Roten Kreuzes wurde auf Grund des Gesetzes energisch in eine schlagkräftige und stets einsatzbereite Organisation umgewandelt. Führende Männer und Frauen der Partei wurden an seine Spitze gerufen. Eine soldatisch straffe und organisatorisch zweckmäßige Gliederung machen es zu -einem Instrument, das in Notzeiten rasch und erfolgreich eingesetzt werden kann.
Die Aufgabe des Deutschen Noten Kreuzes muß es sein, das Vertrauen des Führers durch Leistungen zu rechtfertigen. Die äußere Form der Organisation ist geschaffen. Es gilt nunmehr, die Ausbildung zu erweitern und die Bereitschaft zur Mit
arbeit auch in noch fernstehenden Kreisen zu wecken. Die Erfolge der Vergangenheit müssen zu neuer Tat anspornen. Das Ansehen, das das Deutsche Rote Kreuz genießt, kann nur auf einer vorbildlichen Haltung seiner Träger beruhen.
Sur Durchführung seiner verantwortungsvollen Aufgaben braucht es die Mithilfe und Unterstützung der noch abseits stehenden Volksgenossen. Nur in gemeinsamem Bemühen mit allen Kräften der Nation kann das Deutsche Rote Kreuz ein Hilfswerk fein, das überall und zu jeder Zeit der Gesamtheit des deutschen Volkes dienen kann.
SJL-tfport
Weitere Zusagen für die Winterspiele.
Beim Organisations-Komitee der V. Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen sind weitere Zusagen zur Teilnahme eingelaufen. Ihre Meldungen gaben Frankreich, Finnland, Griechenland, Groß-Britannien, Jugoslawien, die Niederlande und die Slowakei ab. Deutschland nicht mit eingerechnet, haben bis jetzt 14 Nationen ihre Teilnahme in Aussicht gestellt. Es sind dies noch Belgien, Bulgarien, Italien, Lettland, Liechtenstein, Norwegen und Ungarn.
1200 ausländische Schiläufer wurden vom Organisations-Komitee zur Teilnahme am „Tag des Schisports" bei den V. Olympischen Winterspielen eingeladen. Die Läufer sind vom Tage der Abreise aus der Hauptstadt ihres Landes an Gäste des Organisations-Komitees.
Dr. Lippert, der Oberbürgermeister und Stadtpräfident Berlins, wird die olympischen Symbole zum Beginn der V. Olympischen Winterspiele 1940 nach Garmisch-Partenkirchen bringen.
Jugend im Meisterschastskampf.
2600 Zungen und Mädel treten in Chemnitz an.
Zum drittenmal ruft in diesem Jahre die Hitler- Jugend ihre Gefolgschaft zu den Deutschen Jugendmeisterschaften auf, die vom 22. bis 27. August in Chemnitz die sportlich tüchtigsten Jungen und Mädel im Leistungskampf zusammenführen. 1937 war schon im Rahmen der NS.-Kampfspiele in Nürnberg der Jugend eine Meisterschaft in einzelnen Disziplinen eingeräumt. Nachdem dann die HI. fast sämtliche Sportarten in den Wettkampfbetrieb ihrer Leistungssportgruppen ausgenommen hatte, konnte bereits den II. Deutschen Jugendmeisterschaften in Frankfurt a. M. eine breite Grundlage gegeben werden. Dieser große Rahmen ist auch für 1939 beibehalten worden.
Jungen und Mädel kämpfen in Chemnitz um die Titel in der Leichtathletik, im Schwimmen, Tennis, Handball und Hockey, die Hitlerjungen bestreiten außerdem ein Fußballturnier und Meifterschaftswett- beroerbe im Kleinkaliberschießen. In allen HI.-Ein- heiten, Jugendabteilungen des NSRL. und den freiwilligen Sportdienstgruppen wurde mit äußerstem Fleiß geübt und trainiert, um in Chemnitz bestehen zu können. 2600 Jungen und Mädel sind auf Grund ihrer Leistungen zugelassen worden, gegen 1938 eine Steigerung um 600 Bewerber. Daß wiederum mit größtem Einsatz und Ehrgeiz unter den Augen der Reichsjugendführung gekämpft wird, versteht sich. Schon im letzten Jahr wurden in Frankfurt beachtliche Leistungen erzielt, und mancher Hitlerjunge und zahlreiche Mädel rückten auf Grund ihrer Ergebnisse in die erste Klasse des deutschen Sports vor.
