Ausgabe 
18.1.1939
 
Einzelbild herunterladen

und Verlauf des Leidens eines Arbeitsuchenden zu machen, so sind sie unmittelbar dem Aroeitsamt ein­zusenden, das den Arbeitsuchenden betreut. Dabei ist jede Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu unter­lassen.

, *

** Silberne Hochzeit. Am heutigen Mitt­woch, 18. Januar, feiern Martin H e i l m a n n und Frau Christine, geb. Heilmann, Feuerbachstraße 12, bei bester Gesundheit das Fest der silbernen Hoch­zeit.

Große Strafkammer Gießen.

Der L. H. aus Nieder-Eschbach wurde kürzlich we­gen verschiedener Steuerdelikte zu einer Geldstrafe von 2000 Mark verurteilt. Weiterhin sollte das Ur­teil veröffentlicht werden. Der Angeklagte legte gegen diese gerichtliche Entscheidung Berufung em. Er mußte sich deshalb gestern vor der Großen Strafkammer verantworten. Er hatte mit seiner Berufung nur einen teilweisen Erfolg. Auf Grund der Beweisaufnahme wurde er der fortgesetzten Steuerzuwiderhandlung für schuldig befunden. Die Kammes fetzte aber seine Strafe auf 1500 Mark Ijerab. Sie sah außerdem von einer Publikation des Urteils ab.

Vezirksschöffengencht Gießen.

Der I. O. L. aus Gimbsheim hatte bei der Gieße­ner Straßenbahn eine Abstellung als Wagenführer gefunden. Bei seinem Dienstantritt im Juni v. I. erhielt er Fahrscheinhefte im Werte von 304 RM. Bei einer Nachprüfung im September besaß er nur noch Fahrscheinhefte für 80 RM. und einen kleinen Geldbetrag. Das restliche Geld hatte er jn Gießener Gastwirtschaften ausgegeben. Der Angeklagte war gemäß § 359 StGB, als Beamter anzusprechen. Er erhielt wegen Amtsunterschlagung (§ 350 StGB.) vier Monate Gefängnis.

Amtsgericht Gießen.

Am 10. Jüli 1938 ereignete sich während des Sän­gerfestes in Gießen, Ecke Löberstraße/Bismarckstraße, ein Verkehrsunsall. Der L. St. aus Herbstein kam mit einigen Sängern aus Herbstein in seinem Kraft­wagen zum Sängerfest. St. war mit seinen Bekann­ten schon am frühen Morgen in Herbstein wegge­fahren, um in Gießen noch am Festzug teilnehmen zu können. In der Gartenstraße bog er in die Löberstraße ein, da er dem lebhaften Verkehr auf den Hauptstraßen aus dem Wege gehen wollte. Er fuhr nun durch die Löberstraße. Wie die Zeugen be­kunden, fuhr der Angeklagte mit ganz geringer Ge­schwindigkeit. In einer Entfernung von ungefähr 40 Meter vor der Bismarckstraße mußte er einen dort parkenden Lastwagen überholen. Nach dem Ueberholen fuhr er aber nicht wieder auf die rechte Straßenseite zurück. Er beobachtete weiterhin ledig­lich die Bismarckstraße in Richtung Hindenburgwall. Zur gleichen Zeit kam der Mitangeklagte W. B. mit feinem Mietwatzen, mit dem er einige Sänger nach der Pulvermühle fahren wollte, die Bismarckstraße aus der Richtung Ludwigstraße her. Er fuhr gleich­falls in durchaus mäßigem Tempo. B. will in die Löberstraße gesehen, dort aber den vorfahrtsberech­tigten St. nicht bemerkt haben. Es kam zwischen den beiden Kraftwagen zu einem Zusammenstoß. Der Wagen des St. rannte dabei heftig gegen das Ge­länder der Wieseckbrücke.

W. B. hatte einen Strafbefehl in Höhe von 60 RM. erhalten, weil er das Vorfahrtsrecht des St. nicht beachtet hatte. St. erhielt einen Strafbefehl von 30 RM. Beide Angeklagten legten gegen diese Strafbefehle Einspruch ein. In der gestrigen Haupt­verhandlung wurden zahlreiche Unfallzeugen ein­gehend gehört. Es stellte sich wieder heraus, haß beide Angeklagten den Unfall verschuldet hatten. Es blieb daher bei den in den Strafbefehlen ausge­sprochenen Strafen.

