Ausgabe 
17.1.1939
 
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Gauletter Sprenger

Ehrenbürger der Stadt Wehlar

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die unterrichtlichen Asvurpmye, ipmeu Reinschrifthefte erfüllt werden müssen, nicht dar­unter leiden. __J

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Päjen an, während der SchlachtkreuzerRodney" nach Madeira abgeht. In Gibraltar werden durch kombinierte Festungs- und Flottenmanöver die Ver­teidigungsanlagen geprüft werden.

LPD. F r a n k f u r t a. M., 16. Jan. Ministerial­rat Dr. Ziegler vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda hielt in der Aula der Universität im Rahmen der Vortragsreihe über das Judentum einen Vortrag überDie Juden in der Weltpolitik". Die Emanzipation habe das gol­dene Zeitalter der Juden eingeleitet im Anschluß an die französische Revolution. Während bis zum Jahre 1880 die Juden namentlich in Mittel- und Ost­europa wohnten, verbreiteten sie sich nunmehr schnell über die ganze Welt. Rach England wan­derten innerhalb von 10 Jahren nicht weniger als 200 000 Juden aus und nach Amerika in den Jah­ren 1880 bis 1935 fast 4,5 Milloinen. In den Ver­einigten Staaten war der Boden bearbeitet, die Eisenbahnen liefen, die Bergwerke waren erschlos­sen, die Arbeit war geschafft, und die Ernte konnte jetzt einsetzen. Da erschien der Jude und verstand es ausgezeichnet, zuerst die wirtschaftliche und dann auch die politische Macht an sich zu reißen.

Die von den Juden in den letzten zwei Generatio­nen angewandten Methoden haben das W e l t j u - dentum in die Erscheinung treten lassen. Dieses kam im Jahre 1860 mit der Bildung der Alliance Jsraelite Universelle auf die Weltbühne, 1878 traten die Weltjuden auf dem Berliner Kongreß für das Los der Juden in Rumänien ein und im Jahre 1903 die amerikanischen Juden für das Judentum in Rußland. Von da an nahm der Einfluß des Weltjudentums schnell zu. 1917 aber erreichte es den Höhepunkt seiner Macht, als es seinen Pakt mit der Entente schloß. Die Entente stand vor der drohenden Geldkrise und das amerikanische Ju-

Der Verteidiger des Forts Daux gestorben.

Zwei Landesverräter hirtgerichtet.

Berlin, 17.3an. (DBB. Funkspruch.) Amt- l i ch wird milgeleilt: Am Dienstag sind die vom Reichskriegsgericht wegen Landesverrat zum Tode verurteilten Hein; koschan, geboren am 6.2Nai 1916 in Peih (Niederlausih) und Bern­hard Kerfandt, geboren am 19. Januar 1913 in Danzig-Langfuhr, hingerichtet worden.- Kofchan ist aus nichtigem Anlaß fahnen­flüchtig geworden und hat sich ins Ausland begebtn, wo er sofort landesverraterische Beziehungen zu dem ausländischen Nachrichtendienst anknüpfte. Bach einiger Zeit wurde er in ein anderes, Deutschland benach­bartes Land abgeschoben und trat auch hier wieder in Beziehungen zu dem Nachrichtendienst. Diesem hat er dann rückhaltlos sowohl mündlich als auch schriftlich alles mitgeleilt, was ihm während seiner Dienstzeit über geheime militärische Angelegenheiten bekannt geworden war. Durch diesen gemeinen Ver­rat hat er das Wohl seines deutschen Vaterlandes aufs schwerste gefährdet. Kerf andt ist durch Zufall mit dem ausländischen Nachrichtendienst in Berührung gekommen und Hal dessen Angebot, für ihn tätig zu werden, angenommen. Lr hat dann über ein Jahr lang die landesverrälerischen Beziehungen aufrechlerhalten und dabei hemmungs­los, lediglich getrieben von Geldgier, um einen leichtsinnigen Lebenswandel führen zu° können, Staatsgeheimniffe verraten.