HZ.-Gebietsmeisterschasten im KK.-Schießen.
Bann 116 vertreten.
NSG. Als Vorentscheid für das KK.-Schießen um die Deutsche Jugendmeisterschaft in Chemnitz wurden die gebietsbesten Schützen ermittelt. Bedingung waren 20 Schuß liegend frei auf die Zwölfer- Ringscheibe. Es wurden nachstehende Ergebnisse erzielt: 1. Hermann Schwalb, Bann 254 (Sch.-G. Büdingen), 218 Ringe; 2. Helmut Leonhardt, Bann 287 (Sch.-G. Sprendlingen), 218 Ringe; 3. Horst Niederberger, Bann 117 (Sch.-G. Mainz), 212 Ringe; 4. Wilhelm Erk, Bann 254 (KKS. Nidda), 212 Ringe; 5. Best, Bann 116 (KKS. Nieder-Wöllstadt); 6. Bossing, Bann 117 (Sch.-G. Mainz); 7. Karl Gertmann, Dann 392 (KKS. Großenhausen); 8. Karl Ochs, Bann 81/186 (KKS. Sossenheim); 9. Reinhardt Schnautz, Bann 303 (KKS. Frohnhausen); 10. Kurt Jungels, Bann 303 (KKSch.-Gilde Herborn).
Leichtachleiik-Länderkamps gegen England.
Die deutschen Leichtathleten, die in diesem Jahre bisher so glänzend abschnitten, deutsche und Weltrekorde aufstellten, gegen Frankreich, Luxemburg, Dänemark, Italien, Jugoslawien und Rumänien mit großartigen Siegen aufwarteten, stehen am kommenden Sonntag vor einer neuen Kraftprobe. Im Kölner Stadion 'geht es zum sechsten Male gegen England. Fast genauf auf den Tag vor zehn Jahren fand in London die erste Begegnung Deutschland — England statt, die damals nur aus Staffeln bestand. Später kamen Einzelwettbewerbe hinzu, immer aber überwogen die Läufe die technischen Hebungen. Nach vier deutschen Ersolgen blieben die Engländer vor zwei Jahren im Londoner White- City-Stadion mit 69:67 Punkten zum erstenmal siegreich. Harbig als Sieger der 800 Meter gewann damals den einzigen Lauf-Wettbewerb. In den technischen Konkurrenzen holten unsere Vertreter bis 66:66 auf, aber die abschließende Olympische Staffel gab den Ausschlag zugunsten Englands.
Wenn wir heute die Lage bettachten, dann kommen wir zu dem Schluß, daß die Ueberlegenheit der Deutschen in den technischen Disziplinen geblieben ist, daß aber unsere Läufer die Enaländer erreicht, teilweise sogar überflügelt haben. Leider müssen unsere Gäste in Köln auf ihren verletzten Weltrekordmann Wooderson verzichten. Da auch der Start der beiden Langstreckler Pell und Emery nicht sicher ist, werden die Engländer um eine hohe Niederlage kaum herumkommen.
»Willkommen in Köln!"
Reichsfachamtsleiter Rr. Ritter von Halt richtet an die englischen Leichtathleten, die zum Länderkampf am kommenden Sonntag nach Köln kommen, folgenden Gruß:
„Mit besonderer Freude heiße ich in diesem Jahre die englische Mannschaft in Köln willkommen. Wir wissen aus der Erfahrung unserer früheren Begegnungen, daß wir in Euch auf einen ritterlichen und hartnäckigen Gegner unserer Mannschaft treffen. Euere Läufer verstehen es ganz besonders zu kämpfen und in Form zu sein, wenn es gilt, für das Ansehen und die Geltung des britischen Sports einzutreten. In einer spannungsvollen Zeit, in der viele Verbindungen zwischen den Völkern unterbrochen sind und 'manche Brücke gesperrt ist, bedeutet ein Kampf unter Sportlern eine Gelegenheit zur Fühlungnahme. Diese Fühlungnahme ist möglich und wertvoll, weil sie auf dem absoluten Gefühl der gegenseitigen Achtung und der Anerkennung der Leistungen beruht. In unserem Stadion erkennen wir neidlos die bessere Leistung an. Beide Mannschaften wissen zu kämpfen, zu siegen und mit Anstand zu verlieren. Aus dieser Begegnung und aus diesem Erlebnis gewinnen beide ein Bild voneinander, das zu gerechten Urteilen führt und dem Gemeinsamen beider Völker dient. Wir freüen uns herzlich und aufrichtig, unsere englischen Kameraden t3u begrüßen und gegen sie zu kämpfen."
