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Franz Pegel hebt beide Hände: „Aber, Fräulein Wegner, Sie versündigen sich. Wie können Sie so über das Land sprechen, das Sie lieben? Haden nicht Sie erst den Birkenhof zu dem gemacht, was er heute ist?"
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geb. Schmidt.
NG-Irauenschaff/Hrauenwerk.
Der Gemeinschaftsabend der Ortsgruppe Mitte findet am Montag, 18.12., um 20 Uhr im „Burghof" statt.
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Verschiedentlich haben Gaststätten die 50-Gramm- Abschnitte der rechten Seite der Reichsfleischkarte nicht angenommen mit der irrigen Begründung, daß nur Abschnitte der Reise- und Gaststättenkarte zu- gelassen seien. Diese Auffassung ist unzutreffend. Die rechte Seite der Reichsfleischkarte ist nicht an den Bestellschein gebunden und kann auch zur Einnahme von Mahlzeiten in allen Gaststättenbettieben
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„Frühlingssahrt ins Mittelmeer."
Vortragsabend beim NG.-irechtswahrerbund.
ist gesetzliche Pflicht aller Hausgenossen, zu den Einrichtungen beizutragen, die für die Luft-
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Warum gerade mein Keller für den Lustschutz?
trennen, die gehören zu chr, wie feder Mauerstein <zurn Haus. Weiß und gepflegt liegt es _in der Sonne, schmiegt sich heiter in das helle Grün alter Linden und Buchen, die es von zwei Setten umgeben. Rach hinten heraus schließt sich der Obstgarten an. Links und rechts sind Wiesen, weite
schutzgemeinschaft erforderlich sind. Wie nun in der Sirene" mitgeteilt wird, soll der durch Berertstellen geeigneter Raume geleistete Beitrag selbstverstand- sich bei der Heranziehung zur Herrichtung des Lust, schutzraumes berücksichtigt werden. In einem Erlah des Reichsluftfahrtministers heißt es darüber: „Wird die friedensmäßige Benutzung der Räume durch ihr Bereitstellen zur behelfsmäßigen Herrichtung von Luftschutzräumen wesentlich boeinträchttgt, so ist dies bei Bemessung der sonstigen Beittagspfllcht des Beteiligten angemessen anzurechnen."
Helft Brande verhüten?
Ohne grünen Tannenbaum mtt seinen brennenden Kerzen ist's kein tüchtiges deutsches Weihnächte- fest. So schön und stimmungsvoll so ein Lichter, bäum ist, birgt er doch Feuersgefahren in sich und macht daher Vorsicht nötig. Er soll in einem trafti. gen Fuß eingesetzt werden. Teppiche, Tücher und sonstige leicht brennbare Unterlagen gehören nicht unter den Daum, ebenso wie Gardinen und Por-
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CARL DUNCKER VERLAG • BERLIN W SS
Die Herrin des Birkenhoss geht im Büro hin und her. Ja, Klarissa Wegner durchwandert immer wieder den langen Raum von der Tür bis zur Warrd. Unter dem mächtigen Körper machen ihre Schritte die Dielen knarren. Jetzt bleibt sie vor den Aktenregalen stehen, die die ganze Ouerwand des Gutsbüros bis zur Vrufchöhe ausfüllen, und schaut in den Spiegel, der darüber hängt. Es ist ein kleiner Spiegel aus schlechtem Glas, und eine Weile starrt Klarissa ihn gedankenverloren an, bis sie aufmerksamer wird, beide Arme auf das Aktenregal stemmt und ihr hageres Gesicht mit den vorstehenden Backenknochen dem Glas nahe bringt. „Franz", ruft sie mit ihrer lauten und barschen Stimme, „sage mir um alles in der Welt, woher habt ihr dieses Monsttum von einem Spiegel?" Sie lacht schnaubend, dreht sich wieder dem Raum zu und nimmt ihre Wanderung von neuem auf.
