Daß der Radfahrverkehr in ui
daß die Beleuchtung wirklich gutes Sicherheitsschloß sollte
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(Nachdruck verboten.)
17. Fortsetzung.
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Nach Belgrad und Sofia'
Die deutsche Fußballelf kehrt noch nicht heim.
Frankfurt a. M., 17. Oft (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 70® Kälber, 200 Hümmel, 120 Schafe, 1700 Schweine. Ge kosteten: Kälber 30 bis 65 RM., Hümmel 35 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 52 bis 56 RM. — Marktverlauf: Alles zugeteilt.
der rechtschaffen in der Gewalt und nur die Wörter Verlobte und Maria geben jedesmal einen Stich. „Und wie wird das mit dem Betrieb hier?" „Ich habe Ihnen ja schon gesagt, daß ich das Spital verkaufe. Passen Sie aus, wie die angetanzt kommen. In der Stadt sitzen die beschäftigungs-
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vielleicht schickt er mir jemand. Es ist alles ganz einfach."
Dr. Severin, beschwingt von Zuversicht und Alkohol, sieht die Zukunft in rosigem Licht. Don der Stadt erhofft er sich hundert Möglichkeiten. Auch den Kindern, die hier wie die Russen aufwachsen, wird sie zugute kommen.
Nikoline aber möchte am liebsten auf ihr Zimmer schleichen und weinen.
93,25 (93,20).
Im Freiverkehr nannte man Katz & Klumpp mit 91 Geld, Elsäss. Bad. Wolle mit 78 bis 80. Verein. Fränk. Schuh mit 65 und Growag mit 78 bis 80. Tagesgeld unv. 2 v. H.
Sranlfurter Getreidebörse.
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Ein Toter, zwei Schwerverletzte
bel einem Verkehrsunfall.
LPD. Darmstadt, 16. DEL Der Bauunter- nehmer Hermann W e i d g e n aus Frankfurt Höchst verunglückte bei einer Fahrt nach Darmstadt tödlich. Sein Kraftwagen stieß in Darmstadt mit einer Straßenbahn zusammen. Weidgen starb kurz nach dem Unfall an seinen schweren Verletzungen. Der Wagenführer und ein weiterer Insasse, ebenfalls ein Mann aus Höchst, wurden schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert.
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Glückwunsch.
♦♦ 50 Jahre im Dienste einer Firma. Ein seltenes Jubiläum konnte am 15. Oktober bei der Firma W. & G. Schuchard, Gießen, Sel. tersweg 44, begangen werden. Der erste Lagerist der Firma, Reinhold Winter aus Launsbach, .... -- r'r *“**:, <r—röW"' mar an diesem Tage 50 Jahre in dem Betrieb t sondern noch zwei wertere Spiele auf dem Balkan
Oer Radfahrer im Straßenverkehr
Bei der Verdunkelung besonders vorsichtig fahren.
Wirtschaft.
Bhein-Mainische Börse.
Leicht befestigt.
Frankfurt a. M., 16. DEL Zwar kam das Geschäft auch zum Wochenanfang nur zögernd in Gang, da keine größeren Aufträge vorlagen. Am Aktienmarkt war die Haltung aber weiter etwas befestigt und in verschiedenen festverzins« lichen Papieren setzte sich kleine Kund sch aftsnach, frage fort. Beachtung fanden die Ausführungen des Reichswirtschaftsministers in Wien, ebenso Der« schiedene DividendenerklärunHen. Die Entwickluna war noch etwas ungleichmäßig, es ergaben sich aber meist Erhöhungen um Bruchteile eures Pro. zentes. Etwas kräftiger gebessert AG. für Verkehr mit 102,50 (101). Im übrigen setzten u. a. ein: IG.. Farben mit 156,25 (156,13), Mannesmann mit 98,90 (98,50), Gesfürel mit 131,50 (131), Siemens mit 201,25 (200,75), Rheinmetall mit 110,50 (110), Adlerwerke mit 88,50 (88), Westdeutsche Kaufhof mit 76,75 (76,50), anderseits Feldmühle nach Pause 99,65 (100,40), Verein. Stahl 90,40 (90,50), Bude, rus 91 (91,25) und Deutsche Erdöl 128,25 (128,75), Don Renten blieben Pfandbriefe, Reichs«
forderlich ist.