Mens SA.-Mnner bei denAS.-ftampsspielen.
GA.-Standarte 116 mit zwei Fechtern vertreten.
NSG. Nach den Reichswettkämpfen der SA. in Berlin, die die Besten der SA. ermittelt haben, rüstet sich- nun die SA. zum schwersten Kampf, für die NS.-Kampfspiele in Nürnberg, um hier gegen Kameraden der anderen Gliederungen sowie gegen Wehrmacht, Arbeitsdienst und Polizei bestehen zu können. So wie jede andere SA.-Gruppe des Reiches stellt auch Hessen in diesem Jahre wieder eine erlesene Schar von Kämpfern.
Als Reichssieger im Handgranatenweitwurf Kl. B. stellt die SA.-Gruppe Hessen in Nürnberg selbstverständlich die Mannschaft für diese Konkurrenz. Das gleiche trifft für den Reichssieger SA.-Mann Minnich, Standarte 81, zu, der sich durch feinen Sieg im 200-m-Bru st schwimme n die Anwartschaft für Nürnberg wohl verdient hat. Minnich startet dann auch noch in der Lagenstaffel und in der 4 X 100-m-Bruftftaffel der
Bei dem Führerkampf Klasse A stellt die SA.- Gruppe Hessen Obersturmführer Mann, Brigade 48, und in der Klasse B Sturmführer Geier, I 33. Beim modernen Fünfkampf, der bei den NS.-Kampfspielen nur in der Klasse B durchgeführt wird, also statt Geländeritt eine Geländefahrt mit dem Motorrad vorsieht, sind von der SA.- Gruppe Hessen vertreten Obertruppführer Lenz, Standarte 63 und Rottenführer Wölfelschneider, Gruppenftab.
Zum 400-m-Lauf stellt die Gruppe drei starke Männer nämlich SA.-Mann Seibert, Standarte 87, Truppführer Hohlbein, Standarte 63, und SA.-Mann Helmle, Standarte 63. Letzterer konnte wegen einer Verletzung bei den Reichswettkämpfen in Berlin nicht stark in Erscheinung treten. Seibert und Hohlbein starten dann noch beim 400-m-Hür° denlauf und mit Helmle zusammen auch m der 4 X 400-m-Staffel.
Für den Diskuswurf meldet die Gruppe Scharführer Simon, Standarte 81, und dann kommen die Schwerathleten, die zahlreich vertreten sind. Bei dem Gewichtheben sehen wir den bekannten Sturmmann Mühlberger wieder, der voraus-
sichtlich im Federgewicht startet und beim Boxen und im Bantamgewicht Sturmmann Stasch, Standarte 83.
Da bei den NS.-Kampfspielen nur Mannschaftskämpfe im Säbelfechten ausgetragen werden, wird die Vertretung der SA. hier wiederum vollkommen von der SA.-Gruppe Hessen gestellt. Die SA. meldet zum Säbelfechten zwei Mannschaften mit folgender Aufstellung:
1. Mannschaft: Obergruppenführer Beckerle, Obersturmführer Jakob, Oberscharführer Schöndube, Rottenführer Löffler, Rottenführer Dienstbach und Sturmmann F. Martin.
2. Mannschaft: Oberscharführer L. Gerhard, Scharführer W. Gerhard, (beide SA.- Standarte 116 (Gießen), Rottenführer Welker, Rottenführer Klaus, Sturmmann H. Martin und Sturmmann Rotfuß.
BfB.-ReichSbahn-Leichtathletik.