Franz Pegel, 30 Jahre und Administrator des Dirkenhofes, fährt von feiner Arbeit hoch. Er war eben vertieft genug in seine Zahlenkolonnen, daß er das, was die alte Dame sagte, gar nicht verstand. „Wie, Fräulein Wegner, was meinten Sie?"
Er blinzelt kurzsichtig zu ihr, hat die linke Hand auf dem Hauptbuch liegen und sucht mit der rechten nach der schwarzgeränderten Brille; sie liegt irgendwo neben dem Buch und ist schwer zu finden. Run hat er sie aber doch gefunden und schiebt sie über die Augen, während Klarissa vor ihm stehen bleibt, beide Hände in die Seiten gestemmt und mtt dem Kopf zur Wand deutet.
„Euer Spiegel macht alt, lieber Franz. Ich weiß, ich bin nun 65, aber ich habe tatsächlich bis zu diesem Augenblick nicht gewußt, daß ich so aus- sehe, wie ich aussehe. Der Birkenhof frißt mich mit Haut und Haaren. Nachgerade fange ich an, diese Aecker, diese Weiden und Wälder zu hassen. Sie haben mich mein Leben lang so wenig zur Besin- nung kommen lassen, daß mir eben zum erstenmal euer gottverlassener Spiegel richtig zeigen mußte,
feite von lichten Birkemvyldern eingefaßt. Wege» dieser Wälder heißt die Besitzung „Birkenhof".
Indes Anne Wegner nach Tante Klarissa ruft steht das Mädchen breitbeinig und ein wenig ncoq hintenüber gelehnt vor dem weißen Haus. Es hak hohe Stiefel an, Reitbreeches und ein weißes Ln« nenhemd. Die Aerrnel sind aufgekrempelt. ^Als h« Stimme der Tante vom VerwallungsgebäiAe M chr herüberkommt, macht sie eine halbe Wendumg und läuft mit weiten, wippenden Schritten über tei kurzgeschorenen Rasen vor dem AdministratorhaW Beim Laufen holt sie die Reitgerte aus dem Sties«.« schäft und ruft: ,/Dante — ich glaube, ich habe Iw Hälfte eurer Aufträge veraessen. Wer soll eigenM- kommen, der Sattler oder oer Klempner?" Hell, im» bekümmert und ausgelassen steht sie unter den stern des Büros, spreizt wieder die langen DM und lehnt den Oberkörper zurück. „Am besten, J-J komme zu dir rauf, Tante Marissa, und du schrei^ mir auf, was besorgt werden soll, sonst erledige tty doch wieder nur die Hälfte, und die außerdem falsch." . ,
Klarissa wehrt mit beiden Händen ab. eit ei® endlich, Kind, wann willst du um alles in der W fertig werden? Die Hauseinkäufe hat Marie «t aufgeschrieben, dann bestellst du nur noch den SM ler, daß er am Montag kommen soll, und p0F Fischer Jörs Bescheid, das wir Fische brauchen, w* ist alles." .
Anne steht da, hat das junge Gesicht in M Sonnenschein gelegt, blinzelt vergnügt nach o®'" und sagt: „Also doch Sattler und nicht Klein PM- Ich hatte mir steif und fest eingeredet, es sollte: an Klempner sein. Ja, Tante, Luise Pegel sagte W'J im Klo läuft das Wasser, der Schwimmer mu5< kaputt sein. Soll ich nicht doch auch den KlempM bestellen?"
„Das ist schon lange telephonisch erledigt."
„Ach so, na, falls ich das nun ttotzdem ver®*!L fein sollte, können sie der Einfachheit halber betv kommen." .
