Ausgabe 
17.1.1939
 
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preis der Nationalsozialistischen Erhebung".

Der Reichsminister für Ernährung und Landwirt­schaft, R. Walther Darre, hat wie im Vorjahre, auch diesmal wieder für das Internationale Reit- und Fahrturnier, das während der Grünen Woche in der Berliner Deutschlandhalle stattfindet, den Preis der Nationalsozialistischen Erhebung" gestif­tet, der in einem besonders schweren Springen ver­geben wird. Der Preis besteht aus zwei künstlerisch wertvollen Ehrenpreisen und 10 000 RM.

Neuordnung des Zrauen-Walvlaufs.

Reichsfachamtsleiter Dr. v. Halt hat folgende Verfügung erlassen:

Mit sofortiger Wirkung werden alle Einzelläufe der Frauen bei Gelände- und Waldlauf-Veranstal­tungen untersagt. In Zukunft dürfen in den Aus­schreibungen dieser Veranstaltungen nur Mann- fchaftsläufe für Frauen erscheinen. Die Strecke wird auf 1200 Meter verkürzt. Ebenes Gelände hat in allen Fällen den Vorzug. Jede Mannschaft hat die letzten 20 Meter geschlossen, d. h. Hand in Hand zu­rückzulegen. Dieser 20-Meter-Raum vor dem Ziel muß für die Wettkämpferinnen deutlich gekenn­zeichnet sein. Mannschaften, die nicht in der vor- geschricbenen Form die letzten 20 Meter und das Ziel durchlaufen, werden nicht gewertet. Jede Mann­schaft besteht aus mindestens vier Frauen.

Auch 1939 Irauensportfest in Bad-Nauheim.

Reichsfachamtsleiter Dr. Ritter von Halt hat in großen Zügen das Programm der deutschen Leicht­athletinnen für das laufende Jahr bekanntgegeben, das sich im wesentlichen eng an das Programm der Männer anlehnt. Bei den großen Veranstaltungen sind hervorzuheben das Frauen-Sportsest am 21. Mai in Giengen, die Prüfungskämpfe am 28. Mai in Karlsruhe, der Länderkampf gegen Polen am 2. Juli und die Internationalen Frauen-Sportfeste am 22.Z23. Juli in München und am 29./30. Juli in Bad-Nauheim, sowie der Endkampf um die Deut­sche Vereinsmeisterschaft am 2.73. September.

Schulungstagung des Zachamts Handball.

Die Lehrgangsarbeit des Fachamtes Handball nahm am vergangenen Samstag in Wetzlar ihren Fortgang. Die Vereine des politischen Kreises Wetzlar waren restlos vertreten und bewiesen durch rege Anteilnahme und in zwangslos'er Aus­sprache an allen zur verwaltungstechnischen Auf­gabe stehenden Fragen großes Interesse. Kreis- fachwart L u h ließ noch einmal auf, die erste Serie die Derbandsrunde zurückschauen, behob die sich hier ergebenden Mängel durch richtungsgebende und klare Anweisungen, dankte allen Kameraden für ihren restlosen Einsatz zum vollen Erfolg der WHW.-Spiele und wies auf die bevorstehenden Spiele der Kreismannschaft und besonders auf dos Rückspiel der Gauelf gegen den Gau Mittelrhein

im Frühjahr in Gießen hin. lieber die Gestaltung der Jugendpflichtspielreihen brachten die beiden Bannfachwarte, Becker-Gießen (116) und Lin­de n st r u t H-Niedergirmes (88) klare Ausführun­gen. Kreisschiedsrichter-Obmann Becker sprach über Leistungsstand und Ausbildungsarbeit der Schiedsrichter, wies auf die beiden in diesem Mo­nat noch stattfindenden Lehrgänge in Gießen und Herborn hin und streifte das im Frühjahr geplante Hallen-Handball-Turnier. Alle diese verwaltungs­technischen Fragen ließen überleiten zu dem Hauptthema des Abends, dem längeren, ausführ­licheren Vortrag des Kameraden Becker über Spielordnung, Schiedsrichterwesen und Jugendbe- stimmungen.

