Ausgabe 
18.1.1939
 
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Mittwoch, I8.3anuarl939

Nr. 15 Erstes Blatt

189. Jahrgang

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Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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her schützen, festzusetzen.

Der militärische Zusammenbruch wird auf natio­naler Seite als das Vorspiel für das Ende des spa­nischen Krieges gehalten. In Katalonien stehen die besten Truppen, über die die spanischen Bolschewisten noch verfügen. Gelingt es, diese gefangenzunehmen oder aufzureiben, dann würde, so rechnet inan im na- ttonalen Lager, der rotspanische Rumpfblock nicht mehr lange die nötige politisch-militärische Widerstandskraft besitzen, um den kampfgewohnten Truppen Francos auf längere Sicht Widerstand leisten zu können. Die spanischen Bolschewisten aus dem roten Rumpfblock haben während der Dauer des Krieges keine grö­ßeren militärischen Erfolge gezeigt. Den Vormarsch Francos gegen Madrid haben sowjetrussische Trup­pen im Verein mit internationalen kommunistischen Brigaden im Winter 1936/37 aufgehalten, die bei­den großen Ueberraschungsofsensiven der Sowjet­spanier bei Teruel und im Ebro-Bogen wurden von katalanischen und internationalen Kommunisten­truppen vorgetragen. Die Entlastungsoffensiven, die der General Miaja, der Verteidiger von Madrid, im Januar mit nichtkatalanischen Verbänden durchge­führt hat, sind nach anfänglichen Teilerfolgen an der Estremadura-Front rasch zum Erliegen gekom­men, als nur aerinoe nationale Verstärkungen dort eintrafen. Als 'Miaja zu einem neuen Stoß an der Front von Madrid ansetzte, fand er überhaupt kei-

tragen, sondern auch von Norden her. Der Kampf in Katalonien ist dann erst völlig beendet, wenn es gelingt, den Roten die Rückendeckung an der französischen Grenze zu nehmen.

Während der Negrin-Ausschuß sich zum drittenmal vor den Soldaten Francos in Sicherheit zu bringen versucht der Weg führte von Madrid nach Valencia, von Valencia nach Barcelona und soll nun von Barcelona wieder zurück nach Valen­cia führen hat er drakonische Bestimmungen zur Verteidigung der Stadt erlassen. Alle Männer, die nicht an der Front stehen, aber auch Jugendliche und Frauen sind zu Schanz- und Befestigungsarbei­ten im Weichbilde der Stadt gepreßt worden. Bis auf die Munitionsfabriken stehen alle übrigen Be­triebe leer. Man nimmt auf nationaler Seite an, daß die roten katalanischen Truppenverbände, so­weit sie noch intakt find, beim Anhalten des natio­nalen Vormarsches versuchen werden, sich in den Bergzügen, die Barcelona von Norden und Westen

abschnitt von Pons zurückgeworfen. Die das Dorf Pons beherrschenden Höhen im Norden und Süden wurden besetzt. Im Küstenabschnitt wurde am Dienstag das weite, in den letzten Tagen eroberte Gebiet von versprengten Milizen gereinigt. Es wur­den über 2 00 0 Gefangene eingebracht und zahlreiche Waffen- und Munitionslager er-

hier, die Grenze nach Rotspanien zu öffnen, und der dem gleichen Ziele gewidmete außerordentlich heftige Presse-, Plakat- und Versammlungsfeldzug der Marxisten hat auf nationalspanischer Seite einen lebhaften Eindruck gemacht. Die vielfachen starken Sympathien im nationalspanischen Lager zu Frank­reich, die sich in erster Linie auf die engen spanisch- ranzösischen Geistes- und Kulturbeziehungen grün­den, sind merklich im Schwinden begriffen. Denkt man heute auch in Burgos über das Verhältnis zu Paris sehr ernüchtert, fo stellt man die Normali­sierung der Beziehungen zu Brussel mit Befriedigung fest. In Burgos ist man der An­sicht, das der immer klarer sich abzeichnende mili­tärische Sieg sich bald tn einen diplomatischen Er­folg verwandeln werde, und daß bereits in kurzer Zeit viele ausländische Regierungen dem von Bel­gien gegebenen Beispiel folgen werden.

