erlag sie ihren Verletzungen, ohne das Bewußt, fein wiedererlangt zu hohen.
Landkreis Gießen.
Oie Entwicklung der Leibesübungen
in Grünberg.
freunde und
chichtlichen Ueb erb tick
:or=
in das Beamten-
Förster er-
8. Fortsetzung.
(Nachdruck verboten!)
Wunderdini
man
besübung treibenden Vereine, sowie F'
Anhänaer der Leibesübungen nach G ührt, so ist <
umher. Herr des Himmels! Hatte man sich nicht w" verdinge von den Papieren versprochen? Hätte nicht bei den Kupferpreisen am Weltmarkt ein
Wenn in einigen Tagen das Bundesfest des Kreises 8 Gießen im NSRL. die Lei-
„Zum Teufel, ja!" fährt ihn der an. „Sie find »in Sicherheitskommissar... und ängstliche Leute »vie Sie riskieren nichts."
„Verlieren aber auch nicht ein Vermögen, weil irgendwo in Südamerika ein paar schlechtgebaute Wruben versaufen. Fünf Minuten vor Börsenschluß Tarn das Kabel. Morgens ftand's in der Zeitung. Kleingedruckt, denn wen interessiert das sonst? Aber »le haben ein Vermögen drangesetzt."
Holgerson läuft mit großen Schritten im Raum
Helft dem Roten Kreuz!
Auf alle kommt es an!
Der Täter mitten unter uns
Roman von Kurt Riemann
Copyright by Verlag Oskar Meister, Weröau t Sa.
führungen nur in kleiner Zahl zuließ. So entschloß man sich zu einem Um- bzw. Erweiterungsbau. Auf einen Aufruf an die Bürgerschaft Grünbergs und an auswärtige Gründerger wurden etwa 11000 Mark als Darlehen dem Verein zur Ver- üguna gestellt. Der Umbau brachte eine Verlängerung der Halle um 16 Meter, eine Bühne von 8X10 Meter, Anbauten für Geräte und Abortanlage, Einrichtung einer Wohnung für den Hauswärter, Zentralheizung u. a. und erforderte 39 000 Mark' Baukosten, was die Aufnahme von 19 000 Mark Hypotheken nötig machte. Die Einweihung, verbunden mit der Feier des 50jährigen Bestehens, erfolgte am 10. Dezember 1933. Das Jahr 1938 brachte nochmals bauliche Aenderungen: Einbau einer Kinoanlage und die Einrichtung einer Mietwohnung. Für das hierzu aufgenommene Kapital von 4000 RM. leisteten die Mitglieder des 23r~
und Fabriken, bei Feuersbrünsten, Katastrophen und durch feine sanitären Maßnahmen bei den großen Feiern und Veranstaltungen der Partei, der Wehrmacht und des Staates.
Heute steht das Deutsche Rote Kreuz wieder als Hilfsorganisation der Wehrmacht und als Trager des sanitären Rettungs- und Hilfsdienstes seiner Ur. sprungsausgabe gemäß an vorderster Front. Die Bedeutung, die dem Deutschen Roten Kreuz im nationalsozialistischen Staat zukommt, wurde durch das Reichsgesetz vom 9. 12. 1937 eindeutig klargelegt. Das Gesetz dient, wie es in seiner Einführung heißt, dazu, die Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes zur Erfüllung seiner Aufgaben durch eine straffe Zusammenfassung seiner Kräfte zu erhöhen.
Der Führer ist der Schirmherr des Deutschen Roten Kreuzes. Er hat durch die Uebernahme dieser Schirmherrschaft zum Ausdruck gebracht, daß er es als eine nationalsozialistische Organisation anerkennt, und daß die Männer und Frauen, die unter diesem Zeichen arbeiten, im höchsten Sinne die Pflicht nationaler Volksverbundenheit zu erfüllen haben. , „ AA_
Das früher in Deutschland aus nahezu 9 000 Vereinen und Verbänden bestehende Hilfswerk des
Millionenvermögen damit machen können? ... Ein Millionenvermögen, das es gestattet hätte, sich von nen Fesseln einer Ehe zu befreien, die... oh, und bann platzt da irgendeine unterirdische Wasserader inö ersäuft alle Zukunststräume!