Anne kehrt sich um und lacht, während Klan hinter ihr drein schreit: „Du bist ein unausM liches Ekel, Anne, ihr habt alle miteinander t wenig Prügel gekriegt, das ist es, FranzWn? sowohl wie du. Ich werde es nachholen sagt sie leiser, denn Anne ist schon hinten auf W, Hof und hätte es wahrscheinlich sowieso kaum MW gehört. Sie ist bei der Konifere, sitzt mit etw Sprung im Sattel, winkt und jagt davon, daß und Staub unter Konis Hufeisen hochwirbeln der feine, mehlige Sand noch in der Luft hangr, Roß und Reiterin längst hinter dem BirkenwawU- verschwunden sind. (Fortsetzung M
fieren von ihm ferngehalten werden sollen. Papier- schmuck und Sprühkörper sind zwar sehr hübsch, erhöhen aber die Feuersgefahr. Beim Anzünden der Kerzen fange man von oben am Baume an, do sonst leicht die Kleidung in Gefahr gerät. Kinder sollst man nie mit dem brennenden Baum allein lassen und ihnen auch keine feuergefährlichen Spielzeuge oder gar Feuerwerkskörper schenken. Auch für den Weihnachtsbaum gilt das Sprichwort: „Aus einem Funken wird ein großes Feuer."
Dritte Leistungsprüfung für Haushaltslehrlinge.
In der Mädchenberufsschule fand am Donnerstag und Freitag die dritte Prüfung der Haush allslehr- linge statt. Fünf Mädchen, die nun schon l1/* Jahn in einem Haushalt als Lehrling tätig sind, waren zur Prüfung zugelassen. Es war erstaunlich, wie tüchtig sich die Mädchen auf allen Gebieten er- wiesen. Sowohl in der Theorie, als auch in allen praktischen Sachen zeigten sie Schnelligkeit der Auffassung und rasche, sichere Handhabung. Kochen, backen, waschen, bügeln, stopfen und flicken mit dei Hand, sowie alle im Haushalt vorkommenden Arbeiten wurden von der Abteilungsleiterin für Volk,. Wirtschaft-Hauswirtschaft des Deutschen Frauen- wertes eingehend geprüft. Die Aufgabe, mit bei Hand Stücke in zerrissene Wäschestücke einzusetzrn, wurde schön und gut gelöst. Auch wurde ein Mittagessen mit Backwerk (Suppe, Hackbraten, Rosenkohl Kartoffeln, Weckpudding und Hefe-Apfelkuchen) rajd; und vorzüglich zubereitet. So erhielt man den Eindruck, daß diese Lehrlinge ihre Abschlußprüfung in einem halben Jahr sehr gut bestehen werden.
Gfs.
Gieftener Dochenmarkkpreise.
* Gießen, 16. Dez. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, H kg 1,60 RM, Matte 25 Rpf., Käse, das Stück 5 bis 10, ausländischi Kühlhauseier, Klasse S 12, Klasse B 10%, Wirsing, % kg 7 bis 10, Weißkraut 6 bis 7, Rotkraut 8 bfc 10, gelbe Rüben 7 bis 10, rote Rüben 9 bis 12, Spinat 20, Unterkohlrabi 5 bis 8, Grünkohl 15 bi; 20, Rosenkohl 20 bis 35, Feldsalat, Wo 10, Zwiebeln, Vi kg 10 bis 12, Meerrettich 40 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, % kg 4% Rpft 5 kg 42 Rpf., 50 kg 3,35 bis 3,55 RM., Aepfttl, % kg 15 bis 25 Rpf., Birnen 12 bis 20, Salat, bau Stück 8 bis 10, Endivien 5 bis 12, Oberkohlrabi i
schuldig geschieden ist."
Klarissa legt Pegel die hagere Hand schwer auf die Schulter. Der feste Druck zieht ihn nach vorne.
