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in schnelle Bewegung offensichtlich recht, bald
Sei unseren Lustspm- und Fesselballonen im Westen
r Höhen geführten Kämpfe in unseren Besitz gelangte. I- Die Bedeckung der gefangenen Franzosen hat uns
nur ganz kurz einweifen können. Sie haben es eilig,
schultert, als wir unter Ausnutzung einer Feuer- über Die Hohe zu gelangen, auf die immer wieder pause den unter schwerem Beschuß durch die fran- aut gezielte Lagen der französischen Artillerie ein- zösische Artillerie liegenden Ort erreichen, der im schlagen. Ihr fanzosischer Sprachschatz „Allez vite, Verlauf der um die südwestlich Pirmasens gelegenen allons“ genügt aber auch durchaus, die Gefangenen
,ange.
Soeben haben 6 französische Gefangene unter der Bedeckung einiger leichtverwundeter deutscher Soldaten einen ihrer schwerverletzten Kameraden ge-
Kasimir Edschmid: Italien, Inseln, Römer und Caesaren, mit 22Bildern. Preis in Ganzleinen gebunden 7,50 RM. (Sozietäts-Der- lag, Frankfurt a. M.) — (292) — Auch in diesem dritten Band seiner Italienbücher zeigt der Verfasser seine ungewöhnliche Gabe, die Geschichte aus den von ihr hinterlassenen Spuren wieder lebendig werden zu lassen. Dichterische Phantasie und eine in die Details vorgedrungene Sachkunde lassen aus den Trümmern ein Bild des antiken Rom vor uns
zu bringen! Ihnen ist es aus dieser Gegend ju ver.
Zeitschriften.
— Fsiegeralarm! — Was nun? So heißt das diesjährige große Preisausschreiben der „Sirene". Es stellt 20 interessante Fragen aus dem Selbst« schütz, die nicht allzu schwer zu beantworten sind, wenn man sich jede Aufgabe genau überlegt. Die neue „Sirene^ enthält außerdem „Ein offenes Wort" des Präsidenten des Reichsluftschutzbundes, General der Flakartillerie v. Schröder, in dem allerlei Luftschuß°„Sünden" aufs Korn genommen werden.
auszuschalt en — nebenbei ein tollkühnes Vorhaben — und über den Brenner oder Saloniki oder Konstanza in den Mittelraum einzubrechen. Die Neutralität Italiens zerstörte diese Möglichkeiten, ließ für uns eine zusätzliche Versorgung offen und bildet den Ausgangspunkt für eine Zusammenfassung der neutralen Mittelmeerländer. Die erste Wirkung war die Neutralitätserklärung selbst der Türkei und Aegyptens, beide trotz stärksten englischen Einflusses.
4. Das Kaiserreich Japan erkannte sehr schnell die Tragweite der deutsch-russischen Verständigung und folgte ihr, ohne das „weltpolitische Dreieck Berlin—Tokio—Rom" zu verlassen, wie die Feinde hämisch erwartet hatten. Ein riesenhafter tonhnen- taler Block von der Nordsee bis zu den japanischen Inseln gehört nicht mehr zum Unvorstellbaren.
5. Die T ü r k e i mußte den bereits eingegangenen Bündnisvertrag abschließen, als dessen Ziel die De fr nung der Meerenge und die Einflußnahme am Balkan, neben dem Gewinn von Häfen und Stütz« punkten im östlichen Mittelmeer für England — Frankreich leicht zu erkennen war. Der Tadel Rußlands brachte das alles ins Schwanken, auch die Türkei selber. Das Bündnis ist im Falle türkischer Verwicklung mit Rußland unwirksam, also im wesentlichen unterhöhlt. Die Wirkung erstreckt sich auf alle Balkanstaaten.
6. Das Bestreben Englands — viel weniger Frankreichs — die N e u t r a l e n so unter Druck zu setzen, daß sie ihre Schiffahrt und Wirtschaftskraft Deutschland völlig versagen und dafür England zur Ver« fügung stellen, stößt auf wachsenden Widerstand. Drei Großmächte, die im Weltkrieg gegen uns standen, kommen dafür überhaupt nicht in Betracht, |on- dern sind unsere stillen Partner. Eine vierte, die USA., wird stärker gehemmt als damals.
