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als Ausdruck niederdeutschen Wesens.

Im Septemberheft der Kunstzeltschrift i*? DAV.D er Bergsteiger" (Verlag Wien VII ffi vlauderten Hen^n Hoek von Zermatt, das noch icbun Bergsteiger in Bann gezogen hat. F. Schmitt richtet über die deutsche Himalaja-Kundfahrt 3inj Tent Peak; die ausgezeichneten Lichtbilder lass-" uns die Schwierigkeit dieses kühnen Unternehmet verstehen. Georg Blab gedenkt des großen Bell? stcigers Georg Winklers.

Das sind neue Tatsachen über den englischen Giftgaskrieg gegen Deutschland in Polen. Dir fragen nun, ob das englische Lügenministerlmv weiterhin glaubt, diese ungeheuerlichen Tatbe­stände durch eine kurze Lüge aus der Dell schaffen zu können. Als man kurz vor Aus-

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bruch des Krieges die Minen und den Gelb- kreuzkampfftoff in mehreren Schiffsladungen von England nach Polen transportierte, Hal man bei den zuständigen englischen Stellen wohl geglaubt, Polen werde sich schon so lange Hal- ten können, bis die verbrecherischen nach (Eng. land weisenden Spuren durch Agenten des Secret Service verwischt worden wären. Diese Hoffnung erwies sich indes als falsch. Durch die unerhörte Schnelligkeit des deutschen Bomar- sches sind wir in den Besitz jener Lager und Unterlagen gelangt, aus denen sich das Ver­brechen Englands einwandfrei ergibt.

An diesen Tatsachen und Beweisen gab es nichy zu rütteln! Daher blieb es auch bei einem lahmy Dementi. Aber niemand in der Welt glaubt de.

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Heimatland/'

Der neue Film im Gloria-PalastHeimat­land" (die Verfilmung der Doftalschen Operette Monika) stellt in betonter Gegensätzlichkeit zwei Welten einander gegenüber: den Schwarzwald mit Bauernhochzeit, Narrentreiben und Winterherrlich- lichkeit und Berlin, den Tattersall und die große Gesellschaft. Im Wechsel zwischen beiden steht Mo­nika, das Mädchen aus dem Schwarzwaldbauern­haus, das sich auf den ersten Blick in den eleganten Reitlehrer verliebt, der bei einem unglücklichen Schisprung über das Dach des tiefoerschneiten Schwarzwaldhauses im Hofe der schönen Monika landete. Fast ist es überflüssig, zu sagen, daß er ihr an Liebe auf den ersten Blick nichts schuldig bleibt! Daß es aber mit dem vorbehaltlosen Glück nicht all­zu rasch geht, muß Günther nach Berlin zurück, gerät wieder in den Strudel des gesellschaftlichen Lebens, schreibt spärlich, bis Monika nach Berlin fährt und sich in Erinnerung bringt. Monika wird auch in dieGesellschaft" eingeführt, kehrt aber rasch und enttäuscht in die Heimat zurück. Und Günther, der sich nun auf angestammtes bäuerliches Blut ent­sinnt, folgt ihr. Nun erst ist das Glück vollkommen. Im Film ist das Thema breit, aber abwechslungs­reich ausgemalt. Brauch und Sitte aus dem Glotter­tal werden vor Augen geführt und dazu das welt- städtische Berlin. Der Wechsel ist reizvoll und da ja im Film nicht unbedingt alles logisch sein muß auch unterhaltsam. Viel Freundlichkeit bringen die ländlichen Singstunden und die immer wieder- kehrende feine MelodieHeimatland, Heimatland" in den Film.

Hansi K n o t e ck leiht der sympathischen Gestalt der Monika eine schöne Innigkeit. Ihr steht der weltmännische und von Frauen umschwärmte Reit­lehrer Günther Wolf Albach-Retty's aeaen- über, der seine Rolle mit einer geraden Ehrlich- lichkeit ausstattet. Als Großmutter im Schwarz­waldhof zeigt sich Iosefine Dora mit derber Le­bensklugheit sehr am Platze. Der Knecht Vinzenz Karl Klüsners geht charaktervoll seine Wege, als er seine Hoffnung auf Monika schwinden sieht. Noch manche gut gezeichnete Figur bringt der Film und hält damit eine beachtliche künstlerische höhe. Regie führt Ernst Martin. Die neue Wochenschau führt noch einmal nach dem östlichen Kriegsschau­platz und läßt insbesondere die Kunst der deutschen Eisenbahnpioniere bewundern.