Aus der engeren Heimat.

> Holzheim, 17. Ian. Der hiesige Kanin­chen- und Geflügelzuchtverein hielt eine Kleintierschau ab, mit der gleichzeitig ein Familienabend verbunden war. Vereinsführer Jung hieß die Mitglieder, insbesondere auch die Preisrichter, willkommen. Die Prämiierung der ausgestellten Kleintiere hatte Preisrichter May (Lang-Göns) übernommen, der im Verlauf des Abends in grundsätzlichen Ausführungen über Züch­tung und Haltung des Geflügels sprach. Er gab feiner Freude darüber Ausdruck, daß er in Holz­heim fo gutes Tiermaterial vorgefunden habe, wie es sich in dieser Ausstellung erwies. Kameradschaft­

liches Beisammensein beschloß die erfolgreiche Ver­anstaltung.

<> Obbornhofen, 17. Jan. Die hiesige Freiwillige and die Pflichtfeuerwehr waren zu einem Schulungsabend zusammengekom­men. Wehrführer Hahn sprach in längeren Aus­führungen über das Verhalten des Feuerwehrman­nes bei der Arbeit in der Nähe von Hochspannungs­leitungen. Die Feuerwehrmänner folgten dem wich­tigen Vortrag mit großer Aufmerksamkeit. Die vor einiger Zeit infolge des starken Schneefalls eingestellten Holzhauerarbeiten wurden nunmehr wieder aufgenommen.

Koscheike im Eisenbahnzug festgenommen

Auf dem Bahnhof Remagen aus dem Zug heraus verhaftet. »

scheite nach feinen eigenen Angaben in der Nacht zum Dienstag einen Ladeneinbruch durch, bei dem

LPD. Frankfurt a. 211, 17. Jan. Am Diens­tagnachmiltag wurde auf dem Bahnhof Remagen der aus dem Zuchthaus Freiendiez ausgebrochene Schwerverbrecher Oswald koscheike von zwei Polizeibeamten aus dem in Richtung Köln fahrenden Personenzug heraus verhaftet.

Hierzu erfährt der LPD. noch folgende Einzel­heiten:

Die Kriminalpolizei in Koblenz hatte die Reichs­bahn in Remagen benachrichtigt, daß sich der flüch­tige Koscheike im Personenzug 1285, der Remagen um 15.18 Uhr in Richtung Köln passiert, befindet. Da Koscheike als äußerst rücksichtsloser Verbrecher gilt, wurden entsprechende Vorsichts­maßregeln angeordnet. So konnte der Schwerver­brecher, der sich im dritten Wagen des Zuges befand, unschwer erkannt und ohne weiteres f e ft = genommen werden.

Die erste Vernehmung Kofcheikes ergab, daß er sich sofort nach seinem Ausbruch aus dem Zuchthaus in Richtung Frankfurt begab und sich zuletzt zwischen Frankfurt und Rüsselsheim herumtrieb. In einem Dorf, dessen Name ihm nicht bekannt ist, führte Ko-

ihm 4 0 0 Mark Bargeld und eine me^t» volle Kamera in die Hände fielen. Hierauf begab sich Koscheike nach Mainz. Dort hat er sich am Dienstagvormittag völlig neu eingekleidet. Von Mainz aus fuhr Koscheike in einer Äutotaxe nach Hirzenach bei St. Goar, wo er den Personen­zug nach Köln bestieg. Bei seiner Festnahme hatte er noch 222,84 Mark in bar und die Kamera bei sich. In einer Aktentasche trug er die Zuchthausunterklei­dung. Außerdem hatte er die bei einem Einbruch erlangten fremden Perfonalpapiere bei sich.

Die Gefährlichkeit des Burschen wird unterstrichen durch folgenden Ausspruch, den er kurz nach seiner Festnahme tat:

Denn ich eine Schußwaffe gehabt hätte, wäre ich nicht fo leicht in eure Hände gefallen!"

Koscheike wurde noch im Laufe des Dienstag­abends in bas Zuchthaus Freiendiez zurücktrans­portiert.