Hatte er nicht alle Hoffnungen darauf gesetzt, '«eine Schulden, feine entsetzlichen Schulden ins Reine zu bringen? Und nun steht er da... ärmer iils je. Herrgott, es Hilst nichts... er ist ein ruinierter Mann! Ein Vermögen ist zum Teufel, ein vermögen, das er gar nicht besitzt, das ihm nur ;«orgestreckt ist... für das er sein Haus hat verpfänden müssen, fein Auto und seine Gagen für die nächsten drei Jahre!
Eine widerliche Situation!...
Der Tod des alten Perkins kam wirklich wie gerufen. Ja, es aing gar nicht anders, das mußte kommen. Na, und nun war es ja Gott sei Dank ® weit — Perkins ist tot! G
„Tja, und was soll werden, Blumberg?"
Der große stattliche Mann sieht achselzuckend zu !"em schmächtigen schmalen Unglücksboten hin.
„Dieses Akttengefchäst war meine letzte Hoffnung.
Landes Bürgschaft.
Die Turnhalle in ihrer heutigen Gestalt erfüllt vor allem die von turnerischer Seite an sie geteilten Anforderungen, sie ist aber auch für das öffentliche und kulturelle Leben der Stadt Grünberg unbedingt nötig, da man bei allen größeren Veranstaltungen auf sie angewiesen ist. Aus dieser Erkenntnis haben Partei und Stadt ihre Veran- taltungen (Kundgebungen, nationale Feiertage, Gedenkfeiern u. a.) vertraglich in der Halle festgelegt. Auch das Turnen der Grünberger Schulen erfolgt seit dem Jahre 1901 in der Halle. Erwähnt ■ ei ferner, daß im Kriege die Halle als Lazarett diente und von 1915 bis 1919 mit Verwundeten belegt war; fünf Todesfälle kamen vor. Für die zehn gefallenen und zwei vermißten Mitglieder wurde bald nach dem Kriege eine Gedenktafel in der Halle angebracht.
Der Turnverein ist von jeher fest in der Grünberger Bevölkerung verankert. Ein großer Teil ist in der Jugend als Mitglied im Verein tätig gewesen, und gar mancher davon hält dem Verein die Treue bis ins hohe Alter. So gibt es in Grünberg eine Anzahl Familien, die als die Hauptträger des Vereins angesehen werden, deren Namen man auch in den wichtigsten Aemtern des Vereins findet. Daher sind die wichtigsten Posten des Vereins oft Jahrzehnte in einer Hand gewesen: das Vorsitzendenamt verwaltete von 1884 bis 1906 K. H. Iök - kel, von 1906 bis 1921 Friedrich Schröder und ab 1921 Lehrer Karl Wenzel. Treue Dienste haben auch die beiden Brüder Schmidt dem Verein geleistet: als Turnwart Hch. Schmidt HI. von 1893 bis 1912 und als Leiter der Männerriege bis 1938, fein Bruder Karl Schmidt von 1907 bis 1937 als Kassenwart, nachdem dieses Amt vorher der Vater lange Jahre inne hatte. Als Turnwart kurz nach der Gründung hat sich auch Otto Robert mehrere Jahre betätigt, ebenso kurz vor und nach dem Kriege Fritz Gehringer, der
Die Tatsache, daß die opfervolle und restlose Hingabe erfordernde Rotkreuzarbeit schon über sieben Jahrzehnte auf der Grundlage der Freiwil- ligkeit von den deutschen Männern und, Frauen geleistet rvorden ist, die Tatsache, daß diese Arbeit auch über die Jahre des nationalen Zusammenbruchs und der Wehrlosigkeit nach dem Kriege m das neue Reich Adolf Hitlers hinübergerettet wurde, ist ein Beweis dafür, daß ihr sine starke und dem Denken des deutschen Menschen entsprechende Idee zugrunde liegt. Der jetzt wieder stetig wachsende Zustrom an Mietgliedern und aktiven Helfern und Helferinnen bestätigt, daß das Deutsche Rote Kreuz eine frische lebensfähige Struktur erhalten hat, daß es die Jugend zu begeistern vermag.