7. Die Wirkung der Propaganda, des Aufrufs zum „Kreuzzug" gegen die Angreifer, des deut« schen Volkes gegen die „Diktatur", schematisch derjenigen des Vorkrieges angepaßt, hat völlig versagt. Sie erreicht das deutsche Volk überhaupt nicht, bei den anderen Nationen findet sie eine mel kritischere Aufnahme.
8. Die militärische Rüstung Englands war n i ch t f e r t i g , als man leichtsinnig den Krieg auslöste. Die Luftwaffe ist besonders zuruckge« blieben, das Heer hat für feine Verstärkung von ; 6 auf 19 Divisionen keine Ausrüstung, die Flotte beherrscht nicht mehr die Meere, weder Nordsee, noch Mittelmeer, noch chinesisches Meer. El" unangreifbares Deutschand erwidert durch die Dffenslve seiner Luftwaffe und Kriegsschiffe den Handelskrieg und vergilt Blockade mit Blockade. Die Wirkung auf England wurde in 8 Wochen fühlbarer als in Deutschland. Deutschland selber ist blockadefest und von drei Seiten versorgt, sein wirtschaftlicher oder politischer Zusammenbruch ausgeschlossen.
9. Die Waffenfolge des Empire enttäuschte stärkstens: Irland neutral und eher englandfeindlich, Indien ablehnend, Südafrika, Australien, Neuseeland, Kanada schicken keine Hillskorps; nur nominelle Unterstützung ist zu- aesichert.' In Südaftika Loslösungsbewegung der Buren.
10. Die britische Kauf- und Kredit kraft zur Finanzierung von Kriegskäufen ist .ernsthaft vermindert, neue Pfundentwertunug setzte ein, sobald Kontrakte mit Amerika für Schiffahrt und Waffen tn Sicht kamen. Das Nationalvermögen ist bereits halbiert, viele Auslandswerte sind eingefroren, zinslos und unverkäuflich. Die innere Desorganisation senkt die Ausführkraft weiter.
Alles in allem zeigt ein Ueberblick, daß England noch nie unter fo ungünstigen Verhältnissen einen Krieg begann. Gewiß ist noch vieles im Fluß, und die materielle und politische Widerstandskraft des Weltreiches zu unterschätzen, wäre verhängnisvoll. Aber dafür hat sich das deutsche Kriegspotential noch nicht im entferntesten voll entfaltet. Wir stehen erst am Anfang, und was noch im Schwanken ist, mag durch wichtige Ereignisse entschieden werden. „Das britische Empire", sagte Abg. Babson vor der Handelskammer in Boston, „hat seine Aufgabe erfüllt und keinen polifischen Zweck mehr". Das soll dieser Krieg des näheren beweisen.
hört das Aüfheulen der Motoren, das Knattern der Maschinengewehre, eifern bleiben bie 3äger hinter ihren Gegnern. Dort, der Linke, den sich der Schwarmführer vorgenommen hatte, geht aus dem Kurbeln plötzlich in einen wilden Sturzflug über, weit zurück bleibt ein Fallschirm, einer hatte aus- steigen können; unten zerschellt die Maschine, eine Stichflamme zuckt hoch. .
Aehnlich war es mit dem rechten der Drei ergangen. Unerbittlich hatte ihn sein Verfolger gejagt und mit gutgezielten Feuerstößen erledigt. Dem mittleren aber wurde plötzlich eine Hilfe zuteil. Der ftanzösische Jäger von vorhin hatte sich wieder herangepirscht und versuchte nun seinen Kameraden zu befreien. Unser Jäger roar wirklich in eine Zwickmühle geraten. Ganz nahe, fast auf Rammentfernung, ging er jetzt an den Gegner heran und jagte ihm nochmals eine dicke Ladung in den Bauch; die gab ihm dann auch den Rest. Auch erledigt. Als er sich jetzt nach dem französischen Flieger um- sah, konnte er eben noch beobachten wie der abgedreht hatte und abhaute. Heute war ihm scheinbar bei den Deutschen die Luft zu dick.
Immer lebhafter war die Erzählung geworden, einer ergänzt den andern. Die Erinnerung hat sie in ihren Bann geschlagen. Eben waren sie wieder fort und morgen werden sie wieder fliegen und alle Tage; denn sie sind deutsche Jäger, und die sind auf der Wacht. Brade
Geleitwort versehen. Wer sich vor Augen hält, daß er diese Kostbarkeit für 80 Reichspfennige in seinen Besitz bringen kann, wird immer wieder erstaunt sein, wie es möglich war, würdigste Ausstattung und höchste drucktechnische Leistung bei denkbar geringstem Preise zu vereinen. Dr. Fr. W. Lange.