Viele führen jetzt Rad, die früher andere Verkehrsmittel benutzten. Ihnen gelten vor allen Dingen diese Zeilen, die Aufschluß geben über eine betrreb'sichere Ausrüstung des Rades.
tätig. In Würdigung dieses Tages fand ein Be- triebsappell in Anwefenhett eines Vertreters der DAF. statt, in dem der Jubilar durch den Be- triebsführer, den Betriebsobmann und den Vertreter der DAF. geehrt wurde.
Landkreis Gießen
s. L a n g - G ö n s , 17. Dkt. Am heutigen Dienstag, 17. Dktober, kann unser Zweitältester männ- licber Einwohner, Konrad Johannes D e l t e, Ober» gasse, seinen 86. Geburtstag in Doller körperlicher und geistiger Rüstigkeit begehen. Wir wünschen dem alten Herrn noch einen sonnigen Lebens- abend.
______ ... derzeitige Verdunkelung sind noch gewisse Gesichtspunkte zu beachten. Falls man keine Verdunkelungstappe für das Rad besitzt, so kann man sich leicht durch Abdecken des Scheinwerferglases mit Pappe oder Papier helfen. Eine 4 Zentimeter lange und 1 Zentimeter breite Deff- nung an der unteren Hälfte des Fahrrad-Schein- meriers genügt für die Abschirmung des Scheinwerfers. Gerade bei der Verdunkelung achte man darauf, daß der Rückstrahler peinlich sauber ist. Bei der Verdunkelung sollte man, wie es kürzlich in einem Aufruf der Polizei erwähnt wurde, nur fahren, wenn es dringend notwendig ist, und dann lan-gsam und mit größter Vorsicht.
Sehr zweckmäßig ist es, sich bei Vorhandensein einer Dynamo-Fahrradbeleuchtung nach rückwärts durch etn Rücklicht, d. h. also einen Rückstrahler mit elektrischen Lampen zu sichern. Besonders vorsichtig sei man beim Abbiegen, da im Dunkeln das Abwinken der Radfahrer kaum zu erkennen ist. An Kreuzungen fahre man mit Schrittgeschwindigkeit. Es gibt bereits eine ganze Anzahl von brauchbaren Fahrrad-Winkern, die gerade jetzt in der Verdunkelung zur Sicherheit des Radfahrers Leittagen. Die Winker müssen jedoch so beschaffen sein, daß sie sowohl seitwärts als auch von vorn und von hinten gut zu erkennen find. Im Dunkeln fahre man auch keine Lasten, nur wenn es beruflich er»
Schule der artistischen und akrobatischen Kunst bedeuteten die Darbietungen der 6% Lias, die als „Ikarier" eine erstaunliche Geschicklichkeit und Sicherheit bewiesen; die fünften Mitglieder, Knaben von 10 bis 16 Jahren, wurden wie Spielbälle behandelt und fühlten sich dabei sichtlich wohl.
Nach einer Atempause sicherten sich die drei Splendids mit ihrem in phantastischem Tempo vorgetragenen Rollschuhakt die besondere Hochachtung der Zuschauer und anhaltenden ftürmijehen Beifall. Der Zauberer Balton ließ mit seinen Kartenkunststücken feine Zuschauer nicht aus dem Staunen her- auskommen. Den Abschluß des überaus unterhaltsamen Programms bildeten drei Mustkalclowns, die besonders mit ihrem musikalischen Boxkampf, einer originellen Idee, viel Anklang sanden.
Die vielen Besucher des Varietöabends ließen sich von den hochwertigen Darbietungen gern gefangen- nehmen und geizten nicht mit ihrem Beifall. N.
Ueberall freudiger Einsatz der Arbeitsmaiden.
Kurze Sportnotizen.
EuropameisterKreek (Estland) stellte zwei neue Landesrekorde im Kugelstoßen auf. Bestarmig Hechts) stieß er 16,40 m und beidarmig 29,05 m (16,40 und 12,55 m).
WiensEissportler eröffnen am kommenden Donnerstag, 19. Dktober, die Wettkampfzeit mit einer großen Gemeinschaftsveranstaltung auf der Anlage des Wiener Eislaufvereins.
Italienischer Meister im turnerischen Zwölfkampf wurde in Varese wiederum Strome Guglielmetti vor dem zweifachen Dlympiasieger von Los Angeles, Remeo Neri.