Die geschichtliche Leistung des Deutschen Roten Kreuzes, die Opferbereitschaft seiner Schwestern, Helfer und Helferinnen im Weltkrieg bedarf keiner besonderen Erwähnung. Unvergessen ist die segensreiche Tätigkeit des Roten Kreuzes in den Kriegslazaretten und im Hilfsdienst in der Heimat. Tausendfach bewährt hat sich in unsrer Zeit der Bereitschaftsdienst des Deutschen Roten Kreuzes durch seine Hilfeleistungen im Verkehrsdienst, im Gebirge, an den Seen und Flüssen, in den Gruben
8.
Ein Werk, zwei Frauenund ein Mann.
„Doktor Hellmers! ... Doktor ... Hellmers!"
Mit einem ärgerlichen Kopfschütteln will Joachim den Rufer abweisen, aber immer von neuem schallt es durch die weite Werkhalle B, die heute so unheimlich verlassen daliegt.
„Verdammt!" knurrt er und wirst den Schraubenschlüssel beiseite. „Was ist denn nun wieder los? Morell, gehen Sie mal nach vorn und gucken Sie nach! Ich bin heute vormittag nicht zu sprechen und ... herein kommt mir keiner, ehe ich nicht das Zeichen gebe!"
„Sie können sich auf mich verlassen!" nickt Morell, zieht die Hose herauf, schnallt den Riemen fester und geht mit seinen großen, wiegenden Schritten zum einzigen offenen Eingang der Halle.
Inzwischen ist der Doktor längst wieder in die Verschalung der Maschine gekrochen und gibt seine Anweisungen.
An der Tür steht ein Junge, in dunkelblaues Tuch gekleidet, mit der gelben Mütze der Perkins- Werke auf dem Kopf, der Botenjunge aus dem Bürohaus.
„Und was ist, Mac?" fragt Morell und legt dem Burschen seine mächtige Pranke auf die schmächtige Schulter. „Du weißt doch, daß der Doktor heute für keinen Menschen zu haben ist, nicht mal für 'n lieben Gott! Was kommste denn überhaupt erst angeschlenkert? Hopphoppl Troll dich, du blauer Affe!"
Er gibt ihm einen Klaps aufs Hinterteil, schiebt sich bei der Gelegenheit noch schnell einen snschen Strang schweren Kautabaks zwischen die Zahne und zieht höchst erstaunt seine buschigen Augenbrauen auf, als Mac noch immer da ist.
„Hallo!" orgelt er in höchster Verwunderung, und dieses „Hallo!" läßt sonst auch die schwerfälligsten Burschen schnell hüpfen. Denn das Donnerwetter wartet dann gewöhnlich keine Sekunden mehr« Darum ist Morell ehrlich erstaunt, als der Junge immer noch nicht geht.
„Sag mal, bist du plötzlich leicht verblödet oder juckt dich dein Fell?"
(Fortsetzung folgt)
die ihm da in nüchternen Ziffern ins Gesicht starrt. Es ist ihm ein Vermögen, etn großes Vermögen.
„So viel soll ich Ihnen schulden?" fragt er heiser.
,Sie vergessen, daß ich natürlich das Risiko des Geschäfts einkalkuliert habe. Das begreift jeder, der ein Geschäftsmann ist wie Sie und ich. Schließlich kann ich ja auch mal ans Verlieren kommen.
„Sie nicht, Blumberg!" lächelt Holgerson gering« schätzig und streicht sich das Haar aus der schweiß- feuchten Stirn. „Sowas wie Sie fällt immer auf die Beine. Aber geben Sie her! Was bleibt mir anders übrig? Also Augen zukneifen und ... los!"
Damit haut er seinen Namen auf den Wechsel, in großen steilen Buchstaben: Asbjörn Holgerson.
Nein, man darf auch nicht allzu schwarz sehen. Warum macht man sich Sorge? In wenigen Tagen verfügt Vivie über unbeschränkte Mittel. Und Dwie wird das tun, was er rät und befiehlt. Punktum. Daran ist wohl nicht zu zweifeln. Sie ist in Geldsachen ein ahnungsloses Kind, sonst hatte er sie nie geheiratet. ei ,
Mit einer tiefen Verbeugung dankt Blumberg, faltet das kostbare Papier sorgfältig und birgt es umständlich in seiner Brusttasche.