— Festschrift des Bücherwurms zu Beginn feines 25. Jahrgangs, dem Herausgeber gewidmet von Freunden und Mitarbeitern, besorgt von W. G. Oschilewski (Verlag Karl Rauch, Markkleeberg bei Leipzig), 2,50 RM. — (258) — In erlesener Gestalt, wie sie dem festlichen Anlaß entspricht, sind hier Beiträge wesentlicher Mitarbeiter der bekannten literarischen Zeitschrift zusammenge- faßt worden zu einem Almanach, der jedem Bücherfreund ästhetischen Genuß und darüber hinaus vielfältige Anregung vermittelt. Die Autoren zu nennen, würde den Rahmen einer kurzen Anzeige sprengen. Die Worte, mit denen sich viele ständige Mitarbeiter der Zeitschrift an den Herausgeber Karl Rauch wenden, zeugen von einer Arbeitsgemeinschaft, deren schönste Frucht diese Festschrift darstellt.
Fr. W. Lange.
— Josef Hofmiller : N o rd i s ch e Märchen. Zweite vermehrte Auflage. Verlag Karl Rauch, Markkleeberg bei Leipzig. Preis geb. 3,60 RM. — (261) — Josef Hofmiller, dessen ungemein vielseitiges und anregendes Wirken eigentlich erst jetzt durch die von Karl Rauch geförderte Gesamtausgabe seiner Werke einer breiteren Oeffentlich- feit aufgeht, war nicht nur ein feiner Kenner moderner Literaturen, sondern hatte auch tiefites Verständnis für das Wesen der Volksdichtung, zumal in feiner eigenartigsten Form, dem Märchen. Diese Bearbeitung der von Svend Grundtvig in Dänemark gesammelten nordischen Märchen zeigt Hofmiller als einen Meister der Sprache, dem die Gabe der Einfühlung ebenso zu eigen ist, wie die Kraft persönlicher Prägung. Sein Sinn für wahr-
„Aahkamps mit Bajonett und Handgranaten."
PK.-Sonderbericht von Willi Stöhr.
Büchertisch.
— Klaus Erich Bverner: Dasunw andelbare Herz, Roman einer deutschen Familie. Preis in Leinen geb. 9,80 RM., drosch. 7,50 RM. Verlag Holle 8- Co., Berlin. — (243) — Die Angst des deutschen Lesers vor der Weitläufigkeit umfangreicher Familienromane gehört der Vergangenheit an. Das angelsächsische Beispiel hat Schule gemacht und trotz des auf Konzentration drängenden Tempos unserer Zeit ist heute auch in Deutschland wachsende Bereitschaft zur Vertiefung in die wechselvollen Schicksale einer ganzen Geschlechterfolge festzustellen. Boerners Roman spielt zum Teil in Frankfurt, zum Teil auf dem Boden der Mark, im Lande Fontanes und knüpft damit an eine Tradition an, deren Verpflichtung der Verfasser sich bewußt ist, wenn er auch eigene Wege geht und andere Formen sucht und findet. Etwas breit und ins einzelne aus» spinnend beginnt Doemer mit der Schilderung des Lebens eines alten märkischen Adelsgeschlechts, erst nach dem ersten Drittel wird das Problem sichtbar und dann mit wachsender Wärme packend gestaltet: die unwandelbare Treue eines Frauenherzens zu
haften Humor und fein feines Ohr für alles Echte in alten Dolksüberlieferungen haben ihm bei dieser Nachschöpfung nordischer Märchen Pate gestanden. Dr. Fr. W. Lange.
Familie und Scholle. Der Roman umspannt etwa die Epoche von 1880 bis 1930. Der Wandel in der geistigen Lage Deutschlands während dieser Zeitwende klingt in vielen Gesprächen an. Aber wesentlicher ist die sichere Charakterisierung einer Reihe scharf umriffener Persönlichkeiten und die feine psychologische Deutung einer Frau von besonderem Schlag und ihrer Schicksale. Das Leben selbst gab hier den Stofs und aus feiner Fülle gestaltete Der Erzähler einen Familienroman von Rang, dessen heitere, trotz allem Schweren und Problematischen mutig zum Leben ja sagende Besinnlichkeit den Leser lange gefangen hält. Fr. W. Lange.
