Ausgabe 
17.11.1939
 
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Ich fliege so gerne!

Heimaibn'efe und Frontberichte

gebnis. Geboten wurde so lebhaft, daß die ange= botenen Kunstgegenstände f a ft restlos ver­kauft wurden und die geschätzten Werte u m d a s Doppelte und Dreifache Überboten wurden. Unter den Gemälden erzielte ein Bild von Franz L e n b a ch mit 3000 RM. den höchsten Preis des Tages. Ein Werk von Gustave Cour- b e t brachte 1200 RM., Hermann B a i s ch 520 RM., Wilhelm Schreuer 1320 RM. und ein italienischer Meister 1600 RM. Hohe Gebote erziel­ten auch die F a y e n c e n. So kostete ein Ansbacher Walzenkrug 110 RM., ein Paar Berliner Flöten- Dasen 460 RM., eine Durlacher Terrine 215 RM. Don den Porzellanen brachte eine Höchster Gruppe 690 RM., ein Meißener Speiseftrvice 1120

An der Bahre Michael Schmeidls.

Würdige Trauerfeier für das achte Opfer des ruchlosen Anschlages im Bürgerbräukeller

kn, manchmal sehr anschaulich. Auch die fest« Hal- tung, die aus allen Antworten sprach, war sehr erfreulich. Keiner beschwerte sich, keiner meckerte. Das Gefühl, daß Heimat und Front Zusammen­halten müssen, sprach aus allen Briefen.

... Don Ihrem Schreiben habe ich auch meine Kameraden in Kenntnis gesetzt, und wir sagen alle, daß es Ihnen und diesem Brief wohl gelungen ift, die Brücke von der Heimat zu ihren in der Ferne stehenden Soldaten zu schlagen ..."

Ihr lieben Lang-Gönser! Euren Brief und Die Ansichtskarte habe ich heute erhalten. Es freut mich sehr, daß Ihr an Eure Kameraden denkt, die das Vaterland schützen müssen. Wie Ihr schreibt, geht ja alles seinen Gang in unferm Dorfe weiter, und wir werden das Vaterland verteidigen bis zum Letzten, wir werden den Sieg davontragen, wenn wir es vielleicht auch nicht mehr erleben ..."

... Haben wir Soldaten doch die Gewißheit, daß die Heimat nie kapituliert, daß auch uns die notwendigen Arbeiten in der Heimat erledigt wer­den. Und mögt Ihr zu Hause von uns dasselbe glauben! Was auch dann immer die Zukunft brin­gen mag, man wird uns bereit finden ..."

Das sind nur ganz wenige Proben aus den Frontbriesen. Sie geben uns aber schon ein kleines Bild von der Stimmung und dem Einsatzwillen un­serer Soldaten. Im ganzen werden jedesmal 130 Briefe versandt. Es gingen bis jetzt nahezu 100 Antwortschreiben ein.

Daß daneben auch noch Heimatzeitungen gesammelt und an eine bestimmte Kompanie gesandt werden, das sei hier noch nebenbei erwähnt. Auch die Büchersammlung zeitigte ein sehr gutes Ergebnis.

Promenade gekommen war, die Böschung herunter und stürzte über die hohe Stützmauer auf die Braubacher Straße. Er erlitt schwere Verletzungen, die seinen Tvd zur Folge hatten.

Unter dem Dach einer Moschee begraben.

In Istanbul stürzte aus noch nicht geklärter Ursache das Dach der Moschee Hagi Tahir em. Zahl­reiche Gläubige, die gerade ihre Andacht in der Moschee verrichteten, wurden unter den Trümmern begraben. Bisher wurden drei Tote und zehn Schwerverletzte geborgen.

hohe Preise auf dem Kunstmarkt.

