Ausgabe 
18.8.1939
 
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S.Jt.-^pOTt

5. Gau-Kanu-Gtaffelmeiskrschast in Gießen.

Wenn am kommenden Sonntag die NSRL.-Ver- eine in Grünberg das Bundesfest begehen, werden die Kanusportvereine, denen sich in Grünberg keine Startmöglichkeiten bieten, durch die Beteiligung an der 5. Gau-Kanu-Staffelmeisterschaft, ihr Bekennt­nis zur Arbeit des Kreises VIII (Gießen) ablegen. Am gleichen Tage werden in allen Gauen des NS.- Reichsbundes für Leibesübungen die Gaumeister­schaften der Kanuten um die Vereinsstaffeln ausge­tragen, und die Gaumeister werden anfangs Sep­tember auf dem Traunsee bei Gmunden in der Ost­mark dann die Deutsche Vereinsstaffelmeisterschast austragen.

Die Durchführung der Gaumeisterschaften im Gau XII (Hessen) ist der Paddlergilde Gießen über­tragen worden. Am Sonntag, 20. August, werden auf der Lahn in Gießen die Kanusportvereine Hessens zur 5. Gau-Kanu-Staffelmeisterschaft antreten.

Die Staffelmeisterschaft wird als Pendelstaffel aus­gefahren. Der Start erfolgt In zwei Klassen: Klasse A im Kajak und Klasse B im Wanderfaltboot. Eine Mannschaft umfaßt insgesamt neun Fahrer und zwei Boote. Zunächst startet ein Einer-Kajak bzw. Falt­boot, das dann den Staffelstab an einen Zweier ab­gibt, auf den wiederum ein Einer folgt und so fort. Die Strecke führt jeweils über 5 km. Die Gesamt­strecke umfaßt 30 km. Start und Ziel liegen am Bootshaus der Paddlergilde. Die Fahrt geht fluß­aufwärts bis kurz hinter die Gleibachmündung, wo eine Boje die Wendemarke abgibt, und führt dann zum Stabwechsel an Start und Ziel zurück.

Die Meldeeröffnung und Startverlosung ergab ein befriedigendes Ergebnis. Gemeldet haben Paddel­sport Kassel, Paddlergilde Hanau, Paddlergilde Gie­ßen, Gießener Rudergesellschaft und Wiesecker Kanu­klub. Insgesamt werden 5 Mannschaften mit 45 Fah­rern antreten. In der Klasse B sind nur Gießener Vereine vertreten. Gemeldet haben die Paddlergilde Gießen, die Gießener Rudergesellschaft und der Wie­secker Kanuklub e. V. Die besten Aussichten haben die Wiesecker, die über erprobte Langstreckler verfügen. Die spannendsten Kämpfe werden die der Klasse A bringen. Hierfür haben Kassel, Paddelsport, und

Hanau, Paddlergilde, gemeldet. Der Kampf geht nicht nur um die Gaumeisterschaft, sondern auch um den ersten Platz in der Gau-Punkttabelle.

Neuer

deutscher Stabhochsprung-Rekord.

Beim Japaner-Sportfest in Duisburg stellte der Luftwaffensportler Glötzner (Weiden) mit 4:14,8 Meter einen neuen deutschen Stabhochsprung-Rekord auf. Den bisherigen Rekord, der auf 4,12 Meter stand, hatte Wegener seit dem Jahre 1931 in Besitz. (Schirner-M.)

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Fußball - Handball - Schwerathletik beim Vundessest in Grimberg

Handball-Pokalendkampf HörnsheimLützellinden.

Im Einvernehmen mit dem Kreisführer des NSRL.-Kreifes Gießen, hat der Kreisfachwalter für Handball am Schluß der Meisterschaftsspiele 1938- 1939 die Pokalrunde um den von dem Kreisführer gestifteten Wanderpreis ausgeschrieben. Sämtliche Mannschaften des Fachamtes Handball haben daran tellgenommen. Dank ihres ausgezeichneten Ein­satzes und ihres überragenden Könnens sind Hörns­heim und Lützellinden für das Endspiel übrig ge­blieben. Bis auf die beiden Meistermannschaften sind alle Gegner aus dem Feld geschlagen worden. Hier hat Technik und Taktik über den ungestümen Geist der Kampfmannschaften gesiegt. Ohne die Leistungen der übrigen Gegner zu schmälern: mit Hörnsheim und Lützellinden haben sich zwei Geg­ner gefunden, die würdig sind, den Sieger 1939 vor einem größeren Kreis von Zuschauern unter sich auszumachen. Umfangreiche Vorbereitungen wurden inzwischen in beiden Lagern für den End­

kampf getroffen. Zunächst waren es die Sorgen um die spielstärksten Einheiten, dann war es die heimliche und stille Beobachtung des Gegners.. Wie die endgültigen Aufstellungen lauten werden, wird erst am Sonntag vor dem Spiel den Zuschauern bekanntgegeben werden können.