270 Betriebe im Endkampf um die goldene Fahne.

schaftlichen Beziehungen zwischen den beiden be­freundeten Staaten noch weiter auszubauen.

Oie Schiefertafel im Schulgebräuch.

Spitzen der Behörden urch Vertretern der macht über die Aufgaben, die der Führer im neuen Jahr gestellt hat. Der Ausgangspunkt für die neue Arbeit sei die vom Führer geschaffene große deutsche Gefolgschaft, die eine Einheit der Tat sei. Die Grundlage dieser Einheit sei die Arbeit. Rur ein Betrieb, der dem Volk diene,

Oie Juden in der Weltpolitik.

Ministerialrat Or. Ziegler spricht in der Frankfurter Universität.

(Scherl-Bilderdienst-M.)

und war von dort zu der schwierigen Etappe nach Port Darwin gestartet. Die Strecke' führt vorwie­gend über das offene Meer, davon 800 Kilometer über die wegen ihrer Haifischplätze berüchtigte Ti­morsee. Der Flugweg von 1800 Kilometer wurde abermals ohne Halt zurückgelegt. Das mit einem Hirth-Motor von nur 105 PS Höchstleistung ausge­rüstete .Flugzeug hat somit seinen Flug über vier Erdteile in der vorgesehenen Zeit bewältigt, eine Leistung, die für Flugzeug und Besatzung als her­vorragend bezeichnet werden muß. In Australien wird das deutsche Flugzeug noch eine Reihe von Städten besuchen, ehe es seinen Rückflug nach Deutschland antritt.

DasArado"-Flugzeug ist trotz äußerst ungünsti­ger Witterung programmäßig auf dem Kingsford- Smith-Flugplatz in Mascot bei Sydney gelandet.

Kleine politische Nachrichten.

Reichswirtschaftsminister Funk hat den Diplom­ingenieur Seebauer zum LeiterdesReichs- a u s s ch u s s e s f ü r L e i st u n g s st e i g e r u n g er­nannt Diplomingenieur Seebauer, der bereits seit längerer Zeit Leiter des Reichskuratormms für Wirt­schaftlichkeit ist, ist einer der besten Kenner auf dem Gebiete der Rationalisierung.

In Münster wurde dem Reichsleiter Alfred Rosenberg der Ehrenbürgerbrief der westfäli­schen Landeshauptstadt überreicht.

Der Präsident der Tschecho-Slowakischen Republik, Dr. Hacha, hat den tschecho-slowakischen Armee­general L e v T r ch a l a zum M i n i st e r d e r k a r - patho-ukrainischen Landesregierung ernannt. Wie es heißt, soll in dieser Ernennung eine Anerkennung der Dienste der tschecho-slowakischen Armee liegen, die diese nach dem Wiener Schieds­spruch der Karpatho-Ukraine durch Bereitstellung von Verkehrsmitteln, den Bau neuer Straßen und Eisen­bahnstrecken geleistet habe. In karpatho-ukramschen Kreisen hat die Ernennung eine gewisse Mißstlm- j mung hervorgerufen.

Wetterbericht

Das deutsch-türkische Kreditabkommen unterzeichnet.

Berlin, 16. Jan. (DNB.) Seit dem 43anuar sind in Berlin zwischen einer türkischen Delegation unter Führung des Generalsekretärs des turkilchen Außenministeriums, Botschafter Numan Mene- mencioglu, und der deutschen Regierung Ver­handlungen über ein Kreditabkommen geführt wor­den das nun von dem Staatssekretär des Auswär­tigen Amtes, Freiherrn von Weizsäcker und Ex Numan Menemencioglu unterzeichnet worden' ist. Der türkischen Regierung wird m Deutschland ein Kredit von 150 Mill. RM. 3 um Berua deutscher In du strieer Zeugnisse eingeräumt. Es ist zu erwarten daß dieses Kreüi - abkommen dazu beitragen wird, die engen wirt-

rtZufti Kochen von Gemüsen, ttülsenffüchten usw.