Der nationale Vormarsch

in der Provinz Barcelona.

Rote Greueltaten in Cervera.

Unsere Karte veranschaulicht den Rest der noch in bolschewistischen Händen befindlichen spanischen Landesteile. Das punktierte Gebiet konnte vom 2'3. Dezember ab von den nationalspanischen Truppen befreit werden. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Dr. W. Burgos, 16. Januar 1939.

Tarragona ist gefallen. Die Bevölkerung dieser 30 000 Einwohner zählenden Hafenstadt, die zu­gleich der Mittelpunkt eines bekannten fpantschen Weinbaugebietes ist, hat die 5. Navarra-Divifion bei ihrem Einmarsch mit einem Jubel ohne gleichen begrüßt. Plötzlich war der rote Alpdruck, der feit zweieinhalb Jahren auf der Stadt gelegen hatte, verschwunden, plötzlich konnte man wieder frei atmen. Die roten Kolonnen fluteten auf der Straße nach Barcelona noch durch die Stadt, als einige besonders beherzte Einwohner Tarragonas die nationale Flagge hißten, deren Besitz noch am Vor­tage genügt hätte, einen jeden ins Verderben zu stürzen. Als dann die ersten Vorhuten der Navar­resen den Roten dicht auf dem Fuße und diese zu einer immer wilderen Flucht hetzend in Tarra­gona einrückten, wehte von mehreren Kirchtürmen bereits die nationale Flagge. Es kam zwar noch hier und da zu vereinzelten Kämpfen. Diese be­standen aber im wesenttichen in Schießereien mit versprengten roten Abteilungen, die noch im letzten Augenblick glaubten, sich ein Entkommen sichern

Francos Marsch auf Barcelona

(Eigener Bericht des Gießener Anzeigers ,

beutet.

An der Estremadura-Front wurden die nationalen Linien trotz des schlechten Wetters wei­ter vorgeschoben. Im Abschnitt von Montcrrubio wurden dem Feinde schwere Verluste beigebracht. Er verlor hier allein über 300 Tote. An anderen Abschnitten der Südfront hat der Feind v e r z w e i - feite Angriffe durchgeführt, die durch das wirksame Feuer der nationalen Truppen zum Er­liegen kamen. Im Abschnitt von Belalcazar und am Berge Morizo wurden drei heftige gegnerische An­griffe abgeschlagen. Der Feind büßte zahlreiche Ge­fangene ein. _ ,

Der Frontberichterstatter des DNB. meldet aus Cervera, daß die nationalen Truppen die Höhen oftwärtsJgualada eroberten. DieRoten haben vor dem Eintreffen der Nationalen mehr als 100 Einwohner der Stadt ermordet, dar­unter zahlreiche Insassen eines Priesterseminars. Ein pensionierter Offizier der Zivilgarde wurde von den roten Bestien lebendigen Leibes ver­brannt, das gleiche Schicksal erlitt ein 80jähriger Mann. Unter den Ermordeten befinden sich be­kannte Gelehrte, die als Pensionäre in Cer- jvera lebten. Lediglich das überraschende Eindringen

zu können. _ i

Als sich in der Weihnachtswoche des vergangenen , Jahres die nationalen Kolonnen im Raume * von Tremp bis südlich Lerida in Be- wegung setzten, begleitete sie hier im nationalen , Spanien die Hoffnung, daß die neue groß angelegte und feit Wochen bis in die kleinste Einzelheit vor­bereitete Offensive auch endlich das erwartete Er­gebnis bringen und dem unheilvollen Bürgerkriege, an dem Spanien seit nunmehr zweieinhalb Jahren aus vollen Wunden blutet, dem Ende näherbringen möge. Noch ist kaum ein Monat vergangen; und schon sind gewaltige Erfolge erreicht worden, die man wegen des tiefgestaffelten und Sorgfältig aus- gebauten sowjetspanischen Befestigungs- fystems nicht mit einer solchen Schnelligkeit für möglich gehalten hätte. Für schwierig wurden die nationalen Operationen auch deshalb gehalten, wen sie mitten im Winter zum Teil in einem Gebirgsgelände durchgeführt werden mußten, das Höhen von über taufend Meter erreicht.