Die zweitägige Kunstauktion bei Hch. Hahn (Frankfurt) hatte ein außerordentlich günstiges Er-

* Lang-Göns (Kreis Gießen), 17.Nov. Auf Anregung der NSDAP, gehen von der hiesigen Ortsgruppe in gewissen Zeitabständen Briefe an alle Soldaten aus Lang-Göns. Im ersten Schreiben hieß es:Wir wissen, daß Ihr gar oft an Euer Heimatdorf zurückdenkt und Euch fraat: Was werden sie dayeim machen? Wie werden sie mit der Arbeit fertig? u. a. m. Wir wollen deshalb von Zeit zu Zeit an alle Lang-Gönser Kameraden einen Brief senden, der die Verbindung mit der Heimat aufn-ehmen soll. Die Heimat denkt an Euch und Ihr an die Heimat! Da sollen nun die Briefe, die wir Euch senden, eine Brücke fein, die Euch und uns verbindet, und sie sollen allen helfen, die ern­sten Zeiten leichter zu tragen

Darauf folgen dann die Nachrichten. Dabei wird versucht, ein Gesamtbild von dem zu geben, was für alle von Bedeutung ist. Darüber hinaus sollen diese Briefe die Verbindung zwischen Heimat und Front immer inniger und fester gestalten.

Schon auf den ersten Brief gingen nun so viele Antworten und freudige Zustimmungsschreiben ein, daß die Ortsgruppe zunächst einen gedruckten Schu­lungsbrief der Partei hinaussandte, dann aber einen zweiten Brief verfaßte und absandte. Diesem zwei­ten Brief wurden Ansichtskarten von unserem Dorf beigelegt, die die Schulkinder gekauft und ge­stiftet hatten. Dafür schrieb jedes Kind einen beson­deren Gruß anseinen" Soldaten. Auch diesmal gingen so viele Dankschreiben ein, daß demnächst ein neuer Brief folgen soll.

Die Briefe von der Front waren keineswegs nur kurze Mitteilungen, sondern es waren sehr lange Schilderungen darunter, die von dem Leben und Treiben der Soldaten draußen an der Front erzähl-

Das Roie Kreuz im Dienst der Erhaltung der Wehrkraft.

Kriege sind heute nicht mehr denkbar ohne die segensreiche Hufstätigkeit des Roten Kreuzes, dem auch jetzt wieder umfassende Aufgaben zugewiesen worden sind. Dabei handelt es sich durchaus nicht nur um die Pflege der Opfer der Waften, sondern auch uni die Verbreitung der Hygiene und um den Schutz unsere rSoldaten vor Seuchen. Der Seuchenschutz ist sogar von ent­scheidender Bedeutung, denn wir wissen von Krie­gen früherer Jahrhunderte, daß sie allein wegen der vielen an Seuchen gestorbenen Soldaten abae- brachen werden mutzten. Die Zahl der Seuchenopfer betrug ein Mehrfaches der Zahl der Waffen- opfer, ein Zustand, der sich erst änderte, als 1870/71 das deutsche Heer erstmalig mit einem eige­nen Sanitätswesen in den Krieg zog. Im­merhin kam auch damals noch auf zwei Gefallene ein an Krankheiten gestorbener Soldat. Im Welt­krieg waren die Fortschritte auf diesem Gebiet schon so groß, daß bei rund zwei Millionen Gefallenen nur noch 200 000 Soldaten, also ein Zehntel, an Krankheiten starben. Die Zahl der täglich an alle Fronten zurückströmenden ausgeheilten Verwunde­ten erreichte die Stärke einer Division.

Nicht zuletzt hat das Rote Kreuz als Hilfs­organisation des Heeres entscheidenden Anteil an diesen Erfolgen gehabt. Rund 110 000 Männer und über 92 000 Frauen waren im Weltkriege in der Kranken- und Verwundetenpflege tätig. Das Rote Kreuz verwaltete in diesen vier Jahren 3 5 5 5 Dereinslazarette und Genesungsheime mit fast 200 000 Betten, ferner 89 Lazarett­züge und 12 Lazarettschiffe. Und die Ge­samtleistung: über 27 Millionen verwundete und er­krankte deutsche Soldaten wurden im Weltkriege behandelt. 98,4 Prozent wurden dem Leben und der Arbeitsleistung, 9 5,8 v. H. dem Wehr­dienst erhalten. In welchem Maße diese Segensarbeit auch Opfer forderte, zeigt die Zahl der Verluste der Rotkreuz-Organisation: 1783 Aerzte, 18183 Sanitätsunteroffiziere und Mann­schaften, 620 Krankenträger und -Pfleger, 243 Schwestern und Hilfsschwestern ließen ihr Leben für die Zukunft der Nation.