MAGGI5 FLEISCHBRÜHE es schmeckt viel kräftiger!

letzten Jahren auch politisch tätig. Er hatte sich, allerdings ohne Erfolg, mehrere Male als Kandi­dat der Radikalsozialistischen Partei aufstellen lassen. Oberst Raynal war neben zahlreichen anderen Aus­zeichnungen auch das Kommandeurkreuz der Ehren­legion verliehen worden.

Flug über vier Erdteile. - ,Strabo 19" in Australien.

Die deutschen Flieger Oberleutnant Pulkow- sky und Leutnant Jennet haben mit ihrem ReiseflugzeugArado 79" das erste große Ziel ihres Fernfluges, Australien, erreicht. Sie landeten in der australischen Hafenstadt Port Darwin und berührten damit nach Europa, Afrika und Asien den vierten Erdteil. Don Soerabaja auf der Insel Java hat die Arado 79" ihren Flug zur Insel Bali fortgesetzt

Berlin, 16. Jan. (DNB.) Aus der Zahl von 160000 Betrieben, die sich am Leistungs­kampf beteiligten, sind 270 zum Endkampf um die goldene Fahne crusgesondert worden. Reichs- amtsleiter Dr. Hupfauer wird sie zusammen mit den zuständigen Fachamtsleitern überprüfen. Die höchste Auszeichnung wird nur der Betneb erhal­ten der durch eine wirklich nationalsoziabstische Be- triäisaestaltung,durch fine richtige Mensch en- sührung auf fernem Gebiet hervorragend an der Lösung der großen arbeitspolitischen Aufgaben rnitgearbeitet hat. Die sozialen Leistungen der Be­triebe werden unter dem GesichtspunktSteigerung der Arbeits- und Volkskraft" bewertet werden. Die F?ont der bisher ausgezeichneten 103 NS.-Muster- betriebe wird am l.Mai durch weitere Betriebe verbreitert werden. Dem Ziel, das der Leistungskampf stellte, "^e ganze deutsche Wirtschaft ein nationalsozialistischer Musterbetrieb , ruckt sie von Jckhr zu Jahr näher.

Berlin, 16. Jan. (DNB.) Am 1. Dezember 1937 hatte der Reichserziehungsmimster angeord­net, daß im ersten und zweiten Schulerlehraang an Stelle des Schulheftes grundsätzlich die Schiefertafel zu gebrauchen sei. Ihr Ge­brauch ist auch im dritten und vierten Schuleriahr- qanq qestattet worden. Dabei war darauf zu achten, daß nur rein deutsche Erzeugnisse ver­wendet würden. Gleichzeitig war vorgesehen, datz zu einer späteren Zeit Tafeln aus Aus­tauschstoffen verwendet werden dursten. Die e Tafeln werden aus einem Kunststoff, der ebenfalls aus rein deutschem Material besteht, Hergesteilt. Sie haben m elftens eine weiße Schreib flache und können mit Kohle- und Bleistiften sowie teilweise auch mit Tinte und Buntstiften beschrieben werden Die Schreibflächen lassen sich wie die Schiefertafel mit einem feuchten Schwamm reinigen. Da die wei­ßen Tafeln dem Papier sehr ah n l i ch sind, wird durch ihre Benutzung auch Schreib - papier erspart werden können. Jedoch ourpen die unterrichtlichen Bedürfnisse, soweit sie durch

gemeinschaft. r , r, , .

Betriebsführer und Gefolgschaft seren in allen sozialen und wirtschaftlichen Fragen auf daseng st emiteinanderverb und en, und das betreffe vor allem auch das Arbeitsentgelt, die Löhne. Die Pflichterfüllung und das Tragen, der Verantwortung fei die höchste Ehre des. Betriebs­führers. Der Dierjahresplan, an dem jeder mit- fchaffen müsse, gebe uns auch die Lösung der Er­fordernisse des Außenhandels. Hier müsse sich wiederum der Gemeinschaftsgedanke be­währen. Im Zusammenhang mit der Produktion besonders zu beachten sei der vernunftgemäße Ein­satz des deutschen Menschen, für dessen Erhaltung die größte Oekonomie einzutreten habe. Es komme auf eine rationelle Arbeitsgestaltung an, zumal ein außerordentlicher Mangel an Fach­arbeitskräften bestehe. Zu diesem ganzen Zusam­menwirken habe der Führer für das neue Jahr die besondere Aufgabe gestellt: jeder Deutsche solle ein guter Nationalsozialist sein. Eine andere Aufgabe sei die weitere Verstärkung der Wehrmacht. Es käme als Marksteine auf dem Wege in die Zukunft das Weiterschasten am Dier­jahresplan hinzu. Das fei der Befehl des Führers für das neue Jahr.

