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Aus benachbarten Kreisen

Nach langem Leiden verschied heute mein Polier

Herr Heinrich Schepp

Gießen, den 17. Januar 1939,

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im 68. Lebensjahre.

Gießen (Bahnhofstraße 69), den 17. Januar 1939.

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aus Hausen im 53. Lebensjahr. - Mein Betrieb verliert in ihm einen befähigten, tüchtigen Mitarbeiter und allezeit treuen Arbeitskame­raden. Sein Andenken wird stets in Ehren gehalten.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen;

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Hausen, Lindenstruth, Oppenrod, Watzenborn-Steinberg, den 17. Januar 1939.

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Erstaufführung Die Tänzerin Fanny Eißler Operette von Johann Strauß

Plötzlich und unerwartet verschied heute vormittag nach langem schweren Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, unser lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel

Heinrich Schepp, Maurerpolier

im Alter von 53 Jahren.

zur Mutter Natur regt sich schon im Kinde. Blumen und Bäume, Haurtiere, Vögel, Schmetterlinge und Käfer finden die gleiche erregte Auf­merksamkeit wie Auto, Eisenbahn und die lieben Mitmemchen. Warum mutz das beim Erwachsenen anders sein? Mit drei reizenden Tier-Romanen bieten wir auch Ihnen mehr Freude an der Natur:

Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 19. Januar, nachmittags 3 Uhr, in Hausen statt.

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Das ist sicher ein großes und Intensives Arbeits­programm, aber es ist in dieser Form notwendig, wenn eine so weitgehende Verkürzung verantwortet werden soll. Die Aufgaben gerade des praktischen Arztes sind heute weit größer, als sie es vor dem Jahre 1933 waren. Die Jugend wird diese Ver­kürzung nicht nur begrüßen, sondern wird sich auch freudig an die Arbeit begeben, da sie doch in allen Berufen sieht, daß zum Wohle der Allgemeinheit diese Leistungssteigerung von jedem einzelnen und von jeder Berufsgruppe gefordert werden muß.

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= Butzbach, 17. Jan. Gestern abend hielt der Fei er ab en dring der NS.-Gemeinschast Kraft durch Freude" seine 12. Veranstal­tung im großen Saale desHessischen Hofes" ab, die wiederum ein vollbesetztes Haus erbrachte. Die Rhein-Mainische Wanderbühne brachte das Lustspiel Was den Damen gefällt" von Hans Saßmann zur Aufführung, die mit reichem Beifall belohnt wurde. Am Sonntag unternahmen die beiden hiesigen Wandervereine, Vogelsberger Höhen- ClUb und der Taunusbund, ihre üblichen Monats­wanderungen. Wenn auch das Wetter nicht sehr günstig war, konnte doch bei beiden Vereinen eine große und frohe Wanderschar festgestellt werden. Während der VHC. mit der Bahn bis Lang-Göns fuhr und dann am Neuhof vorbei über Leihgestern Rindsmühle nach Gießen marschierte, führte der Weg des Taunusbundes über das entfernt gelegene Bodenrod nach dem Endziel Haufen.

# Münzenberg, 17. Jan. Das NS. - Frauenwerk veranstaltet gegenwärtig einen Mütterschulungskursus (gleichzeitig auch einen Kochkursus), an dem 20 Frauen teilnehmen. Kursusleiterin ist Frl. Bach von der Gauführung des NS.-Frauenwerks. Die Teilnehmerinnen sind mit großem Interesse bei der Sache. Der hiesige Turnverein hielt im SaaleZum Löwen" seine Jahreshauptversammlung ab. Dereinsführer Schlecht berichtete über die turnerischen Ereig­nisse des Jahres 1938. Dann wurde der Kassen­bericht erstattet. Im weiteren Verlaufe der Ver­sammlung wurde der bisherige Vereinsführer ein­stimmig wiedergewählt. Er dankte für das ihm ent­gegengebrachte Vertrauen. Die Gründer des Ver­eins, Ludwig V o l p , Karl Metzaer II., Hein­rich Gorr II., Heinrich H i tz e l V. und Heinrich Walther X. wurden zu Ehrenmitgliedern er­nannt. Aus Anlaß des 35jährigen Bestehens des Vereins soll 1939 eine Feier abgehalten werden.

Kreis Büdingen.

= Nidda, 16. Jan. Der Familienabend der Kriegerkameradschaft Nidda war über­aus stark besucht. Nach einem von Studienrat Dr. Kraft (Gießen) verfaßten Festspruch begrüßte Kameradschaftsführer Michel die Gäste und brachte seine Freude zum Ausdruck über den Auf­bau des Deutschen Reiches seit 1933 und die Erfolge des Führers im letzten Jahre. Der Kreiskriegerfüh­rer, Rittmeister a. D. Stein, erinnerte an die aus­gebauten sozialen Einrichtungen des NS.-Reichskrie-

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Konzentration des Ausbildungsganges.