Heinrich Ludwig Neuner.

Igel sind meine Freunde Von Paul Eipper.

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Als junge Mann lebte ich ein paar Jahre Hannover. Es war keine sehr harmonische Zeit für mich; ich lag im Zwiespalt mit meinem Buch­händlerberuf, wollte Maler werden mit) nach Mün­chen übersiedeln. Was auch zum Schluß geschah.

Fürs erste begnügte ich mich allerdings mit einer Wohnungsveränderung innerhalb der Leinestaüt; ich mietete mir ein Zimmer im Grünen, dicht an der Maschwiese, die heute ein großer See bedeckt. Dort sah ich nun Abend für Abend bis tief in die Nacht, zeichnete Traumlandschaften und Tiere, las schwere Philosophie und hätte beinahe das Gruseln gelernt. Sobald es nämlich still wurde im Haus und auf der nächtlichen Straße, scharrte und kratzte irgendein Spukgeist rings um meine Stube. Schnelle Trippelschritte jagten über den Flur; dumpfes Dröhnen, eine Kugel muß gegen den Schrank geflogen sein. Stille für ein paar Sekun­den; schon rannte die arme Gespensterseele erneut hin und her. Wenn ich die Tür aufriß, hinaus-

Weitere britische Gelbkreuzminen in Polen entdeckt.

71«,« Tatsachen widerleg«» heuchlerisch« Sem-nti« »es hrilischen Lügenministerium«.

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Norbert Jacques:Leidenschaft- Ein Schiller-Roman. Deutscher Verlag, Berlin. Pr*u Ganzleinen 5, RM. (245) Norbert 3acqn!1 erzählt Schillers Jugend. Heber das Biographie hinaus bringt er in das Land der Phantasie Dil­in unmittelbares Erleben wandelt er die Gescheht um ...Leidenschaft" ist das Stichwort für Schills Aufruhr gegen den Zwang der Karlsschule, für W dumpfe Erwachen eines Schöpfertums, für die Lieb« zur Vischerin, zu Laura, eine Liebe der Schwärme^ wie der Sinne, für den Rausch derRäuber", die Verzweiflung des Unterdrückten und seine tung in die Freiheit. Szene reiht sich an Szene 'J , diesem farbigen Bild: die Residenzstadt Stuttgatt die Solitude mit ihren Wäldern, die Straßen tembergs, durch die der Wagen mit Schiller «J* Andreas Streicher, dem Freunde und Fluchtgefa^ ten, bei Nacht der kurpfälzischen Grenze zurollt. U1 wieder bestätigt sich in dieser Darstellung die Gewalt, die vom Wort und Werden des gro^

leuchtete, war nichts Lebendiges zu sehen; so lang auch nur ein Spalt offenblieb, verstummte das Ge­räusch, setzte aber wieder ein, kaum daß ich die Pforte schloß.

Am dritten Abend stellte ich meine Wirtin zur Rede.Sie müssen einen leichten Schlaf haben, wenn Sie der Igel stört. Den halten wir wegen der Mäuse, die jetzt im Herbst von der Masch in die Häuser kom­men. Tagsüber liegt er still in der Küche; während der Nacht geht er auf Jagd. Sie brauchen sich Nicht vor ihm zu fürchten; er tut dem Menschen nichts."

Ich glaube, die hannoverschen Feldmäuse sind mir recht dankbar gewesen; denn seit jenem Abend stellte ich regelmäßig eine Untertasse mit Milch auf meinen Bodenteppich, und wenn in der Wohn­stube der Vermieterin das Licht gelöscht war, lockte ich den Igel in mein Zimmer. Wir sind gute Freunde geworden, er und ich; manchmal war es schwer, ihn gegen Morgen wieder auf den Flur hin­auszuschaffen.