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Knauß, hieß dabei besonders den Hohettsttager der Partei im Kreise Wetterau, Kreisletter Bock- Haus, ferner die Berufskameraden und die Gäste herzlich willkommen. Worte ernsten Gedenkens galten dann den Berufskameraden, die im Laufe des Jahres aus dem Kreise der Lebenden schieden. Ihr Andenken wurde in üblicher Weise geehrt. In einigen geschäftlichen Mitteilungen machte Oberstaatsanwalt Knauß darauf aufmerksam, daß im Laufe des Winterhalbjahres die Fachvorträge sich mit The- men des Kriegs» und Wehrrechtes, mit Fragen des Kriegswirtschastsrechtes und des Neutralitätsrechtes befassen sollen. Die Verhandlungen mit den Dorttagenden seien bereits ausgenommen.
Nachdem Oberstaatsanwalt Knauß noch den Geschäftsführer der Kreisgruppe des NS.-Rechts^ Wahrerbundes, Staatsanwalt Fritz, vorgestellt hatte, hielt Amtsgerichtsrat Södel aus reichen eigenen Reiseerlebnissen einen anschaulichen Vortrag über seine Eindrücke bei einer großen Mittelmeerreise. An Hand herrlicher farbiger Lichtbilder führte er seine Zuhörer nach Genua und zeigte ihnen das schöne Schiff „General Steuden", mit dem die Reise unternommen wurde. Zunächst ging dann die Reise an der italienischen Küste entlang nach Neapel; man sah den Vesuv und die herrlich gelegene Stadt, sah die schöne Insel Capri und erlebte dabei immer wieder herrliche Ausblicke auf das Meer. Die nächste Etappe galt dann Sizilien, der Stadt Taormina, dem großartigen antiken 'Theaterbau, der in mehreren Bildern festgehallen war, bald aber wurde die
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Miete. Anfang 14.30 Uhr, Ettde 17.15 Uhr. — Die Abendvorstellung fällt aus. Die Vorstellung der Mittwochmiete „Der Zigeunerbaron" wird am 1. Januar nachgeholt.
Samstag, 23. Dezember: „Der gestiefelte Kater , Weihnachtsmärchen mtt Musik. Spielleitung: Karl Volck. Musikalische Leitung: Richard Boeck. Bühnenbild: Karl Löffler. Tänze: Thea Maaß. Außer Miete. Anfang 14.30 Uhr, Ende 17.15 Uhr.
Achtung, Vervunkelungszeit!
Die Verdunkelungszett vom 18. bis zum 2 4. Dezember beginnt um jeweils um 16 Uhr und endet um 8 U h r.
Paket- und Päckchenauflieferung erleichtert.
Um den Bewohnern des inneren Stadtteils und des Ost- und Norübezirkes die Auflieferung von Pa- feten und Päckchen am morgigen letzten Sonntag vor Weihnachtsheiligabend leichter zu machen, hat das Postamt Gießen die erfreuliche Anordnung ge- ttoffen, daß Pakete und Päckchen am morgigen Sonntag, 17. Dezember, auch beim Stadtpostamt in der Neuen Bäue in der Zett von 9 bis 12 und von 15 bis 17 Uhr aufgegeben werden können.
Oie Reichsfleischkarte in den Gaststätten.
Dornotizen.
Tageskalender für Samstag:
Stadtheater: 14.30 Uhr „Der gestiefelte Kater". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Irrtum des Her- jens". — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: ,Hoheit tanzt inkognito". ---- Oberhefsischer Kunstverein
15 bis 16 Uhr Ausstellung am Brandplatz. — Landwirtschaftliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft Gießen- Wieseck: 20.30 Uhr bei Gastwirt Braun, Generalversammlung.
Tageskalender für Sonntag:
Stadttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr Weihnächte- Morgenfeier; 14.30 bis 17.15 Uhr „Der gestiefelte Kater"; 19 bis 22 Uhr „Gafparone". — Moria- Palast Seltersweg: Irrtum des Herzens". — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Hoheit tanzt inkognito". — Oberhessischer Kunstoer ein 11 bis 13 und 14 bis 16 Uhr Weihnachtsausstellung oberhefstscher Künstler. — Heimatverenigun g Schiffestberg: 16.30 Uhr, FaMikien Zusammenkunft und Weihnachtsfeier auf dem Schiffenderg.
Stadtthealer Gießen.
Am morgigen Sonntagvormittag 5. Morgenveranstaltung „Weihnachtsmorgenfeier". Musikalische Vorträge und Rezitationen. Die Leitung hat Gerhard Reuter, die musikalische Leitung Richard Boeck. Anfang 11.30 Uhr, Ende 12.30 Uhr. — Am Sonntagnachmittag kommt wiederum das reizende Weihnachtsmärchen „Der geftiefelte Kater" zur Aufführung. Spielleitung Karl Volck, musikalische Leitung Ric^nd Boeck. Bühnenbild: Karl Löffler. Beginn: 14.30 Uhr. Ende 17.15 Uhr. — Am Sonntagabend kommt zum letzten Male die Operette „Gafparone" von Karl Millöcker zur Aufführung. Musikalische Leitung: Richard Boeck. Spielleitung: Harry Grüneke. Bühnenbild: Karl Löffler. Tänze: Thea . maafc. Anfang 19 Uhr, Ende 22 Uhr.
Dienstag, 19. Dezember: „Maria Stuart", Tragödie in 5 Akten von Friedrich von Schiller. Neuinszenierung. Spielleitung: Dr. Hannes Razum. Bühnenbild: Karl Löffler. Anfang: 20 Uhr, Ende gegen 23 Uhr. 12. Vorstellung der Dienstag-Miete.
Äittwoch, 20. Dezember: „Der gestiefelte Kater", Weihnachtsmärchen mit Musik. Spielleitung: Karl Volck. Musikalische Leitung: Richard Boeck. Außer
Frau das Wochenbett. Red' mir nicht dazwischen", ruft sie, als er den Versuch macht, ihr ins Wort zu fallen. Da neigt Franz Pegel den Kopf, sitzt vor seinem Hauptbuch wie ein runtergefamelter Schuljunge und denkt, daß es nun wohl noch eine Wette so fortgehen wird.
Aber Klarissas Impuls hat sie fast in derselben Minute, schon wieder zu einem anderen Thema getrieben. Mit dem Knöchel des rechten Zeigefingers schlägt sie auf einen Papierstapel, der neben dem Hauptbuch liegt. „Sind das die Holzrechnungen, Franz? Sieh zu, daß du sie bald rauskriegst, es wird Zeit, scheint mir, und weißt du ..." Mitten im Satz bricht sie ab, denn von draußen schallt eine Stimme: „Xante Klarissa, hallo, Tante Klarissa!"
Mtt einer eckigen Bewegung wendet sie sich vom Schreibtisch fort, ist mit drei Schritten am Fenster, und da steht sie und lacht, lacht ihr tiefes, männerhartes Lachen und ruft über die Schuller ins Zimmer zurück: „Nun sieh dir die Krabbe an, Franz, wie die im letzten Jahr gewachsen ist. Ich weiß es noch genau, daß sie der langbeinigen Konifere früher kaum bis zum Bauch reichte, jetzt sieht das Roß gar nicht mehr so riesenhaft aus, so ist das Mädel in die Höhe geschossen."
Franz Pegel steht auf und stellt sich neben Klarissa. Er schiebt die Brille mit zwei Fingern der linken Hand zurecht, nickt und lacht auch. Sie haben beide die „mütterliche Aussprache", wie Klarissa sie nennt, vergessen. Klarissa reißt das Fenster auf und schreit mit Stentorstimme über den Hof: „Na, Seern, was gibt es? Ich dachte, du wärst schon weg."
Das Haus des Administrators, in dem sich unten zwei Wohnungen und oben die Büroräume befinden, liegt an einer großen Wiese, die seitlich bis zum Herrenhaus reicht. Das Herrenhaus ist ein langer, weiß gestrichener Bau, hat grüne Fensterläden, und über die Terrasse, die an der Front des ganzen Hauses entlang läuft, ist eine grau und gelb gestreifte Markise gespannt. Links und rechts neben der breiten Einaangstür stehen in mächtigen, grünen Kübeln zwei Lorbeerbäume Don diesen Bäumen würde Klarissa sich um nichts in der Welt
fertsröderweg 6; Elisabeth Panz, Auf der Bach 4; Mathilde Pattberg, Liebigsttaße 97; Marie Rüb- samen, Bahnhoftttaße 56; Lina Rausch, Wetzstein- gaffe 32; Emilie Rath, Wilhelmsttahe 56; Elisabeth Schmidt, Schisfenberger Wea 34;-Hermine Schlier- bad), Am Kugelberg 54; Katharina Schäfer, Alicen- straße 32; Wilhelmine Schieferstein, Fnedens- straße 33; Ilse Sturm, Seltersweg 67; Emma Strack, Sandfeld 13; Berta Thibaut, Licher Straße 2; Johanna Weeg, Neuenweg 11; Elisabeth Weber, Hillebrandsttaße 5; Luise Will, Bahnhofstraße 53; Johanna Werner, Neuenweg 52; Margarete Werner, Wernerwall 29; Amalie Ziegler, Marktlauben- straße 6; Rosa Zull, Marburger Sttaße 58.
Stadtteil Gietzen-Klein-Lmden.
L Stufe.
Katharine Weller, geb. Klein; Karvllne Speier, geb. Kraft; Elisabeth Dormehl, geb. Deibel; Katharine Frey, geb. Jung; Elisabeth Schmidt, geb. Feist!; Marte Weller, geb. Schmidt; Wilhelm-ine Weller, geb. Lotz; Movie Adolph, geb. Hölter; Lina Naumann, geb. Herbst; Elisabeth Stein, geb. Lenz; Elisabeth Volk, geb. Müller; Marie Weller, geb. Bernhardt; Kathavina Weller, geb. Bruck.
II. Stufe.
Adolph ine Bernhardt, geb. Wagner; Anna Feist!, geb. Kraft; Elisabeth Fm.ke, geb. Jung; Emma Schon, geb. Auch; Marie Ufer, geb. Jung; Katha- rine Weller, geb. Strauch; Marie Adolph, geb. Langsdorf; Lina Deibel, geb. Brandenburger; Katharine Jung, geb. Rinn; Margarete Kett, geb. Gudevloch; Anna Volkert, geb. Benderoth; Elisabeth Weigel, geb. Ruhl; Margarete Eyring, geb. Heutzel; Elisabeth Jung, geb. Schaum; Katharine Klein, geb. Wahl; Elisabetz Langsdorf, geb. Weigel; Wilhelmine Link, geb. Keller; Elisavech Luh, geb. Spori; Karoline Diertechausen, geb. Hof.
III. Stufe
Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!
„Du bist ein ausgemachtes Schaf, Franz. Natürlich habe ich ihn zu dem gemacht, was er ist, darüber bin ich alt geworden. Und ich habe es nicht gemerkt, weil die Arbeit mir immer auf den Nägeln brannte. Aber das sage ich dir, nein, ich schwöre es, die Anne wird mein Leben nicht fortsetzen. Sie wird einen Mann heiraten, der ihr die Arbeit abnimmt, sie wird wie Kläre Kinder haben und zufrieden sein. Wenn sie keinen Landwirt heiratet, wird der Birkenhof verkauft und damit basta!"
Wieder stapft Klarissa schnaufend auf und nieder, daß die Regale an den Wänden zittern. Franz Peael, der als Administrator des großen Gutes wohl am meisten unter einem Verkauf leiden würde, müßte jetzt eigenttich viele gute und freundliche Worte saaen, um Klarissa Wegner zu beruhigen und sie aus ihrer gute feindlichen Stimmung zu reißen. Er tut es nicht. Er wendet sich wieder feinen Zahlenkolonnen zu; er weiß, wie häufig solche Stimmungen bei Klarissa sind, und daß man sie bei Gott nicht ernst zu nehmen braucht.
Doch heute muß schon der Leibhaftige in sie ae« fahren sein; sie läßt dem armen Jungen keine Ruhe. Wieder steht sie nach einer kühnen Wendung neben ihm, klopft mit harter Hand auf seine Schuller und fragt: „Was macht deine Frau, Franz?"
Da atmet Pegel tief und schmerzlich, sieht ein, daß er in dieser Stunde nicht mehr zum Arbeiten kommt, und legt mit gerunzelter Stirn den Bleistift neben das Buch. „Danke", sagt er seufzend, „es geht ihr gut."
„Gut, gut", echot Klarissa, „und wo bleiben die Kinder? Sechs Jahre seid ihr nun verheiratet, gesund seid ihr, jung seid ihr, und Kinder kommen keine. Das ist verdächtig, mein Lieber. Und weil ich gerade im Zuge bin, will ich dir auch darüber etliches sagen. Deine Frau jammert nicht, zu dieser Sorte von Frauensleuten gehört sie Gott sei Dank nicht. Aber ich wette, daß irgendwas in eurer Ehe nicht stimmt. Steckt noch die Hannah dahinter? Die Hannah, mit dem blödsinnigen ,h' hinten dran, die sich die Fußnägel lackierte, von der Wirtsd)aft nichts verstand und dich in einem Jahr zu Grunde gerichtet hätte? Dann laß dir erzählen, mein Junge, daß eben diese H-nnah sich jetzt zum zweitenmal verheiratet, obgleich sie seit einem dreiviertel Jahr
Elisabeth Bocking, geb. Doll; Elisabeth Branden- . bürger, geb. Größer; Elisabeth Brandenburger, geb. Kinzenbach; Margarete Hos, geb. Schneider; Katha- rine Honig, geb. Veit; Marie Jung, geb. Schaum; Eli'sabethe Klein, geb. Lotz; Anna Pfeffer, geb. Momberg; Elisabeth Rinn, geb. Jung; Marie Ruhl, geb. Luh; Marie Sommer, geb. Ufer; Eleonore Weigel, geb. Lenz; Katharine Weigel, geb. Jenvißen; Elisabeth Dormehl, geb. Weigel; Elise Erle, geb. Kühne; Elisabech Hillgärtner, geb. Schmidt; Marie Lenz, geb. Klein; Marie Merkel, geb. Schreiner; Elisabech Müller, geb. Schaum; Luise Neurach, geb. Schmidt; Hermine Thon, geb. Schupp; Elisabeche Ulm, geb. Lenzer; Katharine Weber, geb. Lotz; Marie Adolph, geb. Schwarz; Margarete Adolph, geb. Mohr; Marie Amend, geb. Müller; Klara Becker, geb. Honig; Johanna Ben- deroch, geb. Pauly; Emilie Depler, geb. Junker; Karoline Bingei, geb. Walter; Ida Brück, geb. Kraft; Luise Faber, geb. Rinn; Maria Fey, geb. Jung; Anna Gimbel, geb. Röder; Maria Glaum, geb. Feisöl; Anna Großer, geb. Deibel; Ottilie Hahn, geb. Paul; Emma Hildebrand, geb. Jung; Marie Hoßbach, geb. Ufer; Karoline Jung, geb. Zimmermann; Katharine Jung, geb. Jung; Margarete Jung, geb. Deibel; Marie Jung, geb. Jung; Marie Klein, geb. Klotz; Katharine Klingelhöser; Katharine Klos, geb. Scherer; Sophie Lenz, geb. Theiß; Elisabeth Luh, geb. Rinn; Katharine Luh, geb. Jung; Marie Lüh, geb. Jung; Helene Mähler, geb. Erb; Katharine Morneweg, geb. Fink; Katharine Morneweg, geb. Luh; Luise Müller, geb. Lang; Marie Müller, geb. Weigel; Luise Neurach, geb. Schmidt: Klara Pfaff, geb. Kopp; Katharine Schepp, geb. Jung; Margarete Schneider, geb. Jung: Marie Spengler, geb. Jung; Anna Stein, geb. Lenz; Luise Steimmiller, geb. Gottlieb; Marie Stein- muller, geb. Weber; Wilhelmine Steinmüller, geb. Luh; Anna Vogel, geb. Wehrum; Marie Wagner, geb. Müller; Erna Weber, geb. Klein; Marie Weber, geb. Reuschling; Elisabeth Weigel, geb. Dal- wigk; Margarete Weigel, geb. Heckroth; Marie Weigel, geb. Geier; Marie Weigel, geb. Langsdorf; Marie Zimmer, geb. König; Elisabech Volk,
Mit einem schönen Lichtbildervorttag eröffnete I Reise nach den klafsischen Stätten der Srtechischen am gestrigen Freitagabend die Kreisgruppe Gießen! Kunst fortgesetzt. Die Zuhörer horten von den Aus- des NS -Rechtswahrerbundes ihre Winterarbeit und grabungen in Olympia und sahen Silber oon te Vortragstätigkeit für das Winterhalbjahr 1939/40. klassischen Statten hellemschen Geistes die durch
Leiter^ der Kreisgruppe, Oberstaatsanwalt j deutsche Ausgrabungen dem Licht des Tages wreder- - - t - ■ 'U. v- (L-uv-i-u.--— gegeben wurden. Mit emziaarttg schonen Bildern
wußte der Redner von der Akropolis aufzuwarten, die man sowohl in Gesamtansichten, als auch in vielen Einzelbildern sah, so daß man die Groß- artigkeiten dieser .Bauwerke wohl ermessen konnte. Dann tauchte die Märchenwelt der Inselgruppe Santorin auf, man horte vom Berg und den Klöstern Athos in ihrer einsamen landschaftlichen Lage, und gelangte schließlich zu den Dardanellen, zum Bosporus, nach Istanbul und erlebte in vielen schönen Bildern den Orient in reicher Spiegelung.
Im weiteren Verlaufe seines Lichtbildervorttages vermittelte Amtsgerichtsrat Jockel interessante Ein. drücke von den Inseln Rhodos und Cypern und führte dann im Geiste an den Nil, nach Kairo und Luxor, an die Pyramiden von Gizeh, an die Gräber der Pharaonen, in das „Tal der Könige" und nach Karnak. Mit Staunen und Bewunderung sah man die fast unvergänglichen ftememen Zeugen ägyptischer Kulturepochen, sah die mächtigen Säulen und die Sphinxdarstellungen, aber auch in interessanter Gegenüberstellung das heutige Aegypten mit seinen Hotelbauten, Palmenalleen usw.
Der Redner, der seinen Dortrag mit einer Anzahl interessanter Einzelheiten zu beleben^ wußte, fand eine aufmerksame und dankbare Zuhörerschaft. Die Lichtbilder, die zum größten. Teil vom Redner selbst ausgenommen wurden, zu einem kleineren Teil von Rechtsanwalt Dr. Spohr stammten, fanden rück-
„Deine Frau ist ein großartiger Mensch, Franz, garten an. Links und rechts sind Wiesen, wette du dagegen bist ein Kind, ein bummer Junoe, wie Parkwiesen, die wieder von Bäumen und Strauch- die meisten Männer. Luise will keine Kinder werk eingefaßt sind, während vor dem Haus der haben?" ereifert sie sich. „Daß ich nicht lache! Ich sogenannte Hof liegt, ein Auslauf für Pferde, der meine, du denkst, das Kind im Mann erspart der sich zur schnurgeraden Allee verengt; sie ist beider-


