Ausgabe 
18.2.1939
 
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und eine

erster Band noch in

6n|d)ö(

allem'

Senm) Coordt schrie anqstvoll auf.Robert--ich wollte nur wissen, wie es Ihnen ging -

Robert wie kannst du so etwas ja- Schaub nahm nnch mit

o nein

Wie nett von ihm und erst dachte er'

Sie

Nachdruck verboten

Schluh.

mir

Be-

erlisch!.

Polizei stellen, Robert?

Skandal an Da ter

Zug kam in das Gesicht

Du willst dich der Denkst du nicht an den an die Werke?"

warfen sind; ja, hier unterliegen an ständiger Bearbeitung, und ihre Zahl mehrt sich rascher als die der sicheren alten Runendenkmaler. Vieles trifft hier zusammen: Kerbzeichen, Symbol, Zählstein, Loshölzchen, Ornament und Linienspiel, kultische Ritzung; Vorstufen einer wirklichen Schrift und nicht durchgeführte Ansätze, auch nicht-runische Schriften Alteuropas eine ununterbrochene und doch zusammenhangslose Fundkette von der mitt- leren Steinzeit bis in historische Zeiten, denen sich die Symbole und Sinnbilder aller Art, die Haus-, Hof- und sonstigen Marken bis zu unseren Wappen anfügen. Erst wenn dieser Stoff, der durchaus nicht immer minderes Gut zu sein braucht, der aber durch eine Unzahl von Fälschungen m unliebsam­ster Weise verzerrt wird (da der Nachweis einer Fälschung nur in begrenztem Maße möglich ist) durch mühsame Sammeltätigkeit und Einzelunter- suchung ins rechte Licht gerückt und sein Verhält­nis zu den Runen klargestellt ist, wird man hoffen

sagte Bortefeld Mühsam.

Bitte, sprechen Sie nicht so viel, schonen sich! Das ist wichtiger "

Es geht mir ja ganz gut, kleines Mädchen sagt die dunkle warme Stimme.Es geht eigentlich immer gut, wenn Sie da sind"

Wie geht es Ihnen?" fragte das Mädchen zart. Ich will nicht lange bleiben Sie müssen ruhen

untragbare Last.

Aber kann ich anders handeln, Henny l «onsr

♦♦ Ernennung. Forstassessor Dr. Hermann Hamburger bei der Forstlichen Versuchsanstalt in Gießen wurde durch Urkunde des Führers upter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit zum Forstmeister ernannt.

♦♦ D i e Ausgabe von Brennstoffgut' scheinen gibt das Sozialamt der Stadt heute bekannt. , , ,

** Die Handels- und Gewerbe bank Gießen hält ihre diesjährige (80.) ordentliche Ge-

es ist bisher dos einzige Werk dieser Art, dos das Gesamtgebiet der Runen umfaßt. Er arbeitet in Gemeinschaft mit Professor Ze in München. Ferner sind als Wissenschaftler auf diesem Gebiete Dr. I ä n i ch e n und Herr S ch l o t t i g zu nennen, die sich mit ihren Arbeiten dem Gießener Institut unterstellt haben, sodaß die Einheitlichkeit der Ru- nenforschung gesichert ist. B.

Schuß im Funkhaus.

Ein Roman von Maria Dberlin.

Copyright by Prometheus-Verlag, Dr. Eichacker, Gröbenzell bei München.

Schmerz ...!"

Evelyns Hand legt sich leise und begütigend au' seinen Mund. Lange sah sie ihn an. Da wun» alles Quälende, Bedrückende frei, alles Dunkle hinM' lisch licht, alles Fremde seltsam nah und vertraut

Da legt Evelyn mit einer unendlich zärtlichen unc selbstverständlichen Gebärde für eine kurze Weilt ihren Kopf neben den des Mannes. Er fühlt ihre weiche Wange, den zarten Duft ihres Haares, den warmen vertrauten Schlag ihres jungen Herzens an seinem.

Wie betäubt schließt er die Augen, wie geblenoel von einem tiefen Glück, das sich wie ein himmlischer Geslbenk zu ihm herniedernemt.