Billardkampf Gießen Mainz.

Am 14. und 15.>Januar weilte der Verein der Billardfreunde Mainz beim Gießener Billard-Club zum Rückspiel zu Gast. Sechs Wettbewerber aus Mainz, darunter ein eifriger Billardfreund von 79 Jahren, maßen ihre Kräfte mit den Gießener Spie­lern. Es wurden 32 Partien auf Matchbillards und kleinen Tischen ausgetragen. Sieger des Tur­niers wurde Mainz mit dem knappen Vorsprung von 64 Bällen bei einer Gesamtbällezahl von 5969 gegen 5305, die die Gießener erreichten. Es wurden überraschend gute Leistungen auf beiden Seiten ge­zeigt, obwohl Gießen die spielschwächere Mann­schaft auswies. So erreichte Herr Küchler (Mainz) die Höchstserie von 37, den besten Generaldurchschnitt von 4,218, und Herr Jakoby (Mainz) den besten Einzeldurchschnitt von 6. Besonderer Erwähnung bedarf noch der harmonische Verlauf und die aus­gezeichnete Organisation, die lobend anerkannt wur­den. Als weiteren Gegner in dieser Spielsaison hofft der Gießener Billard-Club den Kasseler Billard- Sportverein verpflichten zu können.

Oie deutschen Hallentennis- Meiflerschasten.

von TNetaxa schon ausgefchieden.

Die internationalen Hallen-Tennismeisterschaften von Deutschland, die sich in diesem Jahre einer be­sonders guten Besetzung erfreuen, nahmen am Mon­tag in der Halle des Bremer Tennisvereins von 1896 ihren Anfang. Neben schönen deutschen Dor­rundenerfolgen blieben am ersten Tag auch Fehl­schläge nicht aus. Eine recht unerwartete Nieder­lage bezog der Wiener Georg von Metaxa,der gegen den in Deutschland ziemlich unbekannten Norweger Sigurt Rinde in drei Sätzen mit 7:5, 4:6, 6:3 den kürzeren zog. Der Wiener machte einen müden, unsicheren Eindruck. Unsere übrigen Spitzen­spieler kämpften, soweit sie auf den Plan traten, dagegen erfolgreich. Roderich Menzel hatte zwar gegen den mit großem.Einsatz spielenden Bremer F. W. Kulenkampff keinen leichten Stand, siegte aber doch sicher 7:5, 6:2. Auch die Berliner Rolf G ö p f e r t und Werner B e u t h n e r sowie der Un­gar Petoe erreichten die zweite Runde. Bei den Frauen wäre der 6:3-, 6:3-Sieg der Berlinerin Thilde Hamel (früher Hanau) über Frau Opitz (Bremen) zu erwähnen.

Die Ergebnisse der Kreisklassenspiele.

Pokalspiele: Heuchelheim Großen-Buseck kampflos für Heuchelheim. Steinbach Hungen aus­gefallen.

I. Kreisklafse: Lollar Klein-Linden 4:0; Großen-Linden SA. 5:2.

II. Kreisklasse: Grünberg Göbelnrod 5:0; Oueckborn Saasen 2:8; Treis VsB.-R. III 2:7; Krofdorf Staufenberg 15:1. Großen-Linden II Grüningen, letztere nicht angetreten.