Interessant sind die Tips, die man allenthalben gibt. Der eine sieht in Hörnsheim den Gewinner des wertvollen Preises, der andere rechnet mit einem überlegenen Sieg des Altmeisters. Inwie­weit alle diese Vermutungen zutreffen, ist auch nicht ungefähr vorauszusagen. Fest steht nur, daß man in beiden Lagern mit einem Sieg rechnet und daß man sich ganz und gar danach einstellt. Eine Ueberraschung wird ausbleiben, weil sich beide Geg­ner zu gut kennen.

Möge das Spiel selbst, das unter Leitung des Kreisschiriobmannes Becker steht, feinen Zweck erfüllen und den vielen Zuschauern" in Grünberg zeigen, was das Fachamt Handball will und zu welchen Leistungen feine Männer fähig sind.

FC.Teutonia" Watzenborn-Steinberg gegen SB. 06 Alsfeld.

Im Rahmen des Bundesfestes ist auch dem Fuß­ball Gelegenheit geboten, für feine Sportart zu werben. Die Tatsache, daß man den vorjährigen Meister der BezirksklasseFC. Teutonia Watzen­born-Steinberg" der Mannschaft vom SV. Als­feld, der ein guter Ruf vorausgeht, gegenüber stellt, beweist, daß auch der Fußball sich seiner Aufgabe, mit diesem Spiel werbend an die Oeffentlichkeit zu treten, bewußt ist.

Man kann bestimmt erwarten, daß beide Mann­schaften sich bemühen werden, nicht nur das Fuß­ballspiel als Kampfspiel zu zeigen, sondern auch seine technischen Feinheiten zur Geltung zu bringen. Die Teutonen werden, um diese Aufgabe zu er­füllen, genau so wie ihr Gegner, in stärkster Auf­stellung antreten.

Fachamt Schwerathletik auch dabei.

Eigentlich sind bis jetzt nur Meßen und Alsfeld in unserem Kreis Pflegestätten des Sports der starken Männer". In Anbetracht dessen ist die Zahl von über 60 Wettkämpfern, die in Grünberg beim Bundessest antreten, als sehr gut zu bezeich­nen. Gießen und vor allem Alsfeld, dessen Achte­ten nicht nur im Gau Hessen eine bedeutende Rolle spielen, sondern die auch im Reich nicht unbekannt sind, stellen den Großteil der Teilnehmer. Hinzu kommen noch Arbeitsdienstler aus den oberhessi­schen Lagern, die u. U. Überraschungen bringen können, da über ihre Stärke nur wenig bekannt ist. An Wettbewerben sind für Grünberg aus­geschrieben: Gewichtheben (6 Klassen), Ringen (7 Klassen), Rasenkraftsport-Dreikampf (Steinstoßen, Hammerwerfen, Gewichtwerfen) und Tauziehen für Mannschaften.

Bei den Gewichthebern werden im Ban­tamgewicht Dörr und Wagner, beide Alsfeld, vorne sein, ebenso im Federgewicht Braun vom gleichen Verein, nachdem Funk, Meßen, der 2. bei der Gau­meisterschaft dieser Klasse für Leichtgewicht gemel­det hat. Er muß hier, um Sieger zu werden, vor allem mit Schott (Alsfeld) fertig werden. Knapp dürfte das Ende im Mittelgewicht zwischen Hahn (Alsfeld) und Schrader (Gießen) fein, hin-

DasGelettwortdesKreisführers

Der Kreisführer des Kreises 8 im Nationalsozia, listifchen Rsichsbund für Leibesübungen hat dem Bundesfest in'Grünberg, das am morgigen Sams, tag und am Sonntag nahezu 1500 Wettkämpfer ver­einigen wird, folgendes Geleitwort gewidmet:

Das Vundesfefk des NSRL. in Grünberg wird Zeugnis ablegen von der Arbeit, die die Gemeinschaften des Kreises 8 im J1SRC. auf den verschiedenen Fachgebieten leisten. Wett­kämpfer und Wettkämpferinnen werden zeigen, daß es ihnen ernst ist in dem Streben, ihren Körper gesund zu erhalten und zu stärken, um leistungsfähig zu sein für die sie erwartenden Aufgaben. Die Tage in Grünberg werden aber auch beweisen, welch große und herrliche Auf­gabe uns der Führer gestellt Hal: ein Volk in Leibesübungen schaffen! Dafür ist kein Opfer zu groß! Denn es geht nicht um den einzelnen, sondern um Deutschland und seine Zukunft.-

Dr. Schäfer, Kreisführer.

gegen werden wohl im Halbschwergewicht Lausch (Alsfeld) und im Schwergewicht Bellof (Gießen) un- bedrängt bleiben.

Im Ringen (7 Klassen) starten als Favoriten: Bantam: Kurz (Alsfeld) und Ratow (Meßen»: Federgewicht: Wagner (Alsfeld); Leichtgewicht: Braun (Alsfeld); Weltergewicht: Schott (Alsfeld) und Hebeis (Gießen); Mittel: Steinbach (Alsfeld), Klotz (Gießen); Halbschwer: Kister (Alsfeld) und Becker (Gießen); Schwergewicht: Schmidt (Gießen) und Fischer (Alsfeld).