Am erfolgreichsten waren die nationalen Angt1f,e zunächst in dem Raum südlich von Lerida in Richtung auf die Küste und Tarra­gona. Oestlich von Lerida erwiesen sich die von den Sowjetspaniern auf der Straße Lerida Castuera Barcelona errichteten Sperrstellungen als so stark, daß es zu verlustreich gewesen wäre, sie frontal zu nehmen. Als der Nord- und Sud­flügel der nationalen Offensivarmee sich immer tiefer in katalanisches Gebiet vorarbeiteten, fielen die roten Stellungen vor Lerida, deren Verteidiger abgeschnitten zu werden drohten, beinahe von selbst Das immer weitere Vordringen der Nationalen auf der Straße Mora de EbroReus und auf der Straße LeridaTarragona ließ schließlich nur noch die katalanische Küstenebene zwischen Taragona und Tortosa im roten Besitz.

Zu Beginn der vergangenen Woche sah die rote Heeresleitung, daß ihre in diesem Schlauch stehen­den Truppen abgeschnitten zu werden droh­ten sobald es den von Norden von den Rand- aeb'irqen herabsteigenden nationalen Divisionen ge­länge, diesen bei Tarragona zu schließen. Als die Befehlshaber von Tortosa der Zivllbeoolkerung die­ser Stadt den Befehl erteilte, nach NorDkatalonien abzureisen, erkannte das Stabsquartier Francos die Absicht der Roten, diesen Schlauch in aller Stille au räumen und die eigentliche Verteidigung im Raume Reus Balls Tarragona durchzufuhren. Dazu wollte man den Roten keine Zeit mehr lassen. Und nun folgte von nationaler Seite aus Schlag

nen Erfolg.

Die Sorge des nationalen Hauptquartiers ist gegenwärtig wesentlich die franz ösisch-rot- spanische Grenze. Gelingt es nicht, diese recht­zeitig abzuriegeln, dann befürchtet man den Uebertritt eines großen Teil der rotspanischen Milizen auf französischen Boden, die, wie die frühe­ren Beispiele beweisen, von der französischen Re­gierung nicht interniert, sondern erneut and i e spanische Front geschafft worden sind. Auch bei einem künftigen Massenübertritt rotspani­scher Milizen nach Frankreich befürchtet man, daß sich die Regierung Dalabier der heftigen marxisti­schen Agitation beugen werde, zumal diese mit Dem geschickt benutzten Argument auf den nichtmarxisti­schen Teil der französischen Bevölkerung Eindruck zu machen pflegt, daß sie sagt, Frankreich könne sich bei seiner Schuldenlast nicht den Luxus leisten, noch große Gruppen kostspieliger Gaste auf ferne Kosten zu ernähren. , . ,

Der neue Vorstoß Blums bei Dala-

E. F. Paris, 17. Januar.

Die Kammer hat am Dienstagvormittag die außenpolitische Jnterpellationsaussprache fortgesetzt. Der radikalsozialistische Abgeordnete Ma r g ain e vertrat die Auffassung, es sei die Stunde gekom­men wo Deutschland und Frankreich versuchen müßten, auf Grund der Dezember-Erklärung em wciterqehendes Abkommen zu verwirklichen. Au - merksamkeit fanden die Erklärungen des radikal- sozialisti chen Abgeordneten Deschizeaux. Er forderte die g e i ft i g e Einhe i t F r a n f r e i ) s, um in Verhandlungen mit Deutschland und mit Italien der Erhaltung des Friedens zu öienen. Frankreich müsse den Ausgleich finden zwi sch en Den beiden Richtungen seiner Politik, von der die eine die k o 11 e k t i v e S i ch e r h e r t a uf d e m euro­päischen Kontinent geplant habe wahrend Die andere sich auf das Imperium stutzen wolle Der Abgeordnete polemisierte Dann 9c9en Hvpernationalistischen Theorien des Rechtsab^; -