Evelyn?" sagt er leise.Wirst du wirklich aller vergessen können? Wirst du nichts bereuen9 du wirklich bei mir bleiben? Ich hab dich über rascht, es ist alles so auf mich eingestürzt meniu man gerade von einer dunklen Pforte weggcrmem wurde, bricht alles in einem aus! Ich hätte warte'« sollen, ich will nurf) warten ich hak dich erlchreckt

Evelyn schüttelte lächelnd den Kopf. Sie mit dem goldklaren Glanz ihrer ernsten brauner Augen tief in die des Mannes. Ihre tiefe jun^ strahlende und tapfere Liebe kam auf ihn zu, um schloß seine ernste Leidenschaft, vereinigte lick ml ihr, für immer für immer.

Evelyn!" sagt der Mann noch einmal leise. ist immer noch eine leise Frage.

Wie soll ich meine Seele halten?" sagt pas Mädchen leise zur AntwortWie soll ich wem Seele halten, daß sie nicht an deine rührt?"

Da schweigt er und nimmt, ihre Havd,

wurde, und die lebhafte Aussprache, die sich an den Vortrag anschloß.

Gießener wochenmarktpreife.

* G i e ß e n, 18. Febr. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, kg 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 P-, Käse, das Stuck 4 bis ^9, Eier, deutsche, Güteklasse I: S 13, A 12 A,i 12, C 11%, D 10%, ausländische 11, Klosse A 12, Wir­sing % k» 15 bis 17, Weißkraut 11 bis 13, Rotkraut 13 bis* 15, gelbe Rüben 12 bis 14, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 25 bis 35, Unterkohlrabi 9 bis 10, Rosenkohl 40 bis 45 Pf-, Feldsalat 1,10 Mark, 1/1O 10 bis 15 Pf., Tomaten, % kg 30 bis 50, Zwie­beln 15, Meerrettich 35 bis 70, Schwarzwurzeln 20 bis 40 Pf., Kartoffeln, kg 5 $f., 5 kg 43 P 50 kg 3,35 bis 3,75 Mark, Aepfel, kg 40 Psi, Nüsse 40 bis 60 Pf., Hähne 1,10 bis 1,25 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Enten 1,20 Mark Tauben, das Stück 50 bis 60 Psi, Blumenkohl 20 bis 40, Salat 15 bis 25, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 12, Sellerie 10 bis 40, Rettich 10 bis 15 Pf.

Ich hotte heute abend noch aufschlußreichen such!" sagt sie leise. Sie sucht und findet ein paar behutsame Worte und erzählt kurz vom Besuch der Josephine Beranger und über die überraschenden Mitteilungen dieses Besuches.

Bortefe'ld hatte sich jäh aufgerichtet.

Trittwitz?" sagt er überrascht.Wirklich ein guter Mensch, tapfer, treu, ehrlich wie seine Tochter." Sein Blick wird wärmer, strahlt das Mädchen an. Dann lehnt er sich zurück.

Institut für Runenforschung in Gießen.

Bereicherung unferer Llniversität. - Einziges Institut in Deutschland.

Eine Unterredung des (Siegener Anzeigers mit dem Leiter des neuen Institute

Können Sie begreifen, wie fern das alles liegt?" sagte er leise.Wenn ich den Namen der Dora Tuerck höre, rft es mir, als zeige man mir einen längst verjährten Film mit alten Bildern, es ist mir, als stunde ich ganz außerhalb Aber ich glaube. Sie können mich nicht verstehen"

Irgendeine letzte Hoffnung löst sich bei Evelyn, bricht ab, schwemmt weg bann sogt sie leise:

Doch ich kann es. Ich habe heute die furchtbare Erkenntnis gehabt, daß ich mich jahrelang an ein Trugbild geklammert habe Die Wirklichkeit war anders, ganz anders"

Ich hätte sie Ihnen gern erspart aber glauben Sie mir, wir sind schließlich jo alle Men­schen mit Schwächen und Jehlern. Nehmen Sie den letzten Brief als nicht geschrieben an, zerreißen Sie ihn, vielleicht bleibt dann noch etwas Helles als Erinnerung für Sie an--diese Frau--"

er zögert, denn das WortMutter" geht nicht über seine Lippen.