— Bettina E w e r d e ck : Angela Kolde- w e y. Roman einer jungen Aerztin. Preis in Leinen geb. 5,80 RM. Verlag Neues Volk, Berlin SW 68. — (297) — Mit großer künstlerischer Kraft ist hier Die ergreifende Lebenstragödie einer jungen Aerztin gestaltet worden, die an der gleichen unteilbaren Krankheit zugrundegeht, deren Erforschung und Bekämpfung sie ihr Leben gewidmet hatte. Ihr bedeutete der Ärztberuf eine Berufung, die kein persönliches Glück neben sich duldet. So löst sie sich aus der Liebe zu einem Künstler und gibt sich mit fast verzehrender Inbrunst ihrer Arbeit hin, um Dann in furchtbarem Erschrecken die ersten Anzeichen der heimtückischen Krankheit, die sie erforscht, an sich selbst zu spüren. Um ein Kind äu haben, das ihren Eltern Trost sein kann und In
schwinden.
Vorsichtig in Den Ort eindringend, stoßen mir bald auf eine feste Scheune, in der die Reserve, gruppe eines Zuges mit Dem Zugführer Unterschlupf gefunden hat. Der Zugführer, em Leutnant, Der bereits Den Weltkrieg mitgemacht hat, ist gerade dabei einen Melder für feinen Kvmpameführer ab- zufertigen. Die Auskünfte, Die uns inzwischen Die Männer feines Zuges über die Eindrücke dieser Nacht und des soeben überstandenen Handgemenges mit den Franzosen geben sollen, sind zunächst sehr karg. Schwer hat ihnen das ununterbrochene Artilleriefeuer zugesetzt, dem sie ohne große Deckungsmöglichkeit standhalten mußten. Als der Franzose dann die deutsche Stellung für sturmreif hielt, kam es zum Handgranaten- und Bajonettkampf.
,/Do hoabns gestanden, meine Buabn!" entfuhr es' dem Leutnant. Die Bemerkung war nicht für uns gemacht. Der Leutnant schrieb, ohne aufzusehen, an seiner Meldung weiter. Aber der Stolz aus seine Leute leuchtete noch auf seinem übernächtigten und durch die Anstrengungen abgezehrtem Gesicht. In diesem Nahkampf hatten die Franzoien nichts mehr zu bestellen. Das war etwas anderes, als untätig Dem Artilleriefeuer standzuhalten. Der Erbitterung Der Deutschen SvlDaten hielt Der Angriffsgeist Der Franzosen nicht lange stand; weit über Die befohlene Linie brachte Der Gegenstoß Den eingesetzten Zug. Die Zahl Der Gefangenen betrug hier insgesamt 25. Die Ausbeute an erobertem Kriegsgerät war groß. Ein französischer Granatwerfer mürbe bereits ein» gehendem Studium unterzogen. Es ist nicht Daran zu zweifeln, Daß Der Franzose mit seinem eigenen Material bearbeitet roorDen märe, wenn er an diesem Tage noch die Lust verspürt hätte, weiter an- zugreifen. An ein französisches Maschinengewehr hatten sich ebenfalls zwei Spezialisten zur Wiederinstandsetzung herangemacht. Ihr Bedauern war groß als das Gewehr scheinbar funktionierte, aber eine Schraube übriggeblieben war, die sie nicht mehr unterbringen konnten.
erstehen so farbig und plastisch, daß Die politischen unD sozialen Kräfte, Die Damals vom Mittelpunkt Der Alten Welt ausstrahlten, Dem Leser ganz gegenwärtig werden und er vorn gesellschaftlichen und geistigen Leben Der Hauptstadt Der Caesaren einen ungeheuren geschlossenen unD umfassenden Eindruck empfängt. Die Gestalt Des Caesar als Mensch und Staatsmann in seiner geistigen Weite und historischen Wirkung bis in unsere Tage rückt uns Ed- schmid in einer scharf umriffenen Porträtstudie nahe. Seine Nachfolger, vor allem Augustus, wach» fen als Persönlichkeit in ihrem Wirken unD in ihren Ausstrahlungen aus ihren Bauten vor uns empor. Aber auch das ewige Rom, der Magnet für Dichter, Künstler und Forscher aus aller Well findet in Der liebevollen Betrachtung Edschmid» seinen Platz. Einleitend wird — ein besonders schönes Kapitel — auf Elba Der Schatten Napoleons lebendig, auf Caprera folgen wir den Spuren Garibaldis, zum Schluß sehen wir in Ostia das Neuyork Der antiken Welt wieDer erstehen und in Den (Strusferftäbten Die älteste Kultur Der Halbinsel erwachen. Die Liebe zu Rom macht Edschmid zu einem beredten Deuter seiner großen Denkmäler, Dem man gern auf seinen Wanderungen folgt. Dr. Fr. W. Lange.
