Dienstag, »r.Zanuar 1939
189. Jahrgang
H Erstes Blatt
f»
ft
(Eigener Bericht des Gießener Anzeigers
EF. Paris. Januar 1939.
v. M. Belgrad, 16. Januar 1939.
Der ungarische Außenminister in Berlin
trachter Ungartum neu« Probleme fefet
liemsche Bollwerk Pantelleria im Entstehen begriffen. Im Hafen von Bizerta wird vor allem die Fahrrinne bis zu einer Tiefe von 12 Meter ausgebaggert, um sie auch für die größten Schlachtschiffe des Typs „Richelieu" fahrbar zu machen. Hierfür sollen im Laufe der Jahre nicht weniger als 85 Millionen Franken ausgegeben werden.
Mers-el-Kebir soll mit der Zeit ein „franzo sisches Gibraltar" werden, und es kann nach dem Urteil der Fachleute sowohl auf Grund seiner natürlichen Küstenlage wie infolge seiner strategischen Bedeutung im westlichen Mittelmeer Anspruch hieraus erheben. Bis zur spanischen Küste (Cap de ©ata) sind es von hier aus nur etwa 150 Kilometer, so daß also Mers-el-Kebir so gut als Ergänzung zu Gibraltar, besonders im Zusammenwirken mit der britischen Flotte, für die Absperrung des westlichen Mittelmeers gedacht werden kann. Für das Jahr 1939 sind weitere Raten von acht Millionen Franken vorgesehen, die in Mers-el-Kebir für den Ankauf von Gelände, die Errichtung von Magazinen und den Bau eines großen ausgebaggerten Hafen-
Das Bestreben Italiens und Jugoslawiens geht dahin, auch tzm nördlichen Teil des Sud- ostens solche Verhältnisse zu schaffen. Der erste Schritt in dieser Richtung wäre die Schaffung freundschaftlicher Beziehungen z w i s ch e n U n - und seinen Nachbarn. Jugoslawien.
Annahme von Anzeigen
für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags
Grundpreise für 1 mm höhe
für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70mm Breite
50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25"/a mehr.
Ermäßigte Grundpreise:
Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie ein. spaltige löelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzeigen. Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B
blchemr täglich, außer Sinntags und Feiertags Biilagtn: Die Illustrierte Ebener Familienblätter tzkimat im Bild • Die Scholle
Monatr-vezugrpreis:
Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Oitne Illustrierte , 1.80 Astellgebühr . . „ -.25 Azch bei Nichterscheinen vrn einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt
Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen
Postscheckkonto:
Kanlsurt am Main 11686
Der Besuch des Grasen Ciano in Belgrad
Eigener Bericht des Gießener Anzeigers.
boote, abgesehen von einer Anzahl Kanonenboote) auf die Dauer nicht durch die Kreuzfahrten einzelner, auf weiten Reisen befindlicher Einheiten ersetzt werden könne. r ,
Im ganzen zeigen sich die stanzosischen Admirale von der Bewilligungsfreudigkeit des Parlaments für die Flottenrüstungen sehr angenehm berührt. Der Marineminister hat nicht lange um seine Kredite zu kämpfen brauchen: das Parlament wär ja ohnehin im Zeichen des monatelang geübten Regimes der Notverordnungen mürbe geworden. Aber abgesehen davon stieß der Minister schon deswegen auf keine ernsthaften Schwierigkeiten, weil eben die Losung „Verteidigung des Imperiums um jeden Preis, zu Lande, zur See und m der Luft" zur Parole des Tages geworden ist.
Inspektionsreise Gamelins nach Nordafrika.
Paris, 16. Jan. (Europapreß.) Der Generalstabschef der französischen Wehrmacht, General G a-
den Durchbruch des Volkstumsgedankens und damit der Gerechtigkeit brachte. Aber das ungarische Problem reicht viel tiefer und muß zunächst wohlwollend verstanden werden, bevor etwa einer Kritik das Wort gegeben werden kann.