Jetzt ist das Deutsche Rote Kreuz wieder zum Dienst für die Nation an getreten, und Hunderttau­fende haben sich wieder in die Front dieses einzig­artigen Hilfs wertes eingereiht. Organisation unb Arbeitsmethoden sind inzwischen weiter verbessert worden. Neben die Tatkraft der kämpfenden Truppe reiht sich würdig das stille Heldentum der Helfer und Helferinnen des Roten Kreuzes, im Dienste nicht nur einer fegnsreichen Hilfstätigkeit, sondern damit auch der Erhaltung und Stärkung der Wehr­kraft.

im See ertrunken.

Schwere Unwetterkatastrophe in der Provinz Buenos Aires.

Infolge anhaltender Regengüsse ist das Gebiet von Rauch in der Provinz Buenos Aires in Argentinien von einer Ueberschwemmung heimgesucht worden, lieber 18 000 Hektar Land stehen unter Wasser. Die Stadt Rauch ist vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. In Tucuman wütete ein heftiges Gewitter. Mehrere Häuser wurden zum V i n st u r z gebracht, und die Saat ist zum großen Teil vernichtet. Es fielen Hagelkörner, die mitunter ein Gewicht bis zu 400 Gramm hatten. Mehrere Verletzte mußten in die Krankenhäuser gebracht «werden.

Englisches Flugzeug in die Seine gestürzt.

Ein englisches Flugzeug ist bei Villeneuf in die Seine gestürzt. Alle drei Insassen sind er- ttrunten. Der Unfall ist auf Geschwindigkeits­verlust zurückzuführen. Die Pariser Feuerwehr will Iben Apparat aus dem Strom holen.

Grohseuer in Marseilles.

In einem der größten Maislager in Marseille brach Feuer aus, das sich mit großer Geschwindig- teit auf den gesamten Gebäudekomplex ausdehnte. -Sämtliche Feuerwehren eilten zur Brandstätte, um gu verhindern, daß sich die Flammen auf die um­liegenden Wohnhäuser ausdehnten. Erst nach stun­denlangen Bemühungen gelang es, dies zu ver­hindern. Der ganze ungeheure Komplex ist jedoch sein Raub der Flammen geworden. Die Ursache des Brandes ist noch unbekannt.

Dor den Zug gelaufen.

Auf der Station Heimbach (Nahe) lief ein verheirateter, in den 20er Jahren stehender Mann mon auswärts über die Eisenbahngleise. Dabei wollte er einem von Nohen kommenden Zug aus- iweichen, achtete nicht auf das Nebengleis und lie (direkt in einen von Hoppstädten kommenden Zug. Der Lokomotivführer versuchte noch zu bremsen, (doch konnte er das Unglück nicht mehr verhüten. Der Mann wurde erfaßt und auf der Stelle tot- gefahren.

Todesstürze in der Dunkelheit.

In Weidenau irrte auf dem Heimweg von seinem Dienstgang in den Abendstunden der 36 Jahre ulte Amtssekretär Stark offenbar infolge der Dun- lecheit vom Wege ab und geriet auf das Gelände (des Reichsbahnhofs, wo man ihn am andern Mor­gen tot auffand. Stark war zu Fall gekommen und so unglücklich aufgeschlagen, daß er infolge eines Schädelbruchs starb. In Bad Ems rutschte unter­halb der Kaiser-Wilhelm-Kirche ein ortskundiger Mann, der in der Dunkelheit von der Hindenburg-

blick auf die deutsche Antwort zum Frie­densschritt zu überprüfen. Es steht zu er­warten, daß etwaige Beschlüsse der Regierung über die Fortsetzung oder Einstellung der Friedens­bemühungen erst nach einer persönlichen Bericht­erstattung durch den holländischen Gesandten in Berlin sowie nach einer Fühlungnahme mit Brüssel gefaßt werden.