— Tannenberg. Ein Bericht von P. C.Et- t i g h o f f e r. (Verlag C. Bertelsmann, Gütersloh. Gebunden 2,85 RM.) — (214) — Die Ereignisse im Osten um die Monatwende August/September haben einen Gedenktag in Den HintergrunD treten lassen, Den zu begehen Das deutsche Volk sich an* schickte: Die Erinnerung an Die große Schlacht von Tannenberg. Diese Schlacht mit all ihren Einzelheiten läßt Der bekannte Kriegsschriftsteller P & Ettighoffer in Dem vorliegenden Buche in packender Weise vor Dem geistigen Auge Des Lesers lebendig werden. „Eine Armee wird zu Tode marschiert", diese Kennzeichnung stellt Der Autor an Die Spitze feines auf umfangreichen Materials ausgearbeiteten Berichts. Der alte Frontkämpfer M-t Dabei dem Leser ein ungeheuer fpannenbes Bild von Der großen Schlacht, Deren Dramatischer Verlauf in allen seinen Wechselfällen für beide Fron- ■ ten überaus packend zutage tritt. So hat Ettia- 1 Hoffer mit seiner reichen Erfahrung in der schrill' i stellerischen Auswertung kriegsgeschichtlichen Mats- 1 rials und mit seiner künstlerischen Oeftaltungstraft > ein Buch über Diese gewaltige Schlacht geschrieben, I das jedem Leser auch heute noch ein sehr wert- ‘ voller Besitz und eine bleibende Erinnerung an i jene große deutsche Zett sein wird.
i Ernst Blumscheiifc
Dem sie selbst eine sinnvolle Fortsetzung ihres so ( grausam vor Der Zeit beendeten Lebens sieht, < chließt sie mit einem jungen Arztkollegen Die Ehe, eine innige Zuneigung bald aufrichtig erwidernd. \ Die immer wilder aufkeimende Hoffnung, sie könne sich doch getäuscht haben, wird nack wenigen Jahren : des Glucks Durch den akuten Ausbruch Des Leidens zunichtegemacht. Nun übernimmt ihr Gatte mit fanatifdjer Hingabe ihr geistiges Erbe. Seine Forschungen werden zum Wettlauf mit Dem ToDe, aber als er Das Ziel in greifbarer Nähe sieht, erlischt die Lebensflamme der geliebten Frau. — Nur schwer löst man sich aus der Teilnahme an diesem Schicksal, das hier mit eindringlichem Ernst und feinem menschlichen Verstehen dargestellt wurde, zugleich ein hohes Lied auf Die große Mission des wahren Arzttums. Dr. Fr. W. Lange.
— Georg Grabenhorst: Die Reise nach Luzern. Erzählung. Preis in Seinen geb. 3,80 RM. Verlag Albert Langen/Georg Muller in München. — (291) — Die Geschichte einer späten Liede, eines Abschieds von der Jugend erzählt Grabenhorst mit einer anmutigen Grazie und einer Fröhlichkeit des Herzens, die Die Wehmut Des end- Sn Verzichts in tiefes Glücksgefühl und frohe arkeit wandelt. Was hier ein norddeutscher Kunstgelehrter, noch jugendlich gestrafft, doch schon an der Schwelle Des mittleren Alters, auf der Reise zu Schweizer Freunden erlebt an betörender Liebe unD stiller Entsagung, von Der Jugend selbst belehrt, und wie er dann nach feiner Rückkehr in Die Wirklichkeit im Schoß Der Seinen zu friedevollem Glück zurückfindet, das nimmt Der Leser auch als eigenes Erleonis dankbar in sich auf. Fr. W. Lange.