Zur Verkürzung der Ausbildungs- zeit für Mediziner schreibt Professor Dr. E. B a ch vom Reichserziehungsministerium in derDeutschen Allgemeinen Zeitung":

Das Reichsministerium für Wissenschaft, Er­ziehung und Volksbildung ist angesichts des gestei­gerten Nachwuchsbedarfs in verschiedenen akademi­schen Berufen gezwungen, Mittel und Wege zu suchen, um durch eine Konzentration des Studiums und Ausbildungsganges der akademischen Berufe zu einer Verkürzung der Gesamtausbildungszeit zu gelangen. Eine Verkürzung der Gesamtausbildungs- zeit der Mediziner hat sich schon seit längerer Zeit als dringend erforderlich erwiesen, wie das auch schon wiederholt seitens der Reichsärzteführung, der Reichsdozentenbundsführung und der Reichsfach­gruppe Medizin der Reichsstudentenführung her­vorgehoben worden ist.

Nun kann man die Ausbildung des Arztes na­türlich nicht einfach dadurch ändern, daß man am gegenwärtig geltenden Ausbildungsplan einige Jahre wegstreicht, sondern es kann nur so ge­schehen, daß eine Neuordnung dieser Ausbildungs­zeit nicht nur der Zeit, sondern selbstverständlich auch dem Inhalt nach Eintritt; was zeitlich einge­spart wird, muß durch Mehrleistung an Arbeit in der nun zur Verfügung stehenden Ausbildungszeit ausgeglichen werden. Bisher war z. B. die prak­tische Ausbildung in Form des praktischen Jahres dem theoretischen Studium angehängt. In Zukunft wird dieses praktische Jahr dadurch eingespart, daß die praktische Ausbildung in Form von Famulus- tättgkeit während der Ferien und durch praktische Kurse während des Semesters erfolgt

Die bisherigen elf Semester der Studienzeit sind übergangsweise in Verbindung mit dem Reichs- innenministevium schon in zehn umgewandelt. In Zukunft teilt sich der Studienplan in vier vorklini­sche und sechs klinische Semester. Das Staatsexa­men wird verkürzt und zeitlich so gelegt, daß nicht fast ein ganzes Semester damit ausgefüllt ist. Der zeitliche Gewinn umfaßt somit fast zwei volle Jahre. Der neue Studienplan tritt zum 1. April 1939 in Kraft. Der Wegfall des praktischen Jahres kommt natürlich erst für diejenigen Studierenden in Frage, die den größten Teil des klinischen Stu­diums, nämlich vier Semester, nach dem neuen Strchienplan erledigt haben. $

Es kann in Zukunft bei einer so starken Redu­zierung der Gesamtausbildungszeit dem einzelnen Studierenden nicht mehr fteigestellt werden, ob er außer den Hauptvorlesungen noch praktische Uebun- gen und Kurse besuchen will, sondern er muß über diese genau so wie bisher für die Hauptfächer den Nachweis des erfolgreichen Besuches erbringen. Um nun schon den jungen Mediziner für die er­weiterten Aufgaben des Arztberufes im Dritten Reich entsprechend vorzubereiten, sind in diesen Studienplan neu ausgenommen: Heilkräuterexkur­sionen Geschichte der Medizin, Krankenpflegedienst für solche, die ihn nicht schon beim Heer abgeleistet haben, ein sechswöchiger Fabrik- oder Landdienst,

Generationen der Krostiorfer männlichen Bevölke­rung ihre gesangliche Ertüchtigung, die sich stets dem Geist der Dorfgemeinschaft dienstbar machte und die Freude an Gesang und Musik förderte.

<£ Rodheim a. d. B., 17. Jan. Unter dem ThemaDer Lebenskampf unserer Rußlanddeut­schen" trat die neuerstandene Ortsgruppe des VDA. (Verband für das Deutschtum im Ausland) am Sonntag zum ersten Male mit einem Vortrags­abend in die Oeffentlichkeit. Nachdem der Orts­obmann, Lehrer Jäckel, die Gäste und die über­aus zahlreich erschienenen Volksgenossen begrüßt hatte, gab er einen kurzen Ueberblick über Sinn und Ausgaben des VDA. Anschließend sprach als Redner des Abends Herr Martens, der als Ukrainedeutscher in Rußland geboren wurde. Er hat vor einigen Jahren unter vielen Schwierig­keiten sein Mutterland ausgesucht und schilderte nun aus eigenen Erlebnissen in ergreifenden Bildern den Kampf und die Unterdrückung der deutschen Volksgruppe, den sie unter der Gewaltherrschaft der Sowjets auszustehen hat. Einen umfassenden Ein­blick gab er dabei in die dortige Kollektivwirtschaft, die zur totalen Verelendung und völligen Demich- tung der einst so blühenden, kulturspendenden deut­schen Bauernfamilien führte. Martens gab am Ende seiner Freude darüber Ausdruck, daß die heutige deutsche Regierung und auch das gesamte Volk wieder Anteil nehmen an dem Schicksal der Ausländsdeutschen. Dies fand seine Bestätigung darin, daß sich nach den Schlußworten des Orts­gruppenleiters Weller 38 neue Mitglieder zum VDA. anmeldeten. Schöne Gedichte und Lieder ber ( Schuljugend über das Auslandsdeutschtum bereit cherten die Veranstaltung.