In unserer Dienstag-Ausgabe berichteten wir bereits über das erfolgreiche Abschneiden der Leichtathleten vom DfB.-R bei den Nationalen Oranien- kampfspielen in Diez. Außer den Sportlern Gern- mer und Schmuck konnten sich auch die Frauen ausgezeichnet schlagen. Die Frauenstaffel konnte in der Besetzung Weber, Ludwig, Repp und Diehl einen sehr ehrenvollen dritten Platz hinter den Mannschaften BFV. Bonn und der Eintracht Frankfurt a. M belegen. Die erzielte Zeit war 55,2 Sek. Frl. Diehl konnte im Weitsprung ihren Erfolg im Vorjahr (1. im Weitsprung mit 5,22 Meter) nicht wiederholen. Sie wurde diesmal mit der ansprechenden Leistung von 4,95 Meter Dritte hinter Frl. Burgunder, BFV. Bonn mit 5,05 Meter und Frl. Kück vorn BFV. Bonn, das 5,15 Meter erzielte. Den Hochsprung der Frauen gewann die hessische Gaumeisterin Frl. Staudt, Limburg, mit 1,55 Meter. Frl. Diehl belegte auch in dieser Konkurrenz den dritten Platz mit 1,30 Meter. Dr. Jakob beteiligte sich erstmalig wieder im Speerwerfen der Klaffe I. Mit einem Wurf von 45,80 Meter wurde er Dritter.
Sonderwecheichen für den Reichsparieitag.
i
*
Die Reichspost gibt zum „Reichsparteitag des Friedens 1939" eine Sondermarke mit dem Bildnis des Führers (rechts) heraus. Unser Bild links zeigt den F r e i g a b ejt e m p el für eine Festpostkarte. Der Entwurf stammt von dem Maler urtd Graphiker Bernd Schachert aus Hamburg-Großflottbek. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Rundfunkprogramm.
Freitag, 18. August.
5 Uhr: Frühmusik. Musikkorps der Fliegerhorst- Kommandantur Kassel. 5.50: Bauer, merk auf! 6: Morgenlied, Morgenspruch, Nachrichten, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. Musikkorps des 1. Flak- Regts. 11. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Mutter turnt und spielt mit dem Kind: „Spann die Rößlein vor den Wagen". 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Es spielt das Hermann-Hagestedt-Or- chester. 10: Schulfunk. Der Ueberseehafen. Eine Hörfolge. 10.30: Schulfunk. Wal! Wal! Schiffsjungen berichten von ihrer Fahrt in die Arktis. 11.40: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. Das kleine Orchester des Neichsfenders Saarbrücken. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Stimmen, die uns begeistern. Margarethe Teschemacher und Franz Völker. 16:Aus dem Palmengarten Frankfurt a. M.: Nachmittagskonzert. Das Palmengarten-Orchester. 17 bis 17.10: Ein Traum erfüllt sich auf der Adria. Plauderei voy einer KdF.-Hoch- fee-Segelfahrt. 18: Dor den Toren der Nibelungenstadt. 18.15: Sport der Woche und für Sonntag. 18.30: Das soll von Wilhelm Busch sein? Eine Hörfolge. 19.15: Tagesspiegel. 19.30. Hau — Ruck, der Westwall steht! Zeitfunk für die Männer am Westwall. 20: Nachrichten. Anschließend: Hier spricht die Reichsgartenschau. 20.15: Im Marschtritt der SA. 21: Ser en ad en ab end im Hof der Residenz in Salzburg. Werke von Mozart. Das Mozarteum- Orchester Salzburg. 22: Nachrichten. 22.15: Sport in Kürze. 22.20: Wissen und Fortschritt. Konsul
E. E. Timm: Der weltwirtschaftliche Monatsbericht für Juli, 22.35: Volks- und Unterhaltungsmusik aus dem Bäderdreieck Karlsbad — Marienbad — Franzensbad.
Samstag, 19. August.