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modengeschüft.
„Die weißen Tupfen drin finde ich entzückeiÄ«. Komm, kaufen wir es." Severin ist wahren Kauffieber ergriffen. Das muß noch W und ohne das geht es nicht, heißt es den ganzm Tag. Seine Garderobe weift tatsächlich enorm Lücken auf, und mit den Anzügen des EschelbrunnM Schneiders ist hier kein Staat zu machen.
austragen. Den Jugoslawen hat die deutsche Elf so ausgezeichnet gefallen, daß sie der deutschen Mannschaftsführung sofort eine Einladung zu einem zweiten Spiel unterbreiteten, die auch angenommen wurde. Demnach kommt es am morgigen Mittwochnachmittag in Belgrad zu einer zweiten deutsch-juaosl awischen Begegnung, die allerdings keinen offiziellen Charakter trägt. Die Jugoslawen, die sich in Agram in der Hauptsache auf kroatische Spieler stützten, werden wahrscheinlich diesmal die guten Belgrader, also serbischen, Spieler aufbieten, die die Aufgabe haben, die Niederjage von Agram wieder gutzumachen. Gespiell wird auf der Anlage des Belgrader SK. Die deutsche Elf wird wohl in der gleichen Besetzung wie in Agram spielen, doch ist es möglich, daß diesmal die Ersatzleute Jakob (Regensburg) und Gellesch (Schalke) eingesetzt werden.
Von Belgrad aus fährt die deutsche Mannschaft nach Sofia, wo sie am kommenden Sonntag gegen Bulgarien einen offiziellen Länderkampf austtagen wird. Man darf annehmen,. daß in Sofia die gleiche Mannschaft spielt wie in Agram.
Der Kampf gegen Bulgarien ist ein offizieller Länderkampf und die Erwiderung des bulgarischen Besuches im Jahre 1935. __________________
bet Färbung führen.
Das sind ganz nüchtern die polizeilichen Bestlm- mungen der Straßenverkehrsordnung. Wenn man sich und andere vor Unfällen schützen will, dann soll man überhaupt von Zeit zu Zeit sein Fahrrad auf seine Betriebssicherheit untersuchen. Nicht allein, daß die Bremsen richtig funktionieren, sondern man muß auch einmal nachschauen, ob der Bremsgummi an der Handbremse noch gut und die Kette richtig gespannt ist. Auch richtiges Spuren des Rades gibt dem Fahrer die erforderliche
Nikoline hat ganz deutlich das Gefühl: jetzt steht dein Herz still. Die freundlichen Lampions werfen schwarzes Ächt, sie hat ein Zittern in den Knien und brausende Schläfen. Verlobt hat er sich! Mit der da drüben, der Zurechtgemachten, Dünkelhaften! Ja, so eine verstcht's mit den Männern. Die schmeißt ein bißchen mit den Augen und läßt ihre Beine sehen, und schon sind sie weg. Nikotine streicht mit kalten Fingerspitzen über den Stengel ihres Glases, dann rupft sie ein Blatt ab und zerfasert es. Tapfer fein, Niki, und nichts merken lassen, predigt sie sich. Ihre Zähne wollen Geschichten machen, aber sie hält sie ganz anständig fest. Nun wüßte sie von Drdnungswegen gratulieren. Eher beiß ich mir die Zunge ab, denkt sie.
„Das Krankenhaus werde ich verkaufen", fährt Severin fort, „werde wieder etwas anderes suchen. Das stelle ich mir gar nicht so schwer vor. Meine Verlobte hat einen Haufen Bekannte in der Stadt. Da werde ich mich schon hineinschlängeln. Aber Sie hören mir ja gar nicht zu, Fräulein Ferber?"
„Doch, doch. Ich überlege nur. So unerwartet kommt das", sagte Nikoline leise.