— Albrecht Dürer: Aus dem Gebetbuch Kaiser Maximilians. 24 farbiae Tafeln, Jnsel-Bücherei Nr. 550. Preis geb. 80 Rpf. Im Insel-Verlag zu Leipzig. — (347) — Unter Den hier schon mehrfach mit besonderer Freude angezeigten farbigen Bändchen der Jnsel-Bücherei nimmt diese meisterhafte Wiedergabe des Gebetbuchs Kaiser Maximilians, des letzten Ritters, des „Romanttkers unter den Cäsaren", mit den köstlichen Randzeichnungen Albrecht Dürers eine besondere Stellung ein. Mit schwebender Leichtigkeit hat Dürers Feder um Das herrlich klare und monumentale Bild des Textdrucks allegorifch-sym- bolifche Figuren gerankt, wie sie wohl Der phantasiereichen Vorstellungswelt feines kaiserlichen Herrn entsprechen mochten, aber der frei gestaltenden schöpferischen Laune des Künstlers entsprungen sind. Karl Heinz R e i s s i n g e r hat aus dem Werke Dürers besonders schöne und zusammenhängende Stücke ausgewählt und mit einem aufschlußreichen
Brüllend jagen die Iagdmaschinen über Den Flugplatz, kreisen einmal in weitem Bogen über Das FelD und setzen Dann zur ßanDung an, holpernd rollen sie an ihren Platz, dorthin, wo wir schon wartend stehen. Schutzfenster werden auf- geklappt, die Piloten klettern aus Den Maschinen, lassen sich von Den hinzugelaufenen KameraDen aus Den Fallschirm gurten befreien und dann stehen sie vor uns. Zuerst zögern sie noch etwas, denn sie sprechen nicht gern über ihre Taten, aber Dann erzählen sie Doch.
Gestern haben sie Drei Franzosen ab- geschossen. Das war so gekommen: Ein «chwarm Jagdflieger beim Grenzüberwachungsflug. In Der Gegend von Saarbrücken taucht ein französischer Jäger auf, Der Die Grenze überfliegt. Ge- rabe, als man ihn als Feind erkannt hat, kommen in entgegengesetzter Richtung nochmals Drei Franzosen Daher; balD kann man sie ausmachen: alle Drei Aufklärer vom Typ Potez.
Der Führer Des Schwarmes stürzt auf Den feinDlichen Jäger zu unD zwingt ihn mit einigen wohlgezielten Feuerstößen abzudrehen unD in Richtung Frankreich zu verschwinden. Kurz wird zum Angriff formiert und eingeteilt. Blitzschnell muß jetzt gehandett werden, Denn Die Drei Gegner haben Die Jäger bereits auch erkannt unD versuchen zu entkommen. Mit Steilkurve unD Abschwung gehen sie auseinanber, aber jeher treulich gefolgt von unseren Männern. Eine tolle Kurbelei beginnt, man
Bezeichnend für die Geistesverfassung Der französischen Führung und Truppe ist einmal der Befehl, Die französische Truppe erst Dann zu verpflegen, wenn sie ihr befohlenes Angriffsziel erreicht hat, und zum anderen Die geradezu kindische Angst der ranzösischen Gefangenen vor Mißhandlungen. Sie baten die deutschen Soldaten durch Gesten und Zeichen, ihnen nicht Die Hände abzuhacken oder Die Gurgel abzuschneiDen. Erstaunen und Unsicherheit malte sich dann auf ihren Gesichtern, als Die Deut- schen Soldaten Zigaretten mit ihnen teilten und Die Fürsorge Der deutschen Sanitäter für Die schwerverletzten Franzosen nicht geringer war als für Die verwundeten deutschen Soldaten. Demgegenüber schossen an Der gleichen Stelle vor einigen Tagen französische Soldaten noch auf einen bereits verletzt in seinem Fallschirm hängenden deutschen Flieger, Der aus feiner beschädigten Maschine ab- gesprungen war. Es gelang noch, Den Flieger zu bergen, aber zu seinen bereits erlittenen Verletzungen hatte er Durch Diese Beschießung neuerer- wundungen erhalten.
Wir haben nicht verfehlt, Die französischen Gefangenen auf diese unterschiedliche Behandlung verwundeter Gegner aufmerksam zu machen.
Unser Bildberichterstatter besuchte einen Der gegen Fliegersicht gut getarnten Aufstiegsplätze für Lufi- fperr- und Fe selballone an der Westfront. Hier wurde ein Ballon im Schutz eines Buchenwaldes in kürzester Zeit von Der Bodenmannschaft gefüllt. — (Presse-Hoffmann-M.)
Abschuß dreier französischer Fernaufklärer durch deutsche Läger.
Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!