Aus aller Welt.

Straßenräuber zum Tode verurteilt.

Das Sondergericht Nürnberg-Fürth verurteilte drei Tage nach Verübung der Tat den am 15.2.1913 zu Kottenheim bei Koblenz gebore­nen ledigen Walter Cornelius Mohr, wohnhaft in Nürnberg, wegen eines Verbrechens des schweren Raubes, begangen unter Ausnutzung der zur Abwehr von Fliegergefahr getroffenen Maß­nahmen, was zugleich einem Verbrechen gegen die Verordnung über Volksschädlinge entspricht, z u m Tode und zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebensdauer. Der Angeklagte, der noch nicht vorbestraft war, befand sich, obwohl er aut verdiente, dauernd in Geldverlegenheit. Diesem Zustand ist es auch zuzuschreiben, daß er auf den «Gedanken kam, sich durch einen Raubüber- (fall Geld zu verschaffen, um seinen Derpflich- Itungen nachkommen zu können. Am vergangenen Sonntag, 12. November, trieb sich Mohr, ohne einen Pfennig Geld zu besitzen, in der Innenstadt herum. «Gegen 2 Uhr morgens gelangte er in die Luitpold- straße, wo aus einem Cafe ein Mädchen heraus- tarn, das dem Angeklagten auch bekannt war. In tbem Glauben, daß das Mädchen viel Geld bei sich habe, folgte er ihm nach und entriß ihm blih- ßchnell die Handtasche. Die lauten Hilfe­rufe der Ueberfattenen riefen eine Polizeistreife herbei, der der Angeklagte direkt in die Hände lief. Entgegen seinen früheren Angaben verlegte sich (der Angeklagte vor Gericht aufs Leugnen. Durch (seine früheren Aussagen und die Beweisaufnahme tonnte der Angeklagte jedoch eindeutig überfiihrt werden. Der Staatsanwalt beantragte, den An­geklagten auf Grund der Verordnung über Volks­schädlinge zum Tode zu verurteilen. Das Son- (dergericht schloß sich dieser Auffassung an. In der Urteilsbegründung wurde darauf hingewresen, daß gerade gegen solche Elemente, die unter Aus­nutzung d e r gegen Fliegergefahr g e ° itroffenen Verdunkelungsmaßnahmen Raubüberfälle auf ihre Mitmenschen unternehmen, unbarmherzig und mit größter Strenge vorgegan- nen werden müsse, um die Sicherheit auf der Straße trotz der Verdunkelung 3u gewährleisten. Obwohl der Angeklagte noch nicht vorbestraft sei, müffe sein Verbrechen doch so schwer beurteilt werden, daß nur die Todesstrafe verhängt werden tonnte.

Weitere Ausdehnung des Petroleumbrandes am Maracaibo-See.

Der Riesenbrand auf der kleinen Insel La Gunil­las in Venezuela hat nun auch auf die Ufer des Maracaibo-Sees übergegriffen. 300 Hütten, die an ben See ufern stehen, wurden von den Flammen er- ffaßt. Ein großer Teil des Arbeiterdorfes Las Gunillas ist bereits völlig niedergebrannt. Auf dem von dem Feuer bisher verschont geblie­benen Teil der Insel haben sich die Ueberlebenden Licht gedrängt versammelt; da nicht genügend Boote auf dem Maracaibo-See vorhanden sind, «vor es noch nicht möglich, ihnen Hilfe zu bringen. Nur 200 Personen konnten von einem Boot gerettet werden, das in eine Bucht einfuhr, bie von dem Brand noch verschont worden ist. Die Jndentifizie- nmg der Leichen bietet große Schwierigkeiten, da bie meisten völlig verkohlt sind. Nach den bis­herigen Feststellungen dürste bei dem Brandunglück fein Ausländer ums Leben gekommen fein. Don den 1200 Häusern von Las Gunillas ist kaum eines unbeschädigt geblieben; über 600 Häuser wur­den völlig eingeafebert. Bei der Feuerbrunft handelt es sich um eine oer schwersten Katastrophen, die Denezuela jemals heimgesucht hat. Die Blätter ver­gleichen das Unglück mit dem Erdbeben von 1929. Mel Arbeiter, die vor den Flammen flüchteten, sind