5 Uhr: Frühmusik. Das Rundfunkorchester. 5.50: Bauer, merk auf! 6: Morgenspruch, Nachrichten. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Deutschland — Kinderland. „Mutter, laß mich auf die Gasse zu den anderen." 8.40: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Gaunachrichten. 10: Schulfunk. Schwert im Osten. Hörszenen aus der Geschichte des deutschen Ordens in Livland. 11.40: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert I. Die Wiener Symphoniker. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten (auch aus den, Sendebezirk). 14.10: Liebeslust und -leid. (Jndustrie- Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Stimmen aus dem Alltag. 15.30: Die Erde verpflichtet. Eine Hörfolge aus dem Landjahr. 16: In bunter Folge. Ein musikalisches Perpetuum mobile. 18: Und abends, wenn kein Dienst mehr drückt. Die Wehrmacht spielt. Musikkorps der Fliegerhorst-Kommandantur Wiesbaden-Erbenheim. Als Einlage: Mit Kurzwellensender und Mikrophoi, über den Wolken. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Bühns und Film im Rundfunk. 20: Nachrichten. 20.15: Abendkonzert. 22: Nachrichten. 22.15: Sport im Kürze. 22.20 bis 24: „Frohes Wochenende auf beim Bodensee" in Verbindung mit der NS.-Gemeinschafä „Kraft durch Freude" vorn Dampfer „Allgäu".
Wirtschaft.
Mein-Mainische Börse.
ZUiftagsbörfe: kleine Veränderungen.
Frankfurt a. M., 16. August. Angesichts der weiterhin nur mäßigen Aufträge der Kundschaft blieb das Geschäft an der Börse im bisherigen ruhigen Rahmen, zumal besondere Anregungen weiterhin fehlten. An den Aktienmärkten entwickelten sich die Kurse infolge der zufälligen Auftragserteilung nach wie vor uneinheitlich, im allgemeinen ergaben sich aber nach beiden Richtungen nur kleine Veränderungen. Eine Sonderbewegung lag bei Conti Gummi vor, die um 2,75 v. H. anstiegen auf 219. Etwas regeres Geschäft hatten Elektro- und Versorgungswerte. Während AEG. mit 111,25 und Schlickert mit 170 unverändert ankamen, zogen Lähmeyer auf 108,75 (108) und Betula auf 162 (161,50) an, hingegen bröckelten Gesfürel auf 125,75 (126), Siemens nach Pause auf 187,50 (188) und Lechwerke ebenfalls nach Paus.' 1 v. H. ab auf 95. Maschinenaktien und Chemie-verte blieben gut behauptet, Rheinmetall 1 v. H. gebessert auf 116, IG. Farben gewannen 0,25 v. H. auf 148. Montanpapiere konnten sich vorwiegend nur knapp behaupten, Verein. Stahl 97 (97,13), Mannesmann 102,50 (103), Hoesch 105,65 (105.90), Rheinstahl ca. 121 (122), aber Buderus 94,50 (94).
Der Rentenmarkt war weiterhin ohne Anregung und still. Reichsaltbesitz leicht nachgebend auf 132,13 (132,20), ebenso Dekosama I auf 136,75 (136,90). Andererseits Reichsbahn-VA. 0,13 v. H. erhöht auf 123. Von Industrie-Obligationen schwächten sich 6 v. H. IG. Farben auf 119,50 (120), 5 v. H. Eisenbahn-Rentenbank Frankfurt auf 96 (96,50) ab, dagegen 4,50 v. H. Mainkraft 93,25 (93). Am Pfandbriefmarkt ermäßigten sich Kasseler Lan- deskredit Komm.-Obl. auf 98,50 (99), im übrigen blieben die Kurse unv., auch Liquidationswerte. Staats- und Stadtanleihen lagen ruhig. Im Freiverkehr gingen Kommunal-Umschuldung mit 92,8272 (92,75) um, Steuergutscheine I weiter gefragt und 5 Pfg. höher mit 98,15.
Im Verlaufe herrschte ausgesprochene Lustlosigkeit und Geschäftsstille, weitere Abschlüsse blieben aus. Von den später notierten Papieren, die im allgemeinen ebenfalls nur kleine Veränderungen aufwiesen, sind Rheinstahl mit 121 (122), Klöckner mit 114 (115.50), andererseits Demag mit 140 (138,75) und Berger Tiefbau mit 146 (144,75) zu erwähnen.
Der Freiverkehr war geschäftslos. Tagesgeld uno. 2,50 v. H.
Abendbörse freundlich.