Sie dürfen mir nicht döse sein, wegen meiner Angriffe- heute!" sagte sie tief.Ich Seine große ruhige Hand scheucht alles hiweg.

Nicht!" sagt er leise.Sprechen Sie nicht da­von ... Wir wollen das zu den Dingen tun, die wir vergessen wollen ... Vielleicht können wir etwas Neues anfangen ... ganz Neues ..."

Wir könnten zum Beispiel wieder einmal durch die Stadtwaldallee gehen mir beide ganz allein ..." sagt er. ,Hch werde ja jetzt wieder bald gesund ... bald ..."

Und Sie werden doch mit mir gehen, Evelyn?" fragt er.

Evelyn nickt ruhig. y

Ja, ich werde mitgehen!" sagt sie still.

Immer---?" fragt die dunkle Stimme weiter

Immer!" kommt ruhig und sicher ihre Antwort. Der große Mann mit den ernsten Lebens Men

Der Mann nickt langsvm.

Die weiche warme Stimme verklingt, Evelyn hatte sich tief herniedergebeugt, der warnst Harzduft ihres Haares quoll betäubenb zu ihm herab. Zart umfaßte er den Hals des Mädchens.

Als du sangst, kleines Mädchen, heute ist es mir ganz klar geworden--Ganz klar."

früh, ob spät, es ist dasselbe Entzücken und derselbe

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Ein tief schmerzlicher des jungen Menschen.

Das ist das bitterste für mich Vater! Wie wird er leiden! Ich kann den Gedanken nicht er­tragen" Er senkte den Kopf als beuge ihn eine

HL Sehersweg Nr. 67

adiO Telephon Nr. 3170

eparaturen «<*>,

konzert I. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert II. 14: Nachrichten. 14.15: Berichte vom Rosenmontags- zug. 16: Nachmittagskonzert. Das Mikrofon unter­wegs. 18: Hier spricht der Jurist:Es war ja nur Spaß!" 18.10: Jetzt sind wir mitten drin. Fröhliche Narretei. 18.30: Jeder wie er kann: allerlei Heiteres um eine ernste Sache. 19.15: Narrenspiegel. 19.30: Der närrische Lautsprecher. 20: Nachrichten, Grenz« echo. 20.15: Singendes klingendes Konfetti. 22: Nachrichten. 22.20: So kann das ruhig weiter gehen. Fortsetzung des Rosenmontagsboll aus dem Polmen­garten. 24 bis 2: Nachtkonzert.

Dienstag, 21. Februar.

6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause.^ 9.30: Nur Freiburg: Nach­richten. 9.40: Kleine Ratschlckge für Küche und Haus. 10: Schulfunk. Die Banater Schwaben. 11.30: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.15: Stimmung Stimmung. 15: Frauen der Vergan­genheit.Dorothea, Lebensgefährtin der Brüder Grimm". 16: Buntes Unterhaltungskonzert. Einlage: Alemannische Fastnachtsbilder. 18: Volk und Wirt­schaft: Alles aus Holz. 18.15: Neues für den Bücken freund. 18.30:Helau ...Helau!" Berichte von Fasb nachtsumzügen am Rosenmontag in Freiburg unb Koblenz. 19.15: Narrenspiegel. 19.30: Die Fastnacht ist die schönste Zeit, sie bringt uns Freuden weit und breit. 20: Nachrichten. 20.10: Einen Jux will er sich machen. Eine Posie mit Gesang von Johann Nestroy. 22: Nachrichten. 22.20: Großer Fasching-Kehraus. 124 bis 2: Nachtkonzert.

gen!"