hinter mir habe, werde ich hohnlachend an derlei lächerlichen Volksbelustigungen Vorbeigehen, die gar nichts weiter bedeuten, als für einen Spatzen das Spazierengehen.Mia wars gnua, für an solchen Schmarren no a Geld auszugeben", so werde ich einmal in echt bayrischem Dialekt meinen Sohn um diese kindlichen Klippen der Sehnsucht herum­zusteuern versuchen und ihm beibringen, daß er warten soll, bis ihm beim Barras die höheren Ge­fühle des Nervenkitzels umsonst geboten werden. Auch ein Grund! Daß so ein Flug von längerer Dauer und in größten Höhen mit Sauerstoff auch seinen Obolus fordern kann, hält mich nicht davon ab, trotzdem so gerne zu fliegen. Richtig durchge­dreht von einem Flug zurückkommen ist so der letzte alley Gründe, die mich immer beim Rollfeld magnetisch zu allen Maschinen hinziehen, die start­fertig gemacht werden. Selbst wenn man nicht all­zu viel von einem solchen Flug mit nach Hause bringt, hat man doch wenigstens den nicht unbe­deutenden Ruhm, von seinen Kameraden komisch betrachtet zu werden, und hinter dem eigenen Rücken wird getuschelt, Auf diese Art kommt man zu einer ungestörten Nachtruhe, denn das Mitleid der eigenen Stuben genossen überträgt sich auf den ganzen Flur. In einer solchen Nacht haben Sol­daten keineGenagelten" art, sondern seidenweiche Filzpantoffel, nach einer herrlich durchschlafenen Nacht wird man sogar noch vom UvD. zärtlich ge­weckt und nach feinem Befinden gefragt. Engel.

sondern es sprach aus ihm der unbändige Einsatzwille eines echten National­sozialisten, der bereit ist, bis zum letzten Atemzug Einsatz zu predigen und Einsatz zu for­dern für die deutsche Nation. Ob wohl England die Stimme dieses durch jein Verbrechen vernich­teten Nationalsozialisten hört? Wir glauben es nicht, denn es hat bis jetzt noch nie jene Stimme der Toten und Gemordeten gehört, die im Lause der Geschichte von ihm vernichtet wurden. Wir Deutschen aber hören die Stimme unseres Michael Schmeidl, und wir werden sie nie vergessen, und mit uns Deutschen wird diese Stimme sicherlich ge­hört bei jenen Völkern dieser Erbe, die genau so wie mir durch England leiden mußten und durch England leiden.

Während die Wetse vom guten Kameraden er­klingt und Ehrensalven krachen, legt der Gauleiter den Kranz des Führers an der Bahre nieder, wid­met dem Toten eine Minute stillen Gedenkens, grüßt ihn dann zum letztenmal und drückt den Hinterbliebenen die Hand. Das Deutschland- und Horst-Wessel-Lied beenden den Trauerakt. Gemes­senen Schrittes bewegt sich der Trauerzug zur Gruft. Unter den Klängen des LiedesHakenkreuz am Stahlhelm" wird der Sarg in die Gruft gesenkt.

Allmähliche Besserung im Befinden der Opfer des Sprengstoffanschlags.

München, 16.Nov. (DNB.) Das DNB. stellt fest, daß die Besserung der Verletzten, allgemein ge­sprochen, fortschreitet. Der leitende Chirurg im Krankenhaus rechts der Isar berichtet, daß das Befinden der dort liegenden Verletzten an sich zu­friedenstellend, und daß bei keinem der Opfer eine Verschlimmerung eingetreten ist. Von allen Seiten erhalten die Verwundeten Briefe und Spenden, vor allem auch von Soldaten an der Front. Aehnliches hört das DNB. aus der Chirurgi­schen Klinik, die noch vier Opfer des Anschlages be­herbergt. Auch bei diesen vier schwerer Verletzten, I zwei Männern und zwei Frauen, bessert sich der

Zustand fortschreitend.