dentum vor der Gefahr, fein bisher der Entente vorgeschossenes Geld zu verlieren. Amerika trat in den Krieg ein. Aus den privaten amerikanischen Bankkrediten wurden jetzt Staatskredite, und oben­drein bekamen die Juden die Zusage einer natio­nalen Heimstätte in Palästina. Das Judentum hatte das Genfer Institut, das ganz im jüdischen Sinne arbeitete, es hatte eine nationale Heimstätte, Die Arbeiter waren im jüdischen Sinne bearbeitet, Presse und Film standen unter feinem Einfluß, der Handel war in einzelnen Ländern vollkommen in seiner Hand, ebenso Industrie und Banken, kurz, die Juden waren auf der Höhe ihres Triumphes.

Aber dasJahrl933 wird zu ihrem Verhäng­nis. Das Judentum wird aus einem Subjekt der Po­litik z u e i n e m O b j e k t d e r P 0 l i t i k, und zwar durch Adolf Hitler. Noch einmal rafft es feine Kräfte zusammen und proklamiert 1934 den Boykott gegen Deutschland, dann die wirtschaftlichen Sanktionen gegen Italien, es holt zum Schlage aus gegen Goga; aber alle diese Schläge treffen nicht mehr. Adolf Hitler hat die Judenfrage in Fluß gebracht. Diese Bewegung wird nicht mehr aufgehalten werden kön­nen. Wenn sämtliche 16 Millionen Juden auf einem Gebiete untergebracht werden könnten, könnte die Judenfrage einmal gelöst werden, aber dafür besteht nur wenig Hoffnung. Was die Juden in den ver­gangenen 2000 Jahren nicht fertiggebracht haben, sich einen eigenen Staat zu gründen, das werden sie wohl niemals mehr fertigbringen, denn der Jude kennt nicht den Begriff von Volk und Staat, und darum wird er ewig unser Feind sein.

habe eine Daseinsberechtigung. Innerhalb der Be­triebsgemeinschaft komme es auf die Mitwirkung auch des letzten Arbeitskameraden an. Mit dem Vierjahresplan fei die Ueberwindung der letzten Reste alter liberalistischer Betrachtungsweise not­wendig verbunden. Die neue Betriebs- und Arbeits­auffassung zeige sich auch in der gesunden Betrach­tungsweise des deutschen schaffenden Menschen. Die Einheit des Betriebes fei erst mit der Erkenntnis gegeben, daß jeder Schaffende feine Wertung und Berechtigung im Rahmen des Betriebs.habe. Auf dieser Grundlage erhöben sich die Ansätze der Auf­bauarbeit über die Lohnfrage hinaus zu den Maß­nahmenSchönheit der Arbeit", der Urlaubregelung usw. Der deutsche Arbeiter verkörpere den größten Wert im Betrieb, durch ihn und seine Gesunderhal­tung sei Deutschland wieder stark geworden. Hierin liege der Grundgedanke zur nationalsozialistischen Wirtschaftsgestaltung und der neuen Betriebs-