Städtische Volksbücherei Lich.

rl. Lich, 17. Jan. Die Bücherei des seit­herigen Volks b'ildungsvereins Lich ist in den Besitz der Stadt übergegangen. Mit einem moblgepflegten Bestand von fast 2000 Bän­den wird sie nun alsStädtische Volks­bücherei" weitergeführt. Für ein Städtchen von 3000 Einwohnern wäre es keine leichte Aufgabe, der Aufforderung und dem Willen des Staates nachkommend eine solche Bücherei erst zu gründen. Wir danken es allen Leitern und Helfern des nun­mehr aufgelösten Vereins für Volksbildung, daß sie uns ein fo brauchbares Mittel zur Bildung und Erziehung deutscher Menschen geschaffen haben. Für die neue Verwaltung heißt es nun, damit nationalsozialistische Aufbauarbeit zu leisten: politisch bilden, Gemüt und Willen pflegen, Entspannung und Etholung bieten. Die Lesergemeinde muß noch stark erweitert werden. Die Stadtverwaltung wird der Bücherei in der nächsten Zeit einen eigenen Raum zur Verfügung stellen, der auch als Lese- raum benützt werden kann. Der Bücherbestand ist zwar genügend groß, doch wird viel Veraltetes durch Zeitgemäßes ersetzt werden müssen. Die ge­druckt vorliegenden Kataloge werden weiteraeführt. Durch einen im Haushaltsplan der Stadt für die Bücherei vorgesehenen Betrag von jährlich 300 Mark, durch Schenkungen und Einnahmen an Leih­gebühren ist ein zweckentsprechender Weiterbau gut ermöglicht. Diese Arbeit hat Lehrer S ch n i e r 1 e übernommen, dem die seitherigen Helfer zur Seite stehen.

Motorsägen müssen Holzhauer ersetzen.

CD Krofdorf, 17. Jan. Der Holzmengen­ei n f ch l a g im Krofdorfer-Wißmarer Wald ist all­jährlich ein beträchtlicher. In diesem Jahre mangelt es in der staatlichen Revierförsterei Krofdorf, wie auch in den Revieren der Gemeinden Krofdorf und Wißmar, an Holzhauern. Um die fehlenden Arbeitskräfte einigermaßen zu ersetzen, sind Motorsägen eingesetzt worden. Während die Gemeindeverwaltungen beider Orte für ihren Wald die Anschaffungskoften tragen, hat die staatliche Holzfällerrotte auf eigene Kosten die Anschaffung der Säge vorgenommen, die sie aus dem höherer Verdienst zu amortisieren gedenkt. Da im Wißmarer Wald die Holzfällarbeiten beschleunigt durchgeführt werden müssen, sind die Holzhauer der beiden staat­lichen Revierförstereien Krofdorf und Waldhaus mit dort eingesetzt worden. Unter ihnen befinden sich eine Reihe von Arbeitskräften aus Krumbach und Kirchners.

Landkreis Gießen.

* Dau bring en, 17. Jan. In der Wirtschaft Weimer hielt der hiesige Gesangverein Harmonie" seine Jahresschlußoersammlung ab. Vereins füh re r Fuchs begrüßte die Sänger. Schriftführer Klingel Höfer erstattete den Geschäftsbericht, dem zu entnehmen war, daß der Verein im vergangenen Jahre gute Fortschritte ge­macht hat und sich an zahlreichen Veranstaltungen beteiligte. Kamerad Letsch erstattete den Kassen­bericht, der einen günstigen Stand der Vereins­gelder auswies. Im weiteren Verlauf der Dersamm- iung wurde der bisherige Dereinsführer auf weitere drei Jahre gewählt und verpflichtet. Die übrigen Vorstandsmittzlieder blieben ebenfalls im Amt. Er­freulicherweise konnten auch in dieser Versammlung einige Sängerinnen und Sänger für fleißigen Sing­stunde nbesuch mit der silbernen Ehrennadel des Vereins ausgezeichnet werden.