PK. Es ist etwas schwer, einem Laien den Eindruck richtig begreiflich zu machen, den das Fliegen ver­mittelt. Wenn mich jemand fragt, dann erinnere ich mich immer an eine junge, charmante Dame, die ich nach einer Italienreise fragte, wie es denn in Italien gernefen fei?Wie im Kino", kam damals die begeisterte Antwort, die aber bei mir aus ge­wohnter Höflichkeit nur innerlich die ganze Wir­kung erzielte. Heute, wenn ich nun gefragt werde, wie das Fliegen ist, muß ich immer an die junge Dame denken, denn meine Zunge ist nicht fähig das zu schildern, was man bei einem Flug eben alles erlebt. Am liebsten würde ich auchwie im Kino" antworten, denn es war doch jeder schon im Kintopp, wo er eine bildliche Kostprobe des Fliegens in Dutzenden von Wochenschauen bekam. Die Landschaft huscht merklich dahin, die der Film­mann mit seinem Zauberkasten einfing, und der Film gibt das fast naturgetreu wieder. Das wäre also das Fliegen und ein Hauptgrund, warum ich es so liebe. Der zweite Grund ist rein militari« cher Art, und Zivilpersonen, die den Barras nie kennengelernt haben, werden ihn nicht verstehen. Kameraden begreifen dafür um so schneller, wenn ich nur die Andeutung mache, daß durch das Flie­gen selbst ein General zumi"-Dipferl wird, je höher so eine Luftkutsche steigt. Aha! Kapiert! Der dritte Grund ist wieder jedem begreiflich, denn wer ist noch nicht Achterbahn gefahren? Jetzt allerdings, wo ich mit tausendpferdigen Maschinen Sturzflüge

RM. Sehr stark geboten wurden auch alte - b e l und Teppiche, die ebenfalls alle zu guten

(Eine seltsame Ausstellung.

Autogramme, Liebesbriefe, die seltsamsten Zeich­nungen und das alles in Holz bilden eine der eigenartigsten Ausstellungen, die augenblicklich in Basel zu sehen ist. Bei den Ausstellungsgegen­ständen handelt es sich um die alten 11 fd) platten des Universitätsgebäudes. Auf diesen Platten befinden sich die Namenszüge bekannter Kapazitäten und ehemaliger Studenten der Alma mater der alten Rheinstadt. Daß Basel nicht nur eine Dreiländerecke ist, sondern auch Ziel von Studenten aus aller Herren Länder der Welt war und ist, zeigen dieEintragungen" in Spra­chen aller Erdteile. Man beabsichtigt, die Tisch­platten zu verkaufen, aber nicht en gros, sondern en detail, d. h. man will je nach Wunsch der In­teressenten aus den Tischplatten später das her-' aus gen, was dem Käufer gefällt. Neben den Widmungen und den Ergüssen an die Studenten­liebchen finden besonderes Interesse die Schnitz­arbeiten, die von manch langweiliger Vorlesung und auch von scharfen Messern zeugen.

(EineGesellschaft zur Förderung der Meeresforschung in Frankfurt.

Auf Anregung von Oberbürgermeister Staats­rat Dr. Krebs wurde eineGesellschaft zur För­derung der Meeresforschung" gegründet. Die Gesell­schaft, der neben anderen Persönlichkeiten der 51*1- senschast und des öffentlichen Lebens Professor Dr. Richter von der Senckenbergischen Naturforschen­den Gesellschaft, der Ordinarius für Geographie an der Universität Professor Dr. Behrmann und der Kulturdezernent der Stadt Frankfurt ange­hören, bezweckt die Entwickelung und Verwirk­lichung neuer Gedanken und technischer Möglich­keiten auf dem Gebiete der Meeresforschung ein­schließlich der Tiefseeforschung sowie die Veröffent­lichung und Auswertung der Forschungsergebnisse.

vochschulnachrichten.