Viele Igel habe ich seitdem beobachtet und man­chen auch beschützt. Im hellabrunner Elchgehege sah ich eines Abends mit gesträubten Stacheln einen großen, dicken Igel sitzen, der ganz verwundert das ElchEakb anftarrte, das neugierig zu ihm herunter- fchnupperte. Ich weiß nicht, welches der beiden

Chamberlain als Lügner und Kriegstreiber bloßgestellt Oie Friedensbemühungen Mussolinis durch England allein torpediert. Oie französische Regierung durch brutalen Druck von London umgestimmt.

Berlin, 16. Oktober. (DNB.) Amtlich wird mitgeteilt: Durch seine letzte Rede vor dem Unter­haus hat der britische Ministerpräsident Cham­berlain endgültig den Beweis dafür erbracht, daß er nicht nur ein gewissenloser Kriegs­hetzer ist, sondern auch nicht davor zurückscheut, sich bei der Verteidigung der schlechten Sache sei­nes Landes glatter Lügen zu bedienen.

Herr Chamberlain steht nicht an zu behaupten, Deutschland sei es gewesen, das die bekannten, von Mussolini in letzter Stunde unternommenen Bemühungen um eine friedliche Regelung des deutsch-polnischen Streitfalles zu Fall ge­bracht habe. Obwohl der WeltösfenMchkeit nach­gerade zur Genüge bekannt ist, daß es die britische Reaierung war, die den letzten Versuch der Friedensrettung vereitelte, erscheint es im Hinblick aus den Chamberlain'schen Fälschungsversuch nütz­lich und erforderlich, sich noch einmal den wah­ren Sachverhalt betreffend die Mufsolini'sche Friedensinitiative ins Gedächtnis zurückzurufen.

Getrieben von höchstem europäischen Verant- wortungsbewußtsein, hatte sich Mussolini an die französische und englische Regierung mit dem Vorschlag gewandt, durch Einberufung einer Konferenz zur abschließenden Revision des Versailler Vertrages den infolge der Zuspiüung des deutsch-polnischen Konfliktes drohenden Aus­bruch eines europäischen Krieges zu verhindern. Die französische Regierung erteilte eine positive Antwo r t. Ihre Haltung wurde der Oeffentlichkeit durch das Havas-Kommuniquö vorn

Lügenministerium mehr, denn: das neue enali|dt Ministerium hat, wie dies ihm im eigenen ßaiü« täglich in der Oeffentlichkeit bestätigt wird, bereis so viel gelogen, daß es schon unwiderlegbares M» terial Vorbringen muß, wenn man ihm seltft im eigenen Lande überhaupt noch etwas ben soll. In der Gelbkreuzsache häufen sitz aber nunmehr Beweise auf J8eroeifJ Auch hier sind die Polen die Verführten, di- Engländer aber die Verführer und dai« über hinaus die Lieferanten und Verdis ner gewesen, denn wie wir feftftellen konnten, hkMde sich Old England dieses Giftgas obendrein feinen Freunden noch gegen gute D e ü i feit- bezahlen lassen. Lügner, Heuchler und Ml®155 i brecher an der Menschheit, das sind sie, die enyP?'5 tischen Kriegsmacher. gT ,

2. September sowie durch Originalmeldungen me)« rerer französischer Blätter am 2. September xik Kenntnis gebracht. Ein Teil dieser Meldung « brachte zum Ausdruck, daß die positive franaöfifafje Einstellung zu der Mussolini-Initiative trotz des ii« zwischen auf Grund der militärischen polnischen . Grenzverletzungen zwischen Deutschland und PMn erfolgten bewaffneten Zusammenstoßes a u f r ech I« erhalten werde. Ein besonders unverdächtig! Zeuge hierfür ist der frühere französische Ministrr. Präsident Leon Blum, der in einem im$op faire" vom 9. September veröffentlichten JntervM erklärte,die französische Regierung sei bis an Sie Grenze des Möglichen, ja sogar darüber himur gegangen, sie habe ihre Verhandlung-« bemüh ungen selbst nach dem deutschen Gii« marsch in Polen sortgesetz t".