Ich habe den Gedanken stundenlang mit mir herumgetragen", sagte Robert gequält.Den gan­zen Abend lang ich bin herumgeirrt wie cm Verzweifelter und wollte mein Leben von mir werfen. Und bin zur Erkenntnis gekommen nein! Ich darf nicht aus dem Leben gehen: Es wäre eine Feigheit Ich muß einstehen für das, was ich tat"

Vielleicht schweigt Bortefeld über die Tat? sagte Henny leise.Vielleicht forscht er nicht Bitte ihn um Verzeihung mach alles wieder gut"

Ich würde es tun, Henny, jeder Gedanke von Haß ist jetzt bei mir ausgelöscht nach allem Schrecklichen ich hab viel gelernt in diesen paar letzten fürchterlichen Stunden. Mit seiner Verzeihung wäre es nicht getan. Ich habe mich gegen das Leben eines Menschen versündigt ich muß dafür büßen"

Kriminalrat Schaub ist bei ihm", kam Hennys leise Antwort.Der Onkel erzählte es mir. Borte­feld hot gleich nach der Operation dringend ge­beten, keine Untersuchung anzustellen."

Unsere Ludwigs-Universität hat von diesem Wintersemester ab durch Erlaß des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung ein Institut für Ru- nenforschung erhalten. Dieses neue In­stitut, eine dankenswerte Bereicherung unserer Universität, steht unter der Leitung des Do­zenten Dr. Helmut Arntz,der auch den Lehr­auftrag für Indogermanistik versieht. Das In­stitut hat seinen Sitz im Seminarhaus an der Ecke Ludwigstraße/Bismarckstraße. Zur glei­chen Zeit mit der Gründung des Runenfor­schungs-Instituts in Gießen hat der Minister ein solches Institut auch für die Universität Göttingen genehmigt, jedoch hat man m Göttingen die Arbeit bis jetzt noch nicht aus­genommen, während man im Gießener In­stitut bereits mit aller Kraft an den wissen­schaftlichen Aufgaben arbeitet. Demnach kann man sagen, daß das Institut für Runenfor- schunq in Gießen bis jetzt das einzige Institut dieser Art in Deutschland ist. Wir hatten mit dem Leiter des Instituts Dr. A r n tz eine Un­terredung über die Ausgaben und Ziele seiner Arbeit. Das Ergebnis dieser Unterhaltung ist in den nachstehenden Sätzen zusammengefaßt.

DasInstitut für Runenforschung der Ludwigs- Universität Gießen" ist mit Beginn des Winter- femefters 1938/39 errichtet worden. Im Mittelpunkt der Arbeit des Instituts steht dieGesamtausgabe der älteren Runendenkmäler", die im Auftrage des Archäologischen Instituts des Deutschen Reiches mit Unterstützung des Reichswissenschaftsministeriums und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (früher Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft) ver^ßt wird und deren erster BandDie einheimischen Runendenkmäler des Festlandes" soeben erschienen ist. Dem Institut unterstehen zwei größere Arbei­ten, eineVorgeschichte der Schrift in Osteuropa

um den Mund hat ein weiches glückliches Gesicht be­kommen.

Vielleicht ist das nur ein .Traum" sagt er plötzlich und greift wie angstvoll nach der Han­des Mädchens, die sich wieder fester um die feint schließt. Beglückt fühlt er den festen warmen Druck der kühlen jungen Hond.

Thomas hat unter seinen Liedern auch Rilke- veile vertont", sagt er.Seine Vertonung ist noch nicht reif, er ist zu jung, zu wenig leiderfahren ... Kannst du die Verse?" Unvermutet ist er in das nahe vertrautedu" geglitten, selbstverständlich und ohne jede Hemmung.

Evelyn beugt sich näher zu ihm.

Doch, ich kenne sie. Ich weiß, welche es fein sollen ..." Ihre tiefe Stimme sagt ein paar der Verse leise her, zart und schwingend:

Wie soll ich meine Seele halten, Daß sie nicht an deine rührt?"