* Odenhausen, 17. Jan. Der Führer ver- lich dem Poststelleninhaber Ludwig Schneider das goldene Treudienst-Ehrenzeichen für 40jährige Tätigkeit im Dienste der Reichspost. Postmeister Konrad vom Postamt Frohnhausen, zu dessen Bezirk die Poststelle in Odenhausen gehört, überreichte dem Jittnlar die Auszeichnung und die Urkunde.

Oie Narrenkappe.

Der grobe Sakntin.

Hubert Salentin, ein Maler der Dussel-. dorfer Schule, konnte es nicht vertragen, wenn nach seiner Meinung die Damen zu wenig an- hatten. Einst saß bei einer Gesellschaft eine wegen ihrer prachtvollen Figur bekannte Dame, die ziemlich dekolletiert war. Salenttn sah zuerst gar nicht hin, sagte aber dann in einer Gesprächspause:

Frau Didderichs, lasse Se noch ein Knöppche springe, dann sitze mer im Freie"

Theater.

Der seinerzeit berühmte I f f l a n d wirkte als junger Schauspieler in einem Raubritterstück mit. In einem Duell erstach er allabendlich seinen Ne­benbuhler, den Ritter Kunibert.

Eines Abends, kurz nachdem das Duell vorüber mar, empfand der tote Kunibert plötzlich heftigen Niesreiz und nieste dröhnend.

Jffland verlor keineswegs die Ruhe.

Ha, Elender, du röchelst noch?" schrie er in neuentfesselter Wut, packte sein Schwert und stach den Gegner vollends tot...

gerbundes und appellierte an die Opferbereitschaft der Kameraden. Kreisschießwart Philipp Wenzel gedachte der gefallenen Kameraden des Weltkrieges und der Bewegung. Er konnte dann an eine große Zahl von Kameraden für gute Schießleistungen gol­dene und silberne Nadeln verteilen. Die Veranstal- tung wurde durch Musikvorträge der hiesigen Feuerwehrkapelle und Aufführung von Theater­stücken bereichert.

Kreis Alsfeld.

oo Deckenbach, 17. Jan. In einem hiesigen Be­trieb ereignete sich ein Unfall. Unter einbrechen­den Erdmassen wurden zwei Arbeiter, die mit dem Beladen eines Wagens beschäftigt waren, ver­schüttet. Nach geraumer Zeit gelang es, die bei­den Verunglückten aus ihrer peinlichen Lage zu befreien. Einer der beiden Verunglückten, der hiesige Arbeiter Peter Wiesner, hatte dabei einige Ver­letzungen erlitten, die seine Ueberführung in die Klinik nach Gießen notwendig machten.

Kreis Wetzlar.

(D Krofdorf, 17. Jan. Am Samstag hielt der GesangvereinGermania", der in drei Jahren sein lOOjähriaes Bestehen feiern kann, seine Jahreshauptversammlung im Vereinslokal Abel ab. Der Dorstandsbericht, Dorgetragen von dem Vor­sitzenden Ernst Schleenbecker, hob insonderheit die rege 23ereinstätigfeit hervor, wie sie sich u. a. ausdruckte in der Beteiligung an den Veranstaltun­gen des Heldengedenktages, des 1. Mai, des Wer­tungssingens, des Gausängerfestes in Gießen. Eine sommerliche Sängerfahrt an den Rhein wurde allen Teilnehmern zum Erlebnis, so daß auch im neuen Jahr eine solche Fahrt vorgesehen ist. Aus dem Be­richt über die Gesangstunden sei hervorgehoben, daß die 41 Uebungsstunden von 1041 Sängern besucht waren. Der Vorsitzende schloß mit der Mahnung zu weiterem fleißigen Besuch der Singstunden. Kassen­wart Karl Will gab den Kassenbericht bekannt, aus dem ein erfreulich günstiger Stand der Finanzen hervorging. Bei der Vorftandswahl wurde zunächst der bisherige Dereinsführer Ernst Schleenbecker einstimmig wiedergewählt. Für den ausscheidenden zweiten Dereinsführer Hermann E k a r t u s wurde Ernst Leib, Hausnummer 172, bestimmt. Schrift­führer ist Eduard Heyer, Kassenwart Karl W i I l. Als Beisitzer amtieren Alb. Bechthold und Wilh. S t r a ck b e i n. Die Vereinsdienerstelle erhielt wiederum Heinrich Wagner. Der Gesangverein Germania" wurde im Jahre 1842 gegründet, und in ihm als dem ältesten Verein des Dorfes fanden

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Im Namen der Geschwister;

Ludwig Wetz.

Die Beerdigung findet Donnerstag, den 19. Januar, nachmittags

23/, Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

Gestern abend entschlief nach schwerer Krankheit unsere liebe

Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Tante

Frau Elise Wetz, geb. Heller

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