Nun wäre alles in Ordnung! Ich will auch nicht länger stören. Man hörfs, die Herren sind bereits recht luftig. Gestatten Sie, daß ich mich empfehle?
,Zch habe keinen innigeren Wunsch!"
Schnell und geschmeidig verschwindet Blumberg. Eine Weile steht Holgerson noch still mit verknisfe- nem Gesicht. Ihm ist nicht gerade besonders fröhlich zumute. Wenn er die Augen schließt, hat er das Gefühl, als rase eine Lawine mit gewaltiger Geschwindigkeit gerade auf ihn zu, er aber steht wie erstarrt und kann ihr nicht ausweichen.
Doch dies dumme Gefühl weicht bald dem unbezwinglichen Wunsch, das ganze Erleben der letzten Woche zu vergessen, sich zu betäuben und nichts mehr von Geschäften und Geld zu sehen und zu hören. . , ,,
„Ach was ... herankommen lassen!
Mit einer kurzen, wegwerfenden Gebärde schiebt er alle unangenehmen Gedanken von sich, loscht das Lickt und geht hinaus zu den andern, die mn MU dem tosenden Lärm einer halbtrunkenen Gesellschaft bereits jubelnd begrüßen.
u , Jrünberg es wohl angebracht, einen kurzen ge- , , , Ueberblick über die Entwicklung der Leibesübungen in der Feststadt Grünberg zu geben. Wie an vielen Orten, erscheint auch in Grünberg als erster Leibesübung treibender Verein der Turnverein. Denn die heute in Grünberg außer dem Turnverein noch bestehenden Reichsbundvereine, wie Schi-Club und Tennis- Elub, sind erst in der Nachkriegszeit entstanden; ein längeres Bestehen hat zwar der Zweigverein des VHC. aufzuweisen.
Der Turnverein kann auf ein 56jähriges Bestehen zurückblicken, schließt man dagegen seine Vorgänger ein, so kommt man auf ein Alter von über 90 Jahren. Der erste Turnverein entstand nämlich im Freiheitsjahre 1848 im Anschluß an einen Besuch Gießener Turner (Turnverein 1846) in Grünberg. Doch schon nach zweijähriger Dauer wurde er im Jahre 1850 mit der beginnenden Reaktionszeit aufgelöst. Erst im Jahre 1859, im Anschluß an die Hundertjahrfeier von Schillers Geburtstag, entstand er wieder. Der Verein war dann bei der endgültigen Bildung des Bezirkes Hessen — später Gau Hessen — am 5. Oktober 1862 in Gießen vertreten.
auch viele Jahre die Turnerinnen-Abteilung geleitet hat, die dann später von den Turnerinnen Gertrud Bock und Dina Michel übernommen wurde. Weiter wirkten noch als Turnwarte: Karl Möser, Heinrich Listmann, Christoph Ritter, Otto K r e u d e r, Friedel Schröder, Ludwig Frank, Karl Schmadel, Karl Keil, Georg Rahn und Heinrich Schmadel.
Der Turnverein war stets bestrebt, das turnerische Leben zu fördern. So findet man neben den aktiven Turnern später Abteilungen für Männer (1903), für Turnerinnen (1907) und nach dem Kriege für Schüler und Schülerinnen und Frauen. Zeitweilig bestanden auch Riegen für Fechten, Schwimmen und Handball. In früheren Jahren war es Gepflogenheit, alljährlich ein Schauturnen abzuhalten, während das öffentliche Auftreten sich jetzt meist auf das traditionell gewordene Winterfest zu Weihnachten beschränkt. Jeder Jahr werden zwei Turngänge abgehalten, von denen der Gang an Karfreitag in die Umgebung führt, während der an Himmelfahrt sich meist ein weiteres Ziel steckt. Diese Veranstaltungen sowie auch die Feier des Stiftungsfestes dienen der Pflege der Kameradschaft.