Unter dem Eindruck der positiven französischen Haltung übermittelte der italienische Botschafter w Berlin der deutschen Reichsregierung am 2. Se?>

Tiere erstaunter war ob seinem Gegenüber, und ich brauchte einige Zeit, bis ich mit grünen Mat­tern den jungen Elchhirsch vom Igel abgelenkt hatte.

Ein anderes Mal brachte mir ein Kind auf der Kohlenschaufel einen jungen Igel; fünf Buben und Mädel kamen tuschelnd hinterdrein. Wir trugen ge- meimsamdas böse wilde Tier" in den Wald; auf einer Lichtung setzte ich die Kinder im Kreis um mich herum, erzählte ihnen von der Nützlichkeit des Igels, zeigte am lebendigen Beispiel, wie sich die Stachelkugel bildete, wie sie sich entrollte, und als dann der Igel davonttippelte in seine Freiheit, sangen wir ihm schnell ein kleines Abschiedslied.

Das schönste Jgelerlebnis aber hatte ich an einem Sommerabend in der Lüneburger Heide. Ich ging allein über den sandigen Feldweg, horchte auf den Ruf des Ziegenmelkers, der über mir seine Flug- spiele trieb, und wäre ums haar in einen Bach gefallen, so sehr nahm der schwirrende Heidevogel meine Aufmerksamkeit in Anspruch.

Rastend setzte ich mich auf den grünbewachsenen Uferrain; vielleicht kommen jetzt ein paar Rehe zur Abendäsung aus dem Wacholderdickicht ins Freie.

Sie erschienen nicht, dafür kam mein munterer, altvertrauter Stachelfreund, der Igel. Richtiger ge­sagt: es kam die Igelin, und sie war auch nicht allein, sondern hinter ihr bummelten sechs Jgelkinder, winzig und bedeutend Heller gefärbt als die Mutter.

Ich hatte zuerst Angst, daß meine Anwesenheit die Familie vertreiben würde; mißtrauisch hob das Mut­tertier den Kopf, kaum, daß es aus dem Gestrüpp hervortrat, witterte mit der netten, spitzen Rüssel­schnauze nach allen Seiten. Aber der Wind meinte es gut mit mir, und so lange ich mich nicht rührte, konnten die Augen der Igelin meine Menschenge­stalt wohl kaum erkennen. Schlimm war es nur, die blutdürstigen Stechmücken ohne Abwehr zu er­dulden.

Dafür erlebte ich fast eine Viertelstunde lang das Spiel und die Futtersuche der drolligen Gesellschaft; kreuz und quer schnupperten die Tiere über den Rain, fanden hier eine Schnecke, dort einen schlaf- müden Käfer. Dann zog die Mutter längs dem Bach nach der entgegengesetzten Richtung, und hin­ter ihr watschelten in lockerer Kolonne die kleinen Jgelkinder, eines nach dem andern.

Weit kann man sehen über die flache Heide; ich blieb reglos sitzen, bis die sieben grauen Punkte ganz aus meinem Micke verschwunden waren.

gesamten Körper ein. Einige Zeit später wurde im Lazarett Braunfärbung fast der gesamten haut der betreffenden Personen und schwere Ver­brennungserscheinungen feftgestellt. Die nähere Un­tersuchung des Getreides ergab, daß das polnische Militär das Getreide mit Gelbkreuz-Kampf­stoffen verseucht hatte, die zweifellos aus dem großen Lager bei Mlawa stammten.