„Die schnellen Entschlüsse sind immer die besten. Da quält man sich ab, jahrelang, rät hin und her, und auf einmal ist die Entscheidung da. Es ist ja nicht bloß wegen Maria, sondern auch wegen der Praxis. Mir hängt das alles zum Hals heraus; zwölf Jahre dieselben Gesichter, derselbe Tratsch, keine Nachtruhe, kein Sonntag, keine Ablenkung. Und das Abgesorge mit den Leuten, die nicht zahlen wollen, die Widerwärtigkeiten mit dem Krankenhaus, mit der Kasse. Eschelbrunn hat mich total aufgearbeitet, ich brauche Luftveränderung, andere Menschen um mich, einen anderen Wirkungskreis. Professor Stöhr findet das auch. Ich habe immer das Gefühl, daß ich hier etwas versäume. Man lebt am richtigen Leben vorbei in so einem Nest, glauben Sie mir, Fräulein Ferber."
Gut, wenn er es so will und so beschlossen hat, ist es zwecklos, ihm mit Einwänden und Widersprüchen zu kommen, obwohl manches gegen seinen Plan zu sagen wäre, denkt Nikoline. In vielem hat er recht. Sie persönlich zieht ja das Landleben vor, aber jeder nach seinem Geschmack. Sie hat sich wie-
„Wo essen wir zu Mittag?" fragt Riele. Scho» wieder ein Problem. Jedes dritte Haus in diesen breiten Straße ist ein Restaurant, und es tut einem die Wahl wehe. Ueberall legen freundliche KsM nerinnen große Speisekarten vor die Gäste.
„Nicht hier, Franz. Gehen wir doch mal in« Preysingpalais", schlägt Riele vor.
Severin hat gegen das Preysingpalais nicht« einzuwenden. Es ist eine herrliche Sache, so au« dem Vollen zu leben. Manchmal nagen Bedenken an ihm, aber dann beschwichtigt er sich: ach was, es ist ja nur zu Anfang und wegen Riele, und em mal darf ich mir nach dieser Einsiedlerzeit au® etwas gönnen. Die fünfzehnhundert Mark von W Bild sind ja gefundenes Geld. Wenn erst da!! Krankenhaus verkauft ist, kommt eine Masse nach Riele ist eine Prachtfrau. Wo sie hinkommt, ’1I! Leben und Tumult und Aufsehen. Kellner springem Verkäufer sind geschmeichelt, und Pagen tanzen am Man hat es schwer neben ihr. Es ist undenkbar neben Riele Eschelbrunner Anzüge zu tragen. Un^ dann wieder jenes andere Riele, das ihn rasch w einen Hausgang zieht, ihn mit Küssen überschweMM und ganz Fratz und kleines Mädel ist, und V® entschuldigt: Nicht böse fein, Franz. Riele ist imM' neu und sprunghaft und unterhaltlich.
Dom Karlstor zum Marienplatz werden sie Dutzendmal gegrüßt. Riele kennt die halbe ötflw und dankt mit einem kameradschaftlichen Nicken b einem höflichen Neigen, je nachdem, wie sie mit Leuten steht. In dieser Dosierung muß sich Seoefi erst zurechtfinden. Vor dem Rathaus stehen Meai schenmauern und sehen sich das Glockenspiel am Hier treffen sie den jungen Lankes, der iyne schmerzhaft die Hand schüttelt.
(Fortsetzung folgt.)
losen Kollegen ja wie die Bücklinge aufeinander. Ihnen, Fräulein Ferber, habe ich einen wichtigen Posten zugedacht. Sie sollen als eine Art Abwick- lungsstelle fungieren, bis alles in Ordnung rft und Sie Nachkommen können. Ich lege Ihnen die Kinder ans Herz. Ein Vertreter muß natürlich auch her. Wir geben eine Annonee in den Fachblättern auf: „Kleines Krankenhaus mit Landpraxis in idyllisch gelegenem Städtchen Frankens umständehalber abzugeben. Größeres Kapital erforderlich." Oder so ähnlich. In drei Wochen ist die Geschichte verkauft. Haare, werde ich allerdings lassen müssen, ich mache mich auf zehntausend Mark gefaßt. Meine vollen Dierzigtausend sehe ich nicht wieder. Aber damit habe ich mich schon ab gefunden. Jedenfalls verbleibt noch ein schöner Brocken in bar, um tn München bequem und großzügig anfangen zu können. Kapiert?"
„Und Friedrich?"