Wenn wir die Geschichte Ungarns m den letzten hundert Jahren richtig verstehen so spricht uns die Person des Begründers des modernen Ungartums, des Grafen Szechenyi, mächtig an. Er war ungarischer Magnat und österreichischer Offizier, der an der Schlacht von Leipzig teilgenommen hatte^ Seine Besinnung auf das angeborene Ungartum ist nicht ohne romantischen Einschlag: aber ganz unromantisch, sehr zielstrebig und auch opfervoll ist seine Tatenfreude. Er schuf die mächtige Kettenbrücke über die Donau bei Budapest, er widmete sich der Hebung der Landwirtschaft und Pferdezucht, er leistete Vorarbeit für die Schiffbarmachung der Donau über die Strudel des Eisernen Tores hinaus, das Ungarn vom Balkan scheidet. Der aufmerksame Be- w . . . . • s___ htßfoa mtfcprnrhpnf:
Melin, und der Admiralstabschef der französischen! Flotte, Vizeadmiral Darlan, werden sich am 19. Januar an Bord des Kreuzers „Emile Berttn zu einer längeren Inspektionsreise in die noröafna konischen Besitzungen Frankreichs begeben. Die Besichtigung wird am 21. Januar in O r a n beginnen. Am 28. Januar werden Gamelin und Darlan in Casablanca eintreffen, von wo aus Darlan im Februar seine Inspektionsreise bis nach Da- k a r (Westafrika) fortsetzen wird. Die sogenannte Maqinotlinie der Wüste an der Grenze Zwischen Tunis und Libyen wurde von Gamelin bereits Ende des vergangenen Jahres in Augenschein genommen. Vor der Abreise Gamelins wird das tn Toulon stationierte französische Mittelmeerge- schwader zu einer längeren Uebungsfahrt tn die nordafrikanischen Gewässer auslaufen. Ein Teil des französischen Atlantik-Geschwaders wird an diesen Manövern teilnehmen, wahrend drer französische U-Boote eine Kreuzfahrt an der fyvi- • schen Küste durchführen werden.
ungarische Aubenministe^G r^a f
bassins verwendet werden.
An der atlantischen Küste Afrikas sind die beiden Haupthäfen Frankreichs Casablanca und Da- k<t r Gegenüber Casablanca, wo in diesem Jahr nur'800 000 Franken für die Ausbesserung der Reede ausgegeben werden sollen, hat Dakar, an der westlichsten Spitze Afrikas, den Capverdischen Inseln gegenüber an der Senegalküste gelegen, die größere Bedeutung. Dakar hat in den letzten Iah' ren eine phantastische Entwicklung genommen. Es ist zur Drehscheibe Westafrikas geworden, der hier umgeschlagene Warenverkehr übersteigt heute beispielsweise schon denjenigen von Bordeaux. Dementsprechend wird auch der Ausbau von Dakar zum Kriegshafen forciert. In diesem Jahr sollen 28,4 Millionen Franken hierfür aus- gegeben werden. Allein für ein riesiges Trockendock sollen mit der Zeit im ganzen 120 Millionen Franken verwendet werden, für einen Unterseebovtstutz- punkt 35 Millionen, sowie für Magazin- und Ar- fenalbouten weiterhin einige Millionen
Im F e r n e n O st e n müssen sich die französischen Admirale noch etwas gedulden. Für den Hafen von Saigon in Jndochina wird in diesem Jahr nur wenig ausgegeben, doch weisen die Fachkreise auf die Notwendigkeit einer gemeinsamen Verteidigung der fernöstlichen Besitzungen England-, der Niederlande und Frankreichs hin. Vorläufig wurde hier die Hauptlast der Verteidigung auf England liegen, das ja über die riesige Bastion von Singapur ver- fiiat Die französische Admiralität verlangt vor allem eine Verstärkung der dauernd in den Kolonien statto- ; nttrten Kreuzer, deren geringe zahlenmäßige : Stärke (gegenwärtig zwei Kreuzer, zwei . n*To
hat. Das zeigen auch die Kommentare der ttahern« schen und jugoslawischen Presse. Der erste Besuch Csanos im April 1937 rief eine höchst wichtige Wendung in der politischen Lage im Südasien hervor Er bedeutete die endgültige Liquidierung der italienisch-jugoslawischen Spannung, die jahrelang den Frieden an der Adria gefährdet und ihren Schatten auf den ganzen Balkon geworfen hatte. Der italienisch-jugoslawische Freundschaftspakt, der damals m Belgrad unterzeichnet wurde, hatte nicht nur eins rasche und ständige Besserung der Beziehungen zwischen diesen beiden Staaten zur Folge sondern trug auch zur Klärung der Lage auf dem Balkan allgemein bei. Daß der Balkan heute als eines der ruhigsten und am meisten konsolidierten Gebiete Europas bezeichnet werden kann, ist nicht zuletzt auch der steundschafttichen Zusammenarbeit zwischen Italien und Jugoslawien zu verdanken, die mit dem ersten Besuch des Grasen Ciano ui Belgrad begonnen hatte.