Obwohl die Witterung nicht gerade einladend war und die Plätze sehr gelitten hatten, konnten alle Spiele bis auf eins ausgetragen werden. Bei den Pokalspielen verzichtete Großen-Buseck auf das Spiel und scheidet damit aus. In Steinbach mußten die Hungener unverrichteter Dinge wieder heimfahren, da der Platz unter Wasser stand. Lollar rechtfertigte seine Tabellenführung durch einen sicheren Sieg. In Großen-Linden mußte die SA.-Kampfspielgemeinschaft wiederum eine Niederlage einstecken, die leicht noch höher hätte ausfallen können, wenn nicht die Platz­herren ihren Mittelstürmer durch Verletzung ver­loren hätten. Ebenfalls muß von jeder Partei ein Spieler auf Geheiß des Schiedsrichters das Spiel­feld verlassen. In Grünberg überraschten die Gast­geber ihre Anhänger wieder einmal durch einen sicheren Sieg, der über den Lokalrivalen Göbelnrod errungen wurde. Es wurden auch hier zwei Spieler herausgestellt, was sehr zu bedauern ist. Oueckborn leistete sich den Scherz, daheim gegen Saasen mit nur 10 Mann anzutreten und mußte sich eine derbe

Niederlage gefallen lassen, die als Ueberraschung an­zusehen ist. Der VfB.-Reichsbahn hatte die Mann­schaft verstärkt und konnte in Treis einen über­zeugenden Sieg herausholen. Mit nur acht Mann hatte Staufenberg beim Tabellenführer Krofdorf keine Chancen auf Sieg und mußte sich eine zwei­stellige Niederlage gefallen lassen. Grüningen trat in Großen-Linden nicht an und verzichtete damit auf die Punkte.

I. Kreisklasse Gießen A.

Lollar

Spiele Gew.

Unentsch

. Verl.

Pkte.

8

6

0

2

12:4

Großen-Buseck

7

5

0

2

10:4

Heuchelheim

7

5

0

2

10:4

Rodheim

6

3

0

3

6:6

Klein-Linden

6

1

0

5

2:10

Wißmar

6

0

0

6

0:12

I. Kreisklasse Gießen B.

Die Spiele mit Muschenheim wurden gestrichen, da die Mannschaft nicht mehr an den Spielen teilnimmt.

Großen-Linden

Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte.

8

6

2

0

14:2

Leihgestern

7

6

0

1

12:2

Lich

7

4

0

3

8:6

Garbenteich

7

3

1

3

7:7

Steinbach

7

3

0

4

6:8

Hungen

7

2

1

4

5:9

SA.-Kampfgem.

7

2

0

5

4:10

Lollar II

6

0

0

6

0:12

Jahresversammlung

des Sportvereins Steinbach.

Der Sportverein Steinbach hielt seine Jahres­schlußoersammlung ab. Vereinsführer Otto Schmitt erstattete einen Bericht über das abgelaufene Ver­einsjahr und hob hervor, daß dem Fußballsport stets die größte Aufmerksamkeit zuzuwenden sei. An­schließend erstattete Kassenwart P s e i f f e r den Kas­senbericht, der einen sehr guten Stand zeigte. Dann folgten noch die Berichte der Mannschaftsleiter. Der bisherige Vorstand blieb im Amte, allerdings wur­den einige Aenderungen vorgenommen. Eine allge­meine Aussprache beschloß den geschäftlichen Teil der Versammlung.

Kurze Sportnotizen.

Die Nationalmannschaft der Schüt­zen trainiert am 21./22. Januar in der Reichs­hauptstadt als Vorbereitung für den Königsberger Vierländerkampf gegen Schweden, Dänemark und Finnland am 11./12. März.

*

NSKK. -Scharführer Schäfer, der zu­sammen mit Hetlinger, Lenssen und Lippach Deutsch­land bei den Viererbob-Weltmeisterschaften in Cor­tina d'Ampezzo vertritt, ist mit seiner Mannschaft bereits unterwegs, um noch trainieren zu können.

*

Französische Schwimmer waren am Wo­chenende in Aachen zu Gast. Frankreichs Wasserball- meister Tourcoing siegte über den SV. Aachen 06 mit 4:1 (1:1), aber den Schwimm-Klubkampf ge­wannen die Einheimischen mit 37:30 Punkten.