Bei Aufräumungsarbeiten an einer polnischen Artillerie-Stellung bei Blozna in der Gegend von Jlza wurde eine große Anzahl von Kanistern von etwa 10 bis 15 kg Schwere gefunden, die mit roten Streifen versehen waren. Deutsche Infante­risten, die ihren Inhalt untersuchten, wurden m i t ernften Verbrennungen in ein Feld­lazarett eingeliefert. Die Untersuchungen lieferten den erneuten Beweis, daß es sich hier um Gelbkreuz-Kampfstoff handelte, der genau die gleiche Zusammensetzung hatte wie der Inhalt der bei Oxhöft gefundenen Gelbkeuzminen. In der Nähe gefundene leere Minen zeigten, daß die Kanister zur Füllung dieser Minen be­reit g e st e l l t waren, und daß es nur durch die Schnelligkeit des deutschen Vormarsches nicht mehr zu diesem Verbrechen gekommen ist. Aehnlich haben in einem Walde östlich von Ostrowiez die Kanoniere Seidel, Golup und Kottas s ch w e r st e Gelbkreuzoerletzungen davongettagen, als sie bei Aufräumungsarbeiten mit einem bedeuten­den Lager von Gelbkreuz in Verbindung kamen. Das Lager war zum Teil vergraben. Dabei fiel in deutsche Hände der Laufzettel der polnischen Mili­tärverwaltung, der diese Sendungen von Giftkampf­stoffen begleitete und aus dem sich ergibt, daß das Giftgas aus demselben Lager bei Oxhöft stammte, dessen englische Herkunft bereits am 12. Ok­tober nachgewiesen wurde. Ein weiteres polnisches Giftgaslager englischen Ursprungs wurde in der Nähe von Blonie bei Warschau gefunden. Auch hier sind deutsche Pioniere bei den Aufräu- mungsarbeiten schwer verletzt worden.

FlugzeugträgerArc Royal". Dieser modernste und größte britische Flugzeugträger ward seit­dem nicht mehr gesehen. Am 30. September meldete das Oberkommando der Wehrmacht einen vollständig zusammengebrochenen englischen Flieger­angriff in der Deutschen Bucht, am 25. September die Torpedierung eines britischen Zerstörers, am 27. September erfolgreiche deutsche Luftangriffe ge­gen englische Seestreitkräfte, wobei außer der Zer­störung eines Flugzeugträgers es handelte sich um die oben erwähnteArc Royal" mehrere schwere Treffer auf ein Schlachtschiff erzielt wur­den. Pariser Blätter schrieben darauf, der britische Schlachtkreuzer sei die mächtigeh o o b" gewesen, die nicht weniger als 42 100 Tonnen hat und da­mit das größte Kriegsschiff der Welt war. Am 28. September wurde berichtet, ein schwerer eng­lischer Kreuzer fei durch Flugzeugangriff bei der Jsle of May im Firth of Forth schwer beschädigt worden. Am 9. Oktober erfolgte ein Luftangriff auf englische Seestreitkräfte an der Westküste Nor­wegens, wobei nicht weniger als sechs schwere Treffer auf englische Kreuzer, ebenso vier Trester mittlerer Kaliber erzielt wurden. Norwegische und dänische Beobachter meldeten, daß Explosionen er­folgten und mehrere große britische Kriegsschiffe ins Schlepptau genommen wurden, als sich Alb'vn heimwärts flüchtete. Die Zeit der unbeschränkten britischen Herrschaft in der Nordsee, so stellten wir damals fest, ist ein für allemal vorüber. Zur Be- ftätigung dessen wurde das englische Schlachtschiff Royal O a k" mit seinen 29150 Tonnen ver­senkt, und kaum war diese Hiobspost der englischen Admiralität vom 14. Oktober bekannt geworden, als am 16. Oktober die Meldung kam, daß dasselbe deustche U-Boot, das denRoyal Oak" auf den Meeresgrund schickte, auch den 32 000 Tonnen gro­ßen SchlachtkreuzerRe pulse" torpediert hatte.