<Z Lumda, 17. Jan. Die hiesige NS. ° Kriegerkameradschaft beging am Sonntag in festlicher Weise ihr 40jähriges Bestehen. Der Kameradschaftsführer gab im Rahmen der Feier einen Ueb erblick über Die Geschichte der Kamerad­schaft von der Gründung bis zur Gegenwart. Gleichzeitig wies er auf die Aufgaben, den Zweck, wie auch auf den heutigen Stand des N^.-Reichs- friegerbunbes hin. Im Verlauf des Abends wurden die sechs noch lebenden Gründer der Kamerad­schaft mit Führerbildnissen ausgezeichnet. Ein Kamerad berichtete über ernste und heitere Erleb­nisse beim Marsch in das Sudetenland. Musikalische Darbietungen und Gesangsvorträge verschönten den Abend.

<£ Beuern, 17. Jan. Die hiesige NS. - Krie - gerkameradschaft hielt im Saale von Ranft ihren Jahresappell ab. Kameradschaftsführer Lehrer Müller begrüßte die Kameraden und gedachte der gefallenen Helden im grauen und im braunen Ehrenkleid. Auch den Verstorbenen des vergangenen Jahres wurde ein stilles Gedenken gewidmet. So­dann erstattete er den Jahresbericht, der eine rege Tätigkeit der Kameradschaft erkennen ließ. Allen Mitarbeitern, die ihm treu zur Seite standen, sprach der Kameradschaftsführer herzlichen Dank aus. Kas­

senwart Fuhr erstattete den Kassenbericht, der in Einnahmen 403 Mark und in Ausgaben 400 Mark verzeichnete. Der Verein verfügt über ein Guthaben von 138 Mark. Dem Rechner wurde für seine mu­sterhafte Kasfenführung herzlicher Dank gesagt. Der Kameradschaftsführer schloß den Appell mit der Auf­forderung an die alten Soldaten, sich jederzeit für Führer und Volk einsatzbereit zu zeigen.

wg. Großen-Buseck, 18. Jan. Am heutigen Mittwoch feiern der Former Ludwig Seipp und Frau Katharine, geb. Kühl, Weidengasse 18, das Fest der silbernen Hochzeit. (Herzlichen Glückwunsch!)

wg. Großen-Buseck, 17. Jan. Aus der Sttaße von Alten-Buseck nach Großen-Buseck un­weit unseres Dorfes brach im Auto des hiesigen Kraftfahrers Ernst Niki sch ein Vergaser- brand aus, wodurch in wenigen Sekunden der ganze Wagen in Flammen stand. Der Fahrer selbst sowie auch sein Beifahrer konnten sich im letzten Augenblick in Sicherheit bringen. Ihre Mäntel hatten bereits Feuer gefangen, so daß sie diese ausziehen ^und von sich werfen mußten. Das Auto selbst wurde bis auf die Eis enteile ein Raub der Flammen.

ch Reiskirchen, 17.Jan. Der (Befangner= einHarmonie" hielt im Vereinslokal Gundrum feine Generalversammlung ab. Der Vereinsführer erstattete den Jahres- und Geschäftsbericht. Er sprach von den im vergangenen Jahren besuchten Sänger- festen und Veranstaltungen; auch brachte er die im vergangenen Jahre abgehaltenen Veranstaltun­gen in Erinnerung. Der Bericht wurde gutgeheißen und dem Vorstand Entlastung erteilt. Für den zu­rückgetretenen seitherigen Vereinsführer Wilhelm Gräf wurde der Sänger Richard Damm gewählt. Der übrige Vorstand bleibt in feinem Amt. Als neuer Dirigent wurde Christian M ö b u s (Reis­kirchen) verpflichtet. Dem seitherigen Dirigenten Nicolai (Großen-Buseck) wurde der Dank für seine bisher geleistete Arbeit ausgesprochen.

V Watzenborn-Steinberg, 17. Jan. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr veranstal­tete inu'SaalZum goldenen Stern" eine Zusam­menkunft, die der Pflege der Kameradschaft gewid­met war. Oberbrandmeister Karl Schmand t Um­riß in seinen Ausführungen die im vergangenen Jahre von der Feuerwehr geleistete Arbeit und gab dem Wunsche Ausdruck, daß auch in Zukunft fo ein­satzbereit roeiterqearbeitet werden möge, damit allen von höherer Stelle gesteckten Zielen entsprochen wird. Kreisfeuerwehrführer Bouffier erinnerte an die großen Geschehnisse des vergangenen Jahres und forderte die Wehr auf, im Geiste des Dienstes an der Volksgemeinschaft weiterzuarbeiten. Bürger­meister Schäfer gab im weiteren Verlauf der Zusammenkunft einige wichtige Anordnungen für die Löschpolizei bekannt. Gleichzeitig forderte er zu starkem Einsatz für das Winterhilfswerk aus Anlaß desTages der deutschen Volizei" auf. Der restliche Teil des Abends war der Geselligkeit und der Unter­haltung bei Gesang und humoristischen Einlagen gewidmet.