„Rtuß sich noch ein wenig gedulden. Er bekommt dann die beiden Raten auf einmal. Die Hypothek muß selbstverständlich der Käufer mit übernehmen. Diese Last will ich los haben! Uebrigens sind ja auch die monierten Rechnungen noch dabei. Wenn die Patienten in dem Tempo weiter bezahlen, Eönm ten die ersten fünfzehnhundert Mark davon allein beglichen werden." Den Erlös aus dem Del gern älbe verschweigt er. Das ist gefundenes Geld und fein Kapital für die nächsten Wochen in München. Er kann doch nicht mit leerer Brieftasche an Marias Seite in die Stadt fahren. Er hat alles erwogen; Friedrich kann beruhigt fein.
„Und wann werden Sie abreisen?"
„In fünf Tagen. Dann ist auch Fräulein Fabri so weit. Sie sind ein braver Kerl, Fräulein Ferber; ich habe gewußt, daß Sie mich nicht im Stich lasten. Ich bin Ihnen so dankbar."
„Ich werde mein Möglichstes tun", fagt Nikotine knapp. Immer muß sie den Bollandi machen und die andern heimsen den Erfolg ein, es ist ihr Schicksal. Und die Kinder? Wird die da drüben gut sein zu den Kindern?
„Ich lasse Ihnen eine Vollmacht da, dann können Sie alles für mich erledigen. Vor allem die Verhandlungen mit den Käufern, was mir sowieso nicht liegt. Ich habe alles Vertrauen zu Ihnen. , Das Verkaufsangebot setze ich nachher auf. Wegen । des Vertreters werde ich mit Stöhr telephonieren;
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NSG. Wenn man jetzt durch die herbstlichen i Felder wandert, sieht man überall die komblumen- : blauen Kleider und die hellroten Kopftücher un- : ferer Arbeitsmaiden leuchten. Sie sind alle tüchtig beim Kartoffelbuddeln und Rübenausmachen. Ueberall, wo dem Bauer eine Hilfe fehlt, sind die frischen, frohen Mädel bei der Hand. Sie helfen tm Haus und auf dem Feld, sie sind nicht mehr vom Dorf wegzudenken. Fragt man den Bauern oder Siedler, so erzählen sie alle mit der gleichen Freude, daß die Arbeitsmaid mit zu der Familie gehört und unentbehrlich ist.
Im Monat September wurden im Bezirk XI —Hessen — allein 289 033 Stunden in der ländlichen Hilfe gearbeitet. In diesen Stunden wurde den schwerbelasteten Landfrauen und Müttern ein großer Teil ihrer Arbeit und Sorge abgenommen. Doch nicht allein in den Familien sind die Arbeitsmaiden eingesetzt worden, sondern auch in den Kindergärten der NSV. Sie leisteten im Monat September dort 2212 Arbeitsstunden. Auch in der NSV.-Hilfe auf dem Lande haben die Arbeitsmaiden mitgeholfen. Sie sprangen da ein, wo die Mutter erkrankt war oder vertraten Mutterstelle, wo die kinderreiche Frau zur Erholung geschickt wurde. Hier wurden im September 300 Stunden Arbeit getan. Selbst bei der Bekämpfung des Kartoffelkäfers halfen die Maiden mit und stellten sich mit 200 Stunden der Schädlingsbekämpfung zur ^te^r^eitsmaiben sind da-, wo man sie braucht, mit Bereitwilligkeit und Freude. Sie sind ftoh und stolz, daß sie mit beitragen-bürfen, dem Führer in den ernsten Zeiten zu helfen.
©ießenet wochenmorktpreije.
* Gießen, 17. Dkt. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 5 bis 10, deutsche Kühlhauseier, Klasse A 11%, Wirsing, % kg 5 bis 7, Weißkraut 4 bis 5, Rotkraut 6 bis 8, gelbe Rüben 7 bis 8, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 10, Unterkohlrabi 6 bis 8, Rosen- kohl 20 bis 30, Feldsalat, XU 10 bis 12, Tomaten, % kg 10 bis 20, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 35 bis 60, Kürbis 6 bis 8, Kartoffeln, % kg 4 Rpf., 5 kg 40 Rpf., 50 kg 3,25 bis 3,45 RM., Aepfel, % kg 10 bis 25 Rpf., Falläpfel 5 bis 7, Birnen 10 bis 25, Zwetfchen 10 bis 12, Blumenkohl, das Stück 10 bis 60, Salat 5 bis 8, Salatgurken 10 bis 25, Endivien 8 bis 10, Dberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Radieschen, das Bündel 8*bis 10 Rpf.