ncten Keri11is und sand damit auf Der Rechten mehrfach Beifall. Gegen Die Kommunisten geroanDt, führte Deschizeaux aus, die unheilvollen Theorien des sogenanntenS i ch e r h e i t s g u r t e 1 s u Deutschland hätten Hitler und Musso m D moralische Berechtigung für 'hre Polltik ge neben. Deschizeaux befaßte sich weiterhin mit Dem französisch-polnischen und Dem französisch-russisch M unD erklärte, Das Problem Der Erneuerung Dielet Pakte werde sich in einigen Monaten stellen. Frankreich habe keine Ursache, diese Pakte zu Der« Schmähern Die spanische Frage sei gegenwärtig die dringendste. Frankreich sei i m B e g r i ff, 9C9 en über b eiben Parteien tn S p an i e n zu verlieren. Entweder müsse man Die Grenzen öffnen oder einen Geschäftsträger ^chBurchrs entfenben. In der Mittelmeerfrage gebe es m der

Salamanca, 18. Jan. (Europapreß.) Das na­tionale Hauptquartier berichtet am Dienstagabend: In K a t a l o n i e n hat der siegreiche Vormarsch Der nationalen Truppen nach Osten weiter angehalten. Das Dorf Montmaney und Die es beherrschen­den Höhen wurden erobert. Im Süden betrug der Vormarsch durchweg zehn Kilometer. In der Pro- . -.....

oin ,5 Barcelona wurden die Dörfer Agulla, der nationalen Truppen in Cervera ^t. größere Pallarols Pavia, Guardiolada und andere besetzt, bolschewistische Greuettatcn sowie Die völlige 3er« I Weiter im Norden wurde der Feind im Kampf-! störung Der lebenswichtigen Anlagen verhindert..

Nichteinmischungsabkommen kündigen oder aber die Möglichkeit haben, Franco und Die anderen Mächte zur wirklichen Einhaltung Der Nichteinmischungs« Verpflichtungen zu zwingen.

Flandin stellte Dann Die Frage, ob un Marz 1938, als Blum erneut Ministerpräsident war. 50 000 Tonnen Äriegmaterial für Sowjetspanien über Frankreich gegangen seien. Er wolle darauf eine klare Antwort haben, ebenso auf Die Frage, ob Blum damals in Spanien habe intervenieren wollen. Sei dies Der Fall, so könnten Die Spanier sagen: Un­sere BrüDer sind Durch Massen getötet worden, die aus Frankreich gekommen sind. Die Nichteinmischung in Spanien müsse eine unbe« Dingte Nichteinmischung bleiben. Es sei die Pflicht Frankreichs, beide Parteien als krieg- führende Mächte anzuerkennen.

Zum Schluß erklärte Flandin, Deutschland und Frankreich hätten jedes für feinen Teil schon Unendliches zur Entlastung Der Lage bei- getragen. Die beiDen Länder hätten daher auch künftighin Die Pflicht, ihre Meinungsverschieden­heiten auf friedlichem Wege und nicht durch Krieg zu regeln. . m

Die Rechte spendete Flandin lebhaften Beifall, während die Linke erneut ihrem Mißfallen Ausdruck gab. Der allgemeine Eindruck, der sich aus der Aus­sprache in der Kammer ergibt, bestätigt noch einmal die ungewöhnliche Schärfe der Span­nung zwischen der Rechten und der Linken, die in allen auf Spanien und das Nichteinmischungspro­blem bezüglichen Fragen besteht, und die wegen der neuen Erfolge Francos noch zugenommen hat. Die Kommunisten haben durch heftige Zwischenrufe zu erkennen gegeben, daß sie auch jetzt noch nicht an einen Endsieg Francos glauben. In politisch trrter»