Garbenteich, 17. Jan. Der Gesang- v e r.e i nFrohsinn" Garbenteich hielt im Ver­einslokal seine Jahreshauptversammlung ab. Ver­einsführer Wahl erstattete den Tätigkeitsbericht. Für restlosen Gesangstundenbefuch im letzten Jahre wurde sieben Sängern die silberne Ehrennadel für ein Jahr und einem Sänger die goldene für zwei Jahre verliehen. Der Gesamtobrstand, der satzungs­gemäß ausscheidet, wurde erneut in sein Amt be­rufen. Die Kassengeschäfte bewegten sich in geord­neten Bahnen. Das Stiftungsfest findet am 4. März statt. Für die an Pfingsten stattfindende Wieder­sehensfeier mit dem befreundeten Männergesang­verein Gensingen werden die Vorarbeiten ausge­nommen. Eine Dorgenommene Sammlung für das WHW. ergab einen stattlichen Betrag. Im Schluß­wort dankte Vereinsführer Wahl allen Mitgliedern für ihre unermüdliche Treue und Pflichterfüllung zum Verein und zum deutschen Liede. Besonderen Dank sagte er dem Chormeister Harnisch für seine auch im vergangenen Jahre geleistete vorbild­liche Arbeit.

rl. Lich, 17. Jan. Unser Zweigverein des V H C. hielt imHolländischen Hof" einen gut be­suchten Familienabend ab, in dessen Mittelpunkt ein Lichtbildervortrag unseres VHC.-Bruders Rektor Sarnes überBesinnliches Wandern" stand. Wan­dern ist ja mehr als Wege hinter sich bringen. Es muß innerlich reicher machen. Deshalb gehört das Schauen hinzu. Und es gibt so viel zu schauen in Landschaft, Dorf und Stadt und ihren Menschen. Vieles davon zeigte der Redner an Hand zahlreicher Bilder aus Wandertagen durch den schönen Oden­wald. Am Sonntag machte der Zweigverein seine erste diesjährige Wanderung in unser Nachbardorf Nieder-Befsingen.

SJl.-$pOTt

Fußballspiele um dieBannmeisterschast.

Am 23. Januar.

Gruppe 1: la SpVg. 1900 HJ.-Mannsch. Tv. Heuchelheim; KleikEinden HJ.-Mannschaft I VfB.-R.

Gruppe 2: Tv. Großen-Linden HI.-Mann­schaft SpVg. 1900 Ib; Allendorf (Lahn) HJ.- Mannschaft Teutonia Watzenborn-Steinberg.

Gruppe 3: Londorf HJ.-Mannschaft Ila SpVg. 1900; Treis (Lumda) HJ.-Mannschaft Lollar.

Gruppe 4: Garbenteich HJ.-Mannschaft Steinbach; VfB.-R. II HJ.-Mannschaft Lich.

Gruppe 5: Göbelnrod, spielfrei; Großen-Buseck gegen HJ.-Mannschaft Oppenrod.

Gruppe 6: Laubach HJ.-Mannschaft Ettings­hausen; Queckborn HJ.-Mannsch. Ober-Bessingen.

Gruppe 7: Hungen HJ.-Mannschaft Inhei­den; -Wölfersheim HJ.-Mannschaft Utphe.

Gruppe 8: Grünberg Nieder-Ohmen; Hom­berg, spielfrei.

Fußball der Gauliga Hessen.

Kewa Wachenbuchen Hessen Hers seid; SC. 03 Kassel SV. Dunlop Hanau; Sport Kassel FC. Hanau 93; VfB. Friedberg SpV. Kassel; VfB. Großauheim Kurhessen Kassel.