Fassen wir zusammen, mos auf der britischen Verlustliste steht: Zwei Flugzeugträger (Coura- aeous",Arc Royal"), drei Schlachtschiffe (Royal Oak",Repulse",hood"), etwa ein halbes Dutzend Kreuzer und Zerstörer. Diese Schiffe, die zusammen eine Wasserverdrängung von annähernd 200 000 Tonnen haben, sind teils versenkt, teils schwer be­schädigt, in jedem Falle aber für den unmittelbaren Einsatz unbrauchbar gemacht worden. Da nun die Home Fleet im allgemeinen nur neun Großkampf- schiffe umfaßt die übrigen elf Großkampstchiste werden im Mittelmeer und in lieberfee gebraucht, hat die englische heimastlotte schon fast sechzig Pro­zent, die englische Gesamtflotte bereits funfund- zwanzig Prozent ihres Bestandes an schweren Ein­heiten eingebüßt. Der Stolz ganz Britanniens ist in wenigen Wochen Seekriegsführung von deutscher Aktivität zerschlagen worden!Es gibt keine Inseln mehr" sagte der Führer in seiner historischen Reichs­tagsrede. Deustche Flugzeuge und Unterseeboote sind dabei, die Wahrheit dieses Wortes zu beweisen, das für England die Katastrophe bedeutet. Die Nordsee, die einst der stärkste Schutz der Brtteninfel war, ist ein deutsches Meer geworden. E. 8.

Warum es Churchill so eilig mit der Wahrheit hatte.

Die Torpedierung derRepulse" sollte verschleiert werden.

Berlin, 16. Oft. (DNB.) Wir haben jetzt nach der Meldung über die Torpedierung derRepulse^ die Erklärung dafür, warum Herr Churchill, der sonst so zurückhaltend mit der Wahrheit ist, plötzlich mit solcher Schnelligkeit am Samstag die Ver­senkung derRoyal Oak" bekanntgab. Churchill wußte bereits am Samstag ge­nau, daß zwei britische Schlachtschiffe von einem deutschen U-Boot torpediert worden waren. Indem er sich aber beeilte, nur d i e Versenkung der Royal Oak" der Welt bekanntzugeben, wollte er der deutschen Meldung über die Torpedie­rung von zwei britischen Schlachtschi f- f e n zuvorkommen und die Welt darüber täuschen. Jetzt, nachdem das deutsche U-Boot einwandfrei die Torpedierung beider Schiffe meldet, ist auch dieser üble Lügentrick des Herrn Churchill ent­larvt. Nicht nur dieRoyal Oak" ist getroffen, sondern auch der SchlachtkreuzerRepulse". Lüge, dein Name ist Churchill! Selbst wenn der ehren­werte Lord der britischen Admiralität ein Stück der Wahrheit bekanntgibt, tut er es nur, um dadurch eine neue Lüge um so glaubhafter zu machen.

tember vormittags den Kvnferenzvvrschlag feinitf Regierungschefs, und zwar mit dem -ausdrücklich in Zusatz:Für den Gedanken, der ursprünglich vm Duce ausgegangen ist, setzt sich heute befanden Frankreich ein." Dem italienischen BostchM wurde sofort erwidert, daß auch die Reichsregierulg der italienischen Anregung bereitwilligst ZL« st i m m e. Unmittelbar darauf gelangte nach Berlin die Nachricht, daß das in Frage kommende hav«-« kommuniquö zurückgezogen worden sei.

Was war inzwischen geschehen? Die englislhi Regierung wollte unter allen Unr«

Berlin, 16. Oft. (DNB.) Amtlich wird ver­lautbart: Am 12. Oktober hat die deustche Presse der Weltöffentlichkeit den schlüssigen Beweis übermit­telt, daß von polnischen Truppen Gift­gas angewandt worden ist und daß dieses Giftgas von England geliefert wurde. Die ersten Fefsttellungen über diesen ungeheuerlichen Tatbestand waren bereits am 17. September 1939 getroffen worden. Internationale ärzt­liche Autoritäten und neutrale 3our« na li ft en wurden hinzugezogen, um eine ein­wandfreie und restlose Klarstellung der verschiede­nen Fälle von Anwendung von Giftgas herbeizu­führen. Erst dann wurden der Weltöffentlichkeit die furchtbaren Einzelheiten dieses Verbrechens an der Menschheit von uns befanntgegeben.

Wie hat nun England auf die eingehenden deutschen Fefsttellungen, auf das Gutachten des Schweizer Professors Rudolf Staechelin (Basel), wie auf die Zeugnisse der Vertreter derChicago Daily News", derAssociated Preß",Basler Natio- nalzeitung" und vonStockholm Tidningen" ge­antwortet? Das britische Lügenministerium hat am 12. Oktober über das Reuterbüro die Behauptung verbreiten lassen,Großbritannien habe niemals Gas in irgenbeiner Form an Polen geliefert". (!) Dies ist alles, was England auf die ins einzelne belegten deutschen und neutralen Feststellungen über Verwendung von Giftgas in Polen und die Lieferung durch England zu sagen hatte.