Stets hat sich der Turnverein Grünberg der höheren Organisation angeschlossen und deren Ziele vertreten. Das geschah früher als Mitglied im Gau Hessen der Deutschen Turnerschaft und heute im Kreis 8, Gießen, des NSRL. An größeren Veranstaltungen durch die übergeordnete Organi-. fation hat der Verein bis jetzt abgehalten: 1892 das 20. Gauturnfest des Gaues Hessen, 1900 eine Gauturnfahrt, 1910 das 37. Gauturnfest, 1919 ein Bezirksturnen, 1926 das 6. Gaufrauenturnen, 1933 das 11. Gauschwimmen, 1934 das 1. Frauenturnen des Kreises 8 (Lahn-Dill), 1937 das Unter« kreisturnen für die Unterkreise Gießen und Alsfeld. Ebenfo wurden die früheren Gau- und Kreisfeste besucht, und oft kehrten Turner und Turnerinnen mit dem Siegerzeichen, dem Eichenkranz, geschmückt von diesen Veranstaltungen zurück. Das Deutsche Turnfest in Frankfurt (1908) ergab eine Beteiligung von 30 Mann und Stellen einer Vereinsriege; auch die weiteren Deutschen Turnfeste: Leipzig (1913), München (1923), Köln (1928), Stuttgart (1933) und Breslau (1938) wurden stets von sechs bis zehn Mitgliedern besucht.
Infolge der früher bestehenden Scheidung zwischen Turnen und Sport kam es in Grünberg zur Gründung des Fußballklubs 1926, hie teilweise von früheren Mitgliedern des Turnvereins erfolgte, später entstand auch noch ein freier Fußballklub. Beide schlossen sich 1933 zusammen, aber 1937 löste sich der Verein auf. Die meisten Mitglieder traten dem Turnverein bei, der eine Fußb a l labtet- l u n g einrichtete. Eine Mannschaft spielt in der Kreisklasse, außerdem besteht eine Jugendmannschaft.
Sie müssen nun warten, bis meine Frau ihre Erbschaft angetreten hat."
„Will ich ja auch, Holgerson. Nur... das kann noch eine Weile dauern. Vielleicht gibt s Schere- reiC®ie1o? Was soll es da für Scherereien geben? Meine Frau erbt die halben Anteile. Ich bin genau im Bilde, daß der Verstorbene so verfugt hat! fährt ihn Holgerson unwirsch an
Aber Blumberg ist nicht einzuschuchtern.
.Hoffentlich hat er sich das nicht anders überlegt. Manche Leute ändern ihr Testament, wenn sie der Meinung siüd, daß die Erben von dem Erbteil nicht den erwünschten rechten Gebrauch machen. Man hat da natürlich seine Fühler ausgestreckt unb.. _
Er schweigt erschreckt, denn Holgersons Gesicht
Familie auch nur ein Wort erfährt..."
Aber ich bitte Sie, Mister Holgerson! Ich werde doch nicht schwatzen! Ich habe„nur gehorcht, ein wenig, ein ganz klein wemg . -.
Halten Sie den Mund! Ich habe die Nase voll von Ihrem Geschwätz! Wenn Sie glauben, mich aus diese A^und Weise erpressen zu können, haben Sie sich geirrt. Meine Frau brmichtIhnen lernen Pfennig zu zahlen, wenn sie nicht will, und wenn ick morgen finge wie ein Rabe, können sie zusehen,
bühr reifen darf. Also lenkt er em.
Dann hat die Bank eine Unterlage.
Dabei schiebt er lächelnd das so harmlos aus- sehende schlanke Papierchen auf den Dfch und halt einladend feinen Füllhalter bereit. wrüd
Holaerfon tritt unwillkürlich einen «cyntk jurua ein, als er d.e Summe heft,
herzlichen Glückwunsch.
CO Eberstadt, 17. August. Am gestrigen Mittwoch mürbe der Zimmermeister i. R. Konrad MH es 81 Jahre alt. Der Schuhmacher Heinrich Jörl ach begeht am heutigen Donnerstag, 17. August, feinen 7 6., der Dauer Wilh. Müller nm morgigen Freitag, 18. August, feinen 7 3. Geburtstag. Die Jubilare nehmen an den Ereig« missen unserer Zeit noch reiften Anteil und erfreuen sich aller geistigen und körperlichen Frische. Wir beglückwünschen fie herzlich zum Geburtstag.
