entschattete sich ihr Liebesbündnis vollends. Ahnte sie, daß ihr kleiner Sohn, den sie nicht mehr heranwachsen sah, bei den Goethes ein-- und ausgehen würde? Das Schicksal der C-cr manns war mit Goethe unlöslich verknüpft.
Aufruf
an die Gießener Bevölkerung!
Der 50. Geburtstag unseres Führers muh im vollsten Umfange des Wortes als Feiertag der Ration begangen werden. Die Gießener Bevölkerung gibt dem Ausdruck durch Beflaggung und Schmücken der Häuser über den üblichen Rahmen hinaus. Gießen wird am 20. 4. ein Fahnenmeer fein. Wir bekunden hiermit dem Führer, daß wir wissen, was wir ihm zu danken haben und beteiligen uns restlos an den Veranstaltungen, die von der RSDAP. durchgeführt werden,
RSDAP. Kreisleitung wetterau.
Kreispropagandaleitung.
Di. Konzertplätze unserer Sänger.
Bei dem Singen der Gießener Gesangvereine am morgigen 50. Geburtstag des Führers werden die einzelnen Vereine an folgenden Plätzen fingen: Auf dem Kreuzplatz der Bauerfche Gesangverein- am Selterstor der Gesangverein „Heiter- eit"; Asterweg / Ecke W a l l t o r st r a ße „Frohsinn-Quartettverein": Dor ber Unioerf ität Groß-
Tageskalender für Mittwoch.
NSLB. Kreis Gießen: 15.30 Uhr in der Neuen Pestalozzifchule Arbeitsgemeinsck)aft, Dortrag von NSRL.-Fachlehrer Sottong. - Gloria-Palast Se - tersmeg): „Menschen vom Variete . — Lichtspiel- Daus CBaDnDofftraW: „Drei Untero tjtet» . - Oberhessischer Kunstoerem: 17 bis 18 Uhr Ausstellung hiesiger Künstler im Turmhäus^am^Brand^^
Reichsminister Dr. Goebbels.
Uhr: Vom Reichssender Berlin: Unterhaltungskonzert mit Berichten von der Fahrt des Führers über die OsttWest-Achse.
Uhr: Vom Neichssender Berlin: Nachrichten des drahtlosen Dienstes.
Uhr: Vom Reichssender Berlin: Unterhaltungskonzert mit Berichten vom Großen Zapfenstreich der Wehrmacht, vom Vorbeimarsch der Wehrmacht an dem Führer und vom Fackelzug der NSDAP, und ihrer Gliederungen.
bis 0.15 Uhr: Dom Deutschlandsender: „Deutschlands Jugend grüßt den Führer." Reichsringsendung. e
20. April:
bis 10.30 Uhr: Vom Reichssender Berlin: Blasmusik.
bis 15.00 Uhr: Vom Deutschlandsender: Unterhaltungskonzert mit Berichten von her großen Parade der Wehrmacht.
bis 21.00 Uhr: Vom Deutschlandsender: Vereidigung der Politischen Leiter.
die Zwecke, die Ziele und die bisher geleistete Arbeit des BDM.-Werkes schilderte. Sie sprach ferner von dem Ernst, der die Arbeit der Werkgruppen bestimmt, und bat, die Darbietungen mit gleichem Ernst aufzunehmen.
Der Verlauf des Abends brachte eine bunte Reihe von Darbietungen der verschiedenen Werk-Gruppen. Die Musikgruppe zeigte ihr Können und sand damit freundliche Aufnahme. Ein Volkstanzgruppe zeigte einige gut erarbeitete und schön aufgeführte Volkstänze, während die Gymnastikgruppe mit rhythmischen Hebungen hervortrat, die einen guten Eindruck vermittelten. Der Gesundheitsdienst im BDM.-Werk stellte die Besucher mit einer Scharade vor eine nicht allzu schwere Aufgabe und brachte dann auch gleich die Auflösung. Jedes der Mädchen hatte dabei einen kurzen Vers herzusagen, der aus der Arbeit im Gesundheitsdienst gewonnen war und sich durch lakonische Fassung auszeichnete.
Während einer Pause konnte eine kleine Ausstellung von Bastel- und Handarbeiten besichtigt werden. Den Abschluß des Abends bildeten ein Märchenspiel („Rumpelstilzchen"), das mit großem Eifer aufgeführt wurde, und das Lied „Ade, zur guten Nacht".
Hitler-Jugend Vann 116.
wirtschaftspolitische Arbeitsgemeinschaft.
Die Teilnehmer an der Arbeitsgemeinschaft erscheinen am Freitag, 21. April, um 20.30 Uhr im Sitzungssaal des Arbeitsamtes Gießen, Bahnhofstraße 90.
Verwaltungsstelle des Vannes und llntergaues 116.
Die für Mittwoch, 19. b. TL, vorgesehene Schulung der Geldverwalter und Geldverwalterinnen findet nicht statt. Ein neuer Termin wird noch befanntgegeben.
Elternabend beim BDM.-Werk
„Glaube und Schönheit".