Obwohl mangels Kundschaftsbeteilgung fast völlige Geschäftsstille herrschte, übertrug sich die freundliche Grundhaltung des Mittagsverkehrs auch auf die Abendbörse. Am Aktienmarkt hatten IG. Farben zu 148,40 (148,13) vergleichsweise lebhaften Umsatz, im übrigen erfolgten die wenigen Notierungen fast ausschließlich nominell. Etwas erhöht waren u. a. AEG. auf 111,75 (111,25), MAN. auf 142,50 (142), Gesfürel auf 126,50 (125,75) und Mannesmann auf 102,90 (102,50). Andererseits bröckelten Buderus auf 94 (94,50), Deutsche Erdöl auf 117,50 (118), Hoesch auf 105,50 (105,65) und
Reichsbank auf 179,50 (179,65) ab Stahlvereim mit 97, Rheinstahl mit 121, BMW. mit 132, Adler: mit 96,50, Scheideanstalt mit 205, Holzmann mit 152, Metallgesellschaft mit 110,25, Daimler mit 11$ und VDM. mit 170 lagen u. a. unverändert. Dom Renten wurden 6 v. H. IG. Farben zu um 119,50 gefragt. Steuergutscheine I nannte man im Telefonverkehr mit 98,15—98,20 per Januar-März;.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 16. Aug. Es notierten (Getreide je Tonne,, alles übrige je 100 Kilogramm) im RM.: Weizen W9 195, WH 197, W 12 198, W 13 199, W 16 202, W18 204, W 19 206, W 20 208 , Roggen R11 181, R12 182, R 14 184, R15 185-, R16 187, R17 188, R18 189, R19 191 Groß» Handelspreise der Mühlen der genannten Preis« gebiete. Futtergerste —, Futterbafer —. WeizenmM Type 812 W 13 bis W 20 einschl. Kreis Alzey 30,05-, W 20 Kreis Worms 30,40, do. Type 630 W 13 bis W 20 einschl. Kreis Alzey 31,20, W 20 Kreis Worms 31,55, do. Type 1600 W 13 bis W 20 einschl. Kreis Alzey 23,05, W 20 Kreis Worms 23,55, Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R18 23,30, R 19 23,50 alles zuzüglich 50 Rpf. Frachi- ausgleich. Weizenfuttermehl W 19 13,60, Weizenvollkleie W 19 11,60. Weizenkleie W 13 10,75, W16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlen - feftpreis ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R18 12,90, Roggenvollkleie R 18 10,£K). Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R16 10,25, R18 10,40, R1S 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Treber — Wiesenheu, handelsüblich 5,00 bis 5,20, do. gut, gc> sund, trocken 5,60 bis 6,00; Ackerheu, gut, gesund', trocken 6,00 bis 6,30; Kleeheu, handelsüblich 6,00 bis 6,40, do. gut, gesund, trocken 6,40 bis 6,80; Lu" zerneheu, handelsüblich 6,60 bis 7,00, do. gut, gesund, trocken 7,00 bis 7,50; Weizenstroh, bindfaden- gepreßt ober gebündelt (alte Ernte) 2,50, Roggen" stroh, do. 2,70, Hafer- und Gerstestroh, do. 2,30 bi> 2,40 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation. Tem denz: ruhig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 17. Aug. (Vorbericht.) Uim 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb 706 Rinder (79 Ochsen, 145 Bullen, 329 Kühe, 153 Färsen), zirka 500 Kälber, 40 Hämmel, 20 Schafe: 691 Schweine. Es kosteten: Ochsen 37,50 bis 46,50 Reichsmark, Bullen 40,50 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, -Färsen 36,50 bis 45,50, Kälber 35 bis 65, Hämmel 40 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 53 bis 62 RM. — Marktverkauf: Großvieh, Kälber unB Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe flott.
Schweinemarkt in Hamberg.
—.— Homberg, 16. Aug. Der Austrieb zm* heutigen Schweinemarkt betrug nur IW Ferkel. Sechs bis acht Wochen alte Ferkel wurden mit 15 bis 20 RM., acht bis zehn Wochen alH mit 18 bis 25 RM. und zehn bis zwölf Wacher alte Ferkel mit 20 bis 35 RM. bezahlt. Markü- verlauf ruhig, es verblieb etwas Ueberstand.
Sprechstunden ver:-reoattlon
11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Scunstagnachk mittag geschloffen.