Es ist einleuchtend, daß ein so schwerwiegender Völkerrechtsbruch wie die Verwenduna und Liefe­rung /von Giftgas von England nicht durch ein Dementi dieser Art aus der Welt geschafft werden kann. Die Verwendung von Giftgas gehört zu den verabscheuungswürdigften Methoden der Kriegsfüh­rung. Sie widerspricht dem internotionalen Abkom­men über Gaskriegsführung vom 17. Juni 1925, und feine Lieferung gerade durch England, dessen maßgebende Politiker dauernd die Humanität der Kriegführung predigen, ist ein erneuter Beweis für die Heuchelei und skrupellosen Methoden der Kriegsführung dieses Landes. Wir haben indes nicht nur die Frage zu stellen, inwiefern England glaubt, sich dieser schwerwiegenden Frage durch eine lakonische Antwort entziehen zu können, sondern wir haben heute erneut gegen England die schwere Anklage der verbrecherischen Gaskriegsführung er­hoben, denn:

inzwischen sind neue Feststellun­gen getroffen worden, wonach Gift­gas nicht nur etwa in dem in der deutschen Veröffentlichung vom 12. Oktober genannten Ort Jaslo verwandt wurde, sondern a u ch a n zahlreichen anderen Stellen in Po­len. In diesen Fällen konnte wiederum nachge­wiesen werden, daß die Giftgasbomben bzw die Giftgasflüssigkeit ebenfalls aus dem Muni­tionslager in der Nähe von Gotenhafen stammt, das nachweislich die durch englische Schiffe nach Golenhafen gebrachten Munitionslieferungen enthielt.

Bei dem Ort Mlawa südlich Ostpreußen ist ein weiteres riesiges Lager mit mehre­ren tausend Gelbkreuzminen gefunden worden, die nachweisbar englischerHerkunft sind und genau den bei Oxhöft gefundenen Gelb­kreuzminen entsprechen. Nach den Feststellungen der pharmakologisch-toxikologischen Abteilung der Militärärztlichen Akademie in Berlin haben sämt­liche Stichproben ergeben, daß es sich um Dichlor­diäthylsulfid derselben Gattung handelt, das in den englischen bereits früher gefundenen Gelbkreuz­minen verwandt wurde. Zu welchen Teufeleien die Polen das ihnen von England gelieferte Gelbkreuz verwandt haben, erweist im übrigen ein Vor­fall in der Ortschaft Kuczbork (20 Kilometer westlich vom Mlawa). Es wurde hier Getreide vorgefunden, dessen Benutzung als Diehfutter der Bürgermeister von Kuczbork verboten hatte. Da dieses Getreidelager verdächtig erschien, wurde es beiseite geschafft und untersucht. Etwa 10 Stunden hiernach stellten sich bei den an den Aufräumungs­arbeiten Beteiligten Blasenbildun gen am

Das Innere Reich." Zeitschrift für Di«' tung, Kunst und deutsches Leben. Verlag 2Hbart : - Langen / Georg Müller, München. Mit einem in tet 35 w Bestimmtheit und Offenheit seiner Haltung unübsi* hörbarenBrief an einen jungen französischen D|:|i* zier" eröffnet Paul Alverdes das Oktoberh^ü Anekdoten von Wilhelm Schäfer, Gedichte von Srit- ting, Rainer Schlößer und Tuml^r und em StA Erzählung.von Paul Alverdes lassen den Geists Zeit und den Grundchavakter des die Zeitfchr'd tragenden Kreises erkennen. Hubert Schrade kündil vom deutschen Weg des Malers Hans Thoma, tei mit der Innigkeit und Schlichtheit feiner Werd! deutsche Art Bild und Gestalt werden ließ, und M ritz Jahn spricht von der niederdeustchen SpralÄ