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berechtigung und vor allem auch eine fähigkett.
München, 15. Juli. (DNB.) Unter den Der- tiistaltungen, die dem Tag der Deutschen Kunst hs Gepräge geben, kommt der Tagung der !eichskammer der bildenden Kü n st e |Kts eine besondere Bedeutung zu. Auch der dies- Iichrigen Tagung im Festsaal des Deutschen Mu- 1 ums wohnte wieder der Führer bei.Als Der- : 'ter des befreundeten faschistischen Italiens war ter Minister für Dolkskultur, Dino A l f i e r i, Zungen, ferner führende Persönlichkeiten aus Staat md Partei. Besonders stattlich war die Zahl der Kunstschaffenden aus allen Gauen des Großbeut- chen Reiches. Unter der Stabführung von Generalmusikdirektor Prof. Dr. Karl Boehm brachten die wiener Philharmoniker den ersten Satz aus Brückers vierter Sinfonie zu Gehör. Dann nahm der .räsident der Reichskammer der bildenden Künste Professor Ziegler das Wort zu seinem Rechen- chaftsbericht.
Die Richtlinien, mein Führer, so sagte der Prä- Äent auf die Sie den deutschen bildenden Künst- -r bei der Eröffnung der ersten großen Kunstaus- l'llung im Haus der Deutschen Kunst im Jahre $37 verpflichteten, sind heute Gemeingut unter ins Künstlern geworden. Die Bindung des deutschen unstlers nunmehr an sein Volk und an die Ewig- utswerte seiner Rasse haben ihn wissen lassen, ^ß nicht Abstraktion und Modernität den Wert nes Kunstwerkes bestimmen, sondern ein Werk nr dann bleibend und ewig ist, wenn es aus her tiefen Wurzel d e s Volkstums geköpft ist und dazu dient, die Lebensfunktionen rnd den Lebenskampf eines Volkes zu veredeln und in verschönen. Heute kann ich hier versichern, daß Ihnen dieses, mein Führer, niemand mehr dankt s der deutsche bildende Künstler selbst. Präsident negier betonte, daß neben den großen Aufgaben, e für den schöpferisch tätigen Künstler als auch für len Kulturmittler in Angriff genommen sind, die !>erufs ständische Betreuung weiter entwickelt wurde. Die Kammer habe sich auch die
.siege künstlerischer Wettbewerbe an- ^legen sein lassen und darauf gesehen, daß junge, unbekannte Künstler die Möglichkeit
ritten, ihr Können unter Beweis zu stellen. Die äschmackliche Ausrichtung unseres Volkes auf dem tebiete der Wohnkultur, der Gegenstände des tag- jdjen Bedarfs und der Güter der Erholung und i rbauung habe ihren Niederschlag in der Schaffung $r „Deutschen Warenkunde" gefunden. Die mit der teichsjugendführung durchgeführte Gemeinschafts- arbeit hat in bisher 25 Schulungslehrgängen für Irchitekten rund 2000 Mitglieder für ihre Bauauf- Tiaben geschult. Von nun an werden auch die Mitlieder der Fachgruppe Maler und Bildhauer an ieser Arbeit teilhaben."
Der Präsident der Reichskulturkammer, Reichs- -nnifter Dr. Goebbels, zeigte dann, wie es dem Nationalsozialismus gelungen sei, die Kunst tatsäch- lad) wieder in den breiten Massen des arbeitenden .olkes zu verankern und heimisch zu machen. „Heute -nit das Volk wieder in seine Theater- und lonzertsäle Einzug gehalten. Und damit auch erst Ännen die hohen Subventionen aus der öffent- ochen Hand verantwortet werden, die der national» 'zialistische Staat der Kunst und ihrer Entwicklung ur Verfügung gestellt hat und weiterhin zur Der- iägung stellt. Denn schließlich werden ja die Mil- l»nensummen, die für diesen Zweck zur Ausschüt- 2ing gelangen, den Steuergelbern der breiten Masse mtzogen. Es muß also auch die Kunst schon aus iesem Grunde den breiten Massen unseres Volkes zugute kommen, sollen diese 'Selber richtig angelegt und sinn- und zweckmäßig serausgabt werden. Denn die Kunst ist nicht für die Oberen Zehntausend da; sie muß dem ganzen !8 o [ f e gehören. Dann nur hat sie eine Daseins-
Oer Führer am Grabe von Prof. Troost.
Vor der feierlichen Eröffnung der Großen Deutschen Kunstausstellung ehrte der Führer das Andenken des Schöpfers des Neuen Haufes der Deutschen Kunst, Professor Lu d w i g T r o o st, an dessen Grabe auf dem Münchner Nordfriedhof er einen mit der Führerstandarte geschmückten Lorbeerkranz niederlegte.
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Britische Faschisten gegen die Einkreisungspotitik. Gir Oswald Mosley stellt auf einer Londoner Massenversammlung Englands Uninteressiertheit in Osteuropa fest.
Um diesem Zweck aber zu dienen, muß die Kunst auch bestimmte Voraussetzungen erfüllen. die an ihr inneres Wesen und ihre Aus- drucksformen gestellt werden. Sie muß sich an Gefühle und Vorstellungen wenden, die i m Volke selbst zuhause sind, vor allem an den Sinn für die natürliche Schönheit und Harmonie, der im Volk immer sehr lebendig entwickelt ist." Dieser Sinn, so führte Dr. Goebbels weiter aus, sei dem deutschen Volk auch in Zeiten tiefsten moralischen und kulturellen Verfalls niemals ganz verloren gegangen. Nur da, wo die Kunst sich nicht mehr an diesen im Volk wachenden Instinkt gewandt habe, sei sie volkssremd und leer geworden und deshalb habe die Nation sie auch nicht mehr verstanden. Wortführer in dem Zersetzungsprozeß der deutschen Kunst seien aus ihrer inneren Veranlagung heraus die Juden gewesen, deren pathologische Verzerrungen des Kulturlebens unter den Begriff der entarteten Kunst fallen.
Das Volk, das bis dahin immer, wenn auch in gewissem Abstand, der begeisterte Parteigänger aller künstlerischen Entwicklungen gewesen war, wanderte ab von der Kunst. Es hatte für diese Art von Kunst kein Verständnis mehr. Die Kunstausstellungen wurden mehr und mehr Angelegenheit einer kleinen, meist jüdisch geführten unb inspirierten Gesellschaftsschicht, die in einem virtuosen Zusammenspiel zwischen Publikum, Kritik, Ausstellung und Kunsterziehung jenes System eines Gesinnungszwanges ausübte, unter dem jede echte künstlerische Entwicklung allmählich ersticken mußte. Aus dieser ganzen Mentalität heraus fei auch der Begriff des sogenannten Kunstsalons entstanden. Die Kunst, die eigentlich eine Sache des natw-
Oie Kunst gehört dem Volke.
Veichsminister Or. Goebbels in der Festsitzung der Veichskammer der bildenden Künste.
Elementar bricht der Krieg aus. Eimer und Backformen fliegen, Schaufeln werden geschwungen, Sandwolken stieben und der durchdringende Schrei nach der „Mamaaaaa!!" gellt aus einem Halbdutzend Kehlen.
Zornsprühende Mütter rauschen heran. In der Tonart des hohen C wird eine Lektion laut, an der Pestalozzi bestimmt keine Freude gehabt hätte, und einem kleinen Jungen wird das Paradies durch das furchtbare Kommando: „Nach Haufe!" zerstört.
Da naht die rächende Nemesis in der Gestalt eines winzigen Mädchens, das eben aus feinem Wagen gehoben wird. Wohl zum ersten Male erblickt es das Wunder des Sandhaufens. Wonnebebend steht es vor Unerhörtem, Traumhaften, — mit Augen, die diese Herrlichkeit nicht begreifen wollen und mit kribbelnden Patschhändchen. Mit einem entzückten Schrei stürzt das kleine Kind hinein m das lockende Gewühl, fällt über den nächstbesten Sandhaufen, und für Augenblicke sieht man von ihm nur einen runden, zappelnden Kinderpopo.
Schon wartet das aufschauende Publikum auf den hochdramatischen Einsatz eines Babysoprans — aber es täuscht sich. Das muntere Ding verzichtet aus einen verräterischen Aufschrei, der die häkelnde Mama unfehlbar herbeirufen würde, — mit einer gewaltigen Anstrengung, die ihm die Pausbacken aufbläst, taumelt es in eine halbwegs aufrechte Position empor.
Gerade vor einer stolz ragenden Ritterburg, deren höchste Zinne eine leuchtend buntfarbiges Fähnlein schmückt. Das Kind sieht es, staunt, ganz rund werden die Augen, und unmißverständlich ist sein dringender Wunsch, das bunte Ding da oben besitzen zu wollen. , ... , .
Dem Burgritter schwant nichts Gutes für fein Besitztum. Vorsichtig bezieht er Abwehrstellung gegen die begehrliche Amazone im weißen Kleid. Aber auch sie scheint instinkttvsicher zu fühlen, daß der erste Mann in ihrem Leben sein Höchstes nicht kampflos preisgeben wird.
Plötzlich verändert das schlaue Ding seine Taktik. Es geht nicht schnurstracks auf das Ziel feiner Wünsche los, sondern tritt, scheinbar, völlig desinteressiert an dem Fähnchen, einen harmlos-freund- lichen Bummel um die Sandarena an. Ich sehe noch wie es sich zu einem kleinen Jungen niederbeugt, um ihm beim Ausbuddeln der Kuchenformen
I n Prunkhöfen der Residenz entfaltete sich un- ir dem Motto „Farbe, Klang, Spiel und Tanz" n heiteres Fest. Vorher hatten sich viele begeisterte sreunde der heiteren Muse zu den festlichen Klän- der Gaukapelle und zu den Balletttänzen der berliner Staatsoper eingefunden. Kammersänger 'udolph Gerlach erfreute durch zwei Arien vom jnirrn am Kaiserhof. Künftlerspiele sorgten für f.tunöen heiteren Lebensgenusses.
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Auf einmal gellt ein wilder Schrei des Burgbesitzers über den Spielplatz —: eben wirft sich unsere Heldin mit angreiferischem Ungestüm den Schloßberg hinan ... bricht sandsprudelnd mit den Knien und bis zu den Ellenbogen durch den Berg in sämtliche unterirdischen Verließe der Burg ein ... zerstört Mauern und Verschanzungen ... schleift die Festung bis auf den Sand ..., aber in der Hand hat sie das bunte Fähnchen!
Und sogleich weicht der jähe Ausdruck des Erschreckens von ihrem Gesicht. Strahlend sieht die Kleine um sich und hoch hebt sie die leuchtende Trophäe ihres ersten Sieges über ihre eigene Winzigkeit empor!
In diesem Augenblick hat bas lachende Kinderantlitz wohl zu dem Schönsten gehört, das es auf unserer Erde gibt.
Heber die Kuchenbäckerei erhebt sich eine Gruppe von Kleinen, die schon bewußt eine gewisse Selbständigkeit zur Schau tragen. Unseren schönsten Ratschlägen begegnen sie mit kühler Nichtachtung. Sie betreten den Sandkasten würdevoll und gemessenen Schrittes —: hier kann ihnen nichts passieren, das ist ihre Welt, in die fein Großer dreinzureden hat! Umsichtig sondieren sie das Terrain, dann hocken sie an einem Platz nieder, der ihnen für ihre Zwecke allein geeignet erscheint. Emsig wühlen sie mit der Schaufel im Sand; denn wozu ist ein Sandhaufen anders da, als um und um geschaufelt zu werden?
Man kann daraus auch Landschaften machen mit Hügeln, Tälern und vielleicht auch Flüssen; man kann großartige Tunnels bohren und unterirdische Höhlen anlegen. Wenn man tiefer gräbt, wird der Sand immer kühler, aber man kann ihn dann nicht so leicht mehr durch die Finger rieseln lassen. Es gibt Hunderte überraschende und bewundernswerte Entdeckungen in so einem Sandhaufen.
Da steht ein Knirps strahlenden Gesichts vor seiner Sandpyramide. Er ist mächtig stolz auf sein Werk denn er hat den Bau allein erdacht und nut Geduld zu Ende geführt. Aber nur Sekunden lang bewundert er, dann gaukelt ihm seine Phantasie schon ein kühneres Gebilde vor: einen ganz spitzen Turm will er noch aufsetzen. Und unermüdlich häuft und klopft und glättet er — bis der babylonische Turm lautlos und tückisch in sich zusammenrutscht... Macht nichts: jetzt sollt ihr erst mal sehen, was er nun machen wird! ..
Aber jetzt nahen mit energischen Gebärden einige ältere Semester. Sie haben verdächtig große Schaufeln geschultert — sie verachten Klemkinderkram wie Kuchenbacken und so, sie haben ganz andere Pläne! Also mal Platz da! Ohne viel Hofttchketts- formeln werden die verdutzten Kleinen zur Seite gedrängt. Es müssen Burgen gebaut werden, auch Unterstände für Pferde, ferner Gebirge mit an die Bergwände geschmiegten Dörfern aus Streichholz schachteln. Dazu brauchen die Erbauer natürlich Platz, und nicht nur das: es ist dazu auch aller vorhandene Sand erforderlich!
War es aber für die murrenden Dreikäsehochs schon ein schwer zu tragendes Opfer sich mit diesem verächtlichen bißchen Sand in der Ecke da begnügen zu müssen, so ist es ihnen denn doch zu viel, daß ihnen der Sand jetzt buchstäblich unter den Han- vrsggejchauM wird« ,
gung des britischen Volkes bis zum Siege fort» setzen.
Das britische Parteiwesen arbeite im Dienste der internationalen Finanz unb dieser werde das britische Volk geopfert. Großbritannien müsse seine gesamten Kräfte dem Ausbau des Empire zuwenden und der englischen Wirtschaft im Empire neue Märkte erschließen. Außenpolitisch geißelte Sir Oswald Mosley die britische Einkreisungspolitik, die er scharf ablehnte. 'Mosley vertrat den Standpunkt, daß Osteuropa England nichts an gehe. „Was schert es mich, was in Osteuropa vorgeht", so rief Mosley unter tosendem Beifall. Er sehe keinen Grund dafür, warum man nicht Deutschland ebenso wie Amerika eine Monroe-Doktrin imOstenEuropas zugestehen sollte, die dann auch Ordnung dort schaffen würde. Wenn diese Einkreisungspolitik gegenüber Deutschland abgeschafft sei, bann müsse man alle Staaten zu einer Friedenskonferenz an einen Tisch bitten. „Läßt man uns im Empire und in Westeuropa zufrieden und wir lassen Deutschland in Osteuropa in Ruhe, dann ist der Frieden gesichert. Weiter forderte Mosley eine Rückgabe d e r Mandatsgebiete an Deutschland. „Gebt Deutschland die Mandatsgebiete zurück, die wir nicht brauchen, weil wir schon ein Viertel der Erde besitzen", so verlangte
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Zeitschriften.
— Interessante Ausstellungsberichte bietet das Iuliheft der im Verlag F. Bruckmann, München, erscheinenden Monatsschrift „Die Kun st". Zunächst eine Würdigung der Ausstellung „Altdeutsche Kunst im Donauland" im Kunstgewerbemuseum in Wien. Im Maximilianeum in München stellt die „Kameradschaft der Künstler" aus. Aus der reichen Schau zeigt dasHeft u. a. von Geigenberger die „Mittelalterliche Burg", von Paul Roloff „Bildnis Thoraks", von Max Unold „März", von Oswald Poetzel- berger „Neues Leben" und von Ernst Andreas Rauch „Relief". Ulrich Christoffel berichtet schließlich über die „Paolo Veronese-Ausstellung in Venedig"^ Delacroix tat den Ausspruch: „Alles, was ich kann, habe ich von Veronese". Heber einen jüngeren Münchener Maler Carl Otto Müller schreibt Wilhelm Rüdiger. Der Werkdruckbogen enthält Fabeln Leonardo da Vincis und Betrachtungen über das „Wandbild im Wohnraum" und „Wozu Kunst gebraucht wird". Die Landhäuser des Architekten Ha ns Köhler, Berlin-Halensee, gefallen besonders durch ihre harmonische unb praktische Aufteilung. Eine schöne Verarbeitung des Materials fleigt das Speisezimmer des Jnnengestalters Rudolf Frank, Stuttgart Reizvoll die Räume im bäuerlichen Stil von Architekt Pöffenbacher, München. Der prakttfchen Seite wird Rechnung getragen durch Abbildungen von edlen Gebrauchsgläsern sowie hübsch gemusterter
London, 17. Juli. (DNB.) Am Sonntagabend hielt die britische f a s ch i st i s ch e Partei in London zum erstenmal eine Massenversammlung ab. Die große, rund 30 000 Menschen fas- sassende Ausstellungshalle Earls Court war fast bis zum letzten Platz gefüllt. Unter dem Beifall der Zehntausende betrat dann Sir Oswald Mosley, der Führer der Partei, das Podium. Bereits beim ersten Satz feiner Rede, daß in dieser Versammlung bas wirkliche britische Volk zur Regierung und zu den Parteien spreche, brandete der Beifall auf. Der Regierung rief Mosley zu: „Wir haben genug von eurer Politik. Wir kämpfen für britische Stärke unb den Weltfrieden." Wenn England wirklich angegriffen werden sollte, bann werde bas englische Volk kämpfen. Werbe es aber in einen Krieg hineinge - zerr t, bann werde man bi e Regierung st ü r- z e n. Als politisches Ziel der britischen Faschisten proklamierte Mosley an Stelle einer von kleinen Cliquen beherrschten Regierung Schaffung einer Regierung bes Volkes für das Volk unb durch bas Volk. Was man in England Demokratie nenne, das fei eine Demokratie, in der der Geld herrsche. Die faschistische Bewegung, die revolutionär und kompromißlos sei, werde ihren Weg zur Beseitigung dieses Systems und zur Eini-
Verhandlungspause in Tokio.
Craigie noch ohne neue Instruktionen.
Tokio, 17. Juli (DNB. Funkspruch.) Die für heute angesagte Unterrebuna zwischen Außenminister Arita und dem britischen Botschastec Craigie wurde nach einer Mitteilung des japanischen Außenamtes auf Mittwoch verschoben, da Craigie bisher keine neuen Instruktionen vonLondon erhalten habe, und infolgedessen zu dem von Arita am Samstag vor- geschlagenen Derhandlungsprogramm noch nicht Stellung nehmen könne.
Der Bericht des britischen Botschafters in Tokic» über seine Unterredung mit dem japanischen Außenminister Arita ist mittlerweile in London ein» getroffen. — Allzu optimistisch scheint die Unterredung in London nicht beurteilt zu werden. Die Londoner Presse bemüht sich heroorzuheben, daß es sich lediglich um eine „vorbereitende Konferenz" geh and eit habe. Die Blätter bestätigen! außerdem die japanischen Meldungen, daß bisher noch keine Einigung' erzielt worden sei, worüber überhaupt verhandelt werden soll, nämlich über den Tientsin-Teil ober ganz allgemein Englands Haltung im Fernen Osten. Selbstverständlich sei die britische Regierung bereit, so schreibt dis „Times", den Tientsinzwischenfall zu diskutieren^ Sie können aber auf keinen Fall bezüglich ihrer Rechte in China einen „Präjudizfall schaffen, denn sie müsse auch Rücksicht nehmen auf die Rechte der anderen Hnterzeichnermächte des Neunmächteabkommens. Die „japanischen Militaristen" schienen das Ziel zu verfolgen, die britische Regierung jetzt auf dem Derhanblungweg bavon zu überzeugen, daß sie zumindest passiv Japan bei der Invasion in China helfe. England könne sich aber nicht darauf einlasfen. England habe weder den Wunsch, solch ein Abenteuer mitzumachen, noch ein Recht darauf. Denn als ein Hnterzeichnerstaat des Neunmächtepaktes habe England sich verpflichtet, die Souoerä- nität, Unabhängigkeit und Unversehrtheit Chinas 311 respektieren.
Sotvjetflugzeuge bombardieren mandschurische Bahnlinie.
H s i n k i n g , 16. Juli. (DNB.) DieKwantung- Armee veröffentlicht aus Hailar eine Mitteilung, nach der s 0 w j e t r u s s i sch e Flugzeuge die Station Fulargi an der nordmandschurischen Eisen- bahnlinie bombardiert haben. Fulargi (auch Angangki genannt) liegt rund 300 Kilometer nordwestlich Char- bin, südlich Tsitsikar, und bildet den Schnittpunkt der Eisenbahnlinien Charbin—Haifar — Mandschuli unb Mukden—Taunan—Tsitsikar—Heiho (Blagowjesch- tschensk). Der Angriff sowjetmongolifcher Flugzeuge auf die Charbin-Mandschuli-Strecke der sibirischen Bahn, etwa 800 Kilometer von der außenmongolischen Grenze entfernt, bedeutet eine Verlegung der Grenzkämpfe nach dem Landes- inneren und den Versuch, die für die Zufuhren nach Nordwestmandschukuo wichtigsten Bahnstrecken
er unter dem lauten Beifall der Versammlung. Frieden mit Deutschland und allen -großen Nationen und eine Beschränkung der britischen Interessen auf das eigene Empire forderte Mosley nochmals mit alles Nachdruck und lehnte die Propagandalüge ab, daß Deutschland einen Krieg gegen England plane und ihm das Ziel der Welt- Hegemonie vorschwebe.
Bittere Worte fand Mosley für die englische Po, litik, die das Prestige des Empire derart erschüttere, wie heute. Seit dem Tage, da die holländische Flotte vor der Themse gelegen habe, habe niemand es gewagt, so mit Engländern umzuspringen, wie jetzt bei Tientsin. Das Empire werde verschachert, unb für das somit freie Geld würden Alliierte für den Krieg getauft. Täglich kämen den Engländern völlig fremde Tendenzen nicht nur über den Weg der Presse und des Kinos herein, sondern dis Träger dieser Tendenzen (Zuruf „Juden!") unterminierten britische Kultur und britisches Leben unb würden schließlich den E n g l ä n d e r s e l b st entwurzeln. Die dahinter stehende jüdische Geldmacht habe allen Einfluß auf Zeitungen, Kinos unb das ganze öffentliche Leben und zerstöre alles, was den Engländern das Leben begehrenswert macht. Mit dem Gelübde, daß Englands junge Generation nicht für irgendwelche fremde Interessen fterben, sondern für England und seine Zukunft leben wollte, schloß unter tosendem Jubel der Zehntausende dis eindrucksvolle Kundgebung.
Das Glück aus Gand.
Don Alfred llhlmann.
Auf dem Kinderspielplatz ist der Verkehrston darruf abgestimmt, daß man einander immer wieder versichert, der andere müsse artig sein. Wir tun des- 2 alb gut daran, uns betonter Artigkeit zu befleißi- «en und uns am Rande des Sandkastens ein mög- ichst bescheidenes Plätzchen zu suchen.
Hnd doch lassen die Kinder sofort merken, daß tiefer hübsche Spielplatz unter den Kastanienbäumen igens für sie angelegt worden ist. Man braucht mr unbedacht einen Schritt näherzutreten, und sie werden unruhig. Anscheinend spielen sie ungestört weiter, aber ihre heimlichen Blicke aus den Augenwinkeln halten uns unter strenger Aufsicht. Sie sind mar nicht so unhöflich, uns zu sagen, daß wir ver- chwinden sollen, aber sie lassen es'dock merken, daß wir hier in gar keiner Hinsicht erwünscht sind.
Toleranz zeigen allein die Kleinsten, die nichts cis Backe-backe-Kuchen machen wollen. Unter leisen -Schwankungen ihrer Babykrast watscheln sie im ioanbtaften umher; aber immer mal wieder unterlegen sie den Gravitationsgesetzen, die es fortwäh- i«nd auf sie abgesehen haben, unb dann lassen sie fach einfach niederplumpsen ... Hemmungslos geben in sich der Erde hin, dem Stoff, zu dem uns alle in Urinftintt treibt, beglückt wühlen sie in der herrlichen Sache, die man mit beiden Fäusten packen, uhlen, drucken, besitzen, die man streuen und häu- m, formen und kneten, mindern und mehren kann.
Sand ist ein großartiges Backmaterial. Es gibt ieei dieser Kuchenbäckerei verschiedene Etappen der ingeteilten Freude am Werke: den Sand aus ber ächaufel in das Gefäß rinnen lassen, ihn patschen Md glattstreichen, die Form umstürzen und — 0 Spannung! — schauen, ob die Torte gelungen ist. Unb bann Kuchen neben Kuchen aufreiyen —: eine JibermäUigenbe Parabe!
Was an Form fehlt, ersetzt die Phantasie, wie der *ine Staubsanb den Zucker, die Steinchen unb yolzstückcken bie kandierten Früchte. Uns freilich ^scheint diese Kuchenbäckerei als ein recht fragwürdiges Gewerbe: die Preise find entweder mitleidig ■iiiebrig ober wucherisch hoch. Unbezahlbar aber muß wohl der Genuß«sein, sein Backwerk mit eigener Hand vernichten unb roieber zu.Sanb verwcm- !i ein zu tonnen. ----
nalen Lebens selbst darstelle, habe sich nur noch an eine Hauchbünne Oberschicht menben können, die sich in den Salons versammelte, unb so sei sie zu einer Funktion des gesellschaftlichen Lebens herabgebrückt worden. Es mußte hier nun, nachdem der National- ozialismus die Macht erobert hatte, und seine eigentliche Aufgabe darin sah, das Volk in eine neue Beziehung zu den Dingen des öffentlichen Lebens zu stellen, ein radikaler Schritt getan werden, um auch auf diesem Gebiet Ordnung und Klarheit zu schaffen. Und zwar mußte dieser Schritt vom Politischen her getan werden, da die Kunst selbst nicht mehr die Kraft unb vor allem auch nicht mehr bie Autorität dazu befaß. Die Kunst ist nicht ein Ding an sich, bas zu gewissen Zetten eine angenehme Zutat zum Leben werben kann. Die Kunst ist eine Funktion des nationalen Ledens und sie in die richtige Beziehung zum Volk selbst zu stellen, ist, abgesehen vom Kulturellen, eine eminent politische Ausgabe. Die alljährlichen Tage der deutschen Kunst in München und die damit verbundene große deutsche Kun"ausstellung, die eine echte Auslese der Talente darstelle, seien wichtige Faktoren auf dem Wege der deutschen Kunst- politik. Sie zeugten von einem neuen deutschen Stilwesen, zu dem die Reinigung unseres Geschmacks- und Kunstempfindens den Weg frei gemacht habe und gleichzeitig von einer außerordentlichen starken Anteilnahme des ganzen Volkes. Es ist notwendig, bas immer wieder aufs neue zu betonen, denn die Ergebnisse, die hier zu Tage liegen, lassen uns manchmal ihre Hrsachen vergessen. Die Ursachen aber müssen erkannt bleiben, damit die künstlerische Entwicklung in Deutschland nicht wieder in dieselben Fehler verfällt, die wir überwunden haben.
Indem er dem tiefen Dank der deutschen Künstler an den Führer Ausdruck verlieh, schloß Dr. Goebbels: „Wer könnte, unberührt bleiben bei dem Gedanken, daß mitten unter uns ein Mann sitzt, der zu unserer Zeit unb mit uns und für uns zu unserer nationalen Geschichte jetzt schon einen Beitrag zu- gesteuert hat, der unvergänglich die Jahrhunderte überdauern wird? Wenn Männer die Geschichte machen, so ist es die Aufgabe der Künste, ihre Taten zu preisen und zu verherrlichen und sie damit durch Lied, Wort, Melodie, Farbe ober Stein in bie fernsten Jahrhunderte hineinzutragen. So werden die Künste dienende Werkzeuge am ewigen Leben eines Volkes. Diesem Volke entstammen wir alle. In ihm und seiner großen Aufgabenstellung treffen sich Politik und Kunst. Aus ihm ziehen wir alle die Kraft, Werke der Ewigkeit zu t schaffen und damit einzugehen in eine große und glänzende Geschichte."
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