Diese großmütige Bitte ehrt chn, Henny. Allein sie vermag das fliehende Rad nicht aufzuhalten. Bedenke doch, die Kriminalpolizei bearbeitet be­reits - ben Fall, dazu Kennzeichen des vermutlichen Täters werden sicher schon an alle Stationen wei­ter gegeben fein; sogar die Presse hat sich der Sensation Mordanschlag im Funkhaus! schon bemächtigt es steht nicht mehr in Borte- felds Macht, diese Entwicklung rückwärts zu schrau­ben. Und" hier wuchs seine Stimmer furchtbar und seine Gestalt ftrafffte sichich will es auch nicht, Hennn, hörst du? Ich bereue meine Tat und will sie süynen. Offen und ehrlich will ich mich meinen Richtern stellen. Und wenn ich gebüßt habe ist ja mein Leben noch nicht zu Ende. Ich bin jung" Jetzt überwältigte ihn doch die Erregung, fein Ton erlosch.

In tiefer Ergriffenheit preßte das Mädchen die Hände des jungen Menschen.Und ich, Robert, werde dir helfen beim Wiederaufbau deines Le­ben. Meinetwegen mußt du leiden und büßen, das werde ich nie vergessen Gebe dir Gott gnädige Richter und ein mildes Urteil"

Robert Novelius faßte zögernd nach Hennys Hand Sie überließ sie ihm mit einem fremden, ernsten Lächeln, das sie seltsam älter und mütter­licher machte

Als Evelyn Kay das Zimmer Bortefelds betre­ten hatte, gibt die Schwester ihr einen Wink und legt mahnend den Finger auf den Mund

Evelyn nickt. Die Schwester verläßt leisen Schrit­tes den Raum.

bliebe nur noch das Letzte Abschied von

neralversammlung am 28. Februar im Gasthaus Hindenburg" ab.

Rundfunkprogramm

Sonntag, 19. Februar.

6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Römisch-katholische Morgenfeier. 8.50: Die deutsche Fastnacht. 9: Was lernt man in einer harten Schule? Gehorchen und Befehlen. 9.30: Frohe Klänge. Die lustigen Dorf- Musikanten. 10.30:Allotria", mit den beiden Man- nernDiek" undHart". 11.30: Aus Künnekes Operettenreich. 12: Mittagskonzert. Dazwischen Be­richte von den Schi-Weltmeisterschaften in Zakopane: Der Weltmeisterschaftskampf im Spezial-Sprunalauf unb die Entscheidung des 18-km-Patrouillenlauf der RS.-Kampfspiele. 14: Für unsere Kinder: Aus unserer Spielzeugschachtel. 14.30: Es spielt die Kapelle Hans Georg Schütz. 15.15:Kinderfastnacht in Säckingen". 16: Nachmittagskonzeick 18: Mummenschanz aus alter und neuer Zeit. Hörfolge mit Musik. 19: In froher Runde 'ne halbe Stunde! 19.30: Sportspiegel des Sonntags. Berichte vom Fußballspiel im Gau Süd- west. Vom Reichssender Saarbrücken: Fußballspiel Gau Südwest. Elsaß-Lothringen. 20: Nachrichten. 20.10:Fremdensitzung". 22: Nachrichten. 22.20: Sportbericht. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 2: Nachtkonzert.

Montag, 20f5ebruat.

6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Kleine Ratschlage für den Garten und die Zimmerpflanzen. 10: Schulfunk. Kinderliedsingen. 11.30: Ruf ins Land. 12: Schloß-

fcrs neue Kleider", Ballettpantomime von Jean Francaix, Tanzfantasie von Julius Weismann und Bunte Tänze. Choreographie: Ballettmeisterin Thea Maaß. Musikalische Leitung: Heinz Markwardt. Bühnenbild: Karl Löffler. Dieser Ballettabend fin- bet außer Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr.

Spielplan des Stadttheaters vom 19. bis 26. Februar.

Sonntag, 19. Februar, zum Karneval noch ein­mal die OperetteDie lustige Witwe", von Franz Lehär, mit karnevalistischen Einlagen. Musikalische Leitung: Heinz Markwardt, Spielleitung: Zer Buch heim. Tänze: Thea Maaß. Buhnendüd: Karl Lo f- ler. Vorstellung zu kleinen Preisen und außer Miete. Anfang 19 Uhr, Ende gegen 22 Uhr

Montag, 20. Februar, Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr: Theaterring der Hitler-Iugend (5. Vorstellung) Minna von Barnhelm", Lustspiel von G. E. Les- Dienstag, 21. Februar, Anfang 20.11 Uhr, Ende 22.11 Uhr: Großer FaschingsabendEm Bummel über den Rummelplatz", heiterer Jahrmarkt nn einem Ausflug ins Paradies Stallmeister: Gert Buchheim und Hans Geißler. Zirkusmusik: Joachim Popelka. Außer Miete. Vorstellung der Dienstag- Miete fällt aus. , .