**GvldeneHochzeit. Am gestrigen Montag, 16. Dktober,, konnten der Jnstitutsgehilfe i.R. Fried- rich Bello ff und Frau Katharina, geb. Seipp,. Steinstraße 27 wohnhaft, in bester Frische das Fest der goldenen Hochzeit begehen. Dem Jubelpaar, langjährigen treuen Beziehern des Gießener Anzeigers, übermitteln wir nachträglich noch unseren herzlichen
Die deutsche Fußball-Nationalelf, die am Sonntag in Agram den zweiten Länderkampf gegen Jugoslawien zu einem überzeugenden 5:1 (l:0)-Sieg gestalten konnte, wird nicht — wie ursprünglich vorgesehen — sofort in die Heimat^ zurückkehren, I sondern noch z ” ~
Schießwettkämpfe für alle Volksgenossen.
Mit neuartigen Fernwettkämpfen wendet sich der Deutsche Schützen-Derband an seine Vereine und die Volksgenossen, um die weiteste Anteilnahme für den Schießsport zu wecken. Je nach der Größe der Ortschaften stellen die Vereine Mannschaften zu 6, 10, 15 und 20 Schützen, die nicht Mitglieder des Verbandes zu fein brauchen. Auch die Reichsjugendfüh- rung unterstützt diese Bestrebungen. Eine Sonderklasse für Jugendschützen, die mit dem KK.-Gewehr schießen, ist vorgesehen. Die Wettbewerbe umfassen Schießen mit dem Kleinkalibergewehr, mit der Scheibenbüchse und mit dem Wehrmanngewehr. Geschossen wird in der Zeit vom 25. Oktober bis 19. November.
haben sie sich in der feinen Brienner Straße Hauser ausgesucht, in denen sie wohnen möchten. Eim bißchen voreilig das ganze, aber sehr angenehm.
„Du mußt auch noch zum Schneider, Franz, vergiß das nicht! Der Sakko darf ruhig etwas läng« sein, man yat das jetzt. Dieses rote Schleifchein würde Übrigens gut au dem Hellgrau passen. Wo!" len wir es nchmen?^ sagt sie vor einem Herren»
schatzanweisungen und Sprogentige Industrie-An« leihen weiter gefragt. Reichsanleihe-Altbesitz stiegen: auf 133,80 (133,50). Reichsbahn-VA. dagegen 0,65
H. schwächer mit 122,90. Liquidationspfandbrief« __icht schwankend. Industrie-Obligationen zogen vor« wiegend 0,25 bis 0,50 v. H. art, 4,50 v. H. Main« Kraft nach Pause jedoch 1 v. H. ermäßigt auf 94. Stadtanleihen teilweise 0,25 bis 0,50 v. H. nach« gebend. Im Freiverkehr Kommunal-Umschuldung
„Guck mal, Mele, ist das nicht aufmerksam? Das haben sie wegen uns gemacht", plaudert Severin und deutet auf ein großes, über den Stachus gespanntes Transparent „Willkommen in München", das die Stadt wegen der Fremden angebracht hat. Schon längst hat er das gemessen klingende „Maria" in „Mariele" und das noch zärtlichere „Riele" umgemofcielL
„Der Franz ist ein Kindskopf", lächelt die Fabri nachsichtig. Sie ist heute besonders pikant, hat ein putziges, schiefes Hütchen auf, und die Vormittagssonne brennt in ihrem überaus hellen Messinghaar. Die Kastanien am Nornenbrunnen strecken Blätter in die Lust, deren Grün noch ganz jung und unverdorben ist. Heerzüge von Fremden pilgern die Kauffinger Straße hinunter, stauen sich vor den Läden und bestaunen die Köstlichkeiten der Großstadt. „Sielrft du, das ist München, Franz! Hatte ich nichr recht, dich von Eschelbrunn wegzulotsen?"
„Du hast immer recht, Riele", erwidert er galant. Sie Überschreiten die Straße, und er hält ihren Ellbogen mit leisem Druck umspannt. Die Fabri mag diesen kleinen, beschützenden Griff und gibt den Druck zurück.
„Es ist wunderbar, hier zu sein und dich zu haben, Riele", sagt er glücklich und verliebt. Sie drängt sich an ihn, und er spürt mit Genuß ihren jungen, biegsamen Körper.