Hessens Spitzenreiter Hessen Hersfeld hat sich am Sonntag, allerdings zu Hause, fo schußfreudig ge­zeigt, daß man ihn auch im Wachenbuchener Spiel als Favorit anfehen muß. Auswärts klappt es allerdings nicht immer so gut bei den Hersfeldern wie zu Haufe, während Kewa in heimischer Um­gebung oft unwiderstehlich ist. Der Gast wird also schon sehr konzentriert spielen müssen, wenn er keinen Rückschlag erleben will. Der SC. 03 Kassel geht mit den besten Aussichten in den Kampf gegen Dunlop Hanau. Der Gauliga-Neuling hat sich aber bisher gerade in den Spielen mit den starken Mannschaften des Gaues wiederholt ausgezeichnet, und so ist anzunehmen, daß er auch denRot­hofen" das Gewinnen fehr schwer machen wird. Hanau 93 tritt beim Tabellenletzten, BC. Sport Kassel, an und müßte sich eigentlich siegreich be­haupten. Der VfB. Friedberg hat in heimischer Umgebung die besten Aussichten, mehr als nur ein Unentschieden gegen den SpV. Kassel zu erreichen, und in Großauheim wird für den Gast wahrschein­lich auch nichts zu holen sein.

Internationale Wintersportwoche

Garmisch-Partenkirchen.

Deutschlands Vertretung für die nordische Kombi­nation und die Spezial-Läufe.

Für die Internationale Wintersportwoche Gar- Nlisch-Partenkirchen vom 21. bis 29. Januar hat nunmehr das Fachamt Schilauf im NSRL. die deutschen Mannschaften zu den Spezial-Läufen und zur nordischen Kombination aufgestellt. Die besten Läufer, über die wir im Augenblick verfügen, sind aufgerufen worden, um sich mit den stärksten Kräf­ten der internationalen Gegnerschaft zu messen. Es starten für Deutschland:

Kombination Lang - Sprunglauf: Willi Bogner (München), Christi Merz (Mitten­wald), Alb. Burk (Garmisch-Partenkirchen, JR. 98), Willy Köstinger (Hofgaftein), Günther Meergans (Brückenberg), Herbert Hammerschmied (Achenkirch),

I. Gstrein (Gurgl), Wöß (Zwieselstein), A. Hechen- berger (Oberaudorf), Fidel Wagner (Kempten), Gustl Berauer (Oberschreiberhau), O. Seifsert (Plauen), S. Haselwanter (Ordensburg Sonthofen), Tschurtschentaler (Zwieselstein).

Spezial-Langlauf: Sonnweber (Ehrwald), Zahler (Mittenwald), Höne (Mittenwald), Leupold (Berlin).

Spezialsprunglauf: Franz Aschenwald (Innsbruck), Josef Bradl (Salzburg), Franz Hasel- berger (Reit im Winkl), Josef Weiler (Oberstdorf), H. Wiedemann (Krün), Gregor Höll (Zell am See), Lucke (Innsbruck), Karl Wagenbichler (Vorarlberg), Paul Häckel (Dresden, 2. JR. 10), Paul Kraus (Jo­hanngeorgenstadt), Franz Maier (Innsbruck), Hein­rich Palme (Riefengebirge), Heini Klopfer (Oberst­dorf), Franz Mächler (Bad Tölz), Hans Mariacher (Kitzbühel), R. Köhler (ff Dachau).

Im Abfahrtslauf und in der Kombina­tion Ab fahrt-Torlauf. werden alle die­jenigen deutschen Läufer starten, die zu dem von Friedl Pfeifer geleiteten und am 23. Januar in Partenkirchen beginnenden Abfahrtskurs zusammen- gezogen sind. Der norwegische Schiverband wird im übrigen zwei Kombinationsläufer, zwei Spezial­springer und einen Abfahrtsläufer entsenden.

Unsere Amateurboxer gegen Finnland.

