Ausgabe 
17.1.1939
 
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Zahlreiche Bombenanschläge in England

TDRTOSA

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Der Staat Mandschukuo hat eine Bevölke­rung von runh 38 Millionen Menschen. Er hat mit einem Gebiet von 1300 000 Quadratkilometer eine Größe wie Großdeutschland, Frankreich, Belgien, die Niederlande und Ungarn zusammenge- nommen. Schon in den ersten Jahren seiner staatlichen Selbständigkeit wuchs unter der Anlei­tung Japans die Länge seiner Eisenbahnstrecken von 6000 auf 9500 Kilometer, die Strecken seiner Auto­buslinien von 1000 auf 7500 Kilometer. Die Ein­lagen bei den Postsparkassen verzehnfachten sich. Das Land verfügt über eine Agrarreserve von minde- stens 20 Millionen Hektar und über einen Besitz von rund 22 Millionen Hektar an Wald. Zu seinen Bo­denschätzen zählen Kohlenflöze von mindesten? 1,7

dürfe. Alle Mächte seien berufen, diese Organisa- tion in enger Zusammenarbeit auszurotten. Die Komintern habe bereits versucht, Spanien und Mitteleuropa zu bolschewisieren, sie sei aber durch Deutschland und Nationalspanien v e r t r i e« ben worden. In England und in Frank, reich habe sich die Komintern unter dem Deck-

den Erfolg gehabt, daß die Antikomintern- Bewegung in ganz Europa an Stärke gewonnen habe. Jetzt habe sich auch Ungarn dem Antikomrnternpakt angeschlossen. In Ostasien habe zuerst Japan den Kampf gegen die kommu­nistische . Bedrohung ausgenommen. Durch den Beitritt Mondschukuos habe sich nun eine antibolschewistische Front gebildet, die sich über ganz Europa und Asien ausbreite. Japan begrüße herzlich den Hinzutritt zweier starker Glieder im Osten und Westen.

Der Ernst der unterirdischen Tätigkeit Moskaus in Mandschukuo zeigt sich allein in der Tatsache, daß im Laus von drei Jahren nicht weniger als 500 Kommunisten wegen erwiesener staatsfeindlicher Umtriebe verhaftet werden mußten. Um auch dem Lande selbst eine innere Abwehrfähigkeit zu geben, wurde noch im Jahre der Staatsgründung, also vor nunmehr sieben Jahren, eine Bewegung von betont antikommunistischer Richtung, dieH s i e h - h . H u i"° Bewegung gegründet. Sie fuhrt die Auf­klärungsarbeit im ganzen Lande durch und veran­staltet alljährlich eine besondere Kamvfwoche gegen die Komintern.

Armeekorps, das an der katalanischen Küste entlang in nordöstlicher Richtung gegen Barcelona vordringt, erklärte, außer einigen wenigen noch Widerstand leistenden Milizeinheiten befinde sich das Gros der katalanischen Armee aufder Flucht.

Der Künste im Bunde.

Auch Mandschukuo tritt dem Antikomintern-Abkommen bei.

der Berübung von Untaten für politische Zwecke ein Ende zu setzen.

Aufregung in Loudon.

abs. London, 16. Januar.

kelstein angeblich diesmal nicht nach Genf kom­men wird. <

Am ersten Tag beschäftigte sich der Rat nur mit der Frage der Zurückziehung nichtspa­nischer Kriegsteilnehmer. Die Zahlen in dem Bericht der Militärkommission, die diese Frage zu prüfen hatte, lassen die Buntheit des Dölker- gemisches in den Rechen der Rot-Spanier" und den Umsang der Einmischung durch Angehörige fremder Staaten erkennen. Bezeichnend für die Stimmung, die in Rotspanien herrscht, ist die Fest­stellung der Kommission, daß allein in der Zone von Barcelona Hunderte vonFreiwilligen" i n sowjetspanischen Gefängnissen ermit­telt wurden. Zur allgemeinen Verwunderung hielt der französische Außenminister Bonnet es für angebracht, in der Aussprache über diese Ange­legenheit den rotspanischen Machthabern für die Unterstützung der Militärkommission zu danken. Der britische Außenminister Lord Halifax be-1 schränkte sich im wesentlichen auf sachliche Betrach­tungen. Bonnet und Lord Halifax werden noch im Lause dieser Nacht Genf wieder verlassen.

Genfer Ratstagung.

Gens, 16. Jan. (DNB.) Aus der Tagesordnung der 10 4. Tagung des Rates der Gen­fer Liga, die voraussichtlich bis zum 21. Januar oauern wird, sind nur zwei Fragen von politischer Bedeutuna vermerkt, nämlich der chinesisch- japanische Streitfall und der spanische Bürgerkrieg. In beiden Angelegenheiten ist mit wichtigen Beschlüssen der Genser Liga nicht zu rechnen. Das Hauptinteresse der Tagung dürfte wieder in den Kulissenverhandlungen zu erblicken sein, an denen sich der englische Außenminister Lord Halifax und der französische Außenmini­ster Bonnet beteiligen werden, wogegen der sowjetrussische Außenminister Litwinoff-Fin-

Der ungefähre Frontoerlauf in Katalonien nach der Eroberung Tarragonas. (Scherl-Bilderdienst-M.) Fronteinbuchtung bestand ihren Dormarsch durch einen bedeutenden Erfolg gekrönt, Cervera ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt. Den von Süden heranrückenden Divisionen und den auf der Straße LeridaBarcelona operierenden nationalspanischen Truppen ist es am Montagabend gelungen, die stra­tegisch äußerst wichtige Stadt I g u a l a d a einzu­nehmen. Damit haben die nationalen Truppen auch an dieser Stelle den Kamm des katalanischen Ge­birges überschritten und dringen nun das Tal des Rio Noya abwärts immer tiefer in die katalanische Küstenebene mit Richtung aus Barcelona vor.

General Franco hat am Montagabend über den nationalen Rundfunk einen Aufruf an die Ka­talanen gerichtet, jeden weiteren Widerstand auf­zugeben, da er militärisch nutzlos sei und nur un­nötiges Blutvergießen verursachen würde. General Yague, der Befehlshaber des marokkanischen

etwas stümperhaften Terroraktionen gegenüber unD erwartet von den Ermittlungen Scotland Yards >eine volle Aufklärung der Hinter­gründe und die (Ergreifung der Täter. Daß man auf der Regierungsseite das größte Interesse an einem schleunigen Durchgreifen hat, geht schon dar­aus hervor, daß das Innenministerium von der Kriminalpolizei und der politischen Abteilung Scot­lands Yards ständig auf dem laufenden gehalten werden muß. /

Montag wurde auch in London, namenllich an den Anschlagtafeln vieler Kirchen, die Prokla­mation der Irischen Republikanischen Armee angehestet, die am Sonntag schon in Ir­land zu finden war und zu Gegenmaßnahmen der Regierungen von Irland und Ulster geführt hatte. In dieser Proklamation wird von England gefor­dert, daß es seine Streitkräfte, seine Zivilbeamten und Einrichtungen aus allen Teilen Irlands zu­rück zi e h e.

Am Montagabend waren in allen größeren Städten Englands Polizeistreifen eingesetzt, die die Elektrizitätswerke, die Wasserwerke und Pumpstationen, bewachten. Beamte des Son- derdezernats von Scotland Yard waren am Dienstagmorgen unterwegs, um bekannte irische Revolutionäre in Haft zu neh­men. Doch sind bis zur Stunde noch keine Fest­nahmen gemeldet worden. Das läßt darauf schlie­ßen, daß mit der müßten Geheimhaltung vorge- gangen wird. Eine Reihe von Irländern haben die Aufforderung erhalten, umgehend England zu ver­lassen, wenn sie nicht deportiert werden wollen.

Ein angesehenes Blatt, wie dieDaily Mail" gibt die halbamtliche Auffassung wieder, es handle sich umsinnlose Ausschreitungen", die zwar aus poli­tischen Gründen unternommen worden seien, aber keinen tieferen politischen Sinn hätten. Das Blatt glaubt an eine weitverzweigte Verschwörung mit dem Ziel, die Elektrizitätsversorgung großer Ge­biete stillzulegen und verlangt zum Schluß:Den bewaffneten Gangstern darf keine Gnade gezeigt werden."

Hsingking. 17. Ian. (DRV. Funkspruch.) Die mandschurische Regierung gibt heule morgen offiziell ihren Eintritt in die Aatikominternfront bekannt, nachdem sie am Montag ihre Bereitschaft dazu bekundet hatte, dem Ersuchen der Antikominternmächte Folge zu leisten.

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Langsam, aber sicher, weitet sich der Antikomin- ternpatt weltpolitisch aus. Nachdem wir eben den Beitritt Ungarns verzeichnen konnten, ist nun aüch Mandschukuo dem Pakt beigetreten. Wert und Wichtigkeit dieses Vorganges liegen vor allem in der Tatsache, daß damit zum ersten Male a u f de m osta statischen Fe st lande ein Staat eine ausgesprochen antikommunistische Linie vertritt und dadurch den japanischen Antikomintern-Pfeiler wesentlich verstärkt. Dieser Wert wird gesteigert da­durch, daß Mandschukuo in seiner ganzen geogra­phischen Breite unmittelbar an die südsibirische An­griffsbasis Sowjetrußlands angrenzt und mit seinen eigenen modernen Befestigungsanlagen auch mili­tärisch ein starkes Sperrfort gegen den bolsche- wisttschen Nachbarn b'ilhet.

Seitdem nun infolge der japanischen Expansion auf dem Festlande in dem Gebiet südlich der Mandschurei ein gewaltiger Landkomplex der bereits eingefreffenen Bolschewisierung entrissen wurde, hängt auch die Linke (westliche) Flanke der Mandschurei nicht mehr in der Lust. Die äußere Front verläuft jetzt ganz grob gesehen un­gefähr in einer Nordsüdlinie, die von der West- grenze des Kaiserreiches Mandschukuo ausgeht. Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, daß dieser ersten Ausdehnung des Antikomintern-Paktes auf das fernöstliche Festland Erweiterungen folgen wer­den, früher oder später.

Wie Ungarn, so weiß auch Mandschukuo sehr ge­nau, was es von der Komintern und ihrer Zer- !^9spolitik zu halten hat. Bis zum 1. März 1932 also bis zur offiziellen Bildung des Staates Mandschukuo, hat Moskau nicht aufgehört, dieses Gebiet zu beeinflussen-, Mittel dazu waren im be­sonderen der Besitz der Ostchinesischen Bahn, die Durchsetzung des Landes mit Kominternagenten und die eigenen Provinzorganisationen der Kom- mumsten in der Mandschurei. Daß die durchweg

Mlliaichen Tonnen, Eisenerze von 400 Millionen z Tonnen, Oelschiefer mit einem Gehalt von 6 h? 7 v. H., schließlich Vorkommen an Gold, Kupfer' Zinn, Zink, Silber und Magnesit. Die Ausfuhr des! jungen Staates stieg bereits von 1933 bis 36 «J 43 v. H. m

Zwischen Deutschland und Mandsch^, kuo bestehen zahlreiche direkte Beziehungen, beteni beiderseitige Verpflichtung sich u. a. in den Gesandt­schaften und Handelsdelegattonen verkörpern. gJ der Reichstagsrede vom 20. Februar vergangenen! Jahres gab Der Führer die offizielle Anerkennung Mondschukuos durch Deutschland bekannt. Reqe Handelsbeziehungen bestehen zwischen beiden Staa­ten. Die Mandschurei exportiert jährlich mehrere Millionen Tonnen an Sojabohne, von denen ein beträchtlicher Teil nach Deutschland geht. Dieses lie­fert seinerseits große Maschinenanlagen wie bei­spielsweise Löschvorrichtungen für den größten Ha­sen Mandschukuos, Dairen, Krananlagen, Kran- öampfer, Brückenbauten, Maschinen für Eisenhütten­werke, Schienen, Diesellokomotiven usw. B. R.

Japan begrüßt den Beitritt 1

Randschnkuos.

politische Hintergründe.

Irische Republikaner oder Kommunisten.

London, 16. Jan. (DNB.) In London und Manchester ereigneten sich am Montagvvrmittag gleichzeitig mehrere schwere Explosionen. Die erste in der Nähe eines großen Elektrizitäts­werkes im Südosten von London, außerhalb der Kontrollstation, von der aus ganz Südost-England mit Strom beliefert wird. Der Knall der Explosion, die von einer starken Stichflamme begleitet war, war meilenweit zu hören. Auf dem Vorplatz des Gebäudes wurde ein gewaltiges Loch in den Boden gerissen. In weitem Umkreis gingen Tausende von Fensterscheiben in Scherben. Verletzt wurde jedoch niemand. Die Kontrollstation selbst wurde nicht be­schädigt, da sie während der Septemberkrise bomben­sicher gemacht worden war. In London ist ein zweiter Bombenanschlag verübt worden auf eine Stark st romleitung des Elektrizitäts­werkes Willesden über den Grand-Junction-Kanal. In Manchester, wo sich gleichzeitig drei Explo­sionen an verschiedenen Stellen ereigneten, wurde ein Mann getötet und zwei verletzt. Das Straßenpflaster wurde aufgerissen. Elektrische An­lagen sind zerstört und Geschäftshäuser schwer be­schädigt worden. Die Straßen waren mit Glas­scherben übersät. Spät abends wurde dann noch aus Buckingham gemeldet, daß auch dort ein Bombenanschlag auf die Elektrizitäts- und Wasser­werke verübt worden ist. Ein Teil des Werkes soll beschädigt worden sein.

Die. Polizei ist der Auffassung, daß es sich bei allen diesen Explosionen um Anschläge von orga­nisierten Banden handelt. Wie verschiedene Zeitungen melden, scheint die Polizei irische N a - t i o n a l i st e n mit diesen Anschlägen in Verbindung zu bringen, jedoch muß in diesem Zusammenhang an die zahlreichen Sabotageakte yuf englischen Kriegsschiffen und Werften erinnert werden, Die sich vor einigen Monaten ereigneten, und die einwand­frei auf kommunistische Kreise zurückzu­führen waren. Irgendwelche Ergebnisse haben die fieberhaften Untersuchungen der Polizei bisher noch nicht gezeitigt. Sämtliche Kraftwerke Englands sind in der Nacht zum Dienstag von starken Polizeiauf­geboten bewacht, da man mit neuen Anschlägen rechnet.

Der nordirische Innenminister Sir Dawson Bates nahm am Montag auf die Proklamation Bezug, die namens einer fogenanntenIrischen republikanischen ^Regierung" und der Irischen Republikanischen Armee ver­breitet worden ist. Bates erklärte, die Sprengung von sechs Zollhäusern an der Grenze zwi­schen Nord- und Süd-Irland müsse wohl als die erste Handlung in einer neuen Kampagne dieser Bewegung betrachtet werden. Der Innenminister fügte noch hinzu, die Regierung von Nordirland fei über das Bevorstehen derartiger Zwischenfälle unterrichtet gewesen und habe sich gerade aus die-

Japan vermißt englischen Wirklichkeitsß'nn. Tokio, ,17. Jan. (Europapreß). Auf Anfragen aus europäischen Beobachterkreisen wurde die Mei- nung geäußert, daß die englische Note an Japan feinenWirklichkeitssinn" für den ge­genwärtigen Gang der Fernost-Ereignisse auf­weise. In. japanischen Kreisen ist man der Auf­fassung, von nun an seien alle Ostasien betreffen­den Fragen im Lichte der Niederlage Chinas zu werten. Japans fester Wille, eine neue Ordnung aufzurichten, könne nicht einfach bei Seite geschoben werden. Man erwartet weitere Besprechungen zwischen dem englischen Botschafter und dem Außenminister Anita, doch dürfte sich an der japanischen Haltung nichts ändern. Den von England geltend gemachten Handelsinteresstn bringt man ein gewisses Verständnis entgegen, doch zeigt sich kaum irgendeine Neigung, die offene Tür" in ihrer alten Form wieder erstehen zu lassen. Alles deutet darauf hin, daß Japan die Probe machen will, wie weit England und Ame­rika in der Durchsetzung ihrer Forderungen zu gehen bereit sind.

Keine japanische Einheitspartei.

Tokio, 16. Jan. (DNB.) Die Gründung einer japanischen Einheitspartei, auf die im vorigen Jahre hingearbeitet wurde, ist von der neuen Regierung fallen gelassen worden. Ministerpräsident Baron Hiranuma erklärte, daß er nicht die Ab­sicht habe, Derartige Pläne weiterzuführen. Auch eine Reihe wichtiger Gesetzentwürfe, die der frühere Innenminister, Admiral Suyetsugu, für den Reichstag vorbereitet hatte, ist z u r ü ck g e st e l lt worden. Dabei handelte es sich u. a. um, eine Ab­änderung Der Pressegesetze und Die Einfüh­rung eines Schriftleitergesetzes. Es sei äußerst unwahrscheinlich. Daß Innenminister Kido das Reformprogramm seines Vorgängers noch ein­mal aufnehmen mürDe.

Arabische Vorkonferenz in Kairo.

Kairo, 16. Jan. (Europapreß.) Am Montagmst- tag traf in Kairo Der irakische Ministerpräsident Ruri es Said ein, der auf seiner Reise von Bag­dad nach Kairo in der Hauptstadt Transjordaniens, Amman, Fühlung mit dem Emir Abdullah von Transjordanien und in Beirut mit dem Mufti vonJerusalem genommen hatte. Nuri es Said soll 'unmittelbar nach seiner Ankunft in Kairo eine Besprechung mit dem ägyptischen Minister­präsidenten Mohammed Mahmud Pascha gehabt haben.

Die erste Sitzung der internen arabischen Vorkonferenz, zu der nun alle Vertreter ein* getroffen sind, ist für Mittwoch in Aussicht genom­men. Auf dieser Konferenz sollen die Vertreter der arabischen Nachbarstaaten Palästinas auf das Min­destprogramm der palästinensischen Araberführer festgelegt werden. Sollte sich das infolge englischer Vorstellungen bei Den arabischen Regierungen als unmöglich erweisen, so werde eine Beschickung der Londoner Palästina-Konferenz durch die Palästina- Araber als zwecklos betrachtet.

Das arabische Komitee hat das Angebot Eng­lands, die Kosten für Die Reife und Den Aufent­halt in London für Die arabischen Palästina-Dele­gierten der Londoner Palästinakonferenz zu bezah­len, strikt abgelehnt. In arabischen Kreisen hat dieser Beschluß des Hochkomitees größte Befrie­digung ausgelöst.

Englische Flottenübungen im Mittelmeer und Atlantik.

L o n b o n , 16. Januar. (Europapreß.) Das soeben amtlich bekanntgegebene Programm der Frühlings­ausfahrt der englischen Heimatflotte sieht vor, daß sich Die Einheiten, Die die Heimathäfen am 17. Ja­nuar verlassen, in Gibraltar sammeln. Der OberkommandierenDe wird in seinem Flaggschiff Nelson" Malta besuchen. Zwei Schlachtschiffe er­scheinen im Februar an der s r a n z o s i s ch e n R i' oiera. Andere Einheiten laufen weitere franzö­sische, ferner algerische und portugiesischc

kommunistisch infizierten Räuberbanden in Der Mandschurei, die vor der Unabhängigkeitserklärung sich auf insgesamt 2,1 Millionen Mgnn beliefen, für Moskau die gegebene Partisanentruppe war, braucht man nicht weiter zu erläutern. Mandschukuo war nach seiner Selbständiakeitsertlärung an sich in einer schwierigen Lage insofern, als es im Nor­den und Westen den bolschewistischen Feind unmittelbar an der Grenze hatte und mit ihm die 20 Divisionen der sowjetrus­sischen Fernostarmee in Stärke von 400 000 Mann mit 2000 Flugzeugen und 600 Tanks, dazu die gewaltigen Ausfallbefestiaungen der Sowjets längs der Grenze und schließlich die starke See­festung Wladiwostok mit 50 000 Mann Besatzung und Luftgeschwadern von 400 Maschinen. Eine Re­serve dieser gewaltigen Armee bilden Die 50 000 ehe­maligen Rotarmisten, die man im Grenzgebiet an­gesiedelt hat, und durch regelmäßige, militärische Hebungen schult.

such nicht Den ' gewünschten Erfolg. Doch Jugosla­wien, unterstützt von Italien, ließ sich dadurch nicht entmutigen, sondern setzte seine Bemühungen fort. Diese Bemühungen finden auch in Budapest volles Verständnis. Es soll dieselbe Prozedur angewen- Det werden, wie bei der Konsolidierung der Be­ziehungen zwischen Bulgarien und Den Staa­ken des Balkanbundes. Zuerst schloß Jugoslawien mit Bulgarien Freundschaft, die Dann auf alle an­deren Mitglieder des Balkanbundes und Nachbarn Bulgariens ausgedehnt wurde. Nunmehr soll zuerst Jugoslawien mit Ungarn Freundschaft schließen als ersten Schritt zur Versöhnung Ungarns mit allen seinen Nachbarn. Graf Eiano, der in dieser Rich- hing bereits während feines Besuches in Ungarn, im Dezember 1938 vorgearbeitet hat, soll in Bel­grad das Werk Der ungarisch-jugoslawischen Freund­schaft zu Ende führen.

Das bulgarische Beispiel hat gezeigt, daß Freund­schaften zwischen einstigen Feinden bei gutem Wil­len auf beiden Seiten auch ohne ©ebietsabtretun-- gen und territoriale Revisionen auf feste Grund­lagen gestellt werden können. Auch Die jugosla­wisch-ungarische Freundschaft kann auf denselben Grundsätzen aufgebaut werden. Jugoslawien hat keinerlei Gebietsansprüche, ist aber ein festgefügter Staat, Der von feinem Gebiet nichts abtreten will. Dieser Grundsatz Der jugoslawischen Außenpolitik wurde oft. und mit Nachdruck von jugoslawischen maßgebenden Faktoren hervorgehoben Ausschlag­gebend für Freundschaften im Südostraum, in dem Die Völker so stark untereinander vermischt leben, ist der Geist der Zusammenarbeit, den Jugoslawien stets gegenüber seinen Freunden bewiesen hat und Der Das Verhältnis zwischen Deutschland und Ita­lien einerseits und Jugoslawien und den Staaten des Balkans anderseits beherrscht.

Die politischen Freundschaften führen auch zu besseren wirtschaftlichen Beziehungen. Der Südostraum einerseits und Deutschland und Italien anderseits sind Gebiete, Die sich wirtschaft­lich ergänzen. Ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit kann noch weitgehend ausgebaut werden. Das wünschen auch. Deutschland und Italien. Während des Besuches des Grafen Eiano in Belgrad wer­den sicherlich auch diese Probleme her Verstärkung der wirtschaftlichen Beziehungen zur Sprache ge­langen. Alle diese Fragen und Probleme zeigen aber, daß Die Belgrader Zusammenkunft eine neue wichtige Etappe in Der politischen unD wirtschaft­lichen Konsolidierung Des Südostens Darstellen roerDe.

EmeunmißverstandlicheAntwott

Französische Angriffe auf die Ehre der italienischen Soldaten. Rom, 16. Jan. (Europapreß.) Im Verlaufe Der römischen Ministerzusammenkunft hat Mussolini dem englischen Ministerpräsidenten Chamberlain erklärt, Daß eine italienisch-französische Aus­sprache auch nach Beendigung des die beiden Völ­ker trennenden spanischen Bürgerkrieges nur Dann denkbar sei, wenn die französische Presse ihre gehässige und beleidigende Polemik gegen Italien e i n ft e 11 e. Gerade in Den letzten Ta­gen aber hatten die italienischen Blätter wieder reichlich Gelegenheit, einige besonders starke Aus­wüchse Dieser französischen Pressehetze anzuprangern. Auf einem im Pariser ,F) r D r e" mit Der Unter« schrift 'Prüf. Edouard Guyot erschienenen Artikel, in dem die Tapferkeit der italienischen Soldaten im Weltkrieg angezweifelt wird, hat der Präsident des Landesverbandes der italienischen Kriegsteilnehmer mit folgendem Telegramm geantwortet:Der Offi­zier, der in gemeiner Weise Die trügerischen Tu­genden des italienischen Soldaten verleumdet hat, ist ein Feigling und ein Dummkopf. Wenn dieser Offizier gar nicht existiert, sind Sie ein Feigling und ein Lügner. Jeder italienische Kriegsteilnehmer ist bereit, Ihnen die ver­diente Lektion zu erteilen, (gez.) Amilcare Rossi."

Ser Vormarsch auf Barcelona.

Cervera und Jgualada besetzt.

S a r a g o s s a, 16. Jan. (Europapreß.) Die natio­nalen Truppen haben am Montag den Ort Cer­vera auf Der Straße von Lerida nach Barcelona besetzt. Damit hat auch die Mittelgruppe der natio­nalspanischen Armee, die in den letzten Tagen in dieser Gegend auf härtesten feindlichen Widerstand gestoßen war so daß hier eine ziemlich starke

. . . e, . , Tokio, 16.Jan. (DNB.) Der Sprecher de?

sem Grunde zu der Fortdauer der Inter- Außenamtes erklärte, di- Komintern als merung nonRädelsführern" - der Irischen R-. Feind der Menschheit schmiede Ränke zur Ven pubkkamschen Arme- veranlaßt gesehen. Die nord- nichtung non Geschichte und Kultur und zur 3er. in ch- Regierung werde sich auch nicht taon ftörung der Ordnung jeder Nation. Es sei dah-i abschrecken lassen, notfalls zusätzliche Bollmachten selbstverständlich, daß diese Organisation in (ei. beim Parlament nachzusuchen, um der Tätigkeit nem Teil der Welt geduldet werben ungesetzlicher Vereinigungen engegenzutreten und D"-*- -......-

So geringfügig Der Schaden durch Die Bomben- mantel her Demokratie eingeschlichen und durch die anschläge in London unD anderen englischen Städten > Agitation Der linksgerichteten Elemente die Bol- roar, so ernst wirb Die in den Ausschreitungen lie-- schewisierung dieser Länder vorbereitet. Dies habe genDe Drohung genommen. England sieht sich rc*-t*T*E *>»-«*-« * zum erstenmal organisierten, wenn auch vielleicht