lichen Mannes das deutliche Gefühl, daß er sich als Mann der Tat gegen das Fortwursteln des Wiener Hofes ebenso auflehnte wie er seinem Volk ein hohes sittliches Ideal schenken wollte.
Es ist kein Wunder, daß Gras Szechenyi, der Zeiten und Räume überblickte, ein geschworener Gegner von Ludwig Kossuth gewesen ist, der als Führer des Aufstandes gegen Habsburg 1848/49 sicherlich eine bemerkenswerte geschichtliche Erscheinung war, aber doch letztlich aus der ungarischen Komitatspolitik (Komitat entspricht etwa unserem Landkreis) hergekommen ist. Große Klugheit und lebhaftes Temperament können niemals die Wett-, räumigkeit des Blickes ersetzen. Und in diesem Gegensatz zwischen Szechenyi und Kossuth scheint uns — in gewollter geschichtlicher Vereinfachung der Dinge und Menschen — noch heute das ungarische Problem zu schwingen, ja heute mehr denn je, da die Weiträumigkeit des Denkens erst tn vollem Ausmaß als gebieterische Pflicht auftritt und dem ~ " r'\ , B. R.
Am 19. Januar trifft der italienische Außenminister Graf Ciano auf Einladung des jugo- lawischen Ministerpräsidenten und Außenministers Dr. S t o j a d i n o w i t s ch in Belgrad ein, um an einer Jagd teilzunehmen, die der jugoslawische Ministerpräsident zu Ehren des Diplomattschen Korps veranstaltet. Diele Jagd soll entweder in den Jagd- gründen des jugoslawischen Staatsgutes B e l j e , unmittelbar an der jugoslawisch-ungarischen Grenze oder im Jagdgebiet der sogenannten Obeds ka B a r a" in Slawonien stattfinden. Beide Jagdgründe zählen zu den bekanntesten und wildrelch- ften in Mitteleuropa. Belje war ernst Besitz des Habsburgischen Erzherzogs Friedrich, der Oberkommandierender der österreichisch-ungarischen Armee im Weltkrieg war. Wie alle Besitztümer des Hauses Habsburg in Jugoslawien, wurde auch Belje nach dem Weltkrieg zugunsten des jugoslawischen Staates enteignet. Heute ist es das größte staatliche Mustergut tn Jugoslawien. „Obedska Bara" ist ein Sumpsgebiet, weit über die Grenzen Jugoslawiens bekannt wegen seines Reichtums an Wasserwild, insbesondere an seltenen Vogelarten. Einst war es das beliebteste Jagdgebiet des österreichischen Kronprinzen Rudolf.