Mittwoch, 22. Februar, Anfang 1 9 U h r, Ende nach 22.30 Uhr:Der Rosenkavalier .Oper von Richard Strauß. Musikalische Leitung: Paul Wa - ter Spielleitung: Hans Geißler. Mittwoch-Miete, ^Öre^tiiqi^l^ebruar, Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr:Minna von Barnhelm", Lustspiel von G. E. Lessing. Spielleitung: Hannes Razum. Freitag- Miete, 21. Vorstellung. .

Sonntag, 26. Februar, Anfang 19 Uhr, Ende . gegen 21.30 Uhr: Noch einmalDas Land des Lächelns" Romantische Operette von Franz Lehar. Musikalische Leitung: Joachim Popelka. Spielleitung: Gert Buchheim. Außer Miete.

Sie Bedeutung der «affenauslese.

Heber dieses Thema sprach vor Kameraden und Alten Herren der Kameradschaft Hillenbrand des NSD.-Studentenbundes Pg. Oberarzt Dr. Wreß- mann, Gießen. Der Redner wies darauf hin, daß wir bisher, um weitere Vermehrung des erb- kranken Teils zu verhindern, für den zahlenmäßi­gen Bestand unseres Volkes in gewissem Sinne eine negative Auslese getroffen haben, es letzt aber an der Zeit sei, die positive Auslese in ben Vordergrund zu stellen. Das bedeutet eine weit­gehende Förderung aller erbgefunben Menschen. Durch einen Lastenausgleich muß jedem die Mög­lichkeit gegeben werden, seine Kinder richtig zu er­nähren'und ihnen die Ausbildung zukommen zu lassen, die ihnen auf Grund ihrer Anlagen und Fähigkeiten zusteht.

Wenn wir auch heute noch ein 80-Millionen- Dolk sind, so werden wir in zwanzig Jahren, wenn die Geburtenzahl nicht wächst, nur noch ein Volk von 60 Millionen sein. Das würde zur Folge haben, daß unsere Ostgrenzen stark gefährdet sind, denn die slawischen Völker haben einen ungeheu­ren Geburtenüberschuß. Der Redner wies weiter darauf hin, daß das Zweikindersystem unbedingt das Aussterben eines Volkes nach sich zieht. Ein einfaches Rechenexempel erhellt diese Frage: Jedes Ehepaar muß zwei Kinder hmterlasien, um den augenblicklichen Bestand zu erhalten. Da aber nicht jedem die Möglichkeit gegeben ist, sich fortzupflan- zen, muß also die Kinberzahl der fähigen Ehen mindestens 3 ober 4 betragen. Anderseits wird m 300 Jahren der Volksanteil der Familien, die je- weils 4 Kinder zeugen, 93 v H. und der Familien mit 3 Kindern nur noch 7 v. H. betragen.

Auf wehrpolitischem Gebiet z. B. bringt der Aus­fall der 50 000 Jungen, die jährlich zu wenig aus der Schule entlassen werden, in zwei Jahren den Ausfall eines ganzen Armeekorps mit sich.

Welchen Widerhall der Dortrag bei allen Zu­hörern hervorgerufen hat, zeigte der Beifall, der Pg. Wißmann am Ende seines Vortrags zutell

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Robert Novelius war herumgefahren, er sah die Frau an, überrascht, fassungslos.

Er lebt Henny! Er lebt O!"

Der Anschlag ist schnell bekannt geworden Robert, sag mir, warum warum tatest du das?"