D Lich, 16. Äug. Der beim hiesigen Forstamt rls Hilfsförster beschäftigte Friedrich Fay, in Zanasdorf wohnhaft, wurde durch Urkunde des Meichsforstmeisters unter Berufung ir Verhältnis zum planmäßigen v rannt. — Die ersten Arbeiten an der N e u h e r - I(Teilung der Butzbacher Straße wurden n Angriff genommen. Durch eine hiesige Daufirma vird Aur Zeit von der Bahnüberführung bis zum Inwesen Sten gier auf beiden Seiten der Straße in je drei Meter breiter Fußsteig angelegt, so daß ür die Straße eine 8,50 Meter breite Fahrbahn zur 3erfügung steht, die bei dem heutigen Verkehr auf | tiefer Straße unbedingt benötigt wird. Besonderer Schwierigkeiten halber kann die Straße in diesem Zchr leider nicht mehr fertiggeftellt werden.
Z L i ch , 16. August. Im 86. Lebensjahre v e r - Ijtarb heute morgen im hiesigen Krankenhaus tzrl. Marie Brodt. Ueber 65 Jahre übte sie nhren Beruf als Büglerin aus, wovon fie 45 Jahre Hang alle fünf bis sechs Wochen nach dem etwa !5 Kilometer entfernten Kloster Arnsburg ging, um «auch dort ihrem Beruf nachzugehen. Ihre erstaun- Iliche Rüstigkeit ließ sie in den letzten Monaten moch diese Leistung vollbringen. Stets sah sie ihre 'Ausgabe darin, Kranken unb Verletzten zu helfen, iwie sie dies schon während des Krieges 1870/71 im dem damaligen Lazarett als Helferin tat. — 'Auch die älteste Einwohnerin unserer '.Stadt, die am 6.Mai 1852 geborene Frau Helene Wagner, „Tante Lenchen" genannt, schloß am Montag für immer die Augen. Auch sie war Büg- llerin, übte zwar in den letzten Jahren ihren Bern inicht mehr aus, besaß aber gleichfalls noch geistige turtb körperliche Rüstigkeit, die es ihr ermöglichte, ian allem Zeitgeschehen noch regen Anteil zu > nehmen.
Schon im folgenden Jahre, am 7. Juni 1863, fand das erste oberhessische Gaufest in Grünberg statt. Bei diesem Fest wurde die Vereinsfahne geweiht, die heute noch im Besitze des Vereins ist. Auf dem 1865 in Alsfeld abgehaltenen 2. oberhessischen Gau fest wurde ein Grünberger Turner, der spätere Vorsitzende und Ehrenvorsitzende des Turnvereins K. H. Jöckel (t 1928), erster Sieger, während er zwei Jahre vorher als 2. Sieger aus dem Wettkampf hervorging. Die beiden Eichenkränze sind noch im Besitze des Turnvereins.
Infolge innerer Zwistigkeiten schlief der Verein nach etwa lOjährigem Bestehen ein. Erst durch die Anregung des 14. Mittelrheinischen Kreisfestes in Gießen (1883) wurde in Grünberg im Anschluß an die 10jährige Stiftungsfeier der Freiwilligen Feuerwehr am 10. November 1883 im Gasthaus „Rappen" der Turnverein wieder ins Leben gerufen. Ueber ein Jahrzehnt mußte er oft feine Uebungsftätten wechseln. Der Saal im „Rappen" und das Brauhaus am Winterplatz wurden gewöhnlich im Winter benutzt, während Wagners Garten (heute Villa Emilia), Lehmkaute und Schulhof im Sommer als Turnplatz dienten; zum Teil wurden die Uebungsplätze in freimütiger Arbeit von den Turnern zurechtgemacht.