Der Führer hat den «bisherigen Oberarzt der Psychiatrischen und Nervenklinik an der Philipps- Universität Marburg, Professor Dr. med. Fried­rich Mauz zum außerordentlichen Professor und zum Direktor der Psychiatrischen und Nervenklinik der Universität Königsberg i.Pr. ernannt.

München, 16. November. (DNB.) Mit einer ergreifenden Trauerfeier nahm die in München an­wesende Führerschaft der Partei, nahmen die alten Kämpfer und viele Hunderte von Volksgenossen, Abschied von dem Blutordensträger, Standartenfüh­rer Michael Schmeidl, der als achtes Opfer des 8. November im Nordfriedhof an der Seite seiner bei dem feigen Anschlag im Bürgerbräukeller hin- gemordeten Kameraden feierlich zur letzten Ruhe oeigesetzt wurde. Politische Leiter tragen den Sarg, den das rotjamtene Hakenkreuztuch deckt. Marschie­rer vom 9. November 1923 begleiten ihn aus der Halle und heben ihn auf den Katafalk. Hinter dem Sarg trägt Obersturmbannführer Grimminger die Vlutfahne, dahinter steht die StandarteGerhard Wagner", deren Ehrenführer Michael Schmeidl war. Zu Füßen des Sarges halten zwei alte Kampfge­fährten Adolf Hillers den Kranz des Führers, weiße Chrysanthemen auf grünem Lorbeer.

Gauleiter Adolf Wagner, barhäupttg und im schlichten Braunhemd mit dem Blutorden, spricht die Gedenkworte. Wir tragen, so sagt er, heute un­seren Altparteigenossen Michael Schmeidl zu Grabe. Und im Geiste ist hier bei uns die ganze deutsche Natton. Und im Geiste ist in dieser Stunde hier bei uns der Führer, der mich beauftragt hat, dies zu sagen und Mitzuteilen. Schmeidl hatte kurz vor seinem Tode einen erhabenen Trost, denn b e i ih m war der Führer, und er konnte dem Führer sagen, wie glücklich er fei, daß das Atten­tat den Führer nicht getroffen habe Er sagte ihm, daß sein Leiden und selbst sein Sterben bedeu­tungslos sei, wenn nur der Führer lebe. Er sagte aber in jener Stunde weiter, daß ihn der Wunsch beseele, daß die verbrecherischen Täter gefunden werden und insbesondere, daß ihn nur ein. Wunsch beseele, daß die Anstifter und die Urheber des Verbrechens, daß Eng­land getroffen und bestraft werden möge. Ich stand in dieser Minute neben dem Führer am Bett Des alten Parteigenossen. Es ist erschütternd, was aus ihm sprach, aus feinen Augen, die schon im Sterben waren, glänzte nicht nur die Freude über den Besuch des Führers, sprach nicht nur das Seh­nen und Wünschen für Volk, Führer und Reich,

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

H. TB. in G. Nach bürgerlichem Recht erbt der Ehe­gatte neben den Eltern des verstorbenen Ehegatten die Hälfte des Vermögens des verstorbenen Ehe­gatten. Außerdem erhält der überlebende Ehegatte neben den Eltern des verstorbenen Ehegatten einen sog. Voraus in Gestalt der zum ehelichen Haushalt gehörenden Gegenstände und der Hochzeitsgeschenke. Die erwähnten Rechte des überlebenden »Ehegatten entfallen, wenn der verstorbene Ehegatte zur Zeit seines Todes auf Scheidung wegen Verschuldens des anderen Ehegatten zu klagen berechtigt mar, und die Klage auf Scheidung oder Aufhebung der ehelichen Gemeinschaft erhoben hatte.

Hauptschriflleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Haupffchriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton unb bie Silber: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Pro­vinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport! Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenletter: Han, Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen; Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags