preis der „Nationalsozialistischen Erhebung".
Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, R. Walther Darre, hat wie im Vorjahre, auch diesmal wieder für das Internationale Reit- und Fahrturnier, das während der Grünen Woche in der Berliner Deutschlandhalle stattfindet, den „Preis der Nationalsozialistischen Erhebung" gestiftet, der in einem besonders schweren Springen vergeben wird. Der Preis besteht aus zwei künstlerisch wertvollen Ehrenpreisen und 10 000 RM.
Neuordnung des Zrauen-Walvlaufs.
Reichsfachamtsleiter Dr. v. Halt hat folgende Verfügung erlassen:
Mit sofortiger Wirkung werden alle Einzelläufe der Frauen bei Gelände- und Waldlauf-Veranstaltungen untersagt. In Zukunft dürfen in den Ausschreibungen dieser Veranstaltungen nur Mann- fchaftsläufe für Frauen erscheinen. Die Strecke wird auf 1200 Meter verkürzt. Ebenes Gelände hat in allen Fällen den Vorzug. Jede Mannschaft hat die letzten 20 Meter geschlossen, d. h. Hand in Hand zurückzulegen. Dieser 20-Meter-Raum vor dem Ziel muß für die Wettkämpferinnen deutlich gekennzeichnet sein. Mannschaften, die nicht in der vor- geschricbenen Form die letzten 20 Meter und das Ziel durchlaufen, werden nicht gewertet. Jede Mannschaft besteht aus mindestens vier Frauen.
Auch 1939 Irauensportfest in Bad-Nauheim.
Reichsfachamtsleiter Dr. Ritter von Halt hat in großen Zügen das Programm der deutschen Leichtathletinnen für das laufende Jahr bekanntgegeben, das sich im wesentlichen eng an das Programm der Männer anlehnt. Bei den großen Veranstaltungen sind hervorzuheben das Frauen-Sportsest am 21. Mai in Giengen, die Prüfungskämpfe am 28. Mai in Karlsruhe, der Länderkampf gegen Polen am 2. Juli und die Internationalen Frauen-Sportfeste am 22.Z23. Juli in München und am 29./30. Juli in Bad-Nauheim, sowie der Endkampf um die Deutsche Vereinsmeisterschaft am 2.73. September.
Schulungstagung des Zachamts Handball.
Die Lehrgangsarbeit des Fachamtes Handball nahm am vergangenen Samstag in Wetzlar ihren Fortgang. Die Vereine des politischen Kreises Wetzlar waren restlos vertreten und bewiesen durch rege Anteilnahme und in zwangslos'er Aussprache an allen zur verwaltungstechnischen Aufgabe stehenden Fragen großes Interesse. Kreis- fachwart L u h ließ noch einmal auf, die erste Serie die Derbandsrunde zurückschauen, behob die sich hier ergebenden Mängel durch richtungsgebende und klare Anweisungen, dankte allen Kameraden für ihren restlosen Einsatz zum vollen Erfolg der WHW.-Spiele und wies auf die bevorstehenden Spiele der Kreismannschaft und besonders auf dos Rückspiel der Gauelf gegen den Gau Mittelrhein
im Frühjahr in Gießen hin. lieber die Gestaltung der Jugendpflichtspielreihen brachten die beiden Bannfachwarte, Becker-Gießen (116) und Linde n st r u t H-Niedergirmes (88) klare Ausführungen. Kreisschiedsrichter-Obmann Becker sprach über Leistungsstand und Ausbildungsarbeit der Schiedsrichter, wies auf die beiden in diesem Monat noch stattfindenden Lehrgänge in Gießen und Herborn hin und streifte das im Frühjahr geplante Hallen-Handball-Turnier. Alle diese verwaltungstechnischen Fragen ließen überleiten zu dem Hauptthema des Abends, dem längeren, ausführlicheren Vortrag des Kameraden Becker über Spielordnung, Schiedsrichterwesen und Jugendbe- stimmungen.
Billardkampf Gießen — Mainz.
Am 14. und 15.>Januar weilte der Verein der Billardfreunde Mainz beim Gießener Billard-Club zum Rückspiel zu Gast. Sechs Wettbewerber aus Mainz, darunter ein eifriger Billardfreund von 79 Jahren, maßen ihre Kräfte mit den Gießener Spielern. Es wurden 32 Partien auf Matchbillards und kleinen Tischen ausgetragen. Sieger des Turniers wurde Mainz mit dem knappen Vorsprung von 64 Bällen bei einer Gesamtbällezahl von 5969 gegen 5305, die die Gießener erreichten. Es wurden überraschend gute Leistungen auf beiden Seiten gezeigt, obwohl Gießen die spielschwächere Mannschaft auswies. So erreichte Herr Küchler (Mainz) die Höchstserie von 37, den besten Generaldurchschnitt von 4,218, und Herr Jakoby (Mainz) den besten Einzeldurchschnitt von 6. Besonderer Erwähnung bedarf noch der harmonische Verlauf und die ausgezeichnete Organisation, die lobend anerkannt wurden. Als weiteren Gegner in dieser Spielsaison hofft der Gießener Billard-Club den Kasseler Billard- Sportverein verpflichten zu können.
Oie deutschen Hallentennis- Meiflerschasten.
von TNetaxa schon ausgefchieden.
Die internationalen Hallen-Tennismeisterschaften von Deutschland, die sich in diesem Jahre einer besonders guten Besetzung erfreuen, nahmen am Montag in der Halle des Bremer Tennisvereins von 1896 ihren Anfang. Neben schönen deutschen Dorrundenerfolgen blieben am ersten Tag auch Fehlschläge nicht aus. Eine recht unerwartete Niederlage bezog der Wiener Georg von Metaxa,der gegen den in Deutschland ziemlich unbekannten Norweger Sigurt Rinde in drei Sätzen mit 7:5, 4:6, 6:3 den kürzeren zog. Der Wiener machte einen müden, unsicheren Eindruck. Unsere übrigen Spitzenspieler kämpften, soweit sie auf den Plan traten, dagegen erfolgreich. Roderich Menzel hatte zwar gegen den mit großem.Einsatz spielenden Bremer F. W. Kulenkampff keinen leichten Stand, siegte aber doch sicher 7:5, 6:2. Auch die Berliner Rolf G ö p f e r t und Werner B e u t h n e r sowie der Ungar Petoe erreichten die zweite Runde. Bei den Frauen wäre der 6:3-, 6:3-Sieg der Berlinerin Thilde Hamel (früher Hanau) über Frau Opitz (Bremen) zu erwähnen.
Die Ergebnisse der Kreisklassenspiele.
Pokalspiele: Heuchelheim — Großen-Buseck kampflos für Heuchelheim. Steinbach — Hungen ausgefallen.
I. Kreisklafse: Lollar — Klein-Linden 4:0; Großen-Linden — SA. 5:2.
II. Kreisklasse: Grünberg — Göbelnrod 5:0; Oueckborn — Saasen 2:8; Treis — VsB.-R. III 2:7; Krofdorf — Staufenberg 15:1. Großen-Linden II — Grüningen, letztere nicht angetreten.
Obwohl die Witterung nicht gerade einladend war und die Plätze sehr gelitten hatten, konnten alle Spiele bis auf eins ausgetragen werden. Bei den Pokalspielen verzichtete Großen-Buseck auf das Spiel und scheidet damit aus. In Steinbach mußten die Hungener unverrichteter Dinge wieder heimfahren, da der Platz unter Wasser stand. Lollar rechtfertigte seine Tabellenführung durch einen sicheren Sieg. In Großen-Linden mußte die SA.-Kampfspielgemeinschaft wiederum eine Niederlage einstecken, die leicht noch höher hätte ausfallen können, wenn nicht die Platzherren ihren Mittelstürmer durch Verletzung verloren hätten. Ebenfalls muß von jeder Partei ein Spieler auf Geheiß des Schiedsrichters das Spielfeld verlassen. In Grünberg überraschten die Gastgeber ihre Anhänger wieder einmal durch einen sicheren Sieg, der über den Lokalrivalen Göbelnrod errungen wurde. Es wurden auch hier zwei Spieler herausgestellt, was sehr zu bedauern ist. Oueckborn leistete sich den Scherz, daheim gegen Saasen mit nur 10 Mann anzutreten und mußte sich eine derbe
Niederlage gefallen lassen, die als Ueberraschung anzusehen ist. Der VfB.-Reichsbahn hatte die Mannschaft verstärkt und konnte in Treis einen überzeugenden Sieg herausholen. Mit nur acht Mann hatte Staufenberg beim Tabellenführer Krofdorf keine Chancen auf Sieg und mußte sich eine zweistellige Niederlage gefallen lassen. Grüningen trat in Großen-Linden nicht an und verzichtete damit auf die Punkte.
I. Kreisklasse Gießen A.
Lollar
Spiele Gew.
Unentsch
. Verl.
Pkte.
8
6
0
2
12:4
Großen-Buseck
7
5
0
2
10:4
Heuchelheim
7
5
0
2
10:4
Rodheim
6
3
0
3
6:6
Klein-Linden
6
1
0
5
2:10
Wißmar
6
0
0
6
0:12
I. Kreisklasse Gießen B.
Die Spiele mit Muschenheim wurden gestrichen, da die Mannschaft nicht mehr an den Spielen teilnimmt.
Großen-Linden
Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte.
8
6
2
0
14:2
Leihgestern
7
6
0
1
12:2
Lich
7
4
0
3
8:6
Garbenteich
7
3
1
3
7:7
Steinbach
7
3
0
4
6:8
Hungen
7
2
1
4
5:9
SA.-Kampfgem.
7
2
0
5
4:10
Lollar II
6
0
0
6
0:12
Jahresversammlung
des Sportvereins Steinbach.
Der Sportverein Steinbach hielt seine Jahresschlußoersammlung ab. Vereinsführer Otto Schmitt erstattete einen Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr und hob hervor, daß dem Fußballsport stets die größte Aufmerksamkeit zuzuwenden sei. Anschließend erstattete Kassenwart P s e i f f e r den Kassenbericht, der einen sehr guten Stand zeigte. Dann folgten noch die Berichte der Mannschaftsleiter. Der bisherige Vorstand blieb im Amte, allerdings wurden einige Aenderungen vorgenommen. Eine allgemeine Aussprache beschloß den geschäftlichen Teil der Versammlung.
Kurze Sportnotizen.
Die Nationalmannschaft der Schützen trainiert am 21./22. Januar in der Reichshauptstadt als Vorbereitung für den Königsberger Vierländerkampf gegen Schweden, Dänemark und Finnland am 11./12. März.
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NSKK. -Scharführer Schäfer, der zusammen mit Hetlinger, Lenssen und Lippach Deutschland bei den Viererbob-Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo vertritt, ist mit seiner Mannschaft bereits unterwegs, um noch trainieren zu können.
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Französische Schwimmer waren am Wochenende in Aachen zu Gast. Frankreichs Wasserball- meister Tourcoing siegte über den SV. Aachen 06 mit 4:1 (1:1), aber den Schwimm-Klubkampf gewannen die Einheimischen mit 37:30 Punkten.
Inge von der Forst, die beim Breslauer Turn- und Sportfest das 100-Meter-Brustschwimrnen der Klasse la gewann, konnte jetzt in ihrer Heimatstadt Santiago de Chile einen neuen Landesrekord aufstellen. Sie legte die 200-Meter-Brust in 3:09,8 Minuten zurück.
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Ausgezeichnete Lei st ungen gab es bei einer Schwerathletik-Veranstaltung in Wien. Anton Richter (Polizei Wien) schaffte im beidarmigen Reißen der Federgewichtsklasse 97,5 Kilogramm und stellte damit den Weltrekord des I_lZA.-Negers John Terry ein.
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Die Technische Kommission des Internationalen Turnerbundes hielt in Basel eine Sitzung ab und setzte hier die Pflichtübungen für das olympische Turnen 1940 in Helsinki fest. Interessant ist, daß beim Pflicht-Pferdesprung eine Notenabstufung nach Sprungbrettabstand vorgenommen wird.
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Frankreichs Fußballverband f)at beschlossen, naturalisierte Spieler erst dann in einer National- oder Auswahlmannschaft zu verwenden, wenn sie ihren militärischen Verpflichtungen in vollem Umfange nachgekommen sind.
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Die britischen Schi-Mei st erschaften wurden in dem Schweizer Winterkurort Wengen zu Ende geführt. In der alpinen Kombination siegte bei den Frauen Isabel Roe, die den Torlaus gewann und die Abfahrtssiegerin Helen Palmer- Tomkinson auf den zweiten Platz verwies. James Palmer-Tomkinfon als überlegener Doppelsieger Abfahrt-Torlauf eroberte den Titel wieder bei den Männern in der Kombination.
irischast.
r r
Auflösung von Werksparkaffen.
Fwd. Nach dem Kreditgesetz vom 5. Dezember 1934 sind die Werksparkassen bis zum 31. Dezember 1940 aufzulösen. Daß auch irgendwelche Ersatzeinrichtungen unzulässig sind, zeigt eine Entscheidung des Reichskommissars für das Kreditwesen, der folgender Sachverhalt zugrunde lag: Eine Firma hat für ihre Gefolgschaft laufende freiwillige Zuwendungen gemacht, die aber nicht in bar ausgezahlt, sondern als Sonderkonten für die einzelnen Gefolgschaftsmitglieder eingerichtet wurden. Die Beträge wurden den Gefolgschaftsmitgliedern gutgeschrieben; sie blieben im Betrieb und wurden verzinst. Die Firma hat die Auffassung vertreten, daß eine Werksparkasse hier nicht vorlieae, da die Gelder nicht von den Gefolgschaftsmitglieoern eingezahlt werden, sondern vom Unternehmer stammen. In einem Bescheid hat der Reichskommissar die Werksparkasseneigenschaft dieser Einrichtung bejaht und u. a. aus- gesührt, daß es gleichgültig ist, von welcher Seite die Gelder herrühren. Der Begriff „Annahme von Geldbeträgen", der hier von Bedeutung ist, schließt sämtliche Vorgänge ein, durch die ein Konto erkannt wird, also neben Bareinzahlungen auch Gutschriften jeder Art.
Die Firma ist angehalten worden, diese Konten aufzulösen und die Guthaben gegebenenfalls bei einem Sparinstitut für die Gefolgschaftsmitglieder anzulegen.
Rhein-Mainische Börse.
Mttagsbörfe uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 16. Jan. Auch zum Wochenbeginn zeigte das Geschäft an der Börse nur kleinsten Umfang. Der Auftragseingang war sehr klein, soweit er den Großverkehr am Aktienmarkt betraf, während- für den Einheitsmarkt in einer Anzahl von Papieren weitere Anlagen erfolgten. Der Berufshandel betätigte sich nur wenig am Geschäft. Die Zahl der zunächst ohne Notiz gebliebenen Werte hat sich wieder stark erhöht. Bei den zunächst notierten Papieren war die Entwicklung uneinheitlich, wobei sich die durchschnittlichen Schwankungen unter 1 v. H. bewegten. Montanwerte setzten durchweg nur knapp gehalten ein, Hoesch 107,50 (108), Mannesmann 109 (109,25), Verein. Stahl 107,65 (107,75). IG.-Farben gingen nach 150 noch um 0,25 v. H. unter den Stand vom Samstag auf 149,25 zurück, ferner Geffürel von 133,65 auf 133 (134), auch AEG. nur knapp gehalten mit 116,50 (116,75). Anderseits befestigten sich Reichsbank auf 188,50 (187,50), Rheinmetall auf 131 (130,25) und RWE. auf 118,13 (117,40), sowie Lahmeyer auf 118 (117,75).
Am Rentenmarkt blieb die Geschäftstätigkeit klein. Reichsaltbesitz etwas schwächer mit 128,50 128,90), ferner 5 v. H. Gelsenkirchener Berg mit 101,13 (101,25). Kommunal-Umschuldung halbamtlich unv. 92,90. Fest lagen Reichsbahn-VA. mit 123,65 (123,25). Liquidationspfandbriefe schwankten bis 0,25 v.H., im gleichen Ausmaß abweichend notierten Stadtanleihen und Industrie-Obligationen bei im allgemeinen kleinen Umsätzen.
In der zweiten Börsenstunde blieb die Kursentwicklung unregelmäßig, das Geschäft. belebte sich nicht, da Aufträge fehlten. Hoesch waren mit unv. 107,50 angeboten, AEG. bröckelten auf 115,75 nach 116,50, Gesfürel auf 132,50 nach 133,65 ab, anderseits IG -Farben 149,50 nach 149,25 und RWE. bei größeren Umsätzen mit 118,25 nach 118,13. Die später notierten Papiere zeigten Abweichungen bis 1 v. H. Schwächer lagen aber Deutsche Erdöl mit
121,25 (134), Adlerwerke Kleyer mit 103 (105) und Felten mit 133 (135).
Am Markt der unnotierten Werten waren Dingler Maschinen lebhafter mit 102,50 bis 104,90 (102 bis 104), sonst nannte man Elsäss. Bad. Wolle mit 92,25 bis 94,25 (93 bis 94) und Grvwag mit 83 Geld (82,25 bis 84,25). Der Geldmarkt war sehr flüssig, Tagesgeld wurde auf den sehr niedrigen Satz von 2 (2,25) v. H. gesenkt.
Abendbörse ruhig.
Die Abendbörse hatte nur sehr kleines Geschäft, da Aufträge der Kundschaft fast völlig fehlten. Es kamen nur wenige Kurse zur Notiz, die im allgemeinen ohne bemerkenswerte Veränderungen waren. Von Montanwerken etwas schwächer lagen jedoch Buderus mit 107 (108), auch Hoesch 0,40 v.H. ermäßigt auf 107 und Mannesmann nur knapp gehalten mit 108,75 (109), anderseits Verein. Stahl 0,13 v. H. höher gefragt mit 107,75 und Rheinstahl sowie Deutsche Erdöl unv. 132,50 bzw. 121,25. Etwas erholt waren Gesfürel auf 133,25 (132,50). IG.-Färb en bei kleinen Umsätzen unverändert 149,25. Sonst notierten u. a. Adlerwerke mit 103, VDM. mit 179, Scheideanstalt mit 198, Bernderg mit 137, MAN. mit 137,50, Moenus mit 124 und Licht und Kraft mit 132 sowie Rheknmetall mit 130,50 (131). Bankaktien lagen ruhig und behauptet. Der Rentenmarkt war ohne Geschäft, nur 5 v. H. Thyssen mit 100,90 (100,75) verzeichneten geringen Umsatz. Farben-Bonds waren zu unv. 119,50 gefragt. Im Freiverkehr nannte man Kommunal-Umschuldung unv. 92,90.
Sranffurler Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 16. Jan. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in Mark: Weizen W 9 206, W 11 208, W 12 209, W 13 210, W 16 213, W 18 215, W 19 217, W 20 219, Roggen RH 191, R12 192, R14 194, R15 195, R 16 197, R 17 198, R 18 199, R 19 201 Groß- Handelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —, Weizenmehl Type 812 W 13 29,55, W 16 29,55, W 18 29,55, W 19 29,55, W 20 (Kreis Alzey) 29,55, W 20 (Kreis Worms) 29,90 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung van Maisbackmehl liegen die Preise 30 Pf. unter den Notierungen. Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R. 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,40, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich, Weizenfut« termehl 13,60, Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00. W 19 11,10, W 20 11,20, Mühlenfest- preife ab Mühlenstation, Roggenfuttermehl R 19 12,50, Roggenvollkleie R 19 11,00, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation, Treber getr. —, Wiesenheu, handelsüblich, gesund, trocken 5,20 bis 5,40, Wiesenheu, gut, gesund, trocken 6,20 bis 6,40, Kleeheu, gut, gesund, trocken, 7,00 bis 7,50, Luzerneheu, gut, gesund, trocken 7,50 bis 7,80, Weizenstroh, bindfadengepreßt ober gebündelt 2,80, Roggenstroh, do. 3.00, Hafer- und Gerstenstroh, öo. 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation. Tendenz: ruhig.
Jranffurfer Schlachtviebmarkt.
Frankfurt a. M., 17. Jan. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 843 Kälber, 130 Hämmel, 185 Schafe, 2231 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mk., Hämmel 35 bis 50. Schafe 20 bis 42, Schweine 49,50 bis 58,50 Mk. Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittelmäßig.
Oer Arbeitseinsatz im Dezember in Hessen
Oie störenden Einwirkungen der Kälte auf die Außenarbeiten nicht übermäßig groß
Lpd. Die Pressestelle des Landesarbeitsamts Hessen in Frankfurt a. M. teilt mit:
Die Beschäftigung, die bis Mitte Dezember 1938 weiter angestiegen war, ging in der zweiten Hälfte des Monats wegen der starken Schneefälle und des anhaltenden Frostwetters zurück. Fast alle Außenarbeiten im Baugewerbe und in den Baunebengewerben, sowie in der Steinindustrie mußten eingestellt werden. Die betroffenen Betriebe konnten jedoch infolge der für die faifonungünftige Zeit geschaffenen Sonderregelung (Schlechtwetterregelung, Ausfallunterstützung usw.) großenteils ihre Belegschaften durchhalten, so daß der Zustrom von Arbeitsuchenden zu den Arbeitsämtern wesentlich gemildert wurde. Von den trotzdem freigesetzten Kräften (insbesondere Bau-, Stein- und Erdarbeitern) konnten eine große Zahl sofort bei Holzfällerarbeiten eingestellt werden, die z. T. allerdings ebenfalls wegen der starken Schneefälle vorübergehend unterbrochen werden mußten; weitere Kräfte fanden in den Städten bei Schneebeseitigungs, und ähnlichen Aushilfsarbeiten Beschäftigung. Die Zunahme der Arbeitslosigkeit bis zum Monatsende war deshalb
im Verhältnis zur Stärke des Kälteeinbruchs und der störenden Einwirkungen auf die Außenarbeiten nicht übermäßig groß; sie betrug 14 600 gegenüber 17 200 im Vorjahr. Am Monatsende wurden bei den Arbeitsämtern insgesamt rund 25 500 Arbeitslose gezählt. Ein großer Teil dieser Kräfte fand jedoch schon im ersten Drittel des neuen Jahres wegen der Milderung des Winterwetters wieder Beschäftigung. Die Zahl der Beschäftigten lag im Landesarbeitsamtsbezirk Hessen am Jahresende, trotz der saisonmäßigen Abschwächung mit rund 1005 000 Arbeitern und Angestellten, um etwa 59 000 über der Vorjahrshöhe.
2n den Industriebetrieben mit besonders angespannter Produktion hielt der Mangel an Fach« fräften an. Die Arbeitsämter setzten ihre Bemühungen um Rückführung berufsfremd Beschäftigter, um Umschulung von Kräften aus Ueberschußberufen, sowie um verstärkten Einsatz von Frauen mit guten Erfolgen fort. In der Land- und Hauswirtschaft machten sich die Abwanderungsbestrebungen nach wie vor sehr störend bemerkbar und verstärkten den schon bisher bestehenden Mangel an Arbeitskräften.
Spareinlagensteigerung 1938: rund 2,3 Milliarden RM.
Fwd. Nach den Monatsausweisen der deutschen Spa. lassen, Girokassen und Kommunalbanken sind bei diesen Instituten im Dezember 1938 = 614,4 (November 573,2) Mill. RM. Spareinlagen eingezahlt worden, gegen 520,4 Mill. RM. im Dezember 1937. Damit hat sich die günstige.,Spareinlagen- entwicklung der letzten Monate roe'iter fortgesetzt. Das Einzahlungsergebnis im Dezember wurde nur von demjenigen des üblicherweise stärksten Einzahlungsmonats Januar, sowie dem des Oktober, in dem bekanntlich besondere Umstände Vorlagen, übertroffen. Die Rückzahlungen waren im Berichtsmonat mit 540,8 Mill. RM., wie üblich, die höchsten im ganzen Jahr, abgesehen von denjenigen des September. Dem erhöhten Spareinlagenbestand entsprechend waren sie größer als im Dergleichsmonat des Vorjahres (459,7 Mill. RM.).
Dank der günstigen Einzahlungsbewegung ergab sich im Berichtsmonat ein Einzahlungsüberschuß von 73,6 Mill. RM., der das Sparergebnis im Dezember 1937 um 13,0 Mill. RM. übertraf. Bis einschließlich 1936 hatte der Jahresschlußmonat in der Regel aus jahreszeitlichen Gründen einen Auszahlungsüberschuß bei den Spareinlagen mit sich gebracht. Daß seit Dezember 1937 nunmehr die Einzahlungen auch im Dezember über den Rückzahlungen liegen, ist ein besonders erfreuliches Zeichen für
die günstige Entwicklung der Spareinlagen der letzten Zeit.
Nach dem Vorliegen der Dezemberziffern ist ein Ueberblirf über die Einlagenbewegung bei den Sparund Girokassen im ganzen Jahre 1938 möglich. Einschließlich der am Jahresende gutgeschriebenen Zinsen, die allerdings zum großen Teil erst im neuen Jahr verbucht werden, werden sich die S pa r e i n - lagen im Jahre 1 9 3 8 schätzungsweise um 1 9 57 MilI. RM. (gegen 1451 Mill. RM. im Vorjahr) erhöht haben. Von dieser Spareinlagensteigerung entfallen 1312 Mill. RM. auf den Einzahlungsüberschuß, 520 Mill. RM. auf die Zinsgut- schriften und 125 Mill. RM. auf die sonstigen Veränderungen. Daneben sind die sonstigen Einlagen der Sparkassen im vergangenen Jahr um 3 4 2 Mill. RM. (gegen 293 Mill. RM. im Vorjahr) gestiegen. Insgesamt sind also den Einlagen der deutschen Spar- und Girokassen im vergangenen Jahr fast rund 2,3 Mrd. R M. zugewachsen (gegen 1,7 Mrd. RM. im Vorjahr).
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach- mittag geschlossen.