Bosheit dem Sommer des vergangenen Jahres so häuf q umkämpfte T ° r t ° , a fiel dem marakka- Nischen Armeekorps des Generals Nague 'M Sturm- zu Van Süden her wurde dann tue sowietfpam che Aont immer schneller durch bas ,m°r°r-°n'sch° ftoros aufgeroUt, während, an Den linken Fluqel

^Marokkaner gelehnt, Das Navarra-Korps Den j : supGfa der Roten befinDlichen Schlauch irn- mer 7g5 zuzog und ihn schließlich am Sonntag- Nachmittag be?Tarrag°na schloß Der non der. roten Nachrichtenagenturen in die We» hmauspchaunte Wille, vor Tarragona bis zum letzten Mann aus zuharren, mag vielleicht kurze 3eit Dorf) toefen sein: bald entschloß man sich jedoch, Den Jtejr der alten Frontdioisianen rechtzeitig aus dem Raum von Tarragona herauszuziehen und he wtn" n<£ Osten zu führen, um auf diese Weise Der oron Abschneidung zu entgehen. Trohdem haben die Ra- varra-Truppen Des Generals Moscardo als nm Sonntaa in Tarragona einmarschierten, noch Tousmd- rotspanifcher Milizen abzuschneiden ver­mut Eine nesige Beute an Kriegsmaterial aller Art^ i-l ihnen in di- Hand, darunter auch Arsenal . di- die Raten bei der Schnelligkeit ihres fluchtartt- g°n Rückzuges nicht mehr zu zerstaren vermacht

Sriff °'"zus°tz-n. Ob s den R %,ic6er zum

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Stehen zu bringen und sie «ß ^[jätten so reichen Sffi 2

Kammer nur eine Front zum Schutze Der ftanzö- sischen Interessen. ,...v ,

Bei Der Rede des früheren Ministerpräsidenten Flandin kam es zu stürmischen Lärmszenen, wie sie selbst in der französischen Kammer bei außen­politischen Aussprachen selten sind. Flandin legte zu­erst Die Gründe Dar, Die zu Dem Abkommen von München und Dem Kurswechsel Der fran­zösischen Außenpolitik geführt haben. DeutschlanD und Italien hätten geltend gemacht, daß sie pon ihren natürlichen Lebensrechten ausgeschlossen seien, an Uebernölferung und Rohstoffmangel litten. Die von De Kerillis und Den Kommunisten Dorgeschla­gene Einkreisungspolitik gegen Deutsch­land müsse zum Krieg führen. Die Kommu­nisten hätten oersucht, Frankreich in einen Krieg zu treiben unD gleichzeitig alles getan, um Die Schlag­kraft Frankreichs Durch ihre reoolutionäre Aktion zu schwächen.

Flandin kam Dann auf Die Nichteinmischungs- politif zu sprechen, rourDe aber oon Den Sozialisten und Kommunisten bauernd unterbrochen. Rufe Franco-Agent, Franco-Agent!" wurden laut, als Flandin auf Die Durchbrechung Der Nicht­ei n m is ch u n g s p o l i t i k Durch Die Volksfront­regierungen an spielte. Für eine Einmischung tn Spanien sei es jetzt aber zu spät. (Nein-Rufe der Kommunisten). Leon Blum habe als Ministerpräsi­dent selbst erklärt, Daß die Nichteinmischungspolitik Die einzige sei, um Den Krieg zu verhindern.

In diesem Augenblick sprang Blum erregt auf und erklärte, man müsse unterscheiden, ob es sich um eine Doktrin ober um eine Frage der Taktik handele (!). Seine Regierung habe Die Nichteinmischungspolitik loyal durchgesührt man könne ihn für Das Fiasko dieser Politik nicht ver- antwortlich machen. Entweder müsse man bas

Kampf um Frankreichs Nichteinmischung.

Heftige Auseinandersetzungen zwischen rechts und links in der französischen Kammer

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