Der Gauleiter erwiderte, daß eine solche Ehrung auch eine Ehrung der Partei und schließlich eine solche Ad olf Hitlers sei. Ein jeder habe die Möglichkeit, durch sein per­sönliches Können sich die Anerkennung und Ach­tung einer Stadt zu erwerben. Das Chrenburger- recht sei aber die höchste Ehre, die eine Stadt verleihen könne. Im Anschluß an die Kampfzeit, die in Wetzlar besonders erschwerte Umstande tn Rechnung stellen mußte, hab auch hier die Zahl der Gefolgsmänner Adolf Hitlers immer mehr zu- genvmmen. Schließlich fei aber der wahre Durch­bruch zur nationalsozialistischen Bewegung hier auch tzrst mit der Machtübernahme gekommen. Einst habe Wetzlar am Rande des Ruins gestan­den, heute könne er stolz auf diese Stadt im Rah­men des Städtekranzes unseres Gaues fein. Wirt­schaftlich und kulturell sei Wetzlar im besten Aufstieg begriffen. Das fei in allem be­wiesen. Der Aufbauarbeit gelte die vollste Aner­kennung. Auch weiterhin könne diese Stadt bester Förderung gewiß sein.

Gauleiter Sprenger sprach dann am Montag­abend im Schützengarten in Wetzlar vor Be- triebsführern, Betriebsobmännern, Vertrauensraten,

3 Würfel 9 Pf. Stange (6Würfel)18 Pf.

In diesen Tagm ist Oberst Raynal, der tap­fere Verteidiger des Forts Vaux, im Alter von 71 Jahren an den Folgen seiner Kriegsverletzun­gen in dem Pariser Villenvorort Bvustgne ge­storben. Die Nachricht vom plötzlichen Tode des volkstümlichen Offiziers wurde von der ganzen französischen Presse mit längeren Kommentaren über die militärische Laufbahn und die Verdienste des Verteidigers des Forts Vaux begleitet. Beson­ders wird dabei an den mutigen Widerstand er­innert den der damalige Major Raynal als Be­fehlshaber des Forts in den dramatischen Tagen zwischen dem 1. und 7. Juni 1916 mit seiner nur noch 150 Mann betragenden Besatzung den deut­schen Truppen geleistet hat. Fast tn allen Blattern wird dabei auch des ritterlichen Verhaltens des einstigen deutschen Gegners gedacht. Die Eroberer des Forts Vaux hätten, so wird hervorgehoben, den sich ergebenden Verteidigern beim Verlassen des Forts nicht nur die militärische Ehrenbezeugung er­wiesen, sondern der deutsche Oberbefehlshaber tn diesem Abschnitt habe den tapferen Gegner persön­lich beglückwünscht und chm seinen Degen durutfge­geben. Oberst Raynal, der trotz vorgerückten Alters 1919 noch bei den Kämpfen gegen die Aufständi­schen in Syrien seinen Mann stand, war tn den

NSG. Im feMch geschmückten Rachaussaal empfing Montagabend Bürgermeister Kinder­mann in Anwesenheit von Kreisleiter Haus, Landrat G r i l 1 0 , den Ratsherren der Stadt, Ver­tretern der Behörden, der Wehrmacht und zahl­reicher Ehrengäste Gauleiter und Reichsstatchalter Sprenger. Der Bürgermeister wies auf das große Verdienst des Gauleiters um die Aufbau­arbeit nach der Machtübernahme hin. Durch die gütige und einfatzvolle Hilfe des Gauleiters fei es möglich geworden, die großen wirtschaftlichen und sozialen Nöte vielfältigster Art in der Stadt durch die Beseitigung der Arbeitslosigkeit, die Gestaltung des Siedlungswesens, den Bau von Volksschulen, den Bau einer neuen Verkehrsader, der neuen Um­gehungsstraße und schließlich Erhebung der Stadt zur Garnison zu beheben. Ueberall ist der Stadt Wetzlar kraftvolle Hilfe und groß­zügige Führung durch den Gauleiter zuteil geworden. Ein jahrhundertealter Vertrag ist aus dem Weg geräumt worden, um eine zeitgemäße VerkehrsgeMtung zu erzielen. Der Bürgermeister ernannte den Gauleiter in Auszeichnung feiner Verdienste zum Ehrenbürger der Stadt und überreichte ihm den Ehreübürgerbrief. Dann trug sich der Gauleiter als Erster in das neu­geschaffene goldene Buch der Stadt Wetzlar

Mit der lebhaften vom Atlantik ausgehenden Wirbeltätigkeit fetzt sich auch bei uns das unruhige und unbeständige Wetter bei den für die Jahreszeit viel zu milden Temperaturen fort. ,

Vorhersage für Mittwoch: Wechselnde Bewölkung mit wiederholten Regenfällen, far die Jahreszeit zu mild, lebhafte meist südliche Winde.

Vorhersage für Donnerstag: Unruhig und unbestäüdig, mildes Wetter mit weiteren Niederschlägen.

Lufttemperaturen am 16. Januar: mittags 11,5 Grad Celsius, abends 9,6 Grad; am 17. Januar: morgens 7,8 Grad. Maximum 12,5 Grad, Minimum heute nacht 7,7 Gräd. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. Januar: abends 6,9 Grad; am 17. Ja- nuar: morgens 6,6 Grad. Niederschläge 4,6 mm.

Wintersport-Wetterbericht.

In allen unseren Nachbargebirgen bestehen keine Sportmöglichkeiten.

Schwarzwald. Feld berg: Regen, 5 Grad, Gesamtschneehöhe 60 cm, Pappschnee, Schi gut, Ro­del mäßig,

Alpen. Garmisch-Partenkirchen: Bewölkt, 4 Grad, Gesamtschneehöhe 18 cm, verharscht. Schi und Rodel gut.__________________________

'Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyrwt; für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: .nans Beck. Verantwortlich, für den Inhalt der An- zeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 38: 10843. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllu- ftrierten-15 Pf. mehr. Einzeloerkaufsprels 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

Boffronfmörber auf der Anklagebank.

Berlin, 16. Jan. (DNB.) In Karlshorft war am 29. Dezember 1928 der 22jährige Referendar Günther Schaffer von feigem Mordgesindel aus einem Demonstrationszug des berüchtigten Rot- Frontkämpfer-Bundes erstochen worden. Die Spuren des Täters wurden planmäßig dadurch verwischt, daß sich ein gewisser Herbert Meyer durch anonymen Brief selbst zu Unrecht der Täterschaft bezichtigte. Er wurde vom Schwurgericht Berlin am 22. Juni 1929 freigefpro- chen. Schließlich gelang es, den 35 Jahre alten vierzehnmal, zuletzt mit sieben Jahren Zuchthaus und Sicherungsverwahrung, vorbestraften Max Rothert als Täter zu überführen. Er hat sich jetzt wegen Mordes und schweren Landfriedens­bruchs vor dem Schwurgericht III in Moabit zu verantworten.

Rothert trat 1926 dem Rot-Frontkämpfer-Bund bei. Die RFB.-Abteilung, der Rothert angel)orte, war wegen ihrer Disziplinlosigkeit berüchtigt. Ihr Derkehrslokal war dieselbe Gastwirtschaft m der Dragonerftraße, in der ein Jahr später d er M0 rdplan an Horst Wessel ausgeheckt wurde. Der RFB. hatte für den 29. Dezember 1928 einen Aufmarsch in Karlshorft angesetzt. Als die Polizei einschritt, kam es zu Zusammenstößen Aus dem Rückweg kam der Demonstrationszug durch ine Treskow-Allee, wo der Referendar Schaffer zusam­men mit einem Schüler am Zaun stand Einige die rote Horde begleitende Frauen riefen, den RFB.- ßeuten zu:Das sind ja Faschisten!, Schlagt die Faschistenlümmel!", worauf das Mordgest^ mit erhobenen Fäusten und Spazierstocken auf Schafter unb ben neben chm stehenden Schuler embrangen. Wahrend der Schiller sich rechtzeitig ms Haus retten konnte, wurde Schaffer umzingelt. Rothert drang von hinten her auf ihn ein und versetzte ihm mehrere Messerstiche, als Schaffer sich bückte, um feine Brille unb seinen Hut, die bei der Schlä­gerei heruntergefallen waren, aufzuheben. Aus der Meute stellte eine Stimme fest:Der ftt erledigt! , worauf die Angreifer abzogen. Schaffer hatte be­reits so viel Blut verloren, daß er nicht mehr ge­rettet werden konnte.

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