Die fortmährende Suche nach einem geeigneten Turnplatz ließen schon früh den Wunsch nach einer eigenen Halle reifen. Geldsammlungen, Spenden, eine Verlosung, Veranstaltung von Abendunterhal- tun gen und vor allem eine rührige Sammelarbeit von Grünbergem in Amerika unter Führung des in Grünberg geborenen Philipp Heerz in Neu- york brachten eih Baukapital von etwa 7000 Mark zusammen. Nach Erwerb eines geeigneten Bauplatzes von dem Mitglied Otto Robert (f 1919), der die Hälfte feines Gartens an der Gießener Straße, 1761 Quadratmeter für 1056,60 Mark dem Verein käuflich überließ, fand am 1. Mai 1897 die Grundsteinlegung zur Turnhalle statt, die am 31. Oktober desselben Jahres feierlich eingeweiht wurde, Don den 26 000 Mark betragenden Baukosten wurden von der Bürgerschaft 16 000 Mark in verzinslichen Anteilscheinen zu 25 und 50 Mark übernommen. Dieser Betrag war bis zum Weltkrieg durch Schenkung und Auslosung auf etwa 12 000 Mark zurück- gegangen. Der Restbetrag wurde in der Inflationszeit getilgt, dafür mußte der Verein später statt Aufwertung eine größere Summe Obligationssteuer zahlen. Zur Erweiterung des hinter der Halle liegenden Turnplatzes, der selbst für die Abhaltung kleinerer Veranstaltungen nicht genügte, wurde im Jahre 1926 der 1600 Quadratmeter betragende Rest des Robertschen Gartens für 5000 Mark erworben. Außerdem schenkte die Stadt Grünberg einen Geländestr eisen von 56 Quadratmetern zur Verbreiterung der Einfahrt.
Schonz bald nach Errichtung der Turnhalle wurden alle größeren Veranstaltungen und Festlichkeiten in ihr abgehalten, da die anderen Säle dafür nicht genügten. Nach dem Kriege erwies auch sie sich für manche Veranstaltungen zu klein, ebenso unzulänglich war die Bühne, die turnerische Vor-
[p Loll -ar, 16. Aug. Heute begann in der hiesigen Schule wieder der Unterricht nach den Sommerferien. Ein Teil der Schüler hatte in den Ferien Reisen gemacht oder war auf Fahrt und in ßaaem gewesen. Einige Pimpfe haben die Eger- landfahrt der Hitler-Jugend mitgemacht. Besonders sie wußten viel zu erzählen, hatten sie doch die große Freude, mehrmals den Führer zu sehen. Während der Ferien wurde das sog. Neue Schulhaus einer teilweisen Erneuerung unterzogen. Das Alte Schulhaus war schon im vorigen Jahr erneuert worden. Die dritte Klasse betreibt mit großem Eifer nun noch die letzten Vorbereitungen für hren Lands chulheimauf enthalt, den sie am nächsten Montag unter Führung ihres Lehrers, Rektor Ruckelshaufen, antritt. Sie wird acht läge in dem herrlich gelegenen Landschulheim in herche nhain im Vogelsberg zubringen. — Eine Gefahrenstelle, die schon manches Opfer gefordert nal, fall nun endlich beseitigt werden, der unge = chützte Bahnübergang de r Lum d ab a h n aber die Adolf-Hitler-Straße. Die (Sinmünbung der Lumdabahn in die Hauptbahn soll weiter nordöstlich aerlegt werden, die Lumdabahn soll die Straße in einer Unterführung kreuzen. Eine weitere gefähr- Üche Stelle, die ebenfalls schon verschiedene Men- chenleben gefordert hat, befindet sich in der Orts- mitte an der Einmündung der Bahnhofstraße in die Adolf-Hitler-Straße. Die Beseitigung dieser Ge- -ahrenstelle ist schon seit einiger Zeit ins Auge ge« iafet. Die Stelle soll nun durch den Abbruch -,weier Gebäude übersichtlicher gestaltet werden. Die Jemeinde hat zu diesem Zweck die in Frage kommenden Häuser bereits angekauft. Mit den Arbeiten soll demnächst begonnen werden.
ch Watzenborn-Steinberg, 17. August. Mm gestrigen Mittwoch konnte der Landwirt Johan- aes Philipp XIII., Gießener Straße 40, in "orperlicher und geistiger Rüstigkeit seinen 8 0. G e - , u r t s t a g feiern. Johannes Philipp war über ;ehn Jahre lang Rechner der Spar- und Dar- ehenskasse Watzenborn-Steinberg, zu deren Gründern er zählt. Noch heute Hilst der Jubilar rege m der Landwirtschaft mit. Nachträglich unseren