Inge von der Forst, die beim Breslauer Turn- und Sportfest das 100-Meter-Brustschwimrnen der Klasse la gewann, konnte jetzt in ihrer Heimat­stadt Santiago de Chile einen neuen Landesrekord aufstellen. Sie legte die 200-Meter-Brust in 3:09,8 Minuten zurück.

Ausgezeichnete Lei st ungen gab es bei einer Schwerathletik-Veranstaltung in Wien. Anton Richter (Polizei Wien) schaffte im beidarmigen Rei­ßen der Federgewichtsklasse 97,5 Kilogramm und stellte damit den Weltrekord des I_lZA.-Negers John Terry ein.

*

Die Technische Kommission des Inter­nationalen Turnerbundes hielt in Basel eine Sitzung ab und setzte hier die Pflichtübungen für das olym­pische Turnen 1940 in Helsinki fest. Interessant ist, daß beim Pflicht-Pferdesprung eine Notenabstufung nach Sprungbrettabstand vorgenommen wird.

*

Frankreichs Fußballverband f)at be­schlossen, naturalisierte Spieler erst dann in einer National- oder Auswahlmannschaft zu verwenden, wenn sie ihren militärischen Verpflichtungen in vol­lem Umfange nachgekommen sind.

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Die britischen Schi-Mei st erschaften wurden in dem Schweizer Winterkurort Wengen zu Ende geführt. In der alpinen Kombination siegte bei den Frauen Isabel Roe, die den Torlaus ge­wann und die Abfahrtssiegerin Helen Palmer- Tomkinson auf den zweiten Platz verwies. Ja­mes Palmer-Tomkinfon als überlegener Doppelsieger Abfahrt-Torlauf eroberte den Titel wieder bei den Männern in der Kombination.

irischast.

r r

Auflösung von Werksparkaffen.

Fwd. Nach dem Kreditgesetz vom 5. Dezember 1934 sind die Werksparkassen bis zum 31. Dezember 1940 aufzulösen. Daß auch irgendwelche Ersatzein­richtungen unzulässig sind, zeigt eine Entscheidung des Reichskommissars für das Kreditwesen, der fol­gender Sachverhalt zugrunde lag: Eine Firma hat für ihre Gefolgschaft laufende freiwillige Zuwendun­gen gemacht, die aber nicht in bar ausgezahlt, son­dern als Sonderkonten für die einzelnen Gefolg­schaftsmitglieder eingerichtet wurden. Die Beträge wurden den Gefolgschaftsmitgliedern gutgeschrieben; sie blieben im Betrieb und wurden verzinst. Die Firma hat die Auffassung vertreten, daß eine Werk­sparkasse hier nicht vorlieae, da die Gelder nicht von den Gefolgschaftsmitglieoern eingezahlt werden, sondern vom Unternehmer stammen. In einem Be­scheid hat der Reichskommissar die Werksparkassen­eigenschaft dieser Einrichtung bejaht und u. a. aus- gesührt, daß es gleichgültig ist, von welcher Seite die Gelder herrühren. Der BegriffAnnahme von Geldbeträgen", der hier von Bedeutung ist, schließt sämtliche Vorgänge ein, durch die ein Konto erkannt wird, also neben Bareinzahlungen auch Gutschriften jeder Art.

Die Firma ist angehalten worden, diese Konten aufzulösen und die Guthaben gegebenenfalls bei einem Sparinstitut für die Gefolgschaftsmitglieder anzulegen.

Rhein-Mainische Börse.

Mttagsbörfe uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 16. Jan. Auch zum Wochen­beginn zeigte das Geschäft an der Börse nur klein­sten Umfang. Der Auftragseingang war sehr klein, soweit er den Großverkehr am Aktienmarkt betraf, während- für den Einheitsmarkt in einer Anzahl von Papieren weitere Anlagen erfolgten. Der Berufshandel betätigte sich nur wenig am Ge­schäft. Die Zahl der zunächst ohne Notiz gebliebe­nen Werte hat sich wieder stark erhöht. Bei den zu­nächst notierten Papieren war die Entwicklung un­einheitlich, wobei sich die durchschnittlichen Schwan­kungen unter 1 v. H. bewegten. Montanwerte setzten durchweg nur knapp gehalten ein, Hoesch 107,50 (108), Mannesmann 109 (109,25), Verein. Stahl 107,65 (107,75). IG.-Farben gingen nach 150 noch um 0,25 v. H. unter den Stand vom Samstag auf 149,25 zurück, ferner Geffürel von 133,65 auf 133 (134), auch AEG. nur knapp gehalten mit 116,50 (116,75). Anderseits befestigten sich Reichsbank auf 188,50 (187,50), Rheinmetall auf 131 (130,25) und RWE. auf 118,13 (117,40), sowie Lahmeyer auf 118 (117,75).

Am Rentenmarkt blieb die Geschäftstätigkeit klein. Reichsaltbesitz etwas schwächer mit 128,50 128,90), ferner 5 v. H. Gelsenkirchener Berg mit 101,13 (101,25). Kommunal-Umschuldung halbamt­lich unv. 92,90. Fest lagen Reichsbahn-VA. mit 123,65 (123,25). Liquidationspfandbriefe schwankten bis 0,25 v.H., im gleichen Ausmaß abweichend no­tierten Stadtanleihen und Industrie-Obligationen bei im allgemeinen kleinen Umsätzen.

In der zweiten Börsenstunde blieb die Kursent­wicklung unregelmäßig, das Geschäft. belebte sich nicht, da Aufträge fehlten. Hoesch waren mit unv. 107,50 angeboten, AEG. bröckelten auf 115,75 nach 116,50, Gesfürel auf 132,50 nach 133,65 ab, ander­seits IG -Farben 149,50 nach 149,25 und RWE. bei größeren Umsätzen mit 118,25 nach 118,13. Die später notierten Papiere zeigten Abweichungen bis 1 v. H. Schwächer lagen aber Deutsche Erdöl mit

121,25 (134), Adlerwerke Kleyer mit 103 (105) und Felten mit 133 (135).

Am Markt der unnotierten Werten waren Dingler Maschinen lebhafter mit 102,50 bis 104,90 (102 bis 104), sonst nannte man Elsäss. Bad. Wolle mit 92,25 bis 94,25 (93 bis 94) und Grvwag mit 83 Geld (82,25 bis 84,25). Der Geldmarkt war sehr flüssig, Tagesgeld wurde auf den sehr niedri­gen Satz von 2 (2,25) v. H. gesenkt.

Abendbörse ruhig.

Die Abendbörse hatte nur sehr kleines Geschäft, da Aufträge der Kundschaft fast völlig fehlten. Es kamen nur wenige Kurse zur Notiz, die im allge­meinen ohne bemerkenswerte Veränderungen waren. Von Montanwerken etwas schwächer lagen jedoch Buderus mit 107 (108), auch Hoesch 0,40 v.H. ermäßigt auf 107 und Mannesmann nur knapp ge­halten mit 108,75 (109), anderseits Verein. Stahl 0,13 v. H. höher gefragt mit 107,75 und Rheinstahl sowie Deutsche Erdöl unv. 132,50 bzw. 121,25. Etwas erholt waren Gesfürel auf 133,25 (132,50). IG.-Färb en bei kleinen Umsätzen unverändert 149,25. Sonst notierten u. a. Adlerwerke mit 103, VDM. mit 179, Scheideanstalt mit 198, Bernderg mit 137, MAN. mit 137,50, Moenus mit 124 und Licht und Kraft mit 132 sowie Rheknmetall mit 130,50 (131). Bankaktien lagen ruhig und behaup­tet. Der Rentenmarkt war ohne Geschäft, nur 5 v. H. Thyssen mit 100,90 (100,75) verzeichneten geringen Umsatz. Farben-Bonds waren zu unv. 119,50 gefragt. Im Freiverkehr nannte man Kom­munal-Umschuldung unv. 92,90.

Sranffurler Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 16. Jan. Es notierten (Ge­treide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in Mark: Weizen W 9 206, W 11 208, W 12 209, W 13 210, W 16 213, W 18 215, W 19 217, W 20 219, Rog­gen RH 191, R12 192, R14 194, R15 195, R 16 197, R 17 198, R 18 199, R 19 201 Groß- Handelspreise der Mühlen der genannten Preisge­biete. Futtergerste, Futterhafer, Weizenmehl Type 812 W 13 29,55, W 16 29,55, W 18 29,55, W 19 29,55, W 20 (Kreis Alzey) 29,55, W 20 (Kreis Worms) 29,90 plus 0,50 Mark Frachtaus­gleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung van Maisbackmehl liegen die Preise 30 Pf. unter den Notierungen. Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R. 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,40, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich, Weizenfut« termehl 13,60, Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00. W 19 11,10, W 20 11,20, Mühlenfest- preife ab Mühlenstation, Roggenfuttermehl R 19 12,50, Roggenvollkleie R 19 11,00, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation, Tre­ber getr., Wiesenheu, handelsüblich, gesund, trocken 5,20 bis 5,40, Wiesenheu, gut, gesund, trocken 6,20 bis 6,40, Kleeheu, gut, gesund, trocken, 7,00 bis 7,50, Luzerneheu, gut, gesund, trocken 7,50 bis 7,80, Weizenstroh, bindfadengepreßt ober gebün­delt 2,80, Roggenstroh, do. 3.00, Hafer- und Ger­stenstroh, öo. 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreis ab Er­zeuger-Verladestation. Tendenz: ruhig.

Jranffurfer Schlachtviebmarkt.

Frankfurt a. M., 17. Jan. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 843 Kälber, 130 Hämmel, 185 Schafe, 2231 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mk., Hämmel 35 bis 50. Schafe 20 bis 42, Schweine 49,50 bis 58,50 Mk. Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Häm­mel und Schafe mittelmäßig.

Oer Arbeitseinsatz im Dezember in Hessen

Oie störenden Einwirkungen der Kälte auf die Außenarbeiten nicht übermäßig groß

Lpd. Die Pressestelle des Landesarbeitsamts Hes­sen in Frankfurt a. M. teilt mit:

Die Beschäftigung, die bis Mitte Dezember 1938 weiter angestiegen war, ging in der zweiten Hälfte des Monats wegen der starken Schneefälle und des anhaltenden Frostwetters zurück. Fast alle Außen­arbeiten im Baugewerbe und in den Bauneben­gewerben, sowie in der Steinindustrie mußten ein­gestellt werden. Die betroffenen Betriebe konnten jedoch infolge der für die faifonungünftige Zeit ge­schaffenen Sonderregelung (Schlechtwetterregelung, Ausfallunterstützung usw.) großenteils ihre Beleg­schaften durchhalten, so daß der Zustrom von Ar­beitsuchenden zu den Arbeitsämtern wesentlich ge­mildert wurde. Von den trotzdem freigesetzten Kräf­ten (insbesondere Bau-, Stein- und Erdarbeitern) konnten eine große Zahl sofort bei Holzfällerarbei­ten eingestellt werden, die z. T. allerdings ebenfalls wegen der starken Schneefälle vorübergehend unter­brochen werden mußten; weitere Kräfte fanden in den Städten bei Schneebeseitigungs, und ähnlichen Aushilfsarbeiten Beschäftigung. Die Zunahme der Arbeitslosigkeit bis zum Monatsende war deshalb

im Verhältnis zur Stärke des Kälteeinbruchs und der störenden Einwirkungen auf die Außenarbeiten nicht übermäßig groß; sie betrug 14 600 gegenüber 17 200 im Vorjahr. Am Monatsende wurden bei den Arbeitsämtern insgesamt rund 25 500 Arbeits­lose gezählt. Ein großer Teil dieser Kräfte fand je­doch schon im ersten Drittel des neuen Jahres we­gen der Milderung des Winterwetters wieder Be­schäftigung. Die Zahl der Beschäftigten lag im Landesarbeitsamtsbezirk Hessen am Jahresende, trotz der saisonmäßigen Abschwächung mit rund 1005 000 Arbeitern und Angestellten, um etwa 59 000 über der Vorjahrshöhe.

2n den Industriebetrieben mit besonders ange­spannter Produktion hielt der Mangel an Fach« fräften an. Die Arbeitsämter setzten ihre Bemühun­gen um Rückführung berufsfremd Beschäftigter, um Umschulung von Kräften aus Ueberschußberufen, so­wie um verstärkten Einsatz von Frauen mit guten Erfolgen fort. In der Land- und Hauswirtschaft machten sich die Abwanderungsbestrebungen nach wie vor sehr störend bemerkbar und verstärkten den schon bisher bestehenden Mangel an Arbeitskräften.

Spareinlagensteigerung 1938: rund 2,3 Milliarden RM.

Fwd. Nach den Monatsausweisen der deutschen Spa. lassen, Girokassen und Kommunalbanken sind bei diesen Instituten im Dezember 1938 = 614,4 (November 573,2) Mill. RM. Spareinlagen einge­zahlt worden, gegen 520,4 Mill. RM. im Dezember 1937. Damit hat sich die günstige.,Spareinlagen- entwicklung der letzten Monate roe'iter fortgesetzt. Das Einzahlungsergebnis im Dezember wurde nur von demjenigen des üblicherweise stärksten Einzah­lungsmonats Januar, sowie dem des Oktober, in dem bekanntlich besondere Umstände Vorlagen, über­troffen. Die Rückzahlungen waren im Berichtsmonat mit 540,8 Mill. RM., wie üblich, die höchsten im ganzen Jahr, abgesehen von denjenigen des Sep­tember. Dem erhöhten Spareinlagenbestand ent­sprechend waren sie größer als im Dergleichsmonat des Vorjahres (459,7 Mill. RM.).

Dank der günstigen Einzahlungsbewegung ergab sich im Berichtsmonat ein Einzahlungsüberschuß von 73,6 Mill. RM., der das Sparergebnis im De­zember 1937 um 13,0 Mill. RM. übertraf. Bis ein­schließlich 1936 hatte der Jahresschlußmonat in der Regel aus jahreszeitlichen Gründen einen Auszah­lungsüberschuß bei den Spareinlagen mit sich ge­bracht. Daß seit Dezember 1937 nunmehr die Ein­zahlungen auch im Dezember über den Rückzahlun­gen liegen, ist ein besonders erfreuliches Zeichen für

die günstige Entwicklung der Spareinlagen der letz­ten Zeit.

Nach dem Vorliegen der Dezemberziffern ist ein Ueberblirf über die Einlagenbewegung bei den Spar­und Girokassen im ganzen Jahre 1938 möglich. Ein­schließlich der am Jahresende gutgeschriebenen Zin­sen, die allerdings zum großen Teil erst im neuen Jahr verbucht werden, werden sich die S pa r e i n - lagen im Jahre 1 9 3 8 schätzungsweise um 1 9 57 MilI. RM. (gegen 1451 Mill. RM. im Vorjahr) erhöht haben. Von dieser Spareinlagen­steigerung entfallen 1312 Mill. RM. auf den Ein­zahlungsüberschuß, 520 Mill. RM. auf die Zinsgut- schriften und 125 Mill. RM. auf die sonstigen Ver­änderungen. Daneben sind die sonstigen Einlagen der Sparkassen im vergangenen Jahr um 3 4 2 Mill. RM. (gegen 293 Mill. RM. im Vorjahr) gestiegen. Insgesamt sind also den Einlagen der deutschen Spar- und Girokassen im vergangenen Jahr fast rund 2,3 Mrd. R M. zugewachsen (ge­gen 1,7 Mrd. RM. im Vorjahr).

Sprechstunden der Redaktion.

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