Ich sah dich heute abend ins Funkhaus gehen, Henny, ich war schon aufgeregt, als du dich mit dem Quintett zusammentatest, ich ging in die Schenke unb bachte nur immer daran, daß du sicher zu Bortefeld wolltest. Schließlich ging ich aufs Geratewohl ins Haus hinein, von der Schenke aus, ich war ganz außer mir, wußte kaum was ich tat. Im zweiten Stock sah ich dich, Henny, du hattest Tränen in den Augen. Da faßte mich ein furchtbarer Zorn, ich wartete noch einen Moment, bis du gegangen warst du sahst mit nicht, ich stand in einer Türnische. Da ging ich zu ihm, ich hielt ihn für einen Lumpen, der es Darauf an­legt, die Mädchen an sich zu ziehen, um sie der Verzweiflung preiszugeben. Seine Zimmertür stanv auf, ich wollte ihn wirklich nur zur Rede stellen, ihn auffordem, dich in Ruhe zu lassen. Aber als ich da deinen Revolver liegen sah, ben Revolver deiner Eltern, da wurde es mir rot vor ben Augen ich weiß nicht mehr, ich wollte sein Gesicht auslöschen, es nicht mehr sehen ich hob die Hand schoß"

Er schlug verzweifelt die Hände vors Gesicht. Henny löst langsam die Arme von seinen Schul­tern, wies auf die Briefe.

Robert!" sagte sie ernst.Was wolltest du tun? Was sind das für Briefe hier?"

Ich werde mich der Polizei stellen, Henny", sagte Robert gefaßt.Ich will wiedergutmachen, was ich angerichtet habe ich will sühnen In den Briefen habe ich Vater und dir alles er­klärt. Ich habe dir kein Glück gebracht, Henny!" sagte er dann noch schmerzlich.Gerade ich, der alles Glück für dich wünschte."

Henny Coordt schüttelte den Kops.

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Bah eine reir J olo s-chen S1 kesiritte ed|tM ,colon; war di politifd rührun icuigelö

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teSSril bal sUkn mil r .ro >rM I.schri,. bi.l. i>« Bill.n dwfl. '*.7'A' ten Diese gehören aber fast ausschließlich jüngeren seinem Elternhause, der Burg Arntz in Honeff am "Reit an (die Runen sind ja erst an der Schwelle Rhein, ein Fülle von ^^rial zuiammengetrageii, dieses Jahrhundert auch in ben abgelegenen schwe- dessen Uederführung nach Gießen man wun chen dischen Provinzen wie Dalefarlien gänzlich aus» möchte nachdem hier vorher die entsprechenden gestorben) Aus der eigentlichgemeingermanifdjen" Räumlichkeiten für die Sammlungen verfügbar ge-

M 'Auftreten berSRUntn um 200 n.Ztw.> macht sind. Dk Sammlungen enthalten auch mete bis gegen 850, besitzen mir nur rund 300 Denk- Hunderte von BtapoftttMn, die non Dr, Arntz schon mäter Diele stehen im Mittelpunkt der Instituts-wiederholt zu Vortragen m anderen Stadien au,, arbeit- bildet doch jede von ihnen einen Lichtstrahl geliehen wurden, um aus diesem Wege die Wststn- in so'völlig dunkle Zeiten, Diese Inschriften sind schäft von den alteften Schriftdenkmälern unsere, die ältesten Schriftzeugnisse der germanischen Völker, Volke, über den engeren Kreis der Fachgelehrten Nicht geringer an Zahl sind nun die Inschriften,! hmau, m^die^bre SW des^Lolke- M ber^. hft*arhi^ unkrHeaen6 an^'sOO Funde Deutschen Forschungsgemeinschaft für die Wissen- morsen sind: ia, hier unterliegen an die 500 Fun der Runenkunde gearbeitet und die daftir

erforberliche Organisation aufgebaut, die nunmehr ihre praktische Gestalt in dem Gießener Institut gefunden hat. Sein großes Handbuch der Runen- kunbe bildet hier einen maßgeblichen Faktor, denn

ßkMürhte der Runenforschung", deren dürfen, auch manche offene Frage des eigentlichen .Geschichte der Runensori^.g Runenbereichs, welche die Forschung ,etzt^ neidlos

Laien überläßt, aus exakter Grundlage losen zu