Die deutschen Amateurboxer ^beginnen das neue Jahr mit zwei Kämpfen gegen nordische Nationen, die noch in diesem Monat stattfinden. Nach der Be­gegnung mit Finnland am kommenden Freitag in der Königsberger KdF.-Halle folgt das Gefecht mit den Schweden am 28. Januar in der Hamburger Hanfeatenhatte. Mit den Finnen haben wir noch eine Rechnung aus dem Vorjahre zu begleichen. In Helsinki kamen wir damals, ebenfalls im Januar übrigens, über ein Unentschieden von 8:8 nicht hinaus. Neben den guten Leistungen der Finnen in den unteren Gewichtsklassen überraschte besonders die Niederlage, die unser Mittelgewichtler Campe durch Suhonen erlitt. In Suhonen und dem aus­gezeichneten Fliegengewichtler Olle Lehtinen dürsten unsere Gegner auch diesmal die stärksten Waffen besitzen, wobei wir auch den, erfahrenen Leichtge­wichtler Lee Peltonen nicht vergessen wollen. Deutsch­land hat aber am Freitag eine sehr starke Mann­schaft zur Stelle, die einen ganz einwandfreien Sieg erzielen müßte. Mehr als vier Punkte dürften unsere Gäste kaum retten.

Deutschland stellt: Fliegen: Obermauer (Köln). Bantam: Li mb ach (Königsberg), Feder: Graaf (Berlin), Leicht: Nürnberg (Berlin), Welter: M urach (Schalke), Mittel: Baumgarten (Hamburg), Halbschwer: Schmidt (Hamburg), Schwer: Runge (Wuppertal).

Deutsche Nodel-Meisserschasten.

Der Rodelclub Berchtesgaden führt zusammen mit der Kurverwaltung am kommenden Sonntag die deutschen Rodel-Meisterschaften am Oberfalzberg durch. Die Strecke (1800 Meter) vom Obersalzberg nach Berchtesgaden muß zweimal durchfahren wer­den. Das Melde-Ergebnis fiel überraschend gut aus, denn nicht weniger als 4 5 Männer und 10 Frauen gaben ihre Meldungen ab, darunter die Titelverteidiger Europameister Martin Tietze, Frie­del Tietze (beide Brückenberg) und im Doppelsitzer Tietze-Weidner (Brückenberg). Am stärksten ist der Sudetengau mit 18 Männern und zwei Frauen Der» treten.

Um bie Deutschen Hallentenmsmeisterschasten.

Am zweiten Tag der deutschen Hallen-Tennis« Meisterschaften in Bremen wäre beinahe wiederum eine Ueberraschung fällig gewesen, denn der Wiener Hans Redl stand im Kampf gegen den deutschen Jugendmeister Gies (Mülheim) dicht vor einer Niederlage. Der Rheinländer imponierte durch seine große Schnelligkeit, die es ihm ermöglichte, auch die bestgesetzten Bälle des Wieners zu erlaufen. Im dritten Satz stand Gies bei 4:3 und 4:0 vor einem entscheidenden Vorsprung, aber der erfahrenere Wie­ner riß sich noch einmal zusammen und gewann schließlich 7:5, 4:6, 6:4.

Auch die Frauen begannen am Dienstag mit den ersten Kämpfen der Vorrunde.

Im Verlauf des Dienstagnachmittags kamen bei den Internationalen Hallentennis-Meisterschaften von Deutschland in Bremen bereits Roderich Men­zel, Hans Redl und der Norweger Sigurd Rinde unter die. letzten Acht. R. Menzel schlug

den Ungarn Petoe nach Kampf im ersten Satz 7:5, 6:0. Zunächst hatte der lange Sudetendeutsche eini­gen Widerstand zu überwinden, aber als seine Pas­sierschüsse im zweiten Satz die richtige Länge und Fahrt hatten, siegte er schnell. Der Wiener Hans Redl mußte sich auch gegen den Schweden Mar­te nsson strecken, ehe er 6:4, 2:6, 6:2 gewann. Der Norweger Sigurd Rinde endlich, der am Montag Georg von Metaxa ausschaltete, warf Dienstag sei­nen Landsmann Ericson leicht 6:3, 6D aus dem Rennen. Von den ausländischen Spielern ist jetzt alles zur Stelle, während bei den Deutschen noch Henner Henkel und Werner Menzel fehlen, die aber doch noch in die Kämpfe eingreifen dürften. Bei den Frauen erkämpften bereits fünf Spiele­rinnen den Weg unter die letzten Ach': s: - Schwe­dinnen Svan und Ro^erg. i \ . .....; Werring,

die Amerikanerin Wheeler und die Berlinerin Hamel.