Im R a s e n k r a f t f p o r t -D r e i k a m p f ist in den beiden leichteren Klassen Gießen als Sieger zu erwarten. Im Leichtgewicht konnte Funk (Meßen) bei den Gaumeisterschaften Schott (Als- feld) mit einem Vorsprung von 20 Punkten hinter sich lassen. Es dürfte ihm auch in Grünberg ge­lingen. Offener ist der Kampf im Mittelgewicht zwischen Klotz (Gießen) und Kraft (Alsfeld), wäh­rend im Schwergewicht Alsseld kaum gefährdet ist.

Kamps der Rennwagen im Verner Vremgartenwald.

Der Große Preis der Schweiz als die jüngste Grand-Prix-Veranstaltung im internationalen Auto­mobilrennsport ist wie kein anderes Rennen Euro­pas geeignet, die Vormachtstellung Deutschlands im Rennwagensport in einer aufsteigenden Linie fest- zuhalten. Seit dem Jahre 1934, dem Gründungs­jahr dieser Prüfung, hat es nur deutsche Siege gegeben.

Am kommenden Sonntag nun will die deutsche Streitmacht, die ja von Jahr zu Jahr an Schlag­kraft gewonnen hat (während die Widerstandskraft des Auslandes zusehends nachließ), ihre Siegesserie im Grand-Prix der Schweiz fortsetzen. Mit je vier Fahrern rücken Mercedes-Benz und die Auto-Union an. Die Untertürkheimer vertrauen auf Europa­meister Rudolf Carraciola, der im Vorjahr mit 143,561 km/st vor seinen Stallgefä'hrten Sea­man und von Brauchitsch gewann, den neuen deutschen Bergmeister Hermann Lang, M. von Brauchitsch und den Dortmunder Hans-Hugo Hartmann, der an Stelle des ver­letzten Heinz Brendel eingesetzt wird. Die Auto- Union läßt sich durch H. P. Müller, Tazio Nuvolari, Hans Stuck und Rudolf Hasse vertreten. Unter den sieben ausländischen Gegnern in der großen Klasse ragen die Franzosen Drey- fuß und' Raph (auf Maserati) sowie Mazaud (auf Delahaye) hervor. _________________________

Nach der Absage des Großen Preises von Italien stellt der Kampf' im Berner Bremgartenwald den letzten Lauf zur Europameisterschaft dar. Erster Anwärter auf den Titel Caracciolas ist der Auto- Union-Fahrer H. P. Müller, der am Sonntag so will es die knifflige Punktwertung der AIACR. nur die Hälfte der Distanz zurück­zulegen braucht, um endgültig als Meister Europas festzustehen.

Die deutschen Rennwagen waren beim ersten Training zum Großen Autopreis der Schweiz in Bern weitaus am schnellsten. H. Lang (Mercedes- Benz) fuhr mit 2:39,8 Minuten (164 km/st) die schnellste Runde, von Brauchitsch und Caracciola (Mercedes-Benz) kamen auf 160 bzw. 157,3 km/st. Nur wenig langsamer waren Müller, Stuck und Nuvolari von der Auto-Union.

Der Frankfurter Heinz Brendel trug, wie genaue Röntgenuntersuchungen ergaben, bei seinem Sturz auf dem Nürburgring keinerlei Knochenbrüche davon. Die Hautabschürfungen und Verbrennungen an beiden Füßen sollten schnell geheilt sein. Der ehrgeizige Mercedes-Rennfahrer hofft, schon Ende nächster Woche das Adenauer Krankenhaus wieder verlassen zu tönnen.

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Weit über 1000 Sportler und Sportlerinnen aller Sportarten werden am kommenden Sonntag in Grünberg auf folgenden Kamvfstatten ihre friedlichen Wettstreite austragen: Auf dem Sportplatz, cus dem Tennisplatz, in der Turnhalle, im Turnhallegarten, im städtischen Waldschwimmbad und auf den städtischen Schießständen. Es finden u. a. statt: Baskettball-Turmere, Rad- und Wasser^ll-Sviele, Korbballspiele der Frauen, Staffelläufe und Straßenrennen der Radfahrer, Fuß- und Handball-Auswahl-Spiele. Das Programm enthält auszugsweise: Samstag, 19. Slugmt, um 16 Uhr: Beginn der Sportkämpfe 20 15 Uhr- Feierstunde in der Turnhalle, 21.00 Uhr: Festabend im Festzelt mit Schauvorführungen. Sonntag, 2«.Augutt: Vormittags Kampfe m allen Sportarten. 13.15 Uhr grober Fest- zng, 14 Uhr Schauvorführungen auf dem Festplatz. 17 Uhr Siegerehrung. Montag, 21. Angnst: Jugend- und Volksfest auf dem Festplatz. , r ,

Zu diesenl Fest entartet Grünberg alle Volsgenossen der näheren und weiterem Umgebung, um em gemeinsames Bekenntnis zur Idee der Leibesübungen abzulegen!

Schütz, Ortsgruppenleiter.

König, Bürgermeister.

Wenzel, Vereinsführer des Turnvereins.

C'fioßei ß.ujjtwaß(jen-kon-} eit am Sonntag, dem 20. 8. 39 von 15.30-19.00 Uhr

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