Zum ersten Male trat am gestrigen Dienstagabend das BDM.-Werk „Glaube und Schönheit" in um serer Stadt an die Oeffentlichkeit. Diele Eltern hatten sich dazu eingefunden und wurden zwei Stunden lang gut unterhalten. Der Saal des Studentenhauses war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen, wie auch Oberbürgermeister Ritter, bewiesen durch ihre Anwesenheit ihre Anteilnahme am BDM.-Werk.
Nach einem einleitenden Lied mit Musikbegleitung und einem Dorspruch (Kolbenheyer) hielt die Beach, tragte des BDM.-Werkes in Gießen, Hilde Adolph, eine kurze Ansprache, in der sie die zahlreichen Besucher zunächst herzlich willkommen hieß und dann
Aus der Stadl Gießen.
Quäle nie ein Tier zum Scherz'
Früher machte sich nur der strafbar, der Tiere „osstntlich" ober in „Aergemis erregender Weise" quälte ober roh mißhandelte. Man schützte nicht bas
Iein£r selbst willen, fonbern man suchte nur 1 w'j t 1 Empfinden des Menschen vor dem An- ' blick der Tierquälerei zu bewahren. Heute wirb mit ' (Scjangms bis zu zwei Jahren ober mit Gelbstrafe i xQ !' em, $ier unnötig quält ober roh miß- .
^un,,™hr sielst also das Tier als fühlendes Geschöpf um feiner selbst willen unter weitgehendem Rechtsschutz. Obwohl wir Deutschen für uns die Tatsache in Anspruch nehmen dürfen, in Gesetzgebung und Durchführung des Tierschutzes allen anderen Dblkern voraus zu fein, fehlt doch noch viel Kleinarbeit und Aufklärung bis zur restlosen Erfüllung der Worte unseres Führers Adolf Hitler: Im Dritten Reich darf es keine Tierquälerei mehr geben!"
Oft begegnet man ausgesprochenen Tierquälereien die von Kindern verübt werden. Man weiß, daß das wohl in den seltensten Fällen böse Absicht ist: die Kinder denken nicht darüber nach, daß sie den Tieren Leid zufügen. Es ist wohl immer der Unverstand des Kindes, das in solcher Betätigung seinem Spieltrieb freien Lauf läßt. In der Regel ist der Hofhund bas Opfer solcher „Kinderbelästigungen". Es gibt Hunde, die von klein auf von Kindern verdorben wurden, die sich eine Freude daraus machten, den Hund zu necken und ihn sogar zu Fertigkeiten abrichteten, die dem Zweck des Hofhundes zuwiderlaufen. Aber hier fetzt die Pflicht der Eltern und Erwachsenen ein. Es wird in der Regel genügen, ein Kind auf seine Fehler aufmerksam zu machen, damit es für alle Zeit derartige „Scherze" unterläßt.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch des Kettenhundes besonders gedenken. Leider finden wir die Unsitte der Kettenhund-Haltung noch immer in einem Umfange, der den wahren Tierfreund zutiefst erschrecken läßt. Dabei ist es in 95 von 100 Fällen nichts weiter als Gleichgültigkeit und Gedankenlosigkeit, die es zulassen, den an unzulänglicher Kette angebrachten Hund furchtbar zu vernachlässigen. Um es gleich vorwegzunehmen: Es gibt keine gesetzliche Bestimmung, die anordnet ober gestattet, einen Hund, sei er auch noch so scharf und bissig, auf dauernd anzuketten. Im Gegenteil, das Reichstierschutzgesetz gibt endlich volle Handhabe, solche Fälle als eine unnötige Tierquälerei festzustellen.
Aber der Unbedachtsamkeit der Kinder entspringt auch oft unsachgemäße Behandlung anderer Tiere. Katzen, Vogel usw. dürfen keineswegs von ihnen gequält werden. Mancher Junge (vielleicht auch mancher Erwachsene) weiß sicher nicht, daß er einem Kaninchen, wenn er das Tier an den Ohren trägt, erhebliche Schmerzen bereitet. Wüßte er, daß man ein Kaninchen mit der einen Hand am Fell im Nacken trägt und gleichzeitig mit der anderen Hand den Bauch unterstützt, bann wirb er sicher sein Lebtag daran denken und darauf achten, das Tier nicht zu quälen.
Niemand verwende ein Tier unnötig zu Arbeitsleistungen, die offensichtlich seine Kräfte überfteigen ober ihm erhebliche Schmerzen bereiten. Keiner vernachlässige ein Tier in Haltung, Pflege und Unterbringung! Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie du den Schmerz! M- L.
Vornotizen.
Hochschulnacbrichten.
Professor Dr. Fritz C u r s ch m a n n , Ordinarius für Geschichte, Historische Hilfswissenschaft und Historische Geographie an der Universität Greifswald, ist wegen Erreichung der Altersgrenze von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden.
Professor Dr. Hans Weyhe, Ordinarius für Englische Sprache und Literatur an der Universität Halle-Wittenberg, wurde 7 0 Jahre alt. Er promovierte 1903 in Leipzig, wirkte von 1907
Die Deranstattungen der Wehrmacht des Standorts Gießen am morgigen 50. Geburtstag des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht seien nachstehend noch einmal in der Zeitfolge mit- gdeilt: /v. ...
6.30 Uhr: Großes Wecken (die Musik wird vom Musikkorps des JR. 116 und dem Musikzug der SA.-Standarte 116 gestellt). Marschweg: Von der Bergkaserne aus durch die Licher Straße, Eckermann war offenbar ohne bestimmten Eigenwillen, ohne Mut zur Selbstbehauptung gegenüber dem Dichter, und immer unmutiger, ja zorniger grollte es in Johannens Briefen.
„Vor einer Stunde erhielt ich Deinen Brief, mein Herz ist davon so schwer, daß es sich einigermaßen Luft zu machen versucht... In Weimar jedoch ist mir in jeder Hinsicht alle Hoffnung verschwunden, verlasse es deshalb... Goethe wollte Dir doch auch behilflich fein und Ihr wolltet nicht eher aufhören, bis Ihr das Werk vollendet, warum bleibt Ihr nicht dabei? Ich verliere wahrhaftig alles Zutrauen, weil Du mir bald so, bald so schreibst. Du wünschest , erinnert sie ihn an seine großen literarischen Ambitionen die er schon in Hannover und dann in Göttingen heqte, „Dich durch Deine Sachen berühmt'zu machen und hoffst damit eine Wendung Deines Schicksals, und tust doch nichts dazu. Gott Ich weiß nicht mehr, was ich darüber denken soll Ju Deinen Geschäften hast Du keine Ruhe, wohl aber zu Goethes Geschäften! Hier versprachst Du mit Gewißheit, nichts wieder für ihn zu tun, sondern nur allein für Dich, hast aber leider schlecht Wort gehalten!"
Aus Herzensgründe verwünschte sie das „unglückliche Weimar", diesen „gauneren Staat", mo er, Johann Peter, nichts für seine Zukunft zu erbosen habe „Sage Goethe", so wies sie den Wankelmütigen strikte an, „daß Du an Demen Konversationen arbeiten möchtest, Du wünschtest heraus- wqeben damit Du ordentlich Geld verdientest, das übrige wäre nur Plagerei." Und ein andermal: Goethe zahlt Dir für Deine Gute gegen ihn nichts weiter als Ehre, an mich oder an Dem künftiges bürgerliches Glück denkt er nicht. Er laßt sich Deine Güte höchlich gefallen und ist Dir dennoch nicht einmal dankbar dafür." Er möge es ifjr, menn sie so von seinem „großen Goethe' spreche, nicht verübeln, „ich spreche nur so, wie ich darüber denke.. -
Sie fühlte sich verlassen und enttäuscht in ihren hohen Erwartungen, das treue und bei aller Liebe resolute und zielklare Mädchen, sie war eine 5rau, die die Jahre sich in ihr einst schönes Gesicht araben sah. Und wir müssen es ihr, deren Eltern inzwischen gestorben waren, schon nachsehen, wenn sie mit unverhohlener Bitterkeit gegen den Olympier, um den Mann ihres Herzens rang Was ainaen sie,- in ihrem einfachen Gemüt schließlich die Kunst' und der Segen tätiger Hilfe für ein Genie an? Wie hätte sie diesen wunderbaren Men toen begreifen können, zu dem der Geliebte schwärmend auf ah: „Das Glück, das ich durch mein immer innigeres Verhältnis zu Goethe genieße, ist so groß,
73nTed?otten des Genies.
Von Werner Schumann.
Johann Peter Eckermann, Schriftsteller und Privatsekretär des berühmten Geheimrats Goethe, hatte eine Braut: Johanne Bertram in Hannover^ Sie mar ein hübsches, blondes Mädchen, das nach jahrelanger Brautzeit von dem nur zu begreiflichen Wun che^es^sen mar, endlich geheiratet zu werden TOarum der Doktor Eckermann er hatte sich 1918 mit Johanne in Hannover verlobt — volle dreizehn Jahre die endgültige Verbindung immer wieder
ää i“ k'ä'SS
t" Folgen her Endige Umgong mit Goethe^ pSrSÄffi Ä fän"Iie“tetO3oDanne gutem^Srunb, wie « schien, denn auch Oie -orieie qnPifter der der i'Ä M
Aber Die flannoDeranerm .touWH 4 $^1.^
OUd) Sck ., sicher Hingabe um des
den Polen täuschen mochte. . (einem
Er spielte «« Bemühen
eifervollen und sicher eyn g vertrösten und di° °us Hoheit drängend- B °u ^oer seinem Herrn unbOTct(t« 3“ »u3fömmIi(f; dotier- nung, daß er eines Tage i r. er kam so- tem Posten sitzen mürbe. J Goethes
gar mehrmals m Not, die Jayre ue g» Ecker- Ruhm und Werk ward g ß > „ an denen er mann seine „Gespräche mit oet) ^d) ba5 mnr arbeitete, hätte vollenden cnfCllben und ebenso eine Hoffnung der sehr re ,^ne Bertram, daß zärtlichen wie praktischen 3 J cr|t sechs