„Oh, sieh mal den Pelz", sagt sie aufgeregt und zieht ihn vor eine Auslage. Severin verspricht ihr, einen solchen später zu kaufen. Später, wenn die Praxis floriert, wenn er Fuß gefaßt hat, wenn alles im Lot ist. Herrlich malt sich die Zukunft in feinem Kopfe. Sie werden dann eine kleine Villa haben in einer Straße mit viel Grün; es kann auch eine Sieben-Zimmer-Wohnung fein in einem vornehmen Mietshause. Unten wird ein Messingschild sein, gutsituierte Patienten werden klingeln, Fräulein Ferber macht die Empfangsdame. Stundenlang kann man in solchen Vorstellungen schwelgen urii) sie beliebig ausschmücken. Riele leistet ihm bei solchen Illusionen willig Gefolgschaft. Sie möbliert in Traumzimmern. Gestern beispielsweise
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Frankfurt a. M., 16. DEL Der Absatz von. Weizen und Roggen hat sich gebessert, da die Mühlen etwas ftärEere Aufnahmeneigung bekunden. In: Braugerste bleibt das Geschäft durch die Ausnahme» bevettschaft der RsG. lebhaft. Industrie- und Fut- teraerste werden gefragt. Die Antieserungen vom Hafer gehen vornehmlich an die Wehrmacht. Das Geschäft am Mehlmarkt ist sowohl in Weizen-, als auch in Roggenmehl stetig. Mühlennachprodukt« & hc können ausreichend geliefert werden. Die erste Zuteilung an ölhaltigen Futtermitteln wird weiterhi« abgewickelt. In Futtergerste steht eine wettere Zuteilung in Verbindung mit Schnitzeln und Kartoffelflocken bevor. Kleeheu wurde etwas besser ange- tiefe rt, während Wiesenheu knapp bleibt. In Stroh sind die Zufuhren reichlich. — Wiesenheu, handelsüblich 5,20 bis 5,40, do. gut, gesund trocken 5,8® bis 6,20; Ackerheu, gut, gesund, trocken 6,20 bie 6,50; Kleeheu, handelsüblich 6,20 bis 6,60, do. gii^ gesund, trocken 6,60 bis 7,00; Luzerneheu, handelsüblich 6,80 bis 7,20, do. gesund, trocken 7,20 bi® 7,70 RM. je 100 Kilo Erzeugerpreis ab Erzeuger-
Daß der Radfahrverkehr in ungeahntem Maße Sicherheit. Don Zeit zu Zett muß man sich auch zuqenommen hat, ist eine Beobachtung, die man davon Überzeugen, daß die Beleuchtung wirktich in nicht nur in Deutschland, sondern auch in den neu- Dränung ist. Em gutes Sichert traten Nachbarländern gemacht hat. Kriegs^eiten jedem Fahrrad anaebracht fein, verlangen eine Rationalisierung der Treibstoffvor- Im Hmbtick auf bte derzeitige röte und bewirken so eine Abwanderung des Fahr- noch gewisse Gesichtspunkte z Verkehrs auf das Fahrrad, das das billigste und — "** " """"
wirtschaftlichste Verkehrsmtttel der Jetztzeit darstellt. Mehr denn je haben wir jedoch die Verpflichtung, durch verkehrssichere Ausrüstung des Rades dafür zu sorgen, daß die Verkehrsunfälle auf ein Mindestmaß gebracht werden.
Nach den Derkehrsvorschriften muß em Rad rote folgt ausgerüstet fein: .
1. Fahrräder müssen zwei von einander unab- hängige Bremsen, z.B. Rücktritt- und Handbremse, haben.
2. Jedes Rad muß eine helltönende Glocke haben.
3. Bei Dunkelheit oder starkem Nebel müssen Fahrräder Lampen mit weißem oder schwach, gelbem Licht führen. Der Lichtkeael muß mindestens so geneigt fein, daß seine Mitte m 5 Meter Entfernung von der Lampe nur halb so hoch liegt wie bei seinem Austtitt aus der Lampe.
4. Neue Fahrräder müssen in Zukunft an beiden Seiten der Tretteile (Pedale) Rückstrahler von geb
Verladestation. Alle übrigen Notierungen unvei- L , ändert. Q
Frankfurter Schlachtviehmarkt. Mm
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