Der neue ungarische Außenminister ist zu einem Zweitägigen Besuch in Berlin emgetrofjen — unmittelbar nachdem die ungarische Regierung ihren Entschluß mitgeteilt hat, dem Antlkommtern-Pak beizittreten. Wir begrüßen den ungarischen Gast Sein Land, „Rumpf-Ungarn , wie es ^tch selbst nannte hat durch sein „Nem. "em. soba. Rem nein niemals! — unter schweren Verhältnissen den geistigen und moralischenWiderstandgegend^ Länder^erstückelunq von Trianon Durchgeh alten, bis der Wiener Schiedsspruch vom 2. November
Der sozialistische Parteiführer Leon Blum I hatte vor wenigen Monaten im Anschluß an die i Sptemberkrise, die Notwendigkeit ver- . stärkten Flugzeugbaus für Frankreich erlesen, hatte allen Ernstes den Vorschlag gemacht, die für die Kriegsmarine bestimmten Neubauten abzustoppen und die dafür bewilligten Kredite auf dm Flugzeugbau zu übertragen. Dieser eigenartige Vorschlag Blums hatte zunächst einiges Erstaunen herDorqerufen; heute wird er in Flottenkrei en gelegentlich angeführt, wenn man zeigen will, wie in geheuer weltfremd ein verbohrter Politiker m Fragen der Verteidigung des französischen Imperiums sein kann. Denn das Schlagwort „Imperium" ist wie eine Welle über Frankreich hinweggegangen. Fast alle militärischen und maritimen Erfordernisse werden jetzt unter öiefein Gesichtspunkt gesehen, und lange Abhandlungen, sowohl in der Tagespresse wie m Fachzeitschriften kreisen um dieses Thema. Gewiß, das Schlagwort .Imperium" ist eine schöne Sache um die außen- politischen Jnsttnkte, denen die Entwicklung der letzten Monate in Mitteleuropa nicht mehr Genüge tun konnte, auf neue Fährten zu setzen. 8ber das „Imperium" Frankreichs hat anberer= Itits mehr als eine A ch l l l e s? F e r s e. Es 8t das zweitgrößte der Welt, aber schwer zu vereidigen, da es sich fast über die ganze Erdoberfläche erstreckt: denn es reicht von den unfreundlichen Gestaden Neufundlands (Miquelon) bis lach Tahiti in der Südsee und von den Aittillen über ganz Afrika bis „nach dem Fernen Osten. Daraus ergeben sich für bie französische Kriegsmarine besondere Ausgaben
Früher, noch zu Zeiten des Marinemimsters Georges L e y g u e s , hatte man sich ausschließlich auf die takttschen Anforderungen des Mittelmeers eingestellt: der Aktionsradius der Kriegsschiffe brauchte nicht besonders groß zu fein: die meisten ter 1500-Tonnen-Torpedoboote waren so gebaut, daß sie die Strecke von Toulon ckach dem tune- 'ischen Kriegshafen Bizerta gerade noch zurucklegen tonnten. Jetzt stellt man ganz andere Anfc>r- ierungen als in dieser kaum Zwanzig Jahre zurückliegenden Zeit. Die Forderung lautet: Schutz der überseeischen Verbindungswege um leben ^rei^ einschließlich der Verbindungen nach Jndochina uno Madagaskar. Deshalb mü||en die Schcke.bor allem bie Kreuzer, stärker gebaut und fd)netler fein. Die „Lektion vom August 1914 ein Alpdruck aut den Nerantw-Echen der Kriegsmarine. Der Marineminister .^ampinchi h erst vor kurzem auf die damals gemachten EfY rungen hingewlefen, die Frankreich r.
Dispositionen für den Schutz der überstehenBer binbungen fo zu treffen, daß es auch ) England auskommen kann. Damals hat E g land nur die Verbindung bis 3um SaP ber Wüten Hoffnung im Atlantischen Oj"«’ & fiert, aber im Indischen O z e an, reich ebenfalls wichtige Interessen zu uert d g n bat, mar es auf sich allein und 'n
bicfem Gebiet konnten damals die deutschen. z , nicht rneniger als 225 000 Tonnen chandelsfchM- m (
der BUck auf SU- J lien. Carnpinchi, der die Rnso^derung ^b(än= Ministeriums mit ,ugendlichem Elan I bifchem Temperament vertritt (er ist »arf-d
' abgesehen vom Schuh der Der &un?ne ^^che Aufgabe der französischen 51“116. “ U, „ 11 e auf
ICornel gebracht: die feindliche i
hoh - rSe ° aufz n f u ch en und fte
Nichten. Dazu braucht b*n8feine Seerüftung und darum will es unter Umstan '[äf)r(id)en Zeitig steigern, daß es auch «»'™’ ^er Seerüftung punkt des Jahres 1942 gegen wird. Des-
Äaliens nicht ins ^ntertteff n o Regime
wegen sollen die Bauz e Voranschläge bis zu ber Vierzig-Stundenwoche »iett"oraa,^era abge- einem Jahr uberfchntien h , 6a5 zz 000 -
kürzt werdem Am fewen Tage,^„ Stapel
Tonnen-Schlachtfchlff J ■ weiteres 35000- läuft, am 17• “ir ©Umence au", atff
Tonnen-Schlachtschlff, dem 2. Mai
Kiel gelegt werden und ramm, das sich
1938 ist em einen Kreuzer und
u. a. auf zwei SBachtschN bemiUigt um die Ge- fieben Unterseeboote en neaerlüber berjenigen Jta- famttonnage 5ran^re^ Ia9ne9n. Für das Jahr 1942 üens nicht absinken Z JVfanb üon 700 000 Tonrechnet man nnt ein Kriegsmarine, der nur nen für die..^ÄOnnage der französischen unwesentlich über der mirb.
Marine in aushalt Jahres 1939 em»
Die w den Sta h ^arine belaufen sich auf
gesetzten ^ol-V m>iniarben Franken, und nicht we- insgesamt 8'17J^i<irt)en davon entfallen ausschließ- niger als 5,5 1irlx die Arbeiten für den Aus - 'ich auf Neubauenund fl n
ba“?er.ntte 9©erat>e auf diesem letzteren Ge- s t u tz P unkre- Unsttengungen zielbewußt
biet setzt Frantte^ch^ abgesehen von den
'ort- JHL?1 Heimathäfen, besonders die beiden französische^ jn Tunis und Mers-el-
Kriegshafen -oAlgerien, denen die Haupt- Kebir.'w wefttichen^ig^ 25
arge fli»- u • ^gtzten Einbuchtung
mr^! ßrift einer ber be ten Kriegshäfen der Welt, befindet, ist ei,ner11tf_mmen mit Malta die Durch- M3U best^mmtt Z f w öftnd^en Mittelmeer zu rabrt vom westlich^ zum
Hwt zrnifch-n Afrika und Sizilien da- ita-
igogeoier oev -------, . . -
Ä-ÄÄ/Ä! SS* f»VLL
^rpL I kuch"auch o“ itlfchen Hi nt^e r’gmu d X Lage in Mitteleuropa hatte dieser Der.
Berlin, 18.Januar. (DNB.f Am Montagvor. rnittoa traf der ungarische Außenminister Csaky auf dem Anhalter Bahnhof in Berlin ein wo sich der Reichsminister des Auswarstaen u. Ribbentrop zur Begrüßung ^ngefunden hatte. Ferner waren der Berliner Gesandte Un garns Sztojay, Staatssekretär Weizs acker, der deutsche Gesandte in Budapest vE r dm an ns- dorff und der italienische Botschafter Attolico erschienen* Reichsminister Ribbenttop empfing mittags in Anwesenheit des Gesandten Sztojay den ungarischen Außenminister. Die zwei^ Stunden dauernde Aussprache, die m freundschaftlichem und herzlichem Geist geführt wurde, diente der emtzehen- den Erörterung der deutsch-ungarischen Beziehungen. Der Gesandte Sztojay gab em Mittagessen an dem neben dem ungarischen Außenminister Reichs außenminister v. Ribbentrop und der italienisch Botschafter Attolico teilnahmen. Ferner waren anwesend die Reichsminister Dr. Frick, Rust, Frank, Funk, Generaloberst Keitel, Reichspressechef Dr Dietrich, Reichsleiter Bouhler Relchsjugendfuhrer v. Schirach, Staatssekretär Generaloberst Milch, Staatssekretär Freiherr v. Weizsäcker^ General der Flieger Stumpff, Staatssekretär Keppler Oder- gruppenführer Lorenz und Gruppenführer Heydrich.
Der F ü h r er enmpfmg im Besiem des Reichs- ministers des Auswärttgen, v o n R i b b e n t r o p , am Montagnachmittag m den Raumen der neuen Reichskanzlei den ungarischen ^ußemnlnlster G r a f Ciakn zu'einer Aussprache. Relchsmmlster von Ribbentrop gab am Montagabend ZU Ehren des unHsrifchen Außenministers em.Abendessen ,m Hotel Kaiserhof, an dem auch der.lapanische Bot. : schafter Oshima und der italienische Botschafter Attolico teilnahmen. U. a. waren anwesend d Reichsminister Graf Schwerin von Krosigk, Rus, Frank, Funk, die Staatssekretäre Freiherr von ' Weizsäcker und Zschintzsch sowie andere namhafte | Dertreter von Staat, Partei und Wirtschaft
Metzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberheffen
vrnck und Verlag: Lrühlsche Univerfilättdruckerei «.Lange in Sieben. Schristleilung und SeschSftrftelle: